@museumwnf/sculptures-data 1.0.1

This diff represents the content of publicly available package versions that have been released to one of the supported registries. The information contained in this diff is provided for informational purposes only and reflects changes between package versions as they appear in their respective public registries.
Files changed (64) hide show
  1. package/LICENSE.md +44 -0
  2. package/README.md +32 -0
  3. package/countries.json +1 -0
  4. package/dynasties.json +1 -0
  5. package/gallery.json +1 -0
  6. package/glossary.json +1 -0
  7. package/items.json +1 -0
  8. package/languages.json +1 -0
  9. package/manifest.json +1 -0
  10. package/package.json +27 -0
  11. package/partners.json +1 -0
  12. package/tags.json +1 -0
  13. package/timeline_events.json +1 -0
  14. package/timelines.json +1 -0
  15. package/translations/countries.ar.json +1 -0
  16. package/translations/countries.cs.json +1 -0
  17. package/translations/countries.de.json +1 -0
  18. package/translations/countries.el.json +1 -0
  19. package/translations/countries.en.json +1 -0
  20. package/translations/countries.es.json +1 -0
  21. package/translations/countries.fr.json +1 -0
  22. package/translations/countries.hr.json +1 -0
  23. package/translations/countries.hu.json +1 -0
  24. package/translations/countries.it.json +1 -0
  25. package/translations/countries.pt.json +1 -0
  26. package/translations/countries.se.json +1 -0
  27. package/translations/countries.si.json +1 -0
  28. package/translations/countries.tr.json +1 -0
  29. package/translations/dynasties.ar.json +1 -0
  30. package/translations/dynasties.en.json +1 -0
  31. package/translations/dynasties.es.json +1 -0
  32. package/translations/dynasties.fr.json +1 -0
  33. package/translations/dynasties.tr.json +1 -0
  34. package/translations/glossary.ar.json +1 -0
  35. package/translations/glossary.de.json +1 -0
  36. package/translations/glossary.en.json +1 -0
  37. package/translations/glossary.es.json +1 -0
  38. package/translations/glossary.fr.json +1 -0
  39. package/translations/glossary.it.json +1 -0
  40. package/translations/glossary.pt.json +1 -0
  41. package/translations/glossary.se.json +1 -0
  42. package/translations/glossary.si.json +1 -0
  43. package/translations/glossary.tr.json +1 -0
  44. package/translations/items.ar.json +1 -0
  45. package/translations/items.cs.json +1 -0
  46. package/translations/items.de.json +1 -0
  47. package/translations/items.en.json +1 -0
  48. package/translations/items.es.json +1 -0
  49. package/translations/items.fr.json +1 -0
  50. package/translations/items.it.json +1 -0
  51. package/translations/items.pt.json +1 -0
  52. package/translations/items.tr.json +1 -0
  53. package/translations/partners.ar.json +1 -0
  54. package/translations/partners.de.json +1 -0
  55. package/translations/partners.en.json +1 -0
  56. package/translations/partners.es.json +1 -0
  57. package/translations/partners.fr.json +1 -0
  58. package/translations/partners.it.json +1 -0
  59. package/translations/partners.pt.json +1 -0
  60. package/translations/partners.tr.json +1 -0
  61. package/translations/timeline_events.ar.json +1 -0
  62. package/translations/timeline_events.en.json +1 -0
  63. package/translations/timeline_events.es.json +1 -0
  64. package/translations/timeline_events.fr.json +1 -0
@@ -0,0 +1 @@
1
+ {"4c2db764-43bb-574c-9e09-b5f486e451c3":{"name":"Liegender Löwe aus Mschatta.","description":"Liegender Löwe auf einer rechteckigen Sockelplatte. Bis auf die fehlenden Vorderpfoten und das offenbar mutwillig zerstörte Gesicht ist die Rundplastik gut erhalten. Der Löwe kauert auf den Hintertatzen und ruht auf den Unterschenkeln der Vorderbeine, so dass der Leib ganz auf dem Boden aufliegt. Das Haupt war erhoben und nach vorn gerichtet. Wegen der Zerstörungen lassen sich keine Details mehr erkennen. Von den Ohren zum Halsansatz fällt die Mähne in flach gearbeiteten, kurzen, nach auswärts eingerollten Locken zur Schulter und auf den Rücken hinab. Die Rippen und der Brustkorbrand sind durch flache Kerben charakterisiert. Das Hinterteil, über welchem der Schwanz liegt ist fast rund. Die Pfoten sind betont breit und lang und liegen eng am Körper an. Die Haltung des schlanken Tieres scheint eine angespannte Aufmerksamkeit anzudeuten. Möglicherweise gehören getrennt gefundene Löwentatzen zu diesem Tier. Sie könnten aber auch als Hinweis dafür gewertet werden, dass ein zweiter Löwe zur symmetrischen Ergänzung für den Audienztrakt des Palastes vorgesehen war. Löwen waren fester Bestandteil der Ikonographie sowohl spätantiker als auch sasanidischer Herrscherdarstellungen, so daß die omaijadischen Kalifen diese Tradition übernahmen. Besonders deutlich ist dies durch zwei Löwen, die das Podest des stehenden Kalifen in Khirbat al-Mafjar tragen und somit auf die Lebendigkeit dieser Tradition in omaijadischer Zeit hinweisen. Vergleichbare freistehende Löwenskulpturen aus der omaijadischen Zeit sind bislang an keinem anderen Fundort bekannt geworden.","short_description":"Dieser majestätische Löwe wurde 1903 innerhalb der Mauern des Palastes von Mschatta in der Nähe einer Anlage gefunden, die möglicherweise als Audienzsaal geplant war. Löwen wurden mit Macht und Stärke assoziiert und waren daher passende Symbole im Palast des umayyadischen Herrschers.","holder":"Museum für Islamische Kunst","initial_owner":"Wahrscheinlich al-Walid II. 125-126 H./ 743-744.","dates":"wahrscheinlich 125-126 H./ 743-744.","location":"Berlin","dimensions":"Höhe 72 cm Breite 42 cm Länge 122 cm.","method_for_datation":"Durch Fundumstände bei der Bergung in Qasr al-Mshatta 1903 ist die Herkunft des Stückes gewährleistet und es kann daher eine Gleichzeitigkeit mit der Fassade angenommen werden, so dass die Datierung in Analogie zu der Datierung der Fassade vorgenommen wird.","method_for_provenance":"Durch die Fundumstände bei der Bergung in Qasr al-Mshatta 1903 ist die Herkunft des Stückes gewährleistet.","provenance":"Palast von Mschatta, Jordanien.","obtention":"Erwerbung als Schenkung des Sultans Abdul Hamid II. an Kaiser Wilhelm II. Geschenk Kaiser Wilhelm II. an die Königlichen Museen in Berlin 1903.","bibliography":"Schulz, B. Mschatta. I: Bericht über die Aufnahme der Ruine, Jahrbuch der Königlich Preuzischen Kunstsammlungen 35, 1904, 205-224. Taf.I. \n \nHamilton, R. Khirbat al-Mafjar. An Arabian Mansion in the Jordan Valley, Oxford, 1959, 228-232, Pl. LV,1. Museum für Islamische Kunst, Mainz, 2001, 117-125. \n \nTrümpelmann, L. Die Skulpturen von Mschatta. Archäologischer Anzeiger Heft 2, 1965, 246 Abb. 25.","linkcatalogs":"IAM_JO_EN_001","author":"Annette Hagedorn","keywords":["freistehende Plastik","Skulptur eines Löwen"],"materials":["behauen und geglättet.","Kalkstein"]},"d2379132-91f2-5a63-8508-ac615d5bf783":{"name":"Fragment einer Frauenstatue aus Mschatta.","description":"Das Fragment der unteren Hälfte eines Frauenkörpers zeigt eine Frau mit einem von den Hüften bis unter das Gesäß abgerutschtem Tuch. Es ist noch zu erkennen, daß die Frau mit ihrer rechten Hand das faltige Gewand tief am Oberschenkel hält, auch auf der linken Körperseite sind im Bereich der Oberschenkel Reste des Gewandes erhalten. Der gesamte Hüft- und Gesäßbereich der Figur ist unverhüllt. Die Oberschenkel sind bis kurz über die Knie erhalten. Ihre Rückseite ist zum Teil vom Stoff bedeckt, auf der Vorderseite sind die Beine der Figur nackt. Die Frauenfigur entspricht in ihren rundlichen Poportionen und ihren üppigen Formen dem Schönheitsideal der umaijadischen Zeit für die darstellende Kunst. Sie gehörten zum höfischen Themenrepertoire. Auf dem linken Oberschenkel der Dargestellten ist eine tief eingehauene, von oben nach unten verlaufende Inschrift in Kufi-Duktus zu erkennen, die ehemals als Name der Frau angegeben wurde. Eine befriedigende Lesung ist bislang nicht gelungen. Das Fragment gehört zu einer Gruppe von Frauendarstellungen in verschiedenen umaijadischen Schlössern. Es ist davon auzugehen, daß byzantinische Skulpturen und Malereien sowie sasanidische Skulpturen Vorbilder für die Gestaltung lieferten. Die Umaijaden entwickelten ein eigenes höfisches Themenrepertoire und griffen auf ältere Vorbilder zurück. Lebensgroße Frauenskulpturen wurden neben denen in Mschatta, auch in Khirbat al-Mafdjar und Qasr al-Hair al-Gharbi gefunden. Fast lebensgroße Malerei dekoriert den Palast in Qusayr Amra. Es stellt sich die Frage, ob in der frühen Umaijadenzeit weniger starke dogmatische Glaubensvorstellungen als in späterer Zeit das Entstehen förderten. Zu erkennen ist auf jeden Fall, dass die Frauen als Tänzerinnen und Musikanten dargestellt wurden, als Bewohnerinnen des Harems und als Göttinnen. Ob diese Frauenskulptur aus Mschatta eine Bewohnerin des Harems darstellt, ist wegen des Erhaltungszustandes nicht mehr zu erkennen. Eine zweite Frauenskulptur aus Mschatta trägt an ihrer linken Seite einen getriebenen Kessel oder einen Stoffbeutel, um sich oder den Herrscher mit Duftstoffen zu besprengen. Skulpturen wie diese beweisen, wie stark in dieser Zeit noch vorislamische Darstellungen wirkten. Daß die Figur durch Hiebe verletzt wurde zeigt außerdem die Ablehnung freistehender Skulptur in späterer Zeit.","short_description":"Zur Zeit der Umayyaden statteten islamische Kalifen und Prinzen ihre Paläste mit einem reichhaltigen figurativen Repertoire aus. Dieser beschädigte weibliche Torso mit einer vertikalen Kufi-Inschrift auf dem linken Schenkel gehörte zu einer teilweise bekleideten, lebensgroßen Figur.","holder":"Museum für Islamische Kunst","initial_owner":"Wahrscheinlich al-Walid II. 125-126 H./ 743-744","dates":"um 125-126 H./ 743-744 n. Chr.","location":"Berlin","dimensions":"Höhe 70 cm Breite 50 cm.","method_for_datation":"Durch Fundumstände bei der Bergung in Qasr al-Mshatta 1903 ist die Herkunft des Stückes gewährleistet und es kann daher eine Gleichzeitigkeit mit der Fassade angenommen werden, so dass die Datierung in Analogie zu der Datierung der Fassade vorgenommen wird.","method_for_provenance":"Durch Fundumstände bei der Bergung in Qasr al-Mshatta 1903 ist die Herkunft des Stückes gewährleistet.","provenance":"Jordanien, Mschatta.","obtention":"Als Geschenk des osmanischen Sultans Abd al Hamid II. zusammen mit der Fassade von Mschatta 1903.","bibliography":"Baer, E. „Female Images in early Islam”, Damaszener Mitteilungen, 11, 1999, 13-24 Taf. 5a. \n \nHillenbrand, R. „La Dolce Vita in Early Islamic Syria: The Evidence of Later Umayyad Palaces”, Art History, 5/1, 1982, 1-35. \n \nTrümpelmann, L. Mschatta. Tübingen, 1962, 36. \n \nTrümpelmann, L. „Die Skulpturen von Mschatta“, Archäologischer Anzeiger, 2, (1965), 235-275, Abb. 9-12. \n \nTalgam, R., The Stylistic Origins of the Umayyad Sculpture. Wiesbaden, 2004, Band I 17, 29; Band II, 61, 67, 94, 108.","linkcatalogs":"IAM_JO_EN_001","author":"Annette Hagedorn","keywords":["Fragment","Frauenfigur","Skulptur","Torso"],"materials":["behauen und modelliert.","Kalkstein"]},"f968ffa7-16a4-52b6-80b2-1fcd031e5841":{"name":"Lautenspielerrelief.","description":"Die Herkunft dieses grob bearbeiteten Marmorblocks ist nicht bekannt. Nur aus Vergleichen mit Fragmenten anderer Bauten mit der gleichen Darstellung ist dieses Kunstwerk zu datieren und einem sozialen Umfeld zu zuordnen. Gezeigt wird ein Lautenspieler mit untergeschlagenen Beinen, der eine Laute spielt. Der Mann trägt eine Hose und ein Hemd mit weiten Ärmeln. Nach der Mode der Zeit hat der Musikant eine Frisur mit langen Haaren. Der Mann wird frontal gezeigt. Mit der linken Hand umgreift er den Lautenhals, mit der rechten hält er ein zum Spielen benutztes Plektrum. Hiermit wurden die Saiten des Instrumentes zum Klingen gebracht. Der Stil der Darstellung ist sehr reduziert. Details werden nicht angegeben. Die Oberfläche ist nur roh behauen; unter Umständen ist dies ein Indiz dafür, dass das Relief unvollendet blieb. Eine andere Möglichkeit wäre, dass das Stück einen Stucküberzug mit Bemalung trug. Steinreliefs wurden in seldschukischer Zeit unter anderem in Konya in die Stadtmauer eingelassen. Die Musik gehörte in allen Jahrhunderten zur prunkvollen Hofhaltung orientalischer Fürsten. Die Feste mit ihren Musikdarbietungen wurden schon in mittelalterlichen Quellen mit Bewunderung beschrieben. Hier wurde auch gesagt, wie sehr der Sultan oder der Fürst die Darbietungen genoss. Es wurde damals bei den Festen nicht nur gegessen, sondern auch Wein getrunken. Man hörte Lieder und Tänzer und Tänzerinnen traten auf. Die Musik empfand man als eine Freude and der Schönheit, die nicht nur gesehen werden konnte. Die alten Quellen wurden unter anderem von Ibn Khaldun und al-Ghazzali verfasst. Dass auch der irakische Christ Bar Hebraeus voller Bewunderung ein Fest des Rumsedschuken Ala ad-Din Kaiqobads im Jahr 1237 beschrieb, zeigt welche Gemeinsamkeiten die verschiedenen Religionsgemeinschaften hatten.","short_description":"Der Musiker auf diesem Marmorrelief spielt die Laute. Es gehörte vermutlich zu einer Gruppe ähnlicher Reliefs, die einen Palast mit Szenen aus dem höfischen Leben schmückten. Im seldschukischen Anatolien wurden Reliefs häufig angebracht, um verschiedene Bauten zu verzieren, wie z.B. diese Stadtmauern von Konya.","holder":"Museum für Islamische Kunst","initial_owner":"R. Nadolny, Deutscher Botschafter in der Türkei 1924-1933.","dates":"frühes 7./ frühes 13. Jahrhundert.","location":"Berlin","dimensions":"Höhe 36 cm Breite 20 cm.","method_for_datation":"Lautenspieler werden in der islamischen Kunst häufig dargestellt. Das Steinrelief ist charakteristisch für das seldschukische Kleinasien, da nur dort vergleichbare Reliefs üblich waren.","method_for_provenance":"Bei der Erwerbung wurde die Herkunft des Reliefs aus der Türkei von dem Vorbesitzer angegeben. Diese Angabe und die stilistischen Merkmale weisen auf das seldschukische Kleinasien hin.","provenance":"Türkei, Anatolien.","obtention":"Ankauf von R. Nadolny 1948.","bibliography":"Kühnel, E. „Der Lautenspieler in der islamischen Kunst“, Berichte aus den ehemaligen Preussischen Kunstsammlungen 1, 1951, 29-35 Abb. 6. \n \nFarmer, H. G. Islam. Musikgeschichte in Bildern (Hrsg. H. Beseler und M. Schneider) Bd. III/2, Leipzig, 1966, 54-5 Abb. 39. \n \nHagedorn, A. Die Blacas-Kanne. Zu Ikonographie und Bedeutung islamischer Metallarbeiten des Vorderen Orients im 13. und 14. Jahrhundert, Münster, 1992, 93, 109-111, 137/138. \n \nSchöttler, P. Die Rumseldschuken, Freiburg, 1995, 81 Abb. 360. \n \nKat. Museum für Islamische Kunst. Mainz, 2001, 68.","author":"Annette Hagedorn","keywords":["Anatolien","Lautenspieler","Marmor","Relief","Rumseldschuken"],"materials":["Marmor."]},"fa6093d9-67a1-536f-b0bb-38a5d07cb915":{"name":"Brunnen-Löwe.","description":"Daß die fatimidische Kunst vielfältig war, zeigt eine Skulptur wie diese Hohlfigur eines stehenden Löwens mit erhobenem, henkelförmig geführtem Schweif mit Quaste. Sein Maul hat der Löwe geöffnet, es nahm ehemals ein Zuflußrohr auf. Der Löwe ist in sehr abstrakten Formen modelliert. So hat er flache Pranken, linear gezeichnete Rippen und der Ohrenansatz ist genau so wie Augenwülste in schlichten Linien angegeben. Die Oberfläche des Körpers ist auf dem Rücken des Tieres, im Brustbereich und an den Schenkeln mit Spiraldekor geschmückt, das den stilisierten Gesamteindruck der Figur unterstreicht. Gut zu sehen ist die auf beiden Seiten des Halses eingravierte Inschrift, die eventuell erst aus dem 13. Jahrhundert stammt. Hier wird ein bi-rasem al-amir Shams ad-Din wali Misr genannt, der wohl Gouverneur von „misr“ (Unterägypten und Kairo) war. Interessant ist die vollplastische Figur eines Lebewesens, die nicht dem islamischen Dogma zu entsprechen scheint. Da aber das Bilderverbot nicht immer auf den höfischen Bereich ausgeweitet wurde und die schiitischen Fatimiden ohnehin eine liberale Haltung einnahmen, bilden Skulpturen in Ägypten ein Teil der Hofkunst. Im Museum für Islamische Kunst in Kairo hat sich ein sitzende Löwenfigur erhalten. Der Berliner Löwe kann Teil eines mehrfigurigen Brunnenensembles gewesen sein. Er entsprach so dem am besten bekannten größeren Löwenbrunnen der Alhambra in Granada in Spanien. Der Löwe kann aber wegen seiner geringen Größe auch Teil einer größeren Konstruktion mit vielen Plastiken gewesen sein, wie sie auch in irakischen Handschriften seit dem 13. Jahrhunderts abgebildet wurden. Bronzen wie dieser Löwe waren im gesamten Mittelmeergebiet, besonders auch in Spanien verbreitet. Ein aus Spanien stammender Löwe befindet sich im Louvre in Paris. Man kann annehmen, dass die meisten die Zeiten nicht überstanden, sondern eingeschmolzen wurden.","short_description":"Dieser kleine Löwe mit dem offenen Maul und aufgerichtetem Schwanz wurde zur fatimidischen Zeit in Ägypten als Wasserspucker verwendet. Er ist aus Bronze gegossen und mit spiralförmigen Linien auf dem Rücken und an den Beinen versehen. Brunnen mit Tierfiguren waren am Mittelmeer weit verbreitet.","holder":"Museum für Islamische Kunst","dates":"5 - 6. H. / 11. – 12. Jh.","location":"Berlin","dimensions":"Höhe 11, 5 cm Länge 14, 5 cm.","method_for_datation":"Eine genaue Datierung ist wegen fehlender Parallelen sehr schwierig. Daher kann nur eine allgemeine Datierung in die fatimidische Periode vorgeschlagen werden.","method_for_provenance":"Stilistische Vergleiche zu geschliffenen Gläsern aus den Ausgrabungen in Fustat/Alt-Kairo und die besondere Glasfarbe erlauben es, eine Herkunft in Ägypten als wahrscheinlich anzusehen. Erst neuere Forschungen oder Neufunde können weitere Hinweise bringen.","provenance":"Ägypten.","obtention":"Kunsthandel 1911.","bibliography":"Ettinghausen, R und Grabar, O. The Art and Architecture of Islam 650-1250, Harmondsworth, 1987, 197-200. \n \nEnderlein, V. Islamische Kunst, Dresden, 1990, 121-4. \n \nKat. Museum für Islamische Kunst, Berlin 1979, Nr. 313. \n \nKat. Museum für Islamische Kunst, Stuttgart/Zürich, 1980, 52-3 Nr. 20. \n \nWard, R. Islamic Metalwork, London, 1993, 60-9.","author":"Annette Hagedorn","keywords":["Bronzeguß","Fatimiden"],"materials":["Bronzeguß","graviert.","Hohlfigur"]}}