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{"0268e426-50a7-5898-934e-642eb18157d3":{"name":"Kasel des grünen Perser-Ornats","short_description":"Beim Dekor dieser aus einfarbigem Seidenatlas gefertigten Dalamtik handelt es sich um ein persisches Seidengewebe mit floraler Musterung. Die Anfertigung kostbarer Seidengewebe hatte in Persien bereits eine lange Tradition, als sie während der Safawiden-Dynastie (1501–1736) einen letzten Höhepunkt erlebte. Hochwertige Seidenstoffe mit floralen oder figürlichen Motiven, deren naturalistische Gestaltung sich an der zeitgenössischen Miniaturmalerei orientierte, sind typische Erzeugnisse dieser Epoche.","type":"Parament; liturgisches Gewand","holder":"Kunsthistorisches Museum","dates":"Persisches Gewebe: 17. Jahrhundert; Herstellung: Wien, um 1750","location":"Wien","dimensions":"Höhe: 106cm, Breite: 125cm","method_for_datation":"Stilkritische Untersuchung, Archiv- und Inventarrecherche","method_for_provenance":"Archiv- und Inventarrecherche","provenance":"Hof- und Burgpfarrkirche Wien","bibliography":"Seipel, Wilfried (Hg.) und Schmitz-von Ledebur, Katja, *Hauptwerke der Geistlichen Schatzkammer. Kurzführer durch das Kunsthistorische Museum*, Band 7, Wien: Kunsthistorisches Museum, 2007: 126-127, Nr. 51. \nSchmitz-von Ledebur, Katja, *Gottes Lob. Kirchliche Textilien aus der Zeit Maria Theresias*, Ausstellungskatalog Geistliche Schatzkammer, Wien: Kunsthistorisches Museum, 2016: 36-37, Nr. 1.","materials":["Besätze: Lampas","Glattgold","Glattsilber)","Grundstoff: Kettatlas (Seide)","lanciert (Seide"]},"08314c51-a88c-51cd-93da-fc641ebafef3":{"name":"Mantel (*Anterija*)","short_description":"Das heutige Albanien gehörte ab dem Ende des 15. Jahrhunderts für mehr als vier Jahrhunderte zum osmanischen Reich. Die dortige traditionelle Kleidung ist folglich stark osmanisch geprägt, was an diesem bodenlangen Mantel zu erkennen ist. Der Halsausschnitt ist rund geschnitten und die überlangen Ärmel sind im unteren Teil seitlich geschlitzt. Das Kleid wird mittig durch 41 Metallposamentenknöpfe, die bis zur Taille reichen, geschlossen. Reiche, ornamentale Stickereien in Anlegetechnik bedecken den Mantel. Das Futter besteht aus einem vertikal gestreiften *Ikat*.","type":"Albanischer Mantel","holder":"MAK – Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst","dates":"19. Jh.","location":"Wien","provenance":"Osmanisches Reich, heutiges Albanien","materials":["Goldlahn","pombierte Metallposamentenknöpfe","Samt","Seide","Stickerein in Anlegetechnik"]},"5f89dbe5-9c2a-5bd5-873c-3b29fca4dd90":{"name":"Der Krönungsmantel","short_description":"Der halbkreisförmig geschnittene Mantel aus rotem Samit (geritzte Seide) ist mit einer aufwendigen Goldstickerei versehen, die einen zentralen Palmbaum (=Lebensbaum) zeigt, zu dessen linker und rechter Seite sich spiegelbildliche Darstellungen eines Löwen befinden, der ein mit Sattel und Zaumzeug ausgerüstetes, also domestiziertes Kamel besiegt. \nEntlang der geraden Seite des Halbkreises ist der Mantel bordürenartig mit Perlen und Gold bestickt sowie mit 31 Emailplättchen (von byzantinischen Einflüssen geprägtes Zellenschmelzemail) besetzt. Die halbkreisförmige Kante des Mantels ist mit einer *Kufi*\\-Inschrift in Gold bestickt. Ihr ist zu entnehmen, dass der Mantel 133/34 zur Regierungszeit des sizilianischen Königs Rogers II. in den königlichen Hofwerkstätten zu Palermo angefertigt wurde. \nAls Teil des normannischen Schatzes gelangte der Mantel auf dem Erbweg an die Hohenstaufer und wurde schließlich Bestandteil der Krönungsgewänder der Könige und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches.","type":"Mantel","holder":"Kunsthistorisches Museum","dates":"AD 1133/1134","location":"Wien","dimensions":"Höhe: 146cm, Breite: 345cm","method_for_datation":"Stilkritische Untersuchung, Archiv- und Inventarrecherche","method_for_provenance":"Archiv- und Inventarrecherche","provenance":"Italien","obtention":"Hergestellt für König Roger II. von Sizilien; als Teil des normannischen Schatzes auf dem Erbweg an die Hohenstaufen und schließlich als Krönungsmantel der Könige und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches verwendet.","bibliography":"Bauer, Rotraud, „Der Mantel Rogers II. und die siculo-normannischen Gewänder aus den königlichen Hofwerkstätten in Palermo“, in Wilfred Seipel (Hg.), *Nobiles Officinae. Die königlichen Hofwerkstätten zu Palermo zur Zeit der Normannen und Staufer im 12. und 13. Jahrhundert. Ausstellungskatalog (Kunsthistorisches Museum Wien)*, Mailand/Wien: Kunsthistorisches Museum, 2004: 115–123. \nSchmitz-von Ledebur, Katja, „Die Krönungsgewänder aus den palermitanischen Hofwerkstätten – zu den jüngsten epigraphischen und naturwissenschaftlichen Untersuchungen“, in Annemarie Stauffer (Hg.), *Textile Kostbarkeiten staufischer Herrscher. Werkstätten – Bilder – Funktionen. Tagungsband zum internationalen Kolloquium im Rahmen der Ausstellung „Die Staufer und Italien“ am 20. und 21. Januar 2011 in den Reiss-Engelhorn- Museen Mannheim, Studien zur internationalen Architektur- und Kunstgeschichte 99*, Petersberg: Imhof, 2014: 12–25. \nSeipel, Wilfred (Hg.), *Hauptwerke der Weltlichen Schatzkammer*, Mailand/Wien: Kunsthistorisches Museum, 2005: 58–60.","materials":["Brettchenborte","Edelsteine","Email","Filigran","Gold","Perlen","Samit","Seide"]},"6131fb50-04d3-542e-b078-c6c43dfd4c0a":{"name":"Kasel (Messgewand für den katholischen Ritus) aus Dekorsamt und Seidengewebe","short_description":"Die Kasel ist ein *Pasticcio* bestehend aus einem älterem italienischen Dekorsamt und einem Kaselkreuz aus osmanischer Seide. Letztere Seide hat ein Muster aus großen Spitzovalen, gefüllt mit Tulpen, Nelken und Blütenranken, dem für die osmanische Seidenweberei der Zeit typischen Dekor. Die Zusammenstellung der Gewebe für eine Kasel macht deutlich, dass man ein aus islamischen Regionen stammendes Gewebe wegen seiner eindrucksvollen Wirkung vorbehaltlos für den christlichen Ritus verwendete.","type":"Kasel mit osmanischem Seidenstoff","holder":"MAK – Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst","dates":"Samt: 15. Jahrhundert; \nSeide: 2. Hälfte 16. Jahrhundert","location":"Wien","provenance":"Samt: Italien; \nSeide: Osmanisches Reich, Bursa","materials":["Lampas broschiert und lanciert","Samt broschiert","Seide"]},"65ef6d27-a41c-53d2-98a2-dab87b965982":{"name":"Stiefel","short_description":"Die Stiefel sind an der Außenseite des Schaftes mit floralen und geometrischen Motiven im Lederschnitt gestaltet. Beim Lederschnitt wird die Verzierung des Leders durch Einschneiden von Ornamenten, durch Einfärbung mancher Teile und dem reliefmäßigen Heraustreiben von der Rückseite erreicht. Hier sind Teile der Dekoration dunkelbraun eingefärbt und bilden dadurch einen Kontrast zum gelbraunen Grundleder, das zusätzlich punziert ist.","type":"Kleidung","holder":"Kunsthistorisches Museum","dates":"10. H. / 16. Jahrhundert","location":"Wien","dimensions":"Höhe: 60cm","method_for_datation":"Vergleich mit anderen Objekten","method_for_provenance":"1875 Ambr. Sammlg., XV, 78a, S. 320; 1869 aus Ambras (Verz. d. Tauschobjekte Nr.64)","provenance":"Türkei?","obtention":"Sammlungsbestand Schloss Ambras","bibliography":"Sandbichler, Veronika, *Türkische Kostbarkeiten aus dem Kunsthistorischen Museum Wien*, Ausstellungskatalog, Wien: Kunsthistorisches Museum, 1997. \nScheicher, Elisabeth u.a, *Kunsthistorisches Museum Sammlungen Schloss Ambras. Die Kunstkammer*, Innsbruck: Kunsthistorisches Museum, 1977. \nSeipel, Wilfried (Hg.), *Dracula. Woiwode und Vampir*, Ausstellungskatalog, Wien: Kunsthistorisches Museum, 2008.","author":"Veronika Sandbichler","materials":["Bronze","Gold","Leder","Silber"]},"70de6de0-cb62-5e26-a637-a4597cda72ee":{"name":"Turbankappe","short_description":"Bei diesem Filzhut handelt es sich möglicherweise um eine typisch türkische Kopfbedeckung für Bräute. Der *külah* für die Braut war stets rot und, je nach gesellschaftlicher Stellung der Frau, mit Silber- und Goldfäden sowie mit Metallplättchen verziert. Mittels einer edelsteingeschmückten Nadel wurde ein Schleier –*duvak* – an der Hutspitze befestigt.","type":"Kleidung","holder":"Kunsthistorisches Museum","dates":"10. H. (?) / 16. Jahrhundert (?)","location":"Wien","dimensions":"Höhe: 49.5cm","method_for_datation":"Vergleich mit anderen Objekten","method_for_provenance":"Ilg/Boeheim, 1883, Inventarium über Möbel und Kleinkunstgegenstände im Schlosse zu Ambras, S. 6","provenance":"Türkei?","obtention":"Sammlungsbestand Schloss Ambras","bibliography":"Sandbichler, Veronika, *Türkische Kostbarkeiten aus dem Kunsthistorischen Museum Wien*, Ausstellungskatalog, Wien: Kunsthistorisches Museum, 1997. \nScheicher, Elisabeth u.a, *Kunsthistorisches Museum Sammlungen Schloss Ambras. Die Kunstkammer*, Innsbruck: Kunsthistorisches Museum, 1977.","author":"Veronika Sandbichler","keywords":["Osmanisches Reich","Textil","Turbankappe"],"materials":["Filz"]},"8b0ba994-910a-52d0-99bb-c869a430a235":{"name":"Frauenkleid (*entari*)","short_description":"Die bodenlange, unten ausgestellte Überjacke verfügt über einen tiefen, spitzovalen Brustausschnitt. Die Feinheit der Ausführung verweist auf eine Produktion im höfischen Kontext. Die Ärmel weisen eine Überlänge auf, sind im unteren Teil geschlitzt und mit besticktem Oberstoff gefüttert. Das Kleid wird mittig, etwa bis zur Taille durch zwölf Posamentenknöpfe geschlossen. Die Tambourstickerei weist neben Blütenranken und Blumengebinden kleine Architekturdarstellungen und Vögel auf.","type":"Osmanisches Frauenkleid","holder":"MAK – Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst","dates":"18.-19. Jh.","location":"Wien","provenance":"Osmanisches Reich, Anatolien","materials":["Baumwolle","Posamente","Seide","Tambourstickerei"]},"9f475267-426c-5190-b0b3-f114b5dfce94":{"name":"Bestickte safawidische Jacke","short_description":"Der bis zum halben Oberschenkel reichende voluminöse Männerrock ist mit einem Muster aus Figuren, Zypressen, blühenden Bäumen und kleinen Wasserbecken bestickt. Je ein Wächter mit Bogen und Köcher und eine, einen Pfau tragende Frau flankieren thronende Männer unter Baldachinen. Vergleichbare Darstellungen auf Textilien und in Miniaturen des 16. Jh. zeigen, dass der aufwändig gestaltete Gewandtypus verbreitet war. Ähnliche kostbare Gewänder dienten als Geschenke der Herrscher an ihrer Umgebung und waren meist nicht für den alltäglichen Gebrauch gedacht.","type":"Safawidische Jacke","holder":"MAK – Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst","dates":"Um 1600","location":"Wien","provenance":"Iran","materials":["Baumwolle","Leinen","Seide","Stickerei"]},"ae76a20b-77b1-575a-ab1c-36776cb0c633":{"name":"Gewandfragment.","description":"Das Fragment zeigt zwei einander zugekehrte dunkelblaue Friese mit weißen kufischen Inschriften, die von rosafarbenen Ranken mit weißen Blüten umgeben werden. Zwischen den Schriftfriesen verläuft ein Fries aus roten Rosetten mit weißen vierblättrigen Blüten der beidseitig von wellenförmig verlaufenden braunen Ranken auf grünem Grund eingefaßt wird. Dieses kleine Fragment eines ursprünglich viel größeren Tirazstreifens ist durch eine vergleichbare Inschrift von einem fast identischen Stück im Londoner Victoria und Albert Museum als Auftragsarbeit für den fatimidischen Fürsten Al-Mustansir billah zu erkennen. Der Text im oberen Fries im Kufi-Duktus auf dem Berliner Stück lautet „Im Namen Gottes des Barmherzigen und gütigen. Es gibt keinen Gott außer Gott. M(uhammad ist der Gesandte Gottes)“. Es ist also der Wortlaut des islamischen Glaubensbekenntnisses. Der Text im unteren Schriftfries lautet: …Das befahl herzustellen der Verzier, der große… Die Bezeichnung Tirazstreifen leitete sich aus der Bezeichnung der Tiraz-Werkstatt ab, in der die Stoffe mit den Inschriften, den Tirazen gewebt wurden. In den staatlichen Hofwerkstätten wurden die Gewandstoffe für den Kalifen und Hofbediensteten hergestellt. Die Stoffe mit Inschriften (Tiraze) wurden von den Herrschern an hochstehende lokale oder internationale Personen wegen besonderer Verdienste verschenkt. In den mittelalterlichen Quellen wurden sie als Wertobjekte beschrieben. Die meisten Tirazstreifen stammen aus Ägypten, da sich diese Textilien in dem sehr trockenen Klima und, falls sie vergraben wurden, in den sehr trockenen Böden besonders gut erhalten hatten.","short_description":"Baumwollstoffe mit Silberstickereien wurden in höfischen Werkstätten im fatimidischen Ägypten produziert und hießen Tiraz, weil sie Beschriftungen trugen, die oft den Namen der Werkstätte und des Herrschers angaben. Zu speziellen Anlässen wurden sie Menschen überreicht, die sich in besonderer Weise um den Staat verdient gemacht hatten.","holder":"Museum für Islamische Kunst","dates":"Regierungszeit Al-Mustansir billah 427-487 H./ 1036-1094 n. Chr","location":"Berlin","dimensions":"Höhe 16 cm Breite 13 cm.","method_for_datation":"Durch die Inschrift eines eng vergleichbaren Stoffes im Victoria und Albert Museum, London, in das der Name des Fatimidenkalifen al-Mustansir billah 427-487 H./1036-1094 eingewebt ist, läßt sich auch das vorliegende Fragment in dessen Regierungszeit setzen.","method_for_provenance":"Wie durch Vergleiche mit anderen Stoffen festgestellt wurde, sind das fast identische, mit dem Namen des Kalifen al-Mustanir billah versehene Fragment in London und das Berliner Fragment Produkte einer der in Ägypten beheimateten Hofwerkstätten, in denen die abbasidischen Kalifen Stoffe in ihrem Auftrag herstellen liessen.","provenance":"Ägypten.","obtention":"Erworben aus der Sammlung Reinhardt.","bibliography":"Kat. Museum für Islamische Kunst, Berlin, 1979, Kat. Nr. 301. \n \nKat. Museum für Islamische Kunst, Stuttgart/Zürich, 1980, Nr. 16, S. 44-45. \n \nKühnel, E., Islamische Stoffe aus ägyptischen Gräbern, Berlin, 1927, 22-23 Nr. 3132 Taf. 7. \n \nKühnel, E. und Bellinger, L. Catalogue of Dated Tiraz Fabrics, Umayyad, Abbasid, Fatimid. Washington, 1959, 75.","author":"Annette Hagedorn","keywords":["Ehrengewand","Tirazstreifen"],"materials":["Baumwolle und Seide","eingewebter Text.","Schußrips"]},"ae7c39ba-6ec7-52c7-ab26-aa458671c2ad":{"name":"Kasel (Messgewand für den katholischen Ritus) aus osmanischem Seidengewebe mit europäischen Webborten","short_description":"Bursa war ein wichtiger Umschlagplatz für iranische Seide und entwickelte sich zu einem bedeutenden Produktionszentrum von Seidenstoffen. Als solches versorgte es nicht nur den osmanischen Hof; Seiden aus Bursa waren gefragtes Exportgut für Europa, wie diese Kasel zeigt. Gleichzeitig waren italienische Seiden im osmanischen Reich sehr begehrt. In der Folge dieses intensiven Austauschs kam es zur gegenseitigen Beeinflussung von Motiven, so dass man oft nur an technischen Details erkennen kann wo der Seidenstoff gewebt wurde, in Italien oder dem osmanischen Reich.","type":"Kasel mit osmanischem Seidenstoff","holder":"MAK – Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst","dates":"Drittes Viertel 16. Jh.","location":"Wien","provenance":"Osmanisches Reich, Bursa","materials":["Gold- und Silberlahn","Lampas broschiert","lanciert","Leinen","Seide"]},"b5e98c52-08ad-5e05-97c5-2071372ff0ed":{"name":"Phelonion, Messgewand für den orthodoxen Ritus","short_description":"Vor rotem Hintergrund gliedern sich jeweils versetzte Spitzovale. Am unteren Ende schließen diese mit einer stilisierten Lilie, die den Übergang zum nächsten Oval bildet, ab. Die Binnenmusterung der Spitzovale besteht aus einem schuppenartigen Geflecht. An den Nähten und den daraus entstehenden Störungen des Rapports ist zu erkennen, dass das Textil umgearbeitet wurde, damit es Teil dieses Messgewandes für den orthodoxen Ritus werden konnte.","type":"Messgewand aus osmanischem Seidenstoff","holder":"MAK – Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst","dates":"16. Jh.","location":"Wien","provenance":"Osmanisches Reich, Istanbul oder Bursa","materials":["broschiert und lanciert","Lahngold und Lahnsilber","Lampas","Seide"]},"bb16c976-5f77-5e9a-b98f-840ba455f757":{"name":"Fragment einer Polenschärpe","short_description":"Dieses Fragment einer Schärpe kommt ursprünglich aus dem Iran. Die Stadt Kashan war berühmt für die Produktion von Taillenschärpen aus Seide. Diese wurden längs gefaltet, um die Taille geschwungen und vorne am Bauch zugeknotet. Auf ein und demselben Textil tauchen entlang der Längslinie zwei verschiedene Muster auf, so dass man, je nachdem welche Seite nach außen gekehrt wurde, zwei verschiedene Schärpen in einer hatte. Der Dekor orientierte sich also an der Tragart des Objekts. In Europa wurde die Nachfrage dieser Schärpen im 18. Jahrhundert so groß, dass Werkstätten in Istanbul, Russland und Polen entstanden. In Polen fanden die Schärpen schließlich Eingang in die traditionelle Männerkleidung des Adels, weshalb sie als Polenschärpen (poln.: *Kontusz*) bezeichnet werden.","type":"Iranische Seidenschärpe","holder":"MAK – Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst","dates":"17.-18. Jh.","location":"Wien","provenance":"Iran, Kashan","materials":["Gold- und Silberlahn","Seide"]},"bf855ca5-82b9-5496-8eb9-62a39c53ba92":{"name":"Pluviale aus signiertem safawidischem Seidenstoff","short_description":"Das Pluviale, wichtiger Bestandteil christlicher liturgischer Gewänder, wurde aus wertvoller iranischer Seide gefertigt. Die Seidenmanufakturen des Safawidenreiches zählten damals zu den qualitätvollsten der Welt, ihre Produkte waren begehrte Exportartikel. Auf dem Handelsweg gelangte vermutlich auch dieses Textil nach Europa und wurde dort weiter verarbeitet. Die Tatsache, dass die Seide signiert ist, verweist auf die hohe Wertschätzung derer, die an ihrer Herstellung beteiligt waren.","type":"Pluviale aus iranischem Seidenstoff","holder":"MAK – Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst","dates":"Zweite Hälfte 16. Jahrhundert","location":"Wien","provenance":"Iran, Kaschan","materials":["Borte","Fransen","Lampas broschiert","lanciert","Metallfäden","Seide"]},"dd51c631-efa7-5621-9c17-104499a84fde":{"name":"Gewebefragment von einer Dalmatik der sog. Heinrichsgewänder in der Alten Kapelle in Regensburg","short_description":"Dieses Fragment kam durch einen Ankauf von Textilien des Aachener Kanonikus Franz Bock 1865 in die Textilsammlung des MAK. Davor war es Teil einer Dalmatik der so genannten Heinrichsgewänder in der Alten Kapelle zu Regensburg. Die längs verlaufenden, unterschiedlich breiten Streifen, die auf dem Fragment zu erkennen sind, deren Binnengliederung durch rechteckige Felder und die unterschiedliche Musterung derselben, sprechen für eine Herkunft aus Zentralasien.","type":"Zentralasiatisches Stofffragment","holder":"MAK – Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst","dates":"Mitte 14. Jh.","location":"Wien","provenance":"Zentralasien","materials":["Häutchengold","Seide"]},"e2276119-95e8-500a-884f-d397caff83c9":{"name":"Janitscharen-Mütze","short_description":"Die prunkvolle Ausführung dieser Kopfbedeckung lässt auf einen hohen Militärbeamten der Janitscharen (türkische Elite-Infanterie) schließen. Die vorliegende Janitscharen-Mütze war Teil der Türkenbeute des Lazarus Schwendi von 1566 und befand sich Ende des 16. Jahrhunderts in der Sammlung von Erzherzog Ferdinand II. von Tirol (1529-1595) auf Schloss Ambras bei Innsbruck.","type":"Rüstung","holder":"Kunsthistorisches Museum","dates":"Um 956–957 H. / Um 1550","location":"Wien","dimensions":"Höhe: 52cm, Breite: 18cm, Tiefe: 28cm","method_for_datation":"Inventar Sammlung Schloss Ambras","method_for_provenance":"Inventar Sammlung Schloss Ambras","provenance":"Türkei?","obtention":"Türkenbeute des Lazarus von Schwendi aus dem Jahre 1566, dann Schloss Ambras","bibliography":"Gamber, Ortwin und Beaufort-Spontin, Christian, *Katalog der Leibrüstkammer II. Teil. Der Zeitraum von 1530-1560*, Busto Arsizio: Bramante, 1990. \nJaeckel, P., „Türkische Kopfbedeckungen in mitteleuropäischen Museen\", *Zeitschrift für Waffen- und Kostümkunde*, 12 (1970): 1-18. \nLuchner, Laurin, *Denkmal eines Renaissancefürsten. Versuch einer Rekonstruktion des Ambraser Museums von 1583*, Wien: Schroll, 1958.","author":"Matthias Pfaffenbichler","keywords":["Janitscharen","Kopfbedeckung","Osmanisches Reich"],"materials":["Filz","Goldstickerei","vergoldetes Messing"]},"e5df4439-6b33-58df-9ad0-3342565ff30f":{"name":"Rossschweif","short_description":"Der Rossschweif tuglar war in altes Würdezeichen der Türken, das sie aus ihrer ursprünglichen zentralasiatischen Heimat mitbrachten. Er kam als Teil der Türkenbeute an den Hof Erzherzog Ferdinands, wo er möglicherweise in den „Huszarischen Turnieren“ benutzt wurde. Die Form und Zahl der Rossschweife gab den Rang des osmanischen Würdenträgers an. Sie wurden vor dem Zelt des Würdenträgers aufgepflanzt und am Marsch mitgeführt. Dem Sultan standen sieben oder neun Rossschweife als Symbol seiner Macht zu.","type":"Insignie","holder":"Kunsthistorisches Museum","dates":"10. H. / 16. Jahrhundert","location":"Wien","dimensions":"Länge (geschätzt): 305cm, Länge (Haare): 56/65cm","method_for_datation":"Vergleich mit anderen Objekten","method_for_provenance":"Ilg/Boeheim, 1883, Inventarium über Möbel und Kleinkunstgegenstände im Schlosse zu Ambras, S. 6","provenance":"Türkei?","obtention":"Sammlungsbestand Schloss Ambras, belegt 1882","bibliography":"Haag, Sabine, Sandbichler, Veronika, Klarer, Mario (Hgg.), *Piraten und Sklaven im Mittelmeer*, Ausstellungskatalog Schloss Ambras, Wien: Haymon Verlag, 2019. \nSandbichler, Veronika, *Türkische Kostbarkeiten aus dem Kunsthistorischen Museum Wien*, Ausstellungskatalog, Wien: Kunsthistorisches Museum, 1997.","author":"Veronika Sandbichler","keywords":["Ausrüstung","Osmanisches Reich"],"materials":["Holz","Rosshaare"]}}
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{"1313c11f-d35a-5fba-85ac-6b580ca2b754":{"name":"Κόσμημα κεφαλής","short_description":"Κόσμημα κεφαλής με το πορτραίτο του σάχη Φατχ Αλή (17897-1834) από ζωγραφιστό σμάλτο. Σε σχήμα ημισελήνου συνδυάζεται με ανατέλλοντα ήλιο που ήταν το έμβλημα του περσικού τιμητικού τάγματος το οποίο ίδρυσε ο σάχης το 1807. Σε μεταγενέστερες ελαιογραφίες ο σάχης παριστάνεται με διάλιθο αυτοκρατορικό στέμμα, ενώ στα πρώτα χρόνια της βασιλείας του απεικονίζεται φορώντας παραδοσιακό τουρμπάνι με λοφίο.","holder":"Μουσείο Μπενάκη","dates":"1797-1834","location":"Αθήνα","dimensions":"Ύψος 7 εκ.","provenance":"Ιράν","materials":["μαργαριτάρια","πολύτιμοι λίθοι","σμάλτο","Χρυσός"]},"2363b57a-3e83-58d6-add7-b8e17a845595":{"name":"Κόσμημα ζώνης","short_description":"Αποτελούμενη από κεντρική ροζέτα, οκτώ επιμήκη στοιχεία και δύο τελειώματα, η ζώνη κοσμείται με θολίσκους και κοκκίδωση. Η κιβωτιόσχημη κατασκευή και η μικροσκοπική κοκκίδωση που καλύπτει ολοκληρωτικά τους θολίσκους συναντάτε και στα κοσμήματα από το Ιράν. Μια πρώιμη χρονολόγηση μπορεί να υποστηριχθεί από την απουσία της διάτρητης συρματερής τεχνικής που είναι κοινή στα φατιμιδικά κοσμήματα. Παρόμοια κοσμήματα ζώνης βρέθηκαν τυχαία στην κοιλάδα Μπεκάα (Λίβανος) σε θησαυρό που περιείχε και μεταγενέστερα μαμελουκικά κοσμήματα.","holder":"Μουσείο Μπενάκη","dates":"10ος αιώνας","location":"Αθήνα","dimensions":"Ύψος 5.5 εκ. \nΜήκος 27 εκ.","provenance":"Ιράκ, πιθανόν προέχεται από τη Σαμάρα","materials":["Χρυσός"]},"b1a4a767-03a6-5102-a4ba-95f407ea3166":{"name":"Επισκοπικός σάκκος του Μητροπολίτη Νεόφυτου","short_description":"Πρόκειται για ένα σπάνιο δείγμα εκκλησιαστικού ενδύματος από μεταξωτό τύπου *σερασέρ*, που είναι το πλέον πολυτελές οθωμανικό ύφασμα καλυμμένο εξολοκλήρου με αργυρή και επίχρυση κλωστή. Το σχέδιο που καταλαμβάνει όλο το πλάτος του αργαλειού αποτελείται από σχηματοποιημένα κινέζικα σύννεφα και μεγάλες ροζέτες που θυμίζουν τον ηλιακό δίσκο. Ένα έγγραφο του 1629 αναφέρει ότι ο Μητροπολίτης Νεόφυτος δώρισε τον επισκοπικό σάκκο του από *σερασέρ* μεταξωτό στη Μονή Προδρόμου Σερρών.","holder":"Μουσείο Μπενάκη","dates":"Πριν το 1629","location":"Αθήνα","dimensions":"Ύψος 139 εκ.","provenance":"Προύσα ή Κωνσταντινούπολη","materials":["Μεταξωτό χρυσοϋφασμένο"]},"bc585e0e-7651-57e3-a5ba-853d7190ab8d":{"name":"Απότμημα περιωμίου, τύπου ικάτ","short_description":"Το ενεπίγραφο ύφασμα 10ου αιώνα αποτελεί τμήμα μιας εσάρπας από βαμβάκι, βαμμένο με την τεχνική του *ικάτ*. Τυπικό προϊόν της υφαντουργίας της Υεμένης φέρει κεντητή λευκή επιγραφή που παραθέτει απόσπασμα από τη *Φάτιχα*, το πρώτο κεφάλαιο του Κορανίου. Η κουφική γραφή παρουσιάζει μια συνολική συμμετρία και κομψότητα που επιτυγχάνεται από τις εντυπωσιακές τριγωνικές απολήξεις των γραμμάτων και από τα διάφορα λεπτά τοξωτά μοτίβα, που καθιστούν την ανάγνωση δύσκολη.","holder":"Μουσείο Μπενάκη","dates":"10ος αιώνας","location":"Αθήνα","dimensions":"Ύψος 40 εκ.","provenance":"Υεμένη","materials":["Βαμβάκι"]},"d7096975-0651-52ea-8630-a12bafecd7a2":{"name":"Απότμημα περιωμίου","short_description":"Αυτό το βαθυκύανο τμήμα εσάρπας κοσμείται με επάλληλες ταινίες που φέρουν κουφικές επιγραφές, σχηματικές ανθρώπινες μορφές, τετράποδα και πουλιά. Η έντονη σχηματοποίηση θυμίζει τα κοπτικά υφάσματα αλλά είναι τυπική της περιοχής του Φαγιούμ στην Άνω Αίγυπτο, στην οποία υπήρχαν, σύμφωνα με τη μαρτυρία μουσουλμάνων συγγραφέων εξειδικευμένα εργαστήρια μάλλινων υφασμάτων.","holder":"Μουσείο Μπενάκη","dates":"9ος-10ος αιώνας","location":"Αθήνα","dimensions":"Ύψος 74 εκ. \nΠλάτος 91.5 εκ.","provenance":"Αίγυπτος","materials":["Μαλλί και λινάρι"]},"dec4ca65-fe43-5a16-8c53-e4d5c9648ac8":{"name":"Μεταξωτό καφτάνι","short_description":"Το καφτάνι έχει πλαϊνές ραφές που ανοίγουν προς τα έξω και κοντά μανίκια επιδιορθωμένα με μεταγενέστερο ύφασμα. Το πλάτος του πορφυρού μεταξωτού υφαίνεται με τέσσερεις ελισσόμενους κατακόρυφα βλαστούς που φέρουν σχηματοποιημένα ρόδια και μικρές ροζέτες. Παρεμφερή μεταξωτά με ελισσόμενους βλαστούς μεγαλύτερου όμως μεγέθους είναι μεταγενέστερα, όπως το καφτάνι του Οσμάν Β’ των αρχών του 17ου αιώνα στο Μουσείο του Τοπκαπί.","holder":"Μουσείο Μπενάκη","dates":"Περίπου 1550","location":"Αθήνα","dimensions":"Ύψος 134 εκ.","provenance":"Προύσα","materials":["Μεταξωτό χρυσοϋφασμένο"]}}
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