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+ {"01e1c817-734d-5515-87fd-10abc3d72ece":{"name":"Kurfürstenloge mit Wappen","description":"Die durch Atlantenhermen gestützte und in den Raum vorgewölbte Hauptloge wird durch den größten Schmuckreichtum ausgezeichnet. Putti und eine Fama als Allegorie des Ruhmes umringen das Monogramm des Kurfürsten Max III. Joseph in der Logenbekrönung.","dates":"1752-53","location":"Über dem Eingang gegenüber der Bühne auf Höhe des ersten und zweiten Ranges"},"022766ef-1e89-5e68-acd0-8d4e3a78cd8a":{"name":"Fassade","description":"Die Fassade folgt der im Tiroler Spätbarock häufigeren Form der Ergänzung realer Architektur durch Wandmalerei. In diesem Fall sind nur die Gesimse und Giebel der dem traditionellem Typus folgenden Querschnittfassade architektonisch ausgeformt, Pilaster, Gebälk, Voluten und Fensterrahmungen dagegen nur gemalt. Zentrales Fassadenmotiv ist eine Ädikula mit Segmentbogen über einem Rundfenster, das das Gebälk durchbricht; über dem Bogen der Kirchenpatron, ursprünglich wohl von Bergmüller gemalt, später stark erneuert.","dates":"Um 1747 (Portalvorhalle 1914)","location":"Äußere Westseite"},"024a4537-1c19-5774-93da-c7fc855bb000":{"name":"Castello Ursino","description":""},"02670817-41d7-5797-a20d-2808406b0faa":{"name":"*Der hl. Jakob als Fürbitter vor Gott für Innsbruck, Tirol, das Bistum Brixen und Österreich*","description":"Der Freskenzyklus Cosmas Damian Asams hat das Wirken des Kirchenpatrons zum Thema. Die flachen Kuppeln malte Asam mit Illusionsarchitektur aus, eine Aufgabe, die er in jeder Szene unterschiedlich gelöst hat. Das westliche Fresko scheint den Blick in eine mächtige, von Säulen getragene Kuppelarchitektur freizugeben, von der zwei Raumabschnitte zugleich zu sehen sind. Einen Bezug zur real gebauten Architektur gibt es nicht. In der Mitte der so perspektivisch überhöhten Darstellung ist ein Standbild des Apostels zu sehen. Hilfesuchende aller Stände sind darum versammelt, während Jakobus selbst, auf Wolken von Engeln getragen, den himmlischen Beistand erfleht.","dates":"1722-1724 (restauriert/wiederhergestellt 1949/50)","location":"Deckenfresko der westlichen Langhauskuppel"},"026ec9d4-7860-53a6-9ae0-593ed9c1b807":{"name":"Sarazenenbrücke","description":""},"02bcbece-df7a-5e97-b5f8-fcadef79ac38":{"name":"Stift Rein \nReiner Stiftskirche und Kloster","alternate_name":"Zisterzienser Abtei und Kirche in Rein","description":"Was alle Gebäude – die des Klosters und die Kirche – gemein haben, ist die Tatsache, dass sie romanische und gotische Bauteile enthalten. Die meiste Architektur um den Kreuzgang im Süden, die Wirtschaftsgebäude im Westen, die Flügel im Osten und im Norden sind alter Gebäudebestand. Einiges ist sichtbar, anderes nicht, weil die meisten Teile eine barocke Hülle übergestülpt bekamen. Zuletzt wurde die Kirche – in den 1730er-Jahren – barockisiert. Der Grundriss des Klosterkomplexes ist unregelmäßig, ein anderes Überbleibsel aus dem Mittelalter. \nWenn man sich der Abtei vom Osten nähert, von wo die Landstraße direkt darauf zuführt, denkt man, dass das die Hauptfassade ist. Betrachtet man aber die unregelmäßig angeordneten Gebäudeteile, vier davon vorspringend, erkennt man, dass diese Seite stark mittelalterlich beeinflusst ist. Die Haupteinfahrt befindet sich um die Ecke, an der Nordseite des Stifts und erweckt vollständig den Eindruck eines barocken Klostergebäudes. Der leicht vorspringende, dreigeschoßige und siebenachsige Teil mit dem Haupteingang in der Mitte empfängt ankommende Gäste seit drei Jahrhunderten auf typisch barocke Art.","short_description":"Ab der Gründung im Jahr 1129 bis zum Bau des neuen Konventgebäudes, der Renovierungen und Barockisierungen zu Beginn des 17. Jahrhunderts bis in die späten 1770er-Jahre wurde an der Architektur der Gebäude nur wenig verändert. Nur nach dem Einfall der Türken wurden Schäden an den Gebäuden repariert und die wehrhafte Ummauerung vergrößert. Ab Anfang des 17. Jahrhunderts begannen die Zisterzienser, die mittelalterlichen Gebäude umzubauen. Die Mitglieder des Konvents erhielten neue Zellen, und der östliche Teil der Klosteranlage wurde renoviert. An der Stelle der mittelalterlichen Kirche entstand ein neues Gotteshaus, wobei man die Wände, das Presbyterium und den Eingang zum ehemaligen Konventgebäude beließ. Nach dem Entfernen der romanischen Pfeiler erhielt der neue barocke Raum – mit Seitenkapellen und einer Empore – größere Weite und mehr Licht.","type":"Religiöse Architektur","dates":"1129 Gründung des Klosters \n1140 Weihe der romanischen Basilika \n1481 – 1515 Umbauten \nAnfang 17. Jahrhundert neuer Kreuzgang \n1628 – 1632 neues Konventgebäude \n1650 der mittelalterliche Turm über dem südlichen Teil der Kirche wird durch einen frühbarocken ersetzt \n1682 Stuckdekoration in der alten Sakristei (Winterkapelle) \nab 1720 Renovierung des östlichen Teils des Gebäudekomplexes und Errichtung des Nordflügels \n1739 – 1747 Bau/Umbau der Kirche und Barockisierung \n1740 Fresken im Huldigungssaal \n1742 – 1747 Ostfassade der Kirche \n1743 Statuen an der Ostfassade der Kirche und in der Kirche \num 1753 Bibliothekssaal und Deckenfresko \n1766 Wand- und Deckenfresken in der Kirche \n1768 Hochaltar \n1772 Orgel \n1779 Gemälde am Hochaltar \n1782 der Turm auf der Kirche erhält die neue barocke Form","location":"Rein, Gemeinde Gratwein-Straßengel, Steiermark","method_for_datation":"Historische Dokumente","bibliography":"Brenner, Elisabeth, *Ein Himmel auf Erden. Basilika Stift Rein. Meisterwerk des Barock,* Rein: Zisterzienserstift Rein, 2014. \nBrucher, Günter, *Barockarchitektur in Österreich,* Köln: DuMont Buchverlag, 1983: 25, 31, 301–302. \nHahnl, Adolf, *Stift Rein,* Salzburg: Verlag St Peter, 1973. \nKohlbach, Rochus, *Steirische Baumeister. Tausendundein Werkmann,* Graz: Grazer Domverlag, 1961: 220–224, 415–420. \nRappold, Paulus (Hg), Karl Amon, Helmut Mezler-Andelberg, Norbert Müller, Ileane Schwarzkogler, *Stift Rein 1129 – 1979. 850 Jahre Kultur und Glaube. Festschrift zum Jubiläum,* Rein: Zisterzienserstift Rein/Hohenfurth, 1979.","author":"Gabriele Liechtenstein","history":"Nachdem sich die Benediktiner wegen unterschiedlicher Auslegung der Ordensregeln gespalten hatten, gründeten drei Mönche in Cîteaux den neuen Zisterzienser-Orden. Als sich ihnen der charismatische (spätere heiliggesprochene) Bernhard von Clairvaux mit Freunden und Verwandten anschloss, führte das zu einem großen Aufschwung des Ordens. Von ursprünglich vier Primarabteien verbreitete sich der Orden rasch über Europa. In Deutschland gab es zwei Zisterzienser Abteien, eine war Ebrach in Oberfranken, von wo sich eines Tages einige Mönche im Auftrag Markgraf Leopolds des Starken nach Rein begaben. Am 25. März 1129 kamen sie an und gründeten dort ein neues Kloster. Der Landesherr schenkte ihnen dafür Land. Gerlach, einer der Brüder, wurde zum ersten Abt gewählt. \nDie Mönche von Ebrach hatten bald ein Oratorium und ein Klostergebäude aus Holz errichtet. Ein paar Jahre später bauten sie, diesmal aus Stein, eine Kirche, ein Klostergebäude und eine Schutzmauer, die den gesamten Komplex umgab. Ab der barocken Epoche wurden die meisten Bauten erneuert oder stilistisch angepasst und blieben bis in unsere Tage beinahe unberührt.","patrons":"Mönche des Stifts Ebrach in Bayern ließen sich in Rein (Steiermark) nieder und gründeten ein neues Kloster. Der Traungauer Markgraf Leopold I stiftete das Land.","architects":"Architektur Kirche: Ostfassade, Barockisierung des Turms und der gotischen Kirche: Johann Georg Stengg (1689 – 1753); Statuen an der Fassade: Johann Matthias Leitner (keine Daten – 1763) Kirche innen, Decken- und Wandfresken: Joseph Adam von Mölck (1718 – 1794); Stuckmarmor Altäre, Entwürfe: Johann Georg Stengg (1689 – 1753); Gemälde Hochaltar: Martin Johann Schmidt (1718 – 1801); Statuen Hochaltar: Jakob Payer (1728 – 1804) Marienkapelle (ehem. Sakristei, Winterkirche): Stuckdekoration: Alexander Serenio (keine Daten) zugeschrieben Klostergebäude, neues Konventgebäude: Bartolomeo di Bosio (keine Daten); Barockisierung Nordflügel und östlicher Teil des Gebäudekomplexes: wahrscheinlich Johann Georg Stengg (1689 – 1753) Huldigungssaal und Bibliothek Fresken: Joseph Amonte (1703 – 1753)","monument_contact":{"email":"info@stift-rein.at","phone":"+43312451621","address":"Rein 1, \nA-8103 Gratwein-Straßengel","institution":"Zisterzienser von Stift Rein"}},"03024cb7-5500-585a-a978-a5263e16b1f2":{"name":"Ehem. Damenstift (heute Herz-Jesu-Kloster) mit Stiftskirche (heute Herz-Jesu-Kirche)","alternate_name":"Königliches Damenstift St. Maria","description":"Der unregelmäßige Grundriss des Stiftes ist geprägt von den Fundamenten bzw. den einbezogenen Bauteilen der vormaligen landesfürstlichen Burg Sparberegg. Im Zentrum steht ein zweigeschossiger Renaissance-Kreuzgang über fast quadratischem Grundriss, an den im Westen die Klosterkirche, ein Längsbau, und im Osten die unregelmäßigen, von der Burg übernommenen Bauteile der Stiftseinrichtungen anschließen. Der dreigeschossige Komplex begrenzt den Stiftsplatz, gegen den sich auch die Kirchenfassade ausrichtet, nach Südosten.","short_description":"Das Damenstift in Hall, ein bedeutender vierflügeliger Baukomplex der Spätrenaissance über den Fundamenten einer mittelalterlichen Burg, geht auf die Gründung Erzherzog Ferdinands II. (1529-1595) zurück. Auch die Stiftskirche, ein Saalbau mit eingezogenem Chor, stammt aus dieser ersten Phase (1567-70), doch wurde ihre ursprüngliche Stuckausstattung später in reichen frühbarocken Formen ersetzt.","type":"Profanbau (Stift, Konventsgebäude) und Sakralbau (ehem. Stiftskirche)","dates":"1567-1570 (Erbauung); 1629-1636 (barocke Stuckausstattung); nach 1670 (Erneuerungen)","location":"A-6060 Hall in Tirol, Tirol, Bezirk Innsbruck","method_for_datation":"Archivalien","bibliography":"Frodl-Kraft, E., Tiroler Barockkirchen, Innsbruck 1955, S. 30 \nGrass, N., Das Damenstift und seine Kunstdenkmäler, in: Haller Buch. Festschrift zur 650-Jahrfeier der Stadterhebung (Schlern-Schriften 106), Innsbruck 1953, S. 337-394","author":"Frank Purrmann","history":"Für den 1566 gegründeten Damenstiftsorden ließ Erzherzogin Magdalena, eine Schwester Erzherzog Ferdinands II., 1567-1569 Stiftsgebäude und Kirche von Hall an Stelle einer landesfürstlichen Burg und Münzprägestätte errichten. Die Weihe erfolgte 1560. Die Stiftskirche, 1567-1570 von Giovanni Luchese erbaut, wurde 1629-36 durch Onofrius Weigl aus München neu stukkiert und nach dem Erdbeben von 1670 erneuert. Der Turmabschluss datiert von 1681, der Fassadenstuck wurde 1691/92 hinzugefügt. 1783 erfolgte die Aufhebung, 1912 wurden die Gebäude dem Kloster der Schwestern vom Herzen Jesu überlassen.","patrons":"Erzherzogin Magdalena von Österreich (1532-1590, Gründerin und erste Fürstäbtissin) / Damenstift Hall","architects":"Stiftskirche: \nArchitektur: Giovanni Lucchese (?-1581) \nStuck: Onofrius Weigl \nStiftsgebäude: \nGiovanni und Alberto Lucchese \nSommerhaus: \nArchitektur: Simon Gremblich \nFresken: Kaspar Waldmann (1657–1720)","monument_contact":{"fax":"+43 522 343 753","phone":"+43 522 356 258","address":"Schulgasse 2, A-6060 Hall in Tirol","institution":"Herz-Jesu-Kloster der Töchter des Herzens Jesu, Hall in Tirol"}},"03b3fa81-12f0-534d-917e-8491471550e8":{"name":"Kath. Pfarrkirche St. Peter und Paul, ehem. Augustinerchorherren-Stiftskirche","alternate_name":"Klosterkirche Weyarn","description":"Das Langhaus der Stiftskirche, eine konventionelle, aber edel proportionierte Wandpfeilerarchitektur, ist nur auf der rechten Seite mit Fenstern versehen, so dass der beidseitig hell erleuchtete, durch eine als Würdemotiv fungierende Pilasterarkade \"bildartig\" gerahmte Chor umso mehr ins Auge springt. Der Hochaltar ist formal an demjenigen der Münchner Theatiner-Hofkirche orientiert, die ihn überfangende Stuckmuschel der Apsiskalotte dagegen am Freisinger Dom, wohl um so die Verbundenheit mit der weltlichen und geistlichen Oberhoheit zu demonstrieren. Zusammen mit dem Rokoko-Tabernakel Ignaz Günthers bildet der hochbarocke Hauptaltar mit seinen Statuen der Kirchenväter Augustinus und Ambrosius eine kontrastreiche Einheit. \nDie Gewölbe sind maßvoll mit farbig gefasstem Bänder- und Rankenwerk des Régencestils ausgeschmückt. Während die Deckenfresken im Langhaus den Orden thematisieren, erzählen sie im Chor vom Martyrium der Kirchenpatrone Petrus und Paulus und nehmen ikonografisch Bezug auf das Hochaltarblatt, das mit dem Thema der „Schlüsselübergabe an Petrus“ (Johann Untersteiner, 1693) zudem den Führungsanspruch der katholischen Konfession propagiert.","short_description":"Die Kirche des Augustinerchorherren-Stifts Weyarn ist berühmt für ihre qualitätvollen, im 18. Jahrhundert hinzugekommenen Ausstattungselemente: graziler Stuck und farbenfrohe Deckenfresken des Münchner Hofkünstlers Johann Baptist Zimmermann sowie zahlreiche skulpturale Werke von der Hand des Ignaz Günther, der zu den besten deutschen Bildhauern des Rokoko zählt – unbeschreibliche Hauptwerke sind seine beiden für Weyarn geschaffenen Prozessionsfiguren.","type":"Sakralbau (Klosterkirche)","dates":"1687-1693 Errichtung der Stiftskirche inkl. Hochaltar \n1729 Stuck und Deckenfresken der Stiftskirche \n1763-1765 skulpturale Überarbeitung der Altäre","location":"Weyarn, Oberbayern","method_for_datation":"Archivalische Dokumente und chronikale Nachrichten; Inschrift im Deckenfresko","bibliography":"Sepp, F., *Weyarn: Ein Augustiner-Chorherrenstift zwischen katholischer Reform und Säkularisation*, München, 2003. \nOberberger, E. *Die Stiftskirche in Weyarn* (Kleine Kunstführer 612), 9. Auflage, Regensburg 1994. \nVolk, P., *Ignaz Günther. Vollendung des Rokoko*, Regensburg 1991, 128-144, 268-269. \nBauer, H. und A., *Johann Baptist und Dominikus Zimmermann. Entstehung und Vollendung des bayerischen Rokoko*, Regensburg, 1985, 68-69, 166-170, 314. \nHitchcock, H.-R., *German Rococo: The Zimmermann Brothers*, London, 1968, 55-56, 88-89.","author":"Peter Heinrich Jahn","history":"Von dem 1133 in der Burg einer lokalen Grafenfamilie gegründeten mittelalterlichen Kloster ist noch die Burgkapelle St. Jakob erhalten. Über den Resten der abgebrannten Stiftskirche wurde 1687-93 durch Lorenzo Sciasca aus Graubünden der heutige Bau errichtet. In Vorbereitung des 800jährigen Jubiläums führte ab 1729 der aus Wessobrunn gebürtige Münchner Hofmaler und -stuckateur Johann Baptist Zimmermann den Stuck und die Deckengemälde aus. Auch die Berufung des Bildhauers Ignaz Günther 1763 zeugt von den anhaltend engen Beziehungen zur kurbayrischen Residenzstadt München.","patrons":"Pröpste Gelasis Harlaß (reg. 1675-1695), Johann Präsidius Held (reg. 1697-1731), Augustinus Hamel (reg. 1753-1765)","architects":"Architektur: Lorenzo Sciasca (1643-1694); \nStuck und Deckenfresken: Johann Baptist Zimmermann (1680-1758); \nSkulpturen des 18. Jhs., Tabernakel, Kreuzaltar: Ignaz Günther (1725-1775)","monument_contact":{"fax":"08020 906-292","email":"info@pfarrei-weyarn.de; d.lieblein@deutscher-orden.de","phone":"08020 906-290","address":"Klosterweg 1, 83629 Weyarn","institution":"Deutschordenskonvent Weyarn/Kath. Pfarramt Weyarn (Erzbistum München und Freising)"}},"044291b5-0f3f-5107-908b-3ca119cae2b3":{"name":"Kanzel","description":"Die wegen der dominanten Deckenmalerei äußerst sparsamen Stuckarbeiten wurden von einem bekannten Wessobrunner Stuckateur ausgeführt, der nur bei der sehr ornamentreichen Kanzel sein Talent als Modelleur entfalten konnte.","dates":"1745","location":"rechte Langhauswand am Bogen zur Seitenkapelle"},"0485305f-5812-53a0-a3a3-161922e70b35":{"name":"Kath. Pfarrkirche Hll. Petrus und Paulus","description":"Der nach Süden ausgerichtete Bau besteht aus einer Reihung von drei zentralisierten Raumeinheiten, eingeleitet durch ein Vorjoch mit Empore. Die von Flachkuppeln überwölbte Raumfolge verjüngt sich gegen den Chor schrittweise, wobei vorspringende gerundete Wandpfeiler eine fließende Überleitung zwischen den Abschnitten bilden. In der Gesamtsicht ergibt sich so ein prachtvoll gestaffelter Prospekt, in dem vor allem die Abfolge der fünf Altäre inszeniert wird. Die von feinem Rocaillenstuck gerahmten Fresken sind ein Spätwerk des Augsburger Akademiedirektors Matthäus Günther in besonders klaren, leuchtenden Farben.","short_description":"Götzens ist der Höhepunkt unter den Tiroler Pfarrkirchen des ausgehenden Rokoko. Bau und Ausstattung sind von erstrangiger Qualität, sozusagen aus „einem Guss“, wohl weitgehend nach Gesamtentwurf des Baumeisters Franz Singer, in kurzer Zeit entstanden. Insbesondere der kulissenartige „Theaterprospekt“ fasst Architektur, Stuck, Altäre und die exzellente Freskomalerei Matthäus Günthers in ein harmonisches Gesamtbild zusammen.","type":"Sakralbau (Pfarrkirche)","dates":"1772-1775; Weihe 1780; Datiert am Turm (Zwiebelhaube) 1775","location":"Götzens, Tirol, Bezirk Innsbrucker Land","method_for_datation":"Archivalisch und durch Bezeichnung am Turmhelm “FS 1775 PM” (gemeint: Franz Singer und Peter Mayr, der Zimmerer)","bibliography":"Frodl-Kraft, Eva, Tiroler Barockkirchen, Innsbruck 1955, S. 44f. \nSchaelow, Karen, Götzens, Pfarrkirche St. Petrus und Paulus, Passau 1994 (= Peda-Kunstführer Nr. 74) \nMatthäus Günther 1705-1788. Festliches Rokoko für Kirchen, Klöster, Residenzen. Gedächtnisausstellung zum 200. Todestag 1988 in Augsburg, München 1988, S. 355 f. \nAmann, Klaus, Franz Singer (1724-1789) von Götzens, Baumeister, Maurermeister, Stukkator. Diss. Innsbruck 2002 \nBayer, Karl, Franz Singer. Bauersmann, Baumeister und Stuckator aus Götzens (1724-1789), Innsbruck, Wien 2005, S. 52-60","author":"Frank Purrmann","history":"Im 18. Jahrhundert kommt es zu Bestrebungen nach Unabhängigkeit von der Pfarrei Axams, 1736 wird ein Pfarrer angestellt. Neubau der Pfarrkirche in der Ortsmitte 1772 nach den Plänen des „Bauersmanns, Maurermeister und Stukkatorers“ Franz Singer. Die Weihe durch den Brixener Fürstbischof Joseph Graf Spaur erfolgte am 24. Juni 1780. 1786 wird Götzens selbständige Pfarrei.","patrons":"Pfarrei Axams, Diözese Brixen","architects":"Architektur und Entwurf des Stucks: Franz Singer (1724-1789) \nAltäre: Johann Schnegg (1724-1784) \nFresken: Matthäus Günther (1705-1788) \nHochaltar: Franz Anton Maulpertsch (1724-1796, Werkstattarbeit)","monument_contact":{"fax":"0043-05234322294","email":"pfarramt.goetzens@aon.at","phone":"0043-523432229","address":"Kirchplatz, \nA-6091 Götzens","institution":"Kath. Pfarramt Götzens"}},"04e7d116-c31a-51d8-ae35-d6c531209e4c":{"name":"Leonhards- und Franz-Xaver-Altar","description":"Zwei nahe beim Vestibül aufgestellte, säulenlose Seitenaltäre verbildlichen für die bäuerliche Bevölkerung wichtige Nothelfer. Mittels Gestik, Habitus und zeitgenössischer Kostümierung setzen die von Ignaz Günther geschnitzten, polychrom gefaßten Standfiguren der hl. Notburga, Isidor, Papst Leo IV. und Petrus Damiani auf Volkstümlichkeit und kontrastieren den bäuerlichen und geistlichen Stand.","dates":"1762","location":"Seitenkapellen neben Vorjoch"},"0543c1df-d871-504e-a4c6-9e7764df6499":{"name":"Santi Pietro e Paolo","description":""},"056cb51d-bb74-5333-973d-cb5070717728":{"name":"Zisa","description":""},"056db7b3-89b9-5e48-919c-5e2963c5f874":{"name":"Fürstengruft mit Kreuzigungsgruppe","description":"Die Gruftkapelle der Grafen von Görz-Tirol wurde nach Abbruch 1677 neu errichtet und in den Boden der Kirche eingelassen, um den Blick nicht zu verstellen; einzig die ausdrucksvoll bewegte Kreuzigungsgruppe über dem Gruftaltar ragt in den Kirchenraum. Die überaus qualitätvollen Arbeiten für die Fürstengruft, zu denen auch die Altarstatuen und die Bildnisse der Bestatteten gehören, sind ein Hauptwerk des Bildhauers Andreas Thamasch, eines Schülers des Thomas Schwanthaler.","dates":"1681-1684","location":"Stiftskirche, westliches Langhaus"},"05f34f62-1bb1-5597-b198-6b8eb91197ca":{"name":"Anna-Altar, Statuen Hochaltar, Taufstein, Muttergottes-Statue, Statuen Seitenaltäre","description":"Der Anna-Altar auf der linken Seite des Eingangs befand sich ursprünglich in der früheren Anna-Friedhofskirche nahe der jetzigen Pfarrkirche. Er stammt von Michael Zürn d.J., der auch die Statuen Josefs und Marias (die früher nicht hier standen) auf beiden Seiten des Altars schuf. Vermutlich ist auch das Altargemälde aus seiner Hand. Die langen und schlanken Statuen der hl Elisabeth und des hl Zacharias links und rechts auf dem Hauptaltar sind ebenfalls Werke Michael Zürns d.J. Sie wurden im 20. Jahrhundert vor Fenster gestellt, weshalb man im starken Gegenlicht meist nur ihre Silhouetten erkennen kann. \nDer Taufstein rechts des Anna-Altars, die bemerkenswerte Statue der Muttergottes (gegenüber der Kanzel) und die Statuen der heiligen Barbara und Margarete auf dem rechten Seitenaltar stammen aus dem 17. Jahrhundert. Die zwei Statuen der Heiligen Peter und Paul auf dem linken Seitenaltar sind aus einer späteren barocken Epoche.","dates":"Anna-Altar: vermutlich 1689; Statuen Hochaltar – hll Elisabeth und Zacharias: um 1690; Taufstein: 17. Jahrhundert; Statue Muttergottes: erstes Drittel 17. Jahrhundert; Statuen rechter Seitenaltar – hll Barbara und Margarete: Ende 17. Jahrhundert; Statuen","location":"Im Kircheninneren"},"06187d87-0999-5811-9b61-5f301f67fb09":{"name":"Arabisches Waschhaus","description":""},"066487df-617c-5f53-abf0-3b0743c203a9":{"name":"Burdj an-Nar","description":""},"073a3608-7fb8-5a06-99a1-807b858158d2":{"name":"Gnadenkapelle, Inneres","description":"Am Beginn der umfassenden Barockisierung des Inneren errichtete der Inzinger Baumeister Gallus Gratl an der Stelle, an der der Legende nach Hirten das wundertätige Marienbild, eine kleine bekleidete Muttergottes-Statue der Zeit um 1400, verehrten, eine Gnadenkapelle über ovalem Grundriss. Pfeiler mit Pilastervorlagen tragen ein Kuppelgewölbe, dazwischen offene Rundbögen; in der Kuppel eine ovale Öffnung. Die Gnadenkapelle ist als ein Zitat in spätbarocken Formen des römischen Pantheons zu verstehen, das seit dem 6. Jahrhundert Marienkirche gewesen ist.","dates":"1714","location":"Westliches Langhaus, axial in der Mitte"},"078016a8-8f27-5a98-ac04-aec12f841ef0":{"name":"Die vier letzten Dinge","description":"Wegen Johann Nepomuks Rolle als Beichtheiligem ist die Bedeutung des Bußsakraments vor allem im Eingangsbereich durch die Häufung von vier Beichtstühlen hervorgehoben. Deren dramatisch gestenreiches Skulpturenprogramm behandelt die Vier Letzten Dinge: Tod, Gericht, Hölle und Himmel, repräsentiert durch die hl. Bruno, Hieronymus, Petrus sowie einen Seligen.","dates":"zwischen 1738 und 1750","location":"Trennwand von Vestibül und Laienraum, beidseitig über den Beichtstühlen"},"07c6cafb-a885-50bc-aaa5-99e99c59c913":{"name":"Rosenkranz- und Ulrichsaltar","description":"Die beiden Querarme werden von mächtigen marmornen Retabelaltären beherrscht, für die ein europaweit nachgefragter venezianischer Wandermaler auf der Durchreise die Altarblätter schuf. Die Rosenkranzspende an die Dominikanerheiligen Dominikus und Katharina von Siena richtet sich an die örtliche Rosenkranzbruderschaft, der einen Toten erweckende hl. Ulrich verkörpert den Bistumspatron.","dates":"1721/22","location":"Querarme der Abteikirche"},"0829f648-7c35-5554-838e-c975a5a23902":{"name":"Deckenfresken und gemalter Stuck","description":"Wiewohl zum Teil übermalt und erneuert, bilden die Deckenbilder zusammen mit dem gemalten Stuck (“stucco finto”) ein einheitliches Dekorationssystem. Große geschweifte Rocaillekartuschen rahmen Bildfelder mit einem Zyklus zum Leben Mariens (Langhaus: Vermählung, Verkündigung und Himmelfahrt Mariae). 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Der Raumeindruck wird insgesamt stark von den großformatigen Deckenbildern und dem filigranen Rocaillenstuck mitbestimmt.","short_description":"Neben Stams und Wilten zählt die Abtei St. Georgenberg zu den drei großen Stiften Tirols. Der Neubau der Kirche des 1705 niedergebrannten Klosters erfolgte unter dem aus Wessobrunn stammenden Abt Lambert Höllerer, der für die vorzügliche frühe Rokoko-Ausstattung bedeutende süddeutsche Künstler herangezogen hat. Die klar strukturierte Architektur in der entfernten Nachfolge des Innsbrucker Doms ist indessen ein Werk des Jakob Singer aus der im mittleren 18. Jahrhundert wohl berühmtesten Tiroler Baumeisterfamilie.","type":"Sakralbau (Klosterkirche)","dates":"1741-43 (erste Bauphase), 1749/50 (zweite Bauphase nach Gewölbeeinsturz), 1778-81 (Errichtung des Turms), 1743 – ca. 1775 (Ausstattung).","location":"Vomp-Fiecht, Bezirk Schwaz, Tirol","method_for_datation":"Archivalien","bibliography":"Frodl-Kraft, E., Tiroler Barockkirchen, Innsbruck 1955, S. 45f. \n250 Jahre Stiftskirche Benediktinerabtei St. Georgenberg-Fiecht/Tirol. Passau 2000 \nHösch, K., Stiftskirche St. Josef, Benediktinerabtei St. Georgenberg-Fiecht/Tirol. Passau 2001. (Peda-Kunstführer 526)","author":"Frank Purrmann","history":"Das Stift führt seine Ursprünge im 10. Jahrhundert auf den seligen Rathold zurück. 1138 wurde St. Georgenberg zur Benediktinerabtei erhoben. Nach einem Brand 1705 erfolgte die Übersiedlung des Klosters vom Georgenberg, der weiterhin Wallfahrtsort blieb, ins Inntal. Der schlichten vierflügeligen Klosteranlage folgte ab 1741 die Abteikirche, die 1750 geweiht werden konnte. Die Stuckarbeiten wurden 1743-51 ausgeführt, die Fresken malte Matthäus Günther 1744-1755. Die Ausstattung dauerte insgesamt bis um 1775, der Kirchturm wurde erst 1781 fertig gestellt. Mehrere umfassende Restaurierungen seit 1948 stellten den im 19. Jahrhundert erheblich veränderten ursprünglichen Raumeindruck weitgehend wieder her.","patrons":"Abtei St. Georgenberg, Abt Lambert Höllerer (Amtszeit 1732-1772)","architects":"Architektur: Jakob Singer (1685-1760) \nStuck: Franz Xaver (1698-1763) und Johann Michael Feichtmayr (1696-1772) sowie Johann Georg Üblhör (1700-1763) \nFresken: Matthäus Günther (1705-1788)","monument_contact":{"email":"info@st-georgenberg.at","phone":"+43 524 263 276 0","address":"St. Georgenberg-Fiecht \nA-6134 Vomp-Fiecht","institution":"Benediktinerabtei St. Georgenberg-Fiecht"}},"08fc2f57-a61c-58cb-a4a0-79aaa993eee4":{"name":"Steinblock mit floralem Relief aus stilisierten Ranken und Granatäpfeln.","description":"Hochrechteckiger Steinblock mit Reliefdekor auf der Vorderseite. Der Dekor besteht aus einem Stamm, aus dem zwei Rankenstiele hervorwachsen. Die Ranken überkreuzen sich und verlaufen in Schwüngen wie eine Wellenranke und verzweigen sich in paarige Einrollungen und laufen in Blättern oder stilisierten Granatäpfeln aus. Der Reliefblock stammt aus einem größeren architektonischen Zusammenhang, da er für den Architekturdekor des Eingangsbereiches des Palastes in Khirbat al-Minya vorgesehen war. Da der Palast nie fertig wurde, ist der Gesamtzusammenhang nicht bekannt. Der omaijadische Kalif al-Walid I. ließ zwischen 705 und 715 einen kleinen Palast in Khirbat al-Minya bei Tiberias am Nordwestufer des Sees Genezareth bauen. Der Palast, der nie fertiggestellt wurde, sollte einen umfangreich dekorierten Eingangstrakt haben und zeichnet sich außerdem durch eine prächtige Audienzraumgruppe mit Mosaikfußböden und eine Moschee mit halbkreisförmiger Gebetsnische aus. Der steinerne Baudekor in Khirbat al-Minya steht ganz in der Tradition der Spätantike, läßt aber andererseits deutlich Veränderungen durch stärkere Stilisierungen erkennen, wie sie für die frühislamische Epoche charakteristisch waren. Die Verwendung stilisierter Granatäpfel findet sich häufig im omaijadischen Baudekor aus Stein und Stuck und zudem auf Mosaiken. Die Berliner Museen beteiligten sich in den Jahren 1936-1939 an den Ausgrabungen in Khirbat al-Minya, so daß dem Museum ein wichtiger Teil der Funde überlassen wurde. Die andere Hälfte der Funde befindet sich in Jerusalem.","short_description":"Dieser Kalksteinquader wurde in dem unbeendeten Palast von Khirbat al-Minya ausgegraben, der in der Nähe von Tiberias am See Genezareth für den Umayyaden-Kalifen al-Walid I. gebaut worden war. Das Relief zeigt wellenförmige Ranken, die in Weinblättern und Granatäpfeln enden. Der Quader diente zur Verzierung des Eingangs zum Palast.","holder":"Museum für Islamische Kunst","initial_owner":"Wahrscheinlich al-Walid I. 86-96 H. / 705-715.","dates":"Periode von al-Walid I., um 86-96 H. / 705-715","location":"Berlin","dimensions":"Höhe 55 cm Breite 28 cm.","method_for_datation":"Der Palast von Khirbat al-Minya wird durch eine Reihe von Indizien in die Regierungszeit des Kalifen al-Walid I. datiert. Dazu gehören sowohl eine Bauinschrift als auch Münfunde und die Merkmale der architektonischen Aufteilung der Räume als auch Form und Aussehen der Gebetsnische.","method_for_provenance":"Der Steinblock wurde während der Ausgrabungen in Khirbat al-Minya im Ensemble mit anderen Blöcken gefunden, die allesamt zu Versetzung im Eingangsbereich des Palastes bereit lagen.","provenance":"Palast von Khirbat al-Minya am See Genezareth, Israel.","obtention":"Erworben als Ausgrabungsstück nach der Fundteilung.","bibliography":"K.A.C.Creswell, Early Muslim Architecture, Oxford, 1969, vol. I/2, 380-389 Pl. 64-69. \n \nMuseum für Islamische Kunst, Mainz, 2001, 18. \n \nPuttrich-Reignard, O. Die Palastanlage von Chirbet el Minje, Palästina-Hefte des Deutschen Vereins vom Heiligen Lande, Heft 17-20, 1939 (Sonderheft).","author":"Jens Kröger","linkcatalogs":"IAM_JO_EN_001"},"093a2210-3ba8-5a5e-89a5-aa9844feba0c":{"name":"Kanzel","description":"Die reizvolle Rokoko-Kanzel in geschwungenen Formen, eine Theaterkulisse im Kleinen, weist im Bildprogramm auf den universalen Anspruch der katholischen Kirche hin. Den durchbrochenen Aufbau des Schalldeckels bekrönt Paulus, der Völkerapostel, mit vier Putten, die die Erdteile symbolisieren, am Kanzelkorb die Personifikationen der Tugenden Glaube, Liebe und Hoffnung, als dem Kern der christlichen Heilsbotschaft.","dates":"1755","location":"Noröstliche Langhauswand"},"0b0f668c-1090-5e03-a0d7-1e29642383e9":{"name":"Ibrahim-Moschee","description":""},"0b97dc8a-3cf2-52e7-ae54-70cec9694c3e":{"name":"Hauptaltar","description":"Der Hauptaltar wird an den Seiten von zwei Säulenpaaren flankiert. Daneben sind, dem Patrozinium gemäß, die Figuren der beiden Johannes, des Evangelisten und des Täufers, aufgestellt, die zu den besten Arbeiten von Franz Xaver Schmädl zählen. Das Altarblatt zeigt dagegen die Kreuzigung Christi als Beginn des göttlichen Erlösungswerkes. Die strenge Säulenarchitektur des Hauptaltars steht in starkem Kontrast zu den kapriziös gestalteten Seitenaltären und verdeutlicht so die hierarchische Wertung zwischen den Altären.","dates":"1759","location":"Chor"},"0bf4578c-13db-504c-afe3-460d75dddbbe":{"name":"Bab al-Bahr","description":""},"0c30fb7d-3f55-524f-acdd-1883685cccae":{"name":"Stuckdecke","description":"Die vermutlich auch von Gigl stammende Stuckdecke setzt sich aus etwas anderen Motiven und Ornamentformen wie die Fassade zusammen. Die Randzone wird aus vielfach verschlungenen Bändern mit Akanthusblättern gebildet, in der Mitte, eingefasst von Band- und Rankenwerk, ein aus Bändern, Blättern und Muscheln zusammengesetzter Stern. Über dem Erkereingang das Wappen der Familie Fischer.","dates":"Um 1730","location":"Eckzimmer des dritten Obergeschosses (Wohnraum)"},"0c3648d9-9762-55ae-85a2-34844ebd664f":{"name":"Wandmalerei aus Qusayr Amra.","description":"Vor einer Nische steht aufrecht eine nur leicht bekleidete, aber reich mit Juwelen geschmückte Frau. Sie trägt schmückende Armbänder und um den Hals eine Kette mit kreisförmigem Anhänger. Auch die Taille ist mit einem Schmuckband versehen. Die Frau hat eine Frisur aus dunklem Haar bis zu den Schultern. Im Haar trägt sie mehrere Ketten aus weißen Perlen. Das Ensemble scheint eine Nische darzustellen, die von zwei Säulen auf Postamenten flankiert ist. Die Nische scheint hinter und seitlich von der Frau mit einem blauen Stoff behängt zu sein. Die Details besonders der unteren Partie sind durch Graffitizerstörungen schwer zu erkennen Die Malerei stammt aus dem Hauptraum des Palastes von Qusayr Amra. Diese Frauendarstellung ist eine von mehreren Frauendarstellungen auf den Wandmalereien von Qusayr Amra. In der omaijadischen Wandmalerei waren solche Darstellungen gern gewählte Themen und gehörten zu dem Figurenrepertoire, das das reiche Leben in den Schlössern mit seinen vielen Freiheiten in dieser Zeit wiedergab. Alle dargestellten Frauen tragen kostbaren Schmuck mit Juwelen. Einige der Frauen sind unbekleidet, andere tragen lange Gewänder. Zu den Festen, die in dieser Zeit in höfischen Kreisen stattfanden, gehörten Gelage, bei den Wein getrunken, Musikvorführungen veranstaltet wurden, Gaukler auftraten und Sängerinnen mit schönen Stimmen erfreuten. Schon in den Quellen der Entstehungszeit des Schlosses wurden solche Feste beschrieben.","short_description":"Dieses Teil einer Wandmalerei aus dem Umayyadenpalast von Qusayr Amra in Jordanien zeigt eine leicht bekleidete, mit einer Halskette geschmückte Frau in einer Nische. Dieses Fresko – eines von mehreren Frauenbildern, die sich im Thronzimmer und den Bädern des Palastes befinden – repräsentiert den Geschmack und das Leben bei Hofe in dieser Zeit.","holder":"Museum für Islamische Kunst","dates":"Regierungszeit von al-Walid I. 86-96 H. / 705-715, wahrscheinlich nach 92 H./ 711 n. Chr.","location":"Berlin","dimensions":"Höhe 205 cm Breite 102 cm","method_for_datation":"Das Kunstwerk muß in Analogie zu den Malereien in Qusayr Amra datiert werden, da es aus diesem Zusammenhang stammt. Qusayr Amra wird wegen des Gemäldes der sechs Könige in die Regierungszeit des Kalifen al-Walid I. in die Zeit nach 92 H./711 datiert.","method_for_provenance":"Das Kunstwerk stammt von dem Maler A. Mielich, der kurz nach der Entdeckung die Zeichnungen in Qusayr Amra angefertigt hat. Dadurch ist die Provenienz gesichert. Das Kunstwerk ist nach der Abnahme in dem Tafelwerk zu Qusayr Amra als Einzelstück abgebildet.","provenance":"Palast Qusayr Amra, Jordanien.","obtention":"Erworben 1908 von L. Mielich, Wien.","bibliography":"Almagro, M u.a. Qusayr Amra. Residencia y Baños Omeyas en el Desierto de Jordania, Madrid, 1975. \n \nBaer, E. „Female Images in early Islam”, Damaszener Mitteilungen, 11, 1999, 13-24 Taf.3. \n \nFowden, G. Qusayr Amra. Art and the Umayyad Elite in Late Antique Syria. Berkely, 2004. \n \nGrabar, O. „Umayyad Palaces Reconsidered“, Ars Orientalis, 23, 1993, 105, Abb. 9. \n \nHillenbrand, R. „La Dolce Vita in Early Islamic Syria: The Evidence of Later Umayyad Palaces”, Art History, 5/1, 1982, 1-35. \n \nKaiserliche Akademie der Wissenschaften (Hrsg.). Kuseijr Amra, Wien, 1907, Textband I, 210, Tafelband II, Taf. 23.","author":"Annette Hagedorn","linkcatalogs":"IAM_JO_EN_001"},"0cdbe0b6-0595-59f1-8ce2-be2d2617a162":{"name":"Kath. Pfarrkirche Mariae Himmelfahrt, ehem. Augustinerchorherren-Stiftskirche","alternate_name":"Klosterkirche Diessen","description":"Baukünstlerische Meisterleistungen verleihen der traditionellen Wandpfeilerkirche ihren herausragenden Charakter: Außen die wegen schlanker Proportionen und sanfter Kurvungen wohl eleganteste Schaufassade Bayerns, innen eine durch vorgebogene Gurtbögen aufgelockerte Gewölbezone sowie im Chor ein symbolkräftiges Geviert aus Säulenarkaden, das in einer Pendentifkuppel gipfelt. Nur sparsam akzentuiert reifster Régence-Stuck Wände und Gewölbe, wobei letzteres großflächige Fresken trägt. Die Geschlossenheit der von unterschiedlichen Künstlern geschaffenen Altarausstattung wird durch die ausgeklügelte Ponderation der Seitenaltäre erzielt, indem deren Retabel zum Hochaltar hin immer stärker an Größe und architektonischem Gehalt zunehmen.","short_description":"Die Dießener Stiftskirche zählt nicht nur zu den Hauptwerken des Münchner Architekten Johann Michael Fischer, sondern besticht zudem im Inneren durch die exquisite Ausstattung der von Propst Herculan Karg zahlreich hinzugezogenen namhaften regionalen und internationalen Künstler wie Johann Baptist Straub und Giovanni Battista Tiepolo, wodurch der bayerische Sakralbarock zu einem glanzvollen Höhepunkt geführt wurde. Besonders hervorzuheben ist die prospekthafte Raumwirkung, deren Szenographie in der Wandelbühne des mächtigen Hochaltars ihr Ziel findet.","type":"Sakralbau (Klosterkirche)","dates":"1720-1728 Rohbau \n1732-1739 Fertigstellung und Ausstattung","location":"Dießen am Ammersee, Oberbayern","method_for_datation":"Archivalische Dokumente und chronikale Nachrichten; Inschrift im Deckenfresko","bibliography":"Schnell, W., *Ehemalige Augustiner-Chorherrenstiftskirche Mariä Himmelfahrt zu Dießen, seit 1804 Pfarrkirche* (Peda-Kunstführer 531), Passau, 2001. \nDietrich, D., *Aegid Verhelst 1696–1749. Ein flämischer Bildhauer in Süddeutschland*, Weißenhorn, 1986, 48-68, 222-232. \nDietrich, D., *Ehem. Augustiner-Chorherren-Stift Diessen am Ammersee* (Grosser Kunstführer 128), 2. verbesserte und erweiterte Auflage, München/Zürich 1982. \nBauer, H./Rupprecht, B. (eds.), *Corpus der barocken Deckenmalerei in Deutschland, Bd. 1: Freistaat Bayern, Regierungsbezirk Oberbayern. Die Landkreise Landsberg am Lech – Starnberg – Weilheim-Schongau*, München 1976, 38-47. \nHitchcock, H.-R., *Rococo Architecture in Southern Germany*, London/New York, 1968, 180-183, 188-192.","author":"Peter Heinrich Jahn","history":"Die barocke Erneuerung des legendär um 815 durch den Einsiedler Rathard gegründeten Klosters begann 1681-1688 mit der Errichtung einer heute größtenteils zerstörten Klosteranlage. Erst 1720 konnte ein neuer Kirchenbau ins Werk gesetzt werden, doch missfiel die konservative Planung eines Vorarlberger Baumeisters dem 1728 gewählten, hoch gebildeten und kunstsinnigen Propst Herculan Karg, weshalb dieser den Münchner Architekten Johann Michael Fischer verpflichtete, den bereits bis zum Kranzgesims hochgezogenen Rohbau zu vollenden. Ab 1732 wurden Emporen wieder abgetragen, Chorbereich und Gewölbe neu konzipiert, desgleichen außen Fassade und Turm. 1739 konnte die fertig ausgestattete Stiftskirche geweiht werden.","patrons":"Pröpste Ivo Bader (reg. 1719-1728) und Herculan Karg (reg. 1728-1755)","architects":"Architektur: Johann Michael Fischer (1691-1766); \nStuck: Johann Michael (1709-1772) und Franz Xaver d.Ä. (1698-1763/64) Feichtmayr; Johann Georg Üblher (1703-1763); \nFresken: Johann Georg Bergmüller (1688-1762); \nEntwurf zum Hochaltar: Egid Quirin Asam (1692-1750); François de Cuvilliés d.Ä. (1695-1786); \nSkulpturen des Hochaltars: Joachim Dietrich (1690-1735); \nSeitenaltäre: Ehrgott Bernhard Bendl (um 1660-1738); Ägid Verhelst (1696-1749); Johann Baptist Straub (1704-1784); \nAltarblätter (Auswahl): Balthasar Augustin Albrecht (1687-1765), Giovanni Battista Pittoni (1687-1767); Giovanni Battista Tiepolo (1696-1770), Johann Evangelist Holzer (1709-1740);","monument_contact":{"fax":"(08807) 9489420","email":"pfarramt-diessen@bistum-augsburg.de","phone":"(08807) 948940","address":"Klosterhof 10a, 86911 Dießen","institution":"Katholisches Pfarramt Mariä Himmelfahrt Dießen (Bistum Augsburg)"}},"0d11fd1e-2845-5a2d-9be0-10b44ca4b3ea":{"name":"Außenansicht","description":"Die in landschaftlich reizvoller Umgebung nahe dem Inn gelegene Kirche ist nur durch einen Dachreiter über dem Chor und den geschweiften Giebel an der Fassadenfront besonders ausgezeichnet, dazu die Laterne mit Zwiebelhaube über der Vierung. Das Portal aus rotem Marmor trägt die Jahreszahl 1764.","dates":"1764","location":"Äußeres von Norden"},"0d5965a8-a03d-57bf-8a21-129c9b1fe815":{"name":"Kuppelfresko","description":"Die Deckenfresken und die Wandbilder im Chor (1755) sind sämtlich von der Hand Matthäus Günthers und beziehen sich auf den Patron der Stiftskirche, den hl. Josef. Im Kuppelbild der Vierung, dessen Ölbozzetto erhalten ist, wird die Anbetung der hl. Drei Könige gezeigt, doch ist das eigentliche Bildthema die Präsentation des Jesuskindes durch Maria und Josef. Auf diese von einer malerischen Ruine eingefasste Darstellung in der Ostseite der Kuppel konzentriert sich die Komposition. Sie ist daher auf einen Betrachterstandpunkt im Langhaus, nicht aber auf direkte Untersicht angelegt.","dates":"1743/44","location":"Vierungsgewölbe"},"0d674e12-b767-5aab-a914-4ed013e7805a":{"name":"Dom","description":""},"0db118f6-99b9-55a3-9c4d-d248a7207411":{"name":"Kirche (Architektur und Innenraum)","description":"Einige Jahre, bevor Pietro de Pomis das Mausoleum errichtete, war der vielseitige Künstler des Grazer Hofs am Bau der Mariahilferkirche mitbeteiligt. Es gilt als sicher, dass die Fassade im Stil der damals geweihten Kirche San Giorgio Maggiore in Venedig von Palladio, von ihm stammt. Hundert Jahre später galt der Stil als überholt, und die Kirche erhielt die neue, damals für Wallfahrtskirchen typische Zweiturm-Fassade. Sie wurde mit etlichen Statuen geschmückt, den Höhepunkt bildet die Figurengruppe des Hl Michael mit dem Teufel, die sich oberhalb des Dreieck-Giebels zwischen den beiden Türmen befindet. Der Bildhauer aller Statuen war Philipp Jakob Straub. \nDe Pomis schuf auch das wichtigste Werk im Inneren der Kirche, das Altar-Gemälde Mariahilf, das der Kirche den Namen gab. Ursprünglich trugen die Muttergottes und ihr Sohn plastische Metallkronen, die später abmontiert wurden. Es heißt, dass das Bild vom ersten Moment seiner Existenz Wunder vollbrachte. Der Silberrahmen wurde hundert Jahre später angefügt, und man kann sich gut vorstellen, wie viele Teile der Malerei wegen der Rokoko-Form beschnitten wurden. \nDer Silbertabernakel am Hochaltar wurde von Veit Königer entworfen und vom Goldschmied Anton Römer ausgeführt. Wäre man sich Königers Urheberschaft nicht sicher, müsste man den Tabernakel nur mit dem in der ehemaligen Stiftskirche in Spital am Pyhrn vergleichen. Es ist ihm sehr ähnlich, vier Jahre älter und kann Veit Königer sicher zugeschrieben werden.","dates":"1607 Grundsteinlegung des Klostergebäudes und der Kirche; 1609 Bau des Klostergebäudes und der Kirche; 1627 erste Fassade; 1740 Statue der Wundertätigen Muttergottes oberhalb des Kirchenportals: 1742 – 1745 neue Fassade: Vorbau an der Kirche mit den beide","location":"An der Ostseite der Klosteranlage"},"0e7a534f-4091-5533-9e34-fa83788eea0c":{"name":"Kapelle der schmerzhaften Mutter (Fiegerkapelle)","description":"Erbaut in Erweiterung der Vorhalle als Stiftung von Johann Karl Graf Fieger. Neben dem prächtigen Säulenaltar sind hier vor allem die Deckenfresken Kaspar Waldmanns von Bedeutung, eine Verherrlichung Mariae mit den sieben Gründern des Servitenordens und Szenen aus dem Leben Mariae.","dates":"1697/98","location":"Nördliche Vorhalle"},"0e83375b-621c-5113-ac7e-169900faf90f":{"name":"Auffindung des Kreuzes durch Kaiserin Helena und Kreuzesprobe","description":"Vor einer Jerusalem meinenden Stadtkulisse versucht Kaiserin Helena, das wieder aufgefundene Kreuz Christi im Vertrauen auf dessen Wundertätigkeit von den beiden Schächerkreuzen zu scheiden. Biografisch bedeutend verewigte sich einschließlich Signatur der schon schwer erkrankte Maler als Siechender inmitten einer auf Heilung durch Kreuzreliquien hoffenden Personengruppe, die dem Kreuzeswunder gegenübergestellt ist.","dates":"1754","location":"Langhausgewölbe"},"0ec69125-f2d9-5a59-bbb3-efc7ea62d13a":{"name":"Das arabische Viertel","description":""},"0f13afde-f1ad-5757-9f4d-0626e7e29eb8":{"name":"Arabisches Viertel","description":""},"0f4907e8-1bfe-5be4-9774-f6308f10d7a4":{"name":"Kanzel","description":"Dunkel gebeizte Eichenholz-Kanzel mit Büsten von Christus, Maria und den Ordensheiligen Kajetan und Andreas Avellinus.","dates":"1685-1689","location":"Südöstlicher Vierungspfeiler"},"0fc12068-b2a4-51bb-a564-cc98546c289d":{"name":"Maurische Schale.","description":"Daß in einem Land, für das die Schiffahrt eine so große Bedeutung hatte wie Spanien, auch Schiffe für den Dekor von Keramik verwendet wurde, ist keine Überraschung. Im Zentrum der Schale mit vertikalem Rand ist ein Segelschiff vor spiralig bewegten Ranken mit Rosetten zu sehen, das dem Typ der portugiesischen „Nao“ entspricht. Portugiesen und Spanier beherrschten damals die Weltmeere. Der Schiffstyp ist ein Dreimaster. Das Hauptsegel ist wie ein Schild gemalt, kleinere Masten und Segel sind an Heck und Bug zu erkennen. Der Heckaufbau ist mit arabischen Schriftzeichen geschmückt, die als das Wort „Frieden“ gelesen wurden. Auf diesem Stück mit seiner etwas schlichten Malweise sind die Bauelemente des Schiffes nur zum Teil zu spezifizieren. Der Typus ist aber von einer großen steilwandigen Schüssel im Londoner Victoria und Albert Museum bekannt. Das dekorative Konzept der Berliner Schale entspricht dem Londoner Stück. Eine originale Nao ist im „Maritiem Museum Prins Hendrik“ in Rotterdam erhalten. Unter dem Schiff des Berliner Tellers spielen stilisierte Delphine, die zum Teil vom Schalenrand überschnitten werden. Nachdem Valencia seit 1238 unter christlicher Herrschaft stand, arbeiteten die Keramikmanufakturen für christliche Auftraggeber. Der Typ des hier gezeigten Schiffes weist auf diesen Zusammenhang hin und ist ein Beweis für das enge Zusammenleben von Christen und Muslimen in dieser Zeit. Das Motiv des Schiffes begleitet von Delfinen war bekannt bei der Keramik von Málaga im späten 14. und frühen 15. Jahrhundert. Daß es nur wenige Keramiken mit diesem Motiv gab, zeigt vielleicht die kleinere Auftraggeberschicht für dieses fürstliche Thema. Daß die nasridischen Keramiken in Málaga hergestellt wurden, bewies endgültig erst eine Untersuchung des Scherbens des Londoner Tellers 1983. Stilistische Untersuchungen hatten zwar schon vorher darauf hingewiesen. Solche Vergleiche zeigten auch die Beziehungen der spanischen Keramiken dieser Zeit zu Produkten Siziliens und Ägyptens. Schiffsdarstellungen tauchten erst mit der Reconquista auf und der Möglichkeit christlicher Auftraggeber.","short_description":"Schiffe, die Handelsgüter übers Mittelmeer bringen, finden sich oft auf Keramikgefäßen aus den Werkstätten von al-Andalus. Diese Schüssel wurde in Manises bei Valencia hergestellt. Die Markierungen des Dreifußes zeigen, dass solche Schüsseln in großer Zahl produziert und in die Mittelmeerländer verkauft wurden.","holder":"Museum für Islamische Kunst","owner":"Kunstgewerbemuseum.","dates":"spätes 8. H / 14. Jahrhundert - 834 H. / 1430","location":"Berlin","dimensions":"Höhe 9, 5 cm Durchmesser 22 cm .","method_for_datation":"Schalen mit Schiffen kommen in der spanischen Keramik häufig vor. Dieses Exemplar mit dem Dreimaster läßt sich auf Grund der Bemalung und der Merkmale der Keramik in die Zeit des späten 14. Jh. bis in die erste Hälfte des 15. Jh. datieren.","method_for_provenance":"Die Schale entspricht sowohl formal als auch in den Merkmalen der Malerei Keramiken aus der spanischen Stadt Malaga.","provenance":"Spanien, vermutlich Malaga.","obtention":"Überweisung durch das Kunstgwerbemuseum als Dauerleihgabe.","bibliography":"Caiger-Smith, A. Lustre Pottery, London, 1985, 84-125 \n \nCaviró, B. M. Cerámica Hispanomusulman. Andalusí y Mudéjar, Madrid, 1991, 82-85, Abb. 65-66. \n \nDodds, J. D. Al-Andalus. The Art of Islamic Spain, New York, 1992, Nr. 114. \n \nFrothingham, A. W., Lustreware of Spain, New York, 1951, 91-93, Abb. 56-57. \n \nHaus der Kulturen der Welt, GmbH, Berlin, Hrsg. Schätze der Alhambra. Islamische Kunst aus Andalusien, 253. Berlin, 1992, Nr. 129","author":"Annette Hagedorn"},"0fc98f48-3313-53e8-b1ff-57ca276d5963":{"name":"Moschee","description":""},"0fcac849-3ff5-5164-a884-a5e1b971c478":{"name":"Die Große Moschee","description":""},"11773ec7-50f7-5481-b2db-a69d9860f21e":{"name":"Maktab und Maqam Bairam Djawisch","description":""},"120c15e4-f25e-5245-855c-a7af065de45d":{"name":"Kaiser- und Gästezimmer","description":"Wie in beinahe jedem Kloster gab es auch in Stift St. Florian eigene Räume für die Kaiserfamilie, wenn sie auf Reisen war. Das war eine sinnvolle Einrichtung in einer Zeit, als es nur wenige Beherbergungsbetriebe gab, von denen die meisten schmutzig und unsicher waren. Die 16 Gästezimmer verfügen noch über die teils originale Ausstattung und über originale Möbel aus dem 18. Jahrhundert, die von oberösterreichischen Handwerkern gefertigt wurden. Bemerkenswert sind die Skulpturen oberhalb der Türen, die leuchterhaltenden Figuren und die Bettpfosten im sogenannten Prinz Eugen-Zimmer. Plastiken und Wandmalereien erinnern an seine Siege über die Osmanen. Statuen, Möbel, Türen und Böden in den Gästezimmern wurden von Mitgliedern der Familien Sattler und Jegg gefertigt. Der begabteste Künstler-Handwerker unter ihnen war Leonhard Sattler, der Möbel, Dekorationsstücke, alle Holzfiguren, aber auch die Steinfiguren und Ornamente am dreigeschossigen Portal schuf.","dates":"1706-1714","location":"West-Flügel 2. 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Das damit in Beziehung stehende ältere Altarblatt, das den Triumph des Erzengels über Satan darstellt, gilt hingegen als Hauptwerk der Münchner Barockmalerei.","dates":"um 1693: Altarblatt \n1767: Altar","location":"Presbyterium"},"12dd5aff-ecdd-5349-a0a5-d5c97c64b06b":{"name":"al-Djawali-Moschee","description":""},"13695ced-4c16-5f65-9d22-a1ddc1841d90":{"name":"Normannenpalast (Palazzo Reale)","description":""},"13a1d171-d0b9-5def-bd24-24d1a021e18d":{"name":"Sarazenenbrücke","description":""},"147bc5f0-6d4a-5622-9f01-e30b4195cabf":{"name":"Deckenfresken","description":"Das von einem Stuckrahmen eingefasste Mittelfeld im Chorgewölbe stellt die hl. Familie als Schutzpatron der Bruderschaft dar: Maria und Josef in Anbetung der Dreifaltigkeit. Putten präsentieren das Zimmermannswerkzeug als Attribut und Sinnbild der Zunft zugleich. Die monochromen Zwickelbilder zeigen den Traum Josefs, die Flucht nach Ägypten, die Ruhe auf der Flucht und den Jesusknaben in der Werkstatt. Stilkritisch wurden Zuschreibungen an Paul Zeiller aus Reutte oder Johann Heel aus Pfronten vorgeschlagen.","dates":"Um 1710","location":"Chor"},"15a87fb6-8298-5ff6-a114-ee8cde8ea202":{"name":"Kanzel","description":"Schönes Beispiel einer frühklassizistischen Kanzel in strengen, kaum mehr ornamentalisierten Formen. Auf ein Bildprogramm ist hier verzichtet. Statt barocker Rhetorik – die auch vom Prediger nicht mehr erwartet wird – soll die Kanzel den würdigen Rahmen einer erbaulichen Rede an die Gläubigen bilden. Den Entwurf lieferten Hagenauer und Nesselthaler, die Ausführung besorgte der aus Thannheim in Tirol stammende Peter Pflauder, ein Stuckateur und Altarkistler.","dates":"1795","location":"Langhaus, südöstlicher Wandpfeiler"},"16198157-102d-5384-9d69-ee290a4ec9d4":{"name":"Stephanusaltar","description":"Der aus Stuckmarmor gefertigte Altar des Nebenpatrons St. Stephanus zeigt im Altarbild dessen Steinigung. Dieses flankieren Figuren der heiligen Frauen Magdalena und Afra.","dates":"1751 (Altar); 1770 (Altarbild)","location":"südlicher Kreuzarm"},"1653e49b-cfe6-516c-a053-9377bed90feb":{"name":"Mariahilfer Kirche \nPfarrkirche Mariahilf","alternate_name":"Klosterkirche der Minoriten in Graz \nWallfahrtskirche Mariahilf","description":"Einige Jahre bevor Pietro de Pomis in Graz das Mausoleum erbaute, arbeitete er vermutlich an den Gebäuden des Minoritenklosters und an der Mariahilferkirche. Ganz sicher kann ihm die (erste) palladianische Fassade zugeordnet werden. Hier und dort war Pietro Valnegro für die Bauaufsicht zuständig. \nMehr als hundert Jahre später wurde die Kirche dem Zeitgeschmack entsprechend modernisiert. Sie bekam den Vorbau in Form von zwei Türmen und einem leicht vortretenden architektonischen Mittelteil, den Portikus. Der Baumeister Joseph Hueber, der von Wien gekommen war, wurde beauftragt, den neuen Bau zu errichten. Er löste das Problem des engen Grundstücks, indem er die vertikalen Elemente betonte. Er baute die schlanken Türme und fügte die Halbsäulen an der Portikus-Fassade sowie die Statuen hinzu. Die Skulpturen sind die Meisterwerke der Fassade und betonen die Plastizität der Ansichtsseite der Kirche.","short_description":"Als Erzherzog Ferdinand von Innerösterreich, der spätere Kaiser Ferdinand II, seine Studien bei den Jesuiten in Ingolstadt beendet hatte, zog er in die Residenz der Familie in Graz. Einige Zeit, bevor er mit dem Bau des Mausoleums für sich und die Familie begann, unterstützten er und Johann Ulrich von Eggenberg die Minoriten, die eine neue Unterkunft benötigten. Nachdem sich die Franziskaner (1525) geteilt hatten, entstanden zwei neue Gruppen, die sich Observanten (Franziskaner) und Konventuale (Minoriten) nannten. Letztere mussten ihren Besitz in Graz den Franziskanern übergeben und waren daraufhin ohne Unterkunft. Als erste Hilfsmaßnahme überließ ihnen ein früher lebender Fürst Eggenberg sein Sommerhaus, in dem sich auch eine alte Kapelle befand. Ungefähr hundert Jahre später ließ Fürst Johann Ulrich von Eggenberg das Kloster und die Kirche der Minoriten errichten. Vermutlich als einziger Financier. Es heißt, dass der Kaiser das Projekt nur mental unterstützte. Als Dank dafür, was die Eggenberger für die Minoriten gemacht hatten, wurde ihnen die Ewige Ruhe im Kloster gestattet. Drei Familienmitglieder der Eggenberger sind in der Gruft begraben, die sich nahe des Altarraums seitlich des rechten Kirchenschiffs befindet.","type":"Religiöse Architektur","dates":"1607 Grundsteinlegung Kloster und Kirche \n1609 Baubeginn des Klostergebäudes und der Kirche \n1616 Fertigstellung des Klostergebäudes \n1627 erste barocke Kirchenfassade \nab 1691 Bau des ehemaligen Sommerrefektoriums, heute Minoritensaal \nab 1697 Deckenstuck im ehemaligen Sommerrefektorium \nEnde 17. Jahrhundert Deckenstuck im Stiegenhaus des ehemaligen Sommerrefektoriums \n1702 Deckenfresken im ehemaligen Sommerrefektorium \nBeginn 18. Jahrhundert Fresken im Stiegenhaus des ehemaligen Sommerrefektoriums \n1703 Portrait Fürst Johann Seyfrieds von Eggenberg im Stiegenhaus des ehemaligen Sommerrefektoriums \nca 1715/1720 Putti im Stiegenhaus des ehemaligen Sommerrefektoriums \n1732 Gemälde Wunderbare Brotvermehrung im ehemaligen Sommerrefektorium und Fertigstellung Innenraum \n1740 Statue der Wundertätigen Muttergottes oberhalb des Kirchenportals \n1742 – 1745 neue Kirchenfassade: Kirchenvorbau, zwei Türme und Fassadenstatuen \ncirca 1769 Hochaltar in der Kirche, Rahmen des Hochaltarbilds und Statuen an beiden Seiten","location":"Graz, Steiermark","method_for_datation":"Historische Dokumente","bibliography":"Brucher, Günter, *Barockarchitektur in Österreich,* Köln: DuMont Buchverlag, 1983: 25, 31, 301–302. \nKohlbach, Rochus, *Die barocken Kirchen von Graz,* Graz: Grazer Domverlag, 1951: 67–116. \nKohlbach, Rochus, *Steirische Baumeister. Tausendundein Werkmann,* Graz: Grazer Domverlag, 1961: 82–83, 202. \nSoffner-Loibl, Monika, *Graz. Minoriten. Wallfahrts-, Pfarr- und Konventkirche Mariahilf, Stadtmutter von Graz,* Passau: Kunstverlag Peda, 2009. \nWoisetschläger, Kurt (ed.), *Der innerösterreichische Hofkünstler Giovanni Pietro de Pomis: 1569–1633,* Graz: Styria, 1974: 121–126, 148–149.","author":"Gabriele Liechtenstein","history":"Durch die rasche Ausbreitung des Franziskaner-Ordens und seiner wachsenden Popularität ergaben sich noch während der Lebenszeit des Hl Franz von Assisi Probleme. Die Ordensangehörigen waren sich uneinig über die Strenge der ursprünglichen Regeln und teilten sich in zwei Gruppen. Die einen nannten sich die Spirituellen. Die Mönche wollten sich strikt an die Regeln und Ideale ihres Gründers halten, während die Mehrheit eine moderatere Auslegung bevorzugte. Nach vielen Jahren der Unstimmigkeiten entschied sich Papst Johannes XXII gegen die Spirituellen und änderte die Regel, die die Armut der Ordensgemeinschaft betraf. Viele Spirituelle, die über diese Entscheidung unglücklich waren und die den Reichtum der Kirche als skandalös empfanden, verließen die Gemeinschaft. Der Orden teilte sich in zwei Gruppen – in die Observanten (Franziskaner) und in die Konventualen, die den Namen Mindere Brüder (Minoriten) annahmen. In Graz mussten letztere ihren Besitz den Franziskanern überlassen und sich nach einer anderen Unterkunft umsehen. Hilfe kam von einem Fürsten Eggenberg, der sie in seinem Sommerhaus wohnen ließ, und später von einem seiner Nachkommen, der den Bau des neuen Klosters und der neuen Mariahilferkirche finanzierte.","patrons":"Unter der Schutzherrschaft des späteren Kaisers Ferdinand II des Heiligen Römischen Reichs und Fürst Johann Ulrichs von Eggenberg wurden die Klostergebäude und die Kirche erbaut sowie eine kleine Krypta für die Fürsten von Eggenberg eingerichtet.","architects":"Architektur Kirche: vielleicht Giovanni Pietro de Pomis (1569 – 1633); erste Fassade: Giovanni Pietro de Pomis (s. oben); Bauleiter ab 1633 vermutlich: Pietro Valnegro (keine Daten); spätere Zweiturm-Fassade: Joseph Hueber (1715 oder 1717 – 1787); Statuen an der Fassade: Philipp Jakob Straub (1706 – 1774) Kirche innen: Gemälde am Hochaltar: Giovanni Pietro de Pomis (1569 – 1633); Entwurf Silbertabernakel: Veit Königer (1729 – 1792); Ausführung des Tabernakels und Rokoko-Rahmen: Anton Römer (keine Daten); Statuen an den Seiten des Hochaltars: Philipp Jakob Straub zugeschrieben (1706 – 1774) Ehemaliges Sommerrefektorium, heute Minoritensaal: Architektur: Joachim Carlone (1653 – 1713); Deckenstuck: in der Art des Joseph Antonio Serenio (keine Daten); Fresken: Antonio Maderni (1660 – 1702); Gemälde der Wunderbaren Brotvermehrung: Johann Baptist Raunacher (1705 – 1757) Stiegenhaus Architektur: Joachim Carlone (1653 – 1713); Deckenstuck: in der Art Joseph Antonio Serenios (keine Daten); Deckenfresken: in der Art Antonio Madernis (1660 – 1702); anonym: Portrait Fürst Johann Seyfrieds von Eggenberg; Putten: in der Art Johann Jakob Schoys (1686 – 1732)","monument_contact":{"email":"graz-mariahilf@graz-seckau.at","phone":"+43316713169","address":"Mariahilferplatz 3 \n8020-Graz","institution":"Diözese Graz und Franziskaner Minoriten"}},"16dcfff2-c980-5426-8a0a-5dd422372da2":{"name":"Katholische Pestkapelle St. Sebastian, Rochus und Pirmin","alternate_name":"“Burschlkirche” oder “Pestheiligenkirche”","description":"Die Burschlkirche ist ein bedeutendes Beispiel für das Nachleben älterer Stilformen im Frühbarock. Ganz im spätgotischen Baustil ist der Chor mit seinem stuckierten Netzrippengewölbe gehalten. Dagegen ist die prächtige Kassettendecke im flach gedeckten Langhaus eine Reminiszenz der Renaissance, die an Festsäle in Schlössern und Palästen erinnert. Die Schnitzaltäre, denen die Kirche ihre überregionale Bedeutung verdankt, sind hingehen typische Werke des Frühbarock mit monumentalen Säulenädikulen, in den Einzelformen jedoch teils noch der Spätgotik und dem Manierismus verbunden.","short_description":"Die kleine Votivkirche erhielt ihren Namen von dem Ort, an dem sie errichtet worden ist: dem „Burschl“, ein Hügelrücken, der zum Stadtteil Perfuchs gehört. Malerisch ist sie am Hang oberhalb der Ortschaft gelegen. Ihre Bedeutung liegt in der Ausstattung, vor allem den vorzüglichen, von einheimischen Meistern geschaffenen frühbarocken Schnitzaltären aus der Mitte des 17. Jahrhunderts sowie der Kassettendecke des Langhauses.","type":"Sakralbau (Friedhofskirche/Pestkapelle)","dates":"1656 (Weihe)","location":"Landeck, Tirol, Bezirk Landeck","method_for_datation":"Weihe beurkundet, Altäre mit Stifterinschriften, Archivalien.","bibliography":"Barock in Landeck. Kunstwerke aus der Burschlkirche und der Pfarrkirche zu Unserer Lieben Frau. Schloßmuseum Landeck - Juni bis September 1990, Innsbruck (1990).","author":"Frank Purrmann","history":"Der ab 1650 errichtete Bau geht auf ein Gelöbnis der Familie Weinzierl während der Pest der Jahre 1635/36 zurück. Die 1656 erfolgte Weihe ist beurkundet. Im Sinne des Historismus wurde der Bau 1899 bei einer Restaurierung verändert, ein weiteres Mal 1936. Während einer erneuten Restaurierungsphase von 1980-90 konnte das ursprüngliche Erscheinungsbild wieder hergestellt werden.","patrons":"Stiftung der Familie Weinzierl","architects":"Altarbildhauer: Adam Payr (?–1682); Michael Lechleitner (1614–1669)","monument_contact":{"fax":"+43 544 269 098 51","email":"gemeinde@landeck.tirol.gv.at","phone":"+43 544 269 095 1","address":"Burschlweg \nA-6500 Landeck","institution":"Stadtgemeinde Landeck"}},"178756de-2fc7-5c0f-9aeb-af17d4b308f4":{"name":"Jagdgöttin Diana","description":"Entsprechend der Nutzung der Amalienburg als Jagdschlösschen stellt die stuckierte Supraporte des gartenseitigen Hauptportals die Jagdgöttin Diana als Halbfigur dar, umgeben von Putten, Jagdhunden und Jagdutensilien.","dates":"1734","location":"Nische über dem Mittelportal der Ostfassade"},"1795564b-8d8f-5b13-ab5e-a10d6575ee29":{"name":"Kastell","description":""},"17988514-6379-5c08-9590-68f1f3bde9a4":{"name":"Rahbat-al-Andalus-Moschee","description":""},"17c6b768-948a-514c-ad9b-2dc3c8992cd0":{"name":"Seitenaltäre","description":"Sechs in den Nischen angebrachte virtuos geschnitzte Altäre (Patrozinien von links nach rechts: Hl. Katharina, Hl. Korbinian, Hl. Apostel, Hl. Familie, Hl. Benedikt, Hl. Sebastian), die den Chorbogen flankieren, sowie die Kanzel gelten als Meisterwerke Johann Baptist Straubs. Die von Skulpturen flankierten Gemälde stammen u.a. von Martin Knoller und Johann Jakob Zeiller.","dates":"1757-62","location":"Nischen des Hauptraumes"},"1806be4b-9dfd-5bdf-9314-0f98c01bc8cd":{"name":"Anastasiakapelle","description":"Marmorne, elegant durch Bögen verbundene Pfeiler tragen ein mit virtuosem Rocaille-Stuck dekoriertes Gewölbe, an das als Vision die Aufnahme der hl. Anastasia in den Himmel gemalt ist. Das qualitätvolle venezianische Hochaltarblatt verbildlicht den Wallfahrern die Fürbitte der Heiligen bei Kopf- und Geisteskrankheiten aller Art. Kapriziöse Seitenaltäre von der Hand des berühmten Ignaz Günther vervollständigen die kostbare Ausstattung.","dates":"1750-1758","location":"nördlich neben Presbyterium und Sakristei der Abteikirche"},"18b7cc4e-96b8-5108-862c-de91f264ec96":{"name":"Bibliothek, Kaiser-Saal","description":"Obwohl die Bibliothek und der zweigeschossige Kaiser-Saal Ende des 17. Jahrhunderts entstanden, wurde nur die Bibliothek vor 1700 fertiggestellt und eingerichtet. Typisch für diese Epoche ist die stark plastische Stuckdekoration, die die Deckenfresken rahmt. Die Bücherschränke sind ein Meisterwerk eines Möbeltischlers aus der Region. Sie werden von prachtvollen, vergoldeten Holzschnitzereien bekrönt. \nDer Bau des Kaiser-Saals und die Freskenmalerei mit beeindruckenden illusionistischen Säulen wurden jeweils 1694 und 1696 fertiggestellt. Darauf folgte ein mehr als zwanzig Jahre währender Stillstand, bis der Saal mit Stuckdekoration und fünfzehn Kaiser-Portraits ausgestattet wurde. Sie beginnen mit König Rudolf I. und enden bei Kaiser Karl VI., der in der letzten Bauepoche regierte. Eine nette Ergänzung dieses Raums ist der (nicht mehr aktive) Springbrunnen in Form eines Hundes, aus dessen Maul das Wasser sprudelte.","dates":"1676-1683 Bau des Abteiflügels einschließlich der Bibliothek; 1684 Stuckarbeiten; keine Daten: Melchior Steidls Fresko und Bücherschränke 1694 Vollendung des Rohbaus des Kaiser-Saals; 1696 Deckenfresko; 1719 Stuckarbeiten; 1720 Brunnen; 1721 Kaiser-Portra","location":"Prälatenhof"},"1924136a-6712-52e1-a343-a477dd9854c0":{"name":"Kloster im Erzbischöflichen Palais","description":""},"192646de-9480-5ec8-a969-8316a9ee6e28":{"name":"Abtsloge","description":"Das bescheidenere Pendant zur Kanzel bildet die aber nicht minder virtuos modellierte und dekorierte Loge des Steingadener Abtes.","dates":"um 1753/54","location":"Laienkirche, Pfeilerpaar rechts des Chores"},"194f2968-7c68-5b10-86f8-a30372e5853c":{"name":"Langhaus","description":"Die barocke Wandgliederung des Langhauses erfolgt durch bugartige Wandpfeiler, die von je drei Pilastern gegliedert werden, die seitlichen jeweils konkav einschwingend. Die Nebenaltäre am Chorbogen und in der Mitte des Langhauses sowie die Kanzel sind einheitlich in reich geschwungenen spätbarocken Formen gestaltet und wurden wohl sämtlich von Mölck entworfen, von dem auch die Altargemälde stammen.","dates":"1759-64","location":"Inneres (Blick nach Osten)"},"19d5aeaa-c02f-5de9-b1ed-729ab86fb294":{"name":"Nebenaltäre St. Norbert – St. Augustinus – St. Josef – St. Johann Nepomuk","description":"Im Gegensatz zur Säulenarchitektur der Hauptaltäre in Chor und Querarmen besitzen die vier kleinen Nebenaltäre lediglich schlichte Pfeilerrahmungen, wodurch die hierarchische Ordnung zwischen Haupt- und Seitenaltären verdeutlicht wird. Versehen sind sie jeweils mit Skulpturenarrangements innerhalb flacher Nischen, was ihnen eine fast reliefhafte Wirkung verleiht, sowie dekoriert mit Engeln und Rocaillekartuschen.","dates":"1755-1764","location":"vordere und hintere Seitenkapellen des Langhauses"},"1afb5387-b637-507f-a754-f17611655e39":{"name":"Santissimo Salvatore (genannt Badia Grande)","description":""},"1b76ee67-59f5-5426-ae90-e4aff6200791":{"name":"Kammerkapelle der Kurfürstin","description":"Der mit Scagliola-Platten verkleidete Betraum prunkt durch reichen ornamentalen Schmuck. Eine ovale Laternenöffnung durchbricht die mit Bandelwerk verzierte Decke und offenbart dem Betrachter ein Fresko mit einer imaginierten Himmelszone. Das kostbare Altarbild stammt aus Peter Paul Rubens’ Werkstatt.","dates":"um 1725","location":"Neues Schloss, Obergeschoss des Nordtraktes"},"1bd89b0a-ea1b-5b55-9892-11238d60c985":{"name":"Suqs","description":""},"1c18232c-3877-5f00-a0b7-461e6bf058e6":{"name":"Innenraum gegen den Chor","description":"Die Wirkung des Innenraums in der Idealansicht von Westen ist durch die mächtigen Wandpfeiler bestimmt, die das Auflager für die reinen Halbkreisbögen doppelter Quer- und einfacher Längsgurte bilden. In ihrer Abfolge entsteht, wie bei Wandpfeilerkirchen üblich, ein kulissenartiger Prospekt, doch ist der Raum hier durch die Reihung von nur drei Einheiten (zwei Langhausjoche und Chor) so kurz, dass er sich fast einem Zentralbau annährt. Der Hochaltar mit dem Gnadenbild, der frei in der Mitte des Chors aufgestellt ist, erscheint somit nicht als fernes Ziel, sondern rückt optisch gleichsam in die Mitte der Raumfolge, zumal in der Würdeform seines Ziboriums das Vierbogengerüst der beiden Langhausjoche nachklingt.","dates":"1751-1756","location":"Blick von Westen nach Osten"},"1c6d8510-1434-5ac1-bdff-fefebb77fcdc":{"name":"Tadjedit-Madrassa","description":""},"1c762e1a-46e3-5876-b435-e216529f8c0d":{"name":"Die Glocken von Lissabon und das Sanctus singende Englein","description":"Zwei kleine Fresken beziehen sich auf die Heiligsprechung des Antonius im Jahr 1232. Während die ihn anrufenden Englein die himmlische Anteilnahme an dem päpstlichen Akt verbildlichen, nehmen die Glocken auf ein dabei geschehenes Wunder bezug, nämlich daß zeitgleich in Lissabon, der Heimatstadt des Heiligen, alle Kirchenglocken ohne menschliches Zutun geläutet hätten. Die virtuose Untersicht und speziell der Realismus des Glockenstuhles erheben die Bilder in den Rang malerischer Kabinettstücke.","dates":"1736","location":"Gewölbe der Zwickelräume zwischen Oktogon- und Ovalbau"},"1d50e49c-ec78-5964-9727-5f82a4990f66":{"name":"Äußeres","description":"Am Außenbau deuten nur die geschweiften (am Langhaus glockenförmigen) Fenster auf einen Bau des Spätbarock hin. Alles übrige ist schlicht und unauffällig gegliedert, die ehemaligen gotischen Strebepfeiler wurden auf Bänder reduziert. Die Westseite mit Vorzeichen ist nicht als Schauwand gestaltet, der Giebel gar zum Wetterschutz mit den Schindeln des Daches verkleidet. 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Er ließ die Pilaster mit einer „zweiten Schichte“ von vergoldetem Schnitzwerk und gerahmten Blumenstillleben überziehen, und es war wahrscheinlich er, der den ursprünglich weiß gekalkten(?) Stuck farbig übermalen und (später) vergolden ließ. Das fand man vor kurzem bei Entnahmen für bevorstehende Restaurierungsarbeiten heraus: in Abt Nivards II Ära waren der Stuck und der Hintergrund der Decke zartrosa, die Skulpturen – Putti und Heilige – dunkelrosa und die Pilaster blaugrau marmoriert. Vermutlich nur ein wenig später war der Stuck an den Wänden und in den Seitenkapellen vergoldet (der Abt mag sich an Versailles erinnert haben). Die vergoldeten und versilberten Stuckteile im Bernhardisaal (s. dort) vermitteln eine Idee, wie der Stuck in der Kirche ausgesehen haben mag, als er vergoldet war. \nDas Hochaltargemälde zeigt die Himmelfahrt Mariens – die Muttergottes sitzt auf einer Wolke und bewegt sich in Richtung Paradies. Sie ist von Engeln umgeben, die Rosen in ihr Grab streuen.","dates":"1679-1685","location":"Sie befindet sich beinahe in der Mitte einer Vierflügelanlage, zwischen dem Prälatenhof und dem Konventhof."},"1eba92c3-546a-5f12-9712-a0103f836320":{"name":"Kath. Filialkirche Heilig Kreuz, ehem. Jesuitenkirche","description":"Der Herkunft ihres Architekten entsprechend wurde die Heilig-Kreuz-Kirche nach dem Muster der seit 1617 bestehenden Kirche der Jesuitenuniversität (sog. Studienkirche) im schwäbischen Dillingen an der Donau als Wandpfeilersaal erbaut, der in einen eingezogenen, tiefen und apsidial schließenden Chor mündet; einzig Detailformen wie die ornamentalisierten Fenster und Portale sowie der Rokoko-Stuck verraten die circa 150 Jahre spätere Entstehungszeit. Ebenfalls dafür kennzeichnend und vom Vorbild abweichend überziehen das Langhaus- und Chorgewölbe großflächige Deckenfresken, die das Patrozinium illustrieren. Mitgeprägt wird das Raumbild durch die stilistisch einheitlichen, nach szenografischen Gesichtspunkten arrangierten Altäre.","short_description":"Die hoch über der Altstadt gelegene Jesuitenkirche prägt mit ihrer in unverputztem Tuffmauerwerk errichteten Zweiturmfassade das historische Antlitz der einstigen kurbayerischen Grenzstadt. Gemäß der Bautradition der süddeutschen Jesuiten als Wandpfeilerkirche konstruiert, ist sie ein besonders später Vertreter ihrer Gattung und weist daher eine im Rokokostil gehaltene prächtige Ausstattung auf. Raumbeherrschende vielfigurige Deckenfresken des Asam-Schülers Christoph Thomas Scheffler erzählen in dramatischen Kompositionen die Kreuzeslegende.","type":"Sakralbau (Klosterkirche)","dates":"1752-56","location":"Landsberg am Lech, Oberbayern","method_for_datation":"Durch archivalische Quellen; Inschrift im Deckenfresko.","bibliography":"Dietrich, D./Weißhaar-Kiem, H., *Landsberg am Lech, Band 2: Sakralbauten der Altstadt* (Die Kunstdenkmäler von Bayern, Neue Folge 3,2), München/Berlin, 1997, 338-454. \nDietrich, D., *Ehem. Jesuitenkirche Hl. Kreuz und Jesuitennoviziat Landsberg* (Kleine Kunstführer 93), 7., völlig neu bearbeitete Auflage, Regensburg, 1997. \nLampl, S., Dominikus Zimmermann, München, 1987, 417-419. \nDietrich, D. (ed.), *Heilig-Kreuz-Kirche Landsberg a. Lech* (Große Kunstführer 144), München/Zürich, 1984. \nBauer, H./Rupprecht, B. (eds.), *Corpus der barocken Deckenmalerei in Deutschland, Bd. 1: Freistaat Bayern, Regierungsbezirk Oberbayern. Die Landkreise Landsberg am Lech – Starnberg – Weilheim-Schongau*, München, 1976, S. 132-143.","author":"Katharina Wein","history":"1575 wurde in Landsberg das nach München zweite Jesuitenkolleg Kurbayerns gegründet, das auch ein Noviziat miteinschloss. Als letzteres um 1750 erweiterungs- und renovierungsbedürftig war, nahm man dies zum Anlaß, auch die Kollegkirche zu erneuern. Unter der Leitung des Dillinger Jesuitenbaumeisters Joseph Ignaz Merani wurde dazu ab 1752 ein großangelegter Neubau errichtet, wobei ihm offensichtlich der berühmte, in Landsberg ansässige Rokoko-Baumeister Dominikus Zimmermann bei der Gestaltung der Portale und Fenster zur Hand ging. Schon 1756 ist der zwei Jahre zuvor vollendete Kirchenbau auch weitgehend ausgestattet. Die Deckenfresken sind das letzte Werk des bei Cosmas Damian Asam geschulten Augsburger Malers Christoph Thomas Scheffler und gelten als seine bedeutendsten Werke.","patrons":"Pater Ignatius Rhomberg SJ, Rektor des Landsberger Jesuitenkollegs","architects":"Architektur: Frater Joseph Ignaz Merani SJ (1693-1762); \nHauptportal und Fensterformen: Dominikus Zimmermann (1685-1766); \nStuck: Nikolaus Schütz (1693-1785); \nDeckenfresken: Christoph Thomas Scheffler (1700-1756); \nAltäre: Dominikus Bergmüller aus Türkheim (1707-1773); \nSkulpturen von Hochaltar und Beichtstühlen: Franz Xaver Schmädl (1705-1777); \nGemälde: Johann Baptist Baader (1717-1780)","monument_contact":{"fax":"08191/21318","email":"mail@pg-mariaehimmelfahrt.de","phone":"08191/59494","address":"Von-Helfenstein-Gasse, 86899 Landsberg am Lech","institution":"Kath. katholische Pfarreiengemeinschaft Landsberg-Mariä Himmelfahrt, Pitzling und Reisch, Pfarrbüro Mariä Himmelfahrt, Ludwigstr. 167 (Bistum Augsburg)"}},"1f6a275f-c79d-5523-8152-e66ee749a6b7":{"name":"Fassade","description":"Die Doppelturmfassade von St. Jakob ist eine hochbarocke Umbildung des durch den Salzburger Doms geprägten Schemas. Charakteristisch sind hierfür die vortretenden Türme, mit denen der zweigeschossige Mittelteil im Verbund steht. Gegenüber Salzburg sind die Übergänge durch konkave Wandstücke jedoch fließender gestaltet und die hochovalen Fenster des oberen Geschosses setzen eigene, die Fassadenmitte und die Türme verbindende motivische Akzente. Viel mächtiger als in Salzburg sind zudem die Turmobergeschosse ausgebildet.","dates":"1717-1722","location":"Äußere Westseite"},"1fda3837-b3c8-58e9-a590-155e8bc80d68":{"name":"Dar Bin Azzuz","description":""},"1fed1f8c-1d19-54f4-a0d0-1a2e8e711eca":{"name":"Volkskunstmuseum Dar Djalluli","description":""},"201812fd-d2db-54ba-a3b4-511d30b9e0b9":{"name":"Kirche (Architektur, Innenraum)","description":"Wenn eine zerstörte Klosteranlage nach einem Krieg oder einem Feuer wieder aufgebaut wurde, begann man meist mit der Kirche. Oder mit den Kirchtürmen, wie es in Lambach geschah, wo man neue Türme auf einen dreigeschossigen romanischen Sockel setzte. Nach Modernisierung der Gebäude und der Mönchszellen errichtete man die Kirche, die als stilistisch reines barockes Gotteshaus überlebte. \nWie die Fassade verfügt auch das Kirchenschiff an den Wänden über Doppelpilaster. Sie werden von einem mächtigen, durchgehenden Gebälk sowie von Fresken und Stuckdekoration im Gewölbe bekrönt. Der leuchtende Gelb/Ocker-Farbton des Gewölbes und der Wände ist original. Er war viele Jahrzehnte von einer weißen Schicht verdeckt und erhielt erst vor ein paar Jahren wieder den ursprünglichen Farbton. Das Kircheninnere ist kunstvoll ausgestattet: der der Himmelfahrt Mariens geweihte Hochaltar stammt vermutlich von Antonio Beduzzi, der sich damit auf das Hochaltarmodell Fischers von Erlach in der Basilika von Mariazell bezog. Hier und dort dominieren mächtige Säulen, über die sich in Lambach die Figurengruppe der Heiligen Dreieinigkeit spannt. Die großformatigen Gemälde für den Hochaltar und für die Seitenaltäre wurden von Joachim von Sandrart und Mitarbeitern ausgeführt.","dates":"1639 Kirchtürme, 1652-1656 Kirche, 1652-1661 Gemälde Hochaltar und Seitenaltäre, 1655 Gewölbestuck, 1662 schmiedeeisernes Abschlussgitter, 1698 Fresken beendet, 1716-1717 Hochaltar","location":"In der Mitte des Südflügels"},"205f5fe6-49cb-5a4d-b9c3-c51371b87a31":{"name":"Verklärung der hl. Gordianus und Epimachus","description":"Anhand ihrer raumerweiternden Scheinarchitektur erinnern die Deckenfresken an diejenigen des Andrea Pozzo in Sant‘Ignazio in Rom, welche Franz Georg Herrmann dort 1712/13 während eines Studienaufenthalts besichtigt haben muss. \nDie im Langhaus dargestellte Apotheose des Hl. Epimachus mit Verweis auf dessen Tod im Feuerofen ergänzt im Chor diejenige des Hl. Gordian samt Darstellung des zuvor Enthaupteten. Rundumlaufende Kartuschen enthalten Grisaille-Bilder der vier Kirchenväter und Zwölf Apostel. Am unteren Rand der Scheinkuppel erscheint Pfarrer Klein in Begleitung des Kirchendieners als Beobachter auf einem Balkon, sozusagen als Vermittler zwischen Himmel und Erde. Dem gläubigen Betrachter wird somit die Möglichkeit aufgezeigt, auch in den Himmel zu gelangen, für den symbolisch die (Schein-)Kuppel steht. Durch das geöffnete Butzenscheibenfenster links neben dem Balkon fliegt ein Vogel, ironischerweise ein Dompfaff, in das Kuppelinnere, was durch Evozierung von Lebendigkeit dem Illusionistischen zusätzliche Wirklichkeitsnähe verschafft.","dates":"1749","location":"Gewölbe von Langhaus und Chor"},"20d4c368-8578-553c-ae8e-72509b27e2b6":{"name":"Inneres","description":"Das Innere, das durch einen kleinen Vorraum betreten wird, ist von der Abfolge zweier zentraler Raumeinheiten bestimmt: der Gemeinderaum in Gestalt einer Acht-Arkaden-Rotunde mit Laternenkuppel und der Chorraum, ein an die östliche Arkadenöffnung angehängtes Querrechteck. In dieser Baugestalt stellt sich Strassen als später, insgesamt vereinfachter Nachfolger der Innsbrucker Mariahilfkirche dar und zitiert daher wie diese letztendlich die Hauptmerkmale des römischen Pantheons.","dates":"1763-68","location":"Hauptraum nach Osten"},"218c2048-e7e0-5b15-a1e4-c074626debac":{"name":"Cubula (Piccola Cuba)","description":""},"2262494d-b37b-5d68-a4ee-4d60e60fde10":{"name":"Pfarr- und Wallfahrtskirche Mariae Himmelfahrt","description":"Die Wallfahrtskirche zu Mariae Himmelfahrt in Kaltenbrunn ist im Wesentlichen ein Werk einheimischer Tiroler Kräfte, was charakteristische Einflüsse der Volkskunst mit sich bringt, etwa bei den Deckenbildern. Die ursprünglich spätgotische Saalkirche mit eingezogenem Chor ist noch an den Spitzbögen der Fenstern und des Chorbogens zu erkennen, die Ausstattung wird dagegen vom beginnenden Spätbarock geprägt. Der feine Deckenstuck Wessobrunner Prägung rahmt verhältnismäßig kleine Freskofelder, die in kräftigen Farben gemalt wurden. Auch die Altarausstellung ist von beachtlicher Qualität; so stammt das Gemälde des linken Seitenaltars, eine Darstellung der Verkündigung, von Peter Candid aus München (um 1610/20), ein Geschenk von Kurfürst Max Emanuel von Bayern.","short_description":"Die Wallfahrtskirche Kaltenbrunn im Kaunertal, landschaftlich reizvoll an einem steilen Hang gelegen, ist ein besonders schönes Beispiel für eine Gnadenstätte aus dem Mittelalter, die im Spätbarock von meist einheimischen Künstlern in ein neues Gewand gekleidet worden ist. Dabei erhielt der spätgotische Bau eine barocke Gewölbeform mit vielteiligem Freskenzyklus und zeitgemäßem Bandelwerkstuck. Für das Gnadenbild selbst wurde inmitten des Langhauses eine eigene Kapelle errichtet.","type":"Sakralbau (Wallfahrtskirche)","dates":"Um 1710-1730 (Barockisierung)","location":"Kaltenbrunn, Gemeinde Kaunertal, Tirol, Bezirk Landeck","method_for_datation":"Archivalien","bibliography":"Jäger, J., Der marianische Wallfahrtsort Kaltenbrunn im Oberinntal. Ursprung und Geschichte der Wallfahrt, 3. Aufl., Innsbruck o. J. \nRietzler, H., Wallfahrtskirche Kaltenbrunn. Pfarrkirche Feichten, Salzburg 2003 (= Christliche Kunststätten Österreichs, Bd. 396)","author":"Frank Purrmann","history":"Die Ursprünge der Wallfahrt von Kaltenbrunn, von denen eine Legende berichtet, dürften bis ins 12. Jahrhundert zurückreichen. Ein Ritter von Schenkenberg soll 1285 eine steinerne Kirche geweiht haben, die 1438 abgebrannt ist. Ende des 15. Jahrhunderts wurde ein Neubau begonnen, der 1502 (Chor) bzw. 1592 (Langhaus) geweiht worden ist. Der Turm vollendet 1668. Im 17. und 18. Jahrhundert erfolgten Barockisierungen, das Innere ist im wesentlichen geprägt durch die Ausstattung um 1720/30. Zur Pfarre 1891 erhoben. Restauriert 1977-82.","architects":"Architektur (Gnadenkapelle): Gallus Gratl (1684-1751) \nStuck: Anton und Augustin Gigl (Zuschreibung) \nDeckenbilder und Altargemälde: Franz Laukas (1690-1765) \nHochaltarfiguren: Andreas Kölle (1680-1755)","monument_contact":{"fax":"+43 054 752 09","email":"pfarre.kaltenbrunn@dibk.at","phone":"+43 054 752 09 / +43 067 687 307 656 (Pfarrer)","address":"Pfarre Kaltenbrunn \nA-6524 Feichten 153 \nKaltenbrunn im Kaunertal","institution":"Pfarrei Kaltenbrunn und Feichten"}},"23195b9e-4d5c-54a6-af53-182de36033e4":{"name":"Stift Kremsmünster und Stiftskirche \nStift Kremsmünster und Stiftskirche Göttlicher Heiland","alternate_name":"Stift Kremsmünster und Stiftskirche Salvator Mundi \nStift Kremsmünster und Stiftskirche Hl Agapitus","description":"Während der barocken Epoche herrschte in Kremsmünster eifrige Bautätigkeit. Man begann Ende des 17. Jahrhunderts ohne Gesamtplan und arbeitete Schritt für Schritt. Der Abtei- und der Gästeflügel wurden als erstes errichtet. In ersterem befinden sich die zwei repräsentativsten Räume: der Kaiser-Saal (die Stuckarbeiten und die Kaiser-Portraits kamen erst später dazu) und die Bibliothek. Auch die Fischkalter und der Pavillon (die *Moschee*) entstanden Ende des 17. Jahrhunderts. In dieser Epoche begann man auch, die romanische Kirche zu barockisieren. Sie wurde vergrößert, erhielt innen eine neue Ummantelung, die Westfront wurde völlig neu gestaltet. Die Fertigstellung der Kirche dauerte bis in die ersten Jahrzehnte des 18. Jahrhunderts. \nMitte des 18. Jahrhunderts wurde – typisch für *die Epoche der Aufklärung* – die Sternwarte errichtet, die lange Zeit als das bemerkenswerteste Gebäude Oberösterreichs galt.","short_description":"Anders als in anderen Klöstern, in denen die Äbte in der Barockepoche riesige Abteikomplexe errichteten, bauten die Benediktiner von Kremsmünster in kleinen Schritten. Es begann am Ende des 17. Jahrhunderts mit dem Abtei-Flügel, den Fischkaltern, dem Garten-Pavillon (*Moschee*) und der Barockisierung der romanischen Kirche. Das Gebäude wurde vergrößert und außen und innen mit einer neuen Hülle umgeben. Die Fertigstellung dauerte bis in die erste Dekade des 18. Jahrhunderts. Als typisches Gebäude dieser Epoche, dem *Zeitalter der Aufklärung*, indem sich die Menschen für die Naturwissenschaften zu interessieren begannen, entstand die Sternwarte.","type":"Religiöse Architektur","dates":"777 Gründung des Klosters durch Tassilo III, dem letzten Herzog von Bayern \n1232 bis 14. Jahrhundert Bau der Kirche und Klostergebäude \nAnfang 17. Jahrhundert Errichtung neuer Klostergebäude und Barockisierung bis ungefähr 1700 \n1638-1640 Bau des Feigenhauses \n1640-1641 Bau der Moschee (Garten-Pavillon) \n1680/1681 Westfassade der Kirche, Stuckarbeiten im Inneren \n1682-1686 meiste Statuen auf den Altären \n1690-1692 Errichtung der Fischkalter \n1696 Fresko im Kaiser-Saal \n1700-1712 Hochaltarbild \n1712 Hochaltar \n1717 Erweiterung der Fischkalter \n1719 Stuckarbeiten im Kaiser-Saal \n1721 Kaiser-Portraits im Kaiser-Saal \n1748-1759 Bau der Sternwarte","location":"Kremsmünster, Oberösterreich","method_for_datation":"Historische Dokumente","bibliography":"Amt der oberösterreichischen Landesregierung, Abteilung Kultur (Hg), *Die Bildhauerfamilie Zürn (1585-1724),* Linz: Oberösterreichischer Landesverlag, \\[1979\\]: 107–109, 286–288. \nAmt der oberösterreichischen Landesregierung, Abteilung Kultur und Benediktinerstift Kremsmünster (Hg), *1200 Jahre Kremsmünster. Stiftsführer. Geschichte-Kunstsammlungen-Sternwarte*, Linz: OÖ Landesverlag Linz, 1977. \nOÖ Landesgartenschau Kremsmünster 2017 (Hg),*Gartengeschichte(n) Kremsmünster Stift / Markt / Schloss*, Salzburg, Regau: Eigenverlag, 2017. \nStift Kremsmünster (Hg), *Stift Kremsmünster. Kirche und Kostbarkeiten des Stiftes*, Wels: The Best Kunstverlag, 2011. \nWeigl, Huberta, *Jakob Prandtauer 1660-1726. Baumeister des Barock,* 2 vol., Petersberg: Michael Imhof Verlag, 2021: 296–332 (vol. 1), 599–601 (vol. 2).","author":"Gabriele Liechtenstein","history":"Herzog Tassilo III. von Bayern, zu dessen Herrschaftsbereich der Traungau (= die Region um Kremsmünster) gehörte, errang Ende des 8. Jahrhunderts einen Sieg über die Slawen. Um sie zu christianisieren, gründete er das Kloster. Es gibt aber noch einer andere Variante der Geschichte. Gemäß einer populären Legende wurde Tassilos Sohn Gunther während einer Jagd getötet. Der Vater eilte zum Leichnam seines Sohnes, um in der Nacht bei ihm Wache zu halten. Da erschien ihm ein Hirsch, der ihn aufforderte, an dieser Stelle eine Kirche und ein Kloster zu errichten. \nEs folgten Jahre der wirtschaftlichen Blüte aber auch Raubzüge, Brände, Verluste und neuerlicher wirtschaftlicher Aufschwung. Wie in etlichen anderen Ordensgemeinschaften brachte die Zeit der Reformation einen Niedergang. Mit Unterstützung des Kaisers wurden neue, starke Äbte eingesetzt, die Gemeinschaft wuchs wieder, und es kam abermals zu wirtschaftlicher Blüte. Zwei Äbte begannen mit der Barockisierung des Baukomplexes und errichteten Gebäude wie das Feigenhaus und den Pavillon, die Fischkalter und die Sternwarte, Kremsmünsters weithin sichtbares Wahrzeichen. Der Reform-Kaiser Josef II. versuchte natürlich auch, dieses Kloster zu schließen, was der Abt aber erfolgreich verhindern konnte. Während des Zweiten Weltkriegs wurde die Abtei von der Gestapo konfisziert. Die Mönche ließen sich deswegen aber nicht von ihrem täglichen Chorgebet in der Kirche abhalten.","patrons":"Herzog Tassilo III von Bayern gründete 777 das Kloster nach dem Sieg über die Slawen.","architects":"Architektur Kirche Westfassade und zwei Türme: Carlo Antonio Carlone (ca. 1635-1708); Barockisierung Chor: Marx Martin Spaz (keine Daten); Barockisierung Kirche und Stuckarbeiten: Giovanni Battista Colomba (1638?-1693) und Giovanni Battista Barberini (1625-1691/1692); Fresken: Brüder Michael Christoph (keine Daten), Michael Georg (keine Daten) und Johann Bernhard Grabenberger/Gramberger (1637-1710); Wappen oberhalb des Portals und sechzehn Statuen im Kircheninneren: Michael Zürn d.J. (1654-1698); Gemälde Hochaltar: Johann Andreas Wolff (1652-1716); Tabernakel, Bilderrahmen und Kanzel: Johann Urban Remele (keine Daten) Abteigebäude Westflügel Kaiser-Saal: Carlo Antonio Carlone (ca. 1635-1708); Fresken: Melchior Steidl (1657-1727); Stuck: Diego Francesco Carlone (1674-1759); Kaiser-Portraits: Martino Altomonte (1657-1745); Bibliothek Stuckarbeiten: Girolamo Alfieri (1654-1740); ein Fresko: Melchior Steidl (1657-1727); Bücherschränke: Balthasar Melber (keine Daten); Schnitzarbeiten: Johann Urban Remele (keine Daten) Architektur Sternwarte: Pater Anselm Desing (1699-1772); Deckenstuck: Franz Joseph Ignaz Holzinger (1691-1775) Architektur Fischkalter: Carlo Antonio Carlone (ca. 1635-1708) und Jakob Prandtauer (1660-1726); vier Statuen: Andreas Götzinger (um 1643-1711) Architektur Feigenhaus: N.N. und Moschee/Pavillon: Pater Aegyd Everard von Raittenau (1605-1675)","monument_contact":{"email":"abtei@stift-kremsmuenster.at","phone":"+43758352750","address":"Stift 1, \nA-4550 Kremsmünster","institution":"Benediktiner von Stift Kremsmünster"}},"235845e0-01ae-56d0-98b0-c0f500d34224":{"name":"Deckendekoration","description":"Großflächige Fresken und reicher, weißer oder kolorierter, teils vergoldeter Stuck bilden den Schmuck an den Decken. Die Fresken stammen von Bartolomeo Altomonte (Figuren) und Francesco Messenta (Architektur), die Dekoration im Langhaus von einem österreichischen Stuckateur. \nDer österreichische Erbfolgekrieg unterbrach die Arbeiten in der Kirche, und der bayerische Kurfürst Karl Albrecht (der Feind) wurde prompt im Kloster einquartiert. Vermutlich kamen auf seine Anregung bayerische Stuckateure, die den neuen Rokoko-Stil schon anwendeten, nach Wilhering, um die Arbeiten in der Kirche fortzuführen. Der Abt bestand aber darauf, dass der Stuck in den Querschiffen und im Altarraum dem im Langhaus angeglichen werden muss. Obwohl es etliche Unterschiede in den Details gibt (– die Kleinteiligkeit wurde zugunsten einer freieren Ausschmückung aufgegeben, moderne „C“ Rokoko-Ornamente wurden eingefügt, und der Übergang von der Malerei zum Stuck wurde auf verschiedene Weise bewerkstelligt –) sieht die Dekoration der Gewölbe wie ein einheitliches harmonisches Kunstwerk aus.","dates":"1739-1751","location":"In den Gewölben"},"23c2707d-7414-5ebc-9fee-17b21b79755f":{"name":"Deckenfresken","description":"Die Deckenfresken sind ein bedeutendes Werk des Brixener Hofmalers Franz Anton Zeiller aus dem Jahr 1768. In der Kuppel hat Zeiller die Unterteilung in acht Felder zur Anbringung von zwei Zyklen genutzt: je vier Szenen aus dem Leben Mariens (links) und des jesuitischen Missionars Franz Xaver (1506-1552, rechts). Letztere Bildfolge zeigt das Wirken des Heiligen in Indien, Japan und bei den Molukken sowie über der Orgelbrüstung sein Martyrium, wo sich der Künstler selbst als Zuschauer dargestellt hat (mit Signatur und Datierung). Zeiller gelang es, der Kuppel trotz der unterschiedlichen Szenen einen einheitlichen Gesamteindruck zu verleihen, das Gesehen gewissermaßen in einem einzigen Himmelausblick zu vereinen.","dates":"1768","location":"Hauptkuppel, Gemeinderaum"},"246a03c4-afe2-55cc-ab65-6696dcadc898":{"name":"Kirche San Giovanni dei Lebbrosi","description":""},"24dde767-8a2f-502d-aa06-70e666d464ab":{"name":"Dom","description":""},"2526f022-a75b-57ec-834d-4ab4413501d1":{"name":"Heiligblutkapelle","description":"Der mittelalterliche Kapellenanbau wurde noch vor der Stiftskirche im Stil des Barock gebaut (teilweiser Abbruch des Vorgängers 1625). Bemerkenswert ist vor allem der anstelle der vormaligen Apsis errichtete Kuppelbau mit flacher Altarnische. Das Geviert mit abgeschrägten Ecken und kräftigen, von Pilastern besetzten Pfeilermassiven bildet vier große Arkaden mit breiten Halbkreisbögen aus, die ihrerseits die Kuppel tragen. Diese hochbarocke Zentralraumgestalt geht auf den Typus der Vierung von St. Peter in Rom zurück (vgl. Rattenberg).","dates":"1715-1717","location":"Kapellenanbau südwestlich der Abteikirche"},"254423af-fde7-552f-b490-c82fbb4023ad":{"name":"Hochaltar","description":"Der möglicherweise von Schnegg entworfene Hochaltar bildet mit seinem Prospekt aus dunkelrot marmorierten Säulen den Zielpunkt der Raumflucht. Das qualitätvolle Altargemälde könnte von Maulpertsch stammen, der um diese Zeit den Riesensaal in Innsbruck ausgemalt hat. Die glanzpolierten weißen Skulpturen, die sich gegenüber der Buntfarbigkeit des Kirchenraums deutlich abheben, stellen unter anderem die Brixener Bistumspatrone dar. Die monumentalen und dennoch eleganten Figuren sind von beachtlicher Qualität.","dates":"ca. 1775-1776","location":"Chorraum"},"255d46e7-702d-567d-a268-09af7f2f4b6d":{"name":"Ehemalige Stiftskirche Spital am Pyhrn \nPfarrkirche Maria Himmelfahrt Spital am Pyhrn","alternate_name":"Dom am Pyhrn","description":"Es ist nicht überraschend, dass Propst Heinrich Fürsten, der ein typischer barocker (Kirchen)Fürst war, die gotische Kirche durch eine neue ersetzte. Johann Michael Prunner errichtete das Gebäude mit steinsichtiger Fassade, in Österreich beinahe einzigartig, und mit zwei schmalen und hohen Türmen, die von Zwiebeldächern und Kreuzen mit zwei Querbalken (Patriarchenkreuzen) gekrönt werden. \nDas Kircheninnere plante Domenico Antonio Carlone. Von ihm stammt die Stuckierung und das Farbschema im Kirchenschiff (weiße Wände, weiße Pilaster mit grauen Kapitellen, Farbfeldern in zarten Farben an der Empore und im Gewölbe). Das gesamte Konzept wird wohl auf Propst Fürsten zurückzuführen sein, da alles im Kirchenschiff eine Steigerung in Richtung Altarraum erfährt: die leicht konvexen Balustraden an der Empore, die wie Theaterlogen aussehen, schwingen dorthin, die Pilaster sind marmoriert, die Kapitelle vergoldet und die Wände bemalt. Der Altarraum mit dem großen Fresko als Hintergrund wird Bühne (Ordenstheater war damals sehr populär). \nUnter den Nachfolgern von Propst Fürsten wurde die künstlerische Ausgestaltung weitergeführt. Andreas Ferdinand Lindemayr schuf das polychrome Trenngitter, Martin Johann Schmidt und Michelangelo Unterberger lieferten die Gemälde für die sechs Seitenaltäre, und von Veit Königer stammen der Hochaltar und die Statue des hl Johannes von Nepomuk (gegenüber der reich dekorierten Kanzel). \nKünstlerische Höhepunkte der Kirche bilden das Fresko im Altarraum von Bartolomeo Altomonte (Figuren) und Francesco Messenta (illusionistische Malerei) sowie Wolfgang Andreas Heindls Deckenmalereien in der Schutzengelkapelle und in der Sakristei.","short_description":"Die ehemalige Stiftskirche wurde im Barock unter drei Pröpsten gebaut und ausgestattet. Jeder Bauherr beschäftigte bekannte Künstler, die gemeinsam ein anerkanntes Gesamtkunstwerk schufen: Johann Michael Prunner, der Architekt, errichtete eines der wenigen Gebäude Österreichs mit Steinfassade (die meisten sind färbig verputzt) und schuf einen bewegten Innenraum mit vorschwingenden Emporen und darüberliegend zurückgesetzten Lichtfenstern. \nBartolomeo Altomonte und Francesco Messenta malten das Altarfresko, das zu den bedeutendsten illusionistischen Malereien Österreichs zählt. Die expressiven Deckenfresken in der Schutzengelkapelle und in der Sakristei stammen von Wolfgang Andreas Heindl. Veit Königer, der ein bedeutender Bildhauer war, schuf den Hochaltar und die Statue des hl Johannes von Nepomuk gegenüber der Kanzel.","type":"Religiöse Architektur","dates":"1714-1734 Bau der Kirche, Fassadenschmuck, schmiedeeiserne Gitter und Stuckarbeiten \n1734 Deckenfresken in der Schutzengelkapelle und in der Sakristei \n1737-1740 Fresken im Altarraum und an der Decke \n1740, 1747 Seitenaltäre \n1743, 1748 Oratorien \n1748 Kanzel \n1769 Hochaltar","location":"Spital am Pyhrn, Bezirk Kirchdorf an der Krems, Oberösterreich","method_for_datation":"Dokumente, Archivalien","bibliography":"Brandstätter, Franz, *Stiftskirche Spital am Pyhrn*, Wels: Selbstverlag, s.a. \nBrucher, Günther, *Barockarchitektur in Österreich*, Köln: DuMont, 1983: 119 und 256/259. \nGuldan, Ernst, *Wolfgang Andreas Heindl*, Wien/ München: Verlag Herold, 1970: 51/53. \nHeinzl, Brigitte, *Bartolomeo Altomonte*, Wien/ München: Verlag Herold, 1964: 28/30. \nTischler, Erich, *Stiftskirche in Spital am Pyhrn*, Salzburg: Verlag St Peter, 2008.","author":"Gabriele Liechtenstein","history":"Kaiser Heinrich II gründete im Jahr 1007 die Diözese Bamberg, erhob sie zu einem Territorialfürstentum und zu einem freien deutschen Bistum. Den Fürstbischöfen wurde das Land am Pyhrn unter der Bedingung übergeben, die Strecke zu sichern und ein Hospiz/Hostel zu errichten. Die Reisenden, vor allem die Pilger, brauchten auf der damals stark frequentierten Route von deutschen Landen bis an die Adria, vor Überquerung des Pyhrnpasses eine Übernachtungsmöglichkeit. \nUngefähr 200 Jahre später wurde aus dem Hospiz ein Kollegiatsstift für weltliche Chorherren. In der Barockära wurde es zur Propstei erhoben. Die Pröpste errichteten daraufhin ein neues Stiftsgebäude und eine neue Kirche. \nNoch einmal 200 Jahre später und Kaiser Franz II/I löste das Stift auf. Die Stiftskirche wurde Pfarrkirche. Aus unbekanntem Grund übergab der Kaiser den Spitaler Besitz Benediktinern aus Baden-Württemberg, deren Kloster drei Jahre zuvor aufgelöst worden war. Die Ordensleute blieben zwei Jahre und zogen weiter nach Kärnten. Die Spitaler Herrschaft wurde daraufhin dem Religionsfonds eingegliedert und die ehemaligen Stiftsgebäude wurden von da an bis 2015 als Verwaltungsgebäude und für Wohnungen genutzt. Nach beinahe 1000 Jahren beherbergt es nun wieder ein Ho(s)tel.","patrons":"Die Fürstbischöfe von Bamberg (Bayern, Deutschland) erhielten von Kaiser Heinrich II als Schenkung das Land am Pyhrn.","architects":"Architekt: Johann Michael Prunner (1669-1739); Fassaden-Statuen: Severin Träxl (keine Daten) und Josef Hochedlinger (keine Daten), Stuck: Domenico Antonio Carlone (1680-1728); Fresko Altarraum: Bartolomeo Altomonte (1694-1783) und Francesco Messenta (c. 1675-1745); Fresken Schutzengelkapelle und Sakristei: Wolfgang Andreas Heindl (1693-1757); Hochaltar, Statue des hl Johannes von Nepomuk: Veit Königer (1729-1792); Kanzel, zwei Seitenaltäre (Mitte) und Statuen: (Johann) Ignaz Thenny (c. 1702-1755); Oratorien: Karl Johann Gstöttenpaur (keine Daten); Chorgestühl: Joachim Ertl (?-1808); Gemälde Seitenaltäre: Martin Johann Schmidt (1718-1801) und Michelangelo Unterberger (1695-1758); schmiedeeiserne Gitter: Andreas Ferdinand Lindemayr (1686-1759)","monument_contact":{"email":"pfarre.spital@diozese-linz.at","phone":"+437563246; +4367687765394","address":"Stiftsplatz 2, \nA-4582 Spital am Pyhrn","institution":"Diözese Linz"}},"259a2991-9909-54a6-9bba-b6d8173c421c":{"name":"Kastell","description":""},"25b2feb3-fe39-5578-b698-42d106e9322e":{"name":"Hammam as-Samara","description":""},"26772fb4-c60f-5316-8184-2cb90deae545":{"name":"Zawija al-Dja‘abira","description":""},"267869f3-46a7-515e-bdba-038ab6a15510":{"name":"*Glorie des Benediktinerordens*","description":"Das große Kuppelfresko verherrlicht das von der Heiligen Dreifaltigkeit gebilligte Wirken des Benediktinerordens im Sinne des göttlichen Heilsplanes und umfasst dabei mehrere hundert Gestalten.","dates":"1752","location":"Hauptkuppel"},"269581cb-ed2d-5f80-9d11-a0df2cebbab8":{"name":"Katholische Domkirche St. Maria und Korbinian","alternate_name":"Freisinger Dom","description":"Hoch auf dem Domberg gelegen ist der doppeltürmige Dom weithin sichtbar. Das schlichte Äußere der romanischen Basilika läßt mit Ausnahme des Säulenportals nichts von der barocken Pracht des fünfschiffigen Inneren erahnen. Dort fügen sich alle Bau- und Stilphasen zu jener einzigartigen Einheit, die den Rang des Freisinger Doms begründet. Die Wandgliederung des Mittelschiffs fasst die beiden aus den 1620er Jahren stammenden Arkadengeschosse mit Kolossalpilastern zusammen und schließt die Wand oben mit einem vorkragenden Gebälk ab. Nur in den Stichkappen der Obergadenfenster entfaltet sich der Régence-Stuck der Asam zu voller Pracht, während die Gewölbeflächen mit einer fingierten Stuckdekoration bemalt sind.","short_description":"Unter Beibehaltung der mittelalterlichen Bausubstanz wurde die ehrwürdige Domkirche des altbayerischen Bistums Freising in zwei Phasen barock überformt. Das Resultat ist eine der gelungensten Vereinigungen verschiedener früh- und spätbarocker Stilstufen, die vor allem dem üppigen, über alle Bauelemente hinweg greifenden Dekorationsprogramm der Gebrüder Asam zu verdanken ist.","type":"Sakralbau (Domkirche/Kathedrale)","dates":"1621-1626 erste Barockisierung \n1723/24 zweite Barockisierung","location":"Freising, Oberbayern","method_for_datation":"Urkundlich und inschriftlich belegt.","bibliography":"*Asam in Freising* (Diözesanmuseum für christliche Kunst des Erzbistums München und Freising, Kataloge und Schriften 45), Regensburg, 2007, 24-27, 32-117, 161-197. \nJahn, P.H., „Hans Krumppers Kuppelprojekt für den Freisinger Dom und die venezianischen Wurzeln der Münchner Architektur um 1600“, *Münchner Jahrbuch der Bildenden Kunst* 53, 2002, 175-222. \nElsen, A./Höck, M./Benker, S., *Der Mariendom zu Freising. Konkathedrale des Erzbistums München und Freising* (Kleine Kunstführer 200), 10. Auflage, Regensburg, 1994. \nGötz, U., *Kunst in Freising unter Fürstbischof Johann Franz Eckher 1696-1727, Ausdrucksformen geistlicher Herrschaft*, München/Zürich, 1992, 81-203, 260-268, 279-283. \n*1250 Jahre geistliche Stadt*, Bände I-II (Diözesanmuseum für christliche Kunst des Erzbistums München und Freising, Kataloge und Schriften 9 und 12), München, 1989/94, I, 16-25, 30-40, 97, 210-212, II, 282-299.","author":"Hans Christian Hönes","history":"Ab 1621 wurde das Innere der ab 1160 erbauten und ab 1481 gewölbten romanischen Domkirche durch den Münchner Hofarchitekten Hans Krumpper erstmals im Sinn der Gegenreformation barock modernisiert; seine endgültige Gestalt erhielt der Kirchenraum 1724 durch die Brüder Asam, die von Fürstbischof Johann Franz Eckher anlässlich des 1000jährigen Jubiläums der Bistumsgründung durch den hl. Korbinian mit der Erneuerung der Kirche beauftragt wurden. Indem dieser Anlass mit dem 30jährigen Bischofs- und 50jährigen Priesterjubiläum des Fürstbischofs zusammenfiel, können die Erneuerungsmaßnahmen daher auch als persönliches Prestigeprojekt eines niederbayerischen Landadeligen gesehen werden, dessen niedere Herkunft ihn stets unter einen gewissen Legitimationsdruck setzte.","patrons":"Fürstbischof Veit Adam von Gepeckh (reg. 1618-1651); Fürstbischof Franz Johann Eckher von Kapfing und Liechteneck (reg. 1696-1727)","architects":"Architektur: Hans Krumpper (um 1570-1634); \nStuck: Egid Quirin Asam (1692-1750); \nDeckenfresken: Cosmas Damian Asam (1686-1739) \nAltäre und Kanzel: Philipp Dirr (um 1582-1633)","monument_contact":{"fax":"+49 (0)81 61 18 12 18 0","email":"St-Georg.Freising@Erzbistum-Muenchen.de","phone":"+49 (0)81 61 18 10","address":"Domberg 27, \n85354 Freising","institution":"Dompfarramt, Domberg 36/Kath. 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Die üppigen vegetabilen und figürlichen Ornamente bilden einen reichen Dekor von geschoss- und fensterachsenübergreifendem Zusammenhang.","type":"Profanbau (Wohnhaus)","dates":"Errichtet wohl im 15. Jahrhundert, barocke Umgestaltung mit Stukkierung der Fassaden um 1730.","location":"Innsbruck, Tirol, Bezirk Innsbruck","method_for_datation":"Stilvergleich","bibliography":"Österreichische Kunsttopographie Bd. XXXVIII, 1, bearbeitet von Johanna Felmayer, Wien 1972, S. 163-72 \nSchnell, H., Schedler, U., Lexikon der Wessobrunner, München, Zürich 1988, S. 125","author":"Frank Purrmann","history":"Der ursprüngliche Bauherr des Wohnhauses, dessen Substanz im Kern noch aus dem 15.-16. Jahrhundert stammt, ist unbekannt. Im 16. und 17. Jahrhundert mehrfacher Besitzerwechsel. 1725 von Johann Fischer, Münzkassier zu Hall, erworben. Um 1730 barocke Umgestaltung. Im Besitz der Familie Fischer bis 1777. Anfang des 19. Jahrhunderts gehörte das Anwesen der Familie Helbling (oder Hölbling), die dort ein Café unterhielt.","patrons":"Wohl Johann Fischer, Münzkassier in Hall","architects":"Barocke Umgestaltung: Wohl unter Leitung des Wessobrunner Stukkators Anton Gigl (1700-1769)","monument_contact":{"address":"Herzog-Friedrich-Str. 10 \nA-6020 Innsbruck","institution":"Privatbesitz"}},"27fd657d-1477-5d30-8c73-b434cb8975b0":{"name":"Elfenbeinkasten.","description":"Der rechteckige Kasten mit pultförmigem Deckel entstand aus einzelnen Elfenbeinplatten, die zusammengefügt wurden. Der Deckel wird von zwei später entstandenen Silber beschlägen gehalten, das Schloß ist verloren. Vielerlei Einbohrungen zeigen, dass der Kasten eine wechselvolle Geschichte hatte und vermutlich mit zahllosen Eisenbeschlägen versehen war. Bis auf den Boden ist der gesamte Kasten mit Tierfriesen geschmückt, die von schmalen Streifen mit Halbpalmettenranken eingefasst werden. Auf den Platten kommen Tiere und Tierkämpfe, gelegentlich stilisiert oder auch freier komponiert, vor. Die Tiere werden von kreisförmigen Ranken überschnitten. Eine Vielzahl von Tieren wird wiedergegeben, nämlich Löwen, Hasen, Steinbock, Hirsch, Kamel, Giraffe und Vögel. Zudem kommen Fabeltiere wie Greifen vor. Die Tiere werden auch kämpfend geschildert oder von Jägern gejagt. Die menschlichen Figuren stellen Jäger oder Kamelführer dar. Einer der Kästen aus der ägyptischen Gruppe, zu der auch dieser Kasten gehört, nennt den Namen eines Auftraggebers in lateinischer Schrift, so dass angenommen wird, derartige Kästen könnten von arabischen Künstlern in fatimidischer Tradition stehend in Unteritalien für eine vermögende Schicht von Auftraggebern gearbeitet worden sein. Die auf dieser Gruppe vorkommenden Tiere lassen eine enge Beziehung zu einer Gruppe von Olifanten erkennen, so dass die Werkstätten möglicherweise sowohl Kästen als auch Olifante lieferten. Tierdarstellungen in vergleichbarem Stil lassen sich auch an unteritalienischen Bauten des 11.-12. Jh. feststellen, so dass angenommen werden kann, dass die Tiermotive auch in Europa eine besondere Faszination ausübten.","short_description":"Kästchen mit Schnitzdekor aus Süditalien waren bei Hof und bei adligen Familien weit verbreitet. Die Szenen, die dieses Kästchen bedecken, zeigen Vögel und andere Tiere (Hasen, Hirsche, Löwen und eine Giraffe) sowie mythologische Wesen, die einander angreifen oder gejagt werden, und schließlich zwei Krieger mit Schilden.","holder":"Museum für Islamische Kunst","owner":"Kunstgewerbemuseum.","initial_owner":"Vermutlich aus dem Domschatz von Speyer, im 19. Jh. in der Kunstkammer Preußens, später im Kunstgwerbemuseum in Berlin und 1906 an das Museum für Islamische Kunst überwiesen.","dates":"5.- 6. H. /11.-12. Jh.","location":"Berlin","dimensions":"Höhe 17 cm Länge 39,5 cm Breite 23 cm.","method_for_datation":"Der Elfenbeinkasten gehört wegen enger stilistischer Beziehungen zu einer in Unteritalien oder Sizilien hergestellten Gruppe, die in das 11. – 12. Jh. datiert wird.","method_for_provenance":"Der Elfenbeinkasten gehört wegen enger stilistischer Beziehungen zu einer in Unteritalien oder Sizilien hergestellten Gruppe. Es werden Werkstätten in diesem Gebiet angenommen, aber eine genauere Zuordnung können erst zukünftige Forschungen erbringen.","provenance":"Sizilien oder Unteritalien.","obtention":"Überweisung durch das Kunstgwerbemuseum1906 als Dauerleihgabe.","bibliography":"Kühnel, E., Die Islamische Elfenbeinskulpturen VIII.-XIII.Jh., Berlin, 1971, Nr. 82 Taf. 82-84. \n \nKat. Europa und der Orient, Hrsg. H. Budde und G. Sievernich, Gütersloh-München, 1989, Nr.4/20 Abb. 646. \n \nShalem, A., The Oliphant. Islamic Objects in Historical Content. Leiden, 2004, 63-65 Fig. 33, 58-61.","author":"Jens Kröger","linkcatalogs":"IAM_IT_DE_001"},"28796c0a-a725-5e5f-af5f-d07883c21e16":{"name":"Zitadelle (Option)","description":""},"295ae7fa-d0d2-5768-a7a1-6c800643d87c":{"name":"Sidi-Amur-Abada-Zawiya mit Museum","description":""},"299a1236-1a09-504f-a4ea-0dea22445c2f":{"name":"Kubbat an-Nahawijja","description":""},"29d6d877-4212-55cf-9cef-7a3a0dcef44e":{"name":"ehem. Augustinerchorherren-Stift St. Salvator","alternate_name":"Kloster Polling","description":"Der von Hans Krumpper entworfene wuchtige, jedoch unvollendete Turm weist an seinen drei Geschossen eine Blendrahmengliederung auf. Die triumphbogenartige Eingangshalle vor der nüchternen Fassade stammt aus dem frühen 18. Jh. Das Innere der dreischiffigen spätgotischen Halle auf Achteckpfeilern wirkt aufgrund der weiten Pfeilerabstände licht und weit; seitlich sind Seitenkapellen angegliedert. Bemerkenswert ist der mit Stuckapplikationen wie Blüten, Perlstäbe, Laubwerk, Engelsköpfe und Rosetten versehene und zart farbig getönte Felderstuck nach Krumppers Entwürfen. Im komplexen neugebauten zweigeschossigen Chorbereich sind u.a. links die Sakristei, darüber der Betchor der Chorherren sowie beidseitig Herrschaftsoratorien untergebracht, wobei speziell der Bereich des Hochaltars freigestellt ist, um szenographisch effektvoll ins Licht getaucht zu werden.","short_description":"Die Kirche des ehemaligen Augustiner-Chorherrenstiftes in Polling, im Kern noch eine spätgotische Hallenkirche, diente zugleich der einst berühmten Wallfahrt zum so genannten Pollinger Kreuz. Dekoriert mit bedeutenden frühbarocken Stuckaturen des Wessobrunners Georg Schmuzer beherbergt sie aber auch ein großartiges Rokoko-Tabernakel von Johann Baptist Straub. Künstlerisch wertvolle Räume des 18. Jahrhunderts sind die schmucke Reliquienkapelle mit ihrer intimen Rokoko-Ausstattung sowie die Klosterbibliothek, deren Deckenfresken Gedankengut der Aufklärung thematisieren.","type":"Sakralbau (Kloster)","dates":"1605-1611: Bau des Kirchturms; \n1621-1626: gegenrreformatorische Umgestaltung der Kirche; \n1761-65: partielle Erneuerung des Kircheninneren einschließlich Reliquienkapelle; \n1755-1779: Bau und Einrichtung des Bibliothekssaales.","location":"Polling, Oberbayern","method_for_datation":"Urkundlich und chronikal belegt.","bibliography":"Engelberg, M. von, *Renovatio ecclesiae. Die Barockisierung mittelalterlicher Kirchen* (Studien zur internationalen Architektur- und Kunstgeschichte 23), Petersberg, 2005, 354-355, 581-583. \nPörnbacher, H., *Kirche des ehemaligen Augustinerchorherrenstiftes Polling*, Lindenberg 1999. \nZohner, W., *Bartholomäus Steinle (um 1580-1628/29). Bildhauer und ›Director über den Kirchenbau zu Weilheim‹*, Weißenhorn, 1993, 90-94, 349-373. \nVolk, P., *Johann Baptist Straub 1704–1784*, München, 1984, 201, passim. \nSimon-Schlagberger, A., *Johann Baptist Baader 1717-1780. Ein schwäbisch- bayerischer Maler zwischen Barock und Klassizismus*, Weißenhorn, 1983.","author":"Peter Heinrich Jahn","history":"Der Legende nach wurde das Kloster im Jahre 750 von Herzog Thassilo III. nach der wundersamen Auffindung eines Kreuzes gegründet. Als zweiter Gründer gilt Kaiser Heinrich der II., der das Kloster im Jahre 1010 nach der Verwüstung durch die Ungarn als Chorherrenstift neu erbauen ließ. 1621-28 wurden weite Teile der spätgotischen Hallenkirche nach Entwürfen Hans Krumppers dem gegerformatorischen Zeitgeist angepasst und von Georg Schmuzer sowie Bartholomäus Steinle ausgeführt. Das 18. Jh. sorgte unter dem aufgeklärten und wissenschaftlich interessierten Propst Franziskus Töpsl für eine reiche künstlerische Ausgestaltung vor allem der Klostergebäude, von denen im Zuge der Säkularisierung nach 1803 große Teile abgebrochen wurden. Nur der barocke Bibliothekssaal und die ehemalige Stiftskirche können daher heute bewundert werden.","patrons":"Pröpste Kilian Westenrieder (reg.1616-1633); Franziskus Töpsl (reg. 1744-1796)","architects":"Entwurf zu Umbau und Ausstattung der Stiftskirche: Hans Krumpper (1570-1634); \nStuck: Georg („Jörg“) Schmuzer (um 1565-1645) \nSkulpturen der Altäre: Bartholomäus Steinle (1580-1628/29); \nTabernakel: Johann Baptist Straub (1704-1784); \nDeckenmalereien in Reliquienkapelle und Bibliothek: Johann Baptist Baader (1717–1780); \nAltarwand der Reliquienkapelle, Stuck ebenda sowie im Bibliothekssaal: Thassilo Zöpf (1723-1807)","monument_contact":{"fax":"Bibliothekssaal: +49 (0)881 61 32 9","email":"Bibliothekssaal: h.wittermann@bibliotheksaal.de","phone":"Kirche: +49 (0)881 92 54 38 83; Bibliothekssaal: +49 (0)881 61 13 0 bzw. +49 (0)881 61 31 6","address":"Kirche: Kirchplatz 4, 82398 Polling; Bibliothekssaal: Weilheimer Straße 1, 82398 Polling","institution":"Kirche (heute Pfarrkirche): Kath. 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Die von besagtem Vorbild inspirierte Chorkuppel steht als Himmelssymbol ikonografisch in Verbindung mit dem Hochaltar, auf welchem zunächst eine Rosenkranzmadonna dargestellt werden sollte, einem vermauerten Chorscheitelfenster zufolge wohl in Form einer transparenten skulpturalen Inszenierung, die dann einer gemalten Himmelfahrtsdarstellung weichen musste. Die Einschnürung des Chores ist links dem Turm und rechts der Sakristei geschuldet, über der sich eine Herrschaftsempore befindet. Geometrischer, mit Holzmodeln gegossener Felderstuck überzieht locker die Gewölbe, im Chorpolygon überspannen zwei beeindruckende Stuckmuscheln die seitlichen Zwickelgewölbe. Die Deckenfresken waren seinerzeit eine Pionierleistung.","short_description":"Die frühbarocke Pfarrkirche der oberbayerischen Landstadt Weilheim überrascht nicht nur mit einer ambitionierten, venezianisch beeinflussten Baugestalt, sondern auch wegen ihrer für die damalige Zeit singulären Deckenfresken. Künstlerische Höhepunkte sind eine hochbarocke Wurzel-Jesse-Monstranz eines lokalen Goldschmiedemeisters sowie ein Gemälde von der Hand des berühmten klassizistischen Malers Martin Knoller.","type":"Sakralbau (Pfarrkirche)","dates":"1624-1631 Kirchenbau \n1641-1654 frühbarocker Hochaltar \n1792 bestehender Hochaltar","location":"Weilheim in Oberbayern, Oberbayern","method_for_datation":"Durch archivalische Quellen; Inschrift “1627” in der Chorkuppel.","bibliography":"Jahn, P.H., „Hans Krumppers Kuppelprojekt für den Freisinger Dom und die venezianischen Wurzeln der Münchner Architektur um 1600“, in: *Münchner Jahrbuch der Bildenden Kunst* 53, 2002, 175-222, hier 183-186, 198-200. \nMauthe, W./Schmid, R., Weilheim i. OB, Kath. Stadtpfarrkirche Mariae Himmelfahrt (Kleine Kunstführer 1317), 3., überarbeitete Auflage, Regensburg, 1998. \nZohner, W., *Bartholomäus Steinle (um 1580-1628/29). Bildhauer und ›Director über den Kirchenbau zu Weilheim‹*, Weißenhorn, 1993, 94-103, 398-407. \nHarries, K., *The Bavarian Rococo Church. Between Faith and Aestheticism*, New Haven/London, 1983, 48-50, 96. \nBauer, H./Rupprecht, B. (eds.), *Corpus der barocken Deckenmalerei in Deutschland, Bd. 1: Freistaat Bayern, Regierungsbezirk Oberbayern. Die Landkreise Landsberg am Lech – Starnberg – Weilheim-Schongau*, München, 1976, 553-560.","author":"Peter Heinrich Jahn","history":"1624 mußte die zu klein und baufällig gewordene gotische Pfarrkirche der bayerischen Landstadt, deren Patronat seit 1244 die nahe Benediktinerabtei Wessobrunn innehatte, abgebrochen werden. Künstlerisch wie monetär durch den abgedankten bayerischen Herzog Wilhelm V. gefördert, der seinen Hofarchitekten Hans Krumpper den Plan verfassen ließ, konnte in nur vierjähriger Bauzeit ein ambitionierter Neubau entstehen, der 1631 geweiht wurde. 10 Jahre später stiftete das Kurfürstenpaar Maximilian I. und Maria Anna den Hochaltar, der aber 1792, wie zuvor schon die übrige früh- und hochbarocke Altarausstattung, einer Erneuerung zum Opfer fiel.","patrons":"Herzog Wilhelm V. von Bayern (reg. 1579-1597); Kurfürstenpaar Maximilian I. (reg. 1597-1651) und Maria Anna (reg. 1635-1665) von Bayern; Georg II. Prugger, Abt der Benediktinerabtei Wessobrunn (reg. 1607-1655); Rat der kurfürstlich-bayerischen Landstadt Weilheim","architects":"Architektur: Hans Krumpper (um 1570-1634); \nBauausführung: Georg Braun; \nBauleitung und Stuckmodel: Bartholomäus Steinle (um 1580-1628/29); \nStuck: Georg („Jörg“) Schmuzer (um 1565-1645); \nFresken: Johann Greither (um 1591/92-1641); \nHochaltarblatt: Johann Ulrich Loth (um 1595/1600-1662)","monument_contact":{"fax":"0881-6 11 27","email":"pg.weilheim@bistum-augsburg.de","phone":"0881-22 87","address":"Marienplatz 3 \n82362 Weilheim i. OB","institution":"Pfarreiengemeinschaft Weilheim i. OB, Admiral-Hipper-Straße 13 \n82362 Weilheim i. OB (Bistum Augsburg)"}},"2cc26e47-56ef-507f-8939-fe713d8bcd31":{"name":"Burdj al-Kabir","description":""},"2d0471bd-dce3-5e4b-8f73-fac127443f2d":{"name":"Hl. Johann Nepomuk","description":"Bei den Jesuiten genoß der populäre Beicht- und Brückenheilige besondere Verehrung als Beschützer des erfolgreichen Ordens gegenüber neidbedingter Anfeindung.","dates":"um 1754/56","location":"Wandpfeiler gegenüber der Kanzel"},"2d331e18-4240-5ab7-8020-df7cbf3c665e":{"name":"Sidi-al-Lakhmi-Zawiya","description":""},"2dd05ca7-8405-5c54-83a9-e8196103e37b":{"name":"Benediktsaltar (Hochaltar der Abteikirche)","description":"Der die Innenfassade von Sakristei und Mönchschor durch Figurennischen miteinbeziehende Hochaltar ist der älteste Teil einer kostbaren marmornen Altarausstattung. Ergänzt wurde die Säulenädikula des Retabels im Lauf der Zeit um einen Tabernakel, ein neues Altarblatt, das den Ordensgründer zusammen mit dessen Schwester Scholastika zeigt, sowie einen Auszug, dessen große Uhr das Verrinnen der Zeit anmahnt.","dates":"1686 Mensa, Retabel und Nischenskulpturen \n1696 Tabernakel \n1788 Altarblatt \n1790 Auszug und Tabernakelfiguren","location":"Presbyterium der Abteikirche"},"2e2ac7b9-9a35-592e-8a89-a59d984fe48d":{"name":"Chorfresko","description":"Die Freskoausmalung in Elbigenalp hat Zeiller als komplettes Dekorationssystem der gesamten Gewölbezone konzipiert, also einschließlich des gemalten Stucks und der Rahmen der Bildfelder. Das relativ kleine Deckenbild im Chor ist von einer breiten Zone in „stucco finto“ umgeben. Es zeigt den hl. Nikolaus als Helfer der Kranken, Gefangenen und Elenden, wobei manche der Dargestellten wohl Einwohner von Elbigenalp gewesen sind (etwa die Gefangenen und einige Frauen in Lechtaler Tracht).","dates":"1774-1776","location":"Chorgewölbe"},"2e33ab9f-14c4-584b-80a2-847a508ddfcb":{"name":"Dar al-Haddad","description":""},"2eb1f102-370e-5a15-aa76-966aead4921b":{"name":"Deckenfresko im Großen Saal","description":"Das damals weltweit größte Deckengemälde zeigt den Kampf des Aeneas und Turnus um die Hand der Königstochter Lavinia, wobei Kurfürst Max II. Emanuel zuweilen in den Zügen Aeneas erkannt wird. Neuartig war die gemalte Landschaft als Hintergrund anstelle von Scheinarchitektur.","dates":"um 1721","location":"Neues Schloss, Obergeschoss des Mitteltraktes"},"2ebf8277-f8ab-5fe5-967c-f6c53d3534cd":{"name":"Fassade","description":"Das Äußere zeigt sich in den strengen Formen des nordalpinen Frühbarocks mit nur geringer Bauzier in reinen stereometrischen Formen. Als Schauwand ist nur die Frontseite der Vorhalle gestaltet. Die Fassade wird hier von einer großen Ädikula gebildet. Doppelpilaster ionischer Ordnung tragen einen breit gelagerten Dreiecksgiebel. Diese Form wiederholt sich nochmals mit einfachen Pilastern am Hauptportal. Der offene Dachreiter für das Geläut über der Vorhalle ist zwar eine Zutat des 19. Jahrhunderts, hatte jedoch einen kleineren barocken Vorgänger. Der übrige Außenbau mit seinen gänzlich ungegliederten Wänden lässt die innere Gestalt der Baukörper klar ablesbar werden.","dates":"1647-1649","location":"Südseite des Außenbaus"},"2ee1db4a-6117-5412-851f-e02830060697":{"name":"Rahmaniyya-Zawiya, Volkskunstmuseum von Le Kef","description":""},"2f3b7be6-81ba-55c8-a553-1e425e26df8b":{"name":"Kuppelbild des Vierungsquadrates","description":"Das große, runde Kuppelfresko zeigt, umgeben von vier Stuckkartuschen mit Bildern der Evangelisten, das Pfingstwunder und die davon abgeleitete Weltwirkung der Kirche. Die Architekturszenerie aus Treppenrampen, Brüstungen und flankierenden Obelisken ist typisch für die Inszenierungskunst im Medium der Deckenmalerei.","dates":"um 1757/60","location":"Vierungsgewölbe der Abteikirche"},"2fdaa7f1-4e56-566b-acd3-10ab6e8daf23":{"name":"Kirche und Mausoleum (Architektur)","description":"Wegen der schlechten finanziellen Lage, in der sich die Habsburger befanden, finanzierte Hans Ulrich von Eggenberg, Geheimrat Erzherzog Ferdinands, den Bau der Anlage (mit). Pietro de Pomis, der Universalkünstler am Grazer Hof und Architekt des Eggenberger Mausoleums in Ehrenhausen, wurde mit dem Bau beauftragt. Er entwarf eine klassische Fassade mit Dreiviertelsäulen, einem Dreiecksgiebel auf der Höhe des Dachgeschoßes und drei großen Statuen (vermutlich von Sebastian Erlacher) auf dem Dach. Der enge Bauplatz war noch enger als er heute ist: ein gedeckter Gang verband das Mausoleum mit der gegenüberliegenden Universität. Er bestand bis ins 19. Jahrhundert, als die Treppe gebaut wurde, und man von da an die Fassade sehen konnte. \nDe Pomis änderte seinen ersten Entwurf 1619/1620. Er ließ eine Menge Stuck abschlagen, um die beiden Segmentgiebel hinzuzufügen. Der größere rahmt – dem Konzept der Il Gesù-Fassade in Rom folgend – den Dreiecksgiebel. Die zwei übereinanderliegenden Triumphbögen symbolisieren die katholische Restauration. \nNach dem Tod von Pietro de Pomis übernahm Pietro Valnegro die Fertigstellung von Kirche und Mausoleum. Er vollendete den Bau des Turms und die Dachdeckerarbeiten. Zuletzt bekrönte er die Kuppeln mit Machtsymbolen, die höchste Stelle des Turms mit einem Szepter. Trotz aller Nähe zur katholischen Kirche sollte damit die Vormacht des weltlichen Herrschers hervorgehoben werden.","dates":"1614 Baubeginn; nach 1619/1620 Turm geplant und Segmentgiebel der Fassade hinzugefügt; 1622 Beginn der Arbeiten an den Dächern; um 1635/1636 Statuen auf dem Dach; 1635 – 1636 Bau des Turms; 1637 Dachdeckerarbeiten vollendet","location":"Südlich des Doms"},"3020bc51-e533-5d86-89b0-6e9d0322a563":{"name":"Die Mantelteilung des hl. Martin","description":"Eines der Seitenaltarblätter der im 19. Jahrhundert veränderten Barockeinrichtung, vom dem aus Verona stammenden Maler Giuseppe Gru. Der Heilige, hier zu Fuß und in glänzender Rüstung, teilt seinen roten Mantel mit dem Bettler; über ihm schweben drei Engelsgruppen, von denen zwei büstenartig dargestellt sind.","dates":"1751","location":"Altarblatt des rechten Seitenaltars"},"30316265-5389-5516-9a13-71fefe6d92e7":{"name":"Madrasa des Emirs Bardabak (Moschee al-Mahkama)","description":""},"3084b23d-74ca-545f-b1cb-6d7fae2b8508":{"name":"Suk al-Qattanin","description":""},"31608556-6fc2-52c1-ac53-e69ab20e76f6":{"name":"Deckenfresko: *Aufnahme des hl. Stephanus in den Himmel*","description":"Die Fresken von Anras sind die frühesten selbständigen Arbeiten Martin Knollers und stehen noch ganz unter dem Einfluss seines Lehrers Paul Troger. Dargestellt ist im Langhaus die Aufnahme des Kirchenpatrons, des hl. Stephanus in den Himmel sowie die Auffindung seiner Gebeine. Die relativ kleinen Freskenfelder sind von gemaltem Stukko finto in Formen des frühen Rokoko umgeben, der ebenso von Knoller stammt.","dates":"1754","location":"Langhaus"},"31665f9b-25fe-5a8b-826f-d66f78bb5ec6":{"name":"Ulrichsaltar","description":"Das anonyme Altarbild des monumentalen Stuckmarmoraltares zeigt als zweiten Nebenpatron den heiligen Augsburger Bischof St. Ulrich, wie er reitend mit Kaiser Otto I. gegen die Ungarn in die Schlacht zieht und dabei die siegbringende Kreuzreliquie hält.","dates":"1718","location":"nördlicher Kreuzarm"},"31713757-3209-501a-bff2-240200ae84be":{"name":"Kath. Filialkirche St. Johann Nepomuk und Asamhaus","alternate_name":"Asamkirche und Asamhaus","description":"Der relativ schmale, in Vestibül, Gemeinde- und Altarraum unterteilte Kirchenraum liegt eingekeilt zwischen den Hauswänden und empfängt daher nur durch die Fassade, am Chor vom Hof aus sowie zuoberst am Gewölbeansatz sein Licht, was die Asams geschickt für die Inszenierung ihrer skulpturalen und malerischen Arrangements zu nutzen verstanden. Der Gemeinderaum ist einer zweistöckigen Hofkirche entsprechend organisiert, indem ihn eine vorspringende, elegant gekurvte Galerie mit Balustrade umgibt. Er ist eine Art Zuschauerraum für das im Chor und am Gewölbe sich abspielende „theatrum sacrum“.","short_description":"Zu Recht gilt die nach ihren Schöpfern, den Brüdern Asam, benannte kleine Kirche im Herzen der Münchner Altstadt als Wunderwerk des bayerischen Sakralbarock: Die prunkvolle Noblesse einer Hofkirche liefert das Ambiente für theatralisch mit Lichteffekten inszenierte skulpturale und malerische Arrangements römischer Prägung. Überdies wird die ebenso römisch beeinflusste und als Skulpturenbühne benutzte Kirchenfassade durch die prachtvolle Stuckfassade von Egid Quirin Asams Wohnhaus konterkariert.","type":"Sakralbau (Filialkirche) und Wohnhaus","dates":"1733-1746","location":"München, Oberbayern","method_for_datation":"Durch archivalische Quellen; Inschrift am Deckenfresko.","bibliography":"Bauer, R./Dischinger, G., *München, „Asamkirche“ St. Johann Nepomuk* (Kleine Kunstführer 1277), 7. völlig neubearb. Aufl., Regensburg, 1999. \nSauermost, H.-J., *Die Asams als Architekten* (Schnell & Steiner Künstlerbibliothek), München/Zürich 1986, S. 65-77. \nLieb, N., *St. Johann Nepomuk. Die Asamkirche in München* (Große Kunstführer 100), München/Zürich, 1983. \nRupprecht, B., *Die Brüder Asam. Sinn und Sinnlichkeit im bayerischen Barock*, Regensburg, 1980, 23-24, 200-210. \nHitchcock, H.-R., *Rococo Architecture in Southern Germany*, London/New York, 1968, 81-86.","author":"Katharina Wein","history":"Ab 1729 erwarb Egid Quirin Asam im Herzen der Münchner Altstadt mehrere benachbarte Grundstücke, um darauf sein privates Wohnhaus einschließlich Werkstatt zu errichten sowie ein Priesterhaus und mittig dazwischen eine private Kirche, die eine Familiengruft und ein Privatoratorium beinhalten sollte. Die zeitgleich 1729 erfolgte Heiligsprechung des Johann Nepomuk und dessen anschließende Erhebung zum Schutzpatron Bayerns veranlaßte das Patrozinium, weshalb am 16. Mai 1733, am Tag des Heiligen, die Grundsteinlegung erfolgte. Der romerfahrene Maler Cosmas Damian Asam half seinem Bruder bei Planung und Ausmalung der Kirche, die zwar am 1. Mai 1746 geweiht werden konnte, deren Ausstattung aber selbst 1750 beim Tod des Stifters noch unvollendet war.","patrons":"Egid Quirin Asam (1692-1750), bürgerlicher Bildhauer und Stuckateur","architects":"Architektur, Stuck und Skulptur: Egid Quirin Asam (1692-1750) \nArchitektur und Deckenfresken: Cosmas Damian Asam (1686-1739)","monument_contact":{"fax":"089 / 26 57 44","email":"St-Peter.Muenchen@erzbistum-muenchen.de","phone":"089 / 2 60 48 28","address":"Sendlingerstr. 32, 80331 München","institution":"Kath. Stadtpfarramt St. Peter, Rindermarkt 1, 80331 München (Erzbistum München und Freising)"}},"31a2ed6c-a768-5550-a180-6fecff19b3b0":{"name":"Außenbau, Südfassade","description":"Von Gumpp schon 1754 entworfen, wurde der Hofgassenflügel bis 1756 nach seinen Plänen errichtet. Die Mitte des Traktes bildet ein monumentaler Portalrisalit in Form eines übergiebelten, alle vier Geschosse zusammenfassenden Triumphbogens. Nur hier ist die Fassadenkonzeption Johann Martin Gumpps ganz nach seiner Idee umgesetzt worden. Deutlich wird die Anknüpfung an die Landhausfassade seines Bruders Georg Anton. Der wuchtige Spätbarockstil ist durch Rocaillenwerk an den Fenstern dem Zeitgeschmack angepasst worden.","dates":"1754-1756","location":"Hofgassentrakt"},"31a85a61-1ef8-530b-8b89-bfb3cb6f169d":{"name":"Gedächtniskapelle Kaiser Franz’ I.","description":"Das Zimmer, in dem Maria Theresias Gemahl Franz I. Stephan von Lothringen im August 1765 verstorben war, ließ die Kaiserin durch Pacassi zu einer Gedächtniskapelle umbauen und gründete ein adeliges Damenstift zur Anbetung. Der von Pilastern gegliederte Saalraum ist mit zarten Rocaillen stukkiert, in der Altarnische eine gemalte Reliefgruppe, Gottvater mit trauernden Engeln von Franz Anton von Leitensdorffer (1721-1795).","dates":"1765/66","location":"Südtrakt, zweites Obergeschoss"},"325eca5c-64d7-58b2-89f1-6abe22c7de12":{"name":"Verkündigung an Maria, sog. Englischer Gruß","description":"Das anmutige Holzbildwerk wurde 1764 zusammen mit der Pietà als Prozessionsfiguren für die an der Stiftskirche installierte Rosenkranzbruderschaft geschaffen. Auf einer schmalen Bühnenfläche agiert dennoch dezent raumgreifend eine lebensgroße und lebensnah bemalte Figurengruppe, wobei die demütige Haltung Mariens mit dem tänzelnden Heranschweben des Erzengels Gabriel zu höchster kompositorischer Dichte verwoben ist.","dates":"1764","location":"Links beim Chorbogen"},"32a8ad1d-7f6d-50f5-86ce-2904db9b8e81":{"name":"Fassade","description":"Die Fassade, deren Türme, Giebel und Wappen erst um 1900 fertiggestellt bzw. ergänzt worden sind, zeigt den Einfluss des Salzburger Doms wohl am deutlichsten. Das Äußere ist in der typischen strengen Gliederung des süddeutschen Frühbarock gehalten. Türme und Fassadenmitte bilden eine Einheit. Die zwei Portalbögen, die von Doppelpilastern getrennt werden (vgl. München, St. Michael), nehmen außen bereits den Aufbau der Langhauswände vorweg.","dates":"1627-1640 und 1900-1901","location":"Äußere Nordseite"},"32ebf7cf-cd7f-5408-8abd-a0fe1ce4c26e":{"name":"Madrasa al-Aschrafijja","description":""},"33bda0f2-7ee5-5ec5-a93c-d5ad872cb9d3":{"name":"Grabmal für Erzherzog Maximilian III., den Deutschmeister","description":"Das Bronzegrabmal stammt von der Ausstattung des Vorgängerbaus. Entworfen wurde es von Hubert Gerhart aus München, einem führenden Bildhauer seiner Zeit, Caspar Gras aus Innsbruck hat es vollendet. Es ist eines der bedeutendsten frühbarocken Grabmäler, von lebensnahem Ausdruck vor allem in der Darstellung des Erzherzogs, der Hochmeister des Deutschen Ritterordens war, und des hl. Georgs, des Patrons des Ordens. Den Aufbau bilden vier gewundene Säulen, die von Reben umrankt werden, welche mit allerlei Getier bevölkert sind.","dates":"1629 aufgestellt","location":"Linke Querhauskonche"},"33e67493-5004-5c1c-a3c3-fa98674ddebb":{"name":"Marinus-und-Anianus-Altar (Hochaltar)","description":"Der Hochaltar ist Zielpunkt des Raumgefüges, wobei sein mächtiges Säulenretabel selbstbewusst über die ihm als Rahmen zugedachte Pilasterarkade hinausgreift. In Ergänzung der innerhalb des Freskenprogramms thematisierten Martyrien der Kirchenpatrone zeigt das Altarblatt deren Glorie. Berühmte Musterbeispiele der Rokoko-Skulptur sind ihrer exaltiert-eleganten Posen und der versteckten Ironie wegen die Standfiguren: Bei den süddeutschen Bistumspatronen wittert der Korbinian beigesellte Bär das Fischattribut des Ulrich, und beim heiligen Kaiserpaar wendet Heinrich II. sich eifersüchtig von seiner des Ehebruchs beschuldigten Gemahlin Kunigunde ab, während diese beleidigt die ihr auferlegte Tugendprobe durch beiläufiges Antippen einer glühenden Pflugschar mit entblößtem Fuß absolviert.","dates":"1759-1762","location":"Presbyterium"},"34881321-91c0-596d-8df5-14906b2488f1":{"name":"Andalusierfort","description":""},"34da04a2-e1a4-505d-8f70-3be00d681180":{"name":"Stadtzentrum","description":""},"3559425a-a7b8-5087-aa05-3a70934e611e":{"name":"Kath. Pfarrkirche hl. Katharina","description":"Die für Kleinhans typischen Gestaltungsmomente seiner Kirchenbauten zeigt auch der Bau von Lermoos: Das Langhaus ist ein Saal mit abgeschrägten Ecken unter einem dem Oval angenäherten Muldengewölbe. Ein Wandstück bildet die Mitte zwischen den Arkaden, die je zwei Fenster überfangen. Das östliche Langhausjoch ist querhausartig ausgeweitet. An das Presbyterium über quadratischem Grundriss mit einer Flachkuppel fügt sich der runde Chorschluss an. In der Zusammenfügung der ungleichen Raumteile ergibt sich, ganz in der Art des bayerischen Spätbarock, ein wirkungsvoller Prospekt, dem die Arkadenstellungen am Übergang zum Chor einen dreiteiligen Rahmen verleihen. In diesen fügen die Altäre ein, während die buntfarbigen Fresken den gesamten Bereich darüber als himmlische Zone visualisieren.","short_description":"Die Pfarrkirche von Lermoos ist ein später Ableger der Füssener Bauschule, deren letzter bedeutender Vertreter Kleinhans ist. Charakteristisch sind die Zentralisierung des unter einem Muldengewölbe zusammengefassten Langhauses, die rhythmische Arkadengliederung und die geschweiften Fenster des Chors. Die Ausstattung durch Fresken, Altäre, Bildwerke und Kanzel ist im Einzelnen nicht immer hochrangig, bildet aber in der Gesamtschau ein schönes Ensemble des Rokoko.","type":"Sakralbau (Pfarrkirche)","dates":"1751-1754 (Rohbau) und 1761-1768 Umgestaltung des Turms \n1753 – um 1782 (Ausstattung, ergänzt im 19. Jahrhundert)","location":"Lermoos, Tirol, Bezirk Reutte","method_for_datation":"Archivalien; Signaturen der Fresken (1753, 1754).","bibliography":"Frodl-Kraft, E., Tiroler Barockkirchen, Innsbruck 1955, S. 48. \nLuderschmidt, E., Der Lechtaler Baumeister Franz Kleinhans (1699-1776), München 1978 (= Heimat Schwaben, Bd. 2), S. 53-56","author":"Frank Purrmann","history":"Die Pfarrkirche wurde ab 1751 neu nach Plänen von des Lechtaler Baumeisters Kleinhans errichtet. Ab 1753 begann die Ausstattung, geweiht wurde der Bau 1761. Die Umgestaltung des gotischen Turms vom Vorgänger mit barockem Abschluss erfolgte 1768. Die Ausstattung dauerte bis um 1780, ergänzt in der Zeit um 1830.","patrons":"Ingeniun Vergehrer, Kurat von Lermoos","architects":"Architektur: Franz Kleinhans (1699-1776) \nDeckenfresken: Giuseppe Gru (um 1715 – ca. 1775?)","monument_contact":{"fax":"+43 567 325 40","email":"sr-zwischentoren@aon.at","phone":"+43 567 325 40","address":"Innsbrucker Str., \n6631 Lermoos","institution":"Dekanat Breitenwang"}},"35987b22-22f6-548e-b0dc-11837fe3e5cf":{"name":"Deckenfresko und Stuck","description":"Die Deckenmalereien von Joseph Adam Mölckh (bezeichnet und datiert 1761) haben die Aufnahme des hl. Andreas in den Himmel zum Thema und stellen ihn gleichzeitig als Fürsprecher der Stadt Lienz dar, umgeben von den vier Evangelisten in den Gewölbekappen. Zusammen mit dem Altarbild wird somit der Weg des Heils anhand der Legende des Kirchenpatrons exemplarisch veranschaulicht. Der Chor wird als Ort der Vermittlung zwischen Erde und Himmel interpretiert, was sich letztendlich immer auf das Sakrament der Eucharistie zurückführen lässt oder diese symbolisiert. Das Fresko im Gewölbefeld eröffnet den Ausblick in den Himmel als Historie der Heiligenvita wie auch gleichermaßen endzeitliche Vision. \nDer stilistisch dem späten Rokoko angehörende Stuck verbindet die Stichkappen über den hohen Spitzbogenfenstern in fließenden Überleitungen mit den Freskenfeldern und diese auch untereinander zu einer anschaulichen Einheit.","dates":"1761","location":"Chorgewölbe"},"371223e2-fc74-550e-9c34-e0d3de96e69d":{"name":"Normannisches Kastell","description":""},"3972acc4-e556-56a7-b738-2b9f85a90cfd":{"name":"Das Viertel Terra Vecchia","description":""},"39b54445-5be4-5af8-a718-81d655009eed":{"name":"Ribat (Option)","description":""},"3b72ca57-f4b1-5684-b113-fd2afb2a6395":{"name":"Staudamm von el-Battan","description":""},"3ba969a6-b8d7-5978-b6e8-6a6fa0e0f59c":{"name":"Feigenhaus und Moschee (Sommerhaus/Pavillon)","description":"Als typische barocke Bau-Projekte kamen im 17. Jahrhundert Gewächs- und Gartenhäuser in Mode. Lange bevor König Ludwig XIV. von Frankreich die berühmte Orangerie errichten ließ, gab es in Kremsmünster ein Feigenhaus und einen Sommerpavillon. Das Feigenhaus ist vermutlich das älteste erhaltene Gewächshaus Europas. Es besteht aus einer einfachen Konstruktion von Wänden (mit großen Fenstern im Süden und Westen) und Pfeilern. Es wurde von zwei Öfen beheizt. Am Boden befanden sich von Steinen eingefasste Pflanzenbeete. Das Dach wurde im Sommer abgenommen. \nDie sogenannte Moschee ist ein achteckiges, eingeschossiges Gebäude mit Kuppel und Halbmond, einem Säulengang, zwei Flügeln und zwei Türmen auf beiden Seiten. Unter dem Saal befindet sich eine wassergespeiste Grotte mit Gitterabschluss an der Decke, um nach oben zu kühlen. Die orientalische Erscheinungsform des Gebäudes war typisch für die damalige Begeisterung für alles Exotische.","dates":"1638-1640 Feigenhaus; 1640-1641 Moschee","location":"Östlich der Sternwarte und ihr gegenüber gelegen"},"3bdad233-bb58-5e5a-b8af-3018c4aa6440":{"name":"Kath. Pfarr-, Benediktinerabtei- und Wallfahrtskirche Mariae Himmelfahrt","alternate_name":"Klosterkirche Ettal","description":"Die vom kurfürstlichen Hofarchitekten und Bernini-Schüler Enrico Zuccalli entworfene zweigeschossige Fassade, eine Paraphrase von Berninis Louvre-Projekt, mit Nischenfiguren der Apostel von Ägid Verhelst, umschließt mit raumgreifenden barocken Kurvungen einen durchfensterten und laternenbekrönten Kuppelbau, der sich machtvoll darüber erhebt. Der zwölfeckige Zentralbau, sowie der sich im Osten anschließende Chor besitzen einen zweigeschossigen Umgang, der zum Teil noch aus der Zeit des gotischen Vorgängerbaues stammt. Im Inneren befindet sich über dem Eingangsportal eine überreich mit Stuck verzierte Orgelempore. Die Wandflächen weisen jeweils eine flache, von Rocaillekartuschen bekrönte Nische mit Altar auf, darüber leitet eine hohe Fensterzone in die Kuppel über. Die üppigen Stuckdekorationen mit kapriziösem Rocaille-, Muschel- und Blattwerk werden Johann Georg Üblher und Franz Xaver Schmuzer zugeschrieben. Der ellipsenförmige Chor im Louis-Seize-Stil steht mit seiner rational-kühlen Marmorausstattung im Kontrast zum Hauptraum und nimmt den dreiteiligen Hochaltar mit dem mittelalterlichen Gnadenbild auf. Im Sockelgeschoss der Chorrotunde sind vier vergoldete, holzgeschnitzte Reliefs von Roman Anton Boos mit Szenen aus dem Leben Christi angebracht.","short_description":"Zu einem vielschichtigen Meisterwerk vereinigen sich eine prächtige Rokoko-Ausstattung und die barocke Architektur der Wallfahrtskirche St. Maria, welche die Architekten Enrico Zuccalli und Joseph Schmuzer auf der Basis eines bestehenden mittelalterlichen Zentralbaues geschaffen haben. Die Schnitzaltäre Johann Baptist Straubs und das riesige Deckenfresko Johann Jakob Zeillers bilden Höhepunkte der Innenausstattung, die mit dem kühlen Louis-Seize-Stil des Chores kontrastiert.","type":"Sakralbau (Klosterkirche/Wallfahrtskirche)","dates":"1710-1726 Fassade und Chorneubau \n1744-1753 Fertigstellung des Kuppelbaus \n1769-1790 Ausstattung des Chores","location":"Ettal, Oberbayern","method_for_datation":"Durch archivalische Quellen.","bibliography":"Engelberg, M. von, *Renovatio ecclesiae. Die Barockisierung mittelalterlicher Kirchen* (Studien zur internationalen Architektur- und Kunstgeschichte 23), Petersberg, 2005, 540-543. \nKoch, L., *Ettal. Benediktiner-, Pfarr-, Wallfahrtskirche* (Große Kunstführer 3), 4. neubearbeitete Auflage München/Zürich 1980. \nDietrich, D., *Aegid Verhelst 1696–1749. Ein flämischer Bildhauer in Süddeutschland*, Weißenhorn, 1986, 23-28, 46-48, 206-221. \nBauer, H./Rupprecht, B. (eds.), *Corpus der barocken Deckenmalerei in Deutschland, Bd. 2: Freistaat Bayern, Regierungsbezirk Oberbayern. Die Landkreise Bad Tölz-Wolfratshausen – Garmisch-Partenkirchen – Miesbach*, München, 1981, 284-316. \nHitchcock, H.-R., *Rococo Architecture in Southern Germany*, London/New York, 1968, 145-149.","author":"Caroline Straube","history":"Das Benediktinerkloster wurde 1330 von Kaiser Ludwig dem Bayern als Votiv gestiftet und 1370 geweiht. Unter Abt Placidus II. Seitz begann man mit umfassenden Veränderungen des Klosterbaues, und 1710 erfolgte die Grundsteinlegung für den Kirchenumbau auf der Basis des bestehenden mittelalterlichen Zentralbaues. Enrico Zuccalli fertigte die Entwürfe und begann zunächst mit der Neuerrichtung der Fassade, deren Türme noch heute unvollendet sind. 1726 erfolgte die Weihe des Hochaltars. Nach einem verheerenden Brand im Jahr 1744, der einen großen Teil der Ereuerungen zerstörte, wurden die Bauarbeiten ab 1745 unter der Leitung des Wessobrunner Baumeisters Joseph Schmuzer fortgeführt.","patrons":"Äbte Placidus II. Seitz (reg. 1709-1736), Benedikt III. Pacher (1739-1759), Bernhard II. von Eschenbach (reg. 1759-1779), Othmar II. Seibold (1779-1787), Alphons Haffner (1787-1803)","architects":"Architektur: Enrico Zuccalli (um 1642-1724); Joseph Schmuzer (1683-1752) \nFresken: Johann Jakob Zeiller (1710-1783); Martin Knoller (1725-1804) \nStuck: Johann Georg Üblher (1700-1763); Franz Xaver Schmuzer (1713-1775) \nSeitenaltäre: Johann Baptist Straub (1704-1784) \nChorreliefs: Roman Anton Boos (1733-1810) \nFassadenskulpturen: Ägid Verhelst (1696-1749)","monument_contact":{"fax":"+49 (0)88 22 74 22 8","email":"Kloster-ettal@web.de","phone":"+49 (0)88 22 74 0","address":"Kaiser-Ludwig-Platz 1 \n82488 Ettal"}},"3c4ef2fa-2d0c-53ea-a254-7f42269d568c":{"name":"Kreuzigungsgruppe","description":"Die monumentale bronzene Kreuzigungsgruppe gehörte zum einstigen Kreuzaltar, an dem die Volksmessen gelesen wurden, und ergänzt thematisch die in den Altären gezeigte Christusvita. Zu Seiten des Kruzifix stehen die gestisch klagenden Figuren von Maria und Johannes Evangelist; am Kreuzfuß kniet trauernd Maria Magdalena.","dates":"1605-1607","location":"Vor dem Hochchor/hinter dem modernen Gemeindealtar"},"3c569a1e-c412-5ccf-b034-acfc029ba2ad":{"name":"Inneres","description":"Die an sich schlichte Folge von Langhaussaal und Chorrechteck wird durch Abschrägungen der Ecken akzentuiert und belebt. Die kräftige Arkade über Wandpfeilern, die Langhaus und Chor trennt rahmt perspektivisch den pompösen Hochaltar. Die im Verhältnis zur Wölbungsfläche recht kleinen Fresken ergeben noch keinen „Heiligenhimmel“, sondern bleiben auf abgegrenzte Bereiche beschränkt. Die übrigen Flächen wurden weder durch Fresken noch Stuck gefüllt. Während im Chor die Heilige Familie dargestellt ist, zeigen die Bilder im Langhaus Szenen nach der Auferstehung Jesu, im Rang durch polychrome und monochrome Malweise unterschieden.","dates":"1710-1712","location":"Blick zum Chor"},"3cf90739-09e0-5aa5-94ec-9216852e94c4":{"name":"Kath. Pfarrkirche hl. Veit","description":"Im Gesamten wirkt die Kirche von Fulpmes, der erste vollständige Neubau von Penz, recht konservativ, mit der strengen Form eines tonnenüberwölbten, architektonisch straff und konsequent einheitlich gegliederten Saals sowie den noch recht kleinen Freskenfeldern. Der dezent eingesetzte, durchaus feine Stuck, der auch einige Freiflächen lässt, ist in den Formen des frühen Rokoko gehalten, mit noch wenig ausgeprägten Rocaillen; geschaffen wurde er von Anton Gigl, der einer Wessobrunner Stukkatorenfamile angehörte. Die Fresken des Augsburger Akademiedirektors Bergmüller illustrieren den Triumph des Katholizismus als Glaubensbekenntnis: im Chor die Verehrung des Lammes und der Eucharestie, dazu die Erztugenden Glaube, Liebe und Hoffnung, im Querhaus der Triumph des hl. Kreuzes sowie im Langhaus die Anbetung des Namens Jesu durch die Erdteile, die himmlischen Heerscharen und den Kirchenpatron. Die barocke Altarausstattung ist nur in Teilen original erhalten und wurde im 20. Jahrhundert größtenteils erneuert.","short_description":"Der für eine Pfarrkirche weit und monumental wirkende Saalraum gehört dem Typus einer tonnengewölbten Wandpfeilerkirche an. Die Abseiten vor dem Chor sind querhausartig erweitert, wodurch sich im Grundriss ein lateinisches Kreuz ergibt. Durchgängiges Hauptmotiv ist die Pilasterarkade mit reinen Halbkreisbögen; in dieser Form wird auch der Eingang zum Chor als Torarkade ausgezeichnet. Breiten Raum nimmt der in dezenter Farbigkeit gehaltene Stuck ein, während die farbkräftigen Fresken in verhältnismäßig kleinen Feldern wie Öffnungen des Gewölbes wirken, die nur hier und dort den Blick in den Himmel eröffnen.","type":"Sakralbau (Pfarrkirche)","dates":"1746-1748","location":"Fulpmes im Stubaital, Tirol, Bezirk Innsbruck","method_for_datation":"Archivalien und Signatur des Chorfreskos (1747)","bibliography":"Bayer, Karl, Franz de Paula Penz, Wien 1991, S. 12 und S. 47f. \nAmmann, Gert, Die Kirchen von Fulpmes, Stubaital/Tirol, München, Zürich 1980 (= Schnell und Steiner, Kleine Kunstführer, Nr. 1239) \nEpple, Alois (Hrsg.), Johann Georg Bergmüller (1688-1762). Weißenhorn 1988, S. 19 \nSchnell, Hugo, Schedler, Uta, Lexikon der Wessobrunner, München, Zürich (Schnell und Steiner) 1988, S. 125f. (Anton Gigl, Werkregister erwähnt Fulpmes allerdings nicht)","history":"Fulpmes gehörte ursprünglich zur Pfarrei von Telfes im Stubaital. Als erste Kirche von Fulpmes gilt die spätmittelalterliche Sagererkapelle (heute Totenkapelle im Oberdorf). Mit der Einrichtung eines Benefiziats im Jahre 1745 wird auch der Neubau der Veitskirche betrieben. In den Jahren 1746/47 durch den in der Region berühmten kirchlichen Baudirektor Franz de Paula Penz geführt, konnte der Bau schon 1748 durch den Weihbischof von Brixen geweiht werden. Die Pläne stammen wohl von Josef Staph (wie auch in Wilten), die Ausführung oblag dem Innsbrucker Maurermeister Umhauser. Im selben Jahr 1748 erfolgte die Erhebung zur Kuratie. Die Ausstattung erfolgte zügig im wesentlichen 1747-50.","patrons":"Pfarrgemeinde Fulpmes","architects":"Architektur: Franz de Paula Penz (1707-1772, Bauleitung); Josef Stapf (Pläne); \nAltarstatuen: Josef Stapf; \nStuck: Anton Gigl (1700-1769); \nDeckenfresken: Johann Georg Bergmüller (1688-1762)","monument_contact":{"phone":"+43 522 562 279","institution":"Pfarramt Bahnstr. 7, 6166 Fulpmes (Dekanat Matrei am Brenner)"}},"3e81ac31-3124-53c2-8689-8a524abadd36":{"name":"Dar Ben Abdallah","description":""},"3e93c243-206c-52d2-8bc8-d6f4d391142d":{"name":"Moschee von Blad el-Hadar","description":""},"3ea84492-2f0d-59cf-aec2-c0b1aefd137a":{"name":"Kreuzaltar","description":"Der urkundlich 1754 gestiftete Seitenaltar wurde von Johann Mussack d. J. in Stuckmarmor errichtet. Der Säulenaufbau mit schräg gestellten Gebälken und geschwungenem Aufsatz bezieht ein dem Hans Klocker zugeschriebenes spätgotisches Kruzifix aus der Zeit um 1500 mit ein, das durch die spätbarocken Figuren von Johannes, Maria und Maria Magdalena zu einer Kreuzigungsgruppe erweitert wird, ergänzt durch die Statuen von Moses uns Aaron sowie Engelsfiguren mit Marterwerkzeugen und dem Relief des Abrahamsopfers im Aufsatz, wohl sämtlich von Johann Paterer, einem recht produktiven lokalen Bildhauer. Das als Kultbild verehrte Kruzifix wird im Spätbarock zum Mittelpunkt einer Inszenierung mittels der aufwendigen Altararchitektur und des hinzugefügten Personariums gemacht und durch die alttestamentlichen Figuren zusätzlich in den Kontext einer typologischen Heilsgeschichte gestellt.","dates":"1774","location":"Langhaus, östliche Stirnwand des südlichen Seitenschiffs"},"3f0a1c3d-1c6e-578a-909f-f74f5146fd83":{"name":"Hochaltar","description":"Einem venezianischen Typus folgend verzichtet der Hochaltar auf ein Retabel zugunsten eines von Statuen flankierten Tabernakels, den ein Ziborium bekrönt. Die Marmorbildwerke der Ordensheiligen Scholastika, Gallus, Columban und Benedikt zählen zu den Meisterwerken ihres Schöpfers.","dates":"1717-1722","location":"Chor der Abteikirche"},"3f3dd440-a378-5215-abad-afdbb7bd5887":{"name":"Fassade des Asamhauses","description":"Das Wohn- und Atelierhaus des Egid Quirin Asam ist durch eine reiche figürliche Stuckdekoration der Fassade ausgezeichnet. Diese stellt gewissermaßen das profane Gegenstück zur sakralen Thematik der Kirchenfassade dar, indem das Hauptthema die von Pallas Athene auf den Musenberg Parnaß geleitete Künstlerseele bildet.","dates":"um 1735","location":"links neben der Kirche"},"4017c5f2-8879-55a2-83f3-1a52477c3b70":{"name":"Altar und Orgelchor","description":"Der 1730 im Gewölbebereich erneuerte Chorraum wurde anläßlich des 1748er Friedensfestes noch mit einer neuen Orgelempore ausgestattet, deren leicht kurvierte Balustrade durch ihre schlichte Eleganz besticht. Aufgrund der farblichen Fassung der Stuckdekorationen – oben spätes Régence, unten frühes Rokoko – erhält der Altarraum eine eigenständige, fast bildhafte Qualität. Das Deckenfresko verbildlicht die drei Theologische Tugenden: Glaube, Liebe, Hoffnung. Wie bei der Kanzel befinden sich auch neben dem Altar Gemälde mit Szenen des Christuslebens: Taufe, Auferstehung, Pfingsten, Abendmahl. Die beiden wichtigsten kultischen Komponenten – Altar und Kanzel – sind so inhaltlich verklammert und ganz unter die Heilslehre Christi gestellt.","dates":"um 1653 Altarretabel \n1673/74 Gemälde \n1730 Orgel und Gewölbedekoration \n1748 Erneuerung der Orgelempore \n1767 Altarmensa","location":"Chorapsis"},"40212b79-f658-57bd-80ad-e8fd0a514a98":{"name":"Altes Tiroler Landhaus","alternate_name":"Tiroler Landtag","description":"Der um einen rechteckigen Binnenhof angelegte Bau besteht aus einem breit gelagerten Haupttrakt mit Straßenfassade, Vestibül, Treppenhaus und Sitzungssaal im zweiten Obergeschoss. Daran schließen im rechten Winkel zwei wesentlich schmalere und etwas niedrigere Flügel an, die den Hof nach Norden und Süden einfassen. Gegen die vierte Seite abgeschlossen wird dieser durch die von Gumpp 1725-28 errichtete Landhauskapelle St. Georg, die über Zugänge mit den Hofflügeln verbunden ist. Neben dem großen Landtagssaal, dessen Fresken von Cosmas Damian Asam stammen, ist auch der Kongress-Saal im nördlichen Flügel mit seiner späteren Rokokostukkatur ein prächtiger, dem Zweck politischer Repräsentation dienender Festsaal.","short_description":"Das Haus der Tiroler Landstände ist der monumentalste Barockpalast Innsbrucks und zugleich der größte und bedeutendste Profanbau des Hofbaumeisters Georg Anton Gumpp. Als herausragendes Symbol der selbstbewussten Standesvertretung sind Architektur und Ausstattung von besonderer Pracht und künstlerischer Qualität geprägt. Die mächtige Dreiflügelanlage mit angeschlossener Kapelle bildet neben der Hofburg das repräsentative politische Zentrum der Landeshauptstadt.","type":"Profanbau (Regierungsgebäude)","dates":"1725-1734","location":"Innsbruck, Tirol","method_for_datation":"Archivalien","bibliography":"Bushart, B., Rupprecht, B., Cosmas Damian Asam 1686-1739. Leben und Werk, München 1986, S. 261-62 \nLorenz, H., Barock, München, London, New York 1999 (= Geschichte der bildenden Kunst in Österreich, Bd.4), S. 290f. \nÖhler, H., Ingenuin Lechleitner (1676-1731). Hofbildhauer in Innsbruck. Leben und Werk (phil. Diss.), Innsbruck 2008. \nWieser, H., Öhler, H., Fischler, R., Das Tiroler Landhaus. Der bedeutendste profane Barockbau der Landeshauptstadt Innsbruck, Innsbruck 2009.","author":"Frank Purrmann","history":"Seit 1613 tagten die Landstände im “Haus zum goldenen Engel”, dessen Versammlungssaal aber für den vollen Landtag zu klein war. 1666 erfolgte der Umzug in die „Hofplattnerei“, die sich jedoch in schlechtem baulichen Zustand befand. Im Zuge des Bedeutungsgewinns der Tiroler Stände im frühen 18. Jahrhundert erfolgte schließlich ein Neubau, errichtet 1725-28 durch Georg Anton Gumpp unter dem Patronat des Brixener Fürstbischofs und des Landeshauptmanns von Tirol. Die erste Ausstattungsphase dauerte bis 1734, der Kongresssaal wurde um 1758 stuckiert. In der Zeit Maria Theresias nahm die Bedeutung der Ständevertretung stark ab. Heute ist das Landhaus der Sitz des Tiroler Landtags.","patrons":"Tiroler Landstände","architects":"Architekt: Georg Anton Gumpp (1682-1754) \nFresken: Cosmas Damian Asam (1686-1739) \nBildhauerarbeiten: Ingenuin Lechleitner (1676-1731); Nikolaus Moll (1676-1754) \nStuck: Anton Gigl (1700-1769); Franz Singer u. a.","monument_contact":{"fax":"+43 512 508 300 5","email":"landtag.direktion@tirol.gv.at","phone":"+43 512 508 301 2","address":"Maria-Theresien-Straße 43 \nA-6020 Innsbruck","institution":"Landtagsdirektion"}},"40401d8d-14cf-5acd-a731-f9dfdb35baa6":{"name":"Fassade Westflügel und Portal","description":"Ende des 17. Jahrhunderts wurden der Westflügel und sein Turm mit geschwungener Haube errichtet. Da man den Klosterkomplex von dieser Seite betritt, erhielt der Flügel die Hauptfassade mit interessanter Pilaster-Ordnung: im mittleren Bereich und auf der rechten Seite des Gebäudes sind sie perfekt angeordnet. Zwei Paare rahmen die Mittelachse des Turms, drei Paare Doppelpilaster und drei einzelne Pilaster trennen die fünf Fenster rechts. Auf der linken Seite gibt es nur drei Fensterachsen, vielleicht waren es einmal vier, die Verteilung der Pilaster ist – wohl deswegen – unregelmäßig. Der Abstand zwischen den drei Doppelpilaster-Paaren variiert von Paar zu Paar. Die zwei einzelnen Pilaster links außen könnten ein Doppelpilaster-Paar mit großem Zwischenraum oder auch zwei einzelne Pilaster sein, die ein nicht mehr existierendes Fenster rahmten. Ob diese Pilaster-Ordnung die ursprüngliche Idee des/der Architekten war? \nKaum jemand wird sich an der unregelmäßigen Anordnung der Pilaster stören, da das Marmorportal mit der krönenden Statue der Muttergottes und dem Jesuskind, der künstlerische Höhepunkt der Fassade, alle Aufmerksamkeit auf sich zieht. Zwei Heilige (Adalbero und Kilian) stehen zu ihren Seiten. Der Bildhauer hatte einen großen Sinn für Humor (der Abt muss ihn auch gehabt haben): denn trotz der heiligen Gesellschaft darüber treiben Engel und Putten oberhalb des Wappens von Abt Severin Blass ihre Späße. Ein besonders schlimmer spielt mit einer Bischofsmütze, zwei andere helfen ihm, sie aufzusetzen. Jedes Detail des Portals ist fein herausgearbeitet, das Stück ist als gesamtes ein barockes Meisterwerk.","dates":"Ende 17. Jahrhundert Westflügel; 1693 Marmorportal","location":"Westflügel"},"405d7461-049c-5000-87ca-f6a60b86238e":{"name":"San Nicolò lo Regale","description":""},"426a3030-a467-5aee-b9ba-d751f650626c":{"name":"San Giovanni degli Eremiti – Reste von Moschee, Kirche, Friedhof und Kreuzgang","description":""},"4290b750-6cd4-5b5f-be60-9a17095a7d93":{"name":"Castelluccio","description":""},"42f3e619-7f2e-5807-987f-322644ef856c":{"name":"Hochaltar","description":"Der Architekt der Kirche lieferte auch Risse für den Stuck und die Altäre, was die Einheitlichkeit von Architektur und Ausstattung bedingt. Den Hochaltar, dessen Ebenholz und Marmor imitierende Farbfassung sowie vergoldete Ornamentapplikationen zeittypisch sind, charakterisiert eine gesteigerte Plastizität seiner Komponenten, die schon dem Hochbarock zuzurechnen ist. Eine hoch aufgesockelte Ädikula rahmt das Altarblatt, das die Kreuzabnahme Christi darstellt und damit die für das Verständnis des Gnadenbildes notwendige biblische Szene liefert. Darunter gestattet eine Öffnung den Blick auf die wunderwirkende Pietà einschließlich einem Rest des Birnbaumstammes.","dates":"1674/75","location":"Chor"},"4370a2ad-553d-5043-bb85-49ef5d08c6b0":{"name":"Östliches Fort","description":""},"43735349-37aa-5e8a-a34a-c8f426840f79":{"name":"Leben und Verehrung des hl. Johann Nepomuk","description":"Hinter einer indirekt beleuchteten Voute, die als vermeintliche Öffnung des Gewölbes einen Blick in überzeitliche himmlische Sphären suggeriert, überspannt das Deckengemälde den gesamten Kirchenbau und zeigt rundumlaufend Szenen aus dem Leben des hl. Johann Nepomuk und dessen nachträglicher Verehrung.","dates":"1735","location":"Gewölbe"},"43b951e7-d8bb-5eb9-ba51-a66bdd187d0a":{"name":"Fresko","description":"Den künstlerischen Höhepunkt der Kirche bildet das Fresko der Himmelfahrt Mariens im Chorraum. Die Muttergottes ist von Engeln umgeben und wird im Himmel von Gottvater, Gottsohn und dem Heiligen Geist erwartet. Die Szene wird – typisch barock – von einem Engelskonzert begleitet. Weiter unten sieht man die Aposteln, die das Grab leer finden, aber – gemäß einer Legende – mit Rosen ausgelegt. Vielleicht spielen die kleinen Engel (rechts der Madonna und darunter), die Blumen streuen, darauf an. \nDieses Fresko gilt allgemein als Altomontes Hauptwerk. Kunsthistoriker bezeichnen es sogar als das bedeutendste scheinillusionistische Kunstwerk Österreichs. Aber: es war Francesco Messenta, der die Architekturmalerei ausführte – wie die Säulen in 3D und die Balustraden der Deckenmalerei. Es ist bemerkenswert, wie nahtlos Messenta die reale Architektur mit der gemalten fortsetzte. \nDie gesamte Komposition bezieht sich auf die Figura 47 aus Andrea Pozzos Perspectiva pictorum et architectorum (Perspektive in Architektur und Malerei, vol. II).","dates":"1737-1740","location":"Altarraum"},"43c6d616-3140-55ee-a6e8-3280cf935f70":{"name":"Mariae-Geburt-Altar (Hochaltar)","description":"Der Hochaltar, Schmädels erstes Großwerk, besticht durch seine mittels pompöser Säulenbündel und Engelsbaldachin raumgreifende Architektur, womit im Sinne des barocken Theatrum sacrum die Schaubühne eines heiligen Geschehens architektonisch gerahmt wird. Zusammen mit seiner seltenen vollplastischen Darstellung der Geburt Mariens ist das Rottenbucher Beispiel ganz nach dem Vorbild der theaterhaft-skulpturalen Altäre des Egid Quirin Asam gestaltet.","dates":"1748","location":"Chor"},"43c7760f-9acd-55e7-a98b-8f6732b3c1f1":{"name":"Ribat al-Mansuri","description":""},"43cbeb64-1831-5d57-8e1c-94bcc032067d":{"name":"Maqam Ghanim","description":""},"44195e45-4123-57f5-b7ec-1b6720585b13":{"name":"Sidi-al-Ghadamsi-Ribat (Option)","description":""},"44a99bb7-bb76-55d2-8f38-c2777dd3f714":{"name":"Khan des Emirs Junis an-Nawruzi","description":""},"44e30308-207f-529e-be98-6ae4e62265f6":{"name":"Qanat (arabische Wasserleitung auf dem Gelände der Psychiatrischen Klinik)","description":""},"44f1f594-2aaa-5494-a299-c58ee9d66b02":{"name":"Zisterzienserstift Stams","alternate_name":"Kloster Stams","description":"Das Äußere der Stiftsgebäude in teils etwas gedrungenen Proportionen ist hauptsächlich durch die Baumeisterfamilie Gumpp geprägt. Der langgestreckte Westtrakt, der im Norden in zwei massigen Ecktürmen endet, konstituiert sich aus der Abfolge von Konvent- und Fürstentrakt, als Risalit dazwischen hervortretend der Festsaal des Bernharditrakts. Im Süden anschließend die doppelstöckige säulengegliederte Kirchenfassade. Die langgestreckte, unter Einbeziehung einiger mittelalterlicher Bausubstanz spätbarock umgestaltete Stiftskirche lässt die ursprüngliche Bauform einer querhauslosen, flach gedeckten romanischen Pfeilerbasilika noch ein wenig erahnen. Der barocke Saalraum ist durch querhausartige Kapellenanbauten erweitert. Seinen einheitlichen Charakter verdankt er nicht zuletzt der durchgehenden Stuckausstattung und dem Zyklus großformatiger Deckenbilder.","short_description":"Das Zisterzienserstift Stams, eine spätstaufische Grundung von 1273, ist eines der bedeutendesten Klöster Tirols. Die mittelalterliche Konventsanlage wurde im Barockzeitalter schrittweise durch Neubauten ersetzt, die Klosterkirche schon vor der umfassenden Barockisierung des 18. Jahrhunderts mit bedeutender frühbarocker Ausstattung versehen. Das Erscheinungsbild des Gesamtensembles ist trotz der teils einbezogenen mittelalterlichen Bauteile vom Barockstil süddeutscher und Tiroler Ausprägung bestimmt.","type":"Profanbau (Kloster) \nSakralbau (Stiftskirche)","dates":"1615-1620, 1631-1635, 1692-1724 (Errichtung der Stiftsgebäude); 1729-1732 (Barockisierung der Klosterkirche)","location":"Stams, Tirol, Bezirk Imst","method_for_datation":"Archivalien, Signaturen","bibliography":"Frodl-Kraft, E., Tiroler Barockkirchen, Innsbruck 1955, S. 39f. \nStift Stams/Tirol, 11. Auflage, München, Zürich 1978 (= Schnell, Kleine Kunstführer, Nr. 289). \nZohner, W., Bartholomäus Steinle, Weißenhorn 1993, S. 37-51 \nLebersorg, W., Chronik des Klosters Stams, Innsbruck 2000.","author":"Frank Purrmann","history":"Die Besiedelung des 1273 durch den Grafen von Görz-Tirol gegründeten Stifts erfolgte vom Zisterzienserkloster Kaisheim in Schwaben aus. Die romanische Klosterkirche wurde 1284 geweiht. Im 16. Jahrhundert einige Zerstörungen, die seit dem frühen 17. Jahrhundert behoben bzw. durch Neubauten ersetzt wurden. Einer ersten Neuausstattungsphase der Stiftskirche gehört u. a. der Hochaltar an (1609-1613). Neueinrichtung der Fürstengruft ab 1677. Die umfassende Barockisierung der Stiftskirche erfolgte 1729-1734.","patrons":"Zisterzienserstift Stams","architects":"Abteikirche: \nArchitektur: Georg Anton Gumpp (1682-1754); \nStuck: Franz Xaver Feichtmayr der Ältere (1698-1763); \nDeckenfresken: Johann Georg Wolcker (1700-1766); \nHochaltar: Bartholomäus Steinle (um 1580-1628/29); \nGrabmal der Landesfürsten und Kreuzigungsgruppe: Andreas Thamasch (1639-1697) \nKlostergebäude mit Bernhardisaal: \nArchitektur: Johann Martin Gumpp d. Ä. (1643-1729) und Georg Anton Gumpp (1682-1754);","monument_contact":{"fax":"+43 526 362 425 14","email":"Kontakt über Website möglich: www.stiftstams.at","phone":"+43 526 362 42","address":"A-6422 Stams, Stiftshof 1","institution":"Verwaltung Stift Stams"}},"451de532-a903-5a8c-9c94-39a46adafd1f":{"name":"*Wunderwürdige Überreichung des Gnadenbildes*","description":"Das Fresko zeigt aus der Legende der Klostergründung die Szene wie der Stifter Kaiser Ludwig in Pisa durch einen engelsgleichen Mönch das Gnadenbild erhält.","dates":"1752","location":"Oberhalb des Chorbogens"},"4538f38d-a64f-5f64-ba07-d2b5bab3e669":{"name":"Riesensaal","description":"Bei dem sogenannten “Riesensaal”, dem größten Repräsentationssaal der Hofburg, dessen Namen sich von einem früheren Herkuleszyklus ableitet, handelt es sich neben der Hofkapelle um den zweiten Raum, der dem Gedächtnis von Maria Theresias 1765 verstorbenen Gemahl, Kaiser Franz I. gewidmet ist. Wohl nach dem Vorbild der Großen Galerie in Schloss Schönbrunn gestalteter Festsaal, der die gesamte Breite des Trakts am Rennweg einnimmt und sich über zwei Geschosse und sieben Fensterachsen erstreckt. Sein Ausstattungsprogramm, das sich vor allem in den Fresken manifestiert, ist der Verherrlichung des Haus Habsburg gewidmet. Die Ölbilder an der Wand stellen die Familie des kaiserlichen Paares Franz I. und Maria Theresia dar.","dates":"1766-1776","location":"Trakt am Rennweg (Ostflügel)"},"457887ce-9cfa-56b4-99ad-b065a5f87c3f":{"name":"Sidi-Ali-Ammar-Moschee","description":""},"4627664d-6522-539e-8981-4f06294692e3":{"name":"Maria Immaculata","description":"Die aus weißem Marmor gefertigte Marienstatue auf der Spitze der Annasäule wurde 1958 aus konservatorischen Gründen durch eine Kopie ersetzt. Das Original befindet sich heute in der Stiftskirche Fiecht bei Schwaz als Leihgabe der Tiroler Landesregierung. (Die Figuren des Sockels wurden 2009 ebenfalls durch Kopien ersetzt; die Originale befinden sich nun im ersten Stock des alten Landhauses in Innsbruck).","dates":"1704-1706","location":"Klosterkirche St. Joseph in Fiecht, Seitenaltar (ehemals Standfigur auf der Annasäule)"},"463cde1b-e1cf-57a4-b6f7-1098a9d0f166":{"name":"Madrasa at-Tankizijja","description":""},"4692d873-94e6-59eb-9dc0-1830c1081690":{"name":"Deckenfresko des Festsaals","description":"Das qualitätvolle Deckenfresko zeigt Allegorien der vier Erdteile, wobei an der Vormachtstellung Europas kein Zweifel gelassen wird. Das Thema nimmt klaren Bezug auf das bürgerliche Leben des Auftraggebers, indem im Zentrum des Bildes Merkur mit einem Füllhorn als Gott des Handels steht: Der Handel ist in seiner weltumspannenden Macht gezeigt, der friedlich die europäischen Errungenschaften, von denen Fama kündet, in die Welt trägt. Die genrehafte, betont exotische Ausstaffierung der Figuren korrespondiert mit den Supraporten.","dates":"1767","location":"Festsaal"},"46b1a9f3-2b23-572f-becd-4572b3354cf4":{"name":"Hochaltar und östliche Seitenaltäre","description":"Der Hochaltar ist zusammen mit zwei Nebenaltären als kulissenartige Schauwand über die ganze Breite des flachen Chorschlusses angelegt und bildet damit einen prachtvollen Prospekt und Raumabschluss. Die von Säulen gegliederte Schauwand bezieht die drei Altarbilder sowie zwei große Standfiguren mit ein und wird zudem von einem aufragenden Auszug über dem Hochaltar mit Stuckgloriole der heiligen Dreifaltigkeit überhöht.","dates":"1772/73","location":"Östliche Chorwand"},"46f9b313-46d4-5b97-936c-f381365a2db3":{"name":"Sidi-Bu-Schuwaischa-Moschee","description":""},"4721206d-edec-5f4f-8475-830cfd0d5bb0":{"name":"Kruzifixus","description":"Das im Todesjahr des vor allen für seine Arbeiten in Kloster Stams bekannten Tiroler Bildhauers Andreas Thamasch geschaffene Kreuz gehört dem Typus des „Wund“- oder „Blutheilands“ an und wird auch als „Pestkreuz bezeichnet“. Mit seinem letzten Werk hat Thamasch ein besonders ausdrucksvolles Beispiel dieser Art geschaffen, das ergreifende Antlitz von Pein gezeichnet, der Körper von Wunden übersät.","dates":"1697","location":"Linke Chorwand"},"473330fa-5960-51e1-a666-631b6d56dfc2":{"name":"Langhausfresko","description":"Das große Deckenbild über dem Gemeinderaum steht ganz in der Thematik der Verherrlichung des Glaubens und der Kirche. In der Mitte ein Triumphwagen mit Christus und der Ecclesia im päpstlichen Ornat, gezogen von den vier Evangelistensymbolen bzw. apokalyptischen Wesen, die von Johannes dem Täufer geführt werden. Dazu Symbole der Erlösung (Kreuz, Lamm), des Endes der Zeiten (Chronos) und des Weltgerichts (Gerichtsengel, Buße), die auf die Erfüllung der Heilsgeschichte verweisen. In hell strahlender Farbigkeit schafft Zeiller hier eine Figurenkomposition von großer Plastizität und Eindringlichkeit, die die barocke Bildrhetorik mit Leben erfüllt.","dates":"1774-1776","location":"Langhausgewölbe"},"4741a810-33a7-588d-a74e-9f4b95e2c325":{"name":"Stadtpfarrkirche Gmunden","alternate_name":"Pfarrkirche Jungfrau Maria / Pfarrkirche Erscheinung des Herrn oder Dreikönigskirche","description":"In der Innenstadt steht die aus dem Mittelalter stammende (Pfarr)Kirche auf einer Anhöhe und dominiert von dort seit jeher das Stadtbild von Gmunden. Im 15./16. Jahrhundert hat man sie mit einem Friedhof umgeben. Im 17. und 18. Jahrhundert begann man die Kirche – in Form von Anbauten, Neuausstattungen und Dekorationen – zu barockisieren. Die berühmten Statuen auf den Hochaltar kamen im 17. Jahrhundert dazu, der wenig später erneuert wurde, und man erwarb weitere Kunstwerke und den Taufstein. Eine umfassende Barockisierung fand im 18. Jahrhundert statt. Damals wurden der Turm und die Eingangshalle hinzugefügt und der Innenraum dem Stil der Zeit gemäß ausgestattet. \nAls seltenes Beispiel eines Gotteshauses ist die Kirche nicht EINER heiligen Person oder EINEM historischen religiösen Ereignis gewidmet, sondern zweien: sie wurde im Mittelalter der Jungfrau Maria geweiht und später auch noch der Epiphanie (im 17. Jahrhundert). Das geschah vermutlich in der Zeit, als man für den Hochaltar die prachtvolle Statuengruppe der Anbetung der Könige anfertigen ließ.","short_description":"Die Pfarrkirche wurde, was typisch in Österreich ist, im Mittelalter erbaut und während des Barock erweitert und dekorativ überarbeitet. Dieselbe architektonische Entwicklung durchlief die aufstrebende landesfürstliche Stadt Gmunden, die zunächst aus mächtigen mittelalterlichen Bauten bestand. Im 17. und 18. Jahrhundert fügte man etliche neue Gebäude hinzu oder barockisierte ältere Bauwerke. \nIm 17. Jahrhundert beauftragte man im Zug der Barockisierung der Kirche einen der bekanntesten Bildhauer der Zeit, Statuen für den Hochaltar zu gestalten. Ungefähr vierzig Jahre später fügte ein renommierter Architekt den Turm mit Zwiebelhelm und Laterne hinzu, der wie viele barocke Kirchtürme in Österreich das Wahrzeichen der Stadt wurde.","type":"Religiöse Architektur","dates":"1270 erste urkundliche Erwähnung \nerste Hälfte 14. Jahrhundert Bau der Kirche \nzweite Hälfte 17. Jahrhundert Beginn der Barockisierung (außen und innen) \nerstes Drittel 17. Jahrhundert Muttergottes-Statue \n17\\. Jahrhundert Taufstein \n1678 Statuen Anbetung der Könige \n1679 Hochaltar (um 1860 verändert) \n1685 Anna-Altar \num 1690 Statuen hll Elisabeth und Zacharias \nEnde 17. Jahrhundert Statuen hll Barbara und Margarete \n1713-1718 Errichtung des Turms \n1723 Eingangshalle \nerste Hälfte 18. Jahrhundert Statuen hll Peter und Paul","location":"Gmunden, Hauptstadt des Bezirks Gmunden, Oberösterreich","method_for_datation":"historische Dokumente","bibliography":"Amt der oberösterreichischen Landesregierung, Abteilung Kultur (Hg.), *Die Bildhauerfamilie Zürn (1585-1724)*, Linz: Oberösterreichischer Landesverlag, wahrscheinlich 1979: 113-114. \nGeyrhofer, Gerald, *Stadtpfarrkirche Gmunden am Traunsee, Oberösterreich*, Eigenverlag. Gmunden, s.a. \nGrimschitz, Bruno, *Johann Michael Prunner*, Wien-München: Herold, 1960: 42. \nHeinzl, Brigitte, *Der Bildhauer Thomas Schwanthaler (1634-1707)*, Ried im Innkreis: Moserbauer Druck & Verlag, 2007: 46. \nLoderbauer, Hannes, *Gmunden – Stadtpfarrkirche und Traunsteinkreuz*, Gmundner Buchreihe Band XX. Gmunden, s.a.","author":"Gabriele Liechtenstein","history":"Parallel zur wirtschaftlichen Entwicklung der Region entfaltete sich die Stadt Gmunden seit dem Mittelalter. Es gab eigentlich nur ein Hindernis zu überwinden: man musste die Stadt verkehrstechnisch öffnen. Sie liegt am Nordende des langen und schmalen Traunsees, der von teils steilen Bergen umgeben ist, weswegen es über die Jahrhunderte keine Verbindung zu Land gab. Transporte erfolgten ausschließlich über den See. Unbeeinflusst davon lebten Stadt und Bürger im Wohlstand, da es schon lange den außerordentlich gewinnbringenden (Salz)Abbau gab. \nAls die goldene Ära des Salzhandels endete, nahmen die Bürger einen Richtungswechsel vor – mit dem Entdecken des Salzes als Heilmittel bauten sie einen neuen wirtschaftlichen Zweig auf. Gmunden wurde ein bekanntes Sole-Heilbad und in Folge eine beliebte Sommerfrische der wohlhabenden und aristokratischen Gesellschaft Wiens.","patrons":"Der/die Gründer/Stifter sind unbekannt.","architects":"Architektur: gotische Basilika 14. Jahrhundert: N.N.; Turm: Johann Michael Prunner (1669-1739); Statuen Anbetung der Könige Hochaltar: Thomas Schwanthaler (1634-1707); Anna-Altar, Statuen Anna-Altar, Altarblatt Anna-Altar(?), Statuen hll Elisabeth und Zacharias Hochaltar: Michael Zürn d.J. (1654-1698)","monument_contact":{"fax":"+4376127767030","email":"stadtpfarre.gmunden@dioezese-linz.at","phone":"+43761277670","address":"Kirchenplatz 5, \n4810 Gmunden","institution":"Diözese Linz"}},"474f72cd-3e11-5f76-917f-52659d5f83b8":{"name":"Die Apsiden der Kathedrale","description":""},"475ce502-c96b-5741-bb58-ee8eb89c4993":{"name":"Planung aus der Gründungsurkunde: Hl. Grab mit Schlupfwallfahrt","description":"Die in der Gründungsurkunde überlieferte Planung von Johann Jakob Herkomer sah als Besonderheit ein heiliges Grab in der Unterkirche vor, eine sogenannte “Schlupfwallfahrt“, wie Herkomer sie auch in seiner eigenen Hauskapelle in Sameister gebaut hatte. Der Zugang sollte durch einen niedrigen Durchlass erfolgen. Obgleich Herkomers Ideen in die Urkunde eingegangen sind, wurden sie nicht umgesetzt, vielleicht aus Kostengründen, und durch die einfachere Neuplanung Hafeneggers ersetzt.","dates":"1694","location":"Unterkirche"},"47aeefc2-2cb5-5035-8113-5799de8577ea":{"name":"Hochaltar","description":"Der Hochaltar, ausgeführt vom Tischlermeister Johann Jaufer aus Innsbruck, birgt eine spätgotische Marienstatue. Das barocke Altarwerk bildet den Rahmen zur Inszenierung des älteren Kultbildes und wird damit zum Mittelpunkt der gesamten Bildausstattung der Kirche und des ikonographischen Programms. Das hochziehbare Altarbild mit der Darstellung der Himmelfahrt Mariens stammt von Mölck. Es findet seine Fortsetzung in Deckenfresken mit einem Marienzyklus.","dates":"1763/64","location":"Chor"},"47e317eb-2b14-5fc1-bff7-359b960fbea6":{"name":"Große Moschee","description":""},"47ead057-b077-5eda-9d67-3dd22d929efb":{"name":"Waffenkammer","description":""},"483269b7-dbdb-5903-9179-333113251b69":{"name":"Hochaltar","description":"Der Hochaltar vor der Chorwand im südlichen Kreuzarm mit Säulengliederung in buntfarbigem Stuckmarmor und weiß gefasstem Figurenschmuck ist das Werk eines unbekannten Meisters (die Bildhauerarbeiten werden Gregor Fritz zugeschrieben). Anstelle eines Altarbilds ist hier das verehrte Gnadenbild-Kruzifix eingesetzt, ein Werk des 17. Jahrhunderts.","dates":"Um 1766","location":"Chor (südlicher Kreuzarm)"},"48b6b071-85de-55fb-9ee7-e329b078de0f":{"name":"Wallfahrtskirche Mariae Himmelfahrt auf dem Birkenstein","alternate_name":"Wallfahrtskirche Birkenstein","description":"Das Erdgeschoss der doppelgeschossigen Wallfahrtsanlage bildet ein Sockelbau, der den legendären Birkenstein ummantelt und an den außen, an den Rückwänden rundbogiger Wandnischen, Szenen des Kreuzwegs gemalt sind. Innen bildet ein Andachtsraum für eine Pietà die 13. Station sowie eine Hl.-Grab-Kapelle die 14. Das obere Geschoss ist als Kapellenbau mit steilem Satteldach ausgebildet, auf dem ein Dachreiter mit Zwiebelhaube sitzt. Eine Laube mit breitem Vordach, zu der eine doppelläufige Freitreppe emporführt, umgibt das Heiligtum auf drei Seiten als Witterungsschutz. Volkstümliche Malereien erläutern dessen Außenwänden die Wallfahrtsgeschichte. Das Kapelleninnere ist als Nachbildung des in Loreto (IT) verehrten Geburtshauses Mariens konzipiert, das der Legende nach von Engeln aus Nazareth dorthin gebracht worden sein soll. So gar nicht dem Normalbild einer solchen Loreto-Kapelle entspricht die um 1760 eingebrachte Ausstattung einschließlich der reichen Rokoko-Dekoration. Statt blanker, roter Ziegelwände findet man hier, in sinnfälliger, Maria als Himmelskönigin würdigender Anlehnung an zeitgenössische fürstliche Wohnkabinette, entlang der Seitenwände in vergoldete Schnitzereien eingelassene Votivtafeln und gemalte Aposteldarstellungen sowie davor applizierte Büsten der Hl. Sippe. Vom umlaufenden Gesims blicken Putti auf den Besucher herab. Das Tonnengewölbe ist als blauer Sternenhimmel gestaltet; der typische ovale Rauchabzug gestattet einen Blick die im Himmel stattfindende Krönung Mariens.","short_description":"Aus den vielen marianischen Loreto-Heiligtümern Bayerns sticht dasjenige von Birkenstein heraus, indem in der Rokoko-Epoche der an das legendäre ärmliche Wohnhaus Mariens erinnernde Kapellenraum ihrem Rang als Himmelskönigin gemäß in ein prachtvoll dekoriertes fürstliches Wohnkabinett verwandelt wurde. Dagegen erzählen an den Außenwänden volkstümliche Malereien bildreich vom Kreuzweg Christ und der lokalen Wallfahrtsgeschichte.","type":"Sakralarchitektur","dates":"1710 Kapellenbau \n1760/61 Dekoration des Kapellenraumes","location":"Fischbachau-Birkenstein, Oberbayern","method_for_datation":"Durch Inschriften sowie Wallfahrtschronik.","bibliography":"Demmel, F., *Wallfahrtskapelle Birkenstein* (Peda-Kunstführer 609), Passau, 2005. \nLampl, S., *Birkenstein. Eine benediktinische Wallfahrt in den Bergen*, Valley, 2000. \nGrebmeier, P./Bauer, A., *Wallfahrtskirche Birkenstein bei Fischbachau* (Kleine Kunstführer 85), 8. Auflage, München/Zürich, 1988. \nKratzsch, K., *Landkreis Miesbach* (Denkmäler in Bayern I.15), München/Zürich, 1986, 62-65.","author":"Peter Heinrich Jahn","history":"Seit 1673 stand auf einem Felsstock, dem sogenannten „Stein“, zu Füßen des Breitensteins nahe der Benediktinerpropstei Fischbachau eine kleine Kapelle, in der ein Liebfrauenbild aus der Propsteikirche aufgestellt war. Eine Birkenpflanzung führte zum späteren Namen. Da viele Pilger das Kapellchen besuchten, begann man 1709 mit der Aufzeichnung der Gebetserhöhungen. Gleichzeitig wurde eine Einsiedelei eingerichtet. Aufschwung erhielt die Wallfahrt durch die Erbauung der Loreto-Kapelle im Folgejahr und nochmals um 1760 durch die Ausschmückung des Innenraums im Rokoko-Stil. Die Schlußweihe erfolgte schließlich am 10. August 1786.","patrons":"Rupert Motzl (reg. um 1710) und Heinrich Mayer (reg. 1757-1762), Pröpste der Benediktinerpropstei Fischbachau (Abtei Scheyern)","architects":"Architektur: Johann Mayr d.Ä. (1643-1718); \nSkulpturen im Kapelleninneren: Joseph Götsch (1728-1793), Josef Anton Fröhlich; \nGemälde im Kapelleninneren: Sebastian Troger (um 1745-1792)","monument_contact":{"fax":"(8028) 905964","phone":"(8028) 830","address":"Kapellenweg 10, 83730 Fischbachau","institution":"Wallfahrtskuratie Birkenstein der Armen Schulschwestern (Erzbistum München und Freising)"}},"48d6ab89-fd69-5029-ab77-89ea887fd268":{"name":"Fassade","description":"Die fünfachsige Seitenfront mit Fensterachsen in unregelmäßigen Abständen hat nur in der Mitte einen polygonalen Erker. Den horizontalen Abschluss bildet hier ein Traufgesims. Der Stuck, der die Fensterrahmungen umspielt, hat etwas mehr Platz, sich zu entfalten als an der Hauptfassade. Die architektonischen Formen des Dekors wie Fenstergesimse treten gegenüber dem scheinbar frei wuchernden Ornament in den Hintergrund.","dates":"Um 1730","location":"Ehemaliger Unterer Stadtplatz"},"4915920f-c149-5bb8-b543-acd8d9c54f1d":{"name":"Große Moschee","description":""},"49452cc2-4bf8-564b-97dd-c203dc3c0185":{"name":"Evangelisch-lutherische Pfarrkirche Heilig Kreuz","alternate_name":"Evangelische Heilig-Kreuz-Kirche","description":"Die Heilig-Kreuz-Kirche liegt unmittelbar neben der älteren und auch größeren katholischen Kirche gleichen Patroziniums. Als Symbol der Koexistenz beider Konfessionen mag es gesehen werden, daß sich trotz des Größenunterschieds beide Gotteshäuser aufgrund des jeweiligen Zwiebelturms stilistisch auf das Beste zusammenfügen. Bei der protestantischen Pfarrkirche wächst dieser sechseckig aus dem mächtigen Volutengiebel der ansonsten wenig geschmückten hausartigen Fassade hervor, wodurch dieser ein wenig Plastizität verliehen wird. Der verzogene Grundriss ist ein nötiges Zugeständnis an das zur Verfügung stehende annähernd dreieckige Grundstück. Für die protestantische Sakralarchitektur typisch ist die umlaufende Reihe hoher Rundbogenfenster, die einem architektonisch schlicht gehaltenen Saalraum Licht geben. In diesem verläuft entlang der Fassaden- und der linken Seitenwand eine dafür ebenso typische Holzempore. Ungewöhnlich ist die reiche, aus Stiftungen wohlhabender Gemeindemitglieder entstandene Gemäldesammlung, die galerieartig an den Wänden gehängt ist. Sie mag als Zugeständnis an die Konkurrenzfähigkeit mit den prunkvollen katholischen Kirchenausstattungen gewertet werden.","short_description":"Wie für die protestantische Sakralarchitektur typisch ist auch diese bedeutende städtische Pfarrkirche ein Saalbau mit hohen Fenstern. Außergewöhnlich dagegen ist die reiche Innenausstattung, die vor allem mit einer umfangreichen Gemäldegalerie, aber auch mit einer prächtigen Chorausstattung im Stil des Régence und Rokoko aufwartet. Die Kanzel flankieren monumentale Gemälde des bedeutenden Augsburger Barockmalers Johann Heinrich Schönfeld.","type":"Sakralbau (Pfarrkirche)","dates":"1652/53 Erbauung \n1730 Dekoration des Chorgewölbes \n1748 Erneuerung der Orgelempore im Chor \n1762/67 Erneuerung von Altarmensa und Kanzel","location":"Augsburg, Bayerisch-Schwaben","method_for_datation":"Urkundlich belegt; Gemälde beidseits der Kanzel “1665” signiert.","bibliography":"Hagen, B. von/Wegener-Hüssen, A., *Stadt Augsburg* (Denkmäler in Bayern VII.83), München, 1994, 226-230. \nEvangelisch-Lutherisches Pfarramt Heilig-Kreuz, Augsburg (Hg.), Die evangelische Heilig-Kreuz-Kirche in Augsburg. Eine Lutherstätte, Augsburg, 1981. \nPèe, H., Johann Heinrich Schönfeld. Die Gemälde (Jahresgabe 1969 des Deutschen Vereins für Kunstwissenschaft), Berlin, 1971, 51-52, 164-166.","author":"Hans Christian Hönes","history":"Augsburg zählt zu den Zentralorten des lutherisch reformierten Bekenntnisses. Schon früh konnte sich die Reformation in der reichen bürgerlichen Stadt etablieren. 1530 wurde auf dem Reichstag in Augsburg die „Confessio Augustana“ von den lutherischen Reichsständen an Kaiser Karl V. übergeben und 1555 mit dem Augsburger Religionsfrieden deren Gleichberechtigung mit der katholischen Kirche im Reich besiegelt, doch nur in der Stadt Augsburg existierten beide Konfessionen in einzigartiger Parallelität – nur hier war eine protestantische Pfarrkirche wie die Heilig-Kreuz-Kirche in unmittelbarer Nachbarschaft zu katholischen Gotteshäusern möglich. Letztere wurde 1652/53 an Stelle der 1630 abgerissenen Ottmarskapelle nach Plänen des Kistlers Johann Jakob Kraus erbaut.","patrons":"Magister Thomas Hopfer (amtiert 1649-1661), Magister Andreas Degmair (amtiert 1729-1735), Magister Jakob Brucker (amtiert 1744-1757), Matthäus Friedrich Degmair (amtiert 1757-1765), jeweils Pastoren zu Heilig Kreuz","architects":"Architektur: Johann Jakob Kraus (1611-1672); \nGemälde beidseits der Kanzel: Johann Heinrich Schönfeld (1609-1684); \nChorfresko: Johann Georg Bergmüller (1688-1762); \nEntwürfe zu Kanzel und Altarmensa: Johann Esaias Nilson (1721-1728); \nAusführung von Kanzel und Altarmensa: Ignaz Wilhelm Verhelst (1729-1792)","monument_contact":{"fax":"+49 (0)82 15 18 55 8","email":"pfarramt.heiligkreuz.a@elkb.de","phone":"+49 (0)82 15 18 55 3","address":"Heilig-Kreuz-Straße 7, \n86152 Augsburg","institution":"Evangelisch-lutherisches Pfarramt Heilig-Kreuz (Evangelisch-lutherische Landeskirche Bayern)"}},"49487833-296d-5d3d-8946-6b6a490014c9":{"name":"Al-Ghariba-Synagoge","description":""},"49f2b9ac-02d2-5d5a-b795-331d46920de1":{"name":"Altar des Hl. Kajetan","description":"Der Altar ist dem Ordensgründer St. Kajetan gewidmet und birgt ein Hauptwerk der deutschen Barockmalerei.","dates":"Altarblatt: 1670","location":"linkes Querhaus"},"4a57faf0-598d-578a-ae25-67d5b5d35328":{"name":"Kanzel","description":"Der Kanzel mit feingliedrigem Rocailleschmuck kommt, ihrer Rolle im lutherischen Ritus entsprechend, ein herausgehobener Platz mittig an der Längswand gegenüber der Empore zu. Über ihr erhebt sich ein lebensgroßes Holzkruzifix; zu ihren Seiten komplettieren zwei monumentale Gemälde von Johann Heinrich Schönfeld zu Kreuztragung und Kreuzabnahme Christi die christologisch ausgerichtete Gesamtanlage.","dates":"1660 Kruzifix \n1665 Gemälde \n1762 Kanzel","location":"rechte Seitenwand"},"4b13da99-6999-503a-b4bc-3a583fb6e0dc":{"name":"Kreuzaltar","description":"Der dreiteilige Kreuzaltar verkörpert das Wallfahrtsheiligtum. Prunknischen aus Stuckmarmor an den Kanten des Chorbogens bergen die Assistenzfiguren des mittig aufgestellten Kruzifixes, die wundertätige Schmerzensmutter links und den hl. Johannes rechts. Die vergoldeten Rocaille-Elemente sowie zahlreiche unterschiedlich sich gebärdende Putti gelten als Meisterwerke Üblhers.","dates":"1756-58","location":"Chor und Chorbogen"},"4b343641-967a-5913-8510-1b8a0373418f":{"name":"Westliches Fort","description":""},"4b8ffd8e-ec58-5468-9e97-3c950ff7e6c9":{"name":"Moscheelampe.","description":"Gläserene Moscheelampen mit Emaildekor wurden hauptsächlich in mamlukischer Zeit in Syrien oder Ägypten hergestellt. Sie waren Auftragsarbeiten und gelangten als Stiftungen mamlukischer Sultane in Kairener Moscheen. Die bekannteste Berliner Moscheelampe ist aus honigfarbenem Glas mit umgekehrt kelchförmigen Fuß und bauchigem Körper, der über einer Einziehung in einen hohen konischen Hals übergeht. Auf dem Körper sind sechs angelegte Ösen in schildförmig ausgesparten Flächen angedrückt. Mit ihnen hing die Lampe an Ketten von der Decke herab. Ein zusätzlich hineingehängtes trichterförmiges Öllämpchen gab das Licht. Der Dekor besteht aus zwei Schriftfriesen und kleinteiliger Blumenmalerei, die durch das Motiv der Lotusblüte fernöstlichen Einfluss erkennen lässt. Der Inschriftfries auf dem Körper ist in Gold auf blauem Grund ausgeführt. Er nennt den Namen des mehrfach regierenden Mamlukensultans an-Nasir Muhammad (reg. 698-708/1299-1309 und 709-741/1310-1341). Die Lampe könnte als Auftragsarbeit für eine Moschee oder eine Schule mit Mausoleum hergestellt worden sein. Sowohl 704/1304 als auch zwischen 718-736/1318-35 liess er solche Bauten in Kairo errichten. Die Inschrift in Blau auf einer Ranke mit spiraligen Einrollungen und ursprünglich goldenem Grund hat den für eine Moscheelampen besonders geeigneten Lichtvers aus dem Koran (Sure 24, Vers 35) zum Thema. Beide Inschriften sind in der für die Mamlukenzeit charakteristischen Thuluth-Schrift geschrieben.","short_description":"Glaslampen wurde für Moscheen, Schreine und Mausoleen gemacht. Der innere Behälter fasste das Öl und der Docht. Der Inschrift auf dem Boden Lampe nach wurde sie im Namen des Mamluken-Sultans al-Nasir Muhammad gemacht. Sie ist mit dem Lichtvers des Koran verziert (XXIV: 35).","holder":"Museum für Islamische Kunst","initial_owner":"Graf F. von Pourtalès, St. Petersburg.","dates":"1. Hälfte 7./ 1. Hälfte 14. Jh.","location":"Berlin","dimensions":"Höhe 34 cm Durchmesser 24,8 cm.","method_for_datation":"In mamlukischer Zeit wurde eine Vielzahl von gläsernen Moscheelampen hergestellt. Diese nennt den Namen des Sultans an-Nasir Muhammad, der im 8. Jh. H./14. Jh. n. Chr. regierte.","method_for_provenance":"Die Moscheelampe wurden wahrscheinlich sowohl in Syrien als auch in Ägypten hergestellt. Eine genaue Zuweisung ist noch nicht möglich.","provenance":"Ägypten oder Syrien.","obtention":"1913 als Geschenk von Graf F. Pourtalès.","bibliography":"Lamm, C.J., Mittelalterliche Gläser und Steinschnittarbeiten aus dem Nahen Osten. Berlin 1929/30, 434 Nr. 27 Taf. 190 Nr. 10. \n \nKat. Museum für Islamische Kunst 1972/1979, Nr.13. \n \nCarboni, S. and Whitehouse, D. Glass of the Sultans, The Metropolitan Museum of Art, New York, 2001, 199-273.","author":"Jens Kröger","linkcatalogs":"IAM_EG_EN_001"},"4bdace62-bc43-503d-9780-29b787d8dbe1":{"name":"Spiegelsaal","description":"Der Spiegelsaal als Zentrum der Amalienburg diente der Hofgesellschaft zu Bällen, Konzerten oder zur Entspannung nach der Jagd. Im kreisrunden Raum wurden die Wandflächen zwischen den Fenstern mit Spiegeln verkleidet. Das Zusammenspiel von echten und sich spiegelnden Fenstern löst die Wandflächen förmlich auf, so dass die Grenzen zwischen Innen und Außen zerfließen. Fenster und Spiegel sind mit elaboriertem Dekor im späten Régence-Stil und versilberten Schnitzereien umrahmt. Zimmermanns kapriziöser Deckenstuck mit Bäumen, Putten, Götterfiguren und Vögeln wandelt die Decke förmlich in eine paradiesische Gartenlandschaft um und verband so den Innenraum thematisch mit dem die Amalienburg einst umgebenden Ziergärten.","dates":"1735-1737","location":"zentraler Festsaal"},"4cff674a-5737-5495-a700-496faacc7750":{"name":"Reihengebetsteppich (Fragment).","description":"Das Teppichfragment ist der erhaltene Teil eines ursprünglich wesentlich größeren Reihengebetsteppichs. Auf dem Teppich ist ein Folge von sechs unterschiedliche breiten roten Nischen zu sehen, die von dunkelblauen Bogenfeldern nach oben abgeschlossen werden. An der linken Seite ist die sechste Nische nur als Halbnische vorhanden, weil der Teppich hier einen Schnitt aufweist und die Bordüre angesetzt ist. Die Nischen werden durch feine grünen Linien abgesetzt, die nach unten als Säulenersatz verstanden können. Die schmale Bordüre des Teppichs besteht aus einem zweifachen reziproken Zinnensystem. Einerseits wechseln auf dem inneren Bordürenstreifen hellblaue mit gelben Zinnen, andererseits zeigt der breite, nicht vollständig erhaltene Bordürenstreifen den Wechsel von Gelb und Blau. Der Teppich mit seiner sehr klaren Form- und Farbgebung entspricht dem osmanischen Verständnis von dekorativer Kunst und ihrer Systematik. Er ist durch seine Schlichtheit kein Stück mit einer sehr dichten Dekoration wie es bei den meisten anderen bekannten Reihengebetsteppichen der Fall ist, aber auch dieser einfache Typ folgt den systematischen Konstruktionsprinzipien von geordneter Flächenfüllung, wie er in der osmanischen Kunst seit dem 15. Jahrhundert wiederholt vorkommt. Dem Geschmack des Mitteleuropäers kommt er wegen seiner Schlichheit, den kräftigen Farben und der damit verbundenen großen Ausdruckskraft sehr entgegen. Auf Reihengebetsteppichen beteten Gläubige parallel zu Quiblawand in der Moschee. Allerdings war die Nischenreihung nur ein allgemeiner Hinweis auf die Funktion des Reihengebetsteppichs, denn grundsätzlich dient jeder saubere Untergrund als Unterlage beim Beten. Wie die Schmalheit der einzelenen Nischen bei diesem Teppich schon andeutet, war für einen Betenden mehr Platz erforderlich.","short_description":"Dieser Teppich mit einem Muster aus mehreren Nischen ist Teil eines ursprünglich viel größeren Objekts. Er war vermutlich zum Gebrauch in einer Moschee bestimmt. Die Besonderheit diese Exemplars liegt darin, dass es nicht die üblichen komplizierten Muster zeigt, sondern durch seine intensiven Farben hervorsticht.","holder":"Museum für Islamische Kunst","initial_owner":"Sammlung O. Bernheimer, München.","dates":"11. H. / 17. Jh.","location":"Berlin","dimensions":"Länge 128 cm Breite 329 cm.","method_for_datation":"Der Teppich läßt sich auf Grund der Muster, der Farben und der Knüpftechnik in das 17. Jh. datieren.","method_for_provenance":"Der Teppich gehört zu einer Gruppe von osmanischen Teppichen, die als Ushak-Gruppe bezeichnet wird.","provenance":"Türkei, Westtürkei, Gebiet von Uschak.","obtention":"1961 Erwerbung aus der Sammlung O. Bernheimer, München.","bibliography":"Arseven, C. E., Les Arts Décoratifs Turcs. Istanbul, 1952. \n \nErdmann, K., Siebenhundert Jahre Orientteppich. Herford, 1966, 108, Taf. IX. \n \nKat. Museum für Islamische Kunst Berlin, Berlin 1979, Nr. 4. \n \nKat. Weltkulturen und moderne Kunst, München, 1972, 99-100, Nr. 291. \n \nSpuhler, F. Die Orientteppiche im Museum für Islamische Kunst Berlin, Berlin, 1987, Nr. 18 Taf. 18.","author":"Annette Hagedorn","linkcatalogs":"IAM_TR_EN_001"},"4e21d747-872b-5b6e-941c-e4be1506d6b9":{"name":"Kanzel","description":"Von Putti als Abgesandte der Himmlischen Heerscharen bevölkerte Ornamentgebilde umwuchern den Kanzelfuß und türmen sich auf dem Schalldeckel. Die alttestamentarischen Gesetzestafeln verweisen auf Gottes Wort, Symbole der vier lateinischen Kirchenväter auf dessen theologische Ausdeutung und ein auf einem Fisch reitender Knabe auf die getaufte Seele als Empfänger der durch die Predigt vermittelten Heilsbotschaften.","dates":"um 1753/54","location":"Laienkirche, Pfeilerpaar links des Chores"},"4e5a501b-ee04-55c2-8b08-adb3dbe5d8bc":{"name":"Al-Attarin-Kaserne","description":""},"4ec510b3-7217-5a6d-bb39-a096d2f2513c":{"name":"Goldenes Tor (Bab ar-Rahma und Bab at-Tawba)","description":""},"4f678cf6-4609-5ce6-b0fb-79520b8b7bb1":{"name":"Kasbaviertel","description":""},"4fa9f786-cb2b-50f5-adc6-97d7af192089":{"name":"Seitenaltar","description":"Die drei Altäre wurden 1770 als Ensemble von einem unbekannten Meister geschaffen. Der rechte Seitenaltar ist ganz jesuitischen Heiligen gewidmet: Das Altarbild, geschaffen 1778 von dem Bozener Maler Carl Henrici, stellt den Tod des hl. Franz Xaver dar (korrespondierend mit dem Freskenzyklus), die Statuen zeigen Ignatius von Loyola und Aloisius von Gonzaga, die bedeutendsten der Heiligen des Ordens.","dates":"1770/78","location":"Südöstlicher Wandabschnitt der Rotunde des Gemeinderaums."},"4fb258af-9fed-50d6-bfc4-da833a1c858a":{"name":"Deckenfresken","description":"Die ausdruckstarken Deckenfresken in der Schutzengelkapelle (früher Propst-Sakristei) schuf Wolfgang Andreas Heindl, der damals bekannter war als Bartolomeo Altomonte. In Bezug auf die gemalte Architektur orientierte sich Heindl wie die meisten Maler an Andrea Pozzos Werk über die Perspektive (so wie auch Altomonte und Francesco Messenta). Er entwickelte diese Kunst weiter und malte perspektivische Räume, die er kompliziert hintereinander verschachtelte, wie man auch auf einigen der Gemälde sehen kann. In der ehemaligen Propst-Sakristei zeigen die Fresken die Opferung Isaaks und die Einweihung des Tempels durch König Salomon. \nGegenüber der Kapelle befindet sich die heutige Sakristei, früher die Sakristei der Chorherren. Die Deckenfresken, die den Hohepriester zeigen, der David die heiligen Schaubrote für den Empfang reicht und das Osterlamm-Essen der Israeliten beim Auszug aus Ägypten, stammen ebenfalls von Wolfgang Andreas Heindl. Alle Fresken in beiden Räumen sind von feinen Stuckornamenten umgeben.","dates":"1734","location":"Schutzengelkapelle und Sakristei"},"508b27da-7a9f-5873-ada4-84577d8f0a2d":{"name":"Hammam","description":""},"50b2d233-8179-54ab-9a65-4f12378d21af":{"name":"Landtagssaal","description":"Der über anderthalb Stockwerke reichende Mittelsaal des zweiten Stockwerkes ist als Sitzungssaal des Landtages als der repräsentative Höhepunkt der Innenräume des Landhauses konzipiert. Nach dem Vorbild italienischer Galerien wurde der Festsaal statt im ersten im zweiten Stockwerk eingerichtet, was auch in süddeutschen Profanbauten des Frühbarock anzutreffen ist, wie dem Augsburger Rathaus. Die erstrangige Ausstattung folgt der Idee der politischen Selbstdarstellung des Landes und seiner Regierung. Statuen von Fürsten und Regenten, Nikolaus Moll zugeschrieben, zeigen Herrscher und Regenten Tirols, die Fresken von Cosmas Damian Asam bringen das Land und seine Geschichte mit biblischen Szenen in Verbindung und stellen es unter den Schutz der göttlichen Vorsehung. Die Putten von Ingenuin Lechleitner weisen die Symbole der Stände vor.","dates":"1725-1734","location":"Mitte des zweiten Stockwerks im Haupttrakt"},"5103c1d7-7cdc-5cd7-a8b3-15573cb52a74":{"name":"Inneres","description":"Das Innere des Baus überrascht gegenüber dem schlichten Äußeren durch den Anspruch von Architektur und Ausstattung und einen prachtvollen Prospekt, in dessen Zentrum der Hochaltar steht. Am Übergang des etwas breiteren Langhauses zum Chor bilden zwei eingerückte Wandpfeiler den Rahmen für den Blick gegen den Altar. Davor leiten gerundete Nischen, die von Gewölbegurten überfangen werden und die Nebenaltären bergen, vom Langhaus zum Chor über. Chor und Nischen ergeben somit eine Trias ergeben, als deren Höhepunkt der Hochaltar mit dem Notburga-Schrein wie eine übergroße Monstranz inszeniert wird.","dates":"1736-38","location":"Blick vom Langhaus in den Chor"},"51825b00-8f84-562a-b7e8-b42388683b61":{"name":"Zawija al-Maghariba und Josephsgrab","description":""},"5186d753-d157-5091-a225-de81ff943aaa":{"name":"Lienzer Klause","description":"Die Klause ist als ein die alte Poststrasse sperrender Wehrbau an der engsten Stelle des Drautals, dem Ende des Pustertals, errichtet worden und bildete hier ursprünglich die Grenze zwischen der Grafschaft Pustertal und dem Lungau. Die mittelalterliche Burganlage genügte in der frühen Neuzeit nicht mehr den Anforderungen für Wehrbauten und wurde daher kontinuierlich ausgebaut. In der Zeit um 1600 wurden vor allem die westlichen Werke durch vorgeschobene, von tiefen Gräben umgebene Bastionen erheblich verstärkt. Die Mauern reichten früher bis an das Ufer der Drau und verriegelten so das ganze Tal.","short_description":"Die auf das hohe Mittelalter zurückgehende Klause ist eine der bedeutendsten Festungsanlagen Tirols. Sie liegt an der alten Poststraße am linken Ufer der Drau und schließt das Pustertal nach Osten hin ab. Von den weitgehenden Umgestaltungen der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts sind noch heute markante Bauteile erhalten – seltene Beispiele für die Tiroler Festungsarchitektur der Barockzeit, geplant und ausgeführt von Mitgliedern der Innsbrucker Baumeisterfamilie Gumpp.","type":"Profanbau (Festungsanlage)","dates":"Hohes Mittelalter (Gründung), barocker Umbau ca. 1666","location":"Leisach, Tirol, Bezirk Lienz","method_for_datation":"Archivalien","bibliography":"Pizzinini, M., Osttirol, Salzburg 1974, S. 176 \nKrapf, M., Die Baumeister Gumpp. Wien, München 1979, Kat. Nr. 36 \nPinzer, B. und E., Burgen, Schlösser, Ruinen in Nord- und Osttirol. Innsbruck 1996, S. 202f.","author":"Frank Purrmann","history":"Die ersten Erwähnungen der Klause fallen in die Mitte des 13. Jahrhunderts. Die Bischöfe von Brixen ließen sie und die Burg Neuenburg als Wehrbauten im Kampf gegen die Grafen von Görz errichten. Dennoch fielen beide Burgen später an die Grafen, die die Klause als Binnenfestung ihres Territoriums weiter ausbauten, im Zuge der Verteidigung gegenüber den Osmanen. Diese Bedrohung wurde 1661 nach Beendigung des Waffenstillstands akut. Die Baumeister Christoph und Elias Gumpp formten die Klause 1664/65 nach italienischem Vorbild um, was neuen Waffen- und Belagerungstechniken Rechnung trug. Um 1670 weitere Verstärkung und Reparaturen unter Johann Martin Gumpp d. Ä. (1643-1729). Mit dem Schwinden der Türkengefahr verlor der Bau seinen Zweck. 1782 Auflassung und Verkauf. Trotz Verfalls erlangte die Burg im Tiroler Volksaufstand 1809 noch einmal Bedeutung, als es dem österreichischen Landsturm gelang, dort die Franzosen aufzuhalten. Die Sperrmauern bis zur Drau wurden beim Bau der Pustertalbahn abgetragen. Renovierungsarbeiten seit den 1970er Jahren unter privater Ägide.","patrons":"Grafen von Görz","architects":"Architekten: Christoph Gumpp d. J. (1600-1672) und Elias Gumpp (1609-1676) \nWeitere Baumaßnahmen: Johann Martin Gumpp d. Ä. (1643-1729)","monument_contact":{"phone":"+43 485 265 353","address":"Burgfrieden 6, \nA-9900 Leisach","institution":"Anton Huber (privater Besitzer), Burgfrieden 4, A-9900 Leisach"}},"5192e45b-8f0a-579c-8621-8835ab5c086e":{"name":"Fresken Chor und Vorchor, Altargemälde","description":"Wie in einem Zisterzienser-Kloster üblich, drehen sich die meisten Fresken und Gemälde um das Thema der Verehrung Mariens mit ihr in der Mitte des Kunstwerks. In Wilhering streben ihr die Figuren auf der rechteckigen Decke in stufenweise angeordneten Gruppen entgegen, in der Kuppel der Engelszeller Kirche umgeben sie die im Zentrum befindliche Muttergottes in einem Kreis. Damit spielte Altomonte wohl auf ein früheres Fresko von ihm selbst an, das sich in einer Kuppel des Spitaler Doms befindet. Der illusionistisch gestaltete Sockel leitet von der Architektur über eine Balustrade zur Szene im Himmel über. Während in Wilhering das Fresko von Stuck gerahmt ist, erstreckt sich das Deckengemälde in Engelszell über die gesamte Deckenfläche. \nEngelszell ist ein gutes Beispiel dafür, wie ein überbeschäftigter Künstler wie Bartolomeo Altomonte die Menge seiner Aufträge ausführte. Für das Schutzengel-Bild auf einem Seitenaltar übernahm er das Arrangement seines Vaters Martino für das gleichnamige Gemälde auf einem Seitenaltar in Wilhering. Interessanterweise gibt es noch eine dritte und spätere Version dieses Bilds, das sich in einer Kapelle der ehemaligen Stiftskirche in Spital am Pyhrn befindet. Martino Altomonte hatte für Wilhering auch einen Tod des heiligen Joseph gemalt, dessen Komposition Bartolomeo in Engelszell in einer leichten Variation spiegelbildlich-verkehrt verwendete. Da sein Vater Martino Bartolomeos Lehrer und Vorbild war, folgte er ihm auch im Entwurf der Himmelfahrt Mariens auf dem Hauptaltar. Als seinen persönlichen Stempel fügte Bartolomeo links eine schlanke Pyramide hinzu. Sie scheint sein Markenzeichen gewesen zu sein, da man sie auch in seinem riesigen Himmelfahrts-Fresko in Spital am Pyhrn, in einem Gemälde in St Florian, in der Hagenberger Pfarrkirche und in anderen Werken wiederfindet.","dates":"1759-1762: Altargemälde und Fresken","location":"In der Kuppel und in den Pendentifs, auf den Altären"},"520ddfe6-71e4-5936-a46f-e056fce8bf2b":{"name":"Dar Lasram","description":""},"52383801-0cd8-5000-8d48-ffc62ed390a0":{"name":"St. Michael stürzt die gefallenen Engel und Marienkrönung","description":"Das Hauptfresko thematisiert als gegenreformatorische katholische Glaubenspropaganda in Anknüpfung an die Bildwelt der Münchner Jesuitenkirche St. Michael den siegreichen Kampf des Erzengels Michael mit den abtrünnigen Engeln, welche unverhohlen den Protestantismus symbolisieren. Gekrönt von der Trinität überwacht Maria als Engelskönigin das Geschehen, um das herum marianische Symbole angeordnet sind.","dates":"1628/29","location":"Gewölbe des Langhauses"},"52695dff-22d7-5704-a0bd-0e93254cc6ef":{"name":"Dom (Santa Maria la Nuova)","description":""},"52a775fc-69c1-5e13-ba25-65aeb14918dd":{"name":"Dom zu St. Jakob","alternate_name":"Stadtpfarrkirche; Dom (Kathedrale)","description":"Die Kirche ist als kreuzförmiger Längsbau mit einer Abfolge von vier von Flachkuppeln überwölbten Raumeinheiten angelegt. Auf das Langhaus mit zwei querovalen Kuppeljochen folgt die ebenfalls querovale Vierung, an die seitlich querhausartige Konchen angehängt sind. Der Chor hingegen ist quadratisch. Der Raumeindruck ist wesentlich durch die Reihung der Kuppeljoche in venezianischer Tradition geprägt. Kräftige Wandpfeiler bilden das Tragegerüst und bestimmen die Wirkung des Raumprospekts, in dessen Zentrum der Hochaltar mit dem Gnadenbild der Mariahilf steht.","short_description":"Die Innsbrucker St.-Jakobskirche gilt als der erste Großbau Tirols im voll entwickelten hochbarocken Stil. Sie ist ein Ableger der Füssener Bauschule. Als Alterswerk von Johann Jakob Herkomer konzipiert, wurde der Kirchenbau von Johann Georg Fischer, seinem Schüler, mit neuem spätbarocken Formengut angereichert (erkennbar z. B. an Fenster- und Gewölbeformen). Mit den Brüdern Asam wurde auch die Ausstattung durch Fresken und Stuck in zeitgemäßen Formen auf höchstem Niveau ausgeführt.","type":"Sakralbau (Pfarrkirche)","dates":"1717-1732","location":"Innsbruck, Tirol","method_for_datation":"Archivalien","bibliography":"Dussler, H., Der Allgäuer Barockbaumeister Johann Jakob Herkomer, Kempten 1956 \nWeingartner, J., Die St. Jakobskirche zu Innsbruck, 2. Auflage, München 1956 (= Schnell und Steiner Kunstführer Nr. 287) \nSauermost, H. J., Der Allgäuer Barockbaumeister Johann Georg Fischer, Augsburg 1969, S. 27-44 \nBushart, B., Rupprecht, B., Cosmas Damian Asam 1686-1739. Leben und Werk, , München 1986, S. 223-26 \nRupprecht, B., Die Brüder Asam. Sinn und Sinnlichkeit im bayerischen Barock, 3. Aufl., Regensburg 1987, S. 124-27","author":"Frank Purrmann","history":"Schon vor der Gründung von Innsbruck 1180 bestand wohl eine erste St.-Jakobs-Kirche. Der direkte Vorgänger des heutigen Baus stammte im Wesentlichen aus dem hohen Mittelalter. Schwere Schäden bei Erdbeben machten einen Neubau nötig, der vom Landesgubernator Karl Philipp von der Pfalz unterstützt wurde. Als Architekt wurde der Allgäuer Baumeister Herkomer berufen. Der Bau wurde in seinem Todesjahr 1717 begonnen und von seinem Schüler Fischer bis 1722 vollendet. Stuck und Fresken wurden durch die Brüder Asam 1722/23 ausgeführt, die Weihe fand am 9. September 1724 statt, Altäre und die weitere Ausstattung kamen erst 1725-32 hinzu. Bombenschäden 1944, Wiederherstellung 1949-52. Zur Kathedrale 1964 erhoben.","patrons":"Propstei St. Jakob; Landesgubernator Karl Philipp von der Pfalz","architects":"Architektur: Johann Jakob Herkomer (1648-1717); Johann Georg Fischer (1673-1747); \nStuck: Egid Quirin Asam (1692-1750); \nAltarbauer: Christoph und Theodor Benedetti; \nBildhauer: Dominikus Molnig (1691-1761); \nFresken: Cosmas Damian Asam (1686-1739); \nMaler: Josef Schöpf (1745-1822); J. G. Grasmair (1691-1751); Egid Schor (1627-1701)","monument_contact":{"fax":"+43 512 258 390 217","email":"dompfarre.innsbruck@dibk.at","phone":"+43 512 583 902","address":"Domplatz 6, \nA-6020 – Innsbruck","institution":"Dompfarre St. Jakob"}},"52d0d209-8ecc-50b5-a543-407c2453af21":{"name":"Ribat","description":""},"530f92d7-28b1-5d2b-a2fa-26fbedb036ab":{"name":"Ansicht von Stiftsgebäuden und Kirche","description":"Wiewohl die Fassaden des Stifts und der Kirche aus der ersten Bauphase stammen, sind sie doch wesentlich von der Stukkierung aus dem Ende des 17. Jahrhunderts geprägt. Immerhin dürfte das Kirchenportal noch zu der urkundlichen belegten Erstausstattung des Alexander Colin gehören. Die dreiachsige Kirchenfassade mit ionischer Kolossalordnung wird von einem geschweiften und getreppten Giebel bekrönt, der sich im Wesentlichen aus drei mächtigen Figurennischen zusammenfügt.","dates":"1567-1570 (Architektur) und 1691-1692 (Fassadenstuck)","location":"Stiftsplatz, südöstliche Ecke"},"53461b3e-3bd7-5e18-bcea-7bbcbbc2c35e":{"name":"Suqs","description":""},"5356a6b6-e734-542a-9ab6-73a3c0d9aadd":{"name":"Leben Johannes des Täufers","description":"Auf einer Fläche von über 160 Quadratmeter erstreckt sich Johann Baptist Baaders Deckenfresko im Kirchenschiff. Eine Landschaftsszenerie vorne und eine Architekturkulisse hinten umfangen eindrucksvoll und zugleich strukturierend die Darstellungen aus dem Leben Johannes des Täufers. Im Sinne aufklärerischen Gedankengutes wird hier zu Gunsten von Historienthemen auf Allegorien verzichtet. Bei der Gestaltung der gewaltigen Scheinarchitektur wurde Baader sichtlich vom Stil der Kuppelfresken Andrea Pozzos inspiriert, die ihm sein Augsburger Lehrer Johann Georg Bergmüller vermittelte. Zudem verdeutlichen einige der Staffagefiguren, wie Baader während eines mehrjährigen Italienaufenthaltes in hohem Maße durch die neapolitanische Deckenmalerei beeinflusst wurde.","dates":"1758/59","location":"Decke des Kirchenschiffs"},"535dd005-986e-56bc-8767-b42ad5c5bcc1":{"name":"Grabkapelle und Gruft Innenausstattung","description":"Interessanterweise wurde Johann Bernhard Fischer von Erlachs erster Entwurf für die Kuppel – ein Fresko über die gesamte Fläche – kritisiert und abgelehnt. Die Inspiration mag von Andrea Pozzo gekommen sein. Er arbeitete damals am Deckengemälde in San Ignazio, der zweiten Jesuitenkirche in Rom, von wo Fischer kam. Fischers zweiter Entwurf zeigt eine unterteilte Deckenfläche: siebzehn kleine Fresken, die von reicher Stuckdekoration umrahmt werden. Matthias Echter malte die Fresken, auf denen Kaiser Ferdinands II Tugenden und katholischen Taten symbolisch dargestellt sind. Marx Schokotnigg schuf die Stuckfiguren in den Nischen, Joseph Antonio Serenio die Stuckarbeiten. \nVeit Königer entwarf das Heilige Grab mit den vergoldeten Figuren, die das Schaugerüst umgeben und bekrönen. Durch eine kreisförmige Öffnung davor sieht man einen roten Marmorsarkophag in der darunterliegenden Gruft. Es ist nicht Ferdinands II Grab, sondern das seiner Eltern, Erzherzog Karls II und dessen erster Frau Erzherzogin Maria Anna (Karls II Leichnam ist allerdings in der Basilika von Seckau beigesetzt). Die Särge von Ferdinand und seiner Frau befinden sich in Wandnischen mit beschrifteten Tafeln. \nDie Stuckarbeiten in der Gruft – Putti, Insignien und Wappen, die die Länder und Erbländer Ferdinands repräsentieren – stammten von Mattia Camin. Sie wurden später von Josef Antonio Serenio ersetzt.","dates":"1640 Stuckarbeiten in der Gruft; 1687 Innenausstattung Grabkapelle; ab 1688 Deckenfresken und Stuckdekoration in der Kapelle; 1694 Stuckarbeiten in der Krypta erneuert; 1695 – 1696 Stuckstatuen in den Nischen der Kapelle; 1768 – 1769 Heiliges Grab","location":"Südlicher Teil des Gebäudekomplexes"},"539aa4cf-42d9-5596-9e53-4495b36a2b5b":{"name":"Äußeres (Fassade und Turm)","description":"Der imposante Baukörper weist eine umlaufende Pilastergliederung auf. An der Mitte der nördlichen Langhauswand steht der in den unteren Partien vom gotischen Vorgänger übernommene Turm (statt im Chorwinkel). Die rhythmische Gestalt der Langhauswand wurde also auch auf die Position des Turms hin angelegt. Die Querschnittfassade im Wesen ist durch eine mächtige Ädikula mit Segmentgiebel, die das Hauptportal überfängt, ausgezeichnet.","dates":"1748-56","location":"Außenansicht von Nordwesten"},"53f0ae70-9e34-55bc-bbcb-4ee9c86e09a0":{"name":"Stuck","description":"Die 1634-37 ausgeführten Stuckarbeiten stammen von dem Wessobrunner Georg Braun, nach Entwurf von Hans Schor und Florian Nut. Von Stabmotiven gerahmte Felder, Vasen, Festons und Draperien unterstreichen die Bauglieder in der Nachfolge des strengen Felderstucks süddeutscher (Münchener) Prägung. Im Querhaus und Chor finden sich auch Ornamente in dem gerade aufkommenden Knorpelstil, entworfen um 1640/50 von Frater Oswald Kaiser.","dates":"1634 - ca. 1650","location":"Chorgewölbe"},"543acb47-e287-52a3-80df-8a44bdc6be96":{"name":"Sidi-Djumni-Madrassa","description":""},"5440bc4b-65aa-5aaa-a46d-9a40f7e60b5d":{"name":"Chorfenster","description":"Zur Auszeichnung des Chors gestaltete Kleinhans hier an den Seitenwänden dreiteilige geschweifte Fenster in der Art Dominikus Zimmermanns. Das Fenster wird als Ornament in der Fläche eingesetzt, die ursprüngliche Form des antiken dreiteiligen Thermenfensters wird völlig aufgelöst und überspielt. Da die übrigen Fenster nur einfache Rundbogenform aufweise, fällt der Kontrast im Chor besonders deutlich aus.","dates":"1751-1753","location":"Südliche Chorwand"},"54685efc-ed84-5c07-a108-e468e92478ce":{"name":"Kath. Pfarrkirche St. Michael in Berg am Laim, ehem. Kurkölnische Erzbruderschafts-, Ritterordens- und Hofkirche","alternate_name":"St. Michael in Berg am Laim","description":"Idealkonzepten des Schloss- und Klosterbaus folgt das mittige Einfügen des Kirchenbaus zwischen die beiden symmetrischen Flügelbauten der Josephsburg. Schon die pompöse doppeltürmige und konvex vorgewölbte Fassade signalisiert höfischen Anspruch. Das dezent mit noblem Stuck verzierte Innere ist als szenographische Abfolge von vier Teilräumen konzipiert: Auf ein Vestibül folgen zwei in der Größe abnehmende, dafür im Gliederungsaufwand gesteigerte Zentralräume, wovon der Mitgliederzahl und Standeshierarchie gemäß der grössere der Erzbruderschaft und der kleinere, mit Säulenpomp und Hoforatorien versehene dem Ritterorden zugedacht ist; den Abschluß des Raumprospekts bildet ein als Säulenbaldachin gestaltetes queroblonges Presbyterium. Eine ähnliche Steigerung im architektonischen Aufwand beherrscht auch die Altarausstattung. Cuvilliés d.Ä. sind die eigenwilligen flachen Rundgewölbe zu verdanken, die im Erzbruderschaftsraum vor den Obergadenfenstern schirmartig die vier kapriziösen Nebenaltäre überfangen und dadurch gemeinsam mit den Pilasterpfeilern den Mangel an Kapellenraum und Säulenarchitektur kompensieren.","short_description":"Schon von weitem kündet die pompöse Doppelturmfassade vom einstmals hohen Rang der Michaelskirche in Berg am Laim, indem Sie nicht nur dem Kölner Kurfürsten und Erzbischof Clemens August als Hofkirche, sondern auch einem adeligen Ritterorden als Ordenskirche diente. Das Innere prägt eine eindrucksvolle, von Johann Michael Fischer gestaltete Raumszenographie gepaart mit einer höfisch noblen Ausstattung im Rokokostil, geschaffen von den seinerzeit besten Münchner Kräften: Stuck und Fresken von Johann Baptist Zimmermann (1680-1758) sowie Altäre von Johann Baptist Straub (1704-1784).","type":"Sakralbau (Hof-, Bruderschafts- und Ritterordenskirche)","dates":"1737-1751 Bauzeit \n1759 Querarmaltäre \n1767 Hochaltar","location":"München-Berg am Laim, Oberbayern","method_for_datation":"Durch archivalische Dokumente und chronikale Nachrichten.","bibliography":"Stalla, R., *Die kurkölnische Bruderschafts-, Ritterordens- und Hofkirche St. Michael in Berg am Laim: Ein Hauptwerk des süddeutschen Rokoko* (Neue Münchner Beiträge zur Kunstgeschichte/Münchner Universitätsschriften 1), Weißenhorn, 1989. \nBauer, H./Rupprecht, B. (eds.), *Corpus der barocken Deckenmalerei in Deutschland, Bd. 1: Freistaat Bayern, Regierungsbezirk Oberbayern, Stadt und Landkreis München, Teil 1: Sakralbauten*, München, 1987, 64-72. \nVolk, P., *Johann Baptist Straub 1704–1784*, München, 1984, 20-23, 41, 199-200. \nSteiner, P., *Kath. Stadtpfarrkirche St. Michael in Berg am Laim* (Kleine Kunstführer 1408), München/Zürich, 1983. \nHitchcock, H.-R., *Rococo Architecture in Southern Germany*, London/New York, 1968, 182-183.","author":"Katharina Wein","history":"Der aus dem Haus Wittelsbach stammende Kölner Kurfürst und Erzbischof Clemens August besaß in Berg am Laim nahe der kurbayerischen Residenzstadt München ein kleines Schloss namens Josephsburg, um bei seiner in Bayern regierenden Verwandtschaft standesgemäß residieren zu können. An der Schlosskapelle bestand seit 1693 eine St. Michaels-Erzbruderschaft, die rasch angewachsen war, so dass Clemens August sich entschloss, ihr eine grössere „Haupt- und Mutterkirche“ zu errichten; außerdem gründete er einen adeligen Ritterorden. Nach der Grundsteinlegung am 7. Oktober 1738 war zunächst der Münchner Hofmaurerpolier Philipp Jakob Köglsperger mit dem Bau betraut, der die Grundmauern legte und die Fassade begann, danach plante der berühmte bürgerliche Baumeister Johann Michael Fischer das Innere der Kirche im aufgehenden Mauerwerk neu. Als Bauinspektor fungierte zudem der kurbayerische Hofarchitekt François de Cuvilliés d.Ä., um für ein höfisches Ambiente zu sorgen.","patrons":"Kurfürst Clemens August, Erzbischof von Köln (reg. 1723-1761)","architects":"Architektur der Doppelturmfassade: Philipp Jakob Köglsperger (geb. 1707) \nArchitektur des Kircheninneren: Johann Michael Fischer (1691-1766); \nArchitektonische und künstlerische Beratung, Entwurf zur Stuckierung: François de Cuvilliés d.Ä. (1695-1768) \nStuck und Deckenfresken: Johann Baptist Zimmermann (1680-1758) \nAltäre: Johann Baptist Straub (1704-1784) \nHochaltarblatt: Andreas Wolf (1652-1716)","monument_contact":{"fax":"089/436 896-59","email":"st-michael-berg-am-laim.muenchen@erzbistum-muenchen.de","phone":"089/436 896-3","address":"Johann-Michael-Fischer-Platz 9a, 81763 München","institution":"Kath. Pfarramt St. Michael in Berg am Laim, Josephsburgstraße 24"}},"54d3fa6a-4c99-5a8a-96fa-063d2cd36b9a":{"name":"Café Mnouchi","description":""},"55470828-abb3-50d6-b682-ff639cac44ee":{"name":"Klostergebäude","description":"Als die barocke Ära begann, standen noch die meisten romanischen und gotischen Gebäude. Der ehemalige Kreuzgang wurde zu Beginn des 17. Jahrhunderts abgerissen und durch einen zweigeschossigen, U-förmigen, kreuzgratgewölbten Flügel ersetzt. \nDas neue Konventgebäude mit drei Geschoßen und vier Flügeln behielt die gotischen Mauern und erhielt über alle Stockwerke vier identische Fassaden mit offenen Arkaden, die noch mehr von der Renaissance als von Barock geprägt sind. In diesem Gebäudeteil befindet sich das Refektorium, als einziger Raum noch am ursprünglichen Platz, heute ein barocker Saal mit Gemälden von Joseph Adam von Mölck. \nIm Ostflügel befand sich die frühere Bibliothek, die im Barock zum Kapitelsaal umgebaut wurde. Das Deckengemälde stammt von Joseph Amonte. Unter Abt Placidus Mally wurden lose stehende Gebäude im Osten der Anlage miteinander verbunden und wie der Ostflügel im Hochbarock außen vereinheitlicht. \nDer dreigeschossige Nordflügel ist durch einen siebenachsigen, hervortretenden Mittelteil gekennzeichnet. In ihm befindet sich der Haupteingang des Klosters mit drei Durchgängen. Der größte in der Mitte, mit rustizierten Bögen, Säulen an beiden Seiten und mit einem Wappen bekrönt, ist für Wägen, die beiden kleineren sind für Fußgänger.","dates":"Beginn des 17.. Jahrhunderts Bau des neuen Kreuzgangs; Gemälde im Refektorium 1767; 1628 – 1632 neues Konventgebäude; 1720 Nordflügel und Renovierung der östlich liegenden Klostergebäude","location":"Rein 1, 8103 Gemeinde Gratwein"},"5581753a-eaef-56a7-aafa-55998200dcf9":{"name":"Hochaltar","description":"Durch den Einbezug der hohen Apsisfenster wird der imposante Hochaltar vom Licht verklärend umspielt. Als offensichtliche Anspielung auf den Chor der Münchner Theatinerkirche winden sich tordierte Marmorsäulenpaare in die Höhe. Dazwischen stehen Statuen von Zacharias und Joachim sowie Anna und Elisabeth, den Verwandten Mariens, die im Altarblatt gen Himmel fährt. Die Szene findet im Auszug ihre Fortsetzung im Medium der Skulptur, indem unterhalb einer Strahlengloriole Christus seine Mutter mit offenen Armen empfängt.","dates":"Planung um 1737, Ausführung 1760-62","location":"Chor"},"55fc5107-27bd-5be8-8051-2257dd0d3ecc":{"name":"Räucherkugel bzw. Handwärmer.","description":"Auf der Räucherkugel mit ihrer durchbrochenen Oberfläche werden Motive aus dem höfischen Umfeld dargestellt, wie sie schon seit 1220 in Mosul verwendet wurden. Auf diesem Objekt sind im oberen Teil sechs Figuren in Medaillons gezeigt: der thronende Herrscher mit Weinglas, der Falkenreiter, der Löwenjäger sowie drei mit untergeschlagenen Beinen sitzende Musikanten mit Tamburin, Flöte und Laute. Die leicht abgeflachte Halbkugel zeigt eine Sonne, mit konzentrischen Strahlen. Im unteren Teil sind entsprechende Themen abgebildet. In der Mitte sind zwei Reihen laufender Tiere dargestellt. Die Elemente der Dekoration sind mit Gold- und Silbertauschierungen verziert. Ist das Gold eher undekorierte Füllmotivik, sind die Silbereinlagen der Untergrund für sehr detaillierte Darstellungen von Kleidern, Frisuren, Tierleibern und floralen Elementen. Die Medaillons sind vor einen Untergrund aus symmetrischem Arabeskenwerk gesetzt. Dass die dargestellten Personen hinter ihrem Kopf eine Art Nimbus tragen, soll sie nicht als Heilige darstellen, sondern sie sollen nur besser zu erkennen sein. Es ist ein fürstlicher Auftraggeber zu vermuten, wie es auch bei der Räucherkugel des British Museum in London durch eine Inschrift zu erkennen ist. Syrien erlebte in dieser Zeit große Prosperität. Stücke, wie die Räucherkugel entstanden vermutlich in Damaskus, nachdem die Produktion in Mosul nach dem Tod des Herrscher Badr ad-Din Lulu 1233 sehr zurückgegangen war. Damaskus wurde in den Jahren 1260 und 1300 von den Mongolen überfallen. Es ist anzunehmen, dass dieses Stück in den dazwischenliegenden Jahren entstanden ist. Die Technik im Inneren ist die eines hängenden Messingschälchens, in dem Räucherwaren verbrannt wurden. In der Mitte zweier beweglich mit einander verbundener konzentrischer Ringe, verblieb das Schälchen immer in der Waagerechten. Es ist anzunehmen, daß die technischen Grundlagen im 13. Jahrhundert im islamischen Orient bekannt waren. Man weiß von der Form des Schwimmkompaß mit stets waagerechter Lage, wie ihn der jemenitische Herrscher al-Malik al-Ashraf 690 H. /1291 n.Chr. beschrieb und von technisch komplizierten Wasseruhren der Zeit um 1230. In der westlichen Welt wurde die Aufhängung nach dem Mailänder Erfinder Girolamo Cardano (1501-76) schließlich die „Cardanische Aufhängung“ genannt. Eine solche Räucherkugel ist ein Hinweis auf den gehobenen Lebensstil der Zeit. Es ist deshalb angenommen worden, daß die Räucherkugeln Handwärmer in höfischen Kreisen waren.","short_description":"Kugelförmige Räuchergefäße aus wertvollem Metall waren um 1290 beliebte Luxusobjekte im östlichen Mittelmeerraum. Sie wurden aus zwei Teilen gemacht, so dass sie geöffnet werden konnten, um aromatische Substanzen auf ein Kohlenfeuer in der inneren Schale legen zu können, so dass parfümierter Rauch entstand.","holder":"Museum für Islamische Kunst","owner":"Museum für Indische Kunst.","dates":"3. Viertel des 7. H. / 13. Jh","location":"Berlin","dimensions":"Durchmesser 15 cm.","method_for_datation":"Vergleichbare Räucherkugeln wurden in Syrien in aijubidischer und mamlukischer Zeit im 13. Jh. hergestellt. Diese Räucherkugel schließt sich eng an diese Beispiele an.","method_for_provenance":"Da vergleichbare Räucherkugeln aus Syrien stammen, ist die Annahme des Entstehungslandes Syrien sehr wahrscheinlich.","provenance":"Syrien, möglicherweise Damaskus.","obtention":"Dauerleihgabe des Museums für Indische Kunst.","bibliography":"Barrett, Douglas. Islamic Metalwork in the British Museum. London, 1949, Nr. 22, XV. \n \nKat. Museum für Islamische Kunst Berlin. Mainz 2001, 74-75. \n \nSezgin, F. Wissenschaft und Technik im Islam, Band III. Frankfurt/M, 2003, 58-59. \n \nHale, J. R. A Concise Encyclopaedia of the Italian Renaissance. London, 1981, 69-70.","author":"Annette Hagedorn"},"565cd279-6c5f-592f-8573-18a702dd72bc":{"name":"Kastell","description":""},"568abeeb-f51e-5924-bd11-0893c2d85715":{"name":"Sidi-Bel-Hassan-Zawiya","description":""},"56957b4a-772d-5e30-9bf7-57cd1b52eb92":{"name":"Architektur der Kirche","description":"Da die Kirche auf drei Seiten von alten, eng nebeneinander stehenden Wohnhäusern und Straßen umgeben ist, kann man sie weder mit dem Auge noch mit der Kamera vollständig erfassen. Mit einer Bausubstanz aus dem 14. Jahrhundert wurde sie ab dem 17. Jahrhundert innen und außen schrittweise barockisiert, einschließlich der Dekoration eines einzigen Gewölbeteils an der Nordseite der Kirche. Möglicherweise stammt das an der Nordseite des Presbyteriums angebaute Gebäude, in der sich heute die Sakristei befindet, aus dieser Epoche. \nIm 18. Jahrhundert errichtete ein bekannter Architekt den Turm, einige Jahre später wurde die Eingangshalle vorgebaut. Die zweigeschossige Fassade des Turms ist auf ihren vier Seiten durch Pilaster an den Ecken und durchgehendes Gesims gegliedert. Letzteres rahmt die unteren Hälften der ovalen Fenster (im unteren Geschoß) sowie die der vier Uhren (im Geschoß darüber). Das durchgehende Gebälk über den Uhren durchbricht das Dach, das in kleinen Dreiecksgiebeln endet und vom Zwiebeldach mit Laterne bekrönt wird. \nDer Kirchturm verläuft parallel zum Turm der Kapelle auf dem Kalvarienberg und endet in derselben Höhe. Auch wenn letztere aus dem 19. Jahrhundert stammt (an der Stelle einer Kapelle aus dem Jahr 1740) darf man annehmen, dass das kein Zufall ist.","dates":"1713-1718","location":"Gmunden, Kirchenplatz 5"},"5718ac81-d92d-51a8-a1ec-2e1b0253d7a9":{"name":"Theatersaal","description":"Der Theatersaal diente der Aufführung geistlicher Spiele.","dates":"1724-26","location":"Nordtrakt (2. Obergeschoss)"},"5842aabd-e2d2-5fed-b156-c2aae539180c":{"name":"Stifterfiguren","description":"Die monumentalen Stifterfiguren stellen den bayerischen Herzog Ludwig II. und seinen gleichnamigen, zum Kaiser des Hl. Römischen Reiches Deutscher Nation avancierten Sohn dar und bezeugen die Aktualität des Stiftungsaktes bis in die späteste Barockzeit hinein.","dates":"1765/66","location":"Chorbogen"},"58b70fd0-9fb0-5e67-9831-8c61eaa6f8dd":{"name":"Pietà","description":"Basierend auf dem Typus eines traditionellen Andachtsbildes gelang dem Künstler eine formvollendete pyramidale Komposition aus dem anmutigen Trauergestus Mariens, der volksnah in demjenigen eines Puttos konterkariert wird, und dem schwerelos in eleganter S-Kurve ausgebreiteten Leichnam Christi.","dates":"1764","location":"Rechts beim Chorbogen"},"58b8f5da-e6c3-5e89-8e2d-6253212f73db":{"name":"Zawija al-Qadirijja (al-Afghanijja)","description":""},"59b73268-3f07-5d9e-8ee1-8f2c6441d999":{"name":"Moschee des Katib al-Wilaya","description":""},"59c51cf5-bbb6-53c6-b4c9-b11995b0abfd":{"name":"Ulrichsaltar","description":"Der in eleganten Rokoko-Formen gehaltene Seitenaltar des damaligen Hauptmeisters der örtlichen Bildhauerzunft ist dem hl. Ulrich als Bistumspatron gewidmet und zeigt im Medium der Skulptur dessen Apotheose.","dates":"1766","location":"linke mittlere Seitenkapelle"},"5a6953a7-f300-5718-8fae-9212e7ca7dc1":{"name":"Kreuzgang","description":""},"5b042fed-0778-5fb0-9fbd-bea71502dbf8":{"name":"Hochaltar","description":"Der Hochaltar in Form eines freistehenden viersäuligen Ziboriums ist ein Werk von Franz Karl Fischer, dem Sohn des Füssener Baumeisters Johann Georg Fischer. Entworfen hat den Altar, in den vermutlich die vier Säulen des Vorgängers von 1728 einbezogen worden sind, Joseph Stapf. Die Säulen sind trapezförmig angeordnet, wobei die beiden hinteren die Mensa mit Tabernakelaufsatz einfassen und die Rückwand des Aufbaus bilden. Über dem Tabernakel im Strahlenkranz das Gnadenbild, eine gotische Madonna mit Kind. Die Aufstellung eines Marienbildes unter vier Säulen ist in Wilten schon für das Jahr 1311 bezeugt. Die beiden Leuchterengel, die den Altar flankieren, sind Arbeiten des späten 17. Jahrhunderts, vermutlich von Andreas Faistenberger.","dates":"1751-1756","location":"Chor"},"5b082eee-cf48-5ef3-91b2-aa3a2ddd577a":{"name":"Hochaltar","description":"Der Hochaltar, dessen frühklassizistischer Aufbau von Urban Klieber geschaffen wurde, stellt in dem vor 1660 fertiggestellten Altargemälde das Gelöbnis der Stände vom 1. Februar 1647 dar. Die Ständevertreter und die zwei Bischöfe knien vor der Ansicht der Kirche und erweisen dem Bild der Muttergottes, das über ihnen von Engeln getragen wird, ihre Verehrung. Das von Michael Waldmann 1654 kopierte Kultbild, nach dem Cranachschen Gnadenbild in der Innsbrucker Stadtpfarrkirche, ist dabei in einem eigenen Rahmen, der in dieser Form aus dem 18. Jahrhundert stammt, in das Hauptbild integriert worden. Diese Bild-im-Bild-Darstellung folgt wohl dem Vorbild der Gnadenmadonna des Peter Paul Rubens in der Chiesa Nuova in Rom. Das Kultbild wird als reales Objekt in der dargestellten Szenerie des Altargemäldes präsentiert. Die von einem Putto darunter entrollte Landkarte zeigt an, dass sich die gesamte Grafschaft Tirol dem Schutz Marias unterstellt hat.","location":"Chorrotunde"},"5b357e23-3fee-58e8-bc7d-d05b8ddd07e5":{"name":"Santissima Trinità (genannt la Magione)","description":""},"5bab92c3-59a2-5508-84dd-c3ea097dc2d5":{"name":"Fassade","description":"Die ursprüngliche Westseite ist als Doppelturmfassade von Christoph Gumpp angelegt worden. Davon ist nur der Nordturm bis 1667 ganz zur Ausführung gekommen. Der Vorbau eines monumentalen Portikus’ unter Abt Gregor von Stremer erfolgte durch Gumpps Enkel Georg Anton. Dieser hochbarocke Vorbau von römischer Monumentalität ist durch die Kolossalordnung gegliedert und öffnet sich in der Mitte zu einer großen Nische, die von einer Ädikula überfangen wird, eine Abwandlung des Triumphbogenmotivs. Die Statuen der legendären Riesen Haymon und Thyrsus sowie die Figuren auf der oberen Balustrade sind frühe, nicht besonders qualitätvolle Arbeiten von Nikolaus Moll (1676-1754).","dates":"1651-1667 und 1713-1719","location":"Äußere Westseite"},"5c94a693-94d2-5ebe-82b9-608c53f0f3fd":{"name":"Hochaltar","description":"Der mächtige Hochaltar mit sechs Säulen über konkavem Grundriss ist im späten 19. Jahrhundert stark verändert worden und konnte bei der 1982 abgeschlossenen Restaurierung in alter Form hergestellt werden. Dabei wurde auch das ursprüngliche Altarblatt wieder eingesetzt, die 1724 von Franz Laukas gemalte Himmelfahrt Mariens. Auch die weiße Fassung der beiden qualitätvollen Standfiguren, der hl. Josef und Joachim, Werke des Bildhauers Andreas Kölle (um 1720), konnte wieder hergestellt werden.","dates":"1720/24","location":"Chorscheitel"},"5d0a6db1-9158-5f84-8c22-d8f49e48d7db":{"name":"Kastell","description":""},"5db2ca14-97e9-5b95-a5c3-993f9adf44d9":{"name":"San Michele (optional)","description":""},"5dcb2629-41cc-5771-865e-799a7eb11951":{"name":"Kanzel","description":"Am zeittypisch schwungvoll modellierten Korb und Schalldeckel der Kanzel sind jeweils in Zweiergruppen stark gestisch agierende Skulpturen der Vier Evangelisten angebracht. Zuoberst stellt ein Engel mit den Gesetzestafeln den typologischen Bezug zum Alten Testament her.","dates":"1743","location":"mittlerer linker Langhauspfeiler"},"5e72c0b7-5e18-59db-bb8d-b5fd85553a3d":{"name":"San Nicolò la Latina","description":""},"5f3390bb-5bf1-5895-b59d-b1ec1f2825e9":{"name":"Deckengemälde *Das letzte Abendmahl*","description":"Die Kuppel über dem Chor stellt das letzte Abendmahl dar, den Ursprung des eucharistischen Sakraments. Eine nach oben geöffnete Scheinarchitektur in Gestalt eines ovalen Baus mit Arkadenöffnungen und umlaufender Pilastergliederung gibt den Rahmen des Geschehens ab, das oberhalb steiler Stufen auf einer wenig raumhaltigen Bühne präsentiert wird. Die eigentliche Abendmahlsszene mit Jesus zwischen den Jüngern an einem langgestreckten Tisch ist genrehaft erweitert. Die kühle Farbigkeit, die verhältnismäßig nüchterne Schilderung des Geschehens und die Strenge der Architektur sind deutliche Zeichen des Frühklassizismus, dem der an Martin Knoller - insbesondere das Abendmahlsfresko in Neresheim - anknüpfende Keller weit deutlicher als die beiden anderen Freskanten verpflichtet war.","dates":"1772","location":"Ostkuppel"},"60fc5bc9-eb04-591f-a8d4-626a16f84aa9":{"name":"Santissima Trinità di Delia","description":""},"6110f5b1-3f44-5eb5-b9ee-45cff6f20302":{"name":"Reliefzyklus zum Marienleben","description":"An dem aus Marmor gefertigten Hochaltar sind zehn ovale vergoldete Bleireliefs mit Darstellungen aus dem Leben Mariens angebracht.","dates":"1787/88","location":"Hochaltar"},"61326b88-96a4-5ced-9671-1bceca375464":{"name":"Dießener Heiligenhimmel","description":"Im Kuppelfresko gruppieren sich die unzähligen Heiligen und Seligen aus den verschiedenen Zweigen der gräflichen Stifterfamilie Dießen-Andechs um Christus und sind zugleich Exempla für die an den Pendentifs dargestellten Kardinaltugenden. Bilderzählerisch wie perspektivisch kalkuliert fallen beim Betreten der Kirche zuerst die ältesten und lokal verehrten Familienmitglieder ins Auge: Rasso, Rathard und Mechtildis.","dates":"1736","location":"Chorkuppel"},"615a5de8-2f05-5bf5-8e76-12cdd6652a13":{"name":"Kath. Pfarr- und Wallfahrtskirche St. Notburga","description":"Die Wallfahrtskirche ist die Hauptverehrungsstätte der hl. Notburga von Rattenberg, die der Legende nach hier 1313 begraben worden sein soll (Stelle des ersten Halts des Ochsenkarrens mit ihrem Leichnam). Unter Einbeziehung des spätgotischen Chors wurde wohl durch Jakob Singer das Langhaus errichtet, eine einfache Saalkirche mit einer Abfolge von kuppeligen Gewölben, daran der eingezogene, polygonal schließende Chor. Die kräftigen Pilasterpeiler geben die barocke Gliederung des Raums vor, und die reiche Stuckausstattung in frühen Rokokoformen überdeckt die gotischen Bauelemente völlig. Überaus prächtig der Hochaltar, der gleich einem monumentalen Reliquiar die aufrecht stehenden Gebeine der Heiligen in einem Glasschrein birgt.","short_description":"Die Wallfahrtskirche in Eben bildet den Mittelpunkt der Verehrung der bäuerlichen Schutzheiligen Notburga und ist ein besonders anmutiges Beispiel für die Verbindung von ländlicher Volksfrömmigkeit und hochrangiger künstlerischer Qualität im österreichischen Spätbarock. So werden die Fresken mit bäuerlichen Szenen in volkskunstartigem Stil von feinstem Wessobrunner Stuck umrahmt. Der trotz der einfachen baulichen Anlage prächtige Raumeindruck ist wesentlich der reichen Ausstattung zu verdanken.","type":"Sakralbau (Pfarr- und Wallfahrtskirche)","dates":"1736–1738","location":"Eben-Maurach am Achensee, Tirol, Bezirk Schwaz","method_for_datation":"Archivalien","bibliography":"Naupp, Th., St.-Notburga-Kirche in Eben am Achensee. Salzburg 2002.","author":"Frank Purrmann","history":"Eine erste Kapelle, dem heiligen Rupert geweiht, bestand in Eben schon zu und vor Lebzeiten der hl. Notburga (um 1265-1313). 1434 erfolgte der Patronatswechsel zugunsten Notburgas, die immer mehr als Schutzheilige verehrt wurde; 1474 zur Kaplanei erhoben. Der Vorgängerbau wurde 1510-15 spätgotisch erneuert, davon sind Chor und Ostturm in den 1736-38 errichteten Barockbau einbezogen worden. 1891 Erhebung zur Pfarre. Eine gründliche Innen- und Außenrenovierung ist 1988-92 durchgeführt worden.","architects":"Architektur: Jakob Singer (1685-1760, Zuschreibung) \nDeckenfresken: Johann Georg Höttinger (um 1690 – nach 1645, Zuschreibung)","monument_contact":{"fax":"+43 524 352 27","email":"pfarre.eben1@utanet.at; info@pfarre-eben.at; info@notburga-museum.at","phone":"+43 524 352 27","address":"Eben 5, A-6212 Eben-Maurach (außerhalb des Ortes über dem Inntal)","institution":"Pfarramt Eben"}},"61aa8a6b-3ebb-50f3-b0e0-472b09d50e22":{"name":"San Cataldo","description":""},"61cccf1e-8474-53cd-bb6b-c64bab4850f7":{"name":"Duomo Vecchio (alter Dom)","description":""},"62877a56-da2e-56b8-941c-12f1f4930c17":{"name":"Kath. Dekanatspfarrkirche Hl. Veit","description":"Monumentale Oktogonanlage in kräftiger Wandpfeilerbauweise. In Tirol sehr seltenes Beispiel für das Arkadenoktogon, das ein vor allem im benachbarten Bayern häufigerer Bautypus ist. Die gegen die Mitte des überkuppelten Hauptraums ausgerichteten acht Pfeiler werden von Bögen in nur gering wechselndem Schnitt verbunden. Die Anräume sind in weitgehend symmetrischer Anlage hinzugefügt. Trotz der kraftvollen, klaren Formensprache ist der Bau nicht klassizistisch, eher hochbarock zu nennen. Dagegen ist die Ausstattung aus Altären, Stuck, Fresken etc. im zeitgemäßen Stil des ausgehenden Rokoko gehalten.","short_description":"Der spätbarocke achteckige Zentralbau in kräftiger, klarer Formensprache erhält durch die Ausstattung im Stil des späten Rokoko heitere, ungezwungene Züge. Seltenes Beispiel eines ‚Arkadenoktogons’ in Tirol, an dessen monumentaler Raumwirkung insbesondere die qualitätvollen Deckenbilder mit ihrem vielfigurigen Heiligenhimmel wesentlich mitsprechen.","type":"Sakralbau (Pfarrkirche)","dates":"1772-1779","location":"Zell am Ziller, Tirol, Bezirk Schwaz","method_for_datation":"Beurkundet, Archivalien","bibliography":"Frodl-Kraft, E.,Wolfgang Hagenauer und eine Gruppe nordosttiroler Kirchenräume, in: Wiener Jahrbuch für Kunstgeschichte, 14 (=18), 1950, S. 131-194 \nFrodl-Kraft, E., Tiroler Barockkirchen, Innsbruck 1955, S. 50f. \nUnger, A., Joseph Götsch. Ein bayerischer Bildhauer des Rokoko aus Tirol, Weißenhorn 1972, S. 107 \nRingler, J., Zell am Ziller, Tirol. Pfarr- und Dekanatskirche zum hl. Vitus, 3. Auflage, Salzburg 1987 (= Christliche Kunststätten Österreichs Nr. 52) \nHahnl, A., Der Salzburger Hofbauverwalter Wolfgang IV. Hagenauer (1726-1801), in: Barockberichte, 44/45, 2006, S. 883-900","author":"Frank Purrmann","history":"Erstellung von Bauplänen durch den Salzburger Hofbauverwalter Wolfgang Hagenauer 1766, von Andrä Hueber ab 1772 an Stelle eines gotischen Vorgängers leicht verändert ausgeführt (gotischer Turm mit Spitzhelm einbezogen). Vollendung der Ausstattung 1782, Weihe am 21. August 1808. Der selige Engelbert Kolland, der als Franziskanermissionar 1860 in Damaskus den Märtyrertod erlitt, war 1827 in der Pfarrkirche getauft worden und wird hier besonders verehrt.","patrons":"Dechant Joseph Melchior Stephan","architects":"Architekt: Wolfgang Hagenauer (1726-1801) \nMaurermeister: Andrä Hueber \nStuck: Franz Graßmayr (Zuschreibung) \nFresken und Altargemälde: Franz Anton Zeiller (1716-1794); \nSkulpturen u. a. von Joseph Götsch (1728-1793, Zuschreibung)","monument_contact":{"email":"Pfarre.zell-am-ziller@kirchen.net","phone":"+43 528 223 19","institution":"Kath. Pfarramt, Unterdorf 16, 6280 Zell am Ziller"}},"643b2b9c-20f5-5b36-9e17-3be5e6f47f5b":{"name":"Khassaki-Sultan-Komplex","description":""},"6470fafc-a893-5c41-aadf-e0b2d52e0b09":{"name":"Kath. Pfarrkirche Mariae Himmelfahrt (auch/oder: Mariae Geburt?)","alternate_name":"“Ebbser Dom”","description":"Die Besonderheit des Baus ist die Raumanlage des Langhauses, bei dem eine schmale, in die Raumflucht einspringende Querachse die Mitte bildet, eingefasst von je zwei breiteren Jochen. Da somit zwei Symmetrieachsen im Raum entstehen, eine längs und eine quer, spricht man von einem „bipolaren Raum“. Während die Wände der Querachse durch je eine Altarnische gesperrt sind, öffnen sich die beiden begleitenden Wandabschnitte in große Fenster, wodurch eine kontrastreiche rhythmische Abfolge entsteht. Leicht gekurvte Joche schließen das Langhaus in beide Richtungen ab, wobei im Osten schräggestellte Altarnischen zum Vorchor überleiten. Der spannungsreiche Wandaufbau und die verschiedenen Gewölbeformen tragen wesentlich zur Vielschichtigkeit des Gesamtprospekts bei.","short_description":"Die architektonisch außergewöhnlich anspruchsvolle Pfarrkirche von Ebbs gehört zu einer Gruppe von Bauten des bayerischen Voralpenlandes, deren bekannteste die Klosterkirche von Reisach am Inn ist. Gemeinsames Kennzeichen ist die rhythmisierte, auf eine Querachse ausgerichtete Anlage des Langhauses, in Abhängigkeit von böhmischen Vorbildern. Die gleichfalls bemerkenswerte Ausstattung verleiht dem Raum ein reich gegliedertes, einheitlich spätbarockes Erscheinungsbild.","type":"Sakralbau (Pfarrkirche)","dates":"1748-60","location":"Ebbs, Tirol, Bezirk Kufstein","method_for_datation":"Archivalien; Deckenfresken signiert 1750.","bibliography":"Frodl-Kraft, E., Tiroler Barockkirchen, Innsbruck 1955, S. 47f. \nNeuhardt, J., Ebbs in Tirol. Salzburg 1965 (Christliche Kunststätten Österreichs, Heft 55) \nFranz, H. G., Dientzenhofer und ‘Hausstätter’. München, Zürich 1985, S. 105f. \nSchütz, B., Die kirchliche Barockarchitektur in Bayern und Oberschwaben 1580-1780, München 2000, S. 54","author":"Frank Purrmann","history":"Die Pfarrei ist 788 zuerst beurkundet, eine Kirchweihe für das Jahr 1162 belegt. Der gotische Vorgängerbau wurde 1748-56 von dem Hausstätter Baumeister Abraham Millauer und dessen Söhnen Philipp und Leonhard durch einen Neubau ersetzt, erhalten blieben nur die unteren Turmpartien. Die Ausstattung erfolgte bereits ab 1750 mit den Deckenfresken, die Kanzel datiert 1755, der Hochaltar 1756. Die übrige Ausstattung kam bis 1760 hinzu. Eine Restaurierung erfolgte 1954.","patrons":"Pfarrei Ebbs","architects":"Architektur: Abraham (um 1680-1758), Philipp (1710-1753) und Leonhard Millauer (?-?) \nBildhauerarbeiten, Altäre und Kanzel: Josef Martin Lengauer (ca. 1727-1793) \nDeckenfresken und Altarbilder: Joseph Adam Ritter von Mölck (1718-1794)","monument_contact":{"fax":"+43 537 342 301 19","email":"pfarre.ebbs@pfarre.kirchen.net","phone":"+43 537 342 301","address":"Wildbichler Straße, \nA-6341 Ebbs","institution":"Pfarramt Ebbs"}},"64a752d6-b788-5de5-9e6e-354842dbf466":{"name":"Grabstein.","description":"Die rechteckige Marmorplatte ist mit einer 11-zeiligen Grabinschrift innerhalb eines von Säulen getragenen Hufeisenbogens versehen. In den Bogenzwickeln sitzen Palmetten, den rahmenden Fries nimmt eine Halbpalmettenwellenranke ein. Der Aufbau des Grabsteines zeigt, dass es sich um einen Grabstein mit Gebetsnische (mihrab) handelt. Im Gebiet von al-Andalus waren solche Grabsteine besonders typisch für die Stadt Almería waren. Die Inschrift ist in einem für den Maghreb typischen, aber nicht sehr gekonnten Kufi-Duktus ausgeführt. Typisch sind kleine Zusätze wie Blätter und Punkte zwischen der Schrift. Die Text kann folgendermaßen beschrieben werden: an die Basmala werden Verse aus dem Koran (Sure 3, Vers 182 und Sure 38, vers 67-68) zitiert. Dann folgt der Name des Toten: Dies ist das Grab des Djabir, Sohn des Muhammad al-Khashab, der Holzkaufmann (?), der unter Namen Ibn al-Qallal bekannt ist. Er verstarb am Montag in der ersten Dekade des Monats Ramadan im Jahre 435/[2. April 1044], wobei er bezeugte, dass es keinen Gott gibt ausser Gott und dass Muhammad der Gesandte Gottes ist, und dass das Paradies, die Hölle, die Auferstehung und die Stunde des Gerichts wahrhaftig sind. Die Glaubensformel bezieht sich auf Sure 22, Vers 3-7. Als der Genannte starb, regierten in der bedeutenden Hafenstadt Almería die Banu Sumadih. Da dieser Typ von Grabstein mit dem für al-Andalus typischen Hufeisenbogen in der Gegend um Almería häufiger anzutreffen ist, könnte er am ehesten aus dieser Region stammen.","short_description":"Hufeisenförmige marmorne Grabsteine sind typisch für die Funde in der Stadt Almeria bei Malaga in al-Andalus. Dieses Exemplar mit seiner kompakten Kufi-Schrift, die den Raum komplett ausfüllt, und seinen typischen arabesken Rändern wurde für einen Mann hergestellt, der im Jahre 435 AH (AD 1044) starb.","holder":"Museum für Islamische Kunst","initial_owner":"Slg. Kalebdijan, Paris.","dates":"datiert 435 H. / 1044.","location":"Berlin","dimensions":"Höhe 64 cm Breite 46 cm.","method_for_datation":"Durch die Inschrift ist der Grabstein 435 H./1044 n.Chr. datiert.","method_for_provenance":"Der Aufbau des Grabsteines weist Merkmale auf, die für Grabsteine in Almería/Spanien charakteristisch sind.","provenance":"wohl Region um Almería, Spanien.","obtention":"Ankauf 1942 aus der Slg. Kalebdijan, Paris.","bibliography":"Lévi-Provençal, E. Inscriptions Arabes d'Espagne, Paris-Leiden, 1931, Nr. 189. \n \nKat. Schätze der Alhambra-Islamische Kunst aus Andalusien, Mailand, 1995 Nr. 60 \n \nKat. Museum für Islamische Kunst, Berlin 2001, S. 92-3.","author":"Annette Hagedorn"},"64aaab1f-1dac-52d2-80e1-9568a1e1b834":{"name":"Sidi-Bulbaba-Madrassa","description":""},"64b92820-5992-53e5-a83b-9dee22a0e170":{"name":"Badia Vecchia","description":""},"6569b90f-9302-59c0-b1b9-bd845a85d868":{"name":"Chor","description":"Der Chor über nahezu quadratischem Grundriss bildet den architektonischen Höhepunkt der Raumgestaltung. Vom Langhaus durch einen mächtigen, weit eingezogenen Triumphbogen separiert, ist er ganz als Zentralbau gestaltet, wobei die längsovale Gestalt des Kuppelgewölbes erst erkennbar wird, wenn man in den Raum eintritt. Wuchtige abgeschrägte Pfeiler bilden die Wiederlager für Tonnengewölbe von geringer Tiefe, die nach Norden und Süden kurze Kreuzarme sowie nach Osten die Nische des Hochaltars bilden.","dates":"1707-1711","location":"Inneres nach Osten"},"65e0961f-c135-53b7-936d-31d97f565267":{"name":"Deckenfresko: *Die Verherrlichung des hl. Karl Borromäus*","description":"Die Fresken in Volders zählen zu den bedeutendsten Leistungen Knollers. Die Apotheose des Kirchenpatrons in der Hauptkuppel ist der Höhepunkt des Bildprogramms, der von Szenen aus dem Leben des Heiligen umgeben ist. Als bedeutender Vertreter der Gegenreformation geht mit seiner Verherrlichung der Triumph des katholischen Glaubens einher. Knollers klare Komposition stellt das Geschehen in monumentalen Figuren dar, seine bei aller Pracht akademische Disziplin trägt bereits Züge des Klassizismus.","dates":"1765/66","location":"Hauptkuppel"},"663341fb-1727-5934-b72b-3a793d3acfc9":{"name":"Glorie des hl. Johann Nepomuk","description":"Die vom römischen Sakralbarock inspirierte Ädikulafassade erscheint als eine altarhafte Triumpharchitektur zu Ehren des hl. Johann Nepomuk. Dieser erfährt im Medium einer vollplastischen Steinskulptur, kompositorisch und ikonografisch unterstützt durch die Architekturmotive, seine Aufnahme im Himmel, den beispielsweise der mit vergoldeten Sternen verzierte Portalbaldachin symbolisiert.","dates":"um 1734","location":"Kirchenfassade"},"66c9c685-c19f-5cab-bddf-fd41ccd22f78":{"name":"Stadtmauer","description":""},"66dfc443-c601-5b54-a7ec-cc7138d5f3ff":{"name":"Blick in den Chor mit Seitenaltären","description":"Der Chorprospekt wird von den schräggestellten Seitenaltären, dem geschwungenen Triumphbogen und dem durchlichteten Chorhaus bestimmt. Der einstige Mittelpunkt, der barocke Hochaltar, wurde allerdings in der Mitte des 19. Jahrhunderts abgebrochen und 1968/69 unter Einbeziehung einer Statue des hl. Nikolaus (um 1680, angeblich aus Kloster Ettal) neu gestaltet. Die prachtvolle Wirkung geht nun in erster Linie von den beiden Seitenaltären aus, deren Figuren von beachtlicher Qualität Arbeiten Maximilian Hitzelsbergers sind.","dates":"1770-1776","location":"Östliches Langhaus und Chor"},"678711df-f476-5cda-8895-5906e38bcc42":{"name":"Madrasa und Khanqa al-Djawharijja","description":""},"68654a80-6367-5fad-a886-df3ed8762563":{"name":"Stuckkartusche","description":"Die Urheberschaft der exzellenten Stuckausstattung ist archivalisch nicht belegt, doch war der Meister mit Sicherheit ein Wessobrunner. Die Zuschreibung an Franz Xaver Feichtmayr, eventuell unter Beteiligung seines Bruders Johann Michael, gilt als gesichert. Es handelt sich um Rocaillenstuck von großer Feinheit, der teils auch freiplastisch und durchbrochen gearbeitet ist. Die im unteren Teil der Kartusche noch recht breiten und kräftigen Formen werden nach oben immer graziler und lösen sich gegen das Hauptfresko in zerbrechliche vegetabile C-Bögen auf, deren freies Spiel auch die Symmetrie der Kartusche aufbricht. Bei der Rückenfigur des Zwickelfreskos soll es sich um ein Selbstbildnis Matthäus Günthers handeln.","dates":"1755","location":"Westliches Langhausjoch, südöstlicher Gewölbezwickel"},"68e9823a-426f-5c71-85b6-2202e4741be6":{"name":"Mariae-Himmelfahrts-Altar (Hochaltar)","description":"Der pompöse, 14 x 20 Meter messende Hochaltar zeigt mittels Malerei und Skulptur die Himmelfahrt Mariens. Das Altarblatt ist versenkbar und gibt dann auswechselbare Kulissenszenerien preis, mit deren Hilfe noch heute an den Hochfesten theaterhaft die Heilsgeschichte dargestellt wird. Beidseitig flankieren den Hochaltar vier überlebensgroße Figuren der Kirchenväter – ihres gemessenen Pathos wegen Hauptwerke der bayerischen Barockskulptur.","dates":"1738","location":"Chorapsis"},"692e857d-8da3-5898-8647-d6bb32ab80e1":{"name":"Santissimo Salvatore","description":""},"6ae65711-eb3c-5bf4-9105-6f5af3f67804":{"name":"Al-Ghazi-Mustafa-Burdj","description":""},"6be75fcb-c136-5464-b836-1965beae6a26":{"name":"Fassade","description":"Die ganze Kuriosität und Phantastik des frühbarocken, von Guarinonius entworfenen Baus lässt sich am besten an der Fassade ablesen, die wirkt, als sei sie aus einem Baukasten der absonderlichsten Formen zusammengefügt worden. Die Ferne zur klassischen Formenlehre zeigt, dass der Architekturdilettant (= Liebhaber) noch dem Manierismus verbunden war, dessen Formengut er wohl der Traktatliteratur entnommen und umgeformt hat. Von der oft klassischen Strenge des deutschen Frühbarocks ist hier jedenfalls nicht viel zu spüren. Die Kapellen zu Seiten der Fassade wurden später in angleichender Gliederung hinzugefügt.","dates":"1620-1654 und 1697-1710","location":"Äußere Westseite"},"6bedde02-9b3d-5029-bda9-ab2075c48438":{"name":"Kath. Dekanatspfarrkirche Mariae Himmelfahrt und St. Martin","description":"Stil und Form der Pfarrkirche sind geprägt von der Durchdringung konservativer und neuerer Vorstellungen: Der Klassizismus Salzburger Prägung, in dem Bau als auch Ausstattung geplant waren, wurde von einheimischen Kräften spätbarock abgewandelt. Es kam zur Konkurrenz der beteiligten Künstler, Hueber veränderte den Längsbau Hagenauers in einen zentralisierten Raum, Schöpf verdrängte Nesselthaler als Maler der großen Hauptkuppel. Trotz vieler klassizistischer Formen, vor allem beim Stuckdekor, ist die Raumwirkung noch vom Spätbarock geprägt. Allein die Formen des Rokoko fehlen völlig und damit auch der beschwingte, heitere Ausdruck dieser Stilphase.","short_description":"Die zu den wenigen bedeutenden Bauten des Tiroler Frühklassizismus zählende Dekanatspfarrkirche wurde überwiegend von Salzburger Künstlern geschaffen, was sich aus der damaligen Zugehörigkeit des Brixentals zum Erzbistum erklärt. Die Planung des Hofbauverwalters Hagenauer wurde durch den ausführenden Baumeister Hueber im Sinne des Spätbarock etwas abgewandelt. Zusammen mit der stilistisch eher konservativen Ausstattung ergibt sich ein Raumeindruck, der mehr von spätbarocken Traditionen als vom Louis-seize bestimmt ist.","type":"Sakralbau (Pfarrkirche)","dates":"1790-1797","location":"Brixen im Thale, Tirol, Bezirk Kitzbühel","method_for_datation":"Archivalien","bibliography":"Frodl-Kraft, E., Wolfgang Hagenauer und eine Gruppe nordosttiroler Kirchenräume, in: Wiener Jahrbuch für Kunstgeschichte, 14 (=18), 1950, S. 131-194 (S. 167 ff.) \nFrodl-Kraft, E., Tiroler Barockkirchen. Innsbruck 1955, S. 51f. \nBrixen im Thale: 788-1988. Ein Heimatbuch, hrsg. von Sebastian Posch. Innsbruck 1988 (= Schlern-Schriften, Bd. 281) \nHahnl, A., Der Salzburger Hofbauverwalter Wolfgang IV. Hagenauer (1726-1801), in: Barockberichte, 44/45, 2006, S. 883-900","author":"Frank Purrmann","history":"Eine Pfarrkirche ist in Brixen schon im 9. Jahrhundert beurkundet und war ursprünglich nur dem hl. Martin geweiht. Im 14. Jahrhundert kam das Marienpatrozinium hinzu. 1789-1795 erfolgte ein vollständiger Neubau, für den Wolfgang Hagenauer aus Salzburg die Pläne lieferte. Die Fresken und Altarbilder schufen Andreas Nesselthaler und Joseph Schöpf 1795/96, der Hochaltar von Peter Pflauder folgt einem Riss von Hagenauer und Nesselthaler, ebenso die Kanzel (1795).","patrons":"Pfarrei Brixen im Thale","architects":"Architektur: Wolfgang Hagenauer (1726-1801) und Andrä Hueber; \nDeckenfresken/Altarbilder: Joseph Schöpf (1745-1822) und Andreas Nesselthaler (1748-1821); \nStukkator/Altarkistler/Bildhauer: Peter Pflauder (1733-1811)","monument_contact":{"fax":"+43 533 481 61","email":"pfarramt.brixen@aon.at","phone":"+43 533 481 61","address":"Dorfstraße 88, \nA-6364 Brixen im Thale","institution":"Pfarramt Brixen"}},"6c0b15f5-1758-54c6-8bd8-1fb02ba5d2bc":{"name":"Kaiser Ferdinands II Mausoleum \nGrabstätte Kaiser Ferdinands II und seiner Familie","alternate_name":"St Katharinenkirche und Mausoleum","description":"Pietro de Pomis wurde vom nachmaligen Kaiser Ferdinand II beauftragt, an der Südseite des Doms das Mausoleum zu errichten. Es ist ein aus zwei Teilen zusammengesetzter Gebäudekomplex mit der Kirche, die der Hl Katharina von Alexandria geweiht ist, und der Kapelle mit der Gruft. Die Hl Katharina war die Schutzpatronin der Jesuitenuniversität. Das, ihre Statue auf dem Dach der Kirche sowie die gesamte Fassade spielen auf die Nähe der Habsburger zum Orden der Jesuiten an. Der von einem Segmentgiebel gerahmte Dreiecksgiebel wurde als erstes an der Fassade von Il Gesù, der Mutterkirche der Jesuiten in Rom, verwendet. \nDer ovale Grundriss des Mausoleums ist bemerkenswert, da es dem Astronomen und Mathematiker Johannes Kepler kurz zuvor gelungen war, die Form der Ellipse mathematisch korrekt zu berechnen. \nAls de Pomis 1633 starb, übernahm Pietro Valnegro die Bauleitung. Er beendete die Arbeiten an den Dächern, baute den Turm und setzte ihm eine Laterne auf. Am höchsten Punkt der Kirchenkuppel und der Mausoleums-Laterne befinden sich – auf derselben Höhe – kirchliche und kaiserliche Insignien: das Kreuz und der auf dem Reichsapfel thronende Reichsadler. Am höchsten Punkt des Gebäudekomplexes, der Turmlaterne, ragte das kaiserliche Szepter hoch in den Himmel (es wurde später ersetzt), um die Vorherrschaft der Habsburger anzudeuten. \nKunsthistorischer Höhepunkt der Arbeiten am Gebäude: Johann Bernhard Fischer von Erlach war mit der Innengestaltung betraut worden, die vermutlich seine früheste dokumentierte Arbeit darstellt.","short_description":"Als Erzherzog Ferdinand von Innerösterreich, der spätere Kaiser Ferdinand II, sein Studium bei den Jesuiten in Ingolstadt beendet hatte, lebte er einige Jahre in der Residenz seiner Familie in Graz. Dort hatten die Protestanten große Macht errungen, woraufhin er bald begann, gegenreformatorische Maßnahmen zu setzen. Um seine Ziele zu erreichen, erhob er Kunst und Architektur zu einer wichtigen Angelegenheit. Er begann mit dem Bau des Mausoleums und nahm italienische Architektur, wie Il Gesù, die Kirche der Jesuiten in Rom, zum Vorbild. Die Dreiviertelsäulen und die mächtigen bekrönenden Giebel auf der Westfassade, die zwei Triumphbögen bilden, stehen als Symbole für die Restauration der katholischen Kirche.","type":"Religiöse Architektur","dates":"Architektur: Giovanni Pietro de Pomis (1569 – 1633); ab 1633 neuer Bauleiter: Pietro Valnegro (keine Daten): Statuen auf dem Dach: wahrscheinlich Sebastian Erlacher (1609 – 1649) \n \nKirche Innenausstattung und Altar(?): Johann Bernhard Fischer von Erlach (1656 – 1723); Stuckarbeiten: Joseph Antonio Serenio (ca. 1650 – nach 1702), Girolamo Rossi (keine Daten) und Antonio Quadrio (keien Daten); Deckenfresken im Langhaus: Franz Steinpichler (1630 – 1714); Statuen auf den Altären: Marx Schokotnigg (1661 – 1731) \n \nInnenausstattung des zweigeschossigen Mausoleum-Gebäudes, Grabkapelle, Entwurf Kuppel und Stuckdekoration: Johann Bernhard Fischer von Erlach (1656 – 1723); Putti oberhalb des Gesimses und andere Stuckarbeit: Joseph Antonio Serenio (ca. 1650 – after 1702); Deckenfresko: Matthias Echter (1653 – 1694); Nischenfiguren: Marx Schokotnigg (1661-1731) \n \nGruft, roter Marmor-Sarkophag: wahrscheinlich Sebastiano Carlone d.Ä. (vor 1570 – nach 1612); Stuckarbeiten: Mattia Camin (keine Daten), später von Josef Antonio Serenio ersetzt (ca. 1650 – nach 1702)","location":"Graz, Steiermark","method_for_datation":"Historische Dokumente","bibliography":"Günter Brucher, *Barockarchitektur in Österreich*, Köln: DuMont Buchverlag, 1983: 25–31, 143. \nRochus Kohlbach, *Die barocken Kirchen von Graz*, Graz: Grazer Domverlag, 1951: 67–116. \nRochus Kohlbach, *Steirische Baumeister: Tausendundein Werkmann*, Graz: Grazer Domverlag, 1961: 82–83, 202. \nHans Sedlmayr, *Johann Bernhard Fischer von Erlach*, Stuttgart: Deutsche Verlagsanstalt, 1997: 43, 376. \nKurt Woisetschläger (ed), *Der innerösterreichische Hofkünstler Giovanni Pietro de Pomis: 1569 – 1633*, Graz: Styria, 1974: 37–40, 102–121.","author":"Gabriele Liechtenstein","copy_editor":"Janice Medina","history":"Auf dem Gebiet des Heiligen Römischen Reichs war das Leben in dieser Epoche vom Dreißigjährigen Krieg geprägt. Er hatte als politische Auseinandersetzung begonnen, wurde ein religiöser Krieg und endete mit dem Triumph der katholischen Kirche. In der Folge begannen die kirchlichen Würdenträger eifrig Kirchen und Klöster zu errichten oder neu aufzubauen. Die katholischen Habsburger Kaiser bekämpften den überall aufkeimenden Protestantismus. Die Protestanten mussten zum katholischen Glauben konvertieren oder das Land verlassen. \nErzherzog Ferdinand, der spätere Kaiser Ferdinand II, war ein strenger Gegenreformer und förderte die katholische Restauration. In dieser Atmosphäre entstanden viele neue Gebäude, die die Vorherrschaft der katholischen Kirche symbolisieren sollten. Das Mausoleum wurde als eines der ersten errichtet, viele andere folgten. Kunst und Architektur standen in großer Blüte, da die Mitglieder der vermögenden und der aristokratischen Gesellschaftskreise dem Beispiel der Kirche als Bauherren folgten. Barock wurde der künstlerische Ausdruck dieser Epoche.","patrons":"Der spätere römisch-deutsche Kaiser Ferdinand II ließ das Mausoleum als Grablege für sich und seine Familie errichten.","architects":"Architektur: Giovanni Pietro de Pomis (1569 – 1633); ab 1633 neuer Bauleiter: Pietro Valnegro (keine Daten): Statuen auf dem Dach: wahrscheinlich Sebastian Erlacher (1609 – 1649) \nKirche Innenausstattung und Altar(?): Johann Bernhard Fischer von Erlach (1656 – 1723); Stuckarbeiten: Joseph Antonio Serenio (ca. 1650 – nach 1702), Girolamo Rossi (keine Daten) und Antonio Quadrio (keine Daten); Deckenfresken im Langhaus: Franz Steinpichler (1630 – 1714); Statuen auf den Altären: Marx Schokotnigg (1661 – 1731) \nInnenausstattung des zweigeschossigen Mausoleum-Gebäudes, Grabkapelle, Entwurf Kuppel und Stuckdekoration: Johann Bernhard Fischer von Erlach (1656 – 1723); Putti oberhalb des Gesimses und andere Stuckarbeit: Joseph Antonio Serenio (ca. 1650 – after 1702); Deckenfresko: Matthias Echter (1653 – 1694); Nischenfiguren: Marx Schokotnigg (1661-1731) \nGruft, roter Marmor-Sarkophag: wahrscheinlich Sebastiano Carlone d.Ä. (vor 1570 – nach 1612); Stuckarbeiten: Mattia Camin (keine Daten), später von Josef Antonio Serenio ersetzt (ca. 1650 – nach 1702)","monument_contact":{"email":"dioezesanmuseum@graz-seckau.at","phone":"+433168041890","address":"Burggasse 3 \nA-8010 Graz"}},"6c7d4a4f-dce7-53cb-acc6-5b20a6c205ef":{"name":"Suq von Jara","description":""},"6d5d6c37-c76c-5c00-aa84-68da154b6726":{"name":"Grabkapelle des hl. Ulrich","description":"Die Neuausstattung der dem Bistumspatron Ulrich gewidmeten Gruft ist ein Musterbeispiel für das ornamental verspielte Augsburger Rokoko. In barocker Sepulkraltradition steht dagegen der Prunksarkophag mit der Liegefigur des Heiligen.","dates":"1762-65","location":"Krypta unterhalb der Vierung"},"6e439ab6-9f9a-5291-bf50-1ddb28e3c46a":{"name":"Sidi-Qasim-az-Zillidji-Zawiya","description":""},"6e4db345-1b0a-556e-bbd5-bd88afa359ae":{"name":"Die Vermählung der hl. Katharina","description":"Die Fresken des aus Verona stammenden Malers Giuseppe Gru bilden das alleinige Dekorationssystem des Gewölbes, denn auch der Stuck ist gemalt („stucco finto“). Daraus resultiert eine einheitliche Wirkung in abgestimmter Farbigkeit. Allerdings macht die in Rot gehaltene Scheinarchitektur bzw. der Stuck den Deckenbildern ihre Wirkung streitig. In der Kuppel entwirft der Maler eine Szenerie, die auf den Betrachterstandpunkt vom Gemeinderaum berechnet ist, komponiert aus sich auftürmenden Wolken, zwischen denen wenige Architekturversatzstücke sichtbar werden. Das eigentliche Geschehen, die Vermählung der Heiligen mit dem Christuskind umgeben von Engeln, spielt sich am vorderen Rand der Flachkuppel ab und überspielt hier das Fußgesims durch überhängende, auf Holz gemalte Engel, die scheinbar in den Raum hinabgleiten.","dates":"1753-1754","location":"Chorkuppel"},"6e6f8f63-bda4-54b4-97b7-a669957462fe":{"name":"Kath. Pfarrkirche St. Peter und Paul","description":"Der von weitem sichtbare Turm von St. Peter und Paul, ebenfalls von Josef Schmuzer entworfen, ist großflächig mit kunstvollen illusionistischen Fassadenmalereien des bekannten Augsburger Freskanten Matthäus Günther geschmückt, welche die Kirchenpatrone Petrus und Paulus inmitten triumphbogenartiger Rahmungen zeigen. An den hinter dem Turm situierten spätgotischen Chor ist ein saalförmiges Langhaus angebaut, dessen Grundriss mit der querschiffartigen Verbreiterung des Ostjochs zu Seitenkapellen starke Ähnlichkeit mit der Pfarrkirche St. Martin in Garmisch aufweist, die ein Jahrzehnt früher von Schmuzer erbaut worden war. Er lieferte damit ein simples, aber ideales Raumkonzept für die komplexeren liturgischen Zwecke einer bürgerlichen Pfarrkirche, die u.a. das Tauf- und Bestattungsrecht besitzt, ständiger Aufbewahrungsort des Viaticums ist sowie Ort für die täglichen Gemeindemessen einschließlich Predigten, aber auch Sonderliturgien z. B. für die Kar- und Osterzeit, Fastenanfang, Fronleichnam, Himmelfahrt, Allerheiligen und Allerseelen. Gelöst wurde auch die Funktionstrennung von Altären wie etwa die Scheidung der traditionellen drei Hauptaltäre von den der Kreuz- und Johann-Nepomuk-Verehrung gewidmeten Nebenkulten.","short_description":"Der malerisch in den Bergen gelegene Marktort Mittenwald besitzt eine der reizvollsten spätbarocken Pfarrkirchen Oberbayerns. Der vom Wessobrunner Meister Josef Schmuzer aufwändig erneuerte und ausstuckierte, im Chorbereich noch spätgotische Bau bietet außerdem figurenreiche Deckenfresken des überregional tätigen Augsburger Barockmeisters Mathäus Günther.","type":"Sakralbau (Pfarrkirche)","dates":"1734-1746","location":"Mittenwald, Oberbayern","method_for_datation":"Urkundlich belegt; Inschrift am Turm.","bibliography":"*Matthäus Günther 1705–1788. Festliches Rokoko für Kirchen, Klöster, Residenzen. Gedächtnisausstellung zum 200. Todesjahr*, München, 1988, 38, 52, 144-145, 148-149, 212-213, 272, 368. \nBauer, H./Rupprecht, B. (eds.), *Corpus der barocken Deckenmalerei in Deutschland, Bd. 2: Freistaat Bayern, Regierungsbezirk Oberbayern. Die Landkreise Bad Tölz-Wolfratshausen – Garmisch-Partenkirchen – Miesbach*, München, 1981, 358-374. \nDischinger, G., *Johann und Joseph Schmuzer. Zwei Wessobrunner Barockbaumeister* (Bodensee-Bibliothek 22), Sigmaringen, 1977, 97-101, 143. \nHitchcock, H.-R., *Rococo Architecture in Southern Germany*, London/New York, 1968, 143-144.","author":"Maximilian Aracena","history":"Die Mittenwalder Pfarrkirche wurde 1734 unter Beibehaltung der Chormauern und einer Kapelle von dem Wessobrunner Baumeister und Stuckateur Josef Schmuzer erbaut, um der wachsenden Bevölkerung des prosperierenden Marktortes gerecht zu werden. Bemerkenswert ist in diesem Kontext der in der Kirche verabeitete Veroneser Rotmarmor des Hauptaltars, der offensichtlich seinen Weg über die Alpen entlang der römischen “Via Claudia Augusta” nahm. Jene später von Nürnberg über Augsburg nach Venedig führende Handelsroute ließ das an ihr gelegene Mittenwald zu einem bedeutenden Warenumschlagplatz werden, u.a. auch für den Marmorhandel. Gefördert wurde der Kirchenbau vom Freisinger Fürstbischof, der zugleich Landesherr war.","patrons":"Johann Theodor von Bayern, Fürstbischof von Freising (reg. 1727-1763); Pfarrer Johann Ludwig Schmid (amtiert 1731-1752)","architects":"Architektur und Stuck: Joseph Schmuzer (1683-1752); \nHauptfresken und Hochaltarblatt: Matthäus Günther (1705-1788)","monument_contact":{"email":"st-peter-und-paul.mittenwald@erzbistum-muenchen.de","phone":"08823 / 9229-0","address":"Matthias-Klotz-Str. 4, 82481 Mittenwald","institution":"Kath. Pfarramt St. Peter und Paul (Erzbistum München und Freising)"}},"6e7c9d84-0ec5-5728-8abf-b96d2a127337":{"name":"Santa Maria dell’Alto","description":""},"6e9866d1-e075-5523-ab73-567f226edabe":{"name":"Bab Djadid (Option)","description":""},"6f440b91-1d47-595b-811b-e240f0b3282e":{"name":"Stift Schlierbach und Stiftskirche Mariae Himmelfahrt und hl Jakobus dem Älteren geweiht","alternate_name":"Zisterzienserstift Schlierbach","description":"Im dritten Viertel des 17. Jahrhunderts begann man an der Stelle der mittelalterlichen Burg und der Klostergebäude Bauwerke und Flügel für das neu zu errichtende Stift Schlierbach aufzuführen. Vischers Stich in der Topographia Austriae Superioris kann nur eine Idee davon geben, wie es in dieser Zeit aussah. Man hatte mit dem zeichnerischen Erfassen der Anlage vor Baubeginn aufgehört, als dort noch ältere Gebäude standen, auf der Ansicht in der Topographia aber auch geplante, noch nicht gebaute Flügel miteinbezogen. \nHeute beherrscht die lange Westfront des Abteigebäudes mit dreißig Fensterachsen, drei Stockwerken und schmuckloser Fassade das Tal, schlicht in der äußeren Erscheinung, wie es den Zisterzienser-Regeln entspricht, die einen einfachen Lebensstil vorschreiben. Nur die Nordfront erhielt später eine zarte Verzierung – entweder um Gäste willkommen zu heißen, die aus dieser Richtung kamen, oder zur Freude der Mönche, die sie vom gegenüberliegenden, damals weitläufigen Park sehen konnten. \nDa alle Arbeiten in der Barockära stattfanden, und die Äbte natürlich auch Kirchenfürsten waren, wurde das Innere prachtvoll ausgestattet. Die Mitglieder der bekannten Carlone-Familie mit ihren vielen Architekten, Künstlern und Kunsthandwerkern waren die bevorzugten Beschäftigten und schufen etwas, das viele Kunsthistoriker zu den bedeutendsten barocken Innenausstattungen Österreichs zählen, im speziellen, was die Dekoration der Kirche betrifft.","short_description":"Die Abtei mir ihren prachtvollen barocken Sälen, wie dem Bernhardisaal und der Bibliothek, ist vor allem für die reich stuckierte und reich dekorierte Kirche bekannt. Man könnte das Interieur „doppelt barock“ nennen, da ein erster barocker Bauherr mit der Ausschmückung begann, die der zweite einige Jahre später vollendete und vervielfachte. Süddeutsche/österreichische Stuck-, Schnitz- und Vergolderarbeiten erreichen in diesem Gebäude einen künstlerischen Höhepunkt und sind in dieser Fülle und Ausformung unter Österreichs Barockkirchen herausragend.","type":"Religiöse Architektur; Sakralarchitektur","dates":"Unter Abt Nivard I Geyregger (1660-1679) wurde 1671/72 mit dem barocken Neubau des Klosters auf unregelmäßigem Grundriss begonnen, ohne axiale Ausrichtung auf die Kirche als Höhepunkt. Die Westfront des Prälatenhofs war 1674 fertiggestellt, der Nordflügel mit dem Abteiturm sowie der Ostflügel 1678. Unter dem folgenden Abt Benedikt Rieger (1679-1696) wurde an der Anlage weitergebaut, er ließ die Kirche, den Kirchturm und den Konventtrakt mit den Mönchszellen (1680-1683) errichten. Unter seinem Nachfolger Abt Nivard II Dierer (1696-1715) wurde die Anlage mit den zwei äußersten Flügeln im Norden, dem sogenannten Neugebäude, einschließlich der Sommerprälatur und dem Bernhardisaal (zwischen 1699 und 1701) vollendet. Die Bibliothek wurde 1712 angebaut.","location":"Schlierbach, Bezirk Kirchdorf an der Krems","method_for_datation":"Anhand historischer Aufzeichnungen und Dokumente","bibliography":"Brucher, G., *Barockarchitektur in Österreich*, Köln: DuMont, 1983: 55–56 und 66–68. \nEngl, F., “Die Arbeiten der Brüder Carlone in der Stiftskirche zu Schlierbach”, *Passauer Jahrbuch*, XI (1969): 87–90. \nGarzarolli-Thurnlackh, K., *Die Stiftskirche von Schlierbach in Oberösterreich*, Diss., Graz, 1918/19. \nKeplinger, Pater L., *Stift Schlierbach*, Linz: Zisterzienserstift Schlierbach, 1990. \nSturm, J., *Beiträge zur Architektur der Carlone in Österreich*, 2 Bde, Diss, Wien, 1968/69.","author":"Gabriele Liechtenstein","history":"Nach 300 Jahren wechselvoller Besitzergeschichte erwarb Eberhard V von Wallsee 1353 Herrschaft und Burg Schlierbach. Nur wenige Monate später gründete er dort ein Kloster für Zisterzienserinnen mit der ersten Priorin (später Äbtissin) Elisabeth von Gundelfingen und zwölf Schwestern, denen er den Besitz übergab. Unter der 17. und 18. Äbtissin verbreitete sich rasch der Protestantismus in der Region, das Kloster verweltlichte, verfiel und wurde von den Nonnen verlassen. Während der folgenden Jahre wurde es von verschiedenen religiösen Institutionen verwaltet, bis Kaiser Ferdinand II (1578-1637) entschied, dass Zisterzienser es übernehmen sollten. 1620 begannen drei Mönche, die von Stift Rein in der Steiermark kamen, mit dem Wiederaufbau und mit der Rekatholisierung. Seit dieser Zeit verblieb die Abtei im Besitz und unter der Leitung der Zisterzienser.","patrons":"Eberhard von Wallsee V gründete 1355 an der Stelle einer früheren mittelalterlichen Burg ein Kloster für Zisterzienserinnen, das bis 1556 existierte. 1620 wurde es durch Zisterzienser-Mönche, die von Stift Rein in der Steiermark kamen, neu besiedelt.","architects":"Architektur: Pietro Francesco Carlone (c. 1607-1680); Carlo Antonio Carlone? (c. 1635-1708); Johann Michael Prunner (1669-1739); Stuckarbeiten: Giovanni Battista Carlone (c. 1642-1721); Bartolomeo Carlone (c. 1650-1724); Fresken: gemäß eines überlieferten Vertrags Giovanni Battista Carlone (c. 1642-1721); Gemälde Hochaltar: Franz Werner Tamm (1658-1724); Seitenaltar-Gemälde (eines verbrannte in den 1960er-Jahren): Johann Michael Rottmayr (vor 1654-1730) und Johann Karl von Reslfeld (c. 1658-1735); Holzschnitzarbeiten: Johann Josef Wanscher (c. 1675-1738); Statuen Hochaltar: Johann Christoph Jobst? (Daten unbekannt).","monument_contact":{"fax":"+43758283013176","email":"info@stift-schlierbach.at","phone":"+437582830130","address":"Stift Schlierbach, \nKlosterstraße 1, \nA-4553 Schlierbach","institution":"Zisterzienser von Schlierbach (römisch-katholischer Orden)"}},"6f69a47e-294c-59c1-8a2b-a6157999fccc":{"name":"Kanzel","description":"Die im Knorpelstil reich verzierte Kanzel wurde von Claudia von Medici um 1640 gestiftet (Monogramm „C“ mit Krone) und wird dem Jesuitenbruder Oswald Kaiser zugeschrieben.","dates":"Um 1640","location":"Nordöstlicher Langhauspfeiler"},"6f6ce19b-9a97-5bde-a364-24c17801ef40":{"name":"Franziskaner-Kloster-, Votiv- und Wallfahrtskirche St. Antonius von Padua","alternate_name":"Klosterkirche St. Anton, Wallfahrtskirche St. Anton","description":"Stimmungsvoll schmiegt sich die durch drei Kuppelhauben akzentuierte Bautengruppe des Votiv- und Wallfahrtsheiligtums an den Hang des Wankberges. Ein Arkadengang, der das Prozessionswesen zu kanalisieren hatte, umgibt auf drei Seiten das Langhaus, das sich innen als Ovalbau erweist. Hinter einer Dreierarkatur schließen daran an die ältere achteckige Votivkapelle mit dem viereckigen Presbyterium sowie die beiden jüngeren kreisrunden Seitenkapellen.","short_description":"Die sich stimmungsvoll an den Hang des Wankberges schmiegende, mit drei Kuppelhauben bekrönte Votiv- und Wallfahrtskirche birgt in ihrem Inneren besondere Kunsterlebnisse: Das kapriziös-stimmungsvolle Deckenfresko des frühverstorbenen Augsburger Malergenies Johann Evangelist Holzer markiert den Gipfelpunkt der spätbarocken Deckenmalerei in Bayern, während das qualitätvolle Altarblatt des Venezianers Bartholomeo Litterini von den weitreichenden Handelskontakten des einstigen Marktortes Partenkirchen zeugt.","type":"Sakralbau (Votivkirche/Wallfahrtskirche)","dates":"1704-1708 Bau der oktogonalen Votivkapelle \n1734-1747 Bau des ovalen Langhauses und Gesamtausstattung","location":"Garmisch-Partenkirchen, Ortsteil Partenkirchen, Oberbayern","method_for_datation":"Durch chronikale Quellen, Gedenktafeln sowie die 1736 datierte Signatur des Deckenfreskos.","bibliography":"Jocher, N., *Partenkirchen, Votiv- und Wallfahrtskirche St. Anton* (Kleine Kunstführer 128), 10. völlig neu bearbeitete Auflage, Regensburg, 2001. \nMick, E. W., *Johann Evangelist Holzer (1709–1740). Ein frühvollendetes Malergenie des 18. Jahrhunderts* (Schnell & Steiner Künstlerbibliothek), München/Zürich, 1984, 64-74, 102. \nBauer, H./Rupprecht, B. (eds.), *Corpus der barocken Deckenmalerei in Deutschland, Bd. 2: Freistaat Bayern, Regierungsbezirk Oberbayern. Die Landkreise Bad Tölz-Wolfratshausen – Garmisch-Partenkirchen – Miesbach*, München, 1981, 405-421. \nDischinger, G., *Johann und Joseph Schmuzer. Zwei Wessobrunner Barockbaumeister* (Bodensee-Bibliothek 22), Sigmaringen, 1977, 68 f., 159. \nHitchcock, H.-R., *Rococo Architecture in Southern Germany*, London/New York, 1968, 144.","author":"Peter Heinrich Jahn","history":"Wohlhabende Bürger gelobten 1704 ein Dankvotiv zu Ehren des hl. Antonius, weil der Marktort Partenkirchen vor einer feindlichen Plünderung infolge des Spanischen Erbfolgekrieges verschont blieb. Die 1708 geweihte oktogonale Kapelle ließ der engagierte örtliche Pfarrer Matthias Samweber schließlich in den Jahren 1734-36 durch den Anbau eines Langhauses erweitern, zu dem der Wessobrunner Baumeister Joseph Schmuzer die Pläne lieferte und für dessen Ausmalung in Augsburg der junge Freskant Johann Evangelist Holzer gewonnen werden konnte. Nachdem dieser 1740 überraschend gestorben war, übernahm ein Augsburger Kollege die noch fehlende Freskierung des Presbyteriums. Die Schlußweihe erfolgte am 29. Oktober 1747.","patrons":"Stifter der oktogonalen Votivkapelle: Christoph Perwein, Elias Gröber, Johann Schmauntz und Jacob Lidl, Bürger zu Partenkirchen; Bauherr der ovalen Erweiterung: Matthias Samweber, Pfarrer zu Partenkirchen (amtiert 1720-1742)","architects":"Architektur des Oktogonbaus: Fabian Mayr; \nArchitektur des Ovalbaus und Stuck: Joseph Schmuzer (1683-1752); \nStuck (Mitarbeit): Franz Xaver Schmuzer (1713-1775); \nFresken im Oktogon- und Ovalbau: Johann Evangelist Holzer (1709-1740); \nFresken im Presbyterium: Joseph Dieffenbrunner (1697-1779) \nSeitenaltäre: Andreas Onich; \nHochaltarblatt: Bartholomeo Litterini (1669-1745)","monument_contact":{"fax":"08821 / 96 70 09-9","email":"garmisch-partenkirchen@franziskaner.de","phone":"08821 / 96 70 09-0","address":"St. Anton 1 \n82467 Garmisch-Partenkirchen","institution":"Franziskanerkloster St. Anton (Erzbistum München-Freising)"}},"702f1ab0-167b-5b57-9f33-ce9e777561cf":{"name":"Amalienburg","description":"Die Amalienburg, ein sich in die Breite erstreckender eingeschossiger Bau, ist außen schlicht in Rosa und Weiß gehalten. Sein architektonischer Mittelpunkt, der innen kreisrunde Spiegelsaal, wölbt sich aus der ansonsten gerade geführten Gartenfront hervor und wird von einer Flachkuppel überwölbt. Eine runde Plattform auf dem Dach mit kunstvoll geschmiedeter Balustrade diente der Kurfürstin als Schießstand bei der Fasanenjagd. An beiden Seiten des Spiegelsaales grenzen zwei gleichgroße Flügel an, die Jagdzimmer, Ruhezimmer, Küche und weitere Räume zur Zerstreuung der Hofgesellschaft enthalten. Die stilistisch einheitliche Innendekoration der Amalienburg ist auf ein Gesamtkonzept von Bau und Ausstattung zurückzuführen.","short_description":"Das im Schlosspark Nymphenburg gelegene elegante Jagd- und Lustschlösschen Amalienburg ist im Typus einer französischen Maison de plaisance erbaut und zählt wegen seiner künstlerisch hochrangigen Innenausstattung zu den bedeutendsten Vertretern dieser Art. Der bayerische Kurfürst Karl Albrecht ließ die Amalienburg ab 1734 für seine Gemahlin Maria Amalie vom berühmten Architekten François de Cuvilliés d.Ä. planen und errichten. Als Hauptwerk des bekannten Münchner Hofstuckateurs Johann Baptist Zimmermann gilt die kapriziöse Stuckdekoration der Innenräume im späten Régence-Stil.","type":"Palastarchitektur (Lustschloss/Jagdschloss)","dates":"1734-1739","location":"München-Nymphenburg, Oberbayern","method_for_datation":"Archivalisch belegt.","bibliography":"Braunfels, W., *François Cuvilliés. Der Baumeister der galanten Architektur des Rokoko*, München, 1986, 90-102, 186. \nHojer, G. *Die Amalienburg. Rokokojuwel im Nymphenburger Schlosspark*, München, 1986. \nSchmid, E. D., *Nymphenburg: Schloß und Garten, Pagodenburg, Badenburg, Magdalenenklause, Amalienburg*, München, 1979, 72-87. \nBauer, H. und A., *Johann Baptist und Dominikus Zimmermann. Entstehung und Vollendung des bayerischen Rokoko*, Regensburg, 1985, 40-41, 202-207, 317. \nHitchcock, H.-R., *German Rococo: The Zimmermann Brothers*, London, 1968, 58-62, 89.","author":"Miriam Kuhnke","history":"Schon unter Kurfürst Max Emanuel, dem Vater Karl Albrechts, war am Standort der Amalienburg ein kleiner Gartenpavillion vorhanden. 1734 erteilte Kurfürst Karl Albrecht seinem Hofkünstler François de Cuvilliés d.Ä. den Auftrag zum Bau eines Lustschlösschens für seine Gemahlin Maria Amalie, der Tochter von Kaiser Joseph I. Bereits fünf Jahre später war die Amalienburg fertiggestellt und mit Stuck von Johann Baptist Zimmermann und Ornamentschnitzereien von Johann Joachim Dietrich ausgestattet. Französischen Vorbildern entsprechend sollte die Amalienburg im Stil einer Maison de plaisance erbaut und ausgestattet werden, da in Frankreich im 18. Jahrhundert derartige kleinere Jagd- und Lustschlösschen besonders in Mode gekommen waren. In diesen konnte man, im Sinne des damaligen Wohnideals der commodité, der strengen Etikette der Hofgesellschaft und dem Zeremoniell entfliehen und in intimer Atmosphäre jagen, Feste feiern und sich andersweitiger Zerstreuung hingeben.","patrons":"Kurfürst Karl I. Albrecht von Bayern (reg. 1726-1745; 1742-1745 als Karl VII. Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation)","architects":"Architektur und Ornamententwürfe: François de Cuvilliés d.Ä. (1695-1768); \nStuck: Johann Baptist Zimmermann (1680-1758); \nOrnamentschnitzereien: Johann Joachim Dietrich (1690-1753)","monument_contact":{"fax":"(089) 179 08 – 6 27","email":"sgvnymphenburg@bsv.bayern.de; info@bsv.bayern.de","phone":"(089) 179 08 – 0","address":"Schloss Nymphenburg \n80638 München","institution":"Bayerische Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen; Schloss- und Gartenverwaltung Nymphenburg"}},"706da664-2512-513b-86b1-f543370b849b":{"name":"Die Seifenmanufaktur der Familie Tuqan","description":""},"70ec2281-ef4e-50b0-8303-a3fb3481192a":{"name":"Kanzel","description":"Die Kanzel mit reicher, sehr graziler und feiner Rocaille-Ornamentik am Korb und Volutenbändern am Schalldeckel wurde von einen unbekannten Meister geschaffen. Die Fülle von Figuren und Ornamenten wirkt fast etwas gedrängt. Die seitlichen Figuren Moses und Petrus stehen für den alten und den neuen Bund, also das Mosaische Gesetz und Schlüsselgewalt Petri.","dates":"Um 1755/60","location":"Nördliche Wand des Langhauses"},"7138338d-f758-5b57-bb8a-eaa017b52191":{"name":"Ribat","description":""},"718b140c-3c37-56e7-9342-578e4be4a043":{"name":"Hauptfassade","description":"Über zwei gedrungenen spätgotischen Laubenbögen erheben sich vier Stockwerke mit je drei Fensterachsen, deren mittlere von den beiden polygonalen Eckerkern symmetrisch gerahmt wird. Abschließend ein zusammenfassender barocker Grabendachgiebel mit Voluten und hochovalem Fenster in der Mitte. Der kraftvolle Stuck aus Blumen- und Fruchtgirlanden, Festons, Muscheln und Putten, verbunden durch Laub- und Bandelwerk, setzt außergewöhnlich plastische Akzente und bringt so den Reichtum und die Bedeutung des Bauherrn zum Ausdruck.","dates":"Um 1730","location":"Ehemaliger Oberer Stadtplatz"},"71d3e123-091e-5a83-a0b2-d08d8a81aa0f":{"name":"Kastell","description":""},"71e649d1-8512-5c78-b45e-dbe9c62e5ac6":{"name":"Deckenfresko: *Verherrlichung Mariens*","description":"Im Chorfresko ist ein reiner Heiligenhimmel dargestellt, der ohne Architekturversatzstücke oder Landschaft auskommt. Die Komposition um die verehrte Maria inmitten der vierzehn Nothelfer besteht aus Personengruppen, die weniger der Kreisform folgen als auf den Wolken wie auf Theaterrängen angeordnet sind. Die irdische Sphäre der westlichen beiden Fresken ist hier verlassen, die Herrlichkeit des Himmels kommt in hellen, duftigen Farben zum Ausdruck.","dates":"1779","location":"Chorkuppel"},"74013880-b857-57c4-bcd9-25ee6c8a2159":{"name":"Qubba von Belvédère (Option)","description":""},"75100113-e4de-5ebf-84ed-d8515c7c7bde":{"name":"Große Moschee","description":""},"752ed86d-2402-588a-beeb-e23eb27b7e87":{"name":"Kath. Pfarrkirche St. Johann Baptist","description":"St. Johann Baptist in Wessobrunn ist ein gutes Beispiel für eine nach traditionellem Schema errichtete bayrisch-schwäbische Pfarrkirche, bestehend aus einem einfachen Saalbau mit eingezogenem Chor und drei Altären. Der sparsam und akzentuierend eingesetzte grazile Rokokostuck in Grau mit Goldakzenten von Thassilo Zöpf beschränkt sich hauptsächlich auf die Gewölbe.","short_description":"Die Pfarrkirche der ehemaligen Benediktinerabtei Wessobrunn wartet im Inneren mit einer qualitätvollen Rokoko-Austattung auf, die von einem späten Meister der Wessobunner Stuckatorenschule stammt. Diese brachte im 17. und 18. Jahrhundert eine Vielzahl bedeutender Stuckateure und Baumeister hervor, die weit über die Grenzen Bayerns hinaus Bekanntheit erlangten. Beherrscht wird das Kircheninnere durch ein großes Deckenfresko, bei dessen Figuren sich der lokale Maler Johann Baptist Baader von neapolitanischer Malerei inspirieren ließ.","type":"Sakralbau (Pfarrkirche)","dates":"1757–1759","location":"Wessobrunn, Oberbayern","method_for_datation":"Durch archivalische Quellen; Wappen des Bauherrn am Chorbogen.","bibliography":"*1250 Jahre Wessobrunn. Festschrift herausgegeben von der Gemeinde Wessobrunn*, Lindenberg im Allgäu, 2003, 178-191, 214. \nDischinger, G./Vollmer, E. C., *Wessobrunn* (Kleine Kunstführer 526), 15. veränderte Auflage, Regensburg, 1995. \nWinhard, W., *Die Benediktinerabtei Wessobrunn im 18. Jahrhundert*, München/Zürich, 1988. \nSimon-Schlagberger, A., *Johann Baptist Baader 1717-1780. Ein schwäbisch- bayerischer Maler zwischen Barock und Klassizismus*, Weißenhorn, 1983. \nBauer, H./Rupprecht, B. (eds.), *Corpus der barocken Deckenmalerei in Deutschland, Bd. 1: Freistaat Bayern, Regierungsbezirk Oberbayern. Die Landkreise Landsberg am Lech – Starnberg – Weilheim-Schongau*, München, 1976, 590-594.","author":"Miriam Kuhnke","history":"Die Pfarrkirche der ehemaligen Benediktinerabtei Wessobrunn erhielt ihre heutige barocke Erscheinungsform zwischen 1757 und 1759 durch einen vollständigen Neubau unter Abt Beda Schalhammer. Aus stilistischen Gründen erfolgten die Planungen wohl durch den Wessobrunner Baumeister Joseph Schmuzer, alllerdings schon weit früher, da dieser bei Baubeginn bereits verstorben war. Mit der Stuckausstattung und der Gestaltung der drei Altäre erhielt Thassilo Zöpf seinen ersten Großauftrag. Um 1758/59 malte Johann Baptist Baader das Langhausfresko mit Szenen aus dem Leben Johannes des Täufers und das Altarblatt mit der Kreuzigung Christi. Gleichzeitig entstanden aus der Hand des Bildhauers Franz Xaver Schmädels die Altarfiguren.","patrons":"Abt Beda Schallhammer (reg. 1743-1760)","architects":"Architektur: Joseph Schmuzer (1683-1752); \nStuck und Altäre: Thassilo Zöpf (1723-1807); \nFresken und Altargemälde: Johann Baptist Baader (1717-1780); \nSkulpturen: Franz Xaver Schmädl (1705-1777)","monument_contact":{"phone":"08809-222","address":"Kosterhof 6 \n82405 Wessobrunn","institution":"Kath. Pfarramt Wessobrunn (Bistum Augsburg)"}},"755d9e28-1614-5e7a-abb4-064ce943bbfb":{"name":"Stuckarbeiten","description":"Besonders bemerkenswert sind die weiß stuckierten Figuren und Dekorationsstücke, die sich auf der Kanzel, auf den Altären und an den Wänden befinden. Die Altäre aus Stucco lustro sind mit Heiligenfiguren, Putten und Ornamenten reich geschmückt. Die weißen Figuren auf dem Schalldeckel oberhalb der Kanzel aus schwarzem und rotem Marmor stechen künstlerisch besonders hervor. Ganz oben befindet sich die Statue des heiligen Bernhard im Sieg über Abelard. Beide Figuren vollführen dynamische Bewegungen und Gesten, die sich auf ihren Disput beziehen. \nDie Statuen auf dem Hochaltar stellen in der Mitte (vermutlich) Papst Eugen III und Bischof Peter von Tarentaise sowie auf den beiden äußeren Seiten Erzbischof Konrad von Salzburg und Bischof Otto von Freising dar. In ihren sanften Bewegungen und in der Brise, die durch ihre Kleider weht, kann man die Dynamik der barocken Ära gut nachempfinden. \nErwähnenswert sind auch die Statuen auf den Seitenaltären und die Rokoko-Dekoration auf Altären, Säulen und Wänden, allesamt ausgezeichnete Beispiele der Stuckateurskunst des 18. Jahrhunderts.","dates":"Ab 1758","location":"Auf der Kanzel, auf den Altären und an den Wänden"},"75cecfe2-f05e-5610-8565-5c3e75478672":{"name":"Katholische Filialkirche zur Hl. Dreifaltigkeit","alternate_name":"„Untere Pfarrkirche“ (bei den Einheimischen wird die Dreifaltigkeitskirche auch","description":"Der Hauptraum des Baus hat die Gestalt einer Rotunde mit 17,5 m Durchmesser, einbeschrieben in ein Achteck. Acht Pfeiler mit Doppelpilastern bilden einen Kranz gleicher Arkaden, der die Rundkuppel trägt. Stukkierte Gurte steigen von den Gebälken zur Laterne auf, deren acht Fenster der Überlieferung nach aus dem Vorgängerbau stammen sollen. Auch das Hauptfresko ist somit in acht Segmente unterteilt. Die Zahl Acht, die die Einheit mit Gott symbolisiert, wird zusammen mit dem Kreis, dem Symbol der Vollkommenheit schlechthin, in Baugestalt und Ausstattung zur Anschauung gebracht und durch das Bildprogramm weiterhin interpretiert.","short_description":"Der reizvolle, architektonisch sehr interessante Zentralbau liegt am Rande des kleinen Dorfes Strassen im Hochpustertal. Wiewohl von einem Lienzer Meister geschaffen, ist er ein Ableger der Salzburger Baukunst an der Schwelle zum Frühklassizismus, geprägt vom Hofbauverwalter Wolfgang Hagenauer. Die Strassener Filialkirche ist zwar unverkennbar an Zentralbauten Hagenauers orientiert, doch zurück übersetzt in die traditionelle Sprache des Spätbarock.","type":"Sakralbau (Filialkirche)","dates":"1763-68, Weihe 1784","location":"Strassen, Tirol, Bezirk Lienz","method_for_datation":"Chronogramme in den Deckenfresken mit Datum 1763 und 1768 sowie außen über dem Portal das Jahr 1769.","bibliography":"Frodl-Kraft, E.,Wolfgang Hagenauer und eine Gruppe nordosttiroler Kirchenräume, in: Wiener Jahrbuch für Kunstgeschichte, 14 (=18), 1950, S. 131-194 (hier: S. 152 ff.) \nFrodl-Kraft, E., Tiroler Barockkirchen, Innsbruck 1955, S. 49f.","author":"Frank Purrmann","history":"Belegt ist, dass bereits 1638 eine an dieser Stelle stehende Kapelle vergrößert und 1641 durch den Weihbischof von Brixen geweiht worden ist. 1763 hat man diese bis auf das Fundament abgetragen und den Neubau auf der Grundlage eines Plans von Thomas Mayr aus Lienz begonnen. Der Rohbau konnte 1766 vollendet werden, 1768 war die wandfeste Ausstattung im Wesentlichen fertiggestellt. Weihe am 7. August 1784 durch den Fürstbischof von Brixen. Das Innere wurde erstmals 1930 renoviert, wobei auch die Sakristei erweitert worden ist, das Äußere 1949-52. Ein umfassende Restaurierung erfolgte 1977-79, eine weitere 1990.","patrons":"Pfarre Sillian (Kuratie Strassen)","architects":"Architektur: Thomas Mayr (aus Tristach) \nDeckenfresken: Franz Anton Zeiller (1716-1794)","monument_contact":{"email":"pfarramt.sillian@utanet.at / pfarre.sillian@dibk.at","phone":"+43 048 466 351","address":"Dorfstraße 15, \nAT- 9918 Strassen","institution":"Pfarramt Sillian"}},"761805a3-972f-5d64-ac0b-e34572439bf3":{"name":"Sulaimaniyya-Madrassa","description":""},"763c1dc5-b3ae-5fc9-b99e-a58d295dd192":{"name":"Leben und Wirken des hl. Augustinus sowie Gründung des Klosters Weyarn","description":"Die farbenfrohen, von Staffageelementen höfischer Genremalerei geprägten Deckenfresken zeigen drei entscheidende Lebensstationen des Ordensgründers St. Augustinus (Bekehrung, Wirken als Ordensgründer und Theologe) sowie vor dem Chorbogen die Weyarner Klostergründung als eine mittelbare Folge seines Wirkens.","dates":"1729","location":"Gewölbe des Langhauses"},"76581795-0108-5c3c-9171-4acb49fd7ff6":{"name":"Alter Hafen","description":""},"76789659-5402-53ca-bb05-6967a2feb46c":{"name":"Kirche Architektur","description":"Kurioserweise kann man von dieser groß dimensionierten Basilika – mit dreigeschossiger Fassade, zwei 80 m hohen Türmen mit Kuppeln und Laternenaufsätzen – kein Foto der Hauptfassade machen. Eine knapp gegenüberstehende Wand zwingt den Betrachter, nahe davor zu stehen (auch auf der Terrasse), sodass man mit den Augen immer nur Teile der Architektur erfassen kann. \nDas Kircheninnere mit großen, weißen Halbsäulen und bewegtem Gebälk präsentiert sich mächtig, festlich und elegant. Das Gesims mit reicher Stuckverzierung beherrscht den Raum, so dass die beiden leicht vorspringenden Chororgeln beinahe unbedeutend wirken. Im Unterschied zur Architektur stehen die unprätentiösen Fresken im Gewölbe, die an manchen Stellen das Hauptmotiv des Kircheninneren, die Säulen, illusionistisch weiterführen.","dates":"1686-1708","location":"Im Nordwesten des Stiftsgebäudes (auf romanisch-gotischem Grundriss und unter Einbeziehen einiger Teile der älteren Architektur)"},"769f5fbf-87c9-548e-bbeb-0427004b6c64":{"name":"Tintenfaß, (Schreibzeug).","description":"Das zylindrisch geformte kleine Schreibzeug hat einen Dekor, der als Fries mit vier Rundmedaillons gestaltet ist. Eine der Darstellungen in den Medaillons zeigt einen Reiter mit Geparden. Diese Tiere wurden für die Jagd regelrecht ausgebildet, um den Herrscher bei der Jagd zu begleiten. Ein Reiter jagt mit Pfeil und Bogen, einer erscheint mit auf der Hand des Jägers ruhendem Jagdfalken, einer mit angreifendem Löwen. Der dekorative Untergrund für diese Herrschersymbole der Macht sind symmetrisch angelegte Arabesken mit Tiermotiven und der Darstellung der Sonne. Die Mittelachse ist aus Löwen- und Stierkopf und dem Sonnensymbol aufgebaut. Die Ranken enden in Paaren von Fischen, Vögeln, Sphingen und Steinböcken. Sie erscheinen sehr phantasievoll. Der Boden ist mit einem Flechtbandornament versehen. Die Pflanzenranke mit Tierköpfen entstand im 12. Jahrhundert in östlichen Teilen der islamischen Welt, sie wurden aber auch im 13. Jahrhundert im Herrschaftsgebiet der Ayyubiden und des nordirakischen Fürsten Badr ad-Din von den Künstlern benutzt. Später war sie auch wichtig für die Metallkunst der Mamluken. Das Schreibzeug hat an der Oberseite eine halbkreisförmige Öffnung mit Deckel für den Einsatz eines Tintenfasses und zwei kreisförmige Öffnungen für die Aufbewahrung der Schreibfedern. Dieser Teil ist vermutlich eine Restaurierung aus mamlukischer Zeit. Dabei wurde ein Blütendekor verwendet, der der Qualität des künstlerischen Entwurfs des übrigen Teils des Gefäßes nicht entspricht. Der Besitzer eines Schreibzeuges wie dieses, galt als gebildeter Mann, da er die Kunst des Schreibens beherrschte, die wegen ihrer koranbezogenheit in der islamischen Welt eine besondere Wertschätzung genoß. Der Koran galt als die Offenbarung des Propheten Mohammad, die bis heute in arabischer Schrift geschrieben wird.","short_description":"Dieser zylindrische Tintenhalter verfügt über Behälter für Tinte und Schreibgerät und ist mit Silbereinlegearbeiten versehen, die Szenen einer königlichen Jagd zeigen. Gelernte Schreiber dieser Zeit waren stolz auf ihre verzierten Tintenhalter. Dieses Exemplar könnte also von einem Schreiber in Auftrag gegeben worden sein.","holder":"Museum für Islamische Kunst","owner":"Kunstgewerbemuseum.","initial_owner":"1890 vom Berliner Kunstgewerbemuseum bei A. Cantoni in Mailand erworben.","dates":"2. Hälfte 7./ 2. Hälfte 13. Jh.","location":"Berlin","dimensions":"Höhe 6,5 cm Durchmesser 7 cm.","method_for_datation":"Vergleiche der Ornamentik führen zu dem Ergebnis, dass dieses Tintenfass mit großer Wahrscheinlichkeit in die zweite Hälfte des 7. Jh. H./ 13. Jh. n. Chr. gehören dürfte.","method_for_provenance":"Es kann nicht eindeutig zwischen Syrien oder Irak als Herkunftsland unterschieden werden, da tauschierte Metallarbeiten im ganzen Kulturgebiet entstanden.","provenance":"Syrien oder Irak.","obtention":"1890 vom Kunstgewerbemuseum bei A. Cantoni in Mailand erworben. Überweisung durch das Kunstgwerbemuseum als Dauerleihgabe.","bibliography":"Kat. Museum für Islamische Kunst. Berlin, 1979, Nr. 370. \n \nBaer, E., Encyclopaedia Islamica, Supplement 3-4, Leiden, 1981, 203-4 ( s.v. Dawat). \n \nAllan, J. W. Islamic Metalwork. The Nuhad es-Said Collection, London, 1982, 32-9. \n \nHagedorn, A. Die Blacas-Kanne. Zu Ikonographie und Bedeutung islamischer Metallarbeiten des Vorderen Orients im 13. und 14. Jahrhundert, Münster, 1992, Nr. 128. \n \nWard. R. Islamic Metalwork, London, 1993, 71-93.","author":"Annette Hagedorn"},"77da7614-9b91-52f9-a8f6-51683004bb06":{"name":"Kassettendecke","description":"Wohl von einem im Profanbau geschulten Meister wurde im Langhaus eine mit Rechteck- und Achteckfeldern sowie vergoldeten Rosetten gestaltete hölzerne Kassettendecke geschaffen. Aufgrund der Kleinteiligkeit und Verschachtelung der Felder war sie wohl nie für ein Bildprogramm vorgesehen. Dennoch verleiht sie dem Raum den Charakter eines Festsaals und unterstreicht dadurch die Wirkung der Altäre.","dates":"Um 1650","location":"Langhaus"},"781a8e20-02ce-55a0-b05a-606f47a77b97":{"name":"Hofburg","description":"In der unregelmäßigen, für einen Barockbau untypischen Grundrissorganisation der Hofburg wird die Einbeziehung und Umgestaltung früherer Bauteile deutlich. Im Zentrum der Anlage steht ein großer rechteckiger Innenhof, eingefasst vom Hofgassentrakt im Süden und dem extrem langgestreckten, leicht abgeknickten Trakt am Rennweg mit seinen zwei Eckrondells. Die wesentlichen barocken Repräsentationsräume finden sich im Osttrakt, darunter Gardesaal, Riesensaal, Lothringerzimmer und die Kaiserappartements. Die Ausstattung des späten Rokoko wurde in einigen Räumen im 19. Jahrhundert durch Neurokoko ersetzt.","short_description":"Die ausgedehnte Schlossanlage zwischen Rennweg und Dom im Zentrum der Innsbrucker Altstadt verdankt ihren unregelmäßigen Grundriss der schrittweisen Errichtung seit dem Spätmittelalter. Unter Maria Theresia erfolgte zwischen 1755 und 1780 der weitgehende Umbau zu einer spätbarocken Residenz nach Wiener Vorbild, teils unter Einbeziehung älterer Bauteile. Von besonderer Wirkung sind dabei die langgestreckte Fassade zum Rennweg, der vierflügelige Binnenhof, und, als größter Festsaal, der von Maulbertsch ausgemalte „Riesensaal“.","type":"Profanbau (Residenz)","dates":"1754-56 und 1766-1776","location":"Innsbruck, Tirol","method_for_datation":"Archivalien","bibliography":"Maria Theresia und Tirol. Ausstellung. Hofburg Innsbruck, 1958, Innsbruck 1958 \nKrapf, M., Die Baumeister Gumpp. Eine Künstlerdynastie des Barock in Tirol, Katalog zur Ausstellung, Wien 1980 \nNicolò Pacassi. Architetto degli Asburgo. Catalogo della mostra, Monfalcone 1998 \nLorenz, H., Barock, München, London, New York 1999 (= Geschichte der bildenden Kunst in Österreich, Bd.4), S. 371f. \nHanzl-Wachter, L., Hofburg zu Innsbruck. Architektur, Möbel, Raumkunst. Repräsentatives Wohnen in den Kaiserappartements von Maria Theresia bis Kaiser Franz Joseph, Wien 2004 \nSauer, B., Hofburg Innsbruck. Burghauptmannschaft Österreich, Bozen 2010","author":"Frank Purrmann","history":"Ab der Mitte des 15. Jahrhunderts entstand die unter Herzog Sigmund geplante und durch Kaiser Maximilian I. ausgebaute Burganlage. Ein größerer Umbau erfolgte nach Brand 1534-40. Der spätbarocke Bau begann 1754 mit dem Hofgassentrakt nach Plan von Johann Martin Gumpp, unterbrochen 1756 wegen des Siebenjährigen Krieges. Der weitere Ausbau erfolgte 1766-70 durch den Militärbaumeister Konstantin Walter zu Pfeilsberg und den Wiener Hofarchitekten Niccolò Pacassi unter Abkehr von Gumpps Planung. Nach dem Tod Kaiser Franz’ I., der 1766 in der Hofburg verstorben ist, kam es zur Einrichtung der Hauskapelle und des angeschlossenen Damenstifts sowie zur Gestaltung des Riesensaals als „Familiensaal“ und des sogenannten Lothringerzimmers. Die Kaiserappartements wurden um 1860 neu ausgestattet.","patrons":"Landesfürsten von Tirol (Vorgänger)/Kaiserin Maria Theresia (Spätbarockbau)","architects":"Architektur: Johann Martin Gumpp d. J. (1686-1765); Konstantin Johann von Walther zu Pfeilsberg (1720-1781); Niccolò Pacassi (1716-1790) \nFreskomalerei: Franz Anton Maulbertsch (1724-1796)","monument_contact":{"fax":"+43 512 587 186 13","email":"Hofburg.ibk@burghauptmannschaft.at","phone":"+43 512 587 186","address":"Rennweg 1 \n6020 Innsbruck","institution":"Burghauptmannschaft Österreich"}},"7823d474-cb57-50a2-bd4e-06c22793c3a4":{"name":"Stift Lambach und Stiftskirche Mariae Himmelfahrt","alternate_name":"Pfarrkirche Lambach Mariae Himmelfahrt","description":"Nachdem die Kirche und die Abteigebäude während der Bauernkriege in den 1620er-Jahren geplündert worden waren, begann der damals erst 25jährige Abt Placidus Hieber von Greifenfels mit dem Wiederaufbau der Anlage. Er ersetzte die romanische, um gotische Zubauten erweiterte Kirche durch eine barocke, gab Gemälde, Statuen und Stuckarbeiten bei bekannten Künstlern in Auftrag und ließ den Südflügel des Klostergebäudes mit Zellen für die Mönche errichten. \nSein Nachfolger Abt Severin Blaß ließ die Befestigungsanlage um die Abteigebäude abreißen und den Westflügel mit dem prachtvollen Marmorportal, die Bibliothek, die Sakramentskapelle und den darüberliegenden Kapitelsaal errichten. Der bedeutendste Bauherr der Barockzeit war der folgende Abt Maximilian Pagl. Er beendete die Anlage, kaufte Kunstgegenstände für die Kirche, stattete Refektorium und Ambulatorium aus, beaufsichtigte die Anlage des Gartens, baute zwei Kapellen und – sein Hauptwerk – die der Heiligen Dreieinigkeit geweihte Kirche in Stadl-Paura mit einem Waisenhaus gegenüber.","short_description":"Da mittelalterliche Architektur spätestens im 17. Jahrhundert unmodern geworden war, begann Abt Placidus Hieber mit dem Bau der Abteigebäude. Die frühbarocke Kirche entstand auf romanischem und gotischem Unterbau. Vermutlich hat Filiberto Lucchese, der spätere Architekt zweier Kaiser, die Kirche errichtet, die als sein erstes Werk auf dem Gebiet des heutigen Österreich gilt. Auch wenn die unteren drei Geschoße der Kirchentürme romanisch blieben, wurde die Kirche – innen und außen – ein unverfälschtes barockes Gebäude.","type":"Religiöse Architektur","dates":"798 erste urkundliche Erwähnung \n1056 Stiftung und Umwandlung eines Säkularkanonikats (seit Mitte/Ende der 1040er-Jahre) zu einem Benediktinerkloster \n1639 Kirchentürme um 3 Geschoße erhöht (auf romanischem Turmunterbau) \nerste Hälfte 17. Jahrhundert Wiederaufbau der in Kriegen zerstörten Abteigebäude (auf dem und um den mittelalterlichen Gebäudekern) \n1652-1656 Bau der Kirche \n1652-1655 Gemälde für den (früheren) Hochaltar \num 1655 Stuck Kirche \n1656-1661 Gemälde Seitenaltäre \n1657 Marmorportal Westflügel \num 1660 Südflügel Abteigebäude \n1662 schmiedeeisernes Eingangsgitter Kirche \n1698 Fresken in der Kirche fertiggestellt \nEnde 17. Jahrhundert Westflügel Abteigebäude und Bibliothek \n1706-1707 Nordflügel Abteigebäude \n1708-1709 Stuck Bibliothek und Ambulatorium \n1716-1717 Hochaltar Kirche \num 1720 bis nach 1740 Fresken Decke und Wände Refektorium \n1770 Wandmalerei Theater \nvermutlich 1878 Zwiebeldächer der Türme","location":"Lambach, Oberösterreich","method_for_datation":"Historische Dokumente","bibliography":"Guby, Rudolf, *Das Benediktinerstift Lambach in Oberösterreich*, Wien: Österreichische Verlagsgesellschaft Ed. Hölzel & Co., zwischen 1925 und 1929. \nGuldan, Ernst, *Wolfgang Andreas Heindl*, Wien, München: Verlag Herold, 1970: 48, 55–59. \nLang, J., Deinhammer, P., and Trumler, G., *Lambach. Das Tor zum Salzkammergut. Mit Stadl-Paura und Edt*, Wien: Brandstätter Verlag, 2016: 7–24. \nLuger, Walter, *Die Benediktiner-Abtei Lambach*, Linz: Oberösterreichischer Landesverlag, 1978. \nMarktgemeindeamt Lambach (ed), *Lambach. 950 Jahre Stift. 640 Jahre Markt*, Lambach: Marktgemeindeamt Lambach, 2006: 35–47.","author":"Gabriele Liechtenstein","history":"Da Lambach an der damals wichtigen Verkehrsverbindung von Wien nach Salzburg und nach Passau lag und auf dem Transportweg des Salzes aus dem Salzkammergut, wählten die (späteren) Grafen von Wels-Lambach diesen Ort für ihren Familiensitz. Der letzte von ihnen, (der heilige) Adalbero, gründete dort eine Benediktiner-Abtei. \nWährend etlicher Kriege wurde das Kloster wiederholt geplündert und teilweise zerstört. Unter dem im Barock lebenden Abt Placidus Hieber von Greifenfels hatte sich die wirtschaftliche Situation so weit verbessert, dass er eine rege Bautätigkeit beginnen und sogar ein nahes Schloss und ein Domizil in Linz erwerben konnte. Der letzte Abt der barocken Epoche war Amand Schickmayr, der vom sogenannten *Reform-Kaiser* Joseph II damit konfrontiert wurde, die Besitztümer der Abtei vor Enteignung und das Kloster vor Auflösung zu retten (damals besaßen die Benediktiner schon mehr als 1600 Wohnhäuser in Lambach und verfügten über große Einnahmen). \n1784 wurde die Abtei aufgehoben, die Mönche mussten das Kloster verlassen, alles Silber abliefern und viele ihrer Besitzungen verkaufen, um die Staatskasse zu füllen. Abt Amand überlebte Kaiser Joseph II und durfte die Wiedererrichtung des Stifts erleben, das aber viele Güter und Kunstschätze verloren hatte.","patrons":"Die Grafen von Lambach lebten seit 1035 auf dem Platz der späteren Abtei. 1040 überschrieben sie ihren Besitz der Stiftung Lambach. Der (spätere heilige) Adalbero, der letzte Graf von Lambach und Bischof von Würzburg, wandelte 1056 die Stiftung in eine Benediktiner-Abtei um.","architects":"Architektur Kirche: wahrscheinlich Filiberto Lucchese (1606-1666); Stuck: vermutlich Thomas Zaisel (keine Daten); Fresken: wohl zum Großteil von Melchior Steidl (1657-1727); Hochaltar: wahrscheinlich Antonio Beduzzi (1675-1735); Gemälde Hochaltar: Joachim von Sandrart (1606-1688), Seitenaltäre: Joachim von Sandrart und Mitarbeiter; vier Statuen Hochaltar: Lorenzo Mattielli (1687-1748) sowie Hl Dreieinigkeit, Engeln und Figurengruppe in den Wolken: Paolo d´Allio (1655-1729) und Diego Francesco Carlone (1674-1750); N.N.: schmiedeeisernes Eingangsgitter (1662) Marmorportal und Statuen Westflügel: Jakob Auer (um 1645-1706); Stuckarbeiten Refektorium Nordflügel: Diego Francesco Carlone (1674-1750); Fresken Decke und Wände Refektorium: Wolfgang Andreas Heindl (1693-1757); Kanzel und Tische Refektorium (letztere heute im Ambulatorium): Balthasar Melber (n.d.); Stuckarbeiten Ambulatorium: Diego Francesco Carlone (1674-1750); Fresken Bibliothek Westflügel: Melchior Steidl (1657-1727) und Schüler; Wandmalerei Bühne Theater Südflügel: Johann Wenzel Turetschek (n.d.)","monument_contact":{"email":"empfang@stift-lambach.at","phone":"+43724521710","address":"Klosterplatz 1, \n4650 Lambach","institution":"Benediktiner von Stift Lambach"}},"788881e4-f2f1-56cf-8a99-f881106ddf24":{"name":"Kath. Pfarrkirche Mariahilf","alternate_name":"Mariahilfkirche","description":"Der Hauptraum der Mariahilfkirche ist eine zentrale überkuppelte Rotunde mit kreisrunder Deckenöffnung und Laterne. Der innere Zylinder öffnet sich unterhalb des Kranzgesimes über sechs Arkaden in Anräume. In den Diagonalen sind dies vier halbrunde Konchen, dazu auf der Hauptachse der Chor über dem Grundriss eines Dreiviertelkreises und eine querrechteckige Vorhalle. \nDie Baugestalt der Marienkirche lässt sich unmittelbar vom römischen Pantheon ableiten: Als direkte Zitate erklären sich die tempelfrontartige Fassade wie auch die von Kapellennischen einfasste Rotunde mit Laterne. Das Pantheon, das seit dem sechsten Jahrhundert eine der wichtigsten Maria geweihten Kirchen gewesen ist, hat vielfach als ideelles Vorbild für runde Marienkirchen im deutschen Früh- und Hochbarock gedient. Die Formensprache Gumpps dürfte jedoch unmittelbar von lombardischen Zentralbauten der Spätrenaissance beeinflusst worden sein (Kapellen des Sanmicheli in Verona).","short_description":"Die Votivkirche ist ein bedeutendes frühbarockes Marienheiligtum, das aufgrund eines Gelübdes am Ende des Dreißigjährigen Krieges errichtet worden ist. Zur ersten Ausstattungsphase des kreisförmigen Zentralbaus nach Vorbild des römischen Pantheons gehört unter anderem einer der frühesten Zyklen kirchlicher Deckenmalerei im deutschen Sprachgebiet.","type":"Sakralbau (Pfarrkirche)","dates":"Errichtet 1647-1649, Ausstattung bis 1689","location":"Innsbruck, Höttinger Au, Tirol, Bezirk Innsbruck","method_for_datation":"Stiftungsurkunde von 1647 und weitere Urkunden und Archivalien.","bibliography":"Böhm, Karl, Die landschaftliche Wallfahrtskirche Mariahilf in Mariahilf-Innsbruck, Innsbruck 1955 \nFrodl-Kraft, Eva, Tiroler Barockkirchen, Innsbruck 1955, S. 35f. \nDollinger, Ingeborg, Zentralbauten in Tirol, Innsbruck 1975, S. 87f. \nKrapf, Michael, Die Baumeister Gumpp, Wien, München 1979 \nBarock in Innsbruck, Ausstellungskatalog des Tiroler Landesmuseums, Innsbruck 1980 \nSkalecki, Georg, Deutsche Architektur zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges, Regensburg 1989, S. 120f. \nRampold, Reinhard, Die Pfarre und Pfarrkirche von Mariahilf in Innsbruck, München, Zürich 1986 (= Schnell und Steiner, Große Kunstführer Nr. 136)","author":"Frank Purrmann","history":"Der Bau ist eine Stiftung der Tiroler Landstände als Dank für die Verschonung im Dreißigjährigen Krieg. Als die vereinigten schwedischen, französischen und hessischen Heere in Tirol einzufallen drohten, legten die Stände am 1. Februar 1647 das Gelöbnis ab, Maria eine Kirche zu errichten. Wenig später begannen die Bauarbeiten nach Plänen des Innsbrucker Hofbaumeisters Gumpp. Der Abschluss der Bauarbeiten war im November 1649, die Weihe erfolgte 1660. Mit dem Freskenzyklus in der Hauptkuppel endete 1689 die frühbarocke Ausstattungsphase. In einer weiteren größeren Ausstattungskampagne wurden gegen 1800 v. a. die Altäre im frühklassizistischen Stil ergänzt.","patrons":"Tiroler Landstände (Stiftung der Bischöfe von Trient und Brixen sowie der vier Stände)","architects":"Architektur: Christoph Gumpp (1600-1672); \nStuck: Hans Schor (1585-1674); \nFresken: Kaspar Waldmann (1657-1720); \nAltäre: Urban Klieber (1741-1803); \nAltarblätter: Johann Paul Schor (1615-1674); Egid Schor (1627-1701); Heinrich Schönfeld (1609-1682/83); \nKopie des Gnadenbildes: Michael Waldmann d. Ä. (um 1605-1658)","monument_contact":{"fax":"+43 512 282 534 11","email":"pfarre.mariahilf@utanet.at","phone":"+43 512 282 534","address":"Innsbruck, Höttinger Au, \nMariahilfstraße \nA-6020 Innsbruck","institution":"Kath. Pfarramt Mariahilf"}},"7a442db3-4954-5129-a8ef-ef640fd2ef00":{"name":"Die erste Erscheinung des Erzengels Michael und Wallfahrt zum Monte Gargano","description":"Die Deckenfresken illustrieren typologisch die Gründungslegende des bedeutendsten Michaelsheiligtums der abendländischen Christenheit am süditalienischen Monte Gargano. Zeittypisch für das fortgeschrittene 18. Jahrhundert ist der rundumlaufende Landschaftsstreifen, auf dem Zimmermann seine farbenfrohen Figurenszenen ansiedelt. Die Naturstaffagen sind an der französischen Rokoko-Malerei des François Boucher orientiert.","dates":"1743/44","location":"Gewölbe des Erzbruderschaftsraumes"},"7aed5623-b9bf-5c4f-9d23-43b8c6d82437":{"name":"Kastell","description":""},"7b81feca-4c05-58f1-8258-e2c269898418":{"name":"ehem. Benediktinerabtei St. Benedikt","alternate_name":"Kloster Benediktbeuern","description":"An die hochbarocke Abteikirche, die als basilikaler, pionierhaft mit Deckengemälden geschmückter Emporensaal dem Salzburger Dom verpflichtet ist, schließt, verbunden über den frühbarocken doppeltürmigen Chor- und Sakristeibau, der ebenfalls frühbarocke dreiflügelige Konventstock an, mit Kreuzgang, Kapitelsaal und Refektorium im Erdgeschoß sowie Festsaal und Mönchszellen in den oberen Geschossen. Die traditionelle Arkadenarchitektur des großen äußeren Ehrenhofes täuscht darüber hinweg, dass dieser bereits dem Spätbarock angehört. An ihm liegen unter anderem nordseitig Seminarräume und südseitig der repräsentative Fürstentrakt, dessen Zentrum das Zeremonialtreppenhaus und der Neue Festsaal bilden. In feuersicherem Abstand sind der riesige vierflügelige Wirtschaftshof sowie das Archiv- und Bibliotheksgebäude errichtet.","short_description":"Die ehrwürdige, zweitälteste Benediktinerabtei Altbayerns wurde in der Barockzeit sukzessive erneuert und bietet mit ihren weitläufigen Gebäuden einen Querschnitt durch alle Dekorationstile der Epoche, beginnend beim frühbarocken Felderstuck des Mönchschores über den üppigen hochbarocken Stuck der Abteikirche hinweg zu den eleganten Régence-Dekorationen des Fürstentraktes und dem kapriziösen Rokoko der Anastasiakapelle.","type":"Sakralbau (Kloster)","dates":"1669-1673 Konventstock inklusive Chorgebäude \n1682-1686 Langhaus der Abteikirche \n1695-1731 Arkadenhof \n1708-1716 Ökonomie \n1722-1725 Archiv- und Bibliotheksbau \n1750-1758 Anastasiakapelle","location":"Benediktbeuern, Oberbayern","method_for_datation":"Durch chronikale Nachrichten.","bibliography":"Weber, L. SDB, *Kloster Benediktbeuern. Hoheits-, Wirtschafts- und Kulturzentrum seit dem frühen 8. Jahrhundert im Pfaffenwinkel* (Große Kunstführer 23), Neubearbeitung, Regensburg, 2003. \nWeber, L. SDB, *Kloster Benediktbeuern. Mit Päpstlicher Basilika und Anastasiakapelle* (Kleine Kunstführer 34), 11. neubearbeitete Auflage, Regensburg, 2001. \nJahn, P. H., „Die Baugestalt der barocken Klosterkirche St. Benedikt zu Benediktbeuern (1672-1686). Italienisches und Einheimisches in der altbayerischen Sakralarchitektur des 17. Jahrhunderts“, *Oberbayerisches Archiv* 123, 1999, 75-234. \nKirmeier, J./Treml, M. (eds.), *Glanz und Ende der alten Klöster. Säkularisation im bayerischen Oberland 1803* (Veröffentlichungen zur Bayerischen Geschichte und Kultur 21/91), München, 1991, 51-77, 185-206 \nBauer, H./Rupprecht, B. (eds.), *Corpus der barocken Deckenmalerei in Deutschland, Bd. 2: Freistaat Bayern, Regierungsbezirk Oberbayern. Die Landkreise Bad Tölz-Wolfratshausen – Garmisch-Partenkirchen – Miesbach*, München, 1981, 38-133.","author":"Peter Heinrich Jahn","history":"Die legendär um 742 gegründete, heute von den Salesianern Don Boscos mit neuem Leben erfüllte Benediktinerabtei gilt als zweitältestes Kloster Altbayerns und ist zudem im Besitz einer Armreliquie des Ordensheiligen St. Benedikt gewesen. Diesem ehrwürdigen Rang gemäß ließ sie auch als eines der ersten Klöster des Landes ihre Gebäude ab 1669 sukzessive erneuern, angefangen mit dem Geviert des inneren Konventstocks und endend mit dem 1731 geschlossenen Geviert des äußeren Arkadenhofes. Die letzte bedeutende Baumaßnahme galt um 1750 der Erneuerung der Anastasiakapelle, deren Reliquien das Ziel lukrativer überregionaler Wallfahrten waren.","patrons":"Äbte Amand Thomamiller (reg. 1661-1671), Placidus Mayr (reg. 1672-1689), Eliland Öttl (reg. 1690-1707), Magnus Pachinger (reg. 1707-1742) und Leonhard Hochenauer (reg. 1742-1758)","architects":"Architektur von Konventstock und Chorgebäude: Marx Schinnagl (1612-1681); \nArchitektur der Abteikirche sowie Stuck in Konventstock und Chorgebäude: Kaspar Feichtmayr d.Ä. (1639-1704); \nStuck in der Abteikirche: Giovanni Nicolò Perti und Prospero Brenno (gest. 1699); Franz Edmund Doll (1744-1824); \nDeckenfresken in der Abteikirche: Hans Georg Asam (1649-1711); \nArchitektur von Arkadenhof und Bibliotheksbau: Frater Michael Ötschmann OSB (1670-1755); \nStuck und Fresken in Bibliothek und Fürstentrakt: Johann Baptist (1680-1758) und Johann Joseph (1707-1743) Zimmermann; \nArchitektur der Ökonomie: Pater Christoph Vogt OSB (1648-1725); \nArchitektur der Anastasiakapelle: Johann Michael Fischer (1692-1766); \nStuck und Hochaltar in der Anastasiakapelle: Johann Michael Feichtmayr (1696-1772); \nDeckenfresken in der Anastasiakapelle: Johann Jakob Zeiller (1710-1783)","monument_contact":{"fax":"Kirche: (08857) 69289-18 \nKlostergebäude: (08857) 88-199","email":"Kirche: info@pfarramtbenediktbeuern.de \nKlostergebäude: info@kloster-benediktbeuern.de","phone":"Kirche: (08857) 69289-0 \nKlostergebäude: (08857) 88-0","address":"Kloster der Salesianer Don Boscos \nDon-Bosco-Straße 1 \n83671 Benediktbeuern","institution":"Kirche: Pfarramt St. Benedikt (Bistum Augsburg) \nKlostergebäude: Kloster der Salesianer Don Boscos"}},"7b88767b-c926-51da-aa90-991176a84ae4":{"name":"Rathaus der Stadt Landsberg am Lech","alternate_name":"Historisches Rathaus Landsberg, Landsberger Rathaus","description":"Das nur zwölf Meter breite Rathaus beherbergte im Erdgeschoss das Brothaus sowie im Keller die Amtszelle und das städtische Weinhaus. In den Obergeschossen befinden sich die Ratsstuben für die einstigen beiden Kammern des Stadtregiments, wovon die kleinere im ersten Stock vom Inneren Rat und die größere im zweiten Stock vom Äußeren Rat genutzt wurde. Das dritte Obergeschoss diente als Festsaal. \nDie steil aufragende Prunkfassade ist gleichmäßig in fünf Achsen gegliedert; ihre Fenster werden geschossweise höher und entsprechen damit der Wichtigkeit der dahinter liegenden Räume. Einst akzentuierte ein Säulenportal mittig das schmucklose Erdgeschoss. Wie ein engmaschiges Gespinst überzieht eine reiche Stuckdekoration die Fassadenfläche, ein darin eingewobenes Bildprogramm soll den auf Tugenden basierenden Erfolg des Stadtregiments verkünden. Die beiden oberen Hauptgeschosse sind durch dünne, mittig nach hinten geknickte Pilaster verbunden, die durch ein partiell geschweiftes Gebälk zusammengefasst werden. S-förmig gerollte Voluten bilden die Konsolen der Pilaster und zugleich die Rahmen für Bildfelder, innerhalb derer zusätzlich die Pilaster stützende Putti mit Vasen und drei Tugendallegorien wechseln. Diese symbolisieren als Halbfiguren alttestamentarischer Heldinnen – Susanna, bedrängt von den drei Greisen, Judith mit dem Haupt des Holofernes sowie eine nicht deutbare Frau – die Sittlichkeit der Stadt, ihre Standhaftigkeit und Tapferkeit. Darauf folgen im zweiten Obergeschoss fünf hochovale Büstenreliefs antiker Helden und Feldherren als Zeichen für militärische Stärke und Klugheit. Der vollplastische figürliche Schmuck des Schweifgiebels ergänzt den Tugendkanon sinnfällig um die religiöse Bedeutungsebene: In dessen Zentrum befindet sich eine von Pilastern gerahmte Muschelnische, in welcher Personifikationen der Nächstenliebe (Caritas) und Hoffnung (Spes) den Lorbeerkranz des Sieges über das Landsberger Stadtwappen halten, auf dem wiederum sich ein für den Glauben (Fides) stehendes Kreuz befindet. Somit sind dort die drei theologischen Tugenden dargestellt. Ursprünglich stand zuoberst innerhalb des Sprenggiebels quasi als Krönung eine Figur der Gerechtigkeit (Justitia) als unabdingbare Tugend eines erfolgverheißenden Regiments.","short_description":"Das Rathaus der einstigen kurbayrischen Landstadt Landsberg am Lech prunkt mit einer reich geschmückten Fassade, die als ein profanes Meisterwerk des berühmten Stuckateurs Dominikus Zimmermann gilt. Er entwickelte dafür ein Gliederungs- und Dekorationssystem, das italienische Architekturmotive mit Elementen der zeitgenössischen französischen Ornamentgraphik kombiniert und gespinstartig die Fassade überzieht. Die eingewobene Allegorik beschwört ein zu Wohlstand führendes gerechtes Stadtregiment.","type":"Öffentliches Bauwerk (Rathaus)","dates":"1699-1700: Umbau Rathaus \n1718-1719 Aufstockung und Fassadengestaltung","location":"Landsberg am Lech, Oberbayern","method_for_datation":"Durch archivalische Quellen; Inschrift “MDCCXIX” an der Fassade.","bibliography":"Dietrich, D./Weißhaar-Kiem, H., *Landsberg am Lech, Band 1: Die Bauten in öffentlicher Hand* (Die Kunstdenkmäler von Bayern, Neue Folge 3,1), München/Berlin, 1997, 304-357. \nStadt Landsberg a. Lech (ed.), *Das Landsberger Rathaus. Zur Wiedereröffnung des historischen Rathauses nach der Renovierung im Mai 1991* (Heimatgeschichtliches aus Landsberg am Lech 3), Landsberg am Lech, 1991. \nLampl, S., Dominikus Zimmermann, München, 1987, 274-279. \nBauer, H. und A., *Johann Baptist und Dominikus Zimmermann. Entstehung und Vollendung des bayerischen Rokoko*, Regensburg, 1985, 18, 128-129, 299.","author":"Eva Winter","history":"Nachdem 1698 das mittelalterliche Rathaus der kurbayrischen Grenzstadt wegen Baufälligkeit abgerissen worden war, begann man im Folgejahr an der Westseite des Hauptplatzes, im Blickfeld des wichtigsten Stadtores, mit dem Ausbau eines Wohnhauses zum heutigen Rathaus. 1718 erhöhte man das Gebäude um ein Saalgeschoss einschließlich des Schweifgiebels. Gleichzeitig stuckierten Zimmermann und seine Werkstatt im zweiten Obergeschoss den Vorplatz und den Saal des Äußeren Rates, 1719 schließlich die Fassade. Seitdem fanden mehrere Renovierungen statt, wovon einige zu Veränderungen führten: Um 1800 wurden der Schweifgiebel vereinfacht und das Säulenportal entfernt, sodann im Zeitraum 1870-1905 die oberen Säle im historistischen Geschmack umgestaltet.","patrons":"Innerer Rat der Stadt Landsberg","architects":"Entwurf zur Fassade, Stuck im 2. Obergeschoss: Dominikus Zimmermann (1685-1766); \nStuck in den Stuben des 1. Obergeschosses: Georg III. Zöpf (gest. 1706), Stephan II. Finsterwalder","monument_contact":{"fax":"+49 (0)81 91/128 172","email":"p_mayr_endhart@landsberg.de","phone":"+49 (0)81 91/128 265","address":"Hauptplatz 152 \n86899 Landsberg","institution":"Stadtverwaltung Landsberg am Lech, Katharinenstr. 1"}},"7bb44db4-3bdf-59d8-a571-b142ef6d20a2":{"name":"Beweinung Christi","description":"Das aus Kloster Ettal stammende ergreifende Gemälde steht dem römisch geprägten Klassizismus von Knollers akademischem Kollegen Anton Raphael Mengs (1728-1779) nahe und damit kompositorisch auch themengleichen Darstellungen des Annibale Caracci (1560-1609).","dates":"1790","location":"Altar der rechten mittleren Seitenkapelle"},"7c1c8bba-85a5-53bf-bfea-6f7b45ecda5a":{"name":"Alter Hafen","description":""},"7c8b3c70-db94-5b82-855a-3ef79666a763":{"name":"Cappella Palatina","description":""},"7c945bfe-51ad-5ce6-8bf3-f91d1e585a2d":{"name":"Dar asch-Scharif (Option)","description":""},"7cf6f0bd-feda-523b-8077-f848ea645afc":{"name":"San Pietro","description":""},"7d2b3ac8-5006-5bd9-839b-0e54084544a5":{"name":"Marmor-Saal und Treppenhaus","description":"Nach Carlo Antonio Carlones Tod, der beauftragt war, die Kirche und Stiftsgebäude (wieder) zu errichten, übernahm Jakob Prandtauer die weiteren Bauarbeiten. Er war ein bekannter Architekt und wollte dem Bau natürlich seinen Charakter verleihen. Er betonte den unendlich scheinenden Westflügel mit einer dreigeschossigen Portalanlage, überarbeitete das Treppenhaus und seine Fassade und fügte in der Mitte des Südflügels den hervortretenden Marmorsaal bei. \nWenn man das Stiegenhaus – eine typische barocke Anlage – hinaufgeht, kommt man durch verschiedene Teilstücke mit unterschiedlichen Ausblicken in den Hof. Es kulminiert in einer zurückgesetzten Terrasse im 2. Stock, einer Art Kaiserloge mit prächtigem Blick. Propst Johann III Födermayr ließ sie erbauen. Er liebte schlossartige Architektur, wie man am Aussehen des Marmor-Saals erkennen kann, der ebenfalls unter ihm errichtet wurde. Die Fassade ist durch besonders hohe Fenster und Säulen-Arrangements (über 3 Geschoße) und ein Mansardendach gekennzeichnet, wie es meist für Schlösser verwendet wurde (derselbe Propst ließ in der Nähe ein Schlösschen ebenfalls mit Mansardendach bauen). Das reich dekorierte Innere des Marmor-Saals mit Öl- und Freskomalereien preist die Taten Prinz Eugens von Savoyen, der den Krieg gegen die Osmann gewann und damit dem Heiligen Römischen Reich langzeitigen Frieden bescherte.","dates":"1706-1714 West-Flügel und 1718-1724 Süd-Flügel","location":"Südflügel und Westflügel"},"7d8540c7-7b2d-51f3-9a1b-376628be97a1":{"name":"Sidi-Twati-Moschee","description":""},"7e279011-a2bd-502b-84db-8a11eb8ed147":{"name":"Schaezler-Palais (ehem. Palais Liebert)","alternate_name":"Deutsche Barockgalerie","description":"Die kürzere, zur Maximilianstraße weisende Fassade bildet, deren städtebaulicher Bedeutung als Magistrale gemäß, die Schauseite des Palais. Der dreigeschossige Bau ist hier durch einen dreiachsigen Mittelrisalit akzentuiert, der mit dem breiten Torbogen, dem Zeremonialbalkon am Piano nobile und dem abschließenden Dreieckgiebel mit dem Wappen des Bauherrn mehrere nobilitierende Bauelemente vereinigt und dadurch eine dezente Pracht nach Art des französischen Klassizismus entfaltet. Dem gegenüber ist der lange, Appartementfluchten und den rückwärtigen Festssalbau vereinigende 32achsige Flügel entlang der Katharinengasse von einer gewissen Monotonie geprägt. \nDas Prunkstück des Gebäudes ist der 23 x 11 Meter große, zwei Stockwerke einnehmende und aufgrund der freistehenden Lage zwischen Gasse und Garten beidseitig befensterte Festsaal, dessen üppige Dekoration in Rokokoformen, dem sogenannten Augsburger Geschmack, gehalten ist. Der Gesamtentwurf stammt wohl von Gregorio Guglielmi, der 1767 auch das Deckenfresko schuf. Die Stuckaturen der Brüder Feichtmayr gehören zu den herausragendsten Elementen der Dekoration. Die Wände sind mit ornamental gerahmten Feldern dekoriert, in die Spiegel oder Gemälde wie z. B. die einheimische und exotische Flora und Fauna zeigenden Supraporten eingelassen wurden. Meisterhaft modelliert sind vor allem die sich aus architektonischen Gebundenheiten befreienden Gesimse der oberen Fensterreihe, die in freiem ornamentalen Spiel einen fließenden Übergang zur flachen Decke und dem daran applizierten Freskenrahmen schaffen – alles in allem ein meisterhaftes Rokoko-Interieur von höfischem Anspruch.","short_description":"Das für einen reichen Bankier erbaute Schaezlerpalais ist der bedeutendste historische Profanbau der Stadt Augsburg. An zentraler Stelle an deren Hauptstraße gelegen prägt sich die verhalten repräsentative Noblesse der Hauptfassade tief ins Stadtbild ein. Der für ein Privatpalais ungewöhnlich prunkvolle Festsaal im Inneren ist geprägt von einer üppigen Dekoration, die ein hervorragendes Beispiel der lokalen Ausprägung des Rokoko, des so genannten Augsburger Geschmacks ist.","type":"Profanbau (Stadtpalast)","dates":"1765-70","location":"Augsburg, Bayerisch-Schwaben","method_for_datation":"Archivalisch und chronikal belegt; Deckenfresko „1767“ signiert.","bibliography":"Trepesch, Christof, *Das Schaezlerpalais und die Deutsche Barockgalerie* (ein Augsbuch 7), Augsburg, 2006, 13-113. \nTrauchburg, G. von, *Häuser und Gärten Augsburger Patrizier*, München/Berlin, 2001, \nLangen, S. von, *Die Fresken von Gregorio Guglielmi* (tuduv-Studie Reihe Kunstgeschichte), München, 1994, 227-229. \nHagen, B. von/Wegener-Hüssen, A., *Stadt Augsburg* (Denkmäler in Bayern VII.83), München, 1994, 310-313. \nDietrich, D., *Aegid Verhelst 1696–1749. Ein flämischer Bildhauer in Süddeutschland*, Weißenhorn, 1986, 166, 187.","author":"Hans Christian Hönes","history":"Der Bankier und Silberhändler Benedikt Adam Liebert, dessen Finanz- und Handelsbeziehungen weit in internationale Märkte reichten, ließ von 1765-70 das Palais in bester Lage an der Hauptstraße der Stadt erbauen. Der Auftrag erging in Folge seiner Nobilitierung zum Reichsritter (1763), die nach einem dem neuen gesellschaftlichen Stand entsprechenden repräsentativen Wohnhaus verlangte. Von den weitreichenden Beziehungen des Auftraggebers zeugen die Baupläne des damaligen Münchner Hofbaumeisters Karl Albert von Lespilliez, gemäß denen der lokale Baumeister Johann Gottfried Stumpe das Palais errichtete, sowie das Engagement des römischen Wandermalers Gregorio Guglielmi, der auch für den Wiener Kaiserhof tätig war.","patrons":"Freiherr Benedikt Adam Liebert von Liebenhofen (1731-1810)","architects":"Palais: \nArchitektur: Karl Albert von Lespilliez (1723-1796); \nBauausführung: Johann Gottfried Stumpe (1708-1777); \nFestsaal: \nEntwurf und Deckenfresken: Gregorio Guglielmi (1714-1773); \nStuck: Franz-Xaver Feichtmayr (1735-1803); Simpert Feichtmayr (1732-1806); \nSchnitzarbeiten: Placidus Verhelst (1727-78)","monument_contact":{"fax":"+49 (0)82 32 44 10 5","email":"Kunstsammlungen.stadt@augsburg.de","phone":"+49 (0)82 13 24 41 02","address":"Maximilianstraße 46, \n86150 Augsburg","institution":"Kunstsammlungen und Museen der Stadt Augsburg"}},"7e5e3b36-b56d-513c-b38f-700dbd566450":{"name":"Kasba und Stadtmauer","description":""},"7e648131-6f01-5d95-a440-db525f9a8f3b":{"name":"Stadtzentrum","description":""},"7e6eadc1-811c-59d2-b178-1c85cc637d89":{"name":"Sqifa al-Kahla","description":""},"80903990-ddf3-5c36-bb78-e716a6d2f404":{"name":"Gemeinderaum","description":"In der Rotunde wiederholt sich das an der Fassade bereits eingeführte Motiv der Doppelpilaster, die die tragenden Mauern zwischen den Arkaden veranschaulichen. Zwischen den Pilastern öffnen sich sechs gleichförmige Arkaden, deren Bögen von Pfeilern getragen werden. Somit ergeben sich sechs von Doppelpilasterpaaren gerahmte Raumtore. Darüber, den ganzen Raum zusammenfassend, ein umlaufendes Kranzgesims, das über den Pilastern zu einem vollen Gebälk entwickelt ist. Die Kuppelwölbung setzt erst über einer schmalen Attikazone an. Die Gurte des Gewölbes, die in einem schmalen Ring um die runde Laternenöffnung zusammenlaufen, setzen die Vertikale der Pilaster fort, während sich die großen hochovalen Freskenfelder, die sozusagen die Kuppelschale öffnen, in Entsprechung zu den Bogenöffnungen oberhalb der Arkaden befinden.","dates":"1647-1649","location":"Große Mittelrotunde"},"811c78b3-34d9-54df-bc61-6623d14d26f2":{"name":"Kanzel","description":"Die Kanzel des Innsbrucker Bildhauers Moll ist ein besonders opulentes Beispiel für die barocke Inszenierung der Predigt und des Predigers. Die reich geschwungenen Formen von Fuß, Brüstung und Schalldeckel sind von einer Fülle von Figuren und Symbolen besetzt, darunter die Personifikationen der göttlichen Tugenden am Kuppelfuß und die Evangelistensymbole am Schalldeckel.","dates":"Um 1730","location":"Nordöstlicher Langhauspfeiler"},"8145d2c1-7c14-5207-8402-31352fd57971":{"name":"Dargestellte Musik","description":"Im Barock gab es ein starkes Zusammenspiel aller Künste. Da die zeitgenössische Musik eine bedeutende Rolle spielte, wurde sie auch ein Thema in den Bildenden Künsten. In Wilhering gibt es zahlreiche Engel – gemalt, Statuen oder auf Reliefs –, die der Madonna zu Ehren singen und konzertieren. \nGemalte Musiker-Engel unter der Orgelempore begrüßen den Eintretenden. Über ihnen befinden sich Stuck-Reliefs in Weiß und Gold mit Musikinstrumenten und musizierenden Putti sowie ein Gemälde von König David mit Harfe. Weiter oben auf dem Orgelgehäuse gipfelt die Kunst in der Darstellung eines Engelkonzerts mit vergoldeten Instrumenten. \nEin zweiter König David mit Harfe – wie alle Statuen in der Kirche aus Stuck gefertigt – steht auf der Chor-Orgel und weist den musikalischen Weg in Richtung Altarraum. Das dortige Decken-Fresko schließt den Reigen symbolisch: Chor und Orchester begleiten die Muttergottes während des Aufstiegs in den Himmel.","dates":"1739-1751","location":"Fresken, Reliefs und Figuren"},"81999cc4-ff15-5106-a1cf-4b2614437409":{"name":"Abu-Zama’a-al-Balawi-Mausoleum","description":""},"81b4bb52-8b07-5a5b-88b7-ddd086e84db0":{"name":"Hochaltar","description":"Der monumentale, fast 19 Meter hohe Hochaltar bildet den Zielpunkt des Prospektes, der sich beim Eintritt in die Kirche eröffnet. Wie in einer Prozessionsstraße führt die Abfolge der einfacher gestalteten Nebenaltäre auf den Mittelpunkt dieser Inszenierung hin. Das Altarblatt zeigt Maria als Rosenkranzkönigin mit den beiden Kirchenpatronen. Die ikonographische Besonderheit dieses Altars ist indessen der Auszug, ein bühnenartiger, perspektivisch gestalteter Löwenthron Salomonis, auf dem Christus thront: „Ecce plus quam Salomon hic“. Die großen Standfiguren (hll. Augustinus, Norbert sowie Vigilius und Kassian) wurden von Josef Stapf 1768 anlässlich des Umbaus der Mensa ergänzt.","dates":"1662-1665 (Altaraufbau) \n1671 (Altargemälde) \n1768 Umbau der Mensa/Standfiguren","location":"Ostwand des Chores"},"821cd765-2d08-5e55-ab82-e653efb6cb1a":{"name":"Stuck","description":"Der im Einzelmotiv schon recht spielerisch wirkende, im Gesamten sehr harmonisch und mit zurückhaltender Eleganz behandelte Wessobrunner Stuck trägt wesentlich zur Flächengliederung sowie Akzentuierung von Kanten, Gurtbögen Stichkappen bei, gelegentlich die Grenzen ein wenig überspielend. Außerdem werden die Freskenfelder eingefasst und so in ihrer Bedeutung gesteigert. Im Chor sind in das ornamentale Dekorationssystem darüber hinaus trophäenartig präsentierte Symbole von Kirche, Papsttum und Messfeier integriert.","dates":"1747","location":"Chor- und Langhausgewölbe"},"822e3a3f-31bb-5282-a43f-c87bfb9f121d":{"name":"Santa Maria della Speranza (optional)","description":""},"82548e9a-a709-5f7b-95e4-7a24e41f67b8":{"name":"Stiftskirche Wilhering \nStiftskirche der Zisterzienser in Wilhering","alternate_name":"Stiftskirche Mariae Himmelfahrt in Wilhering","description":"Als große Ausnahme in Österreich entwickelte sich Rokoko in Oberösterreich wesentlich stärker als in den anderen Bundesländern. Der Einfluss kam aus dem nahen Bayern, wo sich der neue Stil großer Popularität erfreute. \nNach dem Brand im 18. Jahrhundert erhielt die (romanische) Kirche eine barocke Fassade und ein Rokoko-Interieur. Interessanterweise gab es weder ein künstlerisches Gesamtkonzept noch eine Leitung der Ausstattungsarbeiten. Fresken, Stuckornamente (zwei Phasen und Teams) und Innengestaltung entstanden (meist) nacheinander, und ergaben – überraschenderweise – ein harmonisches Gesamtkunstwerk.","short_description":"Gemäß einer Zisterzienser Tradition ist die Kirche der Jungfrau Maria geweiht, beinahe jedes Kunstwerk bezieht sich auf das Leben der Muttergottes. \nObwohl es keinen Gesamtplan für die Gestaltung des Kircheninnenraums gab, gelang es Architekten, Künstlern und Handwerkern, ein Rokoko-Gesamtwerk zu erschaffen, das den Betrachter anleitet, nicht die Details anzusehen, sondern das große Ganze, das den Rokoko-Effekt erzeugt.","type":"Religiöse Architektur, Sakralarchitektur","dates":"1733-1750 nach einem Brand Wiederaufbau der Kirche \n1738-1743 Altargemälde \n1739-1741 Stuckdekoration Langhaus \n1739?-1741 Fresken Langhaus Decke \n1742-1751 Stuckdekoration Altarraum und Querschiffe \n1747 Beginn Vergoldungsarbeiten","location":"Wilhering, Bezirk Linz-Land, Oberösterreich","method_for_datation":"Historische Dokumente","bibliography":"Reisinger, P. Amadeus, *Stift Wilhering*, Linz: OÖ Landesverlag Linz, n.d. \nStadtmuseum Linz (Hg), *Kunstjahrbuch der Stadt Linz* 1989, Vienna-Munich: Verlag Anton Schroll, 1989: 29–55. \nWeinberger, P. Gabriel, *Die Restaurierung der Stiftskirche Wilhering 1971–1977*. \nWeinberger, P. Gabriel, *Wilhering – Stift und Kirche*, Wilhering: Eigenverlag, 2018. \nZisterzienserstift Wilhering (Hg), *Stift Wilhering – Beiträge zu Geschichte, Kunst und Spiritualität*, Linz: Wagner Verlag, 2021: 361–376.","author":"Gabriele Liechtenstein","history":"Als die Zisterzienser im Mittelalter nach Wilhering kamen, werden sie zuerst in einem weltlichen Vorgängerbau gewohnt haben. Bald begannen sie, Klostergebäude und eine Kirche zu errichten. Sie erhielten weitere Stiftungsgelder, und das Kloster erreichte eine wirtschaftliche Hochblüte. \nWährend der Türkeneinfälle, der Reformation und nach dem großen Brand im 18. Jahrhundert durchlebten die Mönche schwere Zeiten. Obwohl sie keine Mittel hatten, begann Abt Johann IV – zunächst bescheiden – mit dem Wiederaufbau der Kirche. Im Lauf der Zeit geriet sie immer prächtiger, und so dauerte es eine Weile, bis die Schulden abbezahlt waren. Der Aufwand lohnte sich aber, denn die Kirche gilt heute als eines der bedeutendsten sakralen Rokoko-Gebäude Österreichs.","patrons":"Im 12. Jahrhundert verwendeten Ulrich und Cholo von Wilhering einen Teil des väterlichen Erbes zur Gründung eines Stifts. Nach Ulrichs Tod übertrug Cholo die Stiftung dem Zisterzienserorden.","architects":"Architektur: Johann Haslinger (1701-1741), vielleicht nach Plänen von Joseph Matthias Götz (1696-1760); Innengestaltung: Andrea Altomonte? (1699-1780); alle Altarbilder: Martino Altomonte (1657-1745); Fresken (Figuren): Bartolomeo Altomonte (1694-1783); Fresken (Architektur): Francesco Messenta (1675-1745); Stuck Langhaus: Franz Joseph Ignaz Holzinger (1691-1775); Stuck Querschiffe und Altarraum, Orgel-Figuren und Statuen: Johann Georg Üblherr; Stuck Querschiffe und Altarraum (Ornamente): Johann Michael Feichtmayr (1703-1763); Vergoldung: Johann Georg Früholz (+ 1775)","monument_contact":{"fax":"+437226231111","email":"abteibuero@stiftwilhering.at","phone":"+437226231112","address":"Linzer Straße 4, \nA-4073 Wilhering","institution":"Zisterzienser des Stifts Wilhering"}},"82817bab-a50a-5ce1-8f65-0d7b359e74ee":{"name":"Johann-Nepomuk-Kapelle (Sakramentskapelle)","description":"Die 1737/38 von Egid Quirin Asam gestaltete Kapelle des populären bayerischen Landespatrons St. Johann Nepomuk ist aufgrund ihrer stark gekurvten Marmorarchitektur und der ekstatischen Figuren des Titelheiligen und dessen Namensvettern Johann Baptist und Evangelist ein Ableger des römischen Hochbarock.","dates":"1737/38","location":"südliche Seitenschiffsapsis"},"82a59005-08c0-5b55-aac4-376aae53c52e":{"name":"Nabi-Junis-Moschee","description":""},"832d056a-ca27-58e7-a2b3-5f67f6b241da":{"name":"Arabischer Turm des Palazzo Corvaja","description":""},"835b9f05-015a-5e13-abd7-66e0c76fb0da":{"name":"Madrasa al-Arghunijja","description":""},"83ad8c9d-88ec-579d-899d-65ced7e17714":{"name":"Dar Uthman","description":""},"83d3decd-9c3a-5aca-8af7-4d9325db876f":{"name":"Rechter Seitenaltar","description":"Der künstlerische Höhepunkt des Ensembles ist der rechte Seitenaltar aus ungefasstem Zirbelholz, vermutlich ein Werk des Bildschnitzers Michael Lechleitner aus Grins (wohl 1614–1669). Der laut Inschrift 1652 von Susanne Kolp und Elisabeth Linser gestiftete Altar gehört zu den bedeutenderen Altären des deutschen Frühbarock. In Fortführung spätgotischer Traditionen ist er von reicher ornamentaler Schnitzarbeit überzogen, die aus dem Repertoire der Spätrenaissance stammt, während die Gesamtform, eine hoch aufgesockelte Säulenädikula mit hochovalem Auszug, bereits stark von barockem Formengut geprägt ist.","dates":"Gestiftet 1652","location":"Südöstliches Langhaus an der Triumphbogenwand"},"845d1c41-c319-5cf8-a8a3-2a59a0cbc517":{"name":"Kapitell.","description":"Dieses Kapitell scheint wegen seiner Form als Bekrönung einer Halbsäule gedient zu haben. Seine Oberfläche wird von drei ornamentalen Dekorstreifen geschmückt: Zuoberst auf dem Streifen, der dem antiken Abakus entspricht, befindet sich eine Halbpalmettenranke, die mit Blüten besetzt ist. Diese Ranke wird von zwei schlichten, profilierten Streifen oben und unten eingefaßt. Der Mittelteil trägt einen Dekor aus stilisierten, miteinander verbundenen Halbpalmettenranken, die die Oberfläche vollständig überziehen. An den Ecken stülpen sich diese Ranken volutenartig vor und greifen damit den Akanthusdekor antiker Kapitelle auf. Während jedoch die antiken Vorbilder plastisch durchmodelliert waren, ist das Blattwerk hier ganz zweidimensional geworden. Den unteren Abschluß dieses Hauptmotivs bildet ein einfacher Rundstab. Darunter befindet sich in einem schmalen Register eine weitere Halbpalmettenranke, die den unteren Abschluß des Kapitells bildet. In seiner Gesamtwirkung steht das Kapitell in der Tradition byzantinischer Vorbilder, die Antikes aufgreifen und abstrahieren. Diese Tendenz wurde in der islamischen Kunst zu einer Areskenbildung fortgeführt. Zusammen mit anderen Kapitellen, die einen eng verwandten Dekor aufweisen, müssen die Kapitelle in der zeitweiligen abbasidischen Residenzstadt Raqqa für einen nicht näher bekannten Monumentalbau verwendet worden sein. Die Akanthuspflanze ist heute noch eine im Mittelmeerraum häufig auftretende Distelart. Sie wurde zunächst in der griechischen Kunst seit dem 5. Jahrhundert v.Chr. als Dekorelement an Grabstelen verwendet. Später wurde sie in der römischen Kunst übernommen und in der islamischen Kunst in Form vielfältiger Halbpalmettenbildungen als ein grundlegendes Motiv der Dekoration von Architektur und Kleinkunst verwendet. Alabaster ist eine in der Natur vorkommende feinkörnige, reinweiße Gipsverbindung. Das Material ist leicht zu bearbeiten und wurde deshalb seit der Antike für Architekturdekorationen, zur Verkleidung und für Plastiken verwendet.","short_description":"Dieses Alabasterkapitell, hergestellt für einen frühabbasidischen Palast in Raqqa, trägt ein Muster aus wellenförmigen Ranken mit Halbpalmetten. Es ist ein Beleg für das typisch islamische Dekorrepertoire aus dieser Zeit, bevor abstraktere Muster wie die Arabesken entstanden.","holder":"Museum für Islamische Kunst","dates":"3. H. / 9. Jahrhundert","location":"Berlin","dimensions":"Höhe 27 cm Breite 29 cm Tiefe 29 cm.","method_for_datation":"Das Kapitell stammt nach den Angaben von F. Sarre und E. Herzfeld aus der zeitweiligen Residenzstadt Raqqa, wo der Kalif Harun ar-Rashid um 185 H. / 800 n. Chr. Paläste errichten ließ. Es ist wahrscheinlich, dass das Kapitell aus einem kalifalen Bau dieser Periode stammt, so dass eine Datierung in den Anfang des 9. Jh. gegeben ist.","method_for_provenance":"Da das Kapitell nach den Angaben von F. Sarre und E. Herzfeld aus der zeitweiligen Residenzstadt Raqqa stammt, ist es sehr wahrscheinlich, dass es ein Überrest aus den Ruinen der kalifalen Bauten ist.","provenance":"Raqqa, Syrien.","obtention":"Von Friedrich Sarre über den Kunsthandel Aleppos erworben.","bibliography":"Kat. Museum für Islamische Kunst, Mainz 2001, 28. \n \nDimand, M. S., Studies in Islamic Ornament I. Some aspects of Omaiyad and early 'Abbasid ornament, Ars Islamica 4, 1937, 293-337. \n \nSarre, F. – Herzfeld, E., Archäologische Reise im Euphrat- und Tigris-Gebiet, Berlin 1911-1920, Bd. II 352 Abb. 321. Bd. IV Taf. 140, 1. \n \nHillenbrand, R. Islamic Art and Architecture, London, 1999, 38-61. \n \nKautzsch, R Kapitellstudien, Berlin/Leipzig, 1936.","author":"Annette Hagedorn"},"84c37b00-8c97-5129-b86c-59196b9c0933":{"name":"Kath. Pfarrkirche St. Andreas","description":"An das geräumige, fast quadratische spätgotische Langhaus in Form einer dreischiffigen Basilika schließt sich der gestreckte barockisierte Chor an. Der zweijochige Chor lässt die spätgotische Anlage noch unschwer erkennen, mit einem typischen 5/8-Polygon als Schluss und äußeren Strebepfeilern. Da das östliche Joch etwas breiter als das westliche ist, werden in der Sicht vom Langhaus aus die Raumgrenzen verschleiert, so dass der durchlichtete Chor hinter dem Triumphbogen eine abgerückte, geradezu visionäre Erscheinung erhält. Im Zentrum steht der kräftig durch Vollsäulen instrumentierte Hochaltar, in dessen Aufbau das obere Ostfenster einbezogen ist, ein barocker Effekt, der bis auf Berninis Cathedra Petri in Rom zurückzuführen ist. Der Auszug des Hochaltars vermittelt über stuckierte Draperien zur Gewölbezone mit Stuckornamentik und Deckenfresken in geschwungenen Kartuschen.","short_description":"Die spätgotische Lienzer Stadtpfarrkirche ist ein bedeutendes Beispiel für die Barockisierung eines mittelalterlichen Sakralbaus in Tirol. Der Gegensatz der triumphalen Barockformen im Chor zur Strenge des Landhauses wird bewusst ausgespielt und der Chor, der Ort der Eucharistiefeier, gleichsam als eine Himmelsvision inszeniert.","type":"Sakralbau (Pfarrkirche)","dates":"Spätgotischer Bau geweiht 1457, barockisiert ab 1737 (Chor von 1760 bis ca. 1765)","location":"Lienz, Tirol, Bezirk Lienz","method_for_datation":"Archivalien, Inschriften","bibliography":"Maister, Karl, Unterkircher, Franz, Die Stadtpfarrkirche zum Hl. Andreas Lienz Osttirol, 2. neubearb. Auflage, München, Zürich 1956 (= Schnell und Steiner, Kleine Kunstführer Nr. 444) \nBeinsteiner-Krall, Gertrud, Anton und Joseph Anton Zoller. Ein Beitrag zur Barockmalerei in Tirol, Innsbruck 1978 \nPizzinini, Meinrad, Stadtpfarrkirche St. Andrä in Lienz, Diözese Innsbruck, Bundesland Tirol, Passau 2004 (= Peda-Kunstführer Nr. 572) \nÖsterreichische Kunsttopographie, Bd. 57,1, Bezirkshauptstadt Lienz und Lienzer Talboden, mit Beiträgen von Herta Arnold, Horn 2007","author":"Frank Purrmann","history":"Lienz gehörte seit 811 zum Erzbistum Salzburg, und die Pfarrei bestand wohl schon im frühen Mittelalter. Ein erster, durch einen Brand zerstörter Vorgängerbau wurde 1204 geweiht. Die Reste wurden bei der Errichtung des bestehenden Baus einbezogen, der 1457 geweiht worden ist. 1737 wurden der Chor und der nördlich daran anschließende Turm bei einem Brand nach Blitzschlag beschädigt. Die Wiederherstellung des Chors erfolgte um 1760/65 in spätbarocken Formen. Der Turm wurde ebenfalls wieder aufgebaut und trug bis 1907 eine barocke Haube (dann durch neogotischen Spitzhelm ersetzt).","patrons":"Erzbistum Salzburg","architects":"Bildhauer: Johann Paterer (1712-1785) \nFresken: Josef Adam von Mölckh (1714-1794) \nAltarbild: Josef Anton Zoller (1730-1791)","monument_contact":{"fax":"+43 485 262 1602","email":"stadtpfarre.lienz@gmx.at","phone":"+43 485 262 160","address":"Pfarrgasse 4, \nA-9900 Lienz (Diözese Innsbruck)","institution":"Kath. Dekanats-Pfarramt St. Andrä"}},"8510bddb-6669-55e4-b55b-9aa81ce25268":{"name":"Stuck","description":"Mit den Brüdern Feichtmayr und Johann Georg Üblhör hatte Abt Höllerer ihm wohl aus seiner Wessobrunner Zeit bekannte Künstler gewinnen können, die sich gemeinsam schon in der Klosterkirche Diessen am Ammersee bewährt hatten. Der im Langhaus überwiegend in Form von Kartuschen angebrachte Deckenstuck zeichnet sich durch feine Rocaillegebilde aus, die teils die Fläche füllen, teils verspielte Überleitungen zwischen Architektur und Deckenbildern herstellen.","dates":"1743/44 und 1751 (Wiederherstellung nach Gewölbeeinsturz im Langhaus).","location":"Langhausgewölbe"},"85d49c80-3de4-5500-b716-92578abe8dd1":{"name":"San Giorgio – Dom (optional)","description":""},"85faa0a1-0afa-5b61-a147-3e9a37da3ea1":{"name":"Al-Khadra’-Moschee (Maqam Sittna al-Khadra’)","description":""},"861d0f2b-5399-52a3-9e8c-542cf19e001d":{"name":"Felsendom","description":""},"863327b4-a5c8-53c1-82ed-93a0973a8ea3":{"name":"Abtei San Filippo di Demenna oder di Fragalà","description":""},"86367a7f-7f39-57c5-b0a2-fb964360caaf":{"name":"Hammam al-Khalil (Museum von Hebron)","description":""},"87188e70-5901-5074-a091-18da8ed50017":{"name":"Hochaltar","description":"Dem barocken Umbau der Kirche war die Exhumierung des Leichnams der hl. Notburga vorausgegangen. Die Gebeine der verehrten Heiligen wurden um 1740 als Ganzkörperreliquie mit reichen Gewändern in einem Glasschrein in den Hochaltar integriert. Der wuchtige doppelstöckige Altar mit freistehenden Säulen und einem Baldachin im Auszug dient als eine Art Triumphpforte zwischen Erde und Himmel mit der Heiligen als Mittlerin. Zwei der äußeren Heiligenfiguren, Leopold und Kaiser Heinrich II., werden Franz Xaver Nissl zugeschrieben.","dates":"Um 1740 und 1760 (Altarfiguren)","location":"Chor"},"877fa909-7c06-5763-bd0b-ffcfc304d86e":{"name":"Hafsidischer Aquädukt (Option)","description":""},"8816447d-5a56-5a67-b59d-fccbe2c34fec":{"name":"Ponte dell’Ammiraglio","description":""},"8817f196-3685-51fa-b249-38607df00ba9":{"name":"Nördliche Seitenfassade","description":"An den Seitenfassaden finden sich keine religiösen Motive mehr, sie sind rein der Schaulust des Betrachters überlassen. Während an der Südseite ein Scheinfenster mit einer herausblickenden Dame zu sehen ist, sind im Norden überwiegend exotische Tiere dargestellt, der damaligen Mode entsprechend. Auf dem Gesims sitzen drei Affen mit einem Früchtekorb, darüber ein Papagei auf einem Stab und eine Katze am anderen Ende des Gesimses.","dates":"1770/75","location":"Nordseite"},"889f8782-5e62-5b11-89a5-a0f388893265":{"name":"Chorfresko","description":"Das Chorfresko zeigt Maria mit dem Leichnam Jesu unter dem Kreuze, sowie Engelsfiguren und den die Pfeile des Zornes zerbrechenden Gottvater.","dates":"Nach 1721","location":"Chor"},"88e757c8-ca10-5fb1-967b-a65fdddec865":{"name":"Deckengemälde *Verehrung der hl. Dreifaltigkeit*","description":"Der sonst wenig bekannte Freskant Franz Joseph Haller hat in der westlichen Kuppel mit der Thematik eines Heiligenhimmels fast vollständig auf gemalte Architektur verzichtet, von ein paar überleitenden Treppenstufen am unteren Rand abgesehen. Stattdessen bleibt hier die Wirkung der ganz in Augsburger Tradition leuchtenden Farbigkeit überlassen, die hier lichtdurchflutete Wolken darstellt, vor denen sich die prachtvollen Gewänder der Heiligen effektvoll abheben. Die Komposition ist weniger auf das Rund angelegt, als vom östlichen Rand zur Mitte hin gestaffelt, ausgerichtet auf dem in die Kirche eintretenden Besucher.","dates":"1772","location":"Westliche Kuppel"},"89c05fc9-f779-5631-bd7e-77ed9cf6185a":{"name":"Altarbilder: Taufe des indischen Edelmannes und Krebswunder des hl. Franz Xaver","description":"Die Altarbilder der dem hl. Franz Xaver geweihten Seitenkapelle verherrlichen den Heiligen als den bedeutendsten Missionar des Jesuitenordens, der wie Ignatius 1622 heilig gesprochen worden ist. Das Gemälde mit der Taufe des indischen Edelmannes wird dem berühmten, aus Biberach stammenden Maler Heinrich Schönfeld zugeschrieben, dazu an der Rückwand die Szene mit dem Krebswunders des Heiligen, durch das Franz Xaver sein Kruzifix aus dem Meer zurück erhielt. Die Darstellungen verweisen auf den Jesuitenorden als Hauptträger der missionarischen Gegenreformation.","dates":"Ca. 1670","location":"Erste rechte Seitenkapelle"},"89f1df55-2357-58fe-bc86-45fa395f58bf":{"name":"*Taufe Christi*","description":"Die als Pendant zur Kanzel konzipierte Taufgruppe gehört u.a. wegen der einfühlsamen Gestik der Skulpturen und der kapriziösen Form der altarähnlichen Rahmung zu den Hauptwerken des schwäbischen Rokoko.","dates":"1763/64","location":"nordöstlicher Vierungspfeiler der Abteikirche, oberhalb des Taufsteins"},"8a7137ac-3c8a-5f0f-8f2e-f0c7c9b9e52e":{"name":"Normannenkastell und Überreste der Kirche San Luca","description":""},"8a7ff2ed-a81e-55bf-a34d-38c4408e3017":{"name":"Cuba Ciprigna (Piccola Cuba)","description":""},"8abb8c3e-33ea-5e72-82b2-aa08a95b720e":{"name":"Bibliothek","description":"Überraschenderweise war bei Baubeginn kein Gebäudeteil als Bibliothek vorgesehen (es muss aber einen Raum für die Büchersammlung gegeben haben), vielleicht wurde sie erst später geplant oder konnte aus irgendeinem Grund nicht ausgeführt werden. Sie wurde 40 Jahre nach Baustart in zwei Stockwerken und in Form eines unregelmäßigen Kreuzes an den Ostflügel angebaut. Eine Galerie mit schmiedeeisernem Gitter und vergoldeten Blättern und Blumen ruht auf Scheinmarmor-Säulen mit korinthischen Kapitellen. Die Fensterlaibungen und Eckpfeiler haben Stuckdekoration (Pflanzen, Ornamente und Putti). Die Decke ist mit Fresken bemalt, im Kuppeldach in Form einer Scheinarchitektur. Alle Fresken zeigen Szenen, die einen inhaltlichen Zusammenhang mit Büchern haben. \nDa sich der Bibliotheksflügel nahe eines Hügels befindet, gab es nach starken Regenfällen und Erdrutschungen häufig Schäden, einmal war er ganz verschüttet. Im 19. Jahrhundert sank das Gebäude und wäre 1894 beinahe zusammengebrochen. Teile der Freskomalereien fielen herunter oder wurden durch Regenwasser beschädigt. 1969-1974 wurde die Bibliothek vollständig renoviert und das Fundament unterfangen.","dates":"1712","location":"Ostflügel, neben dem Kirchenturm liegend"},"8b5631ba-9d56-54cf-bb44-b2f1586d62ac":{"name":"Kath. Wallfahrtskirche Heiligkreuz","alternate_name":"Kreuzkirchl","description":"Das zurückhaltende Äußere der Kirche mit einem Schweifgiebel an der Frontseite verrät wenig vom Reichtum des Inneren, jedoch wird hier bereits die Baugestalt ablesbar, ein Kreuz mit zentraler Kuppelvierung und drei gleich gestalteten Armen, deren Ecken ausgerundet sind, ergänzt durch einen weiteren Kreuzarm, ein queroblonge Eingangshalle im Norden. Im Inneren beherrschen die nach römischem Muster mit abgeschrägten Pilasterpfeilern angelegte Vierung und die darüber aufragende Kuppel mit großer Laterne den Raumeindruck. Die symbolische Form des Kreuzes prägt die Baugestalt und wird in ihrer ikonologischen Bedeutung als Zeichen des Heils im Freskenzyklus Christoph Anton Mayrs auch zur bildlichen Anschauung gebracht.","short_description":"Der einzige echte Zentralbau des großen Tiroler Kirchenbaumeisters Franz de Paula Penz wurde über der Grundform eines griechischen Kreuzes errichtet, die das hier verehrte Kruzifix symbolisiert. Das Innere dominiert die Kuppelvierung mit den Hauptszenen der in kräftigen Farben gehaltenen Ausmalung zur Kreuzeslegende. So ergibt sich eine überschaubare Einheit von Aussage und Form, wie sie gerade für kleinere Zentralbauten im Spätbarock typisch ist und hier in besonders hohem Grad erreicht wird.","type":"Sakralbau (Wallfahrtskirche)","dates":"1764-1766","location":"Pill (Unterinntal), Tirol, Bezirk Schwaz","method_for_datation":"Portal mit Jahreszahl 1764, Fresken bezeichnet 1767; Archivalien","bibliography":"Walch, O., Die Kreuzkirche in Pill/Tirol. Innsbruck 1988 \nBruckmann, E., Verschiebung der Kreuzkirche in Pill, Tirol, in: architektur aktuell, Jg. 16 1982, Nr.88 \nBayer, K., Franz de Paula Penz, Wien 1991, S. 66","author":"Frank Purrmann","history":"Die Verehrung des hl. Kreuzes von Pill geht auf ein Ereignis im Spanischen Erbfolgekrieg zurück, als bayerische Truppen in Tirol eingerückt waren. Bei den Kämpfen wurde die Zirler Innbrücke am 25. Juli 1703 abgebrannt, wobei das Brückenkreuz in den Inn fiel. Unterhalb von Pill, beim Heiligkreuzstollen, wurde es unversehrt geborgen. Bald galt das Kreuz als wundertätig und wurde in einer provisorischen Holzkapelle aufgestellt. Die zunehmende Wallfahrt veranlasste den Kurat Bernhard Kiechl 1764 zum Bau einer gemauerten Kirche, die am 25. Juli 1766 vom Brixener Bischof Leopold Graf Spaur eingeweiht werden konnte. Anlässlich der letzten Renovierung 1981-85 wurde der Bau um fünf Meter von der vorbeiführenden Bundesstrasse zurückversetzt.","patrons":"Kurat Bernhard Kiechl","architects":"Architektur (Entwürfe): Franz de Paula Penz (1707-1772) \nBauleitung: Johann Michael Umhaus(er) (um 1710-1784; zugeschrieben) \nDeckenfresken: Christoph Anton Mayr (um 1720-1771) \nBildhauerarbeiten: Gregor Fritz (1693-1774; zugeschrieben)","monument_contact":{"email":"pfarre-pill@aon.at","phone":"+43 524 264 182","address":"An der Bundesstraße von Schwaz nach Innsbruck etwa einen Kilometer östlich des Dorfkerns von Pill, in Nähe zum Inn.","institution":"Kath. Pfarramt St. Anna, Auweg 1, 6136 Pill"}},"8cce66ec-0741-559a-a89c-afb0c95592e5":{"name":"Qasr Khirbat al-Mafdjar (Palast des Hischam) (Option)","description":""},"8cf711ef-326a-51bf-818a-639544b40d95":{"name":"Normannenburg","description":""},"8d201913-9b63-5da3-b54b-6ea89a835960":{"name":"Altes Residenztheater","alternate_name":"Cuvilliés-Theater","description":"Rot und Gold prägen das hufeisenförmige Theater, dessen plastische Ausstattung durch Formenreichtum mit floralen und symbolträchtigen figuralen Elementen besticht, wie z.B. Hermenpfeilern, welche die Jahreszeiten personifizieren. Über dem Eingang gegenüber der Bühne erhebt sich die große Fürstenloge, welche von je 28 Logen auf vier Rängen flankiert wird. Die künstlerische Gestaltung der Ränge spiegelte den jeweiligen Stand der Zuschauer im Sinne des höfischen Absolutismus wider. Im Hinblick darauf besitzen die Parterrelogen des Stadtadels eine einfache Ornamentierung. Der erste Rang des Hochadels zeichnet sich dagegen durch reiche Verzierungen mit roten geschnitzten Draperien auf der Brüstung und figural gestalteten Stützen aus. Brüstungsreliefs und Kartuschen schmücken den zweiten Rang des niederen Adels und den dritten Rang der Hofbeamten. Das Proszenium verwischte, im Sinne der damaligen Zeit, die Grenze zwischen der Realität des Zuschauerraums und dem Bühnenspiel.","short_description":"Das als Cuvilliés-Theater bekannte Opernhaus in der Stadtresidenz der bayerischen Kurfürsten gilt als beispielhafter Bau des höfischen Rokoko in Bayern und wurde ab 1751 im Auftrag von Kurfürst Max III. Joseph nach Entwurf des in Paris geschulten François Cuvilliés d.Ä. errichtet. Hervorzuheben ist die in Holz geschnitzte kapriziöse Verzierung der Logen im französischen „style rocaille“ und als technische Besonderheit das einstmals anhebbare Parkett.","type":"Palastarchitektur (Hoftheater)","dates":"1751-1753","location":"München-Altstadt, Residenz, Oberbayern","method_for_datation":"Durch archivalische Quellen.","bibliography":"Heym, S., „Kurfürst Max III. Joseph“, *Die Münchner Residenz. Geschichte – Zerstörung – Wiederaufbau* (ed. Faltlhauser, K.), Ostfildern, 2006, 86-95. \nMeitinger, O., „Der Wiederaufbau des Cuvilliés-Theaters (Altes Residenztheater)“, *Die Münchner Residenz. Geschichte – Zerstörung – Wiederaufbau* (ed. Faltlhauser, K.), Ostfildern, 2006, 215-223. \nBrunner, H., *Altes Residenztheater München. Amtlicher Führer*, München, 1997. \nHeym, S., *Das Alte Residenztheater, Cuvilliés-Theater in München*, München, 1995. \nBraunfels, W., *François Cuvilliés. Der Baumeister der galanten Architektur des Rokoko*, München 1986, 129-139, 182.","author":"Caroline Straube","history":"Nach dem Residenzbrand von 1750 übernahm François de Cuvilliés d.Ä. die Planung eines „Neuen opera Hauß“. Die Grundsteinlegung erfolgte 1751 an der Stelle des heutigen Residenztheaters; 1753 wurde es im Beisein von Kurfürst Max III. Joseph eröffnet. Sein Nachfolger Kurfürst Karl Theodor ließ das Opernhaus im Rahmen einer neuen Theaterauffassung erweitern und machte es so einem größeren Publikum verfügbar. Als Schutzmaßnahme während des Zweiten Weltkrieges wurde die Rokokoausstattung ab 1943 ausgebaut und eingelagert. Der Wiederaufbau des 1944 zerstörten Bühnenhauses und des Zuschauerraumes erfolgte nicht an derselben Stelle, sondern ab 1956 im so genannten Apothekenstock der Residenz.","patrons":"Kurfürst Max III. Joseph von Bayern (reg. 1745-1777)","architects":"Architektur: François de Cuvilliés d.Ä. (1695-1786); \nBauleitung: Leonhard Matthäus Gießl (1707-1785); François de Cuvilliés d.J. (1731-1777); Carl Albert von Lespilliez (1723-1796); \nStuck und ehem. Fresko: Johann Baptist Zimmermann (1680-1758); \nBildhauerarbeiten: Johann Baptist Straub (1704-1784) und Werkstatt; Joachim Dietrich (1690-1735); \nKistlerarbeiten/Ornamentschnitzereien: Adam Pichler (um 1690-1761); \nBühneneinrichtung: Giovanni Paolo Gaspari (1712-1775).","monument_contact":{"fax":"+49 (0)89 29 06 72 25","email":"ResidenzMuenchen@bsv.bayern.de","phone":"+49 (0)89 29 06 71","address":"Residenzstraße 1, Apothekenstock (Eingang über Kapellen- und Brunnenhof)","institution":"Bayerische Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen"}},"8da4bfa4-102e-544c-8d43-38afff470b75":{"name":"Kongress-Saal","description":"Als zweiter, allerdings weit weniger aufwändig gestalteter Festsaal wurde der Kongress-Saal im nördlichen Hofflügel eingerichtet, der als Beratungszimmer diente. Seine spätere Rokokostuckatur an der Decke fertigte um 1758 wahrscheinlich Franz Singer an. Der rein ornamentale Stuck ist von großer Eleganz und Feinheit und verleiht dem Saal eher den Charakter eines intimen Kabinetts denn eines Repräsentationssaals, was den ursprünglichen Initentionen kaum entsprechen dürfte, aber den Wandel des Stils wie auch der politischen Bedeutung der Ständevertretung wiederspiegelt.","dates":"1725-34; Stuck um 1758","location":"Nördlicher Flügel"},"8e48c406-81de-53cf-94cd-3dd8775f331d":{"name":"Kanzel","description":"Die frei über einen Holzkern stuckierte Kanzel zählt zu den bemerkenswertesten Rokokokanzeln im ganzen süddeutschen Sprachraum. Vor allem der aufragende Schalldeckel mit seinen frei wie Wellen emporschlagenden Rocaillen, ist ein außergewöhnliches Meisterstück der Stuckateurskunst. In die Rocaillen des Deckels fügen sich die Symbole für die Predigt – Gesetzestafeln, Flammenschwert und Geisttaube – ein, während der Kanzelkorb rein ornamental gestaltet ist.","dates":"1775","location":"Langhaus-Ostseite, Mittelpfeiler"},"8e954d73-2c63-5e43-8c7f-1c76b49a5184":{"name":"Hammam al-Djadida (asch-Schifa’)","description":""},"8eae54be-a311-5baa-9827-cbd83ce0a66a":{"name":"Kath. Dominikanerkirche St. Kajetan; ehem. Theatiner- und Hofkirche","alternate_name":"Theatinerkirche","description":"Mit seiner monumentalen doppelgeschossigen Zweiturmfassade beherrscht der Kirchenbau die nördliche Münchner Altstadt. In Nischen sind Heiligenfiguren nach Entwürfen von Ignaz Günther eingestellt, die mit dem Kirchenbau in Verbindung stehen: der Ordensgründer Kajetan und die Namenspatrone der Stifterfamilie Maximilian, Ferdinand und Adelheid. Über dem Hauptportal befindet sich eine Dedikationsinschrift, oben im Dreieckgiebel das bayerisch-sächsische Allianzwappen bekrönt von einem Theatinerkreuz. Den Abschluss der quadratischen Türme bilden achteckige Aufsätze mit Volutenkranz und kuppeligen Helmen. \nDas Innere ist als kreuzförmiger Abseitensaal nach dem Schema der römischen Mutterkirche des Theatinerordens S. Andrea della Valle konzipiert. Mit Wappen und Dedikationsinschrift gleicht die ältere Portalinnenseite der jüngeren Fassade. Dem höfischen Anspruch entsprechende pompöse Säulen erzeugen zusammen mit den steilen Raumproportionen einen Eindruck des Erhabenen, wobei konkret paarweise angeordnete kannelierte Halbsäulen in die kassettierten Gurtbögen überleiten. Hinzu tritt der üppige florale und figurale Formenreichtum der weiß gefassten Stuckierung. Belichtet wird das dreijochige Langhaus mit überkuppelten und untereinander verbundenen Seitenkapellen durch den Obergaden und die hohe Tambourkuppel über der ausgeschiedenen Vierung. Den Höhepunkt der Ausstattung bilden die drei von überlebensgroßen Stuckfiguren bekrönten Hauptaltäre in Chor und Querhaus. Tordierte Säulenpaare schaffen eine konzeptionelle Einheit und verweisen zugleich als katholisches Bekenntnis auf die römische Peterskirche.","short_description":"Die doppeltürmige Theatinerkirche am Odeonsplatz zählt zu den Wahrzeichen der Stadt München. Errichtet aufgrund eines Gelübdes des Kurfürstenehepaares als Votivkirche für die Geburt des Erbprinzen Maximilian Emanuel, besticht der Bau durch seine Monumenthaftigkeit. Das weiß stuckierte Innere überwältigt durch eine üppige Dekoration in Verbindung mit einem hochherrschaftlichen Säulenpomp. Mit ihrer auf Rom verweisenden Tambourkuppel ist die Theatinerkirche ein Beispiel des italienischen Hochbarocks in Bayern.","type":"Sakralbau (Votivkirche/Ordenskirche)","dates":"Bauzeit: 1663-90 \nFassade: 1765-68","location":"München-Altstadt, Oberbayern","method_for_datation":"Inschriften über dem Hauptportal an der Außen- und Innenseite; archivalische Belege.","bibliography":"Kaiser, A., *Theatinerkirche St. Kajetan München* (Kleine Kunstführer 1971), Regensburg, 2008. \nLieb, N., *München. Die Geschichte seiner Kunst*, 4. überarbeite und erweiterte Auflage, München, 1988, 223-233. \nBraunfels, W., *François Cuvilliés. Der Baumeister der galanten Architektur des Rokoko*, München 1986, 163-168, 186. \nHeym, S., *Henrico Zuccalli (um 1642-1724). Der kurbayerische Hofbaumeister* (Schnell & Steiner Künstlerbibliothek), München/Zürich, 1984, 32-38. \nRiedl, Dorith, „Theatinerkirche St. Kajetan“, *Münchens Kirchen* (eds. Lieb, N. und Sauermost, H.J.), München, 1973, 113-126.","author":"Caroline Straube","history":"Die heute von Dominikanern betreute Kirche wurde 1662 vom bayerischen Kurfürstenpaar als Votivkirche für die langersehnte Geburt des Erbprinzen Max Emanuels gelobt und dem Theatinerorden übergeben. Architekt war Agostino Barelli aus Bologna. Die Grundsteinlegung erfolgte am 29. April 1663 durch den bayerischen Kurfürsten Ferdinand Maria. 1674, nachdem Enrico Zuccalli die Bauleitung übernommen hatte, begannen die Arbeiten an der Kuppel, die bei der Weihe am 13. Geburtstag des Erbprinzen 1675 noch unvollendet war. 1690 konnten die Türme fertiggestellt werden. Die Fassadengestaltung der Jahre 1765-68 erfolgte im Auftrag von Kurfürst Max III. Joseph nach Entwürfen von François de Cuvilliés d.Ä.","patrons":"Kurfürst Ferdinand Maria von Bayern (reg. 1636-1679) und Gemahlin Henriette Adelaide von Savoyen (reg. 1636-1676); Kurfürst Max III. Joseph von Bayern (reg. 1745-1777)","architects":"Architektur des Kirchenbaus: Agostino Barelli (1627-1687) \nArchitektur von Kuppel und Türme: Enrico Zuccalli (um 1642-1724) \nArchitektur der Fassade: François de Cuvilliés d.Ä. (1695-1786) \nStuck: Carlo Brentano Moretti; Giovanni Nicolò Perti \nAltarblätter der Querhäuser: Carlo Cignani (1628-1719); Joachim von Sandrart (1606-1688)","monument_contact":{"fax":"+49 (0)89 21 06 96 29","email":"info@theatinerkirche.de","phone":"+49 (0)89 21 06 96 0","address":"Theatinerstraße 22  \n80333 München","institution":"Dominikanerkloster St. Kajetan (Kirchenrektor Dr. Klaus Obermeier OP) (Erzbistum München und Freising)"}},"8ee3f3d0-ba08-5544-befb-51e38d6f409c":{"name":"Kasba","description":""},"8ef9bfb4-d3b4-5ef0-87cf-354fa15fff3a":{"name":"Sommerhaus, Inneres, Festsaal","description":"Der vom Haller Stadtbaumeister Simon Gremblich 1715/16 im Stiftsgarten errichtete Bau diente den Stiftsdamen als Sommerresidenz. Im Zentrum befindet sich der über sieben Fensterachsen reichende Festsaal mit den bedeutenden Wand- und Deckenfresken von der Hand Kaspar Waldmanns. Der Maler wirkte hier gewissermaßen als Architekt und Bildhauer, indem er die gesamten Wände in wuchtigen hochbarocken Bauformen illusionistisch gliederte. Diese bilden einen Rahmen für das theologische Bildprogramm mit biblischen Frauenfiguren, Vorbilder für die Stiftsdamen, während im Deckenfeld die Stifterin selbst, Erzherzogin Magdalena, vor der hl. Dreifaltigkeit erscheint.","dates":"1715/16 (Bau), 1716/17 (Fresken)","location":"Ehemaliger Stiftsgarten"},"8efd1f12-5052-51ee-9e54-57876db45757":{"name":"Allerheiligenkapelle","description":"Ein stuckierter, von Engeln aufgezogener Baldachin gibt den Blick frei auf einen Reliquienaltar, der seitlich in vier Schaukästen die Skelette der als heilig verehrten Äbte Wigpertus, Nidgarius, Adalbero und Thosso präsentiert. Über das zentrale Kreuzigungsbild werden diese in die Nachfolge Christi gestellt.","dates":"1698-1705","location":"Sakristei"},"8f369c60-4aa0-5c10-8efc-518ab3ff903d":{"name":"Funduq der Schmiede","description":""},"8f4022b6-8047-5abc-b9ae-109896ed5379":{"name":"Al-Bey-Türbe","description":""},"8f662d2b-9ace-58c0-aaf7-2d20f5416ff7":{"name":"Katholische Zunftkirche St. Josef","alternate_name":"Kirche der Jesu-Mariae-Josef-Bruderschaft für Handwerker","description":"Die Kirche ist zweistöckig angelegt. Während die Unterkirche aus zwei achteckigen Gruftkapellen gebildet wird, eine Vereinfachung gegenüber Herkomers Planung eines hl. Grabes, besteht das Obergeschoss aus zwei einfachen quadratischen Raumteilen für Langhaus und Chor. Die Zentralgestalt wird jeweils durch Eckausrundungen noch unterstrichen, und eine kräftige Arkade über Pilasterpfeilern trennt beide Raumteile deutlich. In der Perspektive fügt sich beides aber wieder zusammen: die raumhinterlegte Arkade wird zum Hauptmotiv, zum Würdezeichen des Hochaltars, der seinerseits an der Chorstirnwand nochmals von einer Arkade im Wandrelief hinterlegt ist. Schwung, aufgerichtete Proportionen und kräftige Akzente zeichnen diese Architektur aus und verleihen ihr einen Anspruch, der über eine einfache Landkapelle deutlich hinaus geht.","short_description":"St. Josef in Bichlbach ist die einzige erhaltene Zunftkirche Österreichs. Darin, weniger in den durchaus beachtlichen baulichen und künstlerischen Qualitäten, liegt ihre eigentliche Bedeutung. Das Äußere der auf einem Hügel oberhalb des Dorfes gelegenen Kirche ist sehr schlicht, aber in der Raumanlage des zentralisierten Saalbaus mit leicht abgeschrägten Ecken und dem anschließendem Chor zeigt sich einiger baukünstlerischer Anspruch und Reiz. Die Raumwirkung wird indessen ganz durch den mächtigen Hochaltar beherrscht, wogegen die übrige Ausstattung zurücktritt.","type":"Sakralbau (katholische Bruderschaftskirche)","dates":"1710-1712","location":"Bichlbach, Tirol","method_for_datation":"Gründungsurkunde der Zunftbruderschaft von Kaiser Leopold I. mit den Plänen Herkomers, ausgestellt 1694.","bibliography":"Dussler, H., Der Allgäuer Barockbaumeister Johann Jakob Herkomer. Kempten 1956, S. 71-74.","author":"Frank Purrmann","history":"Die Entstehung von St. Josef hängt unmittelbar mit den sozialen Verhältnissen des Außerfern zusammen, denn die Handwerker fanden hier im Sommer kaum Arbeit und mussten auf Wanderschaft gehen. Ihre Gottesdienste zum Abschied und zur Wiederkehr feierten sie gemeinsam in der Zunftkirche. Die Bruderschaft unter dem Patronat des hl. Josef, dem Schutzheiligen der Handwerker, gründete der umtriebige Pfarrer Lukas Egger 1690 (durch Kaiser Leopold I. 1694 bestätigt). Die Gründungsurkunde enthält bereits eine erste Planung des Kirchenbaus von der Hand des Füssener Baumeisters Herkomer, doch verzögerte sich die Ausführung. Nach neuen Plänen wurde der Bau schließlich 1710 begonnen und war nach ca. zwei Jahren weitgehend fertiggestellt. Die Weihe erfolgte indessen erst 1726.","patrons":"Pfarrer Lukas Egger/Zunft der Maurer- und Zimmerleute","architects":"Architektur: Johann Jakob Herkomer (1652-1717, erste Planung); \nAndreas Hafenegger (1666-1745, Neuplanung und Bauausführung) \nAltargemälde: Johannes Heel (1686‑1749)","monument_contact":{"email":"info@zunftkirche.at","phone":"+43 567 320 000 500","address":"Wahl 31a \nA-6621 Bichlbach","institution":"Zunftbruderschaft St. Josef"}},"8f7677b1-f9ba-5c92-859b-59c61be97c47":{"name":"Madrasa at-Tazijja","description":""},"8f913dd6-44f7-5383-a80c-856aa602cf61":{"name":"Inneres nach Osten","description":"Das von der frühbarocken Ausstattung dominierte Raumbild teilt sich in zwei horizontale Zonen, einer unteren mit Seitenkapellen und Altären und einer oberen mit Emporen und Gewölbezone, die durch den kräftigen, schweren Stuck und die buntfarbigen Freskenfelder bestimmt wird. Die Altäre folgen dem strengen frühbarocken Ädikula-Schema und sind alle in Schwarz und Gold gefasst. Der Hochaltar mit seinem triumphal inszenierten Auszug bildet die Verbindung zwischen beiden Zonen. Der indirekte Lichteinfall über Kapellen und Emporen trägt wesentlich dazu bei, den Kirchenraum als Sakraltheater wirken zu lassen.","dates":"1651-1707"},"8fa2cd8d-b816-515a-9e0d-d37d36b4f317":{"name":"Deckenfresko","description":"Der große Saal war nach Gumpps Planung ursprünglich für eine reine Stuckausstattung vorgesehen, doch rückte man davon wieder ab. Ein Wettbewerb wurde ausgeschrieben, aus dem Asam als Sieger hervorging. Nach dem Concetto des Wiltener Abtes Stickler entwarf und malte Asam das Deckenbild, das im Wesentlichen die Verherrlichung des Landes Tirol und seiner verschiedenen Regionen zeigt. Die irdischen Schätze stehen unter dem Segen des Himmels, wie auf einem von Engeln gehaltenen Band zu lesen ist: „In protectione Dei coeli commorabitur“ (Psalm 90).","dates":"1734","location":"Landtagssaal, Decke"},"8fe0581a-5b87-5ce5-b038-f57ad44a0666":{"name":"Wiederbegründung der Dießener Klöster durch die Grafen von Andechs","description":"Unüblicherweise beherrscht nicht der Ordensgründer Augustinus, sondern die Dießener Klosterhistorie das Freskenprogramm, um das bayerische Herrscherhaus als Rechtsnachfolger der im Mittelalter ausgestorbenen Stifterfamilie an seine Fürsorgepflicht zu gemahnen. So erinnert das Hauptfresko an die Neugründung des einstigen Doppelklosters durch den Andechser Grafen Berthold II.: Unter himmlischer Anteilnahme die päpstliche Bestätigung des Männerstifts St. Maria 1132 vor dem Hintergrund des römischen Lateran sowie der Eintritt der noch kindlichen Grafentochter Mechtildis in das nur kurzlebige Frauenstift St. Stephanus 1139 vor fiktiver Kirchenkulisse und in typologischer Anlehnung an den Tempelgang Mariens.","dates":"1736","location":"Langhausgewölbe"},"8fe70fa2-141b-5099-9860-09eb2b77f2e5":{"name":"Khan al-Wikala al-Gharbijja","description":""},"90660193-a19a-5963-818e-d9ce224c4e62":{"name":"Moschee Kubbat as-Su‘ud (Himmelfahrtskirche)","description":""},"908fb969-eefc-5b10-b389-f902b2a07be4":{"name":"Ribat Bairam Djawisch","description":""},"90f3066b-8d4a-516e-ae67-cf0eed88b9ef":{"name":"Kath. Stiftskirche hl. Laurentius und hl. Stephanus","description":"Die Raumanlage der Wiltener Stiftskirche umfasst drei Langhaus- und zwei Chorjoche ohne Querhaus. Seine einheitliche Wirkung verdankt der Raum vor allem dem durchgehenden Tonnengewölbe und der gleichmäßigen Abfolge der Abseiten. Das Schema italienischer Abseitensäle ist hier, im Anschluss an die frühen nordalpinen Jesuitenbauten, in Wandpfeilerbauweise übersetzt worden. Das ursprünglich auch über den Seitenkapellen durchlaufende Gebälk wurde durch spätere Umbauten im Zuge der Stuckausstattung auf die Emporenbrüstungen reduziert. Darüber schneiden Quertonnen ins Hauptgewölbe ein. Durch die Emporen in Gebälkshöhe klingt der geschlossene Raumeindruck italienischer Abseitensäle noch an. Wiewohl die Ausstattung aus zwei Phasen stammt, ist die Gesamtwirkung doch von großer Einheitlichkeit.","short_description":"Die Wiltener Stiftskirche ist als einer der ersten großen Längsbauten im deutschen Sprachraum nach dem Dreißigjährigen Krieg von besonderer Bedeutung. Obwohl Architektur und Ausstattung aus zwei verschiedenen Phasen stammen, ergibt das Innere ein recht geschlossenes Erscheinungsbild. Zu der strengen Abfolge der schwarz- und goldgefassten Altäre aus der ersten, frühbarocken Ausstattungsphase kontrastieren die Freskenfelder aus der zweiten Phase in kräftigen Farben, gerahmt von schwerem italienischen Deckenstuck.","type":"Sakralbau (Klosterkirche)","dates":"1651-1667 barocker Neubau, Fassade 1713-1719, Stuck 1702/03, Deckenmalereien 1702-1707, Altäre 1665 (1767/68 verändert).","location":"Innsbruck, Tirol","method_for_datation":"Archivalien","bibliography":"Frodl-Kraft, E., Tiroler Barockkirchen, Innsbruck 1955, S. 31f. \n850 Jahre Prämonstratenser Chorherrenstift Wilten 1138-1988 (Festschrift). Innsbruck 1988. \nSkalecki, G., Deutsche Architektur zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges, Regensburg 1989, S. 121f. \nSchomers, F. N., Prämonstratenser-Chorherrenstift Wilten in Innsbruck. Passau 2009 (= Peda-Kunstführer Nr. 735)","author":"Frank Purrmann","history":"Eine erste Laurentiuskirche ist in Wilten für das 6. Jahrhundert bezeugt. Nach der Legende erfolgte die Klostergründung im Jahre 878 durch den Riesen Haymon. Im Jahre 1138 wurde das Kloster an den Prämonstratenserorden übertragen, die Stiftskirche wurde 1201 geweiht. Nach Brand 1288 gotisch wieder errichtet. Ein Turmeinsturz, der die Kirche 1644 stark zerstörte, führte 1651 zum barocken Neubau (bis 1667). Die Fassade wurde erst 1719 errichtet, auch stammt die Fresken- und Stuckausstattung aus dem frühen 18. Jahrhundert. Weitere Umgestaltungen folgten in der Mitte bzw. zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Die Beschädigungen von 1944 wurden 1946-56 wieder hergestellt.","patrons":"Prämonstratenserstift Wilten","architects":"Architektur: Christoph Gumpp d. J. (1600-1672); Georg Anton Gumpp (1682-1754) \nStuck: Bernardo Pasquale \nFresken: Kaspar Waldmann (1657-1720)","monument_contact":{"fax":"+43 512 583 048 22","email":"info@stift-wilten.at","phone":"+43 512 583 048","address":"Klostergasse 7, \nA-6020 Innsbruck","institution":"Stift Wilten, Prämonstratenser-Chorherren"}},"9124c730-a9e4-57e6-a634-b651fa56fd75":{"name":"Sidi-al-Murdjani-Kaserne (Option)","description":""},"9177ddb1-aa6a-5f3f-9e90-4bcc20f58655":{"name":"Magnuskapelle","description":"Die als ovale Mausoleumsrotunde angelegte Grabkapelle des hl. Magnus soll legendär auf dessen Kirchengründung zurückgehen und ist somit Pilgerziel und Traditionsort der Abtei zugleich. Zur würdigen Marmorausstattung gehören Bildwerke des Verehrten sowie der Ordensheiligen Benedikt, Scholastika, Gallus und Columban.","dates":"1712 Bau \n1717 Altar einschließlich Sitzfigur des hl. Magnus \n1724 Heiligenstandbilder \n1751/52 Gewölbedekoration","location":"südseitig unterhalb des Orgelchors der Abteikirche"},"926bb9de-1635-5964-8408-1522672f9fdd":{"name":"Kirche – Architektur und Innenraum","description":"Wenn man vor der Abteikirche von Engelszell steht, erkennt man die Ähnlichkeit mit der Fassade der Stiftskirche von Wilhering: beide Hauptfassaden haben den Turm in der Mitte, eine Einteilung in Sockelgeschoß, Riesenpilaster-, Attika- und Turmgeschoß (in Wilhering sind es sogar zwei) und als oberen Abschluss ein hohes und reich gegliedertes Dach. Innen sind die Wände des Langhauses mit Pilastern ähnlich gegliedert wie in Wilhering. Als kreative Ergänzung ist der Grundriss der Engelszeller Kirche – im Unterschied zum Rechteck der Kirche in Wilhering – leicht elliptisch ausgeformt. \nFresken und Stuckdekoration wurden in Wilhering und in Engelszell von denselben Künstlern ausgeführt, in Engelszell schuf der Freskant auch die Altargemälde. Außerdem wurde das Team um einen Tiroler Holz- und Steinbildhauer erweitert, der damals in Unterbayern sehr populär war. Auf ihn sind die Dekoration des Kirchenportals, die Chorstühle, das Orgelgehäuse und die vier Engel in den Chornischen zurückzuführen. \nAls man 1839 das defekte Mauerwerk des Gewölbes im Kirchenschiff restaurierte, wurde das Deckenfresko zerstört und anschließend weiß verputzt. In den 1950er-Jahren wurde ein Künstler beauftragt, an dieser Stelle ein neues Gemälde zu schaffen. Der damals regierende Abt wählte dafür das Thema *Die Chöre der Engel und Maria als ihre Königin* und stellte dem Künstler die einzige Bedingung, sein Werk harmonisch und farblich an die Fresken Altomontes anzupassen.","dates":"1754-1764 Bau der Kirche","location":"Im Norden der Klosteranlage"},"92a08715-2350-530f-b788-77727a9408e0":{"name":"Vier Evangelisten (Skulpturen der Chorschranke)","description":"Im Zweiten Weltkrieg brannte 1944 der gesamte Chor aus, dabei wurden der Hochaltar und die Chorschranke mit Tabernakel zerstört. Von den vier die Durchgänge der Chorschranke flankierenden Evangelistenfiguren sind Markus, Johannes und Lukas erhalten. Die weiß gefassten Holzbildwerke zählen ihres pathetischen Ausdrucks wegen zu den Hauptwerken der bayerischen Barockskulptur.","dates":"1670/72","location":"Chor"},"93440fd3-931d-5422-9969-d6ad2edb6c97":{"name":"Fragment einer Monumentalinschrift von einem Grab.","description":"Die rechteckige Marmorplatte ist der erhaltene rechte Teil einer Monumentalinschrift im Kufi-Duktus mit vertieftem Relief. Sie zeigt zwei Schriftzeilen in einem gedrängten Kufi-Duktus, die von einem breiten, glatten Rahmen eingefaßt wird. An der linken Seite befindet sich ein sauberer Bruch, so daß angenommen werden kann, daß die folgende Platte daran anschloß. Der fragmentarische Text stammt von einem Grabinschrift mit der Formel „Darauf hat er gelebt…“ usw. in der oberen Zeile und unten folgt der Monatname des Sterbedatums „Djumada al-achira…“ und von der der Jahreszahl das Wort „drei“. Dadurch ist das exakte Datum nicht rekonstruierbar. Die Kufi-Inschrift zeichnet sich durch eine gedrungene, untersetzte Bildung aller Zeichen auf einer gedachten geraden Linie aus. Die Hastenenden verstärken sich nach oben keilförmig. Besonderes Merkmal ist auch leicht verspielte Form der Lam-Alif Hastenligatur.","short_description":"Die zweizeilige Inschrift auf dieser Marmortafel aus dem fatimidischen Ägypten ist ein gutes Beispiel für die Verwendung des Kufi-Duktus in einer Form, die scharf geschnittene Ränder bevorzugt und die Anfänge eines ornamentalen Stils für die einzelnen Buchstaben aufweist. Die Tafel stammt von einem unbekannten Grabstein.","holder":"Museum für Islamische Kunst","dates":"3.-4. H. / 9.-10. Jh.","location":"Berlin","dimensions":"Höhe 56 cm Breite 106 cm.","method_for_datation":"Eine genaue Datierung des Kunstwerkes ist nicht möglich. Die Monumentalinschrift und die Form der Einzelbuchstaben lassen sich mit Monumentalinschriften vergleichen, die in Ägypten in spätabbasidischer oder fatimidischer Zeit entstanden.","method_for_provenance":"Die Herkunft wurde in Analogie ermittelt, da für vergleichbare Monumentalinschriften in der Literatur eine ägyptische Provenienz angenommen wird. Der Hinweis, dass das Kunstwerk in Kairo erworben wurde, kann zudem als weiterer Grund gewertet werden.","provenance":"Ägypten.","obtention":"Kunsthandel Kairo 1907. Überweisung von der Altchristlichen Abteilung.","bibliography":"Kat. Museum für Islamische Kunst, Mainz, 2001, 30. \n \nEnderlein, V., Wegleitung. Islamisches Museum. Staatliche Museen zu Berlin, Rostock 1988, 12 Abb. 3. \n \nKühnel, E. Islamische Schriftkunst Berlin/Leipzig, 1942, 10 Abb. 3.","author":"Annette Hagedorn"},"93dc955e-5456-5b7f-8ed7-50decaf50978":{"name":"Dom","description":""},"93e214a2-7f15-5e87-87e8-625bd4fe8857":{"name":"Hochaltar","description":"Die drei Altäre, die im Jahr 1770 entstanden sind, gehören noch ganz der Tradition des Spätbarock an. Der Hochaltar mit seinem Säulenaufbau und dem aufragendem Auszug ist in die Ostwand des Chorraums so eingepasst, dass er sie vollkommen ausfüllt. Das große Altarbild zeigt die Krönung Mariens durch die Dreifaltigkeit, eine beachtliche Arbeit des Mühlbacher Malers Johann Mitterwurzer, entstanden 1778, in Anlehnung an das Altarblatt des Vorgängerbaus. Die Statuen sind in Majolika-Technik gefasst. Dargestellt sind Jakobus der Ältere, der Patron der Pfarrei, sowie Petrus, Paulus und Franz Xaver.","dates":"1770","location":"Chorostwand"},"940289de-5702-585e-a85b-f982cfbe67a4":{"name":"Kath. Pfarrkirche St. Stephanus","description":"Die tonnengewölbte Saalkirche mit flachen Wandpfeilern ist über dem Grundriss eines lateinisches Kreuzes errichtet, wobei das Langhaus aus vier Jochen besteht und der Chor, der gegenüber dem Langhaus kaum eingezogen ist, aus einem Joch mit angehängter halbkreisförmiger Apsis. Das Langhausjoch vor dem Chor ist mit Abseiten querhausartig erweitert, wodurch Platz für die beiden Seitenaltäre geschaffen wird. Das Gliederungssystem der Wände mit Doppelpilastern im Langhaus und einfachen Pilastern im Chor, die alle Rundbögen tragen, ist konsequent durchgehalten und ergibt eine umlaufende Wandgliederung aus Pilasterarkaden in gleichbleibendem Rhythmus. In die Bögen sind einfache Lünettenfenster einbeschrieben, darüber von Knoller gemalte Stichkappen. Am Choreingang bildet die leicht hervortretende große Raumarkade einen Triumphbogen aus.","short_description":"Die Kirche von Anras ist ein schönes Beispiel für den anspruchsvollen Tiroler Pfarrkirchenbau in der Mitte des 18. Jahrhunderts. Die Architektur ist verhältnismäßig monumental und von räumlicher Weite, die Ausstattung von erlesenem Geschmack. Der traditionelle Typus der Wandpfeilerkirche ist hier in ganz einfache, rationale Formensprache umgesetzt und bildet den würdevollen Rahmen einer zwar prächtigen, im Gesamtbildbild aber nie überladen wirkenden Ausstattung.","type":"Sakralbau (Pfarrkirche)","dates":"Erbaut 1753-1756, Weihe 1762.","location":"Anras im Pustertal, Tirol, Bezirk Lienz","method_for_datation":"Archivalien; Deckenmalereien bezeichnet 1754","bibliography":"Bayer, K., Franz de Paula Penz, Wien 1991, S. 54f. \nBaumgartl, E., Martin Knoller 1725-1804, München 2004 \nKröll, K., Die Kirchen, Kapellen und Bildstöcke der Pfarre Anras, Salzburg 2006 (= Christliche Kunststätten Österreichs, Nr. 457)","author":"Frank Purrmann","history":"In den Bau wurde die erste, aus dem 13. Jahrhundert stammende gotische Stephanus-Kirche teils mit einbezogen. Penz errichtete seinen Neubau im rechten Winkel zur alten Kirche, funktionierte deren Chor zur Sakristei um und machte somit aus dem Langhaus der alten Kirche einen Verbindungstrakt mit dem im Westen an sie anschließenden Pflegschaftshaus. 1751 wurde Penz als „Paudirektor“ eingesetzt, 1753 erfolgte die Grundsteinlegung, 1756 wurde die Kirche benediziert. Die Ausstattung dauerte bis etwa 1760, zuletzt Kanzel und Beichtstühle.","architects":"Architektur: Franz de Paula Penz (1707-1772); \nDecken- und Fassadenfresken: Martin Knoller (1725-1804) \nHochaltargemälde: Anton Zoller (1695-1768) \nAltäre und Altarskulptur: Joseph Stapf (1711-1785)","external_sources":"[http://www.osttirol-fotos.at/360\\_panos/Anras%20Pfarrkirche/tour.html](http://www.osttirol-fotos.at/360_panos/Anras%20Pfarrkirche/tour.html \"blocked::http://www.osttirol-fotos.at/360_panos/Anras%20Pfarrkirche/tour.html<br/>\nhttp://www.osttirol-fotos.at/360_panos/Anras%20Pfarrkirche/tour.html<br/>\nSTRG + Klicken, um Verknüpfung zu folgen\") \n \nPhotographie: Toni Außerlechner","monument_contact":{"fax":"+43 484 661 52","email":"Pfarre.anras@utanet.at","phone":"+43 484 661 52","institution":"Kath. Pfarramt Anras"}},"94225520-e693-542a-a6b9-940aecf88c25":{"name":"Josephsgrab","description":""},"9465d5e3-e4fa-516d-8c1b-9e3b4a0aa8cb":{"name":"Cuba","description":""},"949beb48-45b8-5856-b363-32eb9f163579":{"name":"*Tugenden und Glorie des hl. Korbinian*; *Die theologischen Tugenden*; *Thronende Maria*; *Anbetung des Lammes*","description":"Malerei und Stuckplastik der Asambrüder gehen in der Deckengestaltung eine unlösbare Symbiose ein, die auch die Gemälde in ein dekoratives, vor dem gemalten Brokatfond sich entwickelndes System miteinbezieht. Am umfassendsten verdeutlicht sich die Verschränkung der Gattungen an den römischen Jesuitenkirchen nachempfundenen Hauptfresken, den Il Gesù verpflichteten Korbiniansszenen sowie der von S. Ignazio inspirierten Scheinkuppel. An der Langhausdecke wird St. Korbinian als zweiter Titelheiliger repräsentiert. Die Fresken zeigen von Westen aus, wie dessen Tugenden die Laster vernichten sowie die Verherrlichung des Heiligen. Es folgen die drei theologischen Tugenden Glaube, Liebe, Hoffnung, gerahmt von den Wappen der Freisinger Fürstbischöfe, sodann über dem Chor in der Scheinkuppel die thronende Muttergottes und schließlich die Anbetung des Lammes durch die 24 Ältesten.","dates":"1724","location":"Mittelschiffsgewölbe"},"94e30f90-0e79-5e44-a2cc-93bce28a4337":{"name":"Kath. Pfarrkirche Mariae Geburt, St. Peter und Paul, ehem. Augustinerchorherren-Stiftskirche","alternate_name":"Klosterkirche Rottenbuch","description":"Überraschenderweise bietet die außen schlichte dreischiffige spätgotische Basilika mit freistehendem Glockenturm im Inneren eine üppige Ausstattung im Rokokostil. Verspielt gestalteter Stuck verteilt sich flächendeckend dicht über Gewölbe und Hochschiffwände. Da dieser von der Schmuzer-Werkstatt etappenweise angebracht wurde, im Chor beginnnend über das Langhaus hinweg bis zur Orgelempore, können deutliche Stilunterschiede erkannt werden: Während der Laub- und Bandwerkdekor des Chorraums noch im späten Régence-Stil gestaltet sind, tritt im Langhaus erstmals die muschelartige Rocaille als neue Ornamentform auf. Matthäus Günthers umfangreicher Freskenzyklus mit Augustinus-Szenen erstreckt sich von Westen nach Osten an den Hochschiffwänden. Das Rundbild der Vierung mit Augustinus in der himmlischen Glorie ersetzt die im Barock dort übliche Kuppel. Die aus dem Rahmen heraustretenden Fresken verbinden das Bild mit den Stukkaturen des Gewölbes und erinnern dadurch an Fresken des Cosmas Damian Asam, dessen Schüler Günther war. Franz Xaver Schmädls pompös wirkender szenischer Hochaltar und die kulissenhaft ins Mittelschiff hineinragenden Seitenaltäre unterstützen die theatralische Gesamtkonzeption des Innneraumes.","short_description":"Die mittelalterliche Basilika der Rottenbucher Augustinerchorherren erhielt im 18. Jahrhundert eine reiche Rokoko-Ausstattung einheimischer Künstler. Die überbordende Stuckdekoration der Wessobrunner Meister Joseph und Franz Xaver Schmuzer, ein vielteiliger Freskenzyklus von Matthäus Günther mit Szenen aus dem Leben des hl. Augustinus und der szenische Hochaltar Franz Xaver Schmädls mit einer seltenen vollplastischen Darstellung der Geburt Mariens verleihen dem Innenraum der Stiftskirche eine besonders feierliche Gesamtwirkung.","type":"Sakralbau (Klosterkirche)","dates":"1737-1746","location":"Rottenbuch, Oberbayern","method_for_datation":"Durch archivalische Quellen und datierte Signaturen der Fresken.","bibliography":"Engelberg, M. von, *Renovatio ecclesiae. Die Barockisierung mittelalterlicher Kirchen* (Studien zur internationalen Architektur- und Kunstgeschichte 23), Petersberg, 2005, 352-354, 601-603. \nPörnbacher, H., *Pfarrkirche – ehem. Augustinerchorherrenkirche Rottenbuch* (Kleine Kunstführer 8), 36. erweiterte Auflage, München/Zürich 1991. \nVollmer, E. C., *Der Wessobrunner Stukkator Franz Xaver Schmuzer. Ein Meister des süddeutschen Rokoko* (Bodensee-Bibliothek 24), Sigmaringen, 1979, 16-21. \nBauer, H./Rupprecht, B. (eds.), *Corpus der barocken Deckenmalerei in Deutschland, Bd. 1: Freistaat Bayern, Regierungsbezirk Oberbayern. Die Landkreise Landsberg am Lech – Starnberg – Weilheim-Schongau*, München, 1976, 476-501. \nHitchcock, H.-R., *Rococo Architecture in Southern Germany*, London/New York, 1968, 138-143.","author":"Miriam Kuhnke","history":"Die Geschichte des ehemaligen Chorherrenstiftes Rottenbuch kann bis ins 11. Jahrhundert zurückverfolgt werden. Nach mehren Bränden und dem Einsturz des Kirchturmes entstand 1477 eine neue spätgotische Basilika mit Querhaus, die bei der Umgestaltung des Innenraums und der Neuaustattung im Rokoko-Stil ab 1737 unter der Leitung des Wessobrunner Meisters Joseph Schmuzers im Kern erhalten blieb. In Zusammenarbeit mit seinem Sohn Franz Xaver gestaltete dieser bis 1744 die reiche Stuckdekoration. Sogleich im Anschluss an die Dekorierung von Chor und Querhaus begann der berühmte Augsburger Freskant Matthäus Günther mit der Ausmalung der Kirche.","patrons":"Pröpste Patrizius Oswald (reg. 1700-1740) und Clemens Prasser (reg. 1740-1770)","architects":"Architektur und Stuck: Joseph Schmuzer (1683-1752); \nStuck: Franz Xaver Schmuzer (1713-1775); \nFresken: Matthäus Günther (1705-1788); \nHochaltar: Franz Xaver Schmädl (1705-1777);","monument_contact":{"fax":"08867-913739","email":"Mariae-Geburt.Rottenbuch@erzbistum-muenchen.de","phone":"08867-1008","address":"Kosterhof 32 \n82401 Rottenbuch","institution":"Kath. Pfarramt Rottenbuch (Erzbistum München und Freising)"}},"9589f8d6-a852-5a6a-9183-c9a9681b93a0":{"name":"ehem. Benediktinerabtei St. Mang","alternate_name":"Kath. Stadtpfarrkirche St. Mang sowie Rathaus bzw. Stadtmuseum","description":"Herkomers durch die beengte Hanglage zwangsweise verschachtelter und in der Höhe gestaffelter Klosterbau überrascht mit originellen Einfällen, darunter die als Ovalrotunde angelegte Bibliothek, die über eine Rundöffnung mit dem darunterliegenden Refektorium korrespondiert. Den stadtseitigen großen Hof beherrscht der von einem Schweifgiebel bekrönte Festsaalbau. Mit einer kostbaren Marmorausstattung prunkt die zugleich als Stadtpfarrkirche dienende Abteikirche, die baulich als Import venezianischer Baukunst gelten darf: Die heimische Wandpfeilerbauweise liefert zwar die Raumstruktur, doch ist diese gestaltprägend mit Elementen oberitalienischer Benediktinerabteikirchen kombiniert, indem das kuppelige Gewölbesystem S. Giustina in Padua und die Chorlösung und Vierungskuppel S. Giorgio Maggiore in Venedig verpflichtet sind. Ins Venezianische verweisen außerdem Einzelmotive wie beispielsweise die Thermenfenster.","short_description":"Das dem Apostel des Allgäus geweihte Benediktinerkloster, situiert in pittoresker Hanglage am Rand der Füssener Altstadt zwischen Lechufer und Hohem Schloß, ist als Ableger venezianischer Sakralbaukunst eine Rarität. Als gebürtiger Allgäuer verstand es sein universal ausgebildeter Schöpfer Johann Jakob Herkommer, heimische Bau- und Kunsttraditionen mit oberitalienischen Erfahrungen zu verbinden. Hervorzuheben sind die marmorne Altarausstattung der Kirche, ein Gemälde des Venezianers Giovanni Antonio Pellegrini sowie der von dem Stuckateur Andrea Maini gestaltete prunkvolle Festsaal.","type":"Sakralbau (Kloster)","dates":"1701-1723 Kirche \n1701-1726 Klostergebäude","location":"Füssen, Bayerisch-Schwaben","method_for_datation":"Durch archivalische Quellen; Inschriften auf Vierungspfeilern; Medaillons mit Stiftungs- und Erbauungsdaten in der Tordurchfahrt.","bibliography":"Seufert, I., Johann Jakob Herkomer (1652–1717), Lindenberg im Allgäu, 2009, 25-40, 50, 52-60, 77, 80, 83-86. \nSeufert, I., *Kath. Stadtpfarrkirche St. Mang in Füssen*, Beuron/Lindenberg im Allgäu, 2004. \nRiedmüller, T., *Kloster St. Mang* (Kataloge des Museums der Stadt Füssen 1), Füssen, 1994. \nPörnbacher, H., *Pfarrkirche, ehem. Benediktinerabteikirche St. Mang in Füssen* (Kleine Kunstführer 147), 2., völlig neu bearbeitete Auflage, München/Zürich, 1987. \nHitchcock, H.-R., *Rococo Architecture in Southern Germany*, London/New York, 1968, 91-94.","author":"Peter Heinrich Jahn","translator":"Caroline Straube","history":"Die Keimzelle der um 850 gegründeten Benediktinerabtei bildet ein vom St. Gallener Mönch Magnus um 730 errichtetes Gotteshaus, das dessen Begräbnisstätte wurde und nach erfolgter Heiligsprechung zum Pilgerziel avancierte. Mit der Grundsteinlegung vom 10. Mai 1701 begann die vollständige, geschickt mittelalterliche Fundamente nutzende barocke Erneuerung des Klosters. Die bauliche und künstlerische Leitung übertrug man dem unweit von Füssen geborenen und im Veneto einschließlich Venedig geschulten Universalkünstler Johann Jakob Herkomer, der bis zu seinem Tod im Weihejahr 1717 sein Werk baulich vollenden konnte und in Chor und Querhaus der Kirche auch die Stuck- und Freskendekoration begonnen hatte. Sein Neffe Johann Georg Fischer vollendete die Kirche stilgemäß, unter anderem mit eigenen Altarentwürfen, während die Gestaltung des Festsaals dem Tessiner Stuckateur Andrea Maini übertragen wurde.","patrons":"Äbte Gerhard Oberleitner (reg. 1696-1714) und Dominikus Dierling (reg. 1714-1738)","architects":"Architektur sowie Stuck und Fresken in Chor und Querhaus der Kirche: Johann Jakob Herkomer (1652-1717); \nStuck und Relieftondi im Langhaus der Kirche, Büsten in der Tordurchfahrt: Matthias Lotter; \nFresken im Langhaus der Kirche und im Festsaal: Franz Georg Hermann (1692-1768); \nSkulpturen des Hochaltars und der Magnuskapelle, Relieftondi der Kuppelvierung: Franz Anton Sturm (1690-1757); \nQuerarm- und Seitenaltäre (Entwürfe): Johann Georg Fischer (1673-1747); \nStuck in Prunktreppenhaus und Festsaal: Andrea Maini (geb. 1683)","monument_contact":{"fax":"Klostergebäude: 08362/903-201; Kirche: 08362-39232","email":"st.mang.fuessen@bistum-augsburg.de","phone":"Klostergebäude: 08362/903-146; Kirche: 08362/6190","address":"Lechhalde 3 \n87629 Füssen","institution":"Klostergebäude: Kulturamt der Stadt Füssen; Kirche: Kath. Stadtpfarramt St. Mang (Pfarrer: Dekan Frank Deuring; Bistum Augsburg)"}},"958f68a4-0c25-54c7-908c-2464cacbbedd":{"name":"Stift St. Florian und Stiftsbasilika","alternate_name":"Stift und Stiftsbasilika der Augustiner-Chorherren von St. Florian","description":"Nach dem Ende der Kriege gegen das Osmanische Reich beauftragten die Augustiner Chorherren einen Architekten mit dem Bau einer neuen Kirche auf dem Platz eines früheren Gotteshauses. Als nächstes wurde, daran anschließend, der enorm lange Westflügel errichtet. Ein anderer Architekt, der das repräsentative Stiegenhaus leicht änderte und fertigstellte, fügte auch das mächtige Portal bei, das sich über drei Stockwerke erstreckt. \nDer Südflügel mit dem pavillonartig herausgestellten Marmorsaal gilt als das Wahrzeichen von St. Florian. Der Hof wurde mit dem Bau des Ostflügels geschlossen, in dessen Mitte sich die Bibliothek befindet. Es gibt noch einen anderen, kaum zu sehenden Trakt, der im Nordosten des Stiftsgebäudes herausragt, das Sommer-Refektorium, das ein geplantes, nicht ausgeführtes Projekt erahnen lässt. Es sollte ein Zwillingsgebäude (ein Theater) gegenüber und einen anschließenden weitläufigen französischen Garten erhalten.","short_description":"Wie etliche Menschen dieser Epoche liebten es auch die fünf im Barock lebenden Prälaten und Pröpste, neue Gebäude zu errichten. 1686 bauten sie eine neue Kirche, wobei romanische und gotische Wände eines früheren Baus miteinbezogen wurden, und zu Beginn des 18. Jahrhunderts neue Stiftsflügel. Es brauchte 65 Jahre und drei Architekten, um das Ensemble fertigzustellen. So kann man an Stift St. Florian besonders gut erkennen, wie sich barocke Kunst und Architektur innerhalb von beinahe sieben Jahrzehnten entwickelten.","type":"Religiöse Architektur","dates":"1674-1676/77 Meierhof \n1686-1708 Bau der Kirche \n1690-1695 Fresken Kirche \n1695-1708 Westflügel \n1706-1714 Stiegenhaus Westflügel \n1713 Portal Westflügel \n1706-1731 Gemälde, Stuck, Öfen, Ausstattung der Gästezimmer \n1718-1724 Südflügel Marmorsaal \n1719 Gemälde Augustinus-Altar (Kirche) \n1724/25-1730 Sommer-Refektorium \n1744-1750 Ostflügel Bibliothek \n1750 Fresken Kirchenchor","location":"St. Florian, Bezirk Linz-Land, Upper Austria","method_for_datation":"Historische Dokumente","bibliography":"Holzinger, Johann/Buchmayr, Friedrich (Hg.), *Augustiner-Chorherrenstift St. Florian*, Regensburg: Verlagsgruppe Schnell und Steiner, 2009. \nKorth, Thomas, *Stift St. Florian. Die Entstehungsgeschichte der barocken Klosteranlage*, Nürnberg: Verlag Hans Carl, 1975. \nLuger, Walter, *Stifte in Oberösterreich und in den angrenzenden Gebieten*, Linz: Oberösterreichischer Landesverlag Linz, 1969: 90-106. \nWagner, Christoph/Rehberger, Karl, *Augustinerchorherrenstift St. Florian*, Wien: Christian Brandstätter Verlag, 1986. \nWeigl, Huberta, *Jakob Prandtauer (1660-1726)*, Baumeister des Barock, Petersberg: Michael Imhof Verlag, 2021: Bd. 1, 241-295.","author":"Gabriele Liechtenstein","history":"Unter Römischer Herrschaft bekannte sich (der spätere heilige) Florian(us) öffentlich zum Christentum, wurde deswegen gefoltert und gefesselt in den Fluss Enns geworfen, wo er starb. Vermutlich wurde er unter der Stiftskirche begraben, woraufhin St. Florian bald als Platz über dem Grab des Heiligen bekannt wurde. \nDas Stift wurde vermutlich von Bewohnern der Gegend gegründet und nicht wie viele andere Abteien von einem Fürsten oder einem Aristokraten. Die Augustiner Chorherren erwarben im Laufe der Jahrhunderte eigenen Besitz und eigenes Vermögen und konnten während der Barockära neue Gebäude errichten. Unter Kaiser Joseph II mussten sie Enteignung und Verluste hinnehmen, wovon sich Stift St. Florian glücklicherweise erholen konnte. Es ist bis heute für seine prachtvolle barocke Architektur bekannt.","patrons":"Der/die Gründer/Stifter sind unbekannt.","architects":"Architektur Kirche: Carlo Antonio Carlone (ca. 1635-1708); Stuck: Bartolomeo Carlone (ca. 1650-1724); Fresken: Johann Anton Gumpp (1654-1719) und Johann Melchior Steidl (1657-1727); Fresken Chorraum: Domenico Francia (1702-1758); Statuen Floriani und Augustinus Altar: Leonhard Sattler (1676-1744); Augustinus Altar-Gemälde: Johann Michael Rottmayr (1654-1730) Architektur Stiftsgebäude: Carlo Antonio Carlone (ca. 1635-1708); Jakob Prandtauer (1660-1726); Gotthard Hayberger (1695-1764); Statuen, Möbel, Dekoration: Leonhard Sattler (1676-1744); Stuck: Bartolomeo Carlone (ca. 1650-1724), Giovanni Manfredo Maderno/Maderni (1670-after 1700), Diego Francesco Carlone (1674-1750), Paolo d´Allio (1655-1729) Architektur Meierhof (Ställe, Kornspeicher, landwirtschaftliche Verwaltung): Carlo Antonio Carlone (ca. 1635-1708)","monument_contact":{"fax":"+437224890223","email":"info@stift-st-florian.at","phone":"+43722489020","address":"Stiftstraße 1 \n4490 St. Florian","institution":"Augustiner Chorherren des Stifts St. Florian (röm.-kath. Orden)"}},"95bc3bec-8854-560d-8e97-c743653554a8":{"name":"Kath. Pfarrkirche St. Nikolaus","description":"Die Pfarrkirche von Elbigenalp folgt dem einfachen Pfarrkirchen-Schema mit Saal-Langhaus und eingezogenem Chor. Die Ausrundung der östlichen Langhausecken und der kräftig geschwungene Chorbogen bereichern den Chorprospekt. Die Deckenfresken und die Seitenaltäre, daneben auch die Kanzel (um 1770), die aus der Pfarrkirche Mayrhofen im Zillertal stammt, verleihen dem Raum eine prachtvolle Gesamtwirkung, die von außen kaum zu erahnen ist.","short_description":"Der von außen unauffällige, auch im Inneren architektonisch recht schlichte Saalbau ist für seine in lichter Farbigkeit gemalten Deckenfresken berühmt, Spätwerke Johann Jakob Zeillers aus Reutte. Durch den ebenfalls gemalten Stuck, der die Freskenfelder rahmt, hat der Maler hier ein einheitliches spätbarockes Dekorationssystem geschaffen, das der Kirche Festsaalcharakter verleiht.","type":"Sakralbau (Pfarrkirche)","dates":"1661-1674 (barocker Umbau), ca. 1770-1776 (Rokoko-Ausstattung)","location":"Elbigenalp (im Lechtal), Tirol, Reutte","method_for_datation":"Archivalien und Inschriften an der Nordwand des Langhauses (Pfarrer J. Rormoser und Baumeister Georg Falger, 1674) sowie des Deckenbilds (1776)","bibliography":"Geisler-Moroder, R., Kath. Pfarrkirche St. Nikolaus, Elbigenalp - Lechtal/Tirol, 2. Aufl., Regensburg 1985 (= Schnell, Kleine Kunstführer, Nr. 1563)","author":"Frank Purrmann","history":"Der ursprüngliche Kirchenbau wurde wohl um 1300 errichtet, die Urpfarre Lechtal ist erstmals im Jahre 1312 beurkundet. Eine Vergrößerung erfolgte im 15. Jahrhundert, eine weitere mit Umbau 1661-74 (Weihe 1685) und schließlich 1774, als die flache Holzdecke durch ein Gewölbe ersetzt worden ist. Dieses wurde von Johann Jakob Zeiller bis 1776 (signiert und datiert) ausgemalt. Aus dieser Zeit stammt auch die meiste weitere Ausstattung.","patrons":"Dekanat Breitenwang","architects":"Baumeister: Georg Falger (Umbau 1661-1674) \nBildhauer (Seitenaltäre): Maximilian Hitzelsberger (1743-1780) \nDeckenfresken: Johann Jakob Zeiller (1708-1783)","monument_contact":{"email":"otto@pfarren-oberlechtal.at","phone":"+43 563 462 24","institution":"Kath. Pfarramt, Dorf 1, A-6652 Elbigenalp"}},"95d647e0-97e7-550f-96d6-19c408524877":{"name":"Brücke von Medjez el-Bab","description":""},"95e3c23b-f81b-51dc-afbf-e982aaf5e7a3":{"name":"Kastell","description":""},"9683c02e-cb4c-54e9-994d-daff1aae6652":{"name":"Äußeres","description":"Der mächtige Bau, der zusammen mit den umliegenden Gebäuden ein eindrucksvolles Ensemble bildet, wird von einem Kirchturm an der Westwand, der vom gotischen Vorgänger übernommen wurde, überragt. Das hohe gotische Rautendach steht im Gegensatz zu der ruhigen Lagerung des übrigen Baus mit einheitlicher, nur über das Kranzgesims zusammengefasster Pilastergliederung. Die Anordnung der Fenster lässt den mehrstöckigen Wandaufbau schon von außen erahnen.","dates":"1777-1783","location":"Südliche Außenseite des Langhauses"},"9686b517-bef2-54a3-b25e-6a14dd1bb8fb":{"name":"Castello Maniace","description":""},"974195a5-e49d-59ef-87c7-ea3cbba1c3da":{"name":"Castello di Calatubo","description":""},"9767c365-8093-52c3-83c1-3946d0072faa":{"name":"Ansicht von Osten","description":"Zwar ist die Gliederung des übrigen Baus nicht von derselben gedrängten Dichte wie die der Fassade, doch sind auch hier die Wandgliederungen recht unklassisch. Der Aufbau mit umlaufender Pilastergliederung und Attikazone dürfte eine Reminiszenz an St. Peter in Rom darstellen, wie die Grundgestalt des Baus mit überkuppeltem Trikonchos auch. Den Turm, der das Motiv der Dreiheit signifikant zum Ausdruck bringt, sollte ursprünglich eine spiralenförmige Spitze bekrönen.","dates":"1620-1654"},"9779dbd4-5cc7-5f2e-8017-625b454897d3":{"name":"Hl.-Kreuz-Altar (Hochaltar)","description":"Der mächtige frühbarocke, im 18. Jh. überarbeitete Hochaltar zählt zu den frühesten, einem Wahlfahrtskult dienenden zweigeschossigen Konzeptionen in Bayern. Zwischen Säulen stehen Statuen des Bistumspatrons St. Ulrich und des Ordensgründers St. Augustinus. Im Zentrum, anstelle eines einstmals versenkbaren Altarblattes zum Thema der Wallfahrtslegende, hinter dem sich ein oberer, für geistliche Würdenträger reservierter Altar befindet, wird das wundertätige, vermeintliche Thassilo-Kreuz präsentiert, das tatsächlich von ca. 1230 stammt und auf der mit Pferdehaut bespannten Vorderseite den Gekreuzigten zeigt. Ursprünglich befand sich dieses den Wallfahrern näher auf dem unteren Altar. Für diese Stelle schuf jedoch Johann Baptist Straub im 18. Jh. einen prächtigen Tabernakel mit den Figuren des hl. Kaiserpaares Heinrich und Kunigunde sowie Allegorien von Glaube, Hoffnung, Liebe. Einfühlsame Reliefs zu Mannalese, Abendmahl und Emmausmahl nehmen typologisch auf das Messopfer Bezug.","dates":"Hochaltar: 1623-26; Tabernakel: 1763","location":"Chor"},"9825e4cf-984d-54fe-be91-fec38216c23f":{"name":"Glorie des Benediktinerordens","description":"Das Hauptfresko ist auf den Eintretenden ausgerichtet, indem diesem zuerst als Ermahnung zur Buße der Sturz der bösen Mächte und theologischen Irrlehrer ins Auge sticht. Es evoziert die visionäre Schau eines Heiligenhimmels, in welchem inmitten konzentrischer, von unzähligen Heiligenfiguren bevölkerter Wolkenringe die Dreifaltigkeit erscheint und darunter, von Engeln empor getragen, Maria. Von ihr ausgehende Gnadenstrahlen werden über die Ordenstifter Benedikt und Scholastika zu den Kirchenpatronen Marinus und Anianus weitergeleitet, um so das Wirken des Ordens allgemein und insbesondere in Rott am Inn als Gnadenerweis verständlich zu machen.","dates":"1761-1763","location":"Kuppelgewölbe des mittigen Oktogonraumes"},"9907ee8c-c9bc-5075-a64d-986d4821b30a":{"name":"Gewölbe mit Stuck und Deckenbildern","description":"Die Deckenfresken, umrahmt von feinem Bandelwerkstuck, der wohl von den Brüdern Gigl aus Innsbruck stammt, malte Franz Laukas aus Prutz. Die fünf großen Bildfelder stellen Szenen aus den Leben Mariens dar, begleitet von acht kleineren mariologischen Bildern und sechs Szenen mit der Legende von der Entstehung der Wallfahrt. Laukas’ Malweise zeigt einen deutlichen Einschlag der Volkskunst – vor allem die kleineren Bildfelder erinnern in ihrer liebenswerten Naivität an Votivmalerei.","dates":"Um 1720/30","location":"Langhaus"},"990ef20d-c9c1-58c2-9f59-b045aeba60f7":{"name":"Katholische Stadtpfarrkirche St. Ulrich und Afra, ehem. Benediktinerstiftskirche","alternate_name":"Ulrichsbasilika","description":"Der hoch aufragende kathedralartige spätgotische Kirchenbau prägt als monumentaler südlicher Abschluß vom Ulrichsplatzes das Augsburger Stadtbild, wobei insbesondere der für viele spätere Kirchen der Region vorbildliche mächtige Zwiebelturm in die Ferne wirkt. Im nüchtern gotisch strukturierten Inneren entfalten der Hauptaltar im Chor sowie die ihn flankierenden Altäre der hl. Afra links und des hl. Ulrich rechts eine in das basilikal enge und steile Mittelschiff wirkende Szenographie. Stilistisch fügen sich die drei bunt gefassten Schnitzretabel, obwohl über 100 Jahre später entstanden als die umgebende Architektur, organisch in den Gesamtcharakter des Kirchenbaus, indem sie einen für Süddeutschland um 1600 typischen Hybridstil vertreten, der sich einerseits antikischen Detailformen öffnet, in der Gesamtkonzeption aber dem dekorativen und szenischen Reichtum der Spätgotik verpflichtet bleibt. Die Hauptszenen der Retabel sind nicht erwartungsgemäß den Titelheiligen gewidmet, sondern zeigen mit Geburt, Auferstehung und Sendung des Hl. Geistes Hauptstationen des Christuslebens, mit denen zugleich die drei Hochfeste des Kirchenjahres, Weihnachten, Ostern und Pfingsten, angezeigt sind. Nur in Predella und Auszug des jeweiligen Altars finden sich Szenen aus der Ulrichs- und Afralegende.","short_description":"Die spätgotische, kathedralartige Basilika erhielt in mehreren Phasen eine opulente barocke Ausstattung, die eine spektakuläre Vereinigung verschiedener Stile ergibt. Eine gewaltige szenographische Wirkung entfaltet vor allem die vom Mittelschiff aus sichtbare Dreiergruppe der Choraltäre, die trotz der neuen kleinteilig aufgefaßten Formen aufs Beste mit der vorhandenen Architektur harmonieren, indem ihre Gesamtgestalt wie diese steil in die Höhe strebt. Hans Reichles monumentale Kreuzigungsgruppe zählt zu den herausragendsten deutschen Beispielen der europäischen Bronzebildnerei um 1600.","type":"Sakralbau (Klosterkirche)","dates":"1603-1608 Einwölbung und Altarausstattung des Chores, Kanzel im Langhaus \n1698-1705 Anbau der Allerheiligenkapelle \n1714 Neugestaltung der Simpertkapelle \n1762-65 Neugestaltung der Ulrichsgruft","location":"Augsburg, Schwaben","method_for_datation":"Urkundlich und inschriftlich (am Hochaltar „MCIIII“) belegt.","bibliography":"Engelberg, M. von, *Renovatio ecclesiae. Die Barockisierung mittelalterlicher Kirchen* (Studien zur internationalen Architektur- und Kunstgeschichte 23), Petersberg, 2005, 504-514. \nSoffner, M./Wolf, F., *St. Ulrich und Afra in Augsburg* (Peda-Kunstführer 569) Passau, 2004. \nLieb, N., Augsburg, *St. Ulrich und Afra. Stadtpfarrkirche und (seit 1937) Päpstliche Basilika* (Kleine Kunstführer 183), 24. Auflage, München, 2003. \nSauermost, H.-J., *Die Weilheimer. Große Künstler aus dem Zentrum des Pfaffenwinkels*, München, 1988, 79-89. \nDietrich, D., *Aegid Verhelst 1696–1749. Ein flämischer Bildhauer in Süddeutschland*, Weißenhorn, 1986, 166-169, 186.","author":"Peter Heinrich Jahn","history":"Die Verehrungsstätte der spätantiken Märtyrerin Afra und des frühmittelalterlichen hl. Bischofs Ulrich, dem Helden der Lechfeldschlacht des Jahres 955, wurde 1012 vom Benediktinerorden übernommen. Seit dem Spätmittelalter erlangte das 1449 reichsunmittelbar gewordene Stift überregionale Bedeutung. Aus jener Blütezeit datiert der heutige, 1467 begonnene spätgotische Kirchenbau, der im Chorbereich unvollendet blieb. Die Abkehr vom Mittelalter läutete der 1594 abgeschlossene Turmbau ein, dem anläßlich des 1300jährigen Afra-Jubiläums von 1604 die Einwölbung und bis zur Weihe 1607 die Ausstattung des Chores folgte. Weitere barocke Eingriffe galten den Reliquien der in der Kirche verehrten Lokalheiligen, zunächst der Anbau der Allerheiligenkapelle an die Sakristei ab 1698, sodann die Neugestaltungen der Simpertkapelle 1714 und der Ulrichsgruft 1762.","patrons":"Äbte Johannes Merk (reg. 1600-1632), Willibald Popp (reg. 1694-1735), Joseph Maria von Langenmantl (reg. 1735-1790)","architects":"Choraltäre und Kanzel: \nEntwürfe: Hans Krumpper (um 1570-1634); \nSkulpturen: Hans Degler (1565-1637); \nFaßmalerei: Elias Greither d.Ä. (1565/70-1646) \nKreuzigungsgruppe: \nHans Reichle (um 1570 – 1642); \nAllerheiligenkapelle: \nStuck: Matthias Lotter; \nDeckenfresko: Johann Georg Knappich (1637-1704); \nAltar: Johann Georg Schmierer; \nUlrichsgruft: \nPlacidus Verhelst (1727-1778)","monument_contact":{"fax":"+49 (0)82 34 55 64 0","phone":"+49 (0)82 13 45 56 0","address":"Ulrichsplatz, \n86150 Augsburg","institution":"Kath. Pfarramt St. Ulrich und Afra; Stadtpfarrer Msgr. Franz Wolf (Bistum Augsburg)"}},"9927d984-2b47-57ca-b768-827d5abf75c0":{"name":"Hochaltar und Gnadenbild","description":"Der Hochaltar ist eines der wichtigsten Beispiele für die barocke Inszenierung eines älteren Kultbilds. Das Gnadenbild Mariahilf von Lucas Cranach wurde ursprünglich in der Kurfürstlichen Gemäldesammlung in Dresden aufbewahrt und gelangte als Schenkung an Erzherzog Leopold V. nach Innsbruck. Seit 1650 war es in der Pfarrkirche aufgestellt. Es wurde mit der Zeit zum verehrtesten und verbreitetsten Marienbild des Alpenraums. In den seit 1726 errichteten Hochaltar wurde es als „Bild im Bild“ integriert (mit wechselbarem Rahmen, der zur Fastenzeit ein Gemälde von Josef Schöpf zeigt, sonst eine Silberfassung). Außen wird der Hochaltar von den Statuen der Brixener Bistumspatrone Ingenuin und Albuin flankiert.","dates":"Hochaltar 1726-1729","location":"Chor"},"9972577e-63e0-5aa2-b411-009561d6a3ae":{"name":"Vision des heiligen Norbert","description":"In einem mit aus der Schlossbaukunst entlehnten Versatzstücken komponierten Architekturcapriccio mit Landschaftshintergrund werden dem hl. Norbert als Ordensgründer vom hl. Augustinus die Ordensregeln präsentiert. Landschaft, Architektur und geziert agierende Figuren formieren ein am französischen Rokoko-Stil orientiertes Ambiente – ein typisches Beispiel für eine Ansammlung höfischer Malereimotive.","dates":"1754-1756","location":"Chorkuppel"},"997f7ad0-fb6e-54d0-81cc-7b436458c50b":{"name":"Bernhardisaal","description":"Der Bernhardisaal, ein typischer barocker Kaisersaal (= prachtvoll ausgestalteter Raum, wo man den Kaiser und seine Familie auf der Durchreise empfangen konnte), ist der am aufwendigsten dekorierte der Abtei. Dank einer nicht lange zurückliegenden Restaurierung erscheint der Saal in seiner ursprünglichen Pracht. Vergoldeter Stuck, die große vergoldete Wappenkartusche (von Abt Nivard II) und die versilberten Putti, die sich auf Wänden und an der Decke tummeln, sowie die farbenreichen Fresken mit allegorischen Szenen und goldenen Rahmen machen den Saal zu einem barocken Gesamtkunstwerk. \nDer Raum erhält viel Licht von mehreren, jeweils übereinanderliegenden Fenstern auf beiden Längsseiten. Und es gibt Fenster mit illusionistischem Ausblick an beiden Schmalseiten. Typisch witziges barockes Detail in diesem Raum – das Portrait eines Mannes, oberhalb des Marmorkaminsimses, der mit einer Waffe in der Hand auf den Betrachter zielt. \nZwischen den Fenstern hängen Gemälde, die historische und kirchenhistorische Szenen darstellen, darüber Blumenstillleben. Die Türen haben marmorne Rahmen.","dates":"c. 1700","location":"Ostflügel, äußerer Hof"},"998e991a-2cc4-5639-8635-5be3bb4c0eb9":{"name":"Stiftskirche Engelszell \nStiftskirche des Trappistenstifts Engelszell","alternate_name":"Stiftskirche Engelszell Stiftskirche des Trappistenstifts Engelszell","description":"Nach einer harten Zeit – 1571 starben der Abt und alle Mönche an der Pest, später verursachte die Reformation einen großen Verlust von Klosterbrüdern und 1699 zerstörte ein Brand beinahe alle Gebäude – gelang es Leopold Reichl, der damals Administrator war, die wirtschaftliche Lage des Konvents zu verbessern. Als Abt ließ er die Klostergebäude und die Kirche wieder aufbauen. Letzere entstand ähnlich der Wilheringer Stiftskirche mit klassisch barockem Äußeren und einem phantasievollen Rokoko-Innenraum. Die Hauptfassade mit Pilastern, Giebeln und Turm folgt denselben Architektur-Prinzipien. Das Kircheninnere ist durch ein weiträumiges, reich dekoriertes Langhaus gekennzeichnet, an dem etliche der früher in Wilhering tätigen Künstler arbeiteten. Nichtsdestotrotz sind Architektur und Ausstattung der Engelszeller Stiftskirche eigenständig und individuell ausgeprägt und stehen als Kunstwerke für sich alleine.","short_description":"Unter Abt Leopold Reichl, der bedeutendsten Persönlichkeit in der Geschichte von Engelszell, erlebte das Stift einen großen Aufschwung. Er gewann etliche neue Konventualen für das Kloster, wirtschaftete geschickt und konnte das Vermögen bedeutend vergrößern. Als Bauherr ließ er die barocke Kirche errichten, zwei Klosterflügel hinzufügen und die Pfarrkirche von Engelhartszell barockisieren. Die Stiftskirche erhielt ein klassizistisches Äußeres, während der gesamte Innenraum Rokoko gestaltet ist – er spiegelt die künstlerische Freude der Epoche wider und lässt den Betrachter an der Verherrlichung der Himmelfahrt Mariens teilhaben.","type":"Religiöse Architektur","dates":"1754-1764 Bau der Kirche \nAb 1758 Stuckarbeiten \n1759-1762 Gemälde Hochaltar und Seitenaltäre \nUm 1760 Decken-Fresken im Chor und im Vorchor \n1763 Portal, Chorgestühl, Orgelgehäuse, Statuen im Vorchor","location":"Engelhartszell, Bezirk Schärding, Oberösterreich","method_for_datation":"Historische Dokumente","bibliography":"Abtei Engelszell (Hg), *Abtei Engelszell an der Donau*, Passau: Eigenverlag, 1932. \nBrucher, Günter, *Barockarchitektur in Österreich*, Köln: DuMont Buchverlag, 1983: 289, 339. \nHeinzl, Brigitte, *Bartolomeo Altomonte*, Wien, München: Verlag Herold, 1970: 38f. \nHerrmann, Helmut, *Stift Engelszell*, Engelszell: Eigenverlag, 1986. \nWeidl, Reinhard, *Stift Engelszell*, Salzburg: Verlag St Peter, 2022.","author":"Gabriele Liechtenstein","history":"Zwischen “Alt-Engelszell” und “Neu-Engelszell” zu unterscheiden, bedeutet zwei, eigentlich sogar drei Perioden voneinander abzugrenzen. Die erste dauerte von der Gründung 1293 bis in das Jahr 1925. Wenn man in drei Perioden einteilt, würde die erste im Jahr 1786 enden, als der damalige Zisterzienser-Konvent vom sogenannten Reform-Kaiser Joseph II aufgelöst wurde. Aufstieg und Ende der Abtei fanden innerhalb von 39 Jahren, während der Amtszeit Abt Leopold Reichls, statt. Er hatte aus Engelszell ein blühendes Kloster gemacht. Am Tag nach seinem Tod ließ Joseph II es schließen. \nDie auf 1786 folgende zweite Periode dauerte 139 Jahre, in welcher Zeit Engelszell von den Zisterziensern von Wilhering verwaltet wurde, später von verschiedenen (weltlichen) Besitzern. Die dritte und letzte Periode, “Neu Engelszell”, begann im Jahr 1925, als Trappisten, ein später gegründeter Zweig der Zisterzienser, dort einzogen. Es ist bis zum heutigen Tag in ihrer Obhut geblieben.","patrons":"Die Abtei wurde 1293 von Bischof Bernhard (Wernhart) von Prambach gegründet. 1295 ließen sich Zisterzienser nieder, und Engelszell wurde ein Tochterkloster von Stift Wilhering.","architects":"Architektur: unbekannte(r) Architekt(en); Orgelempore: unbekannte(r) Künstler; Fresken Gewölbe Chor und Vorchor, Gemälde Hochaltar und Seitenaltäre: Bartolomeo Altomonte (1694-1783); Stuckdekoration Altäre, Kanzel, Wände, Säulen und Musikerchor: Johann Georg Üblherr (1703-1763); Holzschnitzerei Chorgestühl, Orgelgehäuse, Statuen in den Nischen des Vorchors und Kirchenportal: Joseph Deutschmann (1717-1787)","monument_contact":{"fax":"+437717801017","email":"pforte@stift-engelszell.at","phone":"+4377178010","address":"Stiftstraße 6, \n4090 Engelhartszell","institution":"Trappisten (römisch-katholischer Orden)"}},"99d3e111-7860-5e69-a3b1-666ee0d16242":{"name":"Kanzel","description":"Die mit ihrem leicht geschwungenem Korb und Schalldeckel in spätbarocker Tradition stehende Kanzel wurde 1784 in Zusammenarbeit dreier Künstler vollendet, dem Tischler Michael Hueber, dem Stukkator Graßmayr und dem Bildhauer Paterer, der den Schalldeckel mit den Figuren eines guten Hirten und vier Engeln bekrönte.","dates":"1784","location":"Nordwestlicher Vierungpfeiler"},"9a1f28f7-9b28-5ac1-b3bb-01021e975dea":{"name":"Große Moschee des ‘Umar","description":""},"9a3c0c62-0dca-522d-980d-992b93346750":{"name":"Stadtzentrum","description":""},"9a742baa-7dd5-5136-ad29-a1421fb6903a":{"name":"Bin-al-Qahawi-Qubba","description":""},"9ae03881-78f0-5e63-bd66-5bb57bff8346":{"name":"Mönchschor","description":"Wegen seines stuckierten Sterngewölbes zählt der Betchor der Mönche zu den schönsten frühbarocken Räumen Altbayerns. Ein Engelsreigen im Zentrum präsentiert die Leidenswerkzeuge Christi.","dates":"1673","location":"Obergeschoss des Chorgebäudes"},"9bdcc288-a06f-5d54-a026-ba2d1a0ae9fd":{"name":"Sidi-Abd-al-Latif-Moschee","description":""},"9bec8aad-e5b4-5492-b2d7-a25bee3aeda9":{"name":"Hausch Khuraiyif","description":""},"9c061ec9-c566-5a43-ac42-9667454b892a":{"name":"Huldigungssaal und Bibliothek","description":"Über der Haupteinfahrt befindet sich der Huldigungssaal, der von Joseph Amonte ausgemalt wurde. Die Wände und die Decke sind vollständig mit Fresken bedeckt. Das Gesamtprogramm orientiert sich an den Malereien im Festsaal von Schloss Troja in Prag. Die illusionistische Architekturmalerei folgt den Zeichnungen in Andrea Pozzos Vorlagenbuch *Perspectiva pictorum et architectorum*. \nEin wenig westwärts befindet sich, durch ein Stiegenhaus getrennt und ein Stockwerk höher, die Bibliothek. Im Prunksaal stehen Buchregale vor marmorierten Wänden. Sie sind durch dazwischenstehende marmorierte Säulen voneinander getrennt. Die Decke ist in drei Teile geteilt, die Fresken stammen ebenfalls von Joseph Amonte. Die Themen sind theologisch – in der Mitte findet man eine Darstellung von Christus und Moses, die von Bildern in Medaillons umgeben ist. Auf ihnen sind Jesuiten-Märtyrer, Papst Benedikt XIV mit zwei Kardinälen und Fürsterzbischof Sigmund III von Salzburg mit einem Bischof und einem Abt dargestellt. Letzteres ist ein interessantes Detail, da es sich auf eine zeitgenössische Begebenheit bezieht. Der Fürsterzbischof von Salzburg wurde in demselben Jahr gewählt, als Amonte die Decke malte. Aber was hatte das mit einem Stift in der Steiermark zu tun? Steiermark befand sich kirchenpolitisch vom Mittelalter bis Ende des 18. Jahrhunderts unter der bischöflichen Herrschaft Salzburgs.","dates":"Ab dem Jahr 1720 Bau des Nordflügels; 1740 Fresken in der Huldigungshalle; um 1753 Prunksaal der Bibliothek und Deckenfresken","location":"In Nordflügel (über der Einfahrt) und westlich davon, durch ein Stiegenhaus getrennt"},"9c06b6f6-81cd-5dda-806d-0ea2f5eb2efe":{"name":"Moschee von Ouled Majid","description":""},"9c25b457-c8bb-51f6-b26a-c75d3112c6e6":{"name":"Brücke von Jédeida","description":""},"9c700bb2-5d48-5ba0-9ba7-87bc128ebc4e":{"name":"Kapitell.","description":"Das Akanthuskapitell bezieht sich sichtbar durch seine Dekoration auf antike Vorbilder: Es hat zwei Blattkränze und vier diagonal verlaufende Voluten. Auf diesen liegt der Abakus, die Deckplatte des Kapitells. Die Voluten enden in vierblättrigen Blüten. Akanthusblätter bedecken die ausschwingenden Voluten. Die Blätter enden unterhalb des Abakus und scheinen ihn zu tragen. Um den Abakus verläuft eine Inschrift, die sich auf den Künstlern des Kapitells, seinen Auftraggeber und den Bauherrn bezieht. Auf den Abakus befindet sich eine Bauzeichnung, die offenbar mit Winkel und Zirkel ausgeführt wurde. Nicht auf jedem Bauteil wurden in dieser Zeit so wichtige Hinweise auf die am Bau beteiligten Handwerker und den Bauherrn mitgeteilt. In der Inschrift wird auf Abd ar-Rahman III. (300 H./912 n. Chr. – 350 H./ 961 n. Chr.) hingewiesen, wenn es heißt: „Im Namen Gottes, Segen von Gott für den Führer der Gläubigen. Möge Gott Abd ar-Rahman ibn Muhammad ein langes Leben bescheren“. Weiter heißt es: „[Dies gehört zu dem] was er anfertigen ließ unter der Leitung seines Sklaven Shunaif, hergestellt von Fath, dem Marmorspezialisten“. Shunaif war der Bauleiter, Fath wurde zum ersten Mal in einer Bauinschrift 318 H./ 930 n. Chr. genannt. Ehemals war er Sklave am Kalifenhof; er war nichtarabischer Herkunft. Fath arbeitete, wie Bauinschriften belegen, über Jahrzehnte an verschiedenen kalifalen Bauten in al-Andalus mit. Sein Name ist auch von dem Erweiterungsbau der Großen Moschee in Córdoba und der Schloßanlage von Madinat az-Zahra bekannt. Ob dieses Kapitel von einem dieser Bauten stammt, ist nicht nachzuweisen. Bekannt ist aber, daß der Bauleiter Shunaif am Salon Rico, dem Empfangssaal (342-343 H./ 953-954 n. Chr.) von Madinat az-Zahra, mitarbeitete. Abd ar-Rahman hatte sich 317 H./ 929 n. Chr. zum Kalifen der westislamischen Welt ernannt. Akanthuskapitelle waren seit ihrer Verwendung in der griechischen Antike seit dem 5. Jahrhundert vor Chr. auch Symbole des Reichtums und der Unsterblichkeit. Die Distelart des Akanthus war mit reichen und großen, starken Blatträndern deswegen auch in der griechischen Provinz, wie in Spanien, gerne verwendete Dekorationsform.","short_description":"Marmorkapitelle mit Ornamenten, die Einflüsse der klassischen Antike zeigen, finden sich in den Palästen der umayyadischen Herrscher von al-Andalus. Auch wenn manche Kapitelle Inschriften tragen, ist es doch ungewöhnlich, den Namen des Auftraggebers, des Aufsehers und der Handwerkers zu finden, der das Kapitell aus einem Marmorblock gemeißelt hat.","holder":"Museum für Islamische Kunst","dates":"Mitte 10. Jahrhundert (300-350 H./ 912-961 n. Chr.)","location":"Berlin","dimensions":"Höhe 33 cm, Durchmesser des Abakus 31 cm.","method_for_datation":"Durch die Inschrift auf den Kalifen Abd ar-Rahman III. und den Namen des Kunsthandwerkes Fath kann das Kapitell in die Zeit zwischen 300-350 H./ 912-961 n.Chr. datiert werden","method_for_provenance":"Die Herkunft aus dem Kalifat von Córdoba/Spanien ist durch die Inschrift auf den Kalifen Abd ar-Rahman III. gesichert.","provenance":"Spanien, Andalusien, Córdoba/Madinat al-Zahra.","obtention":"Aus dem Kunsthandel New York.","bibliography":"Barrucand, M/Bednorz, A. Maurische Architektur in Andalusien, Köln, 1991, 59-69, 71-79. \n \nDodds, J. Al-Andalus. The Art of Islamic Spain. New York, 1992, 27-39, Abb. 35-39. \n \nGladiss, A. v. „Das spanisch-arabische Kapitell“, in Haus der Kulturen der Welt, GmbH, Berlin, ed. Schätze der Alhambra. Islamische Kunst aus Andalusien, 138-187. Berlin, 1992, Abb. 144-145. \n \nKat. Museum für Islamische Kunst. Mainz, 2001, 91-92. \n \nKautzsch, R Kapitellstudien. Berlin/Leipzig, 1936.","author":"Annette Hagedorn"},"9d1b3ddb-6a64-5dc1-ae7b-afa6d1da6b9b":{"name":"Außenbau, Ostfassade","description":"Die Hauptfassade der Hofburg unterscheidet sich erheblich von derjenigen gegen die Hofgasse. Nach Plänen von Pacassi und unter der Leitung des Wiener Militärarchitekten Constantin Walter von Pfeilsberg und wurde der Trakt von 1766-80 errichtet. Die Planung Gumpps ist zugunsten einer neuen Konzeption aufgegeben worden. Die langgestreckte, leicht abgeknickte Front ist nach Art des zeitgleichen Wiener Palastbaus mittels eines hohen Sockelgeschosses und der Kolossalordnung gegliedert, unter Herausbildung zweier siebenachsiger Portalrisalite und gerundeter Eckpavillons, die sich aus bestehenden Türmen ergeben haben.","dates":"1766-1780","location":"Rennwegtrakt"},"9d1f5f8c-ef4a-5842-b57a-0d05acb3531b":{"name":"Deckenfresko: *Der hl. Gallus beim Bau des Klosters*","description":"Die Folge der Deckenbilder – drei Scheinkuppeln und zugehörige Zwickelbilder – wird eingeleitet von der Geschichte des Kirchenpatrons Gallus, hier noch in recht gedämpften Farben, die sich bei den folgenden beiden Kuppelfresken schrittweise aufhellen. Dargestellt ist der Heilige in einer Landschaftsszenerie als Abt (der er tatsächlich nie gewesen ist) des sich im Bau befindlichen Klosters St. Gallen. Die Präsentation des Bauplans bedeutet dabei so viel wie der Akt der Gründung. Das teils über der Orgelempore befindliche Kuppelfresko ist auf die Sicht nach Westen angelegt.","dates":"1779","location":"Langhaus, westliche Kuppel"},"9d1fbed2-0e1f-5fe6-a0af-b52fd18f9276":{"name":"Kastell","description":""},"9d62daee-1e71-580a-b1b0-dbe383333329":{"name":"Bardo-Palast (nur Museum)","description":""},"9ef848af-7443-53bc-a4ff-279d68aba619":{"name":"Torbau mit Bastionen","description":"Das östliche Festungstor wurde ab 1664/65 nach dem damaligen Standard für Wehrbauten mit zwei weit ausgreifenden polygonalen Bastionen versehen, die paarweise den Zugang zur Klause schützen sollen. Durch die polygonale Form wurde die volle Verteidigung der Mauern durch Geschütze ohne toten Winkel möglich. Davor tiefe Gräben. Von den Bastionen wird ein Tor mit Ädikularahmen eingefasst, das die Wehrhaftigkeit nach italienischem Vorbild durch die Verwendung kräftiger Rustika veranschaulicht.","dates":"Ca. 1665-70","location":"Östliche Wehrmauer"},"9f686f76-730a-5310-83dc-4ed16a53c99a":{"name":"Proszenium","description":"Der fassadenartige bogenförmige Bühnenvorbau wird seitlich von je zwei pompösen Kolossalsäulen getragen, zwischen denen sich die Proszeniumslogen befinden. Über der Bühnenmitte prangt das Allianzwappen Bayern-Sachsen.","dates":"1752-53","location":"Bühnenvordergrund"},"a0121cc0-20a3-5469-8da2-4993a1e95a3a":{"name":"Hauptfassade","description":"Die auf den Untermarkt ausgerichtete Giebelseite des Hauses bildet die entsprechend prächtig verzierte Hauptfassade, deren Mitte ein vorspringender Erker ausmacht. Architekturmalerei bildet die Gliederung und den Rahmen der Darstellungen. Am Erker erscheinen die zentralen Motive, in der Mitte das von Putten getragene Innsbrucker Mariahilf-Bild unterhalb des Fensters, darüber Gottvater und der Heilige Geist. An den Seitenwänden des Erkers sind weitere Putten im Spiel mit Windrad und Vogelkäfig dargestellt, während die Putten seitlich des Erkers die Gesetzestafeln mit den zehn Geboten, das Kreuz Christi und einen Kelch präsentieren. In der Giebelzone ist ein Pfau dargestellt. Die Gesamtwirkung bestimmen jedoch vor allem die schwungvollen, virtuos gestalteten Rocaille-Rahmen der Fenster. Gesims und Giebel, beide ebenfalls gemalt, bilden den oberen Abschluss.","dates":"1770/75","location":"Ostseite"},"a01563a7-34ca-563c-bc5c-6d36f6b584ee":{"name":"Zawija al-Khalwatijja (al-Hamra’)","description":""},"a01d7c4a-828f-52da-ad29-dc744575a330":{"name":"Kastell","description":""},"a0304177-f3e6-5d93-a221-777bdf6aa89a":{"name":"Zentralfort","description":""},"a04d9420-e1b8-581e-a7db-602c97c63609":{"name":"Felsen mit Ruinen eines Kastells","description":""},"a079adb4-175d-5bd2-96ab-5385a891031d":{"name":"Hermenpfeilerpaar zum Thema Herbst","description":"Die paarweise aufgefassten Hermenpfeiler stellen Allegorien der Jahreszeiten dar, hier den Herbst.","dates":"1752-53","location":"Stützen des ersten Ranges"},"a07ef2fc-2aaf-5006-b239-8f3cfb8708f1":{"name":"Moschee des Schihab ad-Din Ibn ‘Uthman","description":""},"a0dac891-0d41-5fbb-8efd-6cc3402d37e9":{"name":"Kastell","description":""},"a0e062fc-9104-5279-9fa1-1cd2d4ae94fb":{"name":"Ksiba (Option)","description":""},"a19c89b4-c835-5a65-9818-dec3b1b31c93":{"name":"Abdalliyya-Palast","description":""},"a248d8b4-e492-5f6d-bdb7-ab94d668d922":{"name":"Aleppo-Zimmer.","description":"Wie schon der Name des Hauses andeutet, ließ der Bauherr, ein wohlhabender Makler und christlicher Bürger in der Stadt Aleppo, die Wandtäfelung in seinem Wohnhaus für den Empfangsraum am Anfang des 17. Jh. ausführen. Die Malereien des Aleppo-Zimmers stellen damit das älteste Ensemble aus einem syrischen Wohnhaus in osmanischer Zeit dar. Der christliche Auftraggeber vergab die Arbeiten an die beste Werkstatt seiner Zeit und wünschte sich für den Raum in dem er seine Gäste empfing, die Wiedergabe ganz unterschiedlicher Themen im Stil zeitgenössischer islamischer Buchmalerei vor floralen oder geometrischen Kompositionen, die im Stil bester osmanischer Tradition gemalt sind. Christliche Themen aus dem Alten und dem Neuen Testament sowie Darstellungen von Maria mit dem Kind stehen neben höfischen Szenen, wie sie aus der persischen Buchmalerei bekannt sind. Auch die umlaufenden Psalmtexte, die arabischen Sprichworte sowie persische Formeln wurden so ausgewählt, daß die sie Ausdruck der Vorstellung eines friedlichen Zusammenlebens von Menschen unterschiedlicher Religionszugehörigkeit sind. Die zentralen Paneele befinden sich im hinteren Teil der Hauptnische rechts und links eines Wandschrankes. Auf dem linken Paneel werden die höfischen Themen wiedergegeben, zu denen der thronende Herrscher, die Jagd und eine Jagdgesellschaft sowie ein Prinz mit Falken gehört. Auf dem rechten Paneel finden sich dagegen christlichen Themen zu denen das Abendmahl, der Tanz der Salome vor Herodes oder die Opferung Isaaks gehören. In anderen Paneelen über den Raum verstreut finden sich Einzeldarstellungen aus beiden Bereichen, so aus der Liebesgeschichte von Leila und Majnun von Nizami (1141-1202) aus dem Haft Paykar oder Maria mit dem Jesuskind sowie der Heilige Georg. Daneben stehen reale Tiere und Fabeltiere. Gerade die Vielfältigkeit der dargestellten Themen macht diese früheste erhaltene Wandtäfelung zu einem Kompendium, wie es so wohl nur in der syrischen Handelsstadt Aleppo entstehen konnte. \n \nKlicken Sie [hier](https://youtu.be/4toX47mtAIE), um eine Video-Präsentation dieses Objektes zu sehen (auf Englisch).","short_description":"Die bemalten Paneele gehören ins Audienzzimmer eines christlichen Kaufmanns in Aleppo, Syrien. Dieses Zimmer ist das einzig erhaltene Beispiel eines bemalten und datierten Raums aus dem 17. Jahrhundert. Sein ornamentales und figuratives Repertoire umfasst christliche Themen, aber auch arabische Verse.","holder":"Museum für Islamische Kunst","initial_owner":"Isa ibn Butrus (Jesus, Sohn des Brutus).","dates":"1009 H./ 1600 und 1012 H. / 1603 n. Chr.","location":"Berlin","dimensions":"Höhe 260 cm Gesamtlänge 35 Meter.","method_for_datation":"Das Aleppo-Zimmer ist an zwei Stellen datiert, einmal wird das Datum 1009 H./1600-1601 n.Chr. genannt. An einer anderen Stelle kommt das Datum 1012 H./1603 n. Chr. vor.","method_for_provenance":"Das Aleppo-Zimmer wurde von Friedrich Sarre 1912 in Aleppo erworben. Laut Urkunde stammt es aus dem Haus Wakil in Aleppo, wo es auch vor 1912 in situ fotografiert wurde.","provenance":"Syrien, Aleppo.","obtention":"Erworben von Friedrich Sarre für das Museum in Aleppo 1912.","bibliography":"Duda, D. Innenarchitektur syrischer Stadthäuser des 16. bis 18. Jahrhunderts. Die Sammlung Henri Pharaon in Beirut. Wiesbaden, 1971 (=Beiruter Texte und Studien, 12). \n \nGangler, A. Ein traditionelles Wohnviertel im Nordosten der Altstadt von Aleppo in Nordsyrien. Tübingen 1993. \n \nGonella, Julia. Ein christlich-orientalisches Wohnhaus des 17. Jahrhunderts aus Aleppo (Syrien). Mainz, 1996. \n \nOtt, C. „Die Inschriften des Aleppozimmers im Berliner Pergamonmuseum“, Le Muséon, 109/1-2,1996,185-226. \n \nSarre, F. „Bemalte Wandverkleidung aus Aleppo“ Berliner Museen, Berichte aus den Preußischen Kunstsammlungen XLI/4, 1919-20, 143 – 58.","author":"Annette Hagedorn","linkcatalogs":"IAM_TR_EN_001"},"a2714513-34b3-581b-8817-44074b61fd72":{"name":"Deckenfresken der Kuppel","description":"In der Vierungskuppel bilden die Fresken ein Gliederungssystem, das sich in die reale Architektur einfügt und sie zugleich überhöht. Freistehende Säulen scheinen eine Art Gewölbe zu tragen, das den Fuß der Laterne umschließt. Zwischen den Säulen erscheint in jeder der vier Achsenrichtungen eine der zentralen Szenen der Kreuzeslegende, die „eherne Schlange“ sowie Auffindung, Erhöhung und Verehrung des Kreuzes durch die Märtyrer. Diese Fresken zählen zu den bedeutendsten Werken Mayrs.","dates":"1767 (bezeichnet)","location":"Vierungskuppel"},"a3be46cc-799f-5f24-bbf9-715af2876ed1":{"name":"Hochaltar","description":"Der Hochaltar, vielleicht ein Werk des Johann Georg Pauer aus Tannheim, wurde um 1710 geschaffen. Sein wuchtiger, vollständig vergoldeter Aufbau mit vortretendem Sprenggiebel über gewundenen Säulen zählt zu den bedeutendsten Leistungen des hochbarocken Altarbaus im Außerfern. Das Altarblatt des aus Pfronten im Allgäu stammenden Barockmalers Johannes Heel mit der Anbetung der Hirten, im Deckenbild durch die Anbetung der hl. Dreifaltigkeit überhöht.","dates":"1710","location":"Chor"},"a3c72600-46fb-5ac2-b8e9-785b043b34d5":{"name":"Inneres (Langhaus und Chor)","description":"Der Raum der Klosterkirche von Rattenberg ist ein Meisterstück barocker Prospektwirkung. Die Sicht durch den breitgelagerten, drei Joche umfassenden Langhaussaal mit seinem flachen Kreuzgratgewölbe und den breiten Zwischengurten erfährt an dem stark eingezogenen Triumphbogen eine deutliche Zäsur. Die kräftige Pilasterarkade mit Halbrundbogen gibt den Blick frei in die Mitte des Chorraums, von der vom Langhaus nur die östliche, den Hochaltar einbeschreibende Arkade und ein Teil des Kuppelgewölbes mit dem Fresko sichtbar werden. Vom Langhaus erscheinen so der Hochaltar und der östliche Teil des Deckenbilds in unmittelbare Beziehung gesetzt.","dates":"1695-1711","location":"Inneres nach Osten"},"a45cf8b8-89ee-5918-8e96-29278617d834":{"name":"Grab der Rachel","description":""},"a4fa79fe-9566-5ada-9e76-a7cb473d338d":{"name":"Kath. Pfarrkirche St. Gallus","description":"Im Grundriss dürfte die Weerer Kirche im wesentlichen auf den spätgotischen Vorgänger zurückzuführen sein, mit etwas eingezogenem Chor im 5/8-Schluss und Saal-Langhaus. Das Innere ist durch die systematisch pilastergegliederten Wände mit kräftigem umlaufenden Gebälk geprägt. In das Gewölbe darüber schneiden hohe Schildbögen ein, so dass sich je vier Bögen ergeben, die die gemalten Scheinkuppeln über Chor und Langhaus zu tragen scheinen. Als Baumeister, der lange nicht bekannt war, wird heute Johann Michael Umlauf identifiziert, ein vormaliger Mitarbeiter des Franz de Paula Penz.","short_description":"Der am Rand des Dorfes gelegene, äußerlich sehr schlichte Bau mit gotischem Turm überrascht im Inneren durch seine Prachtentfaltung, die vor allem von den großen Kuppelfresken Zeillers ausgeht. Die relative Strenge der Architektur wird durch die Rokoko-Stukkatur gemildert, während die Altarausstattung in schwererem spätbarocken Stil gehalten ist.","type":"Sakralbau (Pfarrkirche), ursprünglich Filialkirche","dates":"1778/79","location":"Weer, Tirol, Bezirk Schwaz","method_for_datation":"Archivalien, Inschriften (Portale: 1778, Deckenbilder: 1779)","bibliography":"Harb, R., Pfarrkirche zum hl. Gallus in Weer, Salzburg 1995 (= Christliche Kunststätten Österreichs, Nr. 264)","author":"Frank Purrmann","history":"Das erst 1954 zur Pfarrei erhobene Weer war ursprünglich eine Expositur der Pfarre Kolsass und dem Stift Fiecht bei Schwaz unterstellt. Schon im 8. Jahrhundert bestand wohl eine erste, zu einem Hof gehörende Eigenkirche. Vermutet wird ein Neubau im 13. Jahrhundert. Im letzten Drittel des 15. Jahrhunderts wurde dann eine größere spätgotische Kirche errichtet, von der der Turm im südlichen Chorwinkel und die Chorfundamente in den barocken Neubau von 1778 übernommen worden sind. Dieser wurde am 5. Juli 1781 geweiht.","patrons":"Pfarrei Kolsass/Stift Fiecht","architects":"Architektur: Johann Michael Umhauser (1731-1784); \nFresken und Altarbilder: Franz Anton Zeiller (1716-1794)","monument_contact":{"email":"pfarramt.weer@aon.at","phone":"+43 522 468 228","address":"Kirchweg, A-6114 Weer","institution":"Kath. Pfarramt"}},"a4fc9e31-68fa-54b9-af64-b54cda00cfe4":{"name":"Gestühl","description":"Das Kirchengestühl mit seinen 80 in szenischer Schnitzarbeit verzierten Wangen ist ein Werk des aus Fügen im Zillertal stammenden Bildhauers Franz Xaver Nißl, wohl ein Schüler des Johann Baptist Straub. An den vorderen kürzeren Kirchenbänken, die dem Konvent dienten, sind Symbole Christi, Mariens und der Geistlichkeit dargestellt, die hinteren weisen unter anderem Motive aus der Vita der hl. Benedikt und Josef sowie einiger Nothelfer auf, daneben auch Wappen der Stifter.","dates":"1773","location":"Langhaus"},"a57f3c15-9662-5e36-8cd0-ac76848e3b6b":{"name":"Hochaltar","description":"Der mächtige Säulenaufbau des Hochaltars in rötlichem Marmor füllt die östliche Wandnische des Chorraums vollständig. Die Verklärung des hl. Augustinus, die das Altarblatt zeigt, wird von einer großen Stuckstatue der Maria Immakulata vor einem Glorienfenster überhöht, dazu flankieren die beiden Johannes (Evangelist und Täufer) den Kirchenpatron.","dates":"1709 / Altarweihe 1756 / um 1770 (Tabernakel)","location":"Ostwand des Chors"},"a6ec6fee-8f25-562d-81df-4adbcf12d051":{"name":"Kanzel","description":"Die Kanzel steht zu der übrigen vom wuchtigen Spätbarock und Anklängen frühklassizistischer Strenge geprägten Ausstattung in gewissem Kontrast. Mit ihren filigranen, frei emporschwingenden Stuckrocaillen des Schalldeckels, ähnlich derjenigen von Götzens, verleiht sie der sonst im Raumbild nur wenig mitsprechenden Stuckausstattung, die ebenfalls in Formen des späten Rokoko gehalten ist, eine gewisse Akzentuierung.","dates":"Ca. 1772","location":"Linker Langhauspfeiler"},"a77ef2d9-10e4-5afc-a3ae-c7088cf25f5a":{"name":"Statuen Hochaltar","description":"Die Gruppe der Anbetung der Könige war für einen früheren Hochaltar geschaffen worden, den man wenig später durch einen neuen ersetzte. Die sechs Statuen wurden dann auseinandergerissen und auf Plätze zwischen dem Hochaltar und den Seitenaltären aufgeteilt. Im 19. Jahrhundert wurde der Hochaltar restauriert und verändert, und die Statuen erhielten wieder ihren früheren Platz. Allerdings scheint damals eine höhere (dritte) Plattform für die Muttergottes mit dem Jesuskind eingefügt worden zu sein, da – in der momentanen Aufstellung – die Blicke des hl Josef und die des knienden Königs nicht das Baby Jesus treffen, was sicher ursprünglich vorgesehen war. \nDer Bildhauer Thomas Schwanthaler war der Künstler der Figurengruppe. Die ausdruckstarken, gelängten Figuren weisen – in Bezug auf seine persönliche Entwicklung – in eine neue künstlerische Epoche. Besonders bemerkenswert sind die realistisch aussehenden Hände der Figuren, die detailfreudig und gestenreich gestaltet sind. \nDie Gmundner Anbetungsgruppe dient Krippenbauern bis heute als Modell für Krippenszenen.","dates":"1678 oder 1679","location":"Im Presbyterium"},"a7c0221f-4619-5512-8a73-81bc30d83efa":{"name":"Madrasa al-Mawardijja (ar-Rassasijja)","description":""},"a86530f8-03b2-599f-9c61-5d3eb621bc7f":{"name":"Außenbau","description":"Das schlichte Äußere des Baus ist charakterisiert durch eine Mischung gotischer Stilformen, wie die getreppten Strebepfeiler und der ca. 62 Meter hohe Kirchturm, der im Kern noch aus dem 13. oder 14. Jahrhundert stammt und einen Spitzhelm des 15. Jahrhunderts trägt, sowie den barocken Formen, die sich insbesondere an der Fassade mit aufgemalter Pilastergliederung und geschweiftem Giebel sowie den umlaufenden geschwungenen Fensterformen zeigen.","dates":"13. – Mitte 18. Jahrhundert","location":"Äußeres von Nordwesten"},"aa5845ce-589a-5523-b9b6-1dd7e994fc46":{"name":"Peter-und-Pauls-Altar (Hochaltar)","description":"Der prächtige Hochaltar aus rotem Veroneser Marmor füllt die von hohen Fenstern flankierte Mittelachse des Chorschlusses aus. Machtvoll umschließt eine elegante Säulenarchitektur Mensa und Retabel. Zuoberst im Auszug stehen zu Seiten einer Gott repräsentierenden Lichtgloriole Engel mit Harfen als Abgesandte der himmlischen Heerscharen und blicken auf das Altarbild Günthers, das die Glorie der Kirchenpatrone zeigt. Vier Statuen verkörpern für die Pfarrei bedeutsame Nebenheilige.","dates":"1742","location":"Chor"},"aa884e33-3ccd-5e90-b366-c7c1ee72b0a7":{"name":"Admiralskirche (Santa Maria dell’Ammiraglio, genannt la Martorana)","description":""},"aa998d2b-c119-5dd0-af22-8f86fb128c39":{"name":"Museum von Raqqada","description":""},"aaa25ff7-c27e-579e-8df1-c5585d0b9612":{"name":"Jesuitenkirche Innsbruck","alternate_name":"Universitätskirche/Dreifaltigkeitskirche","description":"Die Innsbrucker Jesuitenkirche wurde in Anlehnung an den Salzburger Dom errichtet, zu dem sie gewisse Verwandtschaft zeigt. Das zweijochige Langhaus ist ein von Doppelpilastern gegliederter Abseitensaal mit Emporen. Im Zentrum des Baus steht die von einer mächtigen achteckigen Tambourkuppel überwölbte Vierung mit Kreuzarmen in der Tiefe der Langhaus-Abseiten. Der Chor schließt mit einer halbrunden Apsis. Manche ungelenke Züge der Formenverwendung lassen darauf schließen, dass wesentliche Teile der Planung von den Jesuitenpater Fontaner stammen könnten.","short_description":"Die Innsbrucker Dreifaltigkeitskirche, einer der wenigen großen Kirchenbauten in der Zeit des Dreißigjährigen Krieges im deutschsprachigen Raum, veranschaulicht die hohe Bedeutung, die der von Kaiser Ferdinand I. nach Tirol berufene Jesuitenorden in Staat und Gesellschaft erlangt hatte. Der monumentale Bau mit Doppelturmfassade und Vierungskuppel entstand unter dem Patronat von Erzherzog Leopold V. und seiner Gemahlin Claudia de’ Medici als geistlicher Mittelpunkt des Kollegs im Zentrum der Konventsbauten.","type":"Sakralbau (Klosterkirche)","dates":"1619-1622/1627-1640 (frühbarocke Bau- und Ausstattungsphasen)","location":"Innsbruck, Tirol","method_for_datation":"Archivalien","bibliography":"Braun, J., Die Kirchenbauten der deutschen Jesuiten, Bd. 2, Freiburg i. Br. 1910, S. 11 ff. und 162 ff. \nKeßler, Daniel, Der Dillinger Baumeister Hans Alberthal, Dillingen 1949, S. 99-106 \nFrodl-Kraft, E., Tiroler Barockkirchen, Innsbruck 1955, S. 32f. \nSkalecki, G., Deutsche Architektur zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges, Regensburg 1989, S. 75f. und 116f. \nSchnell, H., Schedler, U., Lexikon der Wessobrunner, München, Zürich 1988, S. 63.","author":"Frank Purrmann","history":"Das Innsbrucker Jesuitenkolleg wurde 1561 gegründet. Als Kirche diente zunächst eine gotische Kapelle. Ein Neubau erfolgte 1619-22 nach Planung von Matthias Karger durch den Dillinger Maurermeister Johann Alberthaler, doch stürzte dieser 1626 wieder ein. Für den 1627-40 ausgeführten Neubau wurde der Baumeister des Salzburger Domes, Santino Solari, beratend hinzugezogen, die Bauleitung hatte bis 1635 der Jesuitenpater Karl Fontaner. Auch war Christoph Gumpp an der Planung beteiligt (u. a. die Fassade). Der Bau konnte 1646 geweiht werden. Fertigstellung der Fassade 1900/01. Nach schwerem Bombenschaden 1946-53 wiederhergestellt.","patrons":"Jesuitenkolleg Innsbruck","architects":"Architektur, 1. Bauphase: Matthias Kager (1575-1634, Planung); Hans Alberthal(er) (um 1575 – 1675, Maurermeister) \nArchitektur, 2. Bauphase: Santino Solari (1576-1646) Karl Fontaner, Hans Schor (1585-1674) und Christoph Gumpp d. J. (1600-1672, Planung); Adrian Pfefferle (Maurermeister) \nStuck: Georg Braun","monument_contact":{"fax":"+43 512 534 699","email":"p.fritzer@jesuitenkirche-innsbruck.at","phone":"+43 512 534 60","address":"Universitätsstraße/Karl-Rahner-Platz \nA-6020 Innsbruck \n[http://www.jesuitenkirche-innsbruck.at/](http://www.jesuitenkirche-innsbruck.at)","institution":"Jesuitenkolleg Innsbruck, Kirchenrektor der Jesuitenkirche P. Peter Fritzer SJ, Sillgasse 6, A-6020 Innsbruck"}},"aad909a1-b106-56bf-86ee-b7aee4a41eef":{"name":"Mittleres Deckenfresko im Riesensaal","description":"Die Ausmalung des Plafonds im Riesensaal, die einschließlich des gemalten Stucks eine Fläche von ca. 500 Quadratmetern bedeckt, ist ein Hauptwerk des berühmten Freskanten Franz Anton Maulbertsch, am Programm wirkte die Kaiserin teils selbst mit. Das große Mittelfresko stellt eine Allegorie der Verbindung des österreichischen und des lothringischen Fürstenhauses, die flankierenden Ovale veranschaulichen die Regalien Tirols. Die Vermählung der Häuser Österreich und Lothringen wird als Triumphwagen dargestellt, begleitet von Personifikationen der Herrschertugenden.","dates":"1775/76","location":"Riesensaal"},"ab501a21-ec14-5a97-af8f-4cbadd1c1cc2":{"name":"Agathenaltar","description":"Der Seitenaltar aus Stuckmamor ist der hl. Agathe, einer Patronin der Bauern, geweiht. Anstelle eines Gemäldes birgt eine Nische Schmädls Skulptur der Märtyrerin. Die seitlichen Volutenbügel verleihen dem Altar einen äußerst ornamentalen Charakter. Als Versinnbildlichung der Himmelsöffnung sitzt über dem Auszug eine goldener Kronreif, hinter dem ein vasenbekrönter Obelisk als christliches Siegeszeichen emporragt.","dates":"1759","location":"Rechter, südlicher Seitenaltar"},"acdb77c0-0663-595b-975d-8751bfd3847c":{"name":"Alter Festsaal","description":"Der mit zwei prächtigen Säulenportalen gezierte frühbarocke Festsaal erfuhr eine hochbarocke Überarbeitung mittels vollplastischem Stuck. Die allegorischen Deckenbilder handeln als komplexer Lebensspiegel von den Jahreszeiten, den Elementen Feuer, Wasser Luft und Erde, der Tier-, Pflanzen- und Mineralienwelt, vom ewigen Kreislauf von Tugend und Laster, dem Wirken Christi in Verbrämung als Jäger, Fischer und Gärtner sowie dem daraus resultierenden Triumph der vernunftbetonten gläubigen Seele.","dates":"1672-1675 Einrichtung \num 1690 Ergänzung des Deckenstucks","location":"2. Obergeschoss im Westtrakt des Konventstocks"},"ad05e5f8-2337-5476-85de-2000adead73b":{"name":"Saal der Wasseruhr","description":""},"ad84833b-6c43-5112-bbad-339a24962ab7":{"name":"Rosenpalast, Militärmuseum","description":""},"ade4aee1-0543-5bda-bcdc-10aeda05e8ed":{"name":"Gnadenaltar","description":"Die bei Loreto-Kapellen übliche, das Gnadenbild vom Betvolk separierende Gitterwand ist in Birkenstein zu einer marianischen Bildwand umgedeutet. Das Gitter wurde entfernt, um einen freien Blick auf das zu einer Loreto-Madonna umgedeutete Kultbild zu erlauben. Der dieses umgebende Strahlenkranz evoziert zusammen mit dem figurenreichen Engelreigen eine Erscheinung Mariens als Himmelskönigin. Dies geschieht im Beisein der Trinität, wobei Christus als Kind dargestellt ist, denn aus den Himmlischen Heerscharen stechen die Erzengel heraus, von denen oberhalb der Türen Gabriel die Verkündigung vollzieht. Auf die Türblätter sind Josef und Johannes der Täufer gemalt, ans Antependium die Geburt Mariens. Die Tabernakelfiguren stehen für die sieben Gaben des Hl. Geistes: Weisheit, Verstand, Rat, Stärke, Wissenschaft, Frömmigkeit und Gottesfurcht, gemäß dem Spruch 9/1 der Lauretanischen Litanei: „Maria hat sich ein Haus auf sieben Säulen gebaut.“","dates":"1760","location":"Presbyterium der Wallfahrtskapelle"},"af0f0bb2-bc90-5dc0-bbb1-c404e3fc1ec1":{"name":"Ibn-Khairun-Moschee oder Moschee der Drei Tore","description":""},"afa63df6-92d1-5fda-adee-1fb5ac15e24c":{"name":"Hochaltar","description":"Der frühbarocke, für die mittelalterliche Stiftskirche geschaffene Hochaltar des Weilheimer Bildhauers Steinle ist eine kunsthistorische Besonderheit ersten Ranges. Das architektonisch mittels zweier Säulen gebildete Retabel wird von dichten Ranken überwuchert, eine „Wurzel Jesse“ oder „Lebensbaum“, ausgehend von Adam und Eva am Fuß des Altars, über die zentrale Figur der heilsbringenden „Immaculata“, bis zur Kreuzigung als Symbol der Erlösung. Die Tradition spätgotischen Astwerks verbindet sich hier mit frühbarocken Formen. Stuckvorhang und Baldachin von Franz Xaver Feuchtmayr 1731 ergänzt.","dates":"1609-1613","location":"Stiftskirche, Chor (frei aufgestellt)"},"afab919b-6b48-532c-b973-a4d100499b65":{"name":"‘Ali-Ibn-Marwan-Moschee","description":""},"affb18f3-57bb-56e2-9c27-06518217dca8":{"name":"Santa Maria della Valle (genannt la Badiazza)","description":""},"b063dbae-0e4f-5fed-af50-1f78dfec5ae8":{"name":"Dar Hussain","description":""},"b06f52e2-cfcb-5f2c-8057-5b7d801c7bd4":{"name":"Inneres","description":"Der Gesamteindruck des Kircheninneren ist nach mehreren Restaurationen des 20. Jahrhunderts wieder weitgehend dem Raumbild des mittleren 18. Jahrhunderts angenähert. Der Chorprospekt ist, vom Langhaus aus gesehen, vor allem von der Vierung als Höhepunkt der Raumfolge geprägt: vier abgeschrägte Pilasterpfeiler tragen hier eine Flachkuppel über Pendentifs. Eingeleitet wird der perspektivisch gestaffelte Prospekt von einer mächtigen Arkade mit halbrundem Bogen über Pilasterpfeilern am Übergang vom Langhaus zur Vierung, Zielpunkt ist der Hochaltar, der die Apsis in ganzer Breite ausfüllt.","dates":"1741-43","location":"Blick zum Chor"},"b0926d7c-2c0b-52f5-9714-d64d818e9564":{"name":"ehem. Zisterzienserabtei Mariae Himmelfahrt","alternate_name":"Kloster Fürstenfeld","description":"Die prächtige Schauseite des Klosters offenbart als Zwillingsfassade eindrucksvoll dessen Doppelfunktion: Der östliche Gebäudeteil links diente als Konventbau, der westliche rechts als Residenz. Vom Anspruch, die Dualität des geistlichen wie weltlichen Machtanspruchs zu visualisieren, kündet auch der gewaltige Säulenpomp der Kirchenfassade. Statuen verkörpern Christus als Welterlöser sowie die hl. Benedikt und Bernhard von Clairvaux als Ordenspatrone. Absichtsvoll verweist die reiche Säulenzier des Innenraums auf die Münchner Theatinerkirche, die monumentalen Raumproportionen des tonnengewölbten Wandpfeilersaals hingegen auf die Jesuitenkirche ebenda, indem so Kurfürst Maximilian II. Emanuel erkennbar an die gegenreformatorischen Kirchenstiftungen seiner Vorfahren anküpft. Auf das von hohen Kapellen flankierte Kirchenschiff folgt ein lang gestreckter Chor, in welchem das Betgestühl des einst an Mitgliedern reichen Konvents untergebracht ist. Die vielen Beichtstühle greifen den Sühnegedanken des Klosterstifters wieder auf.","short_description":"Ihrer Funktion als barocke Klosterresidenz der bayerischen Kurfürsten wird die Zisterzienserabtei Fürstenfeld gerne als „bayerischer Escorial“ bezeichnet. Sie besitzt die wohl prächtigste Klosterkirche Oberbayerns, deren pompöses säulenbestücktes Inneres unter anderem Fresken und Altäre der berühmten Künstlerfamilie Asam birgt. Überreich ist die Ausstattung mit weiß gefaßten Schnitz- und Stuckfiguren, und eine Vielzahl an Beichtstühlen erinnert an die einstige Stiftung als wittelsbachisches Sühnekloster.","type":"Sakralbau (Kloster)","dates":"1691-1700 Kloster- und Residenzgebäude \n1714-1741 Kirche \n1752 Kirchturm \n1760-1762 Hochaltar","location":"Fürstenfeldbruck, Oberbayern","method_for_datation":"Urkundlich und chronikal belegt; Jahreszahl 1731 an der Uhr des Chorbogens, entsprechende Chronogramme in den Langhausfresken.","bibliography":"Pfister, P., *Fürstenfeld. Ehemalige Zisterzienserabteikirche* (Kleine Kunstführer 6), 15. neu bearbeitete Auflage, Regensburg, 2007. \nSchiedermair, W. (ed.), *Kloster Fürstenfeld*, Lindenberg im Allgäu, 2006. \nPfister, P. (ed.), *Das Zisterzienserkloster Fürstenfeld*, (Große Kunstführer 39), 2. neu bearbeitete Auflage, Regensburg, 1998. \nBauer, H./Rupprecht, B. (eds.), *Corpus der barocken Deckenmalerei in Deutschland, Bd. 4: Freistaat Bayern, Regierungsbezirk Oberbayern. Landkreis Fürstenfeldbruck*, München, 1995, 58-133. \nLampl, S. (ed.), *Die Klosterkirche Fürstenfeld – ein Juwel des bayerischen Barock*, München, 1985.","author":"Peter Heinrich Jahn","history":"Die ehemalige Zisterzienserabtei Fürstenfeld wurde 1263 durch Herzog Ludwig II. von Bayern zur Sühne für die unrechtmäßige Hinrichtung seiner Ehefrau Maria von Brabant gestiftet und von dessen Sohn, Kaiser Ludwig dem Bayern, entscheidend gefördert. 1691 legte Abt Balduin Helm den Grundstein zur barocken Klosteranlage, auf deren Gestalt der bayerische Kurfürst Maximilian II. Emanuel starken Einfluss ausübte, indem er das Hauskloster seiner Familie zur Klosterresidenz ausbauen lies. Dazu nahm man den Hofbaumeister Viscardi unter Vertrag, der 1700 auch den Kirchenbau begann. 1701 jedoch wurde dieses Bauvorhaben wegen finanzieller Probleme eingestellt. Aufgrund der darauf folgenden Besetzung Bayerns durch Österreich infolge des Spanischen Erbfolgekrieges sowie Viscardis Tod konnte der Palier Johann Georg Ettenhofer erst ab 1714 die Kirche vollenden, die 1741 geweiht wurde. Das Kloster kam für alle Baukosten selbst auf und erhielt keine finanziellen Zuwendungen durch die Wittelsbacher.","patrons":"Maximilian II. Emanuel, Kurfürst von Bayern (reg. 1680-1726); Äbte Balduin Helm (reg. 1690–1705), Liebhard Kellerer (reg. 1714-1736), Konstantin Haut (reg. 1734-1744), Alexander Pellhammer (reg. 1745-1761), Martin Hazi (reg. 1761-1779)","architects":"Architektur: Giovanni Antonio Viscardi (1645-1713); Johann Georg Ettenhofer (1648-1741); \nKloster- und Residenzgebäude: \nStuck: Giovanni Nicolò Perti; \nFresken: Hans Georg Asam (1649-1711); \nAbteikirche: \nStuck im Chor: Francesco Appiani (1704-1792); Stuck im Langhaus: Jacobo Appiani \nDeckenfresken: Cosmas Damian Asam (1686-1739); \nEntwurf zu Hochaltar und mittlerem Seitenaltarpaar der Abteikirche, Ausführung der letzteren: Egid Quirin Asam (1692-1750); \nvordere und hintere Seitenaltarpaare der Abteikirche, Skulpturen sämtlicher Altäre und Beichtstühle, Apostelzyklus: Thomas Schaidhauf (1735-1810); \nKreuzaltar, hinterstes Seitenaltarpaar: Thassilo Zöpf (1723-1807); \nStifterfiguren: Roman Anton Boos (1733-1810)","monument_contact":{"fax":"Kirche: 08141/501650; Klostergebäude: 08141/408-250","email":"st-magdalena.fuerstenfeldbruck@erzbistum-muenchen.de","phone":"Kirche: +49 (0)81 41 50 16 0; Klostergebäude: +49 (0)81 41 40 80","address":"Klosterstraße \n82256 Fürstenfeldbruck","institution":"Kirche (heute Stadtpfarrkirche): Katholisches Stadtpfarramt St. Magdalena (Erzbistum München und Freising); Klostergebäude: Bayer. Fachhochschule für öffentliche Verwaltung und Rechtspflege – Fachbereich Polizei"}},"b0bfdfca-b591-5a1b-a11c-c7412481e1df":{"name":"Innerer Hafen","description":""},"b1148e8c-e859-54bf-bc16-bd6ce03e76e6":{"name":"Zawija al-As‘adijja","description":""},"b194640b-e18f-56a3-a553-f1b273892d94":{"name":"Hochaltar","description":"Der Hochaltar, der im Prospekt vom Langhaus aus von den doppelten Arkaden des Chors gerahmt wird, ist als sechssäuliger Aufbau über leicht geschwungenem Grundriss angelegt und ganz in der Art bayerischer Altäre gehalten. Figuren und Gemälde sind erst um 1780 hinzugekommen; das Altarblatt mit der Enthauptung der Kirchenpatronin ist eine Kopie nach Martin Knollers Ettaler Altarbild.","dates":"Um 1760, Gemälde und Figuren um 1780","location":"Chorschluss"},"b1dd8d6f-0a1e-5d0a-9dd4-32bf8cee812d":{"name":"Festsaal","description":"Als Kolonnadensaal signalisiert der prunkvolle Empfangsraum der Abtei höchstes Prachtniveau. Vom hohen Bildungsanspruch der Mönche zeugen der an Symbolik reiche Stuckdekor sowie das allegorische Deckengemälde, dessen Zentrum als Kabinettstück barocker Messtechnik eine Windrose bildet.","dates":"1721/23","location":"Klostergebäude, Obergeschoß des Westtraktes"},"b1f0dda2-237e-58d7-b2ae-dbd6e459db34":{"name":"Inneres, Langhauswand","description":"Die Wandstruktur des Langhauses ist auf die mittlere, in die Flucht einspringende Altarnische ausgerichtet. Diese markiert die querverlaufende Symmetrieachse und zentriert damit das Langhaus. Pilaster, Gebälke und Arkaden bilden ein hervortretendes Gehäuse, eine markante architektonische Auszeichnung der Seitenaltäre. Auch das Bildprogramm mit Figurennischen und Deckenfresken orientiert sich letztlich auf diese Mitte hin. Lediglich die Kanzel setzt einen asymmetrischen Akzent.","dates":"1748-56","location":"Langhaus, nördliche Innenwand"},"b20a22c5-a792-59df-8fab-bb97b82bd58b":{"name":"Islamisches Museum","description":""},"b2980c5d-4b8e-5737-b1bd-ebbf38274aad":{"name":"Hochaltar","description":"Der laut Inschrift in der Predella 1651 als Stiftung der Familie Weinzierl errichtete Hochaltar ist der früheste der drei Altäre in der Burschlkirche. Es handelt sich um einen Ädikula-Altar mit gesprengtem Segmentgiebel und durchbrochenem Auszug. Im Mittelpunkt des Figurenprogramms stehen die drei Patrone der Kirche, die als Schutzheilige gegen die Pest angerufen werden.","dates":"1651","location":"Ostwand des Chorraums"},"b460a85c-5f50-5ffc-9b0a-485d88e4ddaa":{"name":"Katholische Pfarrkirche St. Alban","description":"Die größte Landkirche Tirols mit ihrem aus dem Frühmittelalter stammenden Patrozinium des hl. Alban von Mainz präsentiert sich als ein imposanter Bau des Frühklassizismus mit spätbarocken Elementen. Letztere wurden teils entgegen den Planungen und Anordnungen der Salzburger Kirchenverwaltung eingebracht, etwa durch die Fresken, die ursprünglich nicht vorgesehen waren, aber später vom Erzbischof gebilligt wurden. Der Entwurf des Hofbaudirektors Hagenauer war zuvor schon durch einen Bauplan des Lienzers Thomas Mayr ersetzt worden. Mayr hat eine durch schmale Emporen bereicherte Wandpfeilerkirche entworfen, in sehr einheitlicher, strenger Gliederung, doch nach barockem Typus.","short_description":"Die Pfarrkirche von Matrei ist eine der größten Landkirchen Österreichs und zugleich eines der bedeutendsten Bauwerke im Umkreis des Salzburger Frühklassizismus. Entstanden sind Bau und Ausstattung unter dem Einfluss des Hofbaudirektors Wolfgang Hagenauer, doch übernahmen Planung und Ausführung letztlich überwiegend einheimische Kräfte, die den „aufgeklärten Klassizismus“ mit spätbarocken Traditionen durchsetzten.","type":"Sakralbau (Pfarrkirche)","dates":"1776-83","location":"Matrei in Osttirol, Tirol, Bezirk Lienz","method_for_datation":"Archivalien","bibliography":"Brugger, A., Wörgötter, J., Pfarrkirche St. Alban Matrei in Osttirol, Matrei 1984","author":"Frank Purrmann","history":"Die Pfarrei Matrei gehörte seit dem Frühmittelalter zur Diözese des Erzbistums Salzburg. Schon im Hochmittelalter bestand am Ort der heutigen Kirche, dem Vordermarkt, ein Vorgänger, der 1326 durch Brand zerstört wurde. Der gotische Nachfolger wurde 1334 geweiht. Aufgrund von Baufälligkeit und Platzmangel wurde um 1770 der Entschluss zum Neubau gefasst, der Beginn erfolgte 1777. Fertig gestellt wurde die Kirche schon 1783, doch erst 1789 geweiht. Hochaltar und Seitenaltäre wurden gar erst 1805-07 errichtet.","patrons":"Erzbistum Salzburg/Pfarrei Matrei","architects":"Architektur: Thomas Mayr \nStuck: Franz Graßmayr \nDeckenfresken: Franz Anton Zeiller (1716-1794) \nAltäre: Anton Simeth","monument_contact":{"fax":"+43 048 755 262","email":"pfarramt.matrei@aon.at","phone":"+43 048 756 507","address":"Kirchplatz 1, \nA-9971 Matrei","institution":"Pfarrei St. Alban"}},"b48feaee-9462-5863-8e49-d39ce3fad0ed":{"name":"Kastell","description":""},"b5374d8c-6eef-522b-8e1c-30b80526f11b":{"name":"Bibliothek und Refektorium","description":"Wenn man in der Bibliothek steht, ist man sofort über ihre Proportionen erstaunt. Großflächige Fresken erstrecken sich über die Decke, die 21,4 m x 10,8 m misst. Der Raum ist aber nur 4,8 m hoch. Es scheint, dass er ursprünglich wie die meisten Bibliotheken dieser Epoche zweigeschossig war. Dafür gibt es zwei architektonische Anzeichen: eine Treppe führt in einen darunter liegenden Raum (mit jetzt eingezogener Wand), und ein angrenzender Bibliotheksraum befindet sich in einem später errichteten Gebäudeteil. Er wurde möglicherweise erbaut, um einen ehemaligen Bibliothekssaal im darunterliegenden Stockwerk zu ersetzen. – Die Themen der Deckengemälde sind sehr unterschiedlich: auf dem größten in der Mitte ist der zwölfjährige Jesus im Tempel zu sehen. Um dieses Bild sind Portraits der vier Kirchenväter und der vier Kirchenlehrer gruppiert, sowie allegorische Szenen, die Weihe des Stifts an die Gottesmutter und die Gründungslegende der drei Stifte Lambach, Göttweig und Admont durch drei Freunde – die späteren Heiligen Adalbero und Altmann, Bischof von Passau, sowie Erzbischof Gebhard von Salzburg. \nDas Refektorium im Erdgeschoß des Nordflügels ist ein festlich dekorierter Raum. Wände und Decke verfügen über Stuckgirlanden mit Früchten und Blättern, sowie über Büsten und Reliefs, einige sind vergoldet. Auf den Fresken in frischen Farben (Stirnwände und Decke) kann man die Weihe des Stifts an die Gottesmutter und biblische Szenen sehen: ein Engel bringt Jesus zu essen, nachdem er vierzig Tage in der Wüste gefastet hatte, den Manna-Regen, Jesus beim Gastmahl des Pharisäers Simon und Moses, der Wasser aus dem Felsen schlägt. Die Lesekanzel und die Tische (letztere befinden sich jetzt im Ambulatorium) mit Einlegearbeiten wurden von einem regionalen Künstler gefertigt.","dates":"Ende 17. Jahrhundert Fresken Decke und Stuckarbeiten in der Bibliothek, Westflügel; 1706/1707 Errichtung Nordflügel; 1708 Stuckarbeiten Refektorium; 1709 Lesekanzel Refektorium und Tische (jetzt im Ambulatorium); 1720 Fresken Refektorium","location":"Westflügel, Nordflügel"},"b5539e36-d9c9-5f1f-a0ec-79acd39a83a5":{"name":"Santo Spirito (optional)","description":""},"b5545fbf-db80-56fc-ac43-112ce689eb18":{"name":"Sidi-Zaituni-Zawiya - Volkskunstmuseum von Jerba","description":""},"b611d069-f267-5ab1-8a39-7ff245de0666":{"name":"Wallfahrtskirche zu den Sieben Schmerzen Mariens","alternate_name":"Wallfahrtskirche zu Unserer Lieben Frau im Birnbaum; Wallfahrtskirche Maria Birnbaum","description":"Der Hochaltar im Osten und der das Gnadenbild bergende Birnbaum im Westen, der durch eine ihn rahmende Schauarchitektur besonders inszeniert war, bildeten ursprünglich mit dem ihnen jeweils zugeeigneten Konchenraum gegenüberliegende 'sakrale Orte' – eine singuläre Anlage in Süddeutschland. Der mittlere Kuppelbau – mit seiner großen lichterfüllten Laterne, in welcher Figuren der 12 Apostel stehen, allgemeines Zeichen für den Himmel und insbesondere für Maria durch Bezugnahme auf das römische Pantheon – dient als Versammlungsraum für das Wallfahrervolk. Die speziellen Funktionen der Raumteile spiegelt auch der Grundriss wider, der aus sieben ineinander geschobenen, unterschiedlich großen Kreisen formiert wird. Die Ausrundungen aller Seitenwände sowie große Bogenöffnungen binden die drei Teilräume zusammen, so dass aller Raumteilung zum Trotz ein zentralbauartiges Raumkontinuum entsteht. Daran angebaut ist im Westen hinter der Baumnische eine Sakristei und im Osten hinter der Altarapsis ein wiederum von drei Konchen umstellter Turm. Früher waren neben der großen Laterne des Kuppelbaus auch noch die beidseitig anschließenden Konchenbauten von kleinen Laternen bekrönt, so daß zusammen mit den drei Türmen dem Bauwerk einst ein phantastisch anmutendes sechstürmiges Äußeres zu eigen war. Alles in allem verkörpert die Kirche einen der wenigen sakralen 'Phantasieentwürfe' der europäischen Architekturgeschichte, der auch ausgeführt wurde.","short_description":"Ein Birnbaum, der ein wundertätiges Vesperbild barg, gab den namengebenden Anlass für den Bau der frühbarocken Wallfahrtskirche Maria Birnbaum. Eine phantastische turmreiche Aussengestaltung steht mit einer komplexen Dreiergruppe von Rundräumen in Verbindung, wobei Reminiszenzen an das antik-römische Pantheon eine sinnfällige Rolle spielen. Für die nötige Pracht sorgt der den Innenwänden und Gewölben applizierte Modelstuck.","type":"Sakralbau (Wallfahrtskirche)","dates":"1661-1668","location":"Sielenbach, Oberbayern","method_for_datation":"Durch archivalische Quellen.","bibliography":"Schütz, B., *Maria Birnbaum. Deutschorden-Wallfahrtskirche* (Kleine Kunstführer 401), 13. neubearbeitete Auflage, Regensburg, 2004. \nKrins, H., *Barock in Süddeutschland*, Stuttgart, 2001, 62-65. \nSchütz, B., *Die kirchliche Barockarchitektur in Bayern und Oberschwaben 1580-1780*, München, 2000, 96-98. \nSchütz, B., *Die Wallfahrtskirche Maria Birnbaum und ihre beiden Baumeister* (Kieler kunsthistorische Studien 4), Frankfurt am Main, 1974.","author":"Peter Heinrich Jahn","history":"Der namengebende Anlass für den Bau eines Wallfahrtheiligtums im Ecknachtal außerhalb des Dorfes Sielenbach war ein Birnbaum, der ein Vesperbild barg. Da dieses Wunderheilungen vollbracht haben soll, wurde der Birnbaum ab 1661 mit einer Kirche umbaut. Baldige Planänderungen führten zum Anbau von drei Türmen sowie einer halbrunden Sakristei im Westen. Der im daran anschließenden Konchenraum bis 1866 stehende Birnbaum samt Gnadenbild starb jedoch schon drei Jahre nach der 1668 erfolgten Weihe ab, was diverse liturgische Umstrukturierungen zur Folge hatte. 1866 schließlich stellte man den Ursprungszustand weitgehend wieder her und inkorporierte dabei dem Hochaltar einen Rest des erinnerungswürdigen Baumstammes. \nDie von dem kurfürstlichen Münchner Baumeister Konstantin Pader geplante Architektur scheint auf Anregungen des weit gereisten und architektonisch gebildeten Bauherrn Philipp Jakob von Kaltenthal zurückzugehen, der als Deutschordenskomtur im nahen Schloß Blumenthal residierte. Insbesondere hatte er sich lange Zeit in Rom aufgehalten, wo es ihm möglich gewesen war, das durch ihn selbst verbürgte Vorbild für die Bauidee kennenzulernen: Die Kuppelrotunde des Pantheons als seinerzeit symbolkräftigste Marienkirche der Ewigen Stadt.","patrons":"Philipp Jakob von Kaltenthal, Komtur der Deutschordenskommende Blumenthal (reg. 1658-1669)","architects":"Entwürfe zu Architektur, Stuck und Ausstattung: Konstantin Pader (1605-1681); \nStuckierung: Matthias II. Schmuzer (1636-1686)","monument_contact":{"fax":"0 82 58 / 99 85 – 10","email":"info@kloster-maria-birnbaum.de","phone":"0 82 58 / 99 85 – 0","address":"Maria-Birnbaum-Straße 51 \n86577 Sielenbach","institution":"Deutschordens-Wallfahrtskloster Maria Birnbaum (Erzbistum München und Freising)"}},"b669842e-6ceb-5465-9eca-126b151afac3":{"name":"*Himmelfahrt und himmlische Aufnahme Mariae*","description":"Das vielteilige klassizistische Kuppelfresko stellt den Empfang Mariens im Himmel durch Christus im Kreise biblischer Gestalten dar. Es steht eindeutig in konzeptionellem Bezug zum Hochaltargemälde mit der Himmelfahrt Mariens.","dates":"1769 (Fresko), 1786 (Hochaltargemälde)","location":"Hochaltar und Kuppel im Chor"},"b6f9bc0c-67b8-5e93-8cd2-e65125af91f8":{"name":"Buftata-Moschee","description":""},"b7562df6-cf4c-58aa-a049-63cead29d1fe":{"name":"San Giuliano","description":""},"b787a95e-79a7-5aca-a7c1-07cc96282891":{"name":"Al-‘Uzair-Moschee","description":""},"b7aa2d97-f660-5f39-a7c3-53ec68eec878":{"name":"Viktoriensaal","description":"Der im Régence-Stil vertäfelte Saal zeigt in den Gemälden, den Reliefs, der Hohlkehle und dem Deckenfresko Kriegsdarstellungen, welche auf die militärischen Erfolge des Kurfürsten im Türkenkrieg hinweisen. Szenen aus dem erfolglosen Spanischen Erbfolgekrieg wurden bewusst vermieden.","dates":"1723-25","location":"Neues Schloss, Obergeschoss des Mitteltraktes"},"b7c0b98d-c15d-53e7-87ca-e9455c41bd5a":{"name":"Chor und Vierung","description":"Im Zentrum des Baus steht die Vierung, über der sich eine achteckige Kuppel erhebt. Eine Besonderheit sind die überleitendenden Pendentifs, die hier nicht konkav gewölbt, sondern gefüllt sind. Der Tambour ist von großen Fenstern durchlichtet, darüber ein achtteiliges Klostergewölbe. Der Chor, der durch seine Apsis deutlich tiefer ist als die beiden Kreuzarme, nimmt seit 2004 die getreue Rekonstruktion des 1943 zerstörten Hochaltars aus dem Jahre 1757 auf. Das ursprüngliche Altarbild ist durch ein Werk Antonio Balestras aus St. Jakob ersetzt worden. Der Langchor wird von zwei Emporen flankiert, die von Stuckengeln getragen werden.","dates":"1627-1640 und 1757","location":"Inneres nach Süden"},"b7c10224-4a94-5164-8f2e-460a85f3a197":{"name":"Was von Marie Antoinettes Aufenthalt in Stift Lambach erhalten blieb: eine Theaterdekoration und ein Bett","description":"Als Marie Antoinette von Wien nach Versailles reiste, um die Frau des späteren Königs Ludwig XVI zu werden, musste sie sich auf eine lange Fahrt begeben. Da es in dieser Zeit entlang der Reiserouten keine Ho(s)tels gab, reiste sie von Kloster zu Kloster. Als sie in Lambach ankam, wurde sie mit etlichen Festen willkommen geheißen. Ein Mönch hatte ein lustiges Theaterstück geschrieben, das im damals neu hergerichteten Theater aufgeführt wurde. Originale Bühnenbilder und die Bühnenwand sind noch erhalten. Letztere rahmt die Bühne mit gemalten Säulen, Statuen (mehr Figurinen als Statuen, die die Blicke der Zuschauer zur Bühne lenken) und Gebälk. Auf dem Balkon auf der rechten Seite sitzt ein Mann mit einem Brief in der Hand, der der Künstler dieser Scheinmalerei gewesen sein soll. In der linken Tür späht jemand durch den Vorhang, was typischerweise vor Beginn des Stücks geschieht, um zu sehen, wie viele Zuschauer sich schon im Raum befinden. \nUnd dann gibt es noch das Bett, in dem die spätere Königin von Frankreich schlief. Es hat einen geschwungenen Fußteil mit Einlegearbeit und einen dekorativ geschnitztes Kopfteil.","dates":"1769-1770 Bühnenwand; keine Daten: Bett","location":"Theater; das Bett befindet sich im Musikergang."},"b85348b2-d909-56ff-a0a5-f045a0d7908e":{"name":"Statuen","description":"Die kleinen Statuen auf den Altären (Größe ca 60 cm) von Joseph Matthias Götz stellen in ihrer Art eigenständige barocke Kunstwerke dar. Auf jedem Altar befinden sich etliche dieser fein ziselierten Figuren aus Alabaster. \nDie Statuen auf dem ornamentartigen Untergrund links und rechts der Tabernakel geben den Schwung der Epoche wieder. Es sieht aus, als ob ein barocker Sturm durch ihre Kleider wehen würde. Auch die kleineren Statuen auf den Tabernakeln (Größe ca 40 cm) sind von hoher künstlerischer Qualität und führen starke Bewegungen aus. \nDie (größeren) Figuren an den Seiten der Altäre stellen allegorische Szenen dar, während die kleineren auf und um die Tabernakel die Kirchenväter, Propheten, Evangelisten, Heilige und Engel wiedergeben, so wie auch Christus und die Schutzengel, die mit Eifer das Böse bekämpfen.","dates":"1737 und später","location":"Auf den Altären"},"b94d6ba6-4d5d-506c-a98a-300337f08cd0":{"name":"Hochaltar","description":"Säulenpaare an den Seiten verleihen dem Hochaltar Würde und Eleganz, zudem rahmen sie plastisch das Altargemälde mit der Himmelfahrt Mariens. In medialer Verschränkung kommt ihr aus der im Auszug dargestellten Figurengruppe der Trinität Christus entgegen. Die Kirchenpatrone sind lediglich durch die seitlichen Statuen repräsentiert.","dates":"1755-1764","location":"Chor"},"b9fb43ee-c159-5f67-b790-d54197cff7c0":{"name":"Museum Agostino Pepoli – Kloster Santa Maria dell’Annunziata","description":""},"ba416dae-39e8-58d5-bd7a-158a8e54e82b":{"name":"Khanqa al-Mawlawijja","description":""},"ba9cf554-bbab-5c6f-96c3-bffc162acb27":{"name":"Kasba","description":""},"bacbfbaf-1932-5c6d-9183-53c7c2d5c840":{"name":"Sidi-Abid-al-Ghariani-Zawiya","description":""},"bacedf74-5f76-582d-92cf-dbdd3b1efb89":{"name":"Große Moschee","description":""},"bad50899-194a-53f5-8b17-f81567ff0b42":{"name":"Hochaltar","description":"Die Säulenbündel des mächtigen stuckmarmornen Hauptaltars bilden eine imposante Rahmung für das Dreifaltigkeits- und Erlösungsthema des Altarblatts. Seitlich davon stehen überlebensgroße Stuckfiguren der Apostelfürsten Petrus und Paulus in ekstatischer Ergriffenheit, die Gläubigen mahnend bzw. das Glaubensgeheimnis des Bildes betrachtend. Außen beigesellt sind die hl. Bischöfe Ulrich und Konrad als Patrone der Bistümer Augsburg und Konstanz.","dates":"1761-63","location":"Chor der Abteikirche"},"bb4dd8ab-cc0e-5fac-aef4-60091ca7be8d":{"name":"Die vier lateinischen Kirchenväter","description":"Die noch von verhaltenem barocken Pathos beseelten Statuen der vier lateinischen Kirchenväter zählen zu den Hauptwerken ihres Schöpfers.","dates":"um 1754/56","location":"Pfeilerpaare der Laienkirche zu Seiten der Querarme"},"bb820e55-7481-50fe-990d-81915219bd38":{"name":"Wohnhaus in der Via del Protonotaro (Casa degli Artale)","description":""},"bbb068e0-786d-5185-ae89-0a937e547d94":{"name":"Deckenfresko im Speisesaal","description":"Der Saal, dessen bezauberndes Fresko die Ankunft des Odysseus bei der Nymphe Kalypso vor einem Götterhimmel darstellt, wurde erst unter Kurfürst Max III. 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Nach nur drei Jahren war der Rohbau fertig, und die Künstler begannen, Kuppel und Wände zu freskieren. \nNach zehn Jahren Bauzeit konnte Abt Maximilian Pagl den Gottvater-Altar weihen und den ersten Gottesdienst abhalten. Leider wurde er bald schwer krank und starb, bevor die Arbeiten abgeschlossen waren. Unter seinen Nachfolgern wurde die Kirche fertiggestellt. Gemäß der Pläne und den Ideen ihres Gründers wurde sie nicht nur eine Huldigung an die Heilige Dreieinigkeit, sondern auch ein ästhetisches Gesamtkunstwerk.","short_description":"Der Gründer Abt Maximilian Pagl, der das theologische Programm der Kirche ausarbeitete, wählte die Heilige Dreieinigkeit zum Leitmotiv. Jedes Detail in und an dem Bauwerk bezieht sich auf diese Idee. Der äußere Grundriss ist ein gleichseitiges Dreieck (um nach außen Gottvater, Gottsohn und den Hl Geist zu symbolisieren), während ein Kreis den inneren Grundriss bildet, der für die EINE Gottheit steht. Die Kirche verfügt über drei gleich gestaltete Türme, drei gleiche Portale, drei gleiche Fassaden und Altäre, die sich gegenüber der drei Eingangstore und der drei Orgeln (im Obergeschoß) befinden. Gemäß dem Wunsch Abt Maximilian Pagls sollte die gesamte Architektur die Heilige Dreieinigkeit preisen.","type":"Religiöse Architektur","dates":"1714-1724 Bau \n1719-1723 Kuppel- und Wandfresken \n1720-1724 Gemälde Hl Geist-Altar \n1721-1722 Gemälde Gottvater-Altar \n1722-1723 Gemälde Gottsohn-Altar \n1723-1724 Gottvater-Altar \n1738 Aufstellen der (früher fertiggestellten) Gottsohn- und Hl Geist-Altäre","location":"Stadl-Paura, Bezirk Wels-Land, Oberösterreich","method_for_datation":"Historische Dokumente","bibliography":"Fuchshuber, P.Paulus, *Die Paurakirche. Pfarr- und Wallfahrtskirche zur Allerheiligsten Dreifaltigkeit*, Passau: Kunstverlag Peda, 2008. \nGrimschitz, Bruno, *Johann Michael Prunner*, Vienna-Munich: Herold, 1960. \nHeisig, Alexander, *Joseph Matthias Götz, (1696-1760)*, Regensburg: Schnell & Steiner, 2004. \nJahn, Peter Heinrich, *Johann Lucas von Hildebrandt (1668 – 1745). Sakralarchitektur für Kaiserhaus und Adel*, Petersberg: Michael Imhof Verlag, 2011: 87–88. \nLuger, Walter, *Die Dreifaltigkeitskirche in Stadl-Paura bei Lambach, Oberösterreich*, Linz: Oberösterreichischer Landesverlag, 1956.","author":"Gabriele Liechtenstein","history":"Die barocke Pilgerkirche von Stadl-Paura erhebt sich auf einem Hügel nahe des rechten Traunufers. Eine frühere Kapelle, die dem Hl Blasius geweiht war, stand an derselben Stelle und wurde schon im frühen Mittelalter erwähnt. \nDer Ort am Fluss erlangte im 13. Jahrhundert Bedeutung für den Salzhandel und für das Transportgeschäft auf dem Fluss. Handel, Transport und die Tatsache, dass die nahegelegene Gemeinde Lambach ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt war, brachten der Region großen Wohlstand. Etliche Gebäude wurden im 17. und 18. Jahrhundert errichtet und bestehen bis heute, so wie das Architekturjuwel der Hl Dreieinigkeitskirche.","patrons":"Der Benediktiner-Abt Maximilian Pagl von Stift Lambach erbaute – sich auf einen Schwur zurückbeziehend – die Kirche, um Gott zu danken, dass während der Pestepidemie in der Region keine Opfer zu beklagen waren.","architects":"Architektur: Johann Michael Prunner (1669-1739); Innenausstattung, Kuppel- und Wandfresken (Schein-Architektur): Francesco Messenta (um 1675-1745); Kuppel- und Wandfresken (Figuren): Carlo Carlone (1686-1775); Altargemälde: Martino Altomonte (1657-1745), Carlo Carlone (1686-1775) und Domenico Parodi (1672-1742); Altarstatuen: Joseph Matthias Götz (1696-1760)","monument_contact":{"fax":"072453239624","email":"pfarre.stadl-paura@dioezese-linz.at","phone":"07245217101116","address":"Johann Michael Prunner-Straße 7, \nA-4651 Stadl-Paura","institution":"Benediktiner von Stift Lambach"}},"bd0098d5-7fb6-5d0b-bb54-6f7f23563f71":{"name":"Kath. Filial- und Wallfahrtskirche zur Schmerzhaften Muttergottes","alternate_name":"Wallfahrtskirche Vilgertshofen","description":"Das Äußere der kreuzförmigen Wallfahrtskirche der Benediktinerabtei Wessobrunn mit jeweils rund abschließenden Armen besitzt außer der Nischenbekrönung des Westportals kaum plastische Dekorationen. Im Inneren hingegen überwältigt die üppige Ausstattung des Zentralbautendenz aufweisenden Kirchenbaues. Kolossalpilaster gliedern den Raum und heben zugleich rahmend die in den Wandflächen angebrachten Nischenfiguren von Heiligen hervor, welche den Benediktinerorden und die Marienverehrung thematisieren. Stuckarbeiten vor farbigem Grund, deren großes Formenrepertoire ausgreifende Akanthusranken im Stil des Hochbarock, Engelsfiguren, florale Elemente sowie Blatt- und Muschelmotive umfasst, überziehen die Deckenflächen des Kirchenraumes. Zwischen den Stuckaturen befinden sich zahlreiche Fresken, die häufig in Bezug zur schmerzhaften Muttergottes stehen, aber auch biblische Szenen oder Sinnbilder veranschaulichen (davon das Mittelbild modern rekonstruiert). In der hinteren Konche über dem Portal ist eine Orgelempore eingebaut. Die Seitenaltäre der Kreuzarme weisen stilistisch große Unterschiede auf: Der Gesamteindruck und die gedrehten Säulen des Ulrichsaltars sind dem barocken Formenschatz verbunden, der Stephansaltar hingegen ist mit Putti und verspielteren Formen dem Rokoko verhaftet. Als Wallfahrtskirche besitzt der Bau im Osten, wie für die Region typisch, einen zweigeschossigen Umgangschor mit Doppelaltar, der separierte Oratorien für Mönche und adelige Pilger bot.","short_description":"Die von Johann Schmuzer erbaute Wallfahrtskirche mit dem für die Region typischen zweigeschossigen Umgangschor und Doppelaltar besticht besonders durch ihre üppigen hochbarocken Stuckverzierungen an den Deckenflächen. Zahlreiche Fresken, thematisch häufig in Bezug zur Schmerzhaften Muttergottes stehend, sind ebenfalls Teil des überwältigenden Dekorationsprogrammes. Höhepunkt der Ausstattung ist ein virtuoser Rokoko-Altar des einheimischen Stukkateurs Tassilo Zöpf.","type":"Sakralbau (Wallfahrtskirche)","dates":"Kirchenbau 1688-92 \nHochaltar 1721 \nRechter Querarmaltar 1751","location":"Vilgertshofen (Gemeinde Pflugdorf-Stadl), Oberbayern","method_for_datation":"Durch archivalische Quellen.","bibliography":"Schatke, K., *Vilgertshofen. Wallfahrtskirche zur Schmerzhaften Gottesmutter*, (Peda-Kunstführer 623), Passau, 2005. \n*1250 Jahre Wessobrunn. Festschrift herausgegeben von der Gemeinde Wessobrunn*, Lindenberg im Allgäu, 2003, 165, 216-219, 224. \nRohrmann, H., *Wallfahrtskirche Vilgertshofen* (Kleine Kunstführer 484), 10. neubarbeitete Auflage, Regensburg, 1995. \nDischinger, G., *Johann und Joseph Schmuzer. Zwei Wessobrunner Barockbaumeister* (Bodensee-Bibliothek 22), Sigmaringen, 1977, 30-36, 130, 162. \nBauer, H./Rupprecht, B. (eds.), *Corpus der barocken Deckenmalerei in Deutschland, Bd. 1: Freistaat Bayern, Regierungsbezirk Oberbayern. Die Landkreise Landsberg am Lech – Starnberg – Weilheim-Schongau*, München, 1976, 255-263.","author":"Caroline Straube","history":"Im 17. Jh. erlebte die Wallfahrt in Vilgertshofen eine bedeutende Entwicklung, die in Zusammenhang mit einem Wiederaufblühen der Marienverehrung zu sehen ist. Um den vielen Pilgern gerecht zu werden, entschied sich die Benediktinerabtei Wessobrunn für einen Neubau der Kirche und wählte den ortsansässigen Baumeister Johann Schmuzer als Architekten aus. Die Grundsteinlegung fand 1687 statt. Durch Bischof Eustach Egolf Freiherr von Westernach erfolgte am 12. Oktober 1692 die Weihe des Baues, dessen Südturm aufgrund des spanischen Erbfolgekrieges erst 1732 errichtet wurde, der Nordturm jedoch nie. \nDie so genannte „Stumme Passionsprozession“, in der Dorfbewohner biblische Gestalten darstellen, und die am Sonntag nach Mariae Himmelfahrt stattfindet, wurde durch die 1708 gegründete Bruderschaft angeleitet und wird als Brauchtum heutzutage nur noch in Vilgertshofen durchgeführt.","patrons":"Leonhard III. Weiß (reg. 1671-1696), Abt der Benediktinerabtei Wessobrunn","architects":"Architektur und Stuck: Johann Schmuzer (1642-1701) \nChorfresko: Johann Baptist Zimmermann (1680-1758) \nHochaltar: Franz Xaver Schmuzer (1676-1741) \nRechter Querarmaltar: Thassilo Zöpf (1723-1807); Johann Baptist Baader (1717-1780)","monument_contact":{"fax":"+49 (0)81 94 99 86 28","email":"gemeinde@vilgertshofen.de; st.johannes.baptist.stadl@bistum-augsburg.de","phone":"+49 (0)81 94 99 99 98","address":"Ulrichstr. 4, \n86946 Vilgertshofen","institution":"Pfarrei Stadl, Pfarrbüro Vilgertshofen (Rektor Herr Steevan D'Souza), Bistum Augsburg"}},"bd762eaf-021d-5d0c-8876-200b5ed7be4b":{"name":"Sakhrat al-Hadid (Kastell Roccella)","description":""},"bd7d2abe-5494-59d4-afe1-3692772655c5":{"name":"Maqam Nabi Jahja (Johannes der Täufer)","description":""},"bdb9b063-8eae-579f-839d-ba9aea3eaa63":{"name":"Verehrung des Namens Jesu durch die vier Erdteile","description":"Thema des großen Deckenbilds über dem Langhaus ist der Triumph Christi im Himmel wie auf Erden. Das Monogramm IHS wird dabei an zentraler Stelle zu einer Art Thron für den Christusknaben und seine Mutter. Sonne und Mond stehen für die universale Herrschaft über Raum und Zeit. In den Wolken der Kirchenpatron Veit und Engelsscharen. Die Erdkugel wird umgeben von den Personifikationen der Erdteile Europa, Afrika, Asien und Amerika in Verehrung und Anbetung Jesu. Antipodisch zum Triumph des Glaubens am Westende der Sturz von Satan und Hölle, deren Machtlosigkeit dadurch gezeigt wird, dass sie der Erzengel Michael in Gestalt eines Puttos bezwingt. Rechts im Hintergrund, unter einem Torbogen, die Seelen in der Vorhölle, die noch auf Erlösung hoffen.","dates":"1747","location":"Deckenfresko des Gemeinderaums"},"bdc1f2b1-fc9e-59d3-ae94-399c2dcd7e7c":{"name":"Stiftskirche, Stuck","description":"Die überaus reiche Stuckausstattung ist ein bedeutendes Beispiel der frühbarocken Stukkatorenschule von München mit Feldergliederung in klassischen Formen, im Chor auch durch figurale Reliefs bereichert. Unter der Leitung des Bildhauers Onofrius Weigl arbeiteten wohl auch Stukkatoren aus Wessobrunn.","dates":"1629-1636, ergänzt nach 1670","location":"Gewölbe von Langhaus und Chor"},"bde4f2f2-d40b-57af-b5d6-cd1f3f422f2f":{"name":"Hochaltar","description":"Der Hochaltar, fast zwei Jahrzehnte nach der Weihe der Kirche errichtet, ist nur gering vom klassizistischen Stil geprägt; deutlich wird dieser allenfalls anhand der etwas steifen, eckigen Form des Auszugs, nicht aber an der Gesamtform selbst, ein Säulenaltar mit teils freistehenden Tragegliedern. Wahrscheinlich geht der von Anton Simeth errichtete Aufbau noch auf den Entwurf von Petrus Schmid zurück, der erst einige Figuren geschaffen hatte, als er 1787 am Felber Tauern tödlich verunglückt ist.","dates":"Errichtet 1805 unter Verwendung von Statuen von vor 1787, Altarblatt 1807","location":"Ostwand des Chores"},"be38c66a-96ee-56ee-9eab-94c5552487fb":{"name":"Dar al-Lungu","description":""},"beb103e2-c3d8-5595-a211-c4be2ed2c8ce":{"name":"Bernhardisaal (Fürstensaal)","description":"Der sich über zwei Geschosse erstreckende Bernhardisaal in der Mitte des westlichen Konventtraktes ist ein architektonisch an sich einfacher rechteckiger Saal, dessen Besonderheit eine rechteckige Deckenöffnung mit umlaufender Balustrade ausmacht, ein „Hypäthralraum“, der eine Öffnung zum Himmel illusioniert. Zum Prunksaal wird der Raum erst durch die Wand- und Deckenmalereien, die die gesamte Fläche füllen. Eine Folge von Szenen aus dem Leben des Ordensgründers, des hl. Bernhard von Clairvaux, gipfelt in der Weihnachtsvision oberhalb der Deckenöffnung.","dates":"1720-1722","location":"Mittelpavillon des westlichen Klostertrakts, sogenannter „Bernhardibau“"},"bfde98ff-c1bf-5790-801d-18b84b741f38":{"name":"*Pflege der Künste* – *theologische Wahrheit* – *profane Wahrheit* (Deckenfresken)","description":"Das zentrale Deckenbild des Bibliothekssaales hat die theologische Wahrheit durch die göttliche Offenbarung zum Thema. Im benachbarten Fresko soll der Musenberg Parnass mit seinen weiblichen Allegorien die Kunstverbundenheit aber auch die moderne Wissenschaftsnähe des Klosters bezeugen. Gegenüber wird mit der „Entschleierung der Wahrheit“ die profane wissenschaftlich-kritische Wahrheit thematisiert und dabei zugleich die Quintessenz des gesamten Bildprogramms gezogen. Der Darstellung liegt das Titelblatt von Diderots Encyclopedie zugrunde, jenes berühmten Lexikons der Aufklärungsbewegung, welches das gesamte Wissen der Zeit aus Wissenschaften, Kunst und Handwerk sammeln sollte. Vertreten durch sein Wappen hinterläßt Propst Franciscus Töpsl hier sein geistiges Vermächtnis: Er sieht sich nicht nur als dritter Gründer und entscheidender Reformator seines Stiftes, sondern auch als Vater von dessen aufklärerischer Mission.","dates":"1779","location":"Gewölbe des Bibliotheksaales"},"bfed794d-33a3-554d-8ce9-82eccf3e5f7b":{"name":"Kreuzaltar (Hochaltar)","description":"Der mächtige, beidseitig dreisäulige Hochaltar ist als Bühnenaltar konstruiert, in welchem nach Dießener Vorbild die Kirchenfeste theaterhaft illustriert werden können. Dem Patrozinium gemäß zeigt das Altarblatt den Gekreuzigten, wohingegen die beiden gewundenen, oben durch Volutenbügel zu einem Baldachin verbundenen Säulen auf denjenigen in der römischen Peterskirche verweisen und so zusammen mit den Statuen der Apostelfürsten Petrus und Paulus den Führungsanspruch des Papsttums einfordern.","dates":"1754-1756 Altar und Skulpturen \n1758 Altarblatt","location":"Chor"},"c09df979-7cd7-5a44-abea-b22d51ea6623":{"name":"Torre Mastra des Castello a mare","description":""},"c14d5caa-bdfd-53d8-a63c-c355af4751dd":{"name":"Felsenburg","description":""},"c173e928-a469-521a-8d30-74c53fdeb588":{"name":"Kath. Pfarr- und Wallfahrtskirche „Mariä Schmerzen und St. Ulrich“","description":"Umgürtet von Gesimsen und umgeben von einer Doppelreihe großer Rundbogenfenster und vier Giebelrisaliten besitzt die Kirche im Westen ihre Hauptansichtsseite. In barocker Manier wölbt sich diese konkav von außen zur konvexen Mitte vor und wächst dabei über ein mittig aufgebogenes Kranzgesims und einen mehrfach geschweiften Ziergiebel in die Höhe, um in einem gedrungen wirkenden Zwiebelturm auszuklingen. \nIm lichtdurchfluteten vierjochigen Schiff der Wandpfeilerkirche mit Emporen bewirken schräg gespannte Gewölbefelder einen zentrierenden Effekt, so dass es mit dem von einer Flachkuppel überspannten, reich ausgestatteten Chorraum zu verschmelzen scheint. Ergänzend leiten die beiden Seitenaltäre den Blick auf den Hochaltar. Den farbenfroh-heiteren Raumeindruck erzeugen die virtuosen Stuckdekorationen im Rokoko-Stil zusammen mit den großflächigen Deckenfresken, die dem Doppelpatrozinium gemäß Kreuzverehrung und Marienkult im göttlichen Heilsplan verorten. Zunächst sind an den Emporenunterseiten an die Pilger gerichtete Szenen aus der Wallfahrtsgeschichte dargestellt, sodann an den Quertonnen die Passion Jesu und die Leiden Mariens ineinandergeschoben. Darüber schließt sich der Raum durch das ovale Deckenfresko, das sein Echo in den Gewölbemalereien des Chores findet.","short_description":"Die großräumige Wallfahrtskirche des Prämonstratenserklosters Rot an der Rot in Maria Steinbach, erbaut ab 1749, um dem enormen Zustrom an Pilgern gerecht zu werden, gilt als ein Juwel des bayerischen Rokoko. Ihr kunstgeschichtlicher Ruhm begründet sich auf der überwältigend prachtvollen Innenausstattung, bestehend bildreich-beredten Fresken, virtuosen Stukkaturen sowie kapriziösen Altären.","type":"Sakralbau (Wallfahrtskirche)","dates":"1749-54","location":"Maria Steinbach, Bayerisch Schwaben","method_for_datation":"Archivalisch belegt, außerdem Inschrift am Südportal. Über dem Hauptportal das Wappen der Roter Äbte Hermann Vogler (reg. 1711-1739) und Mauritius Moritz (reg. 1760-1782) bezogen auf die Erhebung zur Wallfahrtskirche bzw. Vollendung des Kirchenbaus.","bibliography":"Schütz, B., *Die kirchliche Barockarchitektur in Bayern und Oberschwaben 1580-1780*, München, 2000, 51, 155. \nBuck, I. M., *Katholische Pfarr- und Wallfahrtskirche Maria Steinbach*, Lindenberg im Allgäu, 1998. \nBeck, O., *Katholische Pfarr- und Wallfahrtskirche Maria Steinbach* (Kleine Kunstführer 205), 7. neubearbeitete Auflage, Regensburg, 1992. \nVollmer, E.C. *Der Wessobrunner Stukkator Franz Xaver Schmuzer. Ein Meister des süddeutschen Rokoko* (Bodensee-Bibliothek 24), Sigmaringen, 1979, 49-50. \nHitchcock, H.-R., *Rococo Architecture in Southern Germany*, London/New York, 1968, 123-125.","author":"Caroline Straube","history":"Die Wallfahrt in Maria Steinbach ist der 1126 gegründeten Prämonstratenserabtei Rot an der Rot inkorporiert. Ab 1723 gilt die einstige Pfarrkirche infolge der Stiftung eines Kreuzpartikels durch Abt Hermann Vogler als Wallfahrtsheiligtum. Zu dessen Verehrung ließ man ein 100 Jahre älteres Kruzifix mitsamt den beiden Assistenzfiguren, einer Schmerzhaften Muttergottes und des Apostels Johannes, restaurieren und im Hochaltar aufrichten. Ein daraufhin anwachsender Zustrom an Pilgern, wohl aufgrund von Wunderheilungen durch die Marienskulptur, war Anlass, Steinbach 1734 zusätzlich zum Marienwallfahrtsort zu erheben. Um den vielen Pilgern gerecht zu werden, entschied man sich 1746 für einen Neubau der Kirche nach dem so genannten Vorarlberger Münster-Schema und erwählte den baukundigen hauseigenen Pater Benedikt Stadelhofer zum Architekten. Nach der Übertragung des marianischen Gnadenbildes 1754 wurde die Kirche 1755 konsekriert, jedoch vollendet erst 1770 mit der Weihe des Hochaltars.","patrons":"Ignatius Vetter (reg. 1739-1755), Benedikt Stadelhofer (reg. 1755-1760), Mauritius Moritz (reg. 1760-82), jeweils Äbte der Prämonstratenserabtei Rot an der Rot","architects":"Architektur: Pater Benedikt Stadelhofer (1694-1760); \nBauausführung: Anton Lacher (1705-1777); \nStuck: Johann Georg Üblher (1703-1763); Franz Xaver Feichtmayr d.J. (1735-1803); \nFresken: Franz Georg Hermann d.J. (1692-1768)","monument_contact":{"email":"kircheMSt@web.de","phone":"+49 (0)83 94 92 40","address":"Kirchhof 4 \n87764 Legau"}},"c1d78320-5d0f-5059-8ca9-ae2f43340e9d":{"name":"Porta della Vittoria (optional)","description":""},"c256056a-455e-5666-97c9-214e4f117e0d":{"name":"Deckenbild: *Wettstreit des Magiers Simon mit Petrus und Paulus*","description":"Der Triumph über das Böse und den Unglauben, der häufig die Bildprogramme von Barockkirchen einleitet, ist hier der Geschichte der beiden Kirchenpatrone entnommen: Die Apostel erweisen vor allem Volk die Wahrheit des christlichen Glaubens, das Böse wird in Gestalt des Magiers vernichtet. In einem perspektivisch vielschichtig aufgebauten Raumbild werden verschiedene, auch architektonisch unterschiedene Ebenen auf virtuose Weise zu einer Gesamtschau gebracht – die Irrationalität des späten Rokoko in klarster, reinster Farbigkeit.","dates":"1775","location":"Nördliches Kuppelgewölbe"},"c2a04a59-d483-5172-86bf-965cfc076d63":{"name":"Seitenaltäre St. Stephanus und St. Sebastian","description":"Die Gemälde der beiden mittleren Seitenaltäre repräsentieren als Importe venezianischer Malerei den weltläufigen Geschmack des Propstes Herculan Karg. Pittoni malte den Erzmärtyrer Stephanus, den Pestpatron Sebastian dessen noch berühmterer Kollege Tiepolo. Durch bewußten Verzicht auf eine Retabelarchitektur erscheinen die kostbaren Altarblätter dem Betrachter gleichwohl wie Galeriebilder, die zudem von Putti durch das Beiseiteziehen einer Draperie enthüllt werden. Die Skulpturen sind Teil eines über alle Seitenaltäre verteilten Apostelzyklus.","dates":"1736-1738 Altäre \n1738/39 Altarblätter","location":"Drittes Kapellenpaar ab dem Chor, davon der Stephanusaltar links und der Sebastiansaltar rechts"},"c2fbeb88-8a77-582a-a431-c3d1fbc93542":{"name":"Hauptfresko","description":"Die Langhausfresken der Klosterkirche zeigen typologisch miteinander verwoben das Leben des Ordensgründers Bernhard von Clairvaux und dasjenige Christi anhand der Hochfeste des Kirchenjahres von West nach Ost, um damit eine sinnvolle Position der Zisterzienser innerhalb des göttlichen Heilsplanes zu reklamieren: Die Geburt Christi und die Vision derselben durch den hl. Bernhard, die Auferstehung mit dessen Predigt vor dem Herzog von Aquitanien, die Himmelfahrt mit dem Eintritt des Heiligen in das Kloster Citeaux sowie die Aussendung des Hl. Geistes mit den Visionen Bernhards vom Gekreuzigten und von Maria.","dates":"1731","location":"Langhaus"},"c421df29-a6aa-560f-837a-3c7a8125e89d":{"name":"Nabi-al-‘Is-Moschee","description":""},"c43f2018-ad22-53fa-81fb-0f82619bafdc":{"name":"Rathaus der Stadt Augsburg","alternate_name":"Augsburger Rathaus","description":"Eine Besonderheit des Augsburger Rathauses bildet seine bis dato nur bei Kirchen gebräuchliche Doppelturmfassade. Zum bedeutungsvollen Fassadenschmuck zählen außerdem das Säulenportal sowie der Schweifgiebel, der mit der römischen Zirbelnuss des Stadtwappens und dem Doppeladler des Kaiserwappens die einstige Reichsunmittelbarkeit der Stadt signalisiert. \nDie Dreiteilung der Fassade bildet die venezianischen Palästen folgende Raumdisposition ab: Außen befinden sich die Verwaltungs- und Fürstenzimmer, wobei die mit Zwiebelhauben bekrönten Türme die Treppenhäuser überhöhen, und mittig die repräsentativen Säle. Durch die Hanglage weist der Bau vorne sieben und hinten neun Einzelgeschosse auf. \nIm Mittelteil liegen drei Säle übereinander, die ihrer Bedeutung gemäß höhenmäßig gestaffelt sind: Das Erdgeschoss nimmt der Untere Fletz ein, eine Halle mit Marmorpfeilern und Gewölbedecke. Es folgt im ersten Hauptgeschoss der Obere Fletz, eine einst niedrige Säulenhalle mit Kassettendecke, deren Anräume die Amts- und Sitzungszimmer der Ratsgremien beherbergten. Im zweiten Hauptgeschoss befindet sich schließlich der über drei Fenstergeschosse reichende Goldene Saal, der als Festsaal mit seinen sechs Prunkportalen, den Wandmalereien und der prachtvollen Kassettendecke den raumkünstlerischen Höhepunkt bildet. Daran grenzen in den Ecken vier sogenannte Fürstenzimmer an. \nWie das über Decke und Wände verteilte allegorische Bildprogramm verrät, war der Goldene Saal als Tagungsort für Reichstage konzipiert, von denen aber nie einer darin stattfand. Appellativ zeigt daher das Mittelbild der Decke den Triumphzug der Weisheit; lateinische Inschriften verkünden das Motto: “Durch mich herrschen die Herrscher”. Zwei kreisförmige szenische Rundbilder und acht ovale mit weiblichen Personifikationen flankieren das Mittelbild. In dem einen kreisrunden Gemälde ist das Rathaus im Bau und der Baumeister Elias Holl mit dessen Grundriss zu sehen, wozu das Spruchband sinngemäß meint: “Städte werden gegründet”. Die dazu nötigen Grundlagen: Bildung, Fruchtbarkeit, Fleiß und Frömmigkeit, beschwören die umgebenden vier Ovalbilder. Im anderen kreisrunden Gemälde ist die Wehrhaftigkeit Augsburgs thematisiert, auf einem Spruchband steht sinngemäß zu lesen: “Feinde werden abgewehrt”. Auch dieses ist von vier ovalen Bildern umgeben, die allegorisch Heilkunst, Redlichkeit, Gerechtigkeit und Wohlstand verbildlichen. Fresken an den Wänden stellen römisch antike und deutsche Kaiser dar.","short_description":"Das 1615 begonnene doppeltürmige Rathaus der ehem. Freien Reichsstadt Augsburg ist eine bautechnische Pionierleistung, da es seinerzeit als das einzige Gebäude der Welt mit mehr als sechs Stockwerken galt. Seine Baugestalt orientiert sich an venezianischen Palästen sowie an den edlen Formen der italienischen Renaissance-Architektur. Ausdruck des Selbstverständnisses der Stadt sind außen die römische Zirbelnuss und der kaiserliche Doppeladler, die den Stolz auf die lange Geschichte und die Reichsunmittelbarkeit symbolisieren, sowie innen der überaus prunkvolle Goldene Saal mit seiner prächtigen Kassettendecke.","type":"Öffentliches Bauwerk (Rathaus)","dates":"1615-1619 Rohbau \n1619-1626 Innenausstattung","location":"Augsburg, Bayrisch Schwaben","method_for_datation":"Durch archivalische und chronikale Quellen; Inschrift “MDCXX” am Portal.","bibliography":"Jachmann, J., *Die Kunst des Augsburger Rates 1588–1631. Kommunale Räume als Medium von Herrschaft und Erinnerung*, München/Berlin, 2008, 90-101, 106-110, 113, 118, 123-134, 136, 148-150, 156-168, 193-197. \nRoeck, B., *Elias Holl. Ein Architekt der Renaissance*, Regensburg, 2004, 39-84, 102-108. \nKießling, H., *Der Goldene Saal und die Fürstenzimmer im Augsburger Rathaus. Eine Dokumentation der Wiederherstellung*, München/Berlin, 1997. \nBaer, W./Kruft, H. W./Roeck, B. (eds), *Elias Holl und das Augsburger Rathaus. Eine Ausstellung der Stadt Augsburg, Stadtarchiv*, Regensburg, 1985, 73-97, 161-202, 207, 211-254. \nRoeck, B., *Elias Holl. Architekt in einer europäischen Stadt*, Regensburg, 1985, 186-221.","author":"Peter Heinrich Jahn","history":"1614 wurde angedacht, das baufällige mittelalterliche Rathaus durch einen repräsentativen Neubau zu ersetzen. Am 25. August 1615 erfolgte hierzu die Grundsteinlegung durch den Stadtbaumeister Elias Holl. Infolge einer Planänderung wurden 1618 die beiden Türme hinzugefügt. 1620 stand der Bau bereits in Benutzung, und sechs Jahre später war die Ausgestaltung des Inneren abgeschlossen. 1944 zerstörte ein Luftangriff das Gebäude bis auf die Außenmauern. Nach anfänglich vereinfachtem Wiederaufbau rekonstruierte man 1980-1984 im Zuge einer Sanierung den Goldenen Saal, das Prunkstück des Rathauses, sowie zwei der ehemals vier Fürstenzimmer.","patrons":"Stadtpfleger Hieronymus Imhof und Hans Jakob Rembold","architects":"Architektur: Elias Holl (1573-1646); \nGoldener Saal: Entwurf, Wandfresken und Deckengemälde: Johann Matthias Kager (1575-1634); \nSkulpturen der Hauptportale: Caspar Menneler; \nKaiserbüsten der Seitenportale: Christoph Angermeier (um 1580-1633); \nKunstschreinerarbeiten: Wolfgang Ebner (1577-1628)","monument_contact":{"fax":"0821 / 324-2121","email":"obreferat@augsburg.de","phone":"0821 / 324-9180, 324-9181, 324-2117","address":"Rathausplatz, 86150 Augsburg","institution":"Stadt Augsburg, Rathausverwaltung, Rathausplatz 1"}},"c5d4ce83-28e3-57fb-bebd-32c994976202":{"name":"Chor mit Hochaltar","description":"Der mächtige, 1756 von Martin Lengauer geschaffene Hochaltar bildet den Zielpunkt eines sich verengenden Prospektes. Dabei wird vom Langhaus aus die an sich einfache Grundrissgestalt von Vorchor (Querrechteck) und Chor (Halbkreisapsis) nicht erkennbar. Schräggestellte einspringende Wandpfeiler zwischen Vorchor und Apsis bilden den Rahmen für den Altar, der sich mit seinem bewegten und reichhaltigen Aufbau völlig in diese Nische einpasst, entsprechend den Nebenaltären in den Nischen des Langhauses.","dates":"1748-56","location":"Blick vom Langhaus in den Chor"},"c5efc693-2dad-579f-adfa-94fbe784a200":{"name":"Az-Zaqqaq-Madrassa","description":""},"c6029e4e-2381-5c4d-8e87-dc90496c281f":{"name":"Fatimidischer Brückenaquädukt von Chrechira (Option)","description":""},"c6225da7-41a1-5706-82f3-6f3e9e2d0c24":{"name":"Fassade","description":"Die Fassade, ursprünglich reicher und mit kräftigeren Gesimsen geplant, reflektiert diejenige der Innsbrucker Pfarrkirche nur noch entfernt. Die Bauidee ist in Wilten eine andere: Während bei St. Jakob der Mittelteil zwischen den Türmen zurücktritt, setzt er hier durch einen leicht gerundet vortretenden Sprenggiebel pfeilerartige Akzente. Diese bilden den Rahmen für die nur wenig einschwingende Mitte. Zusammengefasst unter einem Schweifgiebel bildet hier die Mitte das Hauptmotiv, die Türme sind Begleiter – an der Innsbrucker Pfarrkirche war der Mittelteil dagegen dem Türmepaar klar untergeordnet. Die Statue der Maria Immaculata und das Portal sind Werke von Joseph Stapf.","dates":"1751-1756","location":"Äußeres, Westseite"},"c69916a6-fc70-5f84-a074-8108cf0b6639":{"name":"Hussainiten-Madrassa (Option)","description":""},"c6cb3e56-81b8-5635-ab45-fa274e89c1c4":{"name":"Deckenfresko","description":"Der Knoller-Schüler Schöpf gilt nach seinem Lehrer als einer wichtigsten Meister der Freskomalerei im Übergang vom späten Rokoko zum Frühklassizismus. Das große Kuppelfresko, das die Krönung Mariae darstellt, folgt im Aufbau dem typischen spätbarocken Schema mit Wolkenkranz und Lichtvision in der Mitte, doch ist der Malstil, vor allem bei den Figuren, von großer Konzentration und andächtigem Ernst geprägt. Barockes Pathos weicht zunehmend einer beispielhaft belehrenden Bilderzählung.","dates":"1795","location":"Hauptkuppel (Langhaus)"},"c7604e0b-3c70-56c2-8b7d-a24d444271a6":{"name":"Porta Mazara","description":""},"c83fc2cd-8471-5d18-ab19-690607d05029":{"name":"Café el-Diwan (Option)","description":""},"c86f680a-c217-59a1-a3a0-191475f28867":{"name":"Die Festung Mazzallaccar","description":""},"c8d4755a-5654-5a9a-b873-e0c0966909ab":{"name":"Hochaltar","description":"Der Hochaltar, ein Aufbau aus locker gruppierten Freisäulen in Marmor, die das von Pilastern gerahmte Altarblatt einfassen, fügt sich durch seine geschwungene Form ideal in das Halbrund der östlichen Apsis ein. Das Gemälde von Zeiller zeigt den Kirchenpatron, den hl. Veit, als Märtyrer, dem sich der Himmel öffnet. Das eigentliche Martyrium ist im Chorfresko dargestellt. Dazu die in Weiß gefassten Standfiguren der hl. Petrus und Paulus, zugeschrieben an Franz Xaver Nissl.","dates":"1779","location":"Chorraum"},"c90a98ec-b91f-5a37-bf83-61f0251ce25c":{"name":"Ben-Ayid-Burdj","description":""},"c90e1ce2-788c-5c71-b79a-bfbec589dc17":{"name":"Fassade","description":"Die architektonisch nicht besonders ausgezeichnete Südfassade wird erst durch Knollers Fresken zur Schauseite, ganz in der Art von Lüftlmalerei, die einfache Hausfassaden mit prachtvoller Scheinarchitektur auszeichnet. Die Ränder sind durch Kolossalpilaster, die das reale Dachgesims zu tragen scheinen, akzentuiert, die fünf Fenster und das Portal mit Rahmen versehen und die ungegliederte Wandfläche in der Mitte über dem Portal wird von einer Glorie des Kirchenpatrons in geschwungener Kartusche eingenommen. Die Malereien ersetzen Architektur und Bauskulptur in kostengünstiger, aber kaum minder prachtvoller Weise.","dates":"1754","location":"Außenansicht von Süden (die Kirche ist nach Norden orientiert)."},"c9398419-e8fd-51e0-a09b-6998a0522cf3":{"name":"Kanzel","description":"Die reich mit vergoldeten Rocaillen verzierte Kanzel, vielleicht auch ein Werk von Stapf, ist durch zwei Bildwerke verziert, Moses vor dem brennenden Dornbusch, ein Relief am Kanzelkorb (Bedeutung: Moses hört das Wort Gottes wie der Gläubige die Predigt) und auf dem Schalldeckel die Statue eines apokalyptischen Engels mit den Gesetzestafeln (Verkündigung des Willens Gottes und Hinweis auf das drohende Gericht).","dates":"Um 1755-60","location":"Vorderer Langhauspfeiler links"},"c96eea3b-8a27-5800-ab68-4e94f0007996":{"name":"Ölpresse","description":""},"c9922473-150d-56aa-9e37-5ef02db114a8":{"name":"Zawija von Scheich ‘Ali al-Bakka’","description":""},"c997623c-dc1e-5f87-b598-a6ef85003af7":{"name":"Krönung Mariae","description":"Die figurenreiche Szene der Marienkrönung, das Hauptfresko des Chorraumes, ist noch kaum auf die Untersicht ausgerichtet. In einem geschwungenen vierpassförmigen Rahmen sind zwar verschiedene Bildebenen unterschieden, die sich in der Höhe staffeln und bis zur Geisttaube im Strahlenkranz hinaufführen, doch würde dies auch bei einem frontalen Betrachterstandpunkt deutlich werden. Die Raumerweiterung oder imaginäre Himmelsöffnung durch das Deckenbild wird hier noch nicht durch ausgeprägte perspektivische Effekte in der Untersicht zu erreichen versucht, sondern allein durch die herkömmlichen Mittel des Bildaufbaus.","dates":"1702-1707","location":"Gewölbe des Chorraums"},"c9e49af2-234e-5264-88ea-43e004a7108c":{"name":"Hochaltar","description":"Der von der Heilig-Geist-Taube im Strahlenkranz bekrönte Doppelaltar mit dem spätgotischen Gnadenbild, einer Pietà, im unteren und dem Altarbild mit der Himmelfahrt Mariens im oberen Teil lässt deren Leid und Triumph sinnfällig werden. Schlanke Säulen verbinden beide Geschosse.","dates":"1721","location":"Chor"},"ca4be14d-93e9-596d-b076-3472190bbd99":{"name":"Linker Seitenaltar","description":"Der nach 1682 geschaffene linke Seitenaltar unterscheidet sich von den beiden anderen Altären grundlegend. Sein Aufbau bildet einen Rahmen für die zwei einbezogenen Gemälde; das größere, das eigentliche Altarblatt, ist wohl eine Arbeit des Michael Waldmann von 1677 und zeigt den hl. Antonius vor dem Jesuskind mit dem Porträt des Stifters des Bildes, den Innsbrucker Musiker Karl Boussier. Das Bild wurde 1682 nach Landeck verbracht. Den äußeren Rahmen des Altars bilden je sieben kleine Figurennischen zu beiden Seiten mit den 14 Nothelfern, vermutlich geschaffen von Adam Payr.","dates":"1677","location":"Nordöstliches Langhaus an der Triumphbogenwand"},"cb4fde26-f723-5c3f-926c-8f4ec43eb1b2":{"name":"Kruzifix","description":"Eine weitere Besonderheit der Ausstattung ist der sogenannte “Wundheiland” oder “Tropfheiland”, ein ausdrucksvolles „Pestkreuz“, das vom Scheitel des Triumphbogens herabhängt. Der Körper ist von Wunden übersät, aus denen Blut strömt. Der leidende Christus als Sinnbild allen Schmerzes und seiner Überwindung wird den Wanderarbeitern als Zeichen des Trostes und der Mahnung vor Augen geführt.","dates":"Um 1710","location":"Chorbogen"},"cc3aa5b9-a146-5ee6-b9a4-5560a9f85e69":{"name":"Marienaltar (Hochaltar)","description":"Der Hochaltar ist ein frühes Beispiel für die Vereinigung von Ädikularetabel und Tabernakel, wobei letzteres auf ausdrücklichen Wunsch des Fürstbischofs von Philipp Dirr gefertigt wurde. Das bei Pieter Paul Rubens bestellte Altarbild (Original in der Alten Pinakothek, München) zeigt über der Kulisses des Freisinger Dombergs den Erzengel Michael und Maria in Gestalt des „Apokalyptischen Weibes“ als Sieger über das Böse, insbesondere den Irrglauben.","dates":"1621/22","location":"Presbyterium"},"cdf84427-f83d-56e8-b858-3a065bf65a7d":{"name":"Maqam Rabi‘a al-‘Adawijja","description":""},"ce0b12cf-93da-5966-bc1f-cf0d93e71409":{"name":"Bäder des Salomon","description":""},"ce3e1a26-65b3-5643-a5eb-b18a3b8d53e4":{"name":"Mariae Himmelfahrt","description":"Das Altarblatt des einst frühbarocken Hochaltars verbildlicht auf kurfürstlichen Wunsch hin dem Patrozinium gemäß die Himmelfahrt Mariens. Der Münchner Maler portraitierte sich selbst aus dem Bild blickend als Apostel Johannes. Die Komposition folgt einem Kupferstich nach dem themengleichen Hochaltarblatt des Pieter Paul Rubens in der Kathedrale zu Antwerpen.","dates":"1641","location":"Hochaltar"},"cfe4e76b-dae8-5b07-88b5-6d61d4cac871":{"name":"Achbergkapelle (Reliquienkapelle)","description":"Die im Volksmund einem marianischen Gnadenbild zufolge als Achbergkapelle bezeichnete Reliquienkapelle besitzt eine prächtige stuckmamorne Altarwand mit integrierten Reliquienschreinen und stimmungsvolle, neapolitanisch beeinflußte Ölbilder an der Decke, welche die Vita Christi zum Thema haben.","dates":"1761-1766","location":"südliches Erdgeschoss des Chores"},"cffb34f2-f0c0-53a2-a788-0817dd101e89":{"name":"Fresko","description":"Die Deckenmalereien zeigen Szenen aus dem Marienleben in großen Feldern, die in ein ornamentales Dekorationssystem eingefügt sind, das den Stuck (von Simon Wachter) teils ersetzt, teils ergänzt. Mölck gilt als einer der letzten großen Deckenmaler des österreichischen Spätbarock und entfaltete mit einigen Gehilfen eine beachtliche Produktivität. Im großen Chorfresko ist die Aufnahme Mariens in den Himmel dargestellt, bezugnehmend auf das Himmelfahrtsbild des Hochaltars.","dates":"1760","location":"Chorgewölbe"},"d061ab3f-c31d-523f-8665-b8b2bb273788":{"name":"Annasäule","description":"Die aus rotem Kramsacher Marmor bestehende Säule korinthischer Ordnung wurde von dem Trentiner Bildhauer Cristoforo Benedetti geschaffen. Auf ihrer Spitze steht eine Maria Immaculata, unterhalb, auf dem kreuzförmigen Piedestal, in jeder Himmelsrichtung eine Heiligenfigur: Im Norden die heilige Anna, die Mutter Marias, im Westen Kassian, der Patron der Diözese Brixen, im Osten Vigilius, der Patron der Diözese Trient, und im Süden Georg mit dem Drachen und der Lanze als der Landespatron. An den Sockelreliefs Putti mit Inschriften. Alle Figuren und Reliefs wurden aus weißem Marmor gefertigt; die Heiligenattribute sind teils durch Vergoldung hervorgehoben.","short_description":"Die Annasäule ist das wohl bedeutendste Beispiel eines religiösen Votivdenkmals in Tirol. Sie erinnert an die Befreiung des Landes von den Truppen des bayerischen Kurfürsten Max Emanuel im Spanischen Erbfolgekrieg, die am Tag der hl. Anna das Land wieder verlassen haben. Die Säule, auf deren Spitze eine Marienfigur auf der Mondsichel steht, wurde neben der Mariahilfkirche ein wichtiger Mittelpunkt öffentlicher Marienverehrung, initiiert von den Innsbrucker Landständen.","type":"Votivsäule (öffentliches Denkmal)","dates":"1704-1706","location":"Innsbruck, Tirol, Bezirk Innsbruck","method_for_datation":"Urkunden, Archivalien","author":"Frank Purrmann","history":"Die Errichtung der Annasäule geht auf die Befreiung Tirols von den eingefallenen bayerischen und französischen Truppen, dem sogenannten „Bayrischen Rummel“, im Spanischen Erbfolgekrieg zurück. Am 26. Juli 1703, dem Tag der hl. Anna, war Tirol wieder befreit von der Fremdherrschaft. Am 15. März 1704 gelobten die Tiroler Landstände die Errichtung der Annasäule und beauftragten den Bildhauer Cristoforo Benedetti. Die Einweihung erfolgte am 26. Juli 1706.","patrons":"Tiroler Landstände","architects":"Cristoforo Benedetti (1660-1735)","monument_contact":{"address":"Maria-Theresien-Straße (vor dem Rathaus, Haus-Nr. 18)","institution":"Stadt Innsbruck"}},"d08bb2d7-d33d-58c8-b32c-28fc648802a6":{"name":"Palazzo Reale e Cappella di San Michele Arcangelo","description":""},"d097475a-8ad7-5263-8b4d-b1c5381c6516":{"name":"Ehem. Wohnhaus der Malerfamilie Zeiller","alternate_name":"Zeiller-Haus (auch Schönes Haus)","description":"Die Bemalung des Zeiller-Hauses, in dem Johann Jakob Zeiller seinen Wohnsitz und seine Werkstatt hatte, steht stilistisch der Art seines Vetters Franz Anton näher, weswegen es gewöhnlich diesem und nicht Johann Jakob zugeschrieben wird. Es ist ein besonders reiches Beispiel der im Außerfern verbreiteten Lüftlmalerei. Da das Außerfern zum Bistum Augsburg gehörte, dürften die stilistischen Quellen wie auch die graphischen Vorlagen vor allem von dort her stammen. Die Besonderheit der Malereien am Zeiller-Haus ist ihre virtuose Komposition aus religiösen wie profanen Motiven unter Einbeziehung von Exotismen.","short_description":"Das berühmteste unter den zahlreichen Wohnhäusern mit Fassadenmalerei im Tiroler Lechtal war der Wohnsitz der bekannten Malerfamilie Zeiller. Die Fassaden des langgestreckten Hauses sind an drei Seiten mit „Lüftlmalerei“ (Außenmalerei) dekoriert, wobei die besonders reich gestaltete Giebelseite mit Erker die Hauptschauseite bildet. Sehr schönes Beispiel für die künstlerische Selbstdarstellung dieser Zeit.","type":"Profanbau (Wohnhaus)","dates":"Das Haus mit Giebelfassade wurde im 16. Jahrhundert errichtet und später mehrfach verändert. Die Fassadenmalereien des späten Rokoko stammen aus der Zeit um 1770/75.","location":"Reutte, Tirol, Bezirk Reutte","method_for_datation":"Stilvergleich","bibliography":"Baur-Heinhold, Margarete, Süddeutsche Fassadenmalerei vom Mittelalter bis zur Gegenwart, München 1952, S. 114-18 (hier Zuschreibung an Franz Anton Zeiller)","author":"Frank Purrmann","history":"Das Zeiller-Haus, auch „Schönes Haus“ genannt, wurde bereits im 16. Jahrhundert errichtet. Es liegt im Nordteil von Reutte am sogenannten „Untermarkt“. Von den Großbränden der Jahre 1703 und 1704 blieb es verschont. Schon Paul Zeiller (1658–1738), der Vater Johann Jakobs, der als Begründer der Außerferner Malerschule gilt, hatte hier seine Werkstätte. An der Südseite des Gebäudes sind noch Malereifragmente erhalten, die wohl um 1600 zu datieren sind. Die Fassadenmalereien der anderen Seiten sind um 1770/75 entstanden und stammen entweder von Johann Jakob oder seinem Neffen Franz Anton Zeiller.","patrons":"Malerfamilie Zeiller","architects":"Fassadenmalereien: Franz Anton Zeiller (1716-1794) oder Johann Jakob Zeiller (1708-1783)","monument_contact":{"phone":"+43 567271313","address":"Zeillerplatz 2 (Untergsteig 1) \nA-6600 Reutte","institution":"Privatbesitz"}},"d0dcd65e-a0b7-5d6e-a06f-2003e1ddadea":{"name":"Deckenfresko","description":"Die Ausmalung der großen ovalen Chorkuppel bedeutete einen wichtigen Schritt in der Entwicklung der barocken Freskomalerei Tirols. Der Heiligenhimmel der Augustiner mit den Ordensangehörigen und -heiligen, die die hl. Dreifaltigkeit verehren, ist als reine Figurenkomposition behandelt und knüpft darin an die von Correggio in Parma begründete Form der Kuppelausmalung in Untersicht an. Auf gemalte Architektur wird dabei ganz verzichtet. Die ringförmig angelegte Gruppe der Augustiner wird von den himmlischen Heerscharen fortgesetzt bis zur Laterne, in der die Trinität erscheint. In den hochovalen Zwickelfeldern erscheinen die vier Evangelisten.","dates":"1708-11","location":"Chorkuppel"},"d1cbb840-61ab-507b-b6c5-df2b37537bd8":{"name":"Zawija al-Ahmadijja","description":""},"d2023dfb-feea-5d5b-ac5d-6a229b2fd882":{"name":"Kasba-Museum","description":""},"d2379132-91f2-5a63-8508-ac615d5bf783":{"name":"Fragment einer Frauenstatue aus Mschatta.","description":"Das Fragment der unteren Hälfte eines Frauenkörpers zeigt eine Frau mit einem von den Hüften bis unter das Gesäß abgerutschtem Tuch. Es ist noch zu erkennen, daß die Frau mit ihrer rechten Hand das faltige Gewand tief am Oberschenkel hält, auch auf der linken Körperseite sind im Bereich der Oberschenkel Reste des Gewandes erhalten. Der gesamte Hüft- und Gesäßbereich der Figur ist unverhüllt. Die Oberschenkel sind bis kurz über die Knie erhalten. Ihre Rückseite ist zum Teil vom Stoff bedeckt, auf der Vorderseite sind die Beine der Figur nackt. Die Frauenfigur entspricht in ihren rundlichen Poportionen und ihren üppigen Formen dem Schönheitsideal der umaijadischen Zeit für die darstellende Kunst. Sie gehörten zum höfischen Themenrepertoire. Auf dem linken Oberschenkel der Dargestellten ist eine tief eingehauene, von oben nach unten verlaufende Inschrift in Kufi-Duktus zu erkennen, die ehemals als Name der Frau angegeben wurde. Eine befriedigende Lesung ist bislang nicht gelungen. Das Fragment gehört zu einer Gruppe von Frauendarstellungen in verschiedenen umaijadischen Schlössern. Es ist davon auzugehen, daß byzantinische Skulpturen und Malereien sowie sasanidische Skulpturen Vorbilder für die Gestaltung lieferten. Die Umaijaden entwickelten ein eigenes höfisches Themenrepertoire und griffen auf ältere Vorbilder zurück. Lebensgroße Frauenskulpturen wurden neben denen in Mschatta, auch in Khirbat al-Mafdjar und Qasr al-Hair al-Gharbi gefunden. Fast lebensgroße Malerei dekoriert den Palast in Qusayr Amra. Es stellt sich die Frage, ob in der frühen Umaijadenzeit weniger starke dogmatische Glaubensvorstellungen als in späterer Zeit das Entstehen förderten. Zu erkennen ist auf jeden Fall, dass die Frauen als Tänzerinnen und Musikanten dargestellt wurden, als Bewohnerinnen des Harems und als Göttinnen. Ob diese Frauenskulptur aus Mschatta eine Bewohnerin des Harems darstellt, ist wegen des Erhaltungszustandes nicht mehr zu erkennen. Eine zweite Frauenskulptur aus Mschatta trägt an ihrer linken Seite einen getriebenen Kessel oder einen Stoffbeutel, um sich oder den Herrscher mit Duftstoffen zu besprengen. Skulpturen wie diese beweisen, wie stark in dieser Zeit noch vorislamische Darstellungen wirkten. Daß die Figur durch Hiebe verletzt wurde zeigt außerdem die Ablehnung freistehender Skulptur in späterer Zeit.","short_description":"Zur Zeit der Umayyaden statteten islamische Kalifen und Prinzen ihre Paläste mit einem reichhaltigen figurativen Repertoire aus. Dieser beschädigte weibliche Torso mit einer vertikalen Kufi-Inschrift auf dem linken Schenkel gehörte zu einer teilweise bekleideten, lebensgroßen Figur.","holder":"Museum für Islamische Kunst","initial_owner":"Wahrscheinlich al-Walid II. 125-126 H./ 743-744","dates":"um 125-126 H./ 743-744 n. Chr.","location":"Berlin","dimensions":"Höhe 70 cm Breite 50 cm.","method_for_datation":"Durch Fundumstände bei der Bergung in Qasr al-Mshatta 1903 ist die Herkunft des Stückes gewährleistet und es kann daher eine Gleichzeitigkeit mit der Fassade angenommen werden, so dass die Datierung in Analogie zu der Datierung der Fassade vorgenommen wird.","method_for_provenance":"Durch Fundumstände bei der Bergung in Qasr al-Mshatta 1903 ist die Herkunft des Stückes gewährleistet.","provenance":"Jordanien, Mschatta.","obtention":"Als Geschenk des osmanischen Sultans Abd al Hamid II. zusammen mit der Fassade von Mschatta 1903.","bibliography":"Baer, E. „Female Images in early Islam”, Damaszener Mitteilungen, 11, 1999, 13-24 Taf. 5a. \n \nHillenbrand, R. „La Dolce Vita in Early Islamic Syria: The Evidence of Later Umayyad Palaces”, Art History, 5/1, 1982, 1-35. \n \nTrümpelmann, L. Mschatta. Tübingen, 1962, 36. \n \nTrümpelmann, L. „Die Skulpturen von Mschatta“, Archäologischer Anzeiger, 2, (1965), 235-275, Abb. 9-12. \n \nTalgam, R., The Stylistic Origins of the Umayyad Sculpture. Wiesbaden, 2004, Band I 17, 29; Band II, 61, 67, 94, 108.","author":"Annette Hagedorn","linkcatalogs":"IAM_JO_EN_001"},"d2984278-366b-5283-9f1a-506cabf83a53":{"name":"Fassade und Turm","description":"Die Fassade bildet zusammen mit dem Westturm ein reizvolles Ensemble, wohl stark vereinfacht nach dem Vorbild der Doppelturmfassade der Wiltener Pfarrkirche. Die wenigen plastischen Elemente der Architektur – Gesimse, Schweifgiebel und Portalädikula - werden durch Malerei und Skulptur ergänzt. Im Giebelfeld eine Ecclesia triumphans, gemalt von Günther, dazu die Kirchenpatrone in den Nischen der Fassadenwand von Schnegg (Bedeutung: die siegreiche, auf Petrus und Paulus gegründete katholische Kirche).","dates":"1772-1775","location":"Außenbau, Nordansicht"},"d2a7f2b6-6580-5dae-8336-b155d38a911d":{"name":"Inneres nach Osten","description":"Das Innere der Burschlkirche ist vom Kontrast einer schlichten Architektur von veraltetem Formenrepertoire und dem überaus qualitätvollen, reichen Ensemble der drei Altäre geprägt. Der in Fortführung gotischer Traditionen zweijochige Chor im 3/6-Schluss wird vom Langhaus durch einen stark eingezogenen spitzbogigen Triumphbogen getrennt. Dieses wiederum ist ein schlichter längsrechteckiger Saalraum, dem die Kassettendecke den Charakter eines profanen Renaissance-Festsaals verleiht.","dates":"1650-1656","location":"Ansicht von Westen"},"d2aaaa35-322e-55c8-aa9a-d4c8876f0303":{"name":"Treppenhaus","description":"Die breite zweiläufige Treppenanlage ist die erste monumentale Barocktreppe in Innsbruck. Vom Vestibül im Erdgeschoss ausgehend, führt sie hinauf in das erste und zweite Stockwerk. Die reiche Stuckausstattung in Bandelwerkformen stammt von Anton Gigl, Johann Singer, Paul Wachter und Andreas Gratl, die Bildwerke in den Rundbogennischen des zweiten Stocks von Nikolaus Moll (Apollo und Artemis) und Ingenium Lechleitner (Büsten von Zeus und Hera). An der Decke vor dem Landtagssaal hat Lechleitner zudem die Tiroler Landkarte in Stuck abgebildet, gehalten von einem Adler, dem Wappentier des Landes.","dates":"1725-1730","location":"Haupttrakt, Verbindung von erstem und zweitem Stockwerk"},"d3d037ed-e8e5-5ff3-85c2-555bbabfcf8d":{"name":"Neuer Festsaal (Fürstensaal; jetzt Hauskapelle des Klosters)","description":"Der idealiter für den Empfang des bayerischen Kurfürsten als Landesherrn konzipierte Festsaal ist im höfischen Régencestil dekoriert. Das zentrale Deckenbild versetzt die Gründung der Abtei in die damalige Gegenwart, um das ambivalente Verhältnis zwischen klösterlicher Herrschaftstreue und herrscherlicher Fürsorge zu bekräftigen.","dates":"1731-1733","location":"1. Obergeschoss im Südtrakt des Arkadenhofes"},"d40aa2ad-09f7-51fd-ae9a-a8ee9cc91264":{"name":"St. Stephanus-Altar (Hochaltar)","description":"Der Hochaltar mit Säulenaufbau, geschwungenem Gebälk und hoch aufragendem, vergoldeten Auszug bildet den prächtigen Zielpunkt der Raumflucht. Mit der Steinigung des Kirchenpatrons Stephanus ist auf dem Altarblatt die entscheidende Szene dargestellt, das erste Martyrium eines Bekenners. Stephanus sieht im Moment seines Todes den Himmel offen. Die Szene ist somit Teil des Bildprogramms, das in den Deckenfresken fortgesetzt wird, veranschaulicht aber auch die hierarchische Funktion des Heiligen als Mittler zwischen Himmel und Erde – wie der Hochaltar auch durch das eucharistische Sakrament vermittelt.","dates":"1756","location":"Chorapsis"},"d4211e65-9740-534c-b238-e748d860390b":{"name":"Sabil von Qait Bei","description":""},"d487f118-f333-59e5-a4ba-127152098431":{"name":"Ehemaliges Sommerrefektorium, heute: Minoritensaal","description":"Der eineinhalbgeschossige Bauteil des ehemaligen Sommerrefektoriums wurde von Joachim Carlone errichtet. Er bekrönte die Fenster des Hauptgeschosses alternierend mit Segment- und Dreiecksgiebeln, wie es Bramante an einer Kirchenfassade in Todi (nahe Perugia) gemacht hatte. Wenn man das Stiegenhaus mit Stein-Balustrade und Putti hinaufsteigt, erreicht man den Raum, der heute Minoritensaal genannt wird. \nDie hervorragende Stuckdekoration vom Ende des 17. Jahrhunderts erinnert an Joseph Antonio Serenios Stil. Die Fresken von Antonio Maderni zeigen die Verehrung Mariä durch die neun Chöre der Engel. An der Südwand befindet sich das überdimensionale, interessanterweise T-förmige, Gemälde der Wunderbaren Brotvermehrung von Johannes Baptist Raunacher. Die Portraits an beiden Langseiten, deren Urheber anonym geblieben sind, zeigen Franziskaner- und Dominikaner-Heilige, wie den Hl Antonius von Padua während seiner Marienvision.","dates":"Ab 1691 Bau des ehemaligen Sommerrefektoriums, des heutigen Minoritensaals; ab 1697 Deckenstuck; 1702 Deckenfresken; 1732 Gemälde der Wunderbaren Brotvermehrung und Fertigstellung des Innenraums","location":"Teil der Klosteranlage im Westen der Kirche"},"d4bbc20d-c3e2-5d35-9dd6-4b247a13eb63":{"name":"Mauern und Tore der mittelalterlichen Verteidigungsanlage","description":""},"d4c28ae8-32bb-5728-b823-2fbca193bbeb":{"name":"Wurzel-Jesse-Monstranz","description":"Das Meisterstück eines ortsansässigen Goldschmieds zeigt mittels Büsten innerhalb eines sich 122 cm hoch auftürmenden Rankenwerks den aus Jesse erwachsenden Stammbaum Christi, dessen Leib als geweihte Hostie sinnfällig in dem im Schoß Mariens eingepassten Ostensorium zugegen ist.","dates":"1698","location":"Tabernakel des Hochaltars"},"d570267c-e68a-50b4-829b-748f9236fdc9":{"name":"Kath. Pfarrkirche St. Gordian und Epimachus","description":"Die traditionelle geräumige Saalkirche ist um zwei Seitenkapellen kreuzförmig erweitert, wovon die linke mitsamt dem Kreuzaltar bereits 1719 an den Vorgängerbau angefügt worden war. Diesem entstammt auch der gegenüberliegende Marienaltar, so dass jene beiden noch architektonisch aufgefaßten spätbarocken Beispiele stilistisch extrem mit den stark ornamentalisierten Rokoko-Altären zu Seiten des Chorbogens kontrastieren. Anstelle einer Stuckdekoration überziehen scheinarchitektonische Deckenfresken nahtlos die Gewölbe von Langhaus und Chor.","short_description":"In dem schwäbischen Dorf Stöttwang entwickelte ein hochgebildeter Pfarrer als Bauherr einer neuen Pfarrkirche dazu in Eigenregie ein theologisch wie medial ambitioniertes Ausstattungsprogramm, das für eine ländliche Pfarrkirche außergewöhnlich ist. Die Orientierung am römischen Sakralbarock offenbaren vor allem die beeindruckenden Deckenfresken mit ihrer augentäuschenden Scheinarchitektur.","type":"Sakralbau (Pfarrkirche)","dates":"1744-1749","location":"Stöttwang, Bayerisch Schwaben","method_for_datation":"Archivalisch belegt; Chronogramm zum Jahr 1745 über dem Chorbogen.","bibliography":"Anonymus, *Stöttwang, Pfarrkirche St. Gordian und Epimachus* (Kirchenführer), Schongau, sine annum. \nDietrich, D., *Aegid Verhelst 1696–1749. Ein flämischer Bildhauer in Süddeutschland*, Weißenhorn, 1986, 166, 168-172, 277-278. \nBreuer, T., *Stadt und Landkreis Kaufbeuren* (Bayerische Kunstdenkmale), München, 1960, 185-188.","author":"Peter Heinrich Jahn","history":"Der örtliche Pfarrer und Dekan Johann Martin Klein, ein Mann von herausragender theologischer Bildung, dem 1730 die bei Kaufbeuren gelegene Pfarrei Stöttwang übertragen worden war, ließ ab 1744 eine neue Pfarrkirche errichten. Da die Pfarrei der Fürstabtei Kempten inkorporiert war, entwarf deren Bauverwalter Josef Galler den Kirchenbau; außerdem besorgte deren Hofmaler Franz Georg Herrmann die Ausmalung. Die zum Zeitpunkt der Weihe am 11. September 1746 überwiegend noch fehlende Altarausstattung wurde etappenweise angeschafft. \nDie enge Beziehung zwischen Stöttwang und der Fürstabtei Kempten spiegelt auch das Patrozinium der Kirche wieder: Reliquien der Hl. Gordianus und Epimachus, die im 4. Jh. n. Chr. den Märtyrertod erlitten, wurden 774 auf Anordnung der Königin Hildegard, einer legendären schwäbischen Gemahlin Karls des Grossen, aus Rom nach Kempten überführt, wo sie über die Jahrhunderte hinweg als Schutzpatrone lokale Verehrung fanden.","patrons":"Dekan Johann Martin Klein, Pfarrer zu Stöttwang (amtiert 1730-1780)","architects":"Architekt: Joseph Galler; \nFresken: Franz Georg Herrmann (1692-1768); \nStuck und Kanzel: Franz Xaver Feichtmayr d. Ä. (1698-1763/64); \nHochaltar: Placidus Verhelst (1727-1778)","monument_contact":{"fax":"08345/952575","phone":"08345/329","address":"Pfarrer-Klein-Str. 7, 87677 Stöttwang","institution":"Kath. Pfarramt Stöttwang (Bistum Augsburg)"}},"d580e261-d346-5245-927b-14f58847eed8":{"name":"Inneres","description":"Der innere Gesamteindruck der Kreuzkirche, deren Baugestalt eigentlich nur aus einem überkuppelten Vierungsquadrat mit abgeschrägten Pfeilern und anschließenden tonnengewölbten Kreuzarmen besteht, wirkt im Prospekt erstaunlich reich. Der von Penz entworfene simple, aber gut proportionierte Raum wird durch die Malerei, die auch das gesamte Rahmenwerk mit Stuck illusioniert, derart vielfältig und reizvoll gegliedert, dass die Einfachheit der Bauidee in ganz den Hintergrund tritt. Architektur und Malerei verschmelzen so zu einer Einheit, bei der sich die Mannigfaltigkeit von Bild und Ornament in die klare Struktur des architektonischen Systems einfügt.","dates":"1764-1766","location":"Inneres nach Süden (gegen den Chor)"},"d5cd6b83-9aac-5c7c-a74a-83cd7db62062":{"name":"Stiegenhaus des ehemaligen Sommerrefektoriums","description":"Das Stiegenhaus des ehemaligen Sommerrefektoriums ist ein interessanter Teil des Gebäudekomplexes. Die Minoriten sind ein Bettelorden, die Ordensbrüder lebten immer nach strengen Regeln, auch was die Architektur betraf. Fassaden sollten einfach, Gebäude nützlich und nicht pompös sein. Es gibt aber ein prachtvolles Stiegenhaus, gleich denen in Fürstenresidenzen. Die einzige Antwort darauf kann nur lauten, dass es auf eine Idee Fürst Johann Seyfrieds von Eggenberg zurückgeht. Er war gewohnt, repräsentative Stiegenhäuser in seinen Residenzen zu haben und schenkte auch den Minoriten eines, so wie er ihnen den gesamten Gebäudekomplex schenkte. \nÜber das Stiegenhauses mit Steinbalustrade, Putten und schmiedeeisernem Geländer auf der Empore gelangt man vom Erdgeschoß zum darüberliegenden ehemaligen Sommerrefektorium. Auf den Deckenfresken sind Szenen aus dem Leben des Hl Franz von Assisi zu sehen. Das Portrait an der Nordwand zeigt Papst Klemens XIV, während ein rahmenloses Portrait des Stifters, Fürst Johann Seyfried von Eggenberg, den Eingang bekrönt. Er ist mit Modellen des ehemaligen Sommerrefektoriums und seiner Sommerresidenz Schloss Eggenberg, das damals außerhalb von Graz lag, dargestellt.","dates":"Ab 1691 Bau; Ende des 17. Jahrhunderts Deckenstuck; Anfang des 18. Jahrhunderts Deckenfresken; 1703 Portrait Fürst Johann Seyfrieds von Eggenberg; um 1715/1720 Putten","location":"Im Norden des Gebäudekomplexes"},"d67fc781-3f54-55c3-84af-e3c9847918be":{"name":"Pfeilerarkade und Abseite","description":"Die Gliederung der großen Pfeiler im Hauptraum entspricht der Bauweise von Wandpfeilern in Längsbauten. Die Kanten sind mit Pilastern besetzt, die ein kräftiges verkröpftes Gebälk tragen. Über einer Attikazone erheben sich die Gurtbögen, die die Stirne der tonnengewölbten Abseiten markieren. Die hintere Abschlusswand mit großem Rundbogenfenster ist nur eine reine Füllwand, ohne architektonische Gliederung. Anschaulich bilden Pilaster und Gurtbögen acht voll ausgebildete Arkaden, die den Mittelraum wie ein Kranz umgeben und ihn nach allen Seiten torartig öffnen.","dates":"1772","location":"Hauptraum, Blick in die Abseite"},"d6a7f708-c180-5d4e-8436-b72c783cd20a":{"name":"Tugenden und Lobpreis Gottes","description":"An den elegant gekurvten Brüstungen der doppelgeschossigen Empore sind allegorische Darstellungen angebracht. Am ersten, für Gläubige reservierten Geschoss werden zu Seiten einer Allegorie der Kirche die Kardinaltugenden Weisheit, Mäßigkeit, Tapferkeit und Gerechtigkeit gezeigt, ergänzt durch Glaube, Liebe und Hoffnung an der Emporenunterseite. Die Bildthematik des oberen Geschosses bezieht sich passend zur Nutzung als Orgelempore auf den Lobpreis Gottes durch musizierende Engel. Zum Kontext gehören als Teil der Deckenfresken die hl. Cäcilia, König David sowie der Prophet Jeremias.","dates":"1745","location":"Brüstungen der Orgelempore"},"d6b2cb6a-1495-5fd3-9836-145bd04a8474":{"name":"Fresken und Stuck","description":"Die hochbarocke Ausstattung mit Stuck und Fresken hat den ursprünglich konzipierten Raumeindruck deutlich verändert. Im Gewölbe wurden die Jochgrenzen durch den übergreifenden Stuck in kräftigen floralen und figürlichen Formen zum Teil verschliffen, und die Einführung der buntfarbigen Deckenbilder in 37 (davon sieben 1944 zerstört) Feldern kontrastiert deutlich mit der frühbarocken Farbigkeit aus Weiß, Gold und Schwarz. Die himmlische Zone des Gewölbes wird vom Stuck durch Putten, üppige Fruchtgirlanden und Akanthusranken ausgezeichnet, das Bildprogramm beinhaltet u. a. Szenen aus dem Leben Mariae (Chor) und der Kirchenpatrone (Langhaus).","dates":"1702-1707","location":"Langhausgewölbe"},"d6e25877-b660-5efc-8f7a-d50ee03a2ca2":{"name":"Kirche (Architektur und Innenraum)","description":"Barock begann in Rein mit der Barockisierung des Turms, der Teil der romanischen Kirche war. Architektonisch war er niemals ein Turm, da Zisterzienser nur Dachreiter haben durften. Er ist auf zwei Mauern des Hauptschiffs aufgesetzt und hat keinen Unterbau. Im Frühbarock wurde die Winterkirche mit reicher Stuckdekoration der Kirche angegliedert, mit deren Barockisierung man sechzig Jahre später begann. Der Architekt Johann Georg Stengg wurde mit der Planung und dem Bau beauftragt. \nDie vor- und zurückschwingende Fassade war wie etliche dieser Epoche von Francesco Borrominis Kirche San Carlo alle Quattro Fontane in Rom beeinflusst. Sie ist in vertikaler Richtung mit Statuen, mächtigen Säulen, stark vortretenden Kapitellen und feinen Stuckrahmen dekoriert. Horizontal ist die Fassade in eine eingeschoßige Sockelzone und einen zweiten Abschnitt von Säulen gegliedert, die über eineinhalb Geschoße reichen. Diese Zone wird durch einen gebogten Architrav von der (dritten) Attikazone mit dem vorspringenden, sogenannten Hornwerk getrennt. Es sieht wie die Pfeifen einer Orgel aus, spielte aber nur einen Akkord. \nWenn man den Kirchenraum betritt, ist man in der dunklen romanischen Eingangshalle, dem früheren Altarraum, über dem sich die barocke Orgelempore befindet. Beide öffnen sich dem weiten und hellen Kirchenschiff und dem Presbyterium, die vollständig mit Fresken von Joseph Adam von Mölck bedeckt sind. Die illusionistische Architekturmalerei hat ihren Ursprung in Andra *Pozzos Perspectiva pictorum et architectorum*, einem Anleitungsbuch für Maler. Der Hochaltar mit Säulen und Statuen füllt die Breite des Chorraums aus. Das Altarbild, eine Anbetung der Hirten, war ursprünglich für eine andere Kirche bestimmt. 1819 kam es an die Stelle des originalen Gemäldes, das die Himmelfahrt Mariens darstellt.","dates":"1650 wurde der mittelalterliche Turm (über dem südlichen/linken Teil der Kirche) durch einen frühbarocken ersetzt; 1682 Stuckdekoration in der Alten Sakristei (Winterkapelle); 1739 – 1747 Bau/Umbau und Barockisierung der Kirche; 1742 – 1747 Kirchenfassade","location":"Im Nordwesten der Klosteranlage, die Hauptfassade der Kirche ist in den großen Hof gerichtet."},"d721d07e-af8d-5c90-a2d1-60b3a0ac2fd3":{"name":"Altar der Hl. Sippe","description":"Der Altar der Hl. Sippe verweist mit seinem Altarblatt auf das bayerische Herrscherhaus und die Zukunft des christlichen Bayerns. Das Bildthema zusammen mit den Heiligenfiguren des Altares und dessen Vorstellbild mit der Verkündigung Mariens sind im Hinblick auf die Geburt des Erbprinzen interpretierbar und nehmen damit erneut die Votivthematik auf, die ehemals auch das zerstörte Hochaltarblatt zeigte.","dates":"Altarblatt: 1676","location":"rechtes Querhaus"},"d7d09131-18f8-5efb-b8f0-72baf37a8096":{"name":"Inneres","description":"Die Besonderheit des dreijochigen Wandpfeilersaals mit Stichkappentonne ist der zweischichtige, dreistöckige Aufbau der Wand mit schmalen umlaufenden Emporen und kräftigem Zahnschnittgesims am Gewölbefuss. Die Frontseiten der Wandpfeiler sind mit Doppelpilastern gegliedert. Der barocke Raumtypus erhält dadurch eine straffe, streng organisierte Wandgliederung. Die Vierung folgt dem St.-Peter-Typus mit abgeschrägten Pfeilern als Kuppelträger.","dates":"1777-1783","location":"Blick durch das Langhaus von Westen"},"d84145a7-19e4-5c52-b07d-7b34e48ec61a":{"name":"Benediktiner-Abteikirche St. Dionysius und Juliana, ehem. Prämonstratenser-Abteikirche","alternate_name":"Klosterkirche Schäftlarn","description":"Die Klosterkirche ist achsial mittig in den symmetrisch konzipierten Klosterkomplex eingebunden. Ihr schlichtes Äusseres lässt die glanzvolle Rokoko-Ausstattung im Inneren kaum vermuten. Das einschiffige Langhaus der Wandpfeilerkirche ist durch ein großes Joch in der Mitte und zwei östlich und westlich anschliessende kleinere Joche rhythmisiert. Durch die Staffelung der Joche entsteht nicht nur eine unterschiedliche Gewichtung der Teilräume gemäß ihrer jeweiligen liturgischen Funktion, sondern auch eine kulissenartige Szenographie, die trichterförmig den Blick zum Chor hinführt. Dies alles ist für eine Wandpfeilerkirche keine Selbstverständlichkeit. Johann Baptist Zimmermanns gefühlvoll akzentuierender Stuck aus Rocailleornamenten und Bandwerk besitzt eine dezente Farbfassung und beschränkt sich, wie die Fresken auch, nur auf das Gewölbe. In den Deckenmalereien wird die Verherrlichung des Ordensstifters Norbert von Xanten und die Gründung Schäftlarns illustriert. Das Zusammenwirken bedeutender Münchner Hofkünstler ließ ein einheitlich nobles, höfisch geprägtes Gesamtbild entstehen, welches die Schäftlarner Klosterkirche aus den barocken Sakralbauten des 18. Jahrhunderts in Bayern heraushebt.","short_description":"Die Kirche der ehemaligen Prämonstratenserabtei Schäftlarn ist landschaftlich äußerst reizvoll im Isartal gelegen und gehört zu den herausragendsten Klosterkirchen des bayrischen Spätbarock. Zahlreiche bekannte Künstler aus dem Umkreis des Münchner Hofes wirkten an Planung, Bau und Innenausstattung des szenographisch komponierten Sakralbaus mit. Besonders die elegante höfische Dekoration des Kirchenraums mit Stuck und Fresken das Hofstuckateurs Johann Baptist Zimmermann sowie die Arbeiten des Hofbildhauers Johann Baptist Straub zählen zu den bemerkenswertesten Leistungen ihrer Zeit.","type":"Sakralbau (Klosterkirche)","dates":"Turm: 1710-12; \nChor: 1733-40; \nKirchenschiff und Ausstattung: 1751-60","location":"Schäftlarn, Oberbayern","method_for_datation":"Durch chronikale Nachrichten.","bibliography":"Bauer, H. und A., *Johann Baptist und Dominikus Zimmermann. Entstehung und Vollendung des bayerischen Rokoko*, Regensburg, 1985, 78, 81, 270-275, 325-326. \nVolk, P., *Johann Baptist Straub 1704–1784*, München, 1984, 20-23, 202, passim. \nWinhard, W. OSB, *Benediktinerabtei mit Klosterkirche Schäftlarn an der Isar* (Kleine Kunstführer 537), 8. Auflage, München/Zürich, 1984. \nBauer, H./Rupprecht, B. (eds.), *Corpus der barocken Deckenmalerei in Deutschland, Bd. 3: Freistaat Bayern, Regierungsbezirk Oberbayern. Stadt und Landkreis München, Teil 1: Sakralbauten*, München, 1987, 149-159. \nHitchcock, H.-R., *Rococo Architecture in Southern Germany*, London/New York, 1968, 201-204.","author":"Miriam Kuhnke","history":"Das heute wieder von Benediktinermönchen geführte Kloster wurde bereits 762 gegründet. 1140 übernahm der Prämonstratenserorden die Abtei und blieb bis 1806. Giovanni Antonio Viscardi erhielt 1702 den Auftrag zum Bau einer neuen Klosteranlage unter Einbeziehung der alten gotischen Kirche. Im Zuge des Neubaus wurde auch der 1710 eingestürzte Kirchturm wieder errichtet. Aufgrund von Baufälligkeit der alten Stiftskirche begann man 1733 unter Leitung des Münchner Hofbaumeisters François de Cuvilliés d.Ä. mit dem Neubau der Klosterkirche. Nach einer Bauunterbrechung nahmen 1751 Johann Baptist Gunetzrhainer und Johann Michael Fischer die Arbeiten am Kirchenschiff wieder auf. Stuck und Fresken gestaltete 1754-1756 der Hofstuckateur Johann Baptist Zimmermann, und 1755-1764 fertigte der Hofbildhauer Johann Baptist Straub sämtliche Altäre, die Kanzel und die Bildhauerarbeiten inklusive der Gestühlwangen.","patrons":"Äbte Melchior Schußmann (reg. 1680-1719); Hermann Joseph Frey (reg. 1719-1751); Felix Gege (1752-1776)","architects":"Architektur der Klostergebäude inklusive Kirchturm: Giovanni Antonio Viscardi (1645-1713); \nArchitektur der Kirche: François de Cuvilliés d.Ä. (1695-1768); Johann Baptist Gunetzrhainer (1692-1763); \nBauführung: Johann Michael Fischer (1692-1766); \nStuck und Fresken: Johann Baptist Zimmermann (1680-1758); \nAltäre und Bildhauerarbeiten: Johann Baptist Straub (1704-1784)","monument_contact":{"fax":"08178 / 7919","email":"verwaltung@abtei-schaeftlarn.de","phone":"08178 / 790","address":"Benediktinerabtei Schäftlarn \n82067 Kloster Schäftlarn","institution":"Benediktinerabtei Schäftlarn (Erzbistum München und Freising)"}},"d8adf819-af5b-5c18-b41f-f4a8cb5624de":{"name":"Maqam Ridjal al-‘Amud","description":""},"d90facff-4cb3-516d-bfec-b5de1d319c09":{"name":"Al-Aqsa-Moschee","description":""},"d996062b-2320-5362-a028-3354728f180e":{"name":"Gnadenstuhl","description":"Vor dem oberen Choraltar, der einst anstelle des Glorienfensters ein Relief des Kirchenpatrons aufwies, formieren in bewusster Nachahmung des Baldachins in der römischen Peterskirche vier gewundene Säulen einen Bildraum, in welchem sich die Trinität in Begleitung von Engeln herabzusenken scheint. Indem Gottvater seinen gekreuzigten Sohn präsentiert, folgt die Skulpturengruppe dem Typus des Gnadenstuhls. Die von ihm zudem getragene Papstkrone propagiert zusammen mit den Säulen den Führungsanspruch der katholischen Konfession.","dates":"um 1738","location":"über dem Altarraum"},"d9b298ce-e8bd-5aff-a2be-6532a7d43266":{"name":"Stuck","description":"Der kräftige Laubwerkstuck mit langen, teils durchaus feinen und filigranen Akanthusranken ist ein Werk des Paolo d’Allio, der ein Verwandter von Diego Francesco Carlone war. Er arbeitete im Gefolge der Carlone in Süddeutschland und Österreich.","dates":"1709-11","location":"Chorgewölbe (Kuppelpendentifs)"},"d9ce9f71-0281-5cf2-8079-e3f3766d7daa":{"name":"Kreuzaltar (Hochaltar)","description":"Der elegante Hochaltar Augsburger Provenienz birgt anstelle eines Altarblattes eine vollplastische Darstellung der Kreuzigung Christi mit Maria und Johannes. Da das üblicherweise im Altarbild dargestellte Martyrium der Kirchenpatrone Gordian und Epimachus schon in den Deckenfresken abgehandelt wird, kann es hier dem 'Urmärtyrer' Christus Platz machen, in dessen Nachfolge die beiden seitlich in Form von Statuen präsenten Heiligen mit ihrem Wirken und Sterben stehen.","dates":"1761/62","location":"Chor"},"d9da836f-3e6b-5c2a-b9e8-6a9d2289580c":{"name":"Hauptfassade","description":"Der gegen die Maria-Theresien-Straße ausgerichtete Flügel bildet die monumentale Hauptschauseite des Baus. Dem Schema das Palazzo Chigi Odescalchi in Rom folgend, ist allein der Mittelrisalit durch Kolossalpilaster ausgezeichnet; zusammen mit dem großen Frontispiz ergibt sich eine mächtigte, vom rustizierten Erdgeschoss gleichsam emporgehobene Tempelfront. Die an den Flanken dreigeschossige, durch kräftige Gesimse betonte Horizontalgliederung wird hier um ein Mezzaningeschoss erweitert. Das borromineske Mittelfenster bereichert im Zentrum der Fassadenkomposition die Strenge und Wucht der Gliederung mit geschwungenen Formen. Wehrhaftigkeit und hoheitliche Würde werden an dieser Fassadengestaltung unmittelbar ablesbar.","dates":"1725-1728","location":"Maria-Theresien-Straße"},"da6bb370-648e-50af-8a64-8954bf78f1e2":{"name":"Äußeres","description":"Das Äußere der kleinen Kirche ist durchaus mit Anspruch und Formenreichtum gegliedert. Die Eingangsseite zeichnet eine Einturmfassade aus, deren Hauptgeschoss von Doppelpilastern großer Ordnung eingefasst wird, dazwischen ein Portal und darüber ein Fenster, beide in geschweifter Form. Diese Gliederung mit Fenstern und Pilastern setzt sich am gesamten Außenbau fort. Im Zusammenspiel von laternenbekrönter Kuppel und Zwiebelturm ergibt sich gerade in der Fernsicht ein höchst reizvolles Ensemble.","dates":"1763-66","location":"Ansicht von Südwesten"},"dab73cb7-827b-5b72-ab0a-400310f3b22a":{"name":"Kath. Pfarrkirche St. Georg","description":"Der Grundriss des dreijochigen Baus ist ein einfaches Rechteck mit querhausartiger Verbreiterung in der Mitte. Jede Raumeinheit ist von einer Flachkuppel überwölbt und weist doppelstöckige Fensterachsen auf (je drei im Osten und Westen, zwei in der Mitte). Durchlaufende Gesimse trennen die Wandzonen. Darüber setzen die teils korbbogig geschnittenen Gurte an, die auf wenig hervortretenden Wandpfeilern ansetzen. Die Ausstattung zeigt die unterschiedlichen Stiltendenzen dieser Zeit. Vor allem an den drei zur selben Zeit entstandenen Deckenbildern, die den Eindruck maßgeblich mitprägen, lässt sich das ganze Spektrum dieser Zeit ablesen, das sich zwischen Spätbarock, Rokoko und ersten Tendenzen zum Frühklassizismus bewegt. Der wuchtige kulissenartige Hochaltar bedient sich noch ganz der Stilmittel und Effekte des Barock, während die Feinheit des ausgehenden Rokoko in Stuck und Kanzel zum Ausdruck kommt. Diese unterschiedlichen Stil- und Formtendenzen finden im Gesamtbild jedoch zusammen und ergeben insgesamt ein spätbarockes Raumbild.","short_description":"Die zweitgrößte Dorfkirche in Tirol, in der hintersten Gemeinde des Stubaitals errichtet, ist wohl das beeindruckendste Beispiel für die sogenannten „Bauerndome“. So nennt man diejenigen Pfarrkirchen, deren Größe und Pracht bei weitem über das übliche Maß hinausgehen. Die baukünstlerisch eigentlich nicht besonders anspruchsvolle Kirche wirkt vor allem durch lichte Weite und das Zusammenspiel der qualitätvollen Ausstattung.","type":"Sakralbau (Pfarrkirche)","dates":"1768-1774, Weihe 1780","location":"Neustift im Stubaital, Tirol, Bezirk Innsbruck","method_for_datation":"Archivalien","bibliography":"Frodl-Kraft, Eva, Tiroler Barockkirchen, Innsbruck 1955, S. 45 \nKrall, G., A. und J. A. Zoller. Ein Beitrag zur Barockmalerei in Tirol, Innsbruck 1978 \nAmmann, Gert, Kath. Pfarrkirche St. Georg Neustift im Stubaital, München, Zürich 1986 (= Schnell und Steiner, Kunstführer Nr. 1558) \nBayer, Karl, Franz de Paula Penz, Wien 1991, S. 25 und 67 \nPechloff, Ursula, Pfeffer, Christina, Neustift im Stubaital, Pfarrkirche St. Georg, 2. Aufl., Passau 2005 (= Peda-Kunstführer Nr. 631) \nTacke, Andreas (Hrsg.), Herbst des Barock. Studien zum Stilwandel. Die Malerfamilie Keller (1740 bis 1904), München, Berlin 1998, S. 371-374","author":"Frank Purrmann","history":"In dem zur Pfarrei von Telfes gehörenden Neustift wurde eine erste Georgskirche bereits 1516 geweiht. 1686 wurde ein Kurat eingerichtet. Als der Neubau 1768 vor allem auf Betreiben des Baumeisters Penz begonnen wurde, bestand die alte Kirche noch, doch fiel sie 1772 einem großen Brand zum Opfer. Die Weihe des Neubaus erfolgte 1780. Zur eigenständigen Pfarrei wurde Neustift indessen erst 1891 erhoben.","patrons":"Pfarrei Telfes","architects":"Architektur: Franz de Paula Penz (1702-1772); \nBildhauer: Johann Perger (1729-1774); \nDeckenfresken: Josef Anton Zoller (1730-1791); Joseph Keller (1740-1823); Franz Joseph Haller (1737-1773); \nAltarbilder: Johann Josef Karl Henrici (1737-1823)","monument_contact":{"fax":"+43 522 637 00","email":"pfarramtneustift@aon.at; kirche@stubai.org","phone":"+43 522 622 23","institution":"Kath. Pfarramt, Dorf 20, A-6167 Neustift im Stubaital"}},"dabb9081-535e-51aa-865a-1038c4b3a74d":{"name":"Kath. Pfarrkirche St. Peter und Paul, Marinus und Anianus, ehem. Benediktinerabteikirche","alternate_name":"Klosterkirche Rott am Inn","description":"Eine Pilasterädikula als triumphales Tormotiv dominiert die in die Klostergebäude eingebundene Kirchenfassade. Das Innere ist als symmetrische Abfolge dreier Zentralräume angelegt, wobei Raumvolumen und -form der Funktion entsprechend und szenografisch kalkuliert gesteigert und gemindert werden: ein rechteckiges Vorjoch weitet sich zum oktogonalen Versammlungsraum der Gemeinde, den acht abwechselnd breite Pfeilerarkaden konstituieren, und verengt sich zum wiederum rechteckigen Presbyterium, das in einer als Rahmung des Hochaltars vorgesehenen Pilasterarkade endet. Dahinter befindet sich der Mönchschor; seitliche Anräume dienen als Seitenkapellen und Herrschaftsemporen. Für den Gesamteindruck mitbestimmend ist der akzentuierend eingesetzte farblich getönte Rocaille-Stuck Wessobrunner Provenienz, dessen Grund die weiß getünchten Architekturglieder bilden.","short_description":"Mit der Benediktinerabteikirche in Rott am Inn hat der berühmte bayerische Kirchenbaumeister Johann Michael Fischer ein spätes Werk von klassischer Reife geschaffen. Der für ihn typische oktogonale Zentralbau kann zudem mit einer beredten figurenreichen Ausstattung aufwarten, die von erstklassigen Meistern aus den süddeutschen Kunstzentren stammt: virtuose Altäre vom brillanten Münchner Rokoko-Bildhauer Ignaz Günther und beeindruckende Deckenmalereien vom Augsburger Akademiedirektor Matthäus Günther.","type":"Sakralbau (Klosterkirche)","dates":"1759-1763","location":"Rott am Inn, Oberbayern","method_for_datation":"Durch archivalische Quellen und chronikale Nachrichten; Inschrift am Deckenfresko.","bibliography":"Bauer, H./Rupprecht, B. (eds.), *Corpus der barocken Deckenmalerei in Deutschland, Bd. 12/II: Freistaat Bayern, Regierungsbezirk Oberbayern. Stadt und Landkreis Rosenheim, Teil II: Jakobsberg bis Windhag*, München, 2006, 433-461. \nBirkmaier, W. (ed.), Rott am Inn. Beiträge zur Kunst und Geschichte der Benediktinerabtei, Bände I-II, Weißenhorn, 1983/2002, I, 66-155, II, 47-49, 207-277. \nLieb, N., *Pfarrkirche, ehem. Benediktiner-Abteikirche Rott am Inn* (Kleine Kunstführer 14), 14. durchgesehene Auflage, München/Zürich, 1990. \nHarries, K., *The Bavarian Rococo Church. Between Faith and Aestheticism*, New Haven/London, 1983, 106, 227-229. \nHitchcock, H.-R., *Rococo Architecture in Southern Germany*, London/New York, 1968, 197-198","author":"Katharina Wein","history":"Schon 1718, nach dem Spanischen Erbfolgekrieg hatte man in der 1018 gegründeten Benediktinerabtei begonnen, die alte Klosteranlage zu erneuern, aber erst der 1757 gewählte kunstsinnige Abt Benedikt II. Lutz wagte den vollständigen Neubau der Klosterkirche, lediglich die Grundmauern und die Chorflankentürme des romanischen Vorgängerbaus konnten beibehalten werden. Die Pläne lieferte der seinerzeit bereits bekannte Münchner Architekt Johann Michael Fischer. Am 4. Juni 1759 wurde der Grundstein gelegt, und schon am 23. Oktober 1763 konnte die Kirche geweiht werden.","patrons":"Abt Benedikt II. Lutz (reg. 1757-1777)","architects":"Architektur: Johann Michael Fischer (1691-1766); \nStuck: Jacob Rauch (1718-nach 1785) \nDeckenfresken: Matthäus Günther (1705-1788); \nAltarentwürfe, Hochaltar, Leonhards- und Franz-Xaver-Altar: Ignaz Günther (1725-1775) \nQuerarm- und Seitenaltäre, Beichtstühle: Joseph Götsch (1728-1793)","monument_contact":{"fax":"08039-909568","email":"St-Peter-und-Paul.Rott@erzbistum-muenchen.de","phone":"08039-1202","address":"Marktplatz, 83543 Rott a. Inn","institution":"Kath. Pfarramt St. Peter und Paul, Marinus und Anianus, Kirchweg 9 (Erzbistum München und Freising)"}},"dbc2275f-b4d6-5495-9692-57254afc887e":{"name":"Kuppel","description":"Die Kuppel, die sich über einem umlaufenden Kranzgesims erhebt, ist durch Stuckgurte in sechs Segmente untergliedert. Die Stuckierung des gesamten Inneren erfolgte um 1650 nach den Entwürfen des aus Augsburg stammenden Hans Schor. Das insgesamt strenge, noch recht antikisierende Gliederungssystem mit Perlstabeinfassungen ist durch die geschwungenen Kartuschen, die die annährend hochovalen bzw. runden Freskenfelder darüber rahmen, allerdings etwas aufgelockert. Der noch stark oberitalienisch beeinflusste Freskenzyklus, einer der frühesten der Deckenmalerei im ganzen süddeutschen Sprachgebiet, zeigt in den großen Feldern Szenen des Marienlebens, in den kleinen überwiegend Vorbilder des Alten Testaments. Die recht gedrängten Szenerien sind noch kaum auf Untersicht berechnet.","dates":"Ca. 1650 (Stuck) bis 1689 (Vollendung der Fresken)","location":"Gewölbe der Hauptrotunde"},"dbe72ec3-54b3-559a-ab0d-40fbc548afc5":{"name":"Kuppel- und Wandfresken","description":"Die Freskomalereien in der Kuppel und an den Wänden stammen von Carlo Carlone (Figuren) und Francesco Messenta (Scheinarchitektur), die damit eine phantastische Szenerie im Paradies schufen. \nWenn man hinauf durch die illusionistische Balustrade in Richtung Himmel schaut, vermeint man, im Hof eines barocken Pavillons zu stehen und einem himmlischen Spektakel zuzusehen. Unzählige Selige und Engel verehren die Heilige Dreieinigkeit, während ein Schwarm von kindlichen Engeln in der Mitte und ganz oben in der Laterne die Taube mit ihrem Heiligenschein (den Heiligen Geist) bestaunen. \nMächtige illusionistische Säulen an den Wänden rahmen die Altäre. Sie sind von ausgelassen verlaufendem Gebälk und Giebelteilen bekrönt, die damit auf die Halbkreise der Altarnischen anspielen. Darüber befinden sich Kuppeln mit Scheinarchitektur und Balustraden, durch die man kleine Engel im Himmel spielen sehen kann.","dates":"1719/20 Fresken in der Kuppel und in der Laterne, 1722/23 Wandfresken","location":"In der Kuppel, in der Laterne und an den Wänden hinter den Altären"},"dbf30c3d-1e0d-5cbc-91ca-50add51d0976":{"name":"Aghlabiden-Bassins","description":""},"dc7a150a-22b9-5870-99a5-731a6c7242dc":{"name":"Fassade des Palastes von Mschatta.","description":"Die Fassade des Palastes von Mschatta in Berlin besteht aus einem Teil der äußeren Palastfassade beidseitig des Einganges in den Palastkomplex. Nur dieser südliche Teil der quadratischen Ummauerung war zwischen zwei Rundtürmen mit Reliefdekor aus einem fortlaufenden Zickzackband in einer Länge von ursprünglich 47 m versehen, das von einem profilierten Sockel und einem Gesims eingefasst wird. Große Rosetten sitzen in den von dem Zickzackband gebildeten Dreiecken. Den Grund überziehen aus Becken entspringende Weinranken. In den Dreiecken der linken Fassadenhälfte werden unterschiedliche Tiere und Fabeltiere wie Vögel, Löwen und Greifen, ein Pfauendrache (Senmurw) sowie ein Kentaur in paradiesisch friedlichem Nebeneinander, zumeist sich an dem Wasser der großen Becken labend, wiedergegeben. Mit dem rechten Torturm beginnt ein Programmwechsel, da auf lebende Wesen zugunsten eines kleinteiligen Pflanzendekors verzichtet wurde. Aus Vasen oder Blattkelchen aufsteigende, sich in vielfältigen Windungen hinziehende Ranken füllen den Grund Mit Rücksicht auf die dahinterliegende Palastmoschee mag dieser Wechsel begründet werden, da es damals bereits ein Bilderverbot für Moscheen galt. Die nicht nach Berlin gelangten Dreiecke der rechten Seite verblieben 1903 am Ort und sind seither zerstört worden. Es könnte der omaijadische Kalif al-Walid II. (743-744) gewesen sein, der während seiner kurzen Regierungszeit den Auftrag gab, einen Palast in der jordanischen Wüste südöstlich der heutigen Hauptstadt Amman zu bauen. Den Palast mit Audienzsaal und Wohnbereich, einer Moschee und weitere, für zeitweilige Regierungsgeschäfte erforderliche Bauten umgab eine quadratische Umfassungsmauer, die nur scheinbaren Festungscharakter hat. Der Bau blieb allerdings unvollendet, was bei einer Betrachtung ins Auge fällt, da alle am Boden vorgearbeiteten Versatzstücke fertig sind, während der vor Ort ausgemeißelte Reliefgrund stellenweise nur in Anrissen skizziert blieb. Eine Bauinschrift wurde nicht gefunden. Erst im 19. Jh. wurde Mschatta wiederentdeckt. Wesentliche Teile der Fassade befinden sich seit 1903 als Geschenk des osmanischen Sultans an den deutschen Kaiser im Museum für Islamische Kunst, während das Bauwerk sich weiterhin in situ in Jordanien besichtigt werden kann.","short_description":"Die Kalksteinfassade von Mschatta stammt von einem Wüstenschloss in Jordanien und wurde dem Deutschen Kaiser vom Osmanischen Sultan als Geschenk überreicht. Es handelt sich um die Außenmauer, auf der Tiere inmitten von floralem Dekor zu sehen sind. Da der Kalif, der den Palast bauen ließ, ermordet wurde, konnte der Bau nicht vollendet werden.","holder":"Museum für Islamische Kunst","initial_owner":"Wahrscheinlich al-Walid II. 125-126 H./ 743-744.","dates":"wahrscheinlich 1. Hälfte 2. Jh / 8. Jh., um 125-126 H. / 743-744","location":"Berlin","dimensions":"Höhe 5.07 m Länge 33 m.","method_for_datation":"Zunächst auf Grund von stilistischen Gründen in die omaijadische Zeit datiert, was schwierig und kontrovers war. Im Verlauf des 20. Jh. gab es verschiedene vorislamische (Sasanidisch, Ghasanidisch, Byzantinisch) und frühislamische Datierungsvorschläge (Omaijadisch, Abbasidisch). Der unvollendete und der Fund eines fragmentarischen Ziegels im 1964, auf dem ein Name genannt wird, der in der zeitgenössischen Literatur zwischen 730 und 750 vorkommt, unterstützt die Datierung in die spätumaiyadische Periode.","method_for_provenance":"Durch die ursprüngliche Zugehörigkeit zu dem in situ befindlichen Bauwerk Qasr al-Mshatta bevor ein Teil der Fassade abgebaut wurde.","provenance":"Mschatta, Jordanien","obtention":"Geschenk des osmanischen Sultans Abdul Hamid II. an Kaiser Wilhelm II. Geschenk von Wilhelm II. an die Königlichen Museen Berlin 1903.","bibliography":"Bisheh, Gh., “Qasr al-Mshatta in the light of a recently found inscription”, Studies in the history and archaeology of Jordan (ed. A.Hadidi), vol. III, Amman, Jordan 1987, pp.193-197, Fig. 2f. \n \nCreswell,K.A.C., Early Muslim Architecture I,1-2. Umayyads, A.D. 622-750. 2nd edition, Oxford, 1969, I,2, pp. 578-606 Pl. 112-136. \n \nEnderlein, V. \"Die Erwerbung der Fassade von Mschatta\", Forschungen und Berichte 26, 1987, 81-90. \nMuseum für Islamische Kunst, Verlag Philipp von Zabern, Mainz, 2001, 117-125. \n \nTrümpelmann, L. Mschatta. Tübingen, 1962.","author":"Jens Kröger","linkcatalogs":"IAM_JO_EN_001"},"dd6a4157-a039-508d-8114-b5fba7bac7a5":{"name":"Cappella dell’Incoronata – Säulenhalle","description":""},"ddbe9286-c279-56fc-8d46-01cf14d5ad37":{"name":"Johann-Nepomuk-Kapelle","description":"Einer der beiden Seitenkapellen ist dem von den Mittenwalder Isar-Flößern als Schutzpatron verehrten hl. Johann Nepomuk gewidmet. Das Fresko oberhalb des Kapellenbogens zeigt den Leichnam des Märtyrers über der Moldau schwebend und von fünf Sternen gekrönt. Ein Vorhängeschloß, das an dem ein Betkreuz haltenden linken Arm hängt, deutet auf seine Verschwiegenheit hin.","dates":"1740","location":"Südseitiger Anraum des Langhauses"},"deb66bb9-f9a7-5754-b548-8fe682e92195":{"name":"Jüngstes Gericht","description":"Das in lichten, zartbunten Farben gemalte Hauptfresko thematisiert heilversprechend und sinnfällig das Jüngste Gericht als Ziel des Erlösungswerkes Christi, das mit dessen Leiden im Vorfeld der Kreuzigung begann. Gegenüber dem Tor zur Ewigkeit, vor welchem Chronos gestürzt das Zeitenende symbolisiert, ist Christus als Weltenrichter der Thron bereitet.","dates":"Um 1753/54","location":"Gewölbe der Laienkirche"},"df6b10ce-46a5-5015-8d2f-07ed83b9bdeb":{"name":"Fresko und Stuck","description":"Der vielleicht größte ästhetische Reiz der Wallfahrtskirche geht von der Gewölbedekoration aus. Der feine Stuck ist in der Verbindung von spätem Bandelwerk und noch nicht ganz ausgebildeten Rocaillen auf der Höhe der Zeit und deutet den Übergang zum Rokoko an. Er kann nur von einem führenden Wessobrunner Meister stammen, wahrscheinlich Franz Xaver Feichtmayr. Die Fresken mit Szenen aus dem Leben der Kirchenpatronin wirken durch ihr kleines Format und den meist fehlenden Bezug zur Untersicht wie eingesetzte Bilder der Volkskunst. Die dargestellten Landschaften geben die Umgebung von Eben wieder. Die Zuschreibung ist umstritten.","dates":"1754"},"dfafe781-3027-548f-92da-7716b132333a":{"name":"Anrufungen und Glorie des hl. Antonius von Padua","description":"Holzers virtuose Verquickung von irdischen Szenerien mit einem visionären “Himmelsgebäude”, das als eine zum Kapriziösen tendierende Scheinarchitektur aufgefaßt ist, markiert den Gipfelpunkt der spätbarocken Deckenmalerei in Bayern. Die Figurenbildung ist von einer bis dato unerreichten Eleganz und einem verhaltenen Pathos durchdrungen, hauchig-zart gemalte Wolken bezaubern ebenso wie die stimmungsvolle, von brillianten Changierungen geprägte Farbgebung. Als Appelle an das Wallfahrervolk sind rundumlaufend körperliche und seelische Nöte des Menschen dargestellt (Tod, Irrtum, Elend, Besessenheit, Seuchen, Krankheit, Seenot, Gefangenschaft, Lahmheit, materielle Verluste, Augenleiden), von denen die Anrufung des Hl. Antonius Erlösung verheißt. Orts-und Zeitbezüge bedeuten u.a. der seine Matratze fortschleppende Geheilte, indem er als Selbstpotrait des Künstlers gilt, sowie die für die Sozialstruktur eines Marktortes typischen Kaufleute, die einen Warenballen halten und sogleich beim Betreten der Kirche ins Auge fallen.","dates":"1736","location":"Gewölbe des Langhauses/Ovalbaus"},"dfcc3c80-0c99-5c87-a378-ab64c294ccfb":{"name":"Kasba","description":""},"dff13fef-d0b8-5fd1-8f48-2d90c6c5f7ed":{"name":"Schloss Favara oder Castello di Maredolce (arabische Vorläuferbauten)","description":""},"e0deac61-1689-5102-865c-bbe744a184c6":{"name":"Tod des hl. Augustinus in Hippo","description":"In dem über zwei Joche sich erstreckenden Hauptfresko, das durch einen goldene Stuckrahmen hervorgehoben ist, setzt Matthäus Günther den Schrecken der Belagerung Hippos durch die Vandalen kunstvoll als Erlösungsthema das mächtig emporragende Sterbebett des Augustinus und dessen Aufstieg in die himmlische Glorie entgegen. Sinnfällig verewigte sich der Maler als Chronist im Bild.","dates":"1742","location":"Deckenfresko des Langhauses"},"e18d8bb6-3bd7-5475-b27b-3e786ad79e26":{"name":"Architektur der Kirche","description":"Obwohl im Barock überall große Baulust herrschte, war es in Wilhering anders. Die Zisterzienser MUSSTEN nach einem Brand die Kirche und einige Klostergebäude neu errichten, wobei man die erhaltenen (romanischen) Mauern in den Neubau miteinbezog. Die neuen Teile erhielten ähnlich gestaltete Fassaden mit Pilastergliederung. Die Hauptfassade der Kirche mit dem Turm ist reicher dekoriert. Dort gibt es Kapitelle und Gebälk über den Pilastern und Statuen sowie Rokoko-Oberlichtfenster, die das gesamte Obergeschoß des Gebäudes durchziehen. \nPassend zur Hauptfassade der Kirche wurde der Innenraum gestaltet. Die Wände erhielten Pilaster (und Säulen) mit Kapitellen, Gebälk und figürlicher Dekoration. Die flachen Gewölbe sitzen auf hervorspringenden Säulen mit durchlaufendem Gesims, das die Kirche in eine himmlische und eine irdische Zone teilt.","dates":"1733-1750","location":"Im Zentrum des Klosterhofs"},"e2638706-bdcf-5e4a-9bd3-dcc016217e9e":{"name":"Sternwarte","description":"Nach Jahrhunderten des Disputs zwischen Vertretern der römisch-katholischen Kirche und der Naturwissenschaften wurden letztere schließlich von der Kirche anerkannt. In Folge entstanden akademische Einrichtungen wie die Sternwarte, die sogar ein Benediktiner-Mönch plante. Als erstes Hochhaus auf heutigem österreichischem Gebiet war es nicht nur durch seine Höhe einzigartig, sondern auch als ein Gebäude, in dem die Naturwissenschaften ein Heim erhalten hatten. Es beherbergt etliche Sammlungen (aus den Gebieten der Mineralogie, der Zoologie, der Anthropologie, der Physik sowie astronomische Geräte), eine Kapelle und verfügt über eine weitläufige Panorama-Terrasse.","dates":"1748-1759 Bau des Turms; 1697 Deckenstuck","location":"An der Ostseite des Gebäudekomplexes"},"e2b776c2-de6a-5d29-a03c-25866587d681":{"name":"Langhausfresko, Ausschnitt: Fanfareblasender Engel","description":"Der Engel verkündet den Beginn der Zeit des Heils mit einem Zitat aus dem Galater-Brief “Venit plenitudo temporis” auf seiner Standarte. In dieser schwung- und kraftvollen Figur, die kompositorisch in die Himmelsszenerie einführt, wird der Betrachter sogleich unmittelbar auf die Thematik des Bildes eingestimmt, der Triumph des Heilswerks Christi, der sich in seiner Kirche manifestiert. Der Engel fungiert als bildrhetorische Einleitung, mit der das Motto vorgestellt wird.","dates":"1774-1776","location":"Langhausgewölbe, südöstliche Ecke"},"e2f80c3c-ab05-5f27-aeeb-0c7c30fb8fa9":{"name":"Stuck und Deckenbilder","description":"Im Zuge der Barockisierung der mittelalterlichen Stiftskirche, die 1607-09 bereits eingewölbt worden war, wurden auch Langhaus und Chor mit Deckenbildern und Stuck ausgestattet. Der Bilderzyklus den Vorlieben des Ordens entsprechend mit marianischen Themen, dazu die Vita des Ordensgründers, vom Augsburger Freskanten Wolcker, dessen Werk besonders durch kühne Scheinarchitektur charakterisiert ist. Die Wessobrunner Stuckarbeiten im Stil des späten Bandelwerk am Übergang zum Rokoko.","dates":"1729-1732 (Bau)/1731-1734 (Ausstattung)","location":"Stiftskirche, Langhausgewölbe"},"e3219bac-8d55-51be-9446-ae37aba26277":{"name":"Deckenbild *Judith und Holofernes* und *apokalyptische Madonna*","description":"Die Wiltener Deckenfresken, die zu den bedeutendsten Leistungen des Augsburger Akademiedirektors zählen, sind virtuos gestaltete Bildwelten: Himmlische Visionen eröffnen sich über grandiosen Architekturkulissen, die nicht die reale Architektur fortsetzen, sondern Teil des visionären Geschehens sind, das in den Kirchenraum hineinbricht. Gleich der Rhetorik eines spätbarocken Predigers werden dabei Bildinhalte in vielfältige Bezüge gebracht. Hier wird Judith, die den Kopf des Holofernes als Symbol ihres Triumphes über das Böse dem Volk präsentiert, als Vorläuferin Mariens gedeutet, die am Ende der Zeiten als „apokalyptisches Weib“ die Überwinderin alles Bösen sein wird. Zugunsten dieser Aussage sind im Bild Raum und Zeit überbrückt.","dates":"1754","location":"Gewölbe des westlichen Langhausjochs"},"e4463aab-b7e7-5517-b782-78afcfe70848":{"name":"*Heil und Erlösung durch das Kreuz*","description":"Das großflächige Hauptfresko der Kirche führt typologisch mit umlaufenden figurenreichen Szenerien den göttlichen Heilsplan des Alten und Neuen Testaments vor Augen. Das daran anschließende Chorfresko behandelt innerhalb einer fingierten Kuppelarchitektur das Erlösungswerk des Kreuzes.","dates":"1752/53","location":"Gewölbe von Langhaus und Chor"},"e4d031d0-15bc-59fc-817c-694868cfef89":{"name":"Deckengemälde *Das Pfingstwunder*","description":"In größtem stilistischem Gegensatz zur Chorkuppel steht die Komposition Joseph Anton Zollers für die Mittelkuppel, die sich des vollen hochbarocken Instrumentariums bedient, wie es vor allem von Andrea Pozzo geprägt und durch sein Traktat weit verbreitet worden ist. Die Pfingstszenerie spielt sich hier vor dem Hintergrund einer gewaltigen Architekturkulisse ab, die auf den Betrachter im hinteren und mittleren Gemeinderaum berechnet ist. Die Kulisse dient der Überhöhung der Szenerie und deutet bereits das Tor zur Gottesstadt an. Die Apostel und Maria fungieren so als Mittler zwischen Himmel und Erde, der Vision und dem realen Kirchenraum.","dates":"1772","location":"Mittelkuppel"},"e4db2e14-2c80-5dda-9994-a2e49390ee72":{"name":"Marienaltar (Hochaltar)","description":"Der von Feichtmayr vollendete zweigeschossige Hochaltar ist szenografisch in die doppelschalige Chorapsis eingepasst. Schlanke Säulenpaare, zwischen denen Stuckfiguren der hl. Ulrich und Norbert stehen, fassen beide Geschosse zusammen und bilden zusammen mit dem wild geschweiften Auszug eine Arkade, die den zurückgesetzten oberen Altar rahmt. Dessen Gemälde zeigt die Himmelfahrt Mariens.","dates":"1760-65","location":"Chor"},"e617b4a6-da47-5007-89ac-f0ffc254183c":{"name":"Hochaltar","description":"Der reich bewegte Aufbau über sechs Säulen mit kräftig geschwungenem Gebälk und Auszug erstreckt sich mit den Opfergangsportalen über die ganze Breite des Chors, im Aufbau deutlich an den Hochaltar von Götzens angelehnt. Das Altarbild Zeillers zeigt den Kirchenpatron Gallus in Verehrung Mariens und des Jesuskindes. Die flankierenden Standfiguren von sechs Heiligen und die Figuren des Auszugs, Gottvater im Strahlenkranz zwischen Engeln, sind qualitätvolle Arbeiten eines unbekannten Bildhauers.","dates":"1779","location":"Ostwand des Chors"},"e6d1474a-473c-5669-a0d5-a4ba232d0192":{"name":"Inneres nach Osten","description":"Betritt man die Kirche von Westen, steht man schon ihrem Zentrum gegenüber, der Gnadenkapelle mit dem verehrten Marienbild, ein Ovalbau in der Mittelachse des Kirchenschiffs. Der Saalraum wird von einem gedrückten Tonnengewölbe überfangen, in das hohe Stichkappen einschneiden. Die Wandgliederung erfolgt durch einfache Pilaster. Der stark eingezogene Chor in steileren Proportionen ist wesentlich stärker durchlichtet als das Langhaus und inszeniert so den Hochaltar als zweiten, der Gnadenkapelle gegenüberstehenden geistlichen Mittelpunkt des Raums.","dates":"Um 1710-20","location":"Innenraum"},"e78bd776-b3d5-5e3a-8913-6721eed713c1":{"name":"Normannenburg","description":""},"e7f75235-a225-5c2d-8277-f6319d17a9f3":{"name":"Servitenklosterkirche hl. Karl Borromäus","alternate_name":"Karlskirche","description":"Der Kernraum der Karlskirche ist ein überkuppeltes Quadrat, an das sich im Osten, Süden und Norden je eine Rundkapelle anschließt. Zugrunde liegt die Idee, dass die Dreiheit (die Dreifaltigkeit) zur Einheit findet, was sich auch an dem Turm am Chorscheitel über dem Grundriss eines Dreipasses wiederholt. Im Westen schließt eine quergelagerte Vorhalle mit den beiden späteren Kapellen an. Während der Außenbau noch die frühbarocke Gliederung zeigt, ist die Wirkung des Inneren ganz vom späten Rokoko geprägt.","short_description":"Die Karlskirche in Volders gehört zu den interessantesten Bauten des deutschen Frühbarocks und ist der erste barocke Zentralbau im nördlichen Tirol. Von einem Architekturdilettanten, der die hl. Dreifaltigkeit verehrte, errichtet, bildet sich diese symbolisch in der Baugestalt ab. Während das Äußere noch die exotisch anmutenden Dekorationsformen der Erbauungszeit zeigt, wurde das Innere im Stil des späten Rokoko umgestaltet und beeindruckt heute vor allem durch die monumentalen Deckenbilder Martin Knollers.","type":"Sakralbau (Klosterkirche)","dates":"1620-1654; Innere Umgestaltung: ca. 1760-1766","location":"Volders, Tirol, Bezirk Innsbruck","method_for_datation":"Archivalien","bibliography":"Frodl-Kraft, E., Tiroler Barockkirchen, Innsbruck 1955, S. 33f. \nBodner, R. M., Die Karlskirche in Volders, Volders 1988 \nPetersohn, S., Die Karlskirche in Volders. Die Herkunft der Bauformen und ihre Bedeutung für den frühbarocken Kirchenbau nördlich der Alpen, in: Veröffentlichungen des Tiroler Landesmuseums Ferdinandeum, 79, 1999, S. 33-54","author":"Frank Purrmann","history":"Kirche und Kloster wurden von dem Arzt und Haller Stadtphysikus Hippolytus Guarinonius aus Anlass des Pestjahrs 1611 gestiftet und von ihm entworfen. 1620 erfolgte die Grundsteinlegung, die Weihe 1654 (dem hl. Karl Borromäus und der hl. Dreifaltigkeit). Weitere Kapellenanbauten erfolgten 1697 und 1710. Die Neugestaltung des Inneren wurde mit den Deckenfresken Knollers 1765/66 abgeschlossen. Zuletzt restauriert 1977-88.","patrons":"Hippolytus Guarinonius (Stifter und Baumeister)","architects":"Architekt: Hippolytus Guarinonius (1571-1654) \nStuck: Johann Georg Gigl (1710-1765) \nFresken: Kaspar Waldmann (1657-1720); Martin Knoller (1725-1804)","monument_contact":{"fax":"+43 522 346 084","email":"info@serviten.at","phone":"+43 522 346 084","address":"Vorderwaldstr. 3, \nA-6111 Volders"}},"e8182b6a-3f01-50fd-9cd5-0cc5e8d2c0fe":{"name":"Kastell","description":""},"e83f959c-c5a5-5804-9244-9b13dbf232e5":{"name":"Kaisersaal","description":"Die architektonische und bildkünstlerische Ausgestaltung des Festsaals feiert die Idee und Würde des römisch-deutschen Kaisertums ebenso wie die Reichstreue und reichsstiftische Souveränität der Abtei. Das Deckenfresko zeigt dazu die Kaiserkrönung Karls des Großen im Jahr 800; vier seitlich zugeordnete Nebenbilder beschreiben die Funktionen des Kaisertums bezogen auf die Dienste an der Kirche: Ecclesiae propagatori, Ecclesiae propugnatori, Hostium debellatori und Scientiae fautori. Überlebensgroße, vor die pompöse Säulenzier der Wände gestellte Statuen der letzten 16 Kaiser erweisen dem seinerzeit regierenden Haus Habsburg ehrfurchtsvoll Reverenz.","dates":"1721-1727","location":"Mittelrisalit des Westtrakts (2. Obergeschoss)"},"e93b7ba8-0d78-59b6-8156-1ad29cc582c8":{"name":"Pilatushaus","alternate_name":"Bürgermeister-Lang-Haus","description":"Zwei Fassaden des Pilatushauses sind aufgrund ihrer biblischen Szenen mit Symbolwert hervorzuheben. Durch virtuose Eingliederung derselben in die reale Architektur mit Fenstern und Türen sowie durch Schattendarstellungen bei der gemalten Architekturgliederung wird der Trompe-l’oeil-Effekt bis an die Realitätsgrenze gesteigert und der Betrachter in seiner Wahrnehmung getäuscht. Die oft als Gartenseite bezeichnete Südfassade scheint vor und über der Eingangstür einen durch Säulen gestützten Vorbau auf rundem Grundriss aufzuweisen. Beidseitig führen gemalte Treppenaufgänge zu Podesten empor, auf welchen sich Menschengestalten versammeln, die in der Literatur als Pharisäer gedeutet werden. In der Mitte thront Pontius Pilatus, zu dessen Füßen Christus kniet. Der Besitzer des Hauses nahm vermutlich an den örtlichen Passionsspielen in der Rolle des Pontius Pilatus teil, wodurch das Haus seine ungewöhnliche namensgebende Ikonographie erhielt. Typisch barocke Architekturelemente zusammen mit den figuralen und floralen Darstellungen umrahmen die Szene. \nDie Ostseite des Hauses zeigt in der Giebelzone zwischen zwei Fenstern in einer Muschelnische die Auferstehungsszene. Darunter sind auf dem Balkon mit Balustrade die fliehenden Grabwächter zu erkennen, wovon der rechte sich mit einer unnatürlichen Bewegung ängstlich über das Geländer schwingt. Die unteren zwei Geschosszonen der Fassade sind ausschließlich mit gemalter Architektur verziert und scheinen von der Giebelzone durch ein Gesims abgegrenzt zu sein. Dominiert wir diese Gebäudeseite durch die illusionistische Architekturmalerei von Balkon, Gesims, Fensterrahmungen, Säulenvorbauten, einer Wappenkartusche und anderen ornamentalen Elementen. Die perspektivische Staffelung erweist eine Nähe zu barocker Theaterarchitektur.","short_description":"Das Pilatushaus, ein Hauptwerk von Franz Seraph Zwinck, dem so genannten „Lüftlmaler“, gilt als einzigartiges Beispiel der nach ihm benannten, speziellen Art der Fassadenmalerei in Oberbayern. Die Lüftlmalerei zeichnet sich durch atemberaubenden Augentäuschungen und überwiegend religiöse Szenen mit Symbolwert aus. Basierend auf italienischen Vorbildern verbreitete sich diese Kunst über die Städte in die ländlichen Gegenden.","type":"Wohnarchitektur (Bürgerhaus)","dates":"1784","location":"Oberammergau, Oberbayern","method_for_datation":"Durch archivalische Quellen.","bibliography":"Lorch, J., „Die Malereien am Pilatushaus“, *Franz Seraph Zwinck. Der Lüftlmaler von Oberammergau* (eds. Koch, L., Buchwieser, A. und Grawe, F.), Oberammergau, 1986, 92-99, 105. \nRattelmüller, P.E., *Lüftlmalerei in Oberbayern*, München, 1981, 72-74.","author":"Caroline Straube","history":"Franz Seraph Zwinck schuf 1784 die gemalte Scheinarchitektur des Pilatushauses. Aufgrund von Restaurierungen (1910 durch Franz Hartmann, 1960 durch Ludwig Magnus Hotter) entspricht die Fassadenmalerei nicht mehr gänzlich dem Originalzustand. Diesen versuchte man bei einer erneuten Restaurierung in den Jahren 1985-86 wieder herzustellen. \nZur Entstehungszeit der Freskenmalereien war das Haus im Besitz des Verlegers Anton Lang, einem der bekanntesten Fernhandelskaufmänner für Schnitzfiguren privater Devotion, deren Produktion im heimindustriellen Verfahren typisch für die Gegend ist. Die Auftraggeber der Lüftlmalereien waren kunstsinnnige Bürger, die ihrem auf Wohlstand gegründeten Selbstverständnis Ausdruck verleihen wollten. Die bemalten Häuser sind damit als eine Art Prestigeobjekt ihrer Bewohner zu betrachten.","patrons":"Anton Lang, Fernhandelskaufmann (so genannter Verleger)","architects":"Fassadenfresken: Franz Seraph Zwinck (1748-1792) genannt “Lüftlmaler”","monument_contact":{"phone":"+49 (0)88 22 94 95 11","address":"Ludwig-Thoma-Straße 10 \n82487 Oberammergau","institution":"Gemeinde Oberammergau"}},"e9addee5-5b6f-53be-b654-21eda5c57444":{"name":"Uscibene","description":""},"ead19099-c21f-52c4-8278-d9a89fe1ddf0":{"name":"Suk von Khan at-Tudjdjar und Wikala al-Farrukhijja","description":""},"eafb2529-446c-50ef-b77c-af336401eab9":{"name":"Fassade und Platz vor der Kirche","description":"Die in die Höhe strebende Kirche mit zweigeschossiger Fassade und dreigeschossigen Türmen hat eine steinsichtige Fassade und Türme mit Zwiebeldächern und Patriarchenkreuzen auf der Spitze. Diese Hoheitszeichen – die Höhe des Bauwerks, die steinsichtige Fassade und die Kreuze mit den zwei Querbalken – spielen vermutlich auf den (territorialen) Machtanspruch der Spitaler Pröpste an. Wahrscheinlich wollten sie damit einesteils darauf verweisen, dass sie den Fürstbischöfen von Bamberg unterstehen und andererseits die Unabhängigkeit von der Herrschaft der Habsburger herausstreichen. \nDie elegante Fassade ist in den Nischen und über dem Portal mit Steinstatuen geschmückt: in der Mitte stehen die Gottesmutter mit dem Jesuskind, im Sockelgeschoss die Aposteln Peter und Paul. Der Bildhauer Severin Träxl schuf die Statuen (1725). Gottvater, der über allem thront, und die Figuren des Gründers Kaiser Heinrich II, Bischof Ottos II von Bamberg und die Engel oberhalb des Portals stammen von Josef Hochedlinger (1728-30). \nVeit Königer fertigte 1771 die Dreifaltigkeitssäule auf dem Platz vor der Kirche. Sie ist von einem Staketenzaun und Steinpfeilern umgeben, um einen äußeren heiligen Bezirk abzugrenzen. Alle schmiedeeisernen Arbeiten (Gitter, Tore und Fenstergitter) stammen vermutlich von Matthäus Lindemayr (1756).","dates":"1714-1730, 1756 und 1771","location":"Stiftsplatz 2"},"eb77d416-fa55-5898-86cc-7b23bc0e41c1":{"name":"Hochaltar","description":"Der Aufbau des Hochalters, der sich in lockeren, durchlichteten Säulenstellungen in die halbrunde Chorapsis einfügt, geht auf den Entwurf des Stuckators Franz Xaver Feichtmayr zurück. Er wird von insgesamt sechs mehr oder weniger freistehenden Säulen über hohem Sockel gebildet, die durch ein verkröpftes, teils auch geschwungenes Gebälk zusammengefasst sind. Der bekrönende Baldachin und die Stuckfigur des hl. Josef in der Mitte sind moderne Ergänzungen im Stil der Zeit.","dates":"1743/44 (später mehrfach verändert)","location":"Ostwand des Chors"},"eb899aac-6b3a-5414-88f5-648ba5052ceb":{"name":"Große Moschee der Zaituna","description":""},"ebca0484-6c6f-527d-ae66-b776842535e2":{"name":"Bir Barruta","description":""},"ed6f14df-2849-50ee-95f4-d6b4bb30854e":{"name":"Neues Schloss Schleißheim und Schloss Lustheim","description":"Das gen Westen achsial auf das Alte Schloss Schleißheim ausgerichtete Schloss Lustheim im Stil einer italienischen Villa besitzt einen zentralen rechteckigen Festsaal, vorspringende Seitenflügel mit Wohnräumen sowie ein Belvedere über dem Mitteltrakt. Von der ursprünglich reichen und farbigen Innenausstattung ist neben den Fresken und Gemälden nicht viel erhalten. Entsprechend der Konzeption als Jagdschloss zeigen die Deckenfresken den Diana-Mythos, von denen die Darstellung der Erhebung Dianas zur Göttin der Jagd im Festsaal, mit weiteren mythologischen Szenen und Scheinarchitektur in den Randzonen, die imposanteste ist. Heute befindet sich in Schloss Lustheim eine große Sammlung Meißner Porzellans. \nDas imposante Neue Schloss, das offensichtlich mit Versailles und Schönbrunn in Konkurrenz tritt, beherbergt im Sinne der sich ausweitenden Machtansprüche Max Emanuels zahlreiche prächtige Wohn- und Festräume und beeindruckt bereits mit seiner pompösen Fassade im römischen Barockstil.","short_description":"Die imposante Sommerresidenz des bayerischen Kurfürsten Max II. Emanuel zählt zu den bedeutendsten profanen Barockbauten Bayerns und umfasst das Alte und Neue Schloss Schleißheim, das Jagdschloss Lustheim, sowie Park- und Kanalanlagen. In Konkurrenz zu Versailles und Schönbrunn ließ der Kurfürst ein prächtig ausgestattetes Schloss erbauen und scheute sich trotz der damals finanziell und politisch schwierigen Lage nicht, namhafte Künstler hinzuzuziehen. Zu den Höhepunkten gehören der Weiße Saal oder die Große Galerie, welche im Sinne ihres Erbauers Meisterwerke der europäischen Barockmalerei zeigt.","type":"Palastarchitektur (Jagdschloss; Sommerresidenz)","dates":"Schloss Lustheim: 1684-1688 \nNeues Schloss Schleißheim: 1701-1726","location":"Oberschleißheim, Oberbayern","method_for_datation":"Durch archivalische Quellen.","bibliography":"*Schlossanlage Schleißheim* (Amtlicher Führer, Hg. Bayerische Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen), München, 2005. \nKrückmann, P. O. und Salley, V., *Schleißheim* (Prestel Führer Compact), München/London/New York, 2001. \nSchmid, E. D., *Schloß Schleißheim. Die barocke Residenz mit Altem Schloß und Schloß Lustheim*, München, 1980.","author":"Caroline Straube","history":"Der Baubeginn Lustheims erfolgte 1684 unter Kurfürst Max II. Emanuel, wohl im Hinblick auf seine Hochzeit mit der Kaisertochter Maria Antonia 1685. Vollendet wurde der Bau 1689. Während der Errichtung Lustheims fertigte Enrico Zuccalli Entwürfe für das Neue Schloss Schleißheim; nach Um- und Neuplanungen erfolgte 1701 die Grundsteinlegung. \n1704 wurden die Bauarbeiten aufgrund des Spanischen Erbfolgekrieges unterbrochen. Nach der Rückkehr Max Emanuels aus dem Exil 1715 begann der neue Hofbaumeister Joseph Effner 1719 mit der Innenausstattung nach französischem Vorbild. Der von Enrico Zuccalli entworfene neuartige Typus des Zeremonialtreppenhauses wurde beibehalten. Da sich die Finanzlage zunehmend verschlechterte, musste man die Planungen einschränken. Nach dem Tod Max Emanuels 1726 wurde der Bau nie vollendet.","patrons":"Bayerische Kurfürsten: Maximilian II. Emanuel (reg. 1680-1726); Karl Albrecht (reg. 1726-45); Max III. Joseph (reg. 1745-1777)","architects":"Schloss Lustheim: \nArchitektur: Enrico Zuccalli (um 1642-1724); \nFresken: Antonio Bernardi; Francesco Rosa; Giovanni Antonio Trubillo (gest. 1721); Johann Anton Gumpp (1654-1719) \nNeues Schloss Schleißheim: \nArchitektur: Enrico Zuccalli (um 1642-1724); Joseph Effner (1687-1745); \nStuck: Johann Baptist Zimmermann (1680-1758); Charles Dubut (um 1687-1742); Giuseppe Volpini (gest. 1729) \nFresken: Jacopo Amigoni (um 1682-1752); Thomas Christian Wink (1738-1797); \nKistlerarbeiten/Ornamentschnitzereien: Johann Adam Pichler (um 1690-1761)","monument_contact":{"fax":"+49 (0)89 31 58 72 50","email":"sgvschleissheim@bsv.bayern.de","phone":"+49 (0)89 31 58 72 0","address":"Schloss- und Gartenverwaltung Schleißheim \nMax-Emanuel-Platz 1 \n85764 Oberschleißheim \nwww.schloesser-schleissheim.de","institution":"Bayerische Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen"}},"ed8d0a33-60d0-581a-b350-9749dcda16a3":{"name":"Servitenklosterkirche St. Augustinus","alternate_name":"Ehem. Augustiner-Eremitenklosterkirche","description":"Die Kirche bildet den Abschluss der Klosteranlage gegen die Stadt. Die südliche Flankenseite zur Klostergasse und die westliche Eingangsseite sind durch Pilaster schlicht und einheitlich gegliedert. Das Innere des Kirchenbaus ist dagegen geprägt vom deutlichen Gegensatz zwischen Langhaus und Chor, ersteres ein gewöhnlicher Saal mit Pilastergliederung, letzterer eine zentrale Raumeinheit von kraftvollem Aufbau, reicher Stuckierung, Lichtfülle und monumentalen Deckenbildern, ergänzt durch den wuchtigen Hochaltar unter dem anschließenden östlichen Gurtbogen, der als Abschluss der Raumflucht wahrgenommen wird.","short_description":"Die Kirche von Rattenberg bildet den barocken Höhepunkt einer aus dem Spätmittelalter stammenden Klosteranlage, die direkt am Innufer gelegen ist. Die barocke Neugestaltung ist geprägt von der Stuckausstattung des in Scaria bei Como gebürtigen Diego Francesco Carlone und seines Mitarbeiters Paolo d’Allio. Während das Langhaus unter weitgehendem Erhalt der spätgotischen Bauteile barockisiert worden ist, wurde der Chor als überkuppelte zentrale Raumeinheit ganz in hochbarocken Formen angelegt.","type":"Sakralbau (Stiftskirche)","dates":"1695-97 und 1707-11","location":"Rattenberg, Tirol, Bezirk Kufstein","method_for_datation":"Archivalien","bibliography":"Strohmer, E., Rattenberg in Tirol. Wien 1921 (= Die Kunst in Tirol, Bd. 3) \nTintelnot, H., Die barocke Freskomalerei in Deutschland. München 1951, S. 36f. \nNeuhardt, J., Rattenberg, Bezirk Kufstein, Erzdiözese Salzburg, 2. Aufl. Salzburg 1989 (= Christliche Kunststätten Österreichs, Bd. 138) \nAmmann, G., Diego Francesco Carlones und Paolo d'Allios Tätigkeit in der ehem. Augustiner-Eremiten-Klosterkirche zu Rattenberg. In: Festschrift für Landeskonservator Dr. Johanna Gritsch, hrsg. von Franz Caramelle. Innsbruck 1973 (= Schlern-Schriften, Bd. 264, S. 9-22) \nAngerer, A., Das Kloster der Augustiner Eremiten von Rattenberg, in: Festschrift zur Wiedereröffnung der Stadtpfarrkirche zum Hl. Virgil in Rattenberg, Rattenberg 1984, S. 154-183 \nEgg, E., Barock in Kufstein und Rattenberg. In: Festschrift Heinz Mackowitz, hrsg. von Sybille-Karin Moser und Christoph Bertsch. Lustenau 1985, S. 51-66.","author":"Frank Purrmann","history":"Das Kloster der Augustiner-Eremiten wurde 1384 von Johann Kummersbrucker, Pfandinhaber des Gerichts von Rattenberg, gestiftet und diente auch als dessen Grablege. Die Klosteranlage wurde nach Bränden im 15. bis ins 16. Jahrhundert weiter ausgebaut. Nach Zeiten des Niedergangs wurde zuerst das Langhaus der Kirche von 1695-97 barockisiert, dann leitete Prior Wilhelm Durchholzer im frühen 18. Jahrhundert umfangreiche Bautätigkeiten ein. Die Stuckarbeiten erfolgten 1706-08, die weitere Ausstattung 1708-1711. Altarweihe 1756. 1817 übernahm der Orden der Serviten die Gebäude bis zur Auflösung im Jahre 1971. 1989–1993 wurde im Kernbereich des Klosters das Augustinermuseum eingerichtet.","patrons":"Augustiner-Chorherrenstift Rattenberg, Prior Wilhelm Durchholzer.","architects":"Barockisierung des Langhauses: Unbekannter lombardischer Baumeister; \nStuck: Diego Francesco Carlone (1674-1750) und Paolo d’Allio (1655-1729); \nDeckenfresken: Johann Josef Waldmann (1672-1712)","monument_contact":{"fax":"+43 053 376 483 1","email":"info@augustinermuseum.at","phone":"+43 053 376 483 1","address":"Klostergasse 95, \nA-6240 Rattenberg","institution":"Augustinermuseum Rattenberg"}},"edf71a35-ca15-58ff-b59d-2908cc032376":{"name":"Katharinenkirche Innenraum","description":"Ab 1687 arbeitete Johann Bernhard Fischer von Erlach an den Entwürfen zur Innenausstattung der Kirche und der Grabkapelle. Sie gelten als sein frühestes dokumentiertes Werk. Vielleicht stammt auch der Hauptaltar in der Kirche von ihm. Marx Schokotnigg, der von Fischer viele Aufträge erhielt, schuf die Statuen für den Hauptaltar und für den Seitenaltar. Die Figur im Zentrum des Hauptaltars ist die Hl Katharina, die Schutzpatronin der Kirche und der Jesuitenuniversität. Das frühere Universitätsgebäude, heute beherbergt es das Priesterseminar, befindet sich dem Mausoleum gegenüber. \nVermutlich wurde Franz Steinpichler mit der Ausführung der Deckenfresken beauftragt. Sie stellen den “Glorreichen Gewinner (Kaiser Leopold I) über die Osmanen dar”, ein damals aktuelles Thema, das sicher vom Wiener Hof vorgegeben wurde. Fischer von Erlach entwarf die Stuckdekoration für Wände und Decken und die großen Statuen im unteren Bereich der Vierungskuppel. Die Stuckarbeiten führten Joseph Antonio Serenio, Girolamo Rossi und Antonio Quadrio aus.","dates":"1687 Innenausstattung; keine Daten Deckenfresken; 1688 – 1689 Stuckarbeiten; um 1695 Hauptaltar; 1697 – 1699 Statuen am Hauptaltar; 1697-1701 Altar der Jungfrau Maria; keine Daten Altarstatuen des Hl Michael, Engeln und Putti","location":"Im Norden des Mausoleum-Komplexes"},"ee0459a7-7135-59f3-8a2f-96ace2250f9f":{"name":"Deckenfresko des Treppenhauses","description":"Bereits im Treppenhaus werden Beruf und Anspruch des Auftraggebers deutlich gemacht, indem die Decke mit einem ovalen Fresko geschmückt ist, dessen Thema die Segnungen des Handels für Kunst und Wissenschaft sind.","dates":"1766/67","location":"Treppenhaus"},"ee254604-f925-5dae-ac2a-8591d69d09fe":{"name":"Dom – normannische Teile (optional)","description":""},"ee55aaf1-38de-5cae-9783-80e83c5c4f22":{"name":"Stadtzentrum","description":""},"ee9947e9-d8a3-563b-bf75-08af587efa7d":{"name":"Martyrium der Heiligen Petrus und Paulus","description":"Das kreisrunde Hauptfresko der Kirche illustriert vor einer rundumlaufenden Architekturkulisse eindrucksvoll das Leben der beiden Kirchenpatrone Petrus und Paulus in einer dezenten Farbigkeit und wirklichkeitsentrückten Stilisierung. In dramatischer Deutlichkeit zeigt Günther links und rechts die Martyrien der beiden Apostel unter der Anteilnahme einer im Zentrum des Freskos erscheinenden Himmelsglorie. Flankiert wird die Illusion einer voluminösen Kuppel von vier Zwickelfelder, die jeweils das Bild eines Evangelisten enthalten.","dates":"1740","location":"Gewölbe des Langhauses"},"eefe0b57-9220-581a-b9cf-2a4ccb501602":{"name":"Katholische Dekanats- und Pfarrkirche Mariae Himmelfahrt","description":"Die Disposition des Grundrisses folgt dem einfachen Schema gotischer Pfarrkirchen mit rechteckigem Langhaussaal, eingezogenem Chor mit polygonalem 3/8-Schluß und Chorwinkelturm. Das übergreifende spätgotische Gewölbe wurde zu einer Tonne mit Stichkappen umgeformt, geschwungene Wandpfeiler mit Pilastern unterteilen das Langhaus in drei Joche, der Chor weist einfache Pilastergliederung auf. Große geschwungene Fenster sorgen für reichen Lichteinfall, der die stilreine, sehr einheitliche Ausstattung mit Altären, Kanzel, Beichtstühlen etc. in reicher Goldfassung und die Deckenmalereien zur Wirkung bringt.","short_description":"Die in reizvoller landschaftlicher Lage errichtete Pfarrkirche von Sillian, ein stattlicher Bau der späten Gotik, birgt in ihrem Inneren einen Raum reinsten spätbarocken Stils. Die Umgestaltung wurde unter Leitung des k. k. Hofkammermalers in Tirol, Josef Adam Mölck, durchgeführt. Obgleich die alte Bausubstanz dabei weitgehend erhalten blieb, ist der gotische Baustil nur mehr am Außenbau erkennbar – das Innere wird von der schwungvollen und kräftigen Formensprache des 18. Jahrhunderts geprägt, die sich einheitlich in Architektur und Ausstattung manifestiert.","type":"Sakralbau (Pfarrkirche)","dates":"1759-64","location":"Sillian, Tirol, Bezirk Lienz","method_for_datation":"Chronogramm am Chor (1760); Archivalien","bibliography":"Pizzinini, M., Sillian/Osttirol. Salzburg 1974 (Christliche Kunststätten Österreichs 98) \nE. Werthan, Joseph Adam Mölk. Neue Forschungen, Quellen, Fakten. Graz 2010","author":"Frank Purrmann","history":"Die Urpfarre von Sillian wird zuerst im Jahr 1212 urkundlich erwähnt, eine Chorweihe ist für 1326 dokumentiert. Der bis heute im Kern erhaltene spätgotische Neubau wurde 1441 geweiht. Der barocke Umbau erfolgte 1759-64 unter der Regie von Josef Adam Mölck, die Planung und Ausführung übernahm Rudolf Schraffl aus Toblach. Eine geplante Regotisierung im 19. Jahrhundert unterblieb. Im Zuge der Generalsanierung von 1988-96 wurde auch ein neuer Volksaltar mit Ambo aufgestellt.","patrons":"Pfarrei Sillian","architects":"Architektur/Barockisierung: Joseph Adam Ritter von Mölck (1718-1794, Konzeption des Umbaus); Rudolf Schraffl (1713-1768, Planung und Ausführung) \nAltäre: Johann Jaufer (Kistler); \nDeckenfresken: Joseph Adam Ritter von Mölck","external_sources":"[http://www.panorama-community.net/wbb/wcf/panorama/attachment-7714.swf](http://www.panorama-community.net/wbb/wcf/panorama/attachment-7714.swf \"blocked::http://www.panorama-community.net/wbb/wcf/panorama/attachment-7714.swf<br/>\nhttp://www.panorama-community.net/wbb/wcf/panorama/attachment-7714.swf<br/>\nSTRG + Klicken, um Verknüpfung zu folgen\") \n \n[http://www.panorama-community.net/wbb/index.php?page=Thread&postID=65769](http://www.panorama-community.net/wbb/index.php?page=Thread&postID=65769 \"blocked::http://www.panorama-community.net/wbb/index.php?page=Thread&postID=65769<br/>\nhttp://www.panorama-community.net/wbb/index.php?page=Thread&postID=65769<br/>\nSTRG + Klicken, um Verknüpfung zu folgen\") \n \nFotograf: Bernd Willinger","monument_contact":{"fax":"0043-4842631921","email":"pfarramt.sillian@utanet.at / pfarre.sillian@dibk.at","phone":"0043-48426319","address":"Kirchgasse \nA- 9920 Sillian","institution":"Dekanat Sillian"}},"ef4b7c84-1839-5809-9275-619d28e3878a":{"name":"Schlacht an der Milvischen Brücke","description":"Das die ganze Fläche des Chorgewölbes einnehmende Deckengemälde zeigt den im Zeichen des Kreuzes geführten Kampf Kaiser Konstantins des Großen gegen seinen Thronkonkurrenten Maxentius an der nördlich von Rom gelegenen Tiberbrücke. Einem berühmten Vorbild ist die dramatische, einen Brückenbogen umwogende Komposition verpflichtet, indem sie die Amazonenschlacht des Pieter Paul Rubens paraphrasiert.","dates":"1753","location":"Chorgewölbe"},"f044da38-1c6a-57c8-b19b-10f65863a352":{"name":"Santissimo Salvatore (Dom)","description":""},"f0686b3a-434d-5606-a50c-295938c43bcd":{"name":"Deckenfresko","description":"Das große Kuppelfresko gilt als Hauptwerk Franz Anton Zeillers. Dargestellt ist die Verehrung der hl. Dreifaltigkeit durch Propheten und Heilige des Alten und Neuen Testaments, zusammen etwa 100 Figuren, die in einem gewaltigen Panorama in hierarchischer Ordnung in der Himmelssphäre angeordnet sind. Zwischen musizierenden Engeln sind an der östlichen Seite der Kuppel, an prominenter Stelle, auch die Patrone der Diözese Salzburg, Rupert und Virgil, zu sehen","dates":"1775-1779","location":"Kuppel des Hauptraums"},"f22460c4-a804-540c-a1f7-0514be51046a":{"name":"Mihrab der Mastaba von‘Ali Pascha","description":""},"f2bde420-9b44-5907-9cc9-75cd3f7a9792":{"name":"Ali-Pascha-Türbe (Option)","description":""},"f30e77d5-c233-5ef9-ae85-9bd03e2bb3a7":{"name":"Große Moschee","description":""},"f47caf01-f716-5553-985a-bd104d027662":{"name":"Deckenfresko *Wunder der Brotvermehrung*","description":"Frühklassizistischen, aufgeklärten Geist zeigen vor allem die Deckenbilder, die zum Spätwerk des Brixener Hofmalers Franz Anton Zeiller gehören. Auf die perspektivische Untersicht wurde bei dem großen Langhausfresko verzichtet, es erscheint wie ein an die Decke versetztes Wandbild. 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Die prachtvollen, äußerst monumentalen Architekturkulissen überhöhen die dargestellte Szene aus der Gallus-Legende mit der Heilung einer Besessenen zum Triumph von Kirche und Heilsgeschichte.","dates":"1779","location":"Langhaus, östliche Kuppel"},"f59127bb-d24a-50dc-95ab-b32b7ebbe922":{"name":"Hochaltar","description":"Einem in Bayern für Wallfahrten gebräuchlichen Typus folgt der als tiefengestaffelte Baldachinarchitektur konzipierte Hochaltar, indem er zusätzlich zum ebenerdigen Gnadenaltar auf Emporenniveau einen Zelebrationsaltar für Festmessen aufweist, dessen Altarblatt die Hl. Familie zeigt. In gewolltem Widersinn zur fingierten Marmormaterialität stehen die teigig modellierten Sockel und Gebälke.","dates":"um 1748/49","location":"Chor"},"f593b4ba-022c-5fd3-bb3f-5eb1ba19811b":{"name":"Castellaccio","description":""},"f640898f-741e-5753-a96c-401f6705b7f8":{"name":"Hochaltar","description":"Der mächtige Altaraufbau aus Stuckmarmor bildet den Chorabschluss, die Mitte des Polygons bis zum Gewölbe einnehmend. Opfergangsportale stellen den Anschluss zu den seitlichen Chorwänden her. Das Altarblatt mit dem Martyrium des Kirchenpatrons Andreas wird von mächtigen Gruppen aus freistehenden Säulen gerahmt, die geschwungene Gebälkstücke tragen, aber nicht miteinander verbunden sind. Dadurch besteht ein direkter Übergang zwischen dem Altarblatt (Annahme des Kreuzes durch den heiligen Andreas, Anton Zoller, 1761) und dem Altarauszug, der sozusagen die himmlische Zone bildet. Gottvater thront hier vor dem Durchblick zum Fenster, umgeben von zahlreichen Engeln und Putten. Der Kirchenpatron wird als Mittler zwischen Erde und Himmel inszeniert. Die Statuen links und rechts, Arbeiten von Franz Engele (1765), stellen die heiligen Petrus, Paulus sowie Rupert und Virgil dar (die letzten beiden sind die Patrone des Erzbistums Salzburg).","dates":"Um 1760/65","location":"Chorpolygon"},"f6750e70-61c6-5add-b2ee-1ca9a74a9cfa":{"name":"Torre Alfaina","description":""},"f6a68291-eff4-59de-8f5e-1783ed8a9228":{"name":"Architektur","description":"Die Dreieinigkeitskirche gilt als Johann Michael Prunners Meisterwerk. Sie ist sowohl in architektonischem als auch in theologischem Sinn eine Schöpfung von höchster Perfektion. Besonders hervorzuheben ist, dass sie als symbolisches Bauwerk mit vielen Anspielungen an die Heilige Dreieinigkeit geplant und errichtet wurde. \nAls Gebäude typisch dem süddeutschen Raum zuzuordnen, sticht es wegen des symbolischen Programms und wegen des italienischen Einflusses unter den süddeutschen Barockkirchen hervor. Francesco Borromini war damals vielen Architekten, wie Johann Michael Prunner, ein künstlerisches Vorbild. Sein Werk war sehr populär und gehörte zum Allgemeinwissen jedes Baumeisters. \nBorrominesk sind zB die vor- und rückschwingenden äußeren Wände und Türme, der Grundriss des Innenraums mit den halbkreisförmigen Altarnischen (in den Türmen), die damit auf den kreisförmigen Zentralraum reagieren. Und das indirekte Licht, das von oben und von den Seiten hereinströmt und die Altargemälde und das kleine Fresko in der Laterne beleuchtet. \nDie Mauerdurchbrüche hinter den Altären, die Verwendung von indirektem Licht und die Kirchenausstattung gehen auf Francesco Messenta in seiner Funktion als Innenraumgestalter zurück (er war aber auch als Architekturmaler tätig, s. unten bei: Kuppel- und Wandfresken). Wie der Architekt hat er sich damit symbolisch vor Borromini verbeugt.","dates":"1714 – 1724","location":"Auf einem Hügel in Stadl-Paura nahe des Traun-Flusses"},"f6fc809b-53b5-5471-a674-e383fbaf4986":{"name":"Qal‘at al-Birak","description":""},"f7e4c02e-6b61-5d4c-85bf-101b2a06a6b8":{"name":"Basilika Wilten (Pfarrkirche Mariae Empfängnis)","alternate_name":"Unsere liebe Frau unter den vier Säulen","description":"Die Wiltener Pfarrkirche ist in ihrer baulichen Disposition ein typisches Werk von Penz, klar und einfach in der Anlage des Grundrisses, ausgewogen in der Proportion und in der Raumanlage harmonisch und abgestimmt, von wohlkalkulierter Wirkung im Prospekt. Die Weiterentwicklung des Schemas der Innsbrucker Stadtpfarrkirche führt zur Vereinheitlichung des Raumbildes, das dort noch mehr von der Reihung der Joche mit kuppeligen Gewölben bestimmt war. Während Penz Ideengeber und Bauleiter war, stammen die Pläne vom Füssener Bildhauer Joseph Stapf, die Bauausführung oblag Matthias und Johann Michael Umhauser.","short_description":"Die Wiltener Basilika gilt als bedeutendster sakraler Rokokobau Nordtirols und ist neben der Pfarrkirche von Gossensaß das wohl gelungenste Werk des geistlichen Baudirektors Franz de Paula Penz. Wiewohl die Bauidee an sich schicht ist – eine zweijochige Wandpfeilerkirche mit kaum eingezogenem Chor –, lässt die wohlproportionierte Architektur der einheitlichen Rokokoausstattung viel Raum zur reichen Entfaltung ihrer Möglichkeiten. Der großartige Prospekt des Innenraums ergibt sich durch die feine Abstimmung von fast zeitgleicher Architektur, Ornament und Bildwerken in hoher stilistischer Einheitlichkeit.","type":"Sakralbau (Pfarrkirche, päpstliche Basilika und Wallfahrtskirche)","dates":"1751-1755","location":"Innsbruck-Wilten, Tirol","method_for_datation":"Archivalien, Chorbogenkartusche mit Chronogramm 1755","bibliography":"Frodl-Kraft, E., Tiroler Barockkirchen. Innsbruck 1955, S. 43f. \nSchnell, H. Schedler, U., Lexikon der Wessobrunner. München, Zürich 1988, S. 86. \nMatthäus Günther 1705-1788. Festliches Rokoko für Kirchen, Klöster, Residenzen. München 1988, S. 177. \nBayer, K., Franz de Paula Penz, Wien 1991, S. 51-53 \nHösch, K., Innsbruck-Wilten. Pfarrkirche Mariae Empfängnis. Passau 2009. (= Peda-Kunstführer Nr. 745)","author":"Frank Purrmann","history":"Der Gründungslegende zu Folge verehrten schon römische Legionäre in Wilten ein Marienbild. Ein erster Bau in frühchristlicher Zeit konnte durch Grabungen erschlossen werden. Die Wallfahrt zur „Maria unter den vier Säulen“ ist für das 13. Jahrhundert erstmals belegbar. 1311 erfolgte eine Weihe nach Erweiterung, im späten 15. Jahrhundert wurde ein gotisches Gewölbe eingezogen. Bis 1643 war der Bau auch Pfarrkirche der Stadt Innsbruck. 1728 wurde die Kirche barockisiert. Nach Bauschäden 1750 kam es 1751 zum Neubau, der im Juli 1756 geweiht werden konnte. Die Ausstattungszeit dauerte teils bis in das späte 18. Jahrhundert.","patrons":"Stift Wilten (unter Abt Norbert I. Bußjäger)","architects":"Architektur: Franz de Paula Penz (1702-1772); Joseph Stapf; \nHochaltar: Joseph Stapf; Franz Karl Fischer (1710-1772) \nStuck: Franz Xaver Feichtmayr d. Ä. (1698-1763, Zuschreibung) \nFresken: Matthäus Günther (1705-1788)","monument_contact":{"fax":"+43 512 583 385 7","email":"pfarrkanzlei-wilten@utanet.at","phone":"+43 512 583 385","address":"Haymongasse 6, \nA-6020 Innsbruck","institution":"Pfarrkanzlei Wilten"}},"f8bfdb91-7d16-5af5-b1fa-a2b2d52eea27":{"name":"Kreuzaltar mit Valeriusschrein","description":"Auf dem Kreuzaltar ist ein mit Rokoko-Ornamenten verzierter Glasschrein mit den Reliquien des römischen Katakombenheiligen Valerius aufgestellt. Anmutig auf diesem lagernde Engel verweisen auf den Märtyrer sowie einen Kruzifix und versinnbildlichen so die Nachfolge Christi durch das Martyrium. Der originale Kruzifix Günthers ist heute vom Schrein separiert, ebenso die dazugehörige, in der Jakobuskapelle aufgestellte Schmerzensmutter.","dates":"1763-65","location":"vor dem mittleren Wandpfeiler der rechten Seite, Teile davon in der 1. Seitenkapelle links sowie außerhalb der Stiftskirche in der Jakobuskapelle"},"f8e1ad0b-17de-5672-8ca1-f12a32ae2481":{"name":"Antonius-Altar (Hochaltar)","description":"Eine für Bayern seltene vollständige Vergoldung hebt den in spätbarocken Formen gehaltenen Hochaltar von den farbig gefaßten Seitenaltären ab. In seinem Zentrum birgt er ein kostbares Altarblatt, das in klarer Zeichnung und gedämpften Farben eine der Hauptvisionen des Kirchenpatrons darstellt: die selige Umarmung des Christuskindes. Der Kunstimport aus Venedig ist bezeichnend für den an einer bedeutenden Alpentransitroute gelegenen Marktort Partenkirchen.","dates":"um 1730 Altararchitektur; 1739 Altarblatt","location":"Presbyterium des Oktogonalbaus"},"f968ffa7-16a4-52b6-80b2-1fcd031e5841":{"name":"Lautenspielerrelief.","description":"Die Herkunft dieses grob bearbeiteten Marmorblocks ist nicht bekannt. Nur aus Vergleichen mit Fragmenten anderer Bauten mit der gleichen Darstellung ist dieses Kunstwerk zu datieren und einem sozialen Umfeld zu zuordnen. Gezeigt wird ein Lautenspieler mit untergeschlagenen Beinen, der eine Laute spielt. Der Mann trägt eine Hose und ein Hemd mit weiten Ärmeln. Nach der Mode der Zeit hat der Musikant eine Frisur mit langen Haaren. Der Mann wird frontal gezeigt. Mit der linken Hand umgreift er den Lautenhals, mit der rechten hält er ein zum Spielen benutztes Plektrum. Hiermit wurden die Saiten des Instrumentes zum Klingen gebracht. Der Stil der Darstellung ist sehr reduziert. Details werden nicht angegeben. Die Oberfläche ist nur roh behauen; unter Umständen ist dies ein Indiz dafür, dass das Relief unvollendet blieb. Eine andere Möglichkeit wäre, dass das Stück einen Stucküberzug mit Bemalung trug. Steinreliefs wurden in seldschukischer Zeit unter anderem in Konya in die Stadtmauer eingelassen. Die Musik gehörte in allen Jahrhunderten zur prunkvollen Hofhaltung orientalischer Fürsten. Die Feste mit ihren Musikdarbietungen wurden schon in mittelalterlichen Quellen mit Bewunderung beschrieben. Hier wurde auch gesagt, wie sehr der Sultan oder der Fürst die Darbietungen genoss. Es wurde damals bei den Festen nicht nur gegessen, sondern auch Wein getrunken. Man hörte Lieder und Tänzer und Tänzerinnen traten auf. Die Musik empfand man als eine Freude and der Schönheit, die nicht nur gesehen werden konnte. Die alten Quellen wurden unter anderem von Ibn Khaldun und al-Ghazzali verfasst. Dass auch der irakische Christ Bar Hebraeus voller Bewunderung ein Fest des Rumsedschuken Ala ad-Din Kaiqobads im Jahr 1237 beschrieb, zeigt welche Gemeinsamkeiten die verschiedenen Religionsgemeinschaften hatten.","short_description":"Der Musiker auf diesem Marmorrelief spielt die Laute. Es gehörte vermutlich zu einer Gruppe ähnlicher Reliefs, die einen Palast mit Szenen aus dem höfischen Leben schmückten. Im seldschukischen Anatolien wurden Reliefs häufig angebracht, um verschiedene Bauten zu verzieren, wie z.B. diese Stadtmauern von Konya.","holder":"Museum für Islamische Kunst","initial_owner":"R. Nadolny, Deutscher Botschafter in der Türkei 1924-1933.","dates":"frühes 7./ frühes 13. Jahrhundert.","location":"Berlin","dimensions":"Höhe 36 cm Breite 20 cm.","method_for_datation":"Lautenspieler werden in der islamischen Kunst häufig dargestellt. Das Steinrelief ist charakteristisch für das seldschukische Kleinasien, da nur dort vergleichbare Reliefs üblich waren.","method_for_provenance":"Bei der Erwerbung wurde die Herkunft des Reliefs aus der Türkei von dem Vorbesitzer angegeben. Diese Angabe und die stilistischen Merkmale weisen auf das seldschukische Kleinasien hin.","provenance":"Türkei, Anatolien.","obtention":"Ankauf von R. Nadolny 1948.","bibliography":"Kühnel, E. „Der Lautenspieler in der islamischen Kunst“, Berichte aus den ehemaligen Preussischen Kunstsammlungen 1, 1951, 29-35 Abb. 6. \n \nFarmer, H. G. Islam. Musikgeschichte in Bildern (Hrsg. H. Beseler und M. Schneider) Bd. III/2, Leipzig, 1966, 54-5 Abb. 39. \n \nHagedorn, A. Die Blacas-Kanne. Zu Ikonographie und Bedeutung islamischer Metallarbeiten des Vorderen Orients im 13. und 14. Jahrhundert, Münster, 1992, 93, 109-111, 137/138. \n \nSchöttler, P. Die Rumseldschuken, Freiburg, 1995, 81 Abb. 360. \n \nKat. Museum für Islamische Kunst. Mainz, 2001, 68.","author":"Annette Hagedorn"},"f97c18af-c344-543d-9c05-9aae43476c0f":{"name":"Inneres","description":"Der Raum war von Hagenauer als Längsbau mit gleichförmiger Reihung vierer Kuppeljoche angelegt worden. Hueber reduzierte diesen auf drei, deren mittleres er auf quadratischem Grundriss zentralraumartig erweiterte und durch schräggestellte Eckpfeiler als Hauptraum auszeichnete. Pilasterschichtungen und starke Verkröpfungen sind weitere spätbarocke Reminiszenzen. Dazu bildet der stilrein frühklassizistische Deckenstuck Peter Pflauders, der sehr flächig behandelt ist, einen deutlichen Kontrast, ebenso der strenge, kaum ornamentalisierte Aufbau von Hochaltar und Kanzel.","dates":"1789-95","location":"Innenraum nach Osten"},"f9b4fa4a-dd10-5ab8-8d3c-1f5cc6d4e3cb":{"name":"Fischkalter","description":"Von der Sternwarte abgesehen, die in ihrer Zeit ein außerordentlich innovatives Gebäude darstellte, sind die früher errichteten Fischkalter eine andere barocke Attraktion. Carlo Antonio Carlone baute die drei westlich gelegenen Becken und ein viertes, das 10 Stufen tiefer lag. Jakob Prandtauer, der später für Kremsmünster arbeitete, brach diesen Kalter ab, erhöhte das Terrassenniveau und fügte zwei Pools in derselben Höhe hinzu, um eine Symmetrie der Anlage zu erreichen. In der Mitte jedes Kalters stehen wasserspeiende Statuen. Die frühen westlichen stammen von einem damals sehr populären Salzburger Bildhauer. \nDie Fischbecken sind an allen Seiten von überdachten Arkadengängen umgeben. Sie laufen entlang der Wände und zwischen den Becken, die sie voneinander trennen. Ursprünglich befanden sich an den Seitenwänden Fresken, die die Arkadengänge illusionistisch verdoppelten. Nur ein kleiner Teil der Malereien an der Decke hat überlebt. Kunst und Architektur haben eine perfekte Theaterkulisse erschaffen. Kein Wunder, dass der Ort für Theateraufführungen verwendet wurde. Es muss ein großartiges Kunsterlebnis gewesen sein, im Sommer in den kühlen Arkaden ein Theaterstück zu sehen oder ein Konzert zu hören.","dates":"1690-1692 Errichtung der Fischkalter; 1692 vier Brunnenfiguren; 1717 Erweiterung der Anlage; n.d. Fresken","location":"Im Norden des Klosterkomplexes"},"fb0d852c-219c-5753-93b5-9648fdd94679":{"name":"Alhambra-Kuppel.","description":"Die Kuppel in Berlin war einst in den Torre de las Damas gennanten Turm des Palastes Palacio del Partal über einem reichen Stuckdekor eingebaut. Durch die Fenster dieses Turmes konnte man sowohl die Umgebung mit der Stadt Granada als auch den Palastkomplex mit den heute nicht mehr exitierenden Teilen der Alhambra überblicken, den der nasridische Herrscher Muhammad III. (701-708 H./ 1302-1308) hatte erbauen lassen. Das Motto der nasridischen Herrscher „Es gibt keinen Sieg außer von Gott“, das eine wichtige Rolle im Dekor der Kuppel einnimmt, kann als Proklamation des Islam angesehen werden, der durch die voranschreitende Reconquista bedroht war. Die Kuppel hat eine quadratische Form, die zunächst in ein Achteck übergeht und dann in sechszehn Trapeze überführt wird. Jede Seite des Quadrats ist mit einem Dreieck ausgestattet, die mit geometrischem Flechtwerk mit zusätzlichen pflanzlichen Motiven versehen sind. Eine kleine Miniaturkuppel sitzt im Zentrum der Dreiecke. Das Achteck wird von Brettern gebildet, die mit kleinen Vielpassbögen versehen sind, in denen symmetrische Kufi-Inschriften auf rotem Grund sitzen, zusammen mit Pinienzapfen, kleinen Muscheln und Arabeskdekor. Auf den rechteckigen Paneelen des Sechzehnecks wird das nasridische Motto „Es gibt keinen Sieg außer von Gott“ wiederholt. Sie werden von kleinen Muqarnas-Bögen umgeben. Die folgenden sechszehn Trapeze weisen ein für die islamische Welt typisches Flechtwerk auf. Kleine Vielecke oder Sterne wiederholen das nasridische Motto. Eine sechzehnseitige Scheitelplatte, ebenfalls mit Flechtwerk, bildet den horizontalen Abschluß. Der Reiz des Dekors liegt im Kontrast zwischen der Strenge der flachen geometrischen Flechtbänder und den erhabenen Reliefebenen. Holzdecken und Holzkuppeln dieser Art sind ein besonderes Merkmal islamischer Architektur im Maghreb. Zahllose Beispiele befinden sich nicht nur in der Alhambra, sondern auch in zahlreichen anderen Bauten Spaniens sowie Nordafrikas.","short_description":"Diese Kuppel stammt aus einem Teil der Alhambra-Palastanlage mit dem Namen Palacio del Partal. Dieser Palacio war im Privatbesitz eines deutschen Bankiers, der die Erlaubnis erhielt, die Kuppel in seine Berliner Villa zu überführen. Hölzerne Decken und Kuppeln dieser Art sind ein Kennzeichen islamischer Architektur im Mahgreb.","holder":"Museum für Islamische Kunst","initial_owner":"1885 kaufte Arthur von Gwinner ein Stück Land im Bereich der Alhambra. Dazu gehörte ein Grundstück mit Gebäuden, Gärten und Straßen. 1891 übergab er den Palacio del Partal an die Stadt Granada. Es wurde ihm daraufhin erlaubt, die Holzkuppel aus dem Torre de las Damas auszubauen und nach Berlin mitzunehmen. 1892 baute er die Kuppel in sein Wohnhaus in Berlin ein. 1921 schenkte er seinen Besitz an die spanische Regierung.","dates":"um 719 / um 1320.","location":"Berlin","dimensions":"Höhe 190 cm Breite 355 cm Tiefe 355 cm.","method_for_datation":"Die Kuppel läßt sich durch ihre Herkunft aus dem Palacio del Partal datieren, der zum Alhambra-Palastkomplex gehört und unter Muhammad III. 701-708 H./ 1302-1308 erbaut wurde.","method_for_provenance":"Nach den Dokumenten stammt die Kuppel aus dem Palacio del Partal im Alhambra- Palastkomplex in Granada/Spanien, wo sie 1892 ausgebaut wurde. Die spanische Herkunft ist dadurch gesichert.","provenance":"Von dem Bauteil Torre de las Damas des Palacio del Partal im Alhambra Palastkomplex in Granada, Spanien.","obtention":"Erworben 1978 von den Nachfahren Arthur von Gwinners.","bibliography":"Fernández-Puertas, A. The Alhambra I, London, 1997, 235-39. \n \nBrisch, K. Eine Kuppel aus der Alhambra in Granada, bm, Berichte aus den Berliner Museen Preußischer Kulturbesitz, 3. Folge, 14, 1978, 6-7, 10-1. \n \nBrisch, K. \"Eine Kuppel aus der Alhambra in Granada\", in: Jahrbuch Preußischer Kulturbesitz 16,1979,169-76. \n \nChmelnizkij, S. \"Methods of constructing geometric ornamental systems in the cupola of the Alhambra\", Muqarnas 6, 1989, 43-9. \n \nDodds, J. D. Al-Andalus. The Art of Islamic Spain. The Metropolitan Museum of Art, New, York 1992, cat.no.116.","author":"Jens Kröger","linkcatalogs":"IAM_ES_EN_001"},"fbd7ae30-ddfc-55f0-8ed5-3d2ff8b47311":{"name":"Kirche (Architektur und Innenraum)","description":"In der ersten barocken Bauepoche zu Beginn des 17. Jahrhunderts wurden die zwei seitlichen Apsiden verlängert und die Altäre (die früher an die Pfeiler gelehnt standen) in die Nebenschiffe verlegt. \n1677 – genau 900 Jahre nach der Gründung der Abtei – begann die zweite barocke Bauperiode. Carlo Antonio Carlone fügte eine Kapelle und die neue Haupt-/Westfassade hinzu. Die viergeschossige Front mit Säulen, Altane, Attikas und Giebeln wurde vor die Türme gesetzt. Sie wirkt wie eine eigenständige (profane) Pavillon-Architektur. \nDas Kircheninnere wurde vollständig barockisiert: die spätromanischen/frühgotischen Pfeiler wurden mit dekorativen Stuckwerk umgeben und erhielten ein mächtiges, sich windendes Gebälk als oberen Abschluss. Die Deckenfresken sind von plastischen Stuckgirlanden gerahmt. Die Seitenaltäre wurden errichtet. Die Altargemälde stammen aus dieser Epoche und erhielten prachtvolle Rahmen. Ihnen sind Marmorengel zur Seite gestellt, die dem Betrachter die dargestellten biblischen Szenen präsentieren. Gian Lorenzo Bernini schuf diesen Altartypus als erstes für die Kirche Santa Maria del Popolo in Rom. Hier wurde er das erste Mal außerhalb Italiens angewendet. \nMit der Bestellung des Gemäldes für den Hochaltar im Jahr 1699 startete die dritte barocke Phase. Wegen der großen Ausmaße dauerte die Ausführung dreizehn Jahre, weil man keine so große Leinwand bekommen konnte. Der Hochaltar, die an die Seiten gestellten Engel, das Tabernakel, die zwei Statuen der Heiligen Benedikt und Scholastika und die Kanzel vervollständigten die barocke Ausstattung, die seit 300 Jahren unverändert geblieben ist.","dates":"1614 Vergrößerung der zwei Seitenapsiden; 1680/1681 Haupt-/Westfassade und Stuckarbeit in der Kirche; ab 1682-1686 (die meisten) Statuen auf den Altären; 1699-1712 Hochaltargemälde","location":"Prälatenhof"},"fc6666e7-92e7-5cea-b28d-61769637fca5":{"name":"Inneres der Stiftskirche","description":"Die Stiftskirche im Stil der italienischen Spätrenaissance folgt norditalienischen Vorbildern (Venedig). Das vierjochige Langhaus ist von einer Stichkappentonne, die sich über einem mächtigen umlaufenden Gebälk erhebt, gewölbt, die Vertikalgliederung erfolgt durch Rotmarmorpilaster aus der ersten Bauphase. Das Gewölbe des stark eingezogenen Chors wird von einer zehneckigen Laterne aufgebrochen, die von 1691/92 stammt.","dates":"1567-1570 (Architektur) und 1629-1636 (Stuckausstattung)","location":"Inneres, Blick von Norden nach Süden"},"fc9d7eef-1dc6-5a70-8b9a-b9735389cd5f":{"name":"Sidi-Amar-Kammun-Minarett","description":""},"fcc7b9d9-0238-5ac6-acff-da0ef5f94db3":{"name":"Hochaltar","description":"Der streng wirkende klassizistische Hochaltar mit flankierenden Doppelsäulen wurde von Pflauder nach Entwurf Hagenauers und Nesselthalers ausgeführt. Das überaus qualitätvolle Altarblatt der Himmelfahrt Mariae von Schöpf wirkt dagegen noch mit barocken Hell-Dunkel-Kontrasten und Figurenfülle, doch ruhig in Ausdruck und Komposition.","dates":"1795-96","location":"Chorapsis"},"fd47a768-1c13-5b0f-82f0-572eb14c0584":{"name":"Benediktinerabtei St. Theodor und Alexander","alternate_name":"Kloster Ottobeuren","description":"Die vom baukundigen Pater Christoph Vogt entworfene Stiftsanlage zeigt sich terrainbedingt nicht wie üblich als ein nach Osten ausgerichtetes Gebäude, sondern als ein von Süden nach Norden gestrecktes Rechteck, das in dieser Richtung zudem von einer Mittelachse durchzogen wird. Baulichen Ausdruck gewinnt dadurch die besondere Konstitution als benediktinisches Abteikloster und eigenstaatliches Reichsstift. Diese Dualität mit der Osthälfte als mönchischen, durch den Bibliothekstrakt in zwei gleiche Höfe unterteilten Konventbau und der um einen einzelnen Hof gruppierten Westhälfte mit außen vorgesetzter Schaufassade als weltlich-reichsfürstlichem Residenzbau erscheint durch das rahmende Bautengeviert gefasst und zugleich gewahrt. Die Abteikirche steht frei vor dem Nordtrakt, wobei der Chor an den Stiftsbau anschließt. Ihre Fassade mit den pompösen Säulen und hohen Türmen ist auf Fernwirkung konzipiert. Im Inneren verdichten sich kolossale Säulen und Pfeiler szenographisch zu einem Prospekt, dessen Mittel- und Zielpunkt der Hochaltar bildet.","short_description":"Die Benediktinerabtei Ottobeuren, dominiert von ihrer gewaltigen spätbarocken Kirche mit delikatem Rokoko-Interieur, gehört zu den größten und prachtvollsten barocken Klosteranlagen Süddeutschlands. Die gerne als “Schwäbischer Escorial” bezeichnete ehemalige Reichsabtei war von jeher Zentrum von Wissenschaft und Kultur und findet ihren profanen Höhepunkt im repräsentativen Kaisersaal, der mit seinem Prachtaufwand diesem hohen Anspruch gerecht wird.","type":"Sakralbau (Kloster)","dates":"1711-1731 Klostergebäude \n1717-1724 Ökonomie \n1737-1766 Kirche \n1739-1740 Beamtengebäude","location":"Ottobeuren, Bayerisch Schwaben","method_for_datation":"Archivalisch belegt (u.a. Tagebuch des 52. Abtes von Ottobeuren Rupert Ness).","bibliography":"Jahn, P. H., „‚Wenigst habe in Wien und Rom davon alle Ehr.‘ Die ‚kaiserliche‘ Phase in der Baupolitik des Reichsstiftes Ottobeuren“, *Zeitschrift für Kunstgeschichte*, 67:2, 2004, 183-200. \nHofer, S., *Studien zur Stuckausstattung im frühen 18. Jahrhundert. Modi und ihre Funktion in der Herrschaftsarchitektur am Beispiel Ottobeuren* (Kunstwissenschaftliche Studien 56), München/Berlin, 1987. \nSchnell, H., *Ottobeuren. Kloster und Kirche* (Große Kunstführer 2), 7. überarbeitete und vermehrte Auflage, Regensburg, 1979. \nWagner, H., *Barocke Festsäle in bayerischen Klöstern und Schlössern*, München, 1974, 112-116. \nHitchcock, H.-R., *Rococo Architecture in Southern Germany*, London/New York, 1968, 198-201","author":"Peter Heinrich Jahn","history":"Gestiftet bereits 764 von einem Grafen namens Silach, war ein wichtiger historischer Wendepunkt für das niederschwäbische Benediktinerkloster Ottobeuren die Entwicklung zur landesherrlich souveränen Reichsabtei im 13. Jh. Das damit verbundene Herrschaftsgebiet mit einer Vielzahl von Dörfern sollte später die ökonomische Grundlage für jene wirtschaftliche und kulturelle Blüte bilden, die das Kloster in der 1. Hälfte des 18. Jhs. unter dem tatkräftigen Abt Rupert Neß erlebte. Als „kaiserlicher Erbkaplan“ betitelt suchte dieser, mit einer gewaltigen schloßähnlichen Klosteranlage seiner politischen Nähe zum Wiener Kaiserhof Ausdruck zu verleihen. Der kostspielige, von einer Legion lokaler und überregionaler Künstler ausgestattete Komplex strapazierte dermaßen die Finanzmittel der Abtei, dass die Kirche hintangestellt werden musste. Kurz vor seinem Tod beauftragte Abt Rupert noch den schwäbischen Baumeister Simpert Kramer mit dem Kirchenbau, doch übergab sein Nachfolger diesen 1743 dem berühmten Münchner Architekten Johann Michael Fischer, der den Prestigebau bis 1766 vollenden konnte.","patrons":"Äbte Rupert II. Ness (reg. 1710-1740), Anselm Erb (reg. 1740-1767)","architects":"Klosteranlage (Auswahl): \nArchitektur: Pater Christoph Vogt OSB (1648-1725); Simpert Kramer (1675-1753); Andrea Maini (geb. 1683); \nStuck: u. a. Johann Baptist Zimmermann (1680-1758); Andrea Maini (geb. 1683); Cristoforo Volpini (gest. 1733) \nFresken im Kaisersaals, dessen Vorplatz und Südtreppenhaus: Karl Jakob Stauder (1694-1751/56) \nFresken des Theatersaals und Nordtreppenhaus des Kaisersaals: Franz Josef Spiegler (1691-1757) \nFresken der Benediktuskapelle, der Winterabtei und der Fürstenzimmer: Jacopo Amigoni (1682-1752) \nAbteikirche (Auswahl): \nArchitektur: Simpert Kramer (1675-1753); Johann Michael Fischer (1692-1766); \nFresken: Johann Jakob (1708-1783) und Franz Anton (1716-1783/94) Zeiller; \nStuck und Altararchitekturen: Johann Michael Feichtmayr (1696-1772); \nBildhauerarbeiten und Entwurf für das Chorgestühl: Johann Joseph Christian (1706-1777); \nKistlerarbeiten bei Chorgestühl und Beichtstühlen: Martin Hörmann (1688-1782);","monument_contact":{"fax":"+49 (0)83 32 79 81 25","email":"bildungshaus@abtei-ottobeuren.de/webmaster@abtei-ottobeuren.de","phone":"+49 (0)83 32 79 80","address":"Benediktinerabtei Ottobeuren \nSebastian-Kneipp-Str. 1 \n87724 Ottobeuren"}},"fdd61291-e9d2-50e6-9078-b7370d4dec42":{"name":"Wallfahrtskirche zum Gegeißelten Heiland in der Wies","alternate_name":"Wieskirche","description":"Das in die Hügellandschaft zu Füßen der Trauchberge eingebettete Ensemble besteht aus dem Kirchenbau sowie dem an den Chor anstoßenden U-förmigen Prioratsgebäude, welches als Priesterwohnung, Wallfahrerhospiz und zugleich dem Steingadener Abt als Sommerresidenz zu dienen hatte. An die als ovaler Zentralbau angelegte Laienkirche mit innen verlaufendem Prozessionsumgang schließt sich der von Herrschaftsemporen begleitete, mit buntfarbigen Marmorimitaten und vergoldetem Rocaille-Stuck prunkende Chor an. In ihm erhebt sich der in die Säulenarchitektur der Emporen integrierte doppelstöckige Wallfahrtsaltar. Die Bogenzone der überwiegend freskierten Gewölbe ist mit einem vollreifen Rocaillestuck dekoriert, dessen Ornamentstruktur auf eine hier einzigartige Weise auch die Bögen und Fenster der Architektur mitformt, was aufgrund der Holzbauweise des Gewölbes soweit getrieben werden konnte, dass im Chor auf eine statisch absurde Weise die Bögen durchzuhängen scheinen.","short_description":"Mit der in die Hügellandschaft des oberbayerischen Voralpenlandes eingebetteten Wieskirche schuf der berühmte Kirchenbaumeister und Stuckateur Dominikus Zimmermann nicht nur sein Hauptwerk, sondern indem sich der virtuose Rocaille-Stuck auf kapriziöse Weise die lichtumspielte Architektur Untertan macht, auch die Rokoko-Kirche schlechthin. Die Gewölbe lichten zieren zudem zart buntfarbige Fresken von der Hand seines Bruders Johann Baptist.","type":"Sakralbau (Wallfahrtskirche)","dates":"1745-1749 Chor und Prioratsgebäude \n1750-1754 Laienkirche \n1756/57 Querarmaltäre und Orgel","location":"Steingaden-Wies, Oberbayern","method_for_datation":"Durch chronikale Quellen.","bibliography":"Pörnbacher, H., *Die Wies. Wallfahrtskirche zum gegeißelten Heiland* (Kleine Kunstführer 1), 23., neu bearbeitete Auflage, Regensburg, 2002. \nPetzet, M. (ed.), *Die Wies. Geschichte und Restaurierung* (Arbeitshefte des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege 55), München, 1992. \nHarries, K., *The Bavarian Rococo Church. Between Faith and Aestheticism*, New Haven/London, 1983, 94, 139-144. \nBauer, H./Rupprecht, B. (eds.), *Corpus der barocken Deckenmalerei in Deutschland, Bd. 1: Freistaat Bayern, Regierungsbezirk Oberbayern. Die Landkreise Landsberg am Lech – Starnberg – Weilheim-Schongau*, München, 1976, 600-623. \nHitchcock, H.-R., *German Rococo: The Zimmermann Brothers*, London, 1968, 68-78, 91, 94.","author":"Peter Heinrich Jahn","history":"Bauanlass war ein Tränenwunder, das sich in der Einöde Wies am 14. Juni 1738 an einer den Gegeißelten Heiland verkörpernden Prozessionsfigur ereignet haben soll. Eine daraufhin durch die nahe Prämonstratenserabtei Steingaden erbaute Gnadenkapelle wurde bald wegen des anwachsenden Wallfahrerstroms zu klein, weshalb man den Wessobrunner Baumeister und Stuckateur Dominikus Zimmermann verpflichtete, eine großräumige Kirche zu errichten. Diese wurde, nachdem am 10. Juli 1746 die Grundsteinlegung vollzogen war, in zwei Bauabschnitten aufgeführt, zunächst bis 1749 der auch allein als Gnadenkapelle funktionierende Chorbau mitsamt dem daran anstoßenden Prioratsgebäude, sodann die als Zentralbau angelegte Laienkirche, die am 1. September 1754 geweiht werden konnte.","patrons":"Marian Mayr (reg. 1745-1772), Abt der Prämonstratenserabtei Steingaden","architects":"Architektur, Stuck und Hochaltar: Dominikus Zimmermann (1685-1766); \nStuckentwürfe und Deckenfresken: Johann Baptist Zimmermann (1680-1758); \nHochaltarblatt: Balthasar Augustin Albrecht (1687-1765); \nQuerarmaltäre: Dominikus Bergmüller aus Türkheim (1707-1773); \nSkulpturen im Chor: Ägid Verhelst (1696-1749); \nSkulpturen in der Laienkirche: Franz Anton Sturm (1690-1757)","monument_contact":{"fax":"08862/93 2 93-10","email":"wieskirche2@web.de","phone":"08862/93 2 93-0","address":"Wies 12 \n86989 Steingaden","institution":"Kath. Kuratiekirchenstiftung"}},"fe7e375f-f73b-54b1-9c45-39701587d06d":{"name":"Stadtmauer","description":""},"ff428058-9e53-5f77-99fa-f4c47d4f5057":{"name":"Geburtskirche","description":""}}