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{"0e006c19-7de8-5aa1-b346-0a40a7dbcbd8":{"name":"Bogenköcher","short_description":"Dieser Bogenköcher war einst Teil der Sammlung Erzherzog Ferdinands II. von Tirol (1529–1595) auf Schloss Ambras bei Innsbruck. Die Außenseite des Bogenköchers ist mit roten Randstreifen und dichten, zarten Spiralranken aus weißem Leder mit dunkelblauen Blättchen belegt; dazwischen finden sich zwei rote Medaillons. Die Rückseite des Köchers ist bis auf ein schmales Rahmenband und zwei axial angeordnete Ovalmedaillons in Gold in dunkelblau gehalten. Der Pfeilköcher ist gleich gearbeitet und bildet mit dem Bogenköcher ein Paar.","type":"Waffen","holder":"Kunsthistorisches Museum","dates":"Um 956–957 H. / Um 1550","location":"Wien","dimensions":"Höhe: 68cm, Breite: 35cm","method_for_datation":"Sammlung Schloss Ambras, Inventar von 1583","method_for_provenance":"Sammlung Schloss Ambras, Inventar von 1583","provenance":"Türkei?","obtention":"Sammlung Schloss Ambras, Inventar von 1583","bibliography":"Beaufort-Spontin, Christian und Pfaffenbichler, Matthias, *Meisterwerke der Hofjagd- und Rüstkammer*, Wien: Kunsthistorisches Museum Wien, 2005. \nGamber, Ortwin und Beaufort-Spontin, Christian, *Katalog der Leibrüstkammer II. Teil. Der Zeitraum von 1530-1560*, Busto Arsizio: Bramante, 1990. \nGamber, Ortwin, Thomas, Bruno, Schedelmann, *Hans, Armi e Armature Europee*, Milan: Bramante, 1974. \nThomas, Bruno, \"Aus der Waffensammlung in der Neuen Burg zu Wien: Orientalische Kostbarkeiten\", *Bustan*, 4 : 5 (1963/64).","dynasty":"Osmanen","author":"Matthias Pfaffenbichler, Tobias Roeder","keywords":["Köcher","Osmanisches Reich"],"materials":["Verschiedenfarbiges Leder, Leinen"]},"117e4311-5f29-5b99-9692-18b2ed19cd70":{"name":"Persischer Säbel","short_description":"Der Griff des vorliegenden Säbels ist mit Elfenbein belegt, an der Parierstange sind große Saphire und Smaragde angebracht. Die Klinge des Säbels trägt eine vergoldete geätzte Inschrift, die außer der Jahreszahl 1813 auch den Namen des regierenden qajarischen Shahs Fath Ali (1797-1834) enthält. Im Jahre 1813 kam es nach langen und für den Shah verlustreichen Kriegen mit Russland zum Friedensschluss von Golestan. Möglicherweise gelangte der Säbel in diesem Jahr in den Besitz Kaisers Franz I. von Österreich (1768-1835), um durch eine Annäherung an Österreich ein Gegengewicht zu Russland aufzubauen.","type":"Waffen","holder":"Kunsthistorisches Museum","dates":"Anfang 13. H. / Anfang 19. Jahrhundert","location":"Wien","dimensions":"Säbel: Länge: 92cm, Breite: 17.4cm, Tiefe: 3cm; \nScheide: Länge: 83.5cm, Breite: 7.5cm, Tiefe: 3cm","method_for_datation":"Gravuren und Ätzungen","method_for_provenance":"Diplomatisches Geschenk","provenance":"Iran","obtention":"Diplomatisches Geschenk","bibliography":"Beaufort-Spontin, Christian und Pfaffenbichler, Matthias, *Meisterwerke der Hofjagd- und Rüstkammer*, Wien: Kunsthistorisches Museum Wien, 2005. \nLeitner-Böchzelt, Susanne und Pfaffenbichler, Matthias (Hgg.), *Die Welt des Orients. Kunst und Kultur des Islam*, Leoben: Stadtgemeinde Leoben, 2006. \nThomas, Bruno, \"Aus der Waffensammlung in der Neuen Burg zu Wien: Orientalische Kostbarkeiten\", *Bustan*, 4 : 5 (1963/64).","dynasty":"Kadscharen","author":"Matthias Pfaffenbichler, Tobias Roeder","keywords":["Edelsteine","Geschenk","Persion","Säbel"],"materials":["Elfenbein, Gold, Halbedelsteine, Maleremail, Rosendamask, Goldtauschierung, schwarzer Samt"]},"15311622-4522-596a-a0dc-620f3b4687fe":{"name":"Messer in lederner Scheide","short_description":"In der Kunstkammer von Kaiser Rudolf II befanden sich mehr als hundert türkische Messer und Dolche. Ein besonders schönes Exemplar dieser vor allem als Tafelgerät verwendeten Messer liegt hier vor. Das Messer ist im Bereich des Griffs mit Goldtauschierung auf Eisen geschmückt. Die dazugehörige Lederscheide trägt einen reichen Dekor aus Rubinen und Türkisen und ist auf den Goldeinfassungen mit arabischen Inschriften versehen.","type":"Tafelgerät","holder":"Kunsthistorisches Museum","dates":"17. Jahrhundert","location":"Wien","dimensions":"Länge: 24.9cm","method_for_datation":"Kunsthistorisch-historische Analyse (Stilkritik, Archiv-und Inventarrecherche)","method_for_provenance":"Verzeichnet im Inventar der kaiserlichen Schatzkammer in Wien von 1875","provenance":"Türkei?","obtention":"Kaiserliche Schatzkammer","bibliography":"Leitner-Böchzelt, Susanne und Pfaffenbichler, Matthias (Hgg.), *Die Welt des Orients. Kunst und Kultur des Islam*, Leoben: Stadtgemeinde Leoben, 2006.","dynasty":"Osmanen","materials":["Goldtauschierung auf Eisen, Rubine, Türkise, Leder"]},"18eaab56-4106-57be-8e1b-519c5c4f9546":{"name":"Pfeilköcher","short_description":"Dieser Pfeilköcher war einst Teil der Sammlung Erzherzog Ferdinands II. von Tirol (1529-1595) auf Schloss Ambras bei Innsbruck. Der Pfeilköcher ist an der Außenseite mit roten Randstreifen und dichten, zarten Spiralranken aus weißem Leder mit dunkelblauen Blättchen verziert.","type":"Waffen","holder":"Kunsthistorisches Museum","dates":"Um 1550","location":"Wien","dimensions":"Höhe: 42cm, Breite: 26cm","method_for_datation":"Sammlung Schloss Ambras, Inventar von 1583","method_for_provenance":"Sammlung Schloss Ambras, Inventar von 1583","provenance":"Türkei?","obtention":"Sammlung Schloss Ambras, Inventar von 1583","bibliography":"Beaufort-Spontin, Christian und Pfaffenbichler, Matthias, *Meisterwerke der Hofjagd- und Rüstkammer*, Wien: Kunsthistorisches Museum Wien, 2005. \nGamber, Ortwin und Beaufort-Spontin, Christian, *Katalog der Leibrüstkammer II. Teil. Der Zeitraum von 1530-1560*, Busto Arsizio: Bramante, 1990. \nGamber, Ortwin, Thomas, Bruno, Schedelmann, *Hans, Armi e Armature Europee*, Milan: Bramante, 1974. \nThomas, Bruno, \"Aus der Waffensammlung in der Neuen Burg zu Wien: Orientalische Kostbarkeiten\", *Bustan*, 4 : 5 (1963/64).","dynasty":"Osmanen","author":"Matthias Pfaffenbichler, Tobias Roeder","keywords":["Köcher","Osmanisches Reich"],"materials":["Verschiedenfarbiges Leder, Leinen"]},"1eb2a94c-9bbe-50cd-9506-87b470659f68":{"name":"Maurisches Schild (*Adarga*)","short_description":"Der Schildtypus der Ardaga geht auf nordafrikanisch-maurische Vorbilder zurück. Von dieser nierenförmigen Schildform leitet auch der abendländische Ovalschild, die Tartsche, seinen Namen her. Die prunkvolle Ausführung der vorliegenden Ardaga mit bunter Seidenstickerei deutet auf einen hochgestellten Besitzer hin. Der Wiener Schild dürfte über die Heirat Philipps I., des Schönen (1478-1506), mit Juana I. von Kastilien (1479-1555) in den Besitz der Habsburger gelangt sein. Im späten 16. Jahrhundert war die Ardaga Teil der Sammlung Erzherzog Ferdinands II. (1529-1595) auf Schloss Ambras bei Innsbruck.","type":"Rüstung","holder":"Kunsthistorisches Museum","dates":"Vor 897 H. / vor 1492","location":"Wien","dimensions":"Höhe: 89cm, Breite: 75cm","method_for_datation":"Verarbeitung","method_for_provenance":"Inventar Sammlung Schloss Ambras","provenance":"Spanien","obtention":"Wahrscheinlich Schlacht von Lucena 1483 und dann über Philipp I. oder Karl V. nach Österreich, dann Schloss Ambras","bibliography":"Beaufort-Spontin, Christian und Pfaffenbichler, Matthias, *Meisterwerke der Hofjagd- und Rüstkammer*, Wien: Kunsthistorisches Museum Wien, 2005. \nDodds, Jerrilynn (Hg.), *Al-Andalus. Las artes islamicas en espana / The Art of Islamic Spain*, New York: The Metropolitan Museum, 1992. \nThomas, Bruno und Gamber, Ortwin, *Katalog der Leibrüstkammer I. Teil. Der Zeitraum von 500 bis 1530*, Wien: Verlag Anton Schroll & Co, 1976. \nThomas, Bruno, \"Aus der Waffensammlung in der Neuen Burg zu Wien: Orientalische Kostbarkeiten\", *Bustan*, 4 : 5 (1963/64).","dynasty":"Nasriden","author":"Matthias Pfaffenbichler, Tobias Roeder","keywords":["Granada","Schild","Targe"],"materials":["Naturfarbenes Kalbsleder, färbige Stickerei mit Federposen und Seide ausgeführt"]},"5b111959-0e06-5d73-9d98-5177f4d07663":{"name":"Rüstung eines Mamelukenfürsten","short_description":"Helm und Kürass dieser Rüstung wurden im Inventar der Sammlung Erzherzog Ferdinands II. von Tirol (1529-1595) von 1593 irrig einem „N. König zu Cuba in India“ zugeschrieben. 1788 wurde der Schild beigefügt und das Ensemble ohne nähere Begründung als Rüstung des nordafrikanischen Seehelden Dragud Reis, König von Kairun (gest. 1565) bezeichnet. Die aktuelle Zuschreibung an einen Mamlukenfürsten erfolgt aufgrund eines Vergleiches mit der ähnlichen Sturmhaube des mamlukischen Gouverneurs Khairbak von Aleppo (Istanbul, Topkapi Sarai Museum), der 1517 Syrien dem osmanischen Sultan Selim I. überantwortete. Der vorliegende Harnisch ist das prunkvollste Beispiel dieses orientalischen Rüstungstypus.","type":"Rüstung","holder":"Kunsthistorisches Museum","dates":"10.H. / 1. Viertel 16. Jahrhundert","location":"Wien","dimensions":"Helm: Höhe: 33cm, Breite: 23.5cm, Tiefe: 28.5cm; \nRüstung: Höhe: 72.5cm, Breite: 65cm, Tiefe: 34cm; \nSchild: Höhe: 12.5cm, Durchmesser: 63cm","method_for_datation":"Vergleich mit anderen Objekten","method_for_provenance":"Sammlung Schloss Ambras, Inventar von 1559","provenance":"Ägypten?","obtention":"Sammlung Schloss Ambras, Inventar von 1559","bibliography":"Mayer, L. A., „Saracenic Arms and Armor\", *Ars Islamica*, 10 (1943). \nThomas, Bruno und Gamber, Ortwin, *Katalog der Leibrüstkammer I. Teil. Der Zeitraum von 500 bis 1530*, Wien: Verlag Anton Schroll & Co, 1976.","dynasty":"Mamluken","author":"Matthias Pfaffenbichler, Tobias Roeder","keywords":["Mameluken","Rüstung","Schild"],"materials":["Eisen getrieben, mit punziertem Dekor, feuervergoldet. Panzergeflecht, teilweise mit gestanzten Ringen"]},"78a9e1c9-8dab-57a9-9884-2e65ee67f308":{"name":"Bogenring aus Nephrit","short_description":"Diese Ringe aus Halbedelstein waren jeweils für den Daumen der rechten Hand des Bogenschützen bestimmt und dienten als Hilfsmittel zum Spannen der Bogensehne. Als wesentlicher Teil einer Waffe, die im Orient hohes Ansehen besaß, sind solche reich verzierten Daumenringe ideale Elemente zur Selbstdarstellung des Kriegers.","type":"Schmuck","holder":"Kunsthistorisches Museum","dates":"2. Hälfte 10. H. / 2. Hälfte 16. Jahrhundert","location":"Wien","dimensions":"Länge: 4.1cm, Breite: 3.2cm","method_for_datation":"Kunsthistorisch-historische Analyse (Stilkritik, Archiv-und Inventarrecherche)","method_for_provenance":"Verzeichnet im Inventar der kaiserlichen Schatzkammer in Wien von 1750","provenance":"Türkei?","obtention":"Kaiserliche Schatzkammer","bibliography":"Leitner-Böchzelt, Susanne und Pfaffenbichler, Matthias (Hgg.), *Die Welt des Orients. Kunst und Kultur des Islam*, Leoben: Stadtgemeinde Leoben, 2006. \nRainer, Paulus, *Glanz der Macht. Kaiserliche Pretiosen aus der Wiener Kunstkammer*, Ausstellungskatalog Pforzheim, Wien/Bozen: Folio Verlag, 2010. \nRainer, Paulus, *Splendour and Power. Imperial Treasures from Vienna*, Ausstellungskatalog, Cambridge: Fitzwilliam Museum, 2011. \nRoxburgh, David. J. (Hg.), *Turks. A Journey of a thousand Years 600-1600*, Ausstellungskatalog, London: Royal Academy of Arts, 2005.","dynasty":"Osmanisches Reich (Istanbul?)","materials":["Nephrit, Rubine, Gold"]},"9487e20d-9d1a-5f88-8e17-a1dad5b04484":{"name":"Orientalischer Sattel","short_description":"Dieser Sattel besteht aus einem hölzernen Sattelbock mit ledernem Sitzkissen und anhängenden, halbrunden Satteltaschen. An den Stegen und Sattelblechen reiche Lackmalerei: Verschlungene goldene Ranken mit blauen Blumen und roten Nelken auf schwarzem Grund sowie chinesische Wolkenbänder in rot-gold. Dieser orientalische Sattel befand sich im späten 16. Jahrhundert auf Schloss Ambras bei Innsbruck und dürfte aus der Türkenbeute Erzherzog Ferdinands II. von Tirol (1529-1595) von 1556 stammen.","type":"Sattel","holder":"Kunsthistorisches Museum","dates":"Um 956–957 H. / Um 1550","location":"Wien","method_for_datation":"Inventar Sammlung Schloss Ambras","method_for_provenance":"Inventar Sammlung Schloss Ambras","provenance":"Türkei?","obtention":"Türkenbeute Erzherzog Ferdinand II. von Tirol aus dem Jahre 1556","bibliography":"Gamber, Ortwin und Beaufort-Spontin, Christian, *Katalog der Leibrüstkammer II. Teil. Der Zeitraum von 1530-1560*, Busto Arsizio: Bramante, 1990. \nLuchner, Laurin, *Denkmal eines Renaissancefürsten. Versuch einer Rekonstruktion des Ambraser Museums von 1583*, Wien: Schroll, 1958.","dynasty":"Osmanen","author":"Matthias Pfaffenbichler, Tobias Roeder","keywords":["Osmanisches Reich","Sattel"],"materials":["Holz, Pergament, Lackmalerei, dicker, brauner Filz, Rehleder"]},"a1e1c4a1-795f-51e4-afb8-1a29468bb285":{"name":"Behälter","short_description":"Dieser Behälter für Wurfspieße (*Dschirid*) besteht aus einer hohen zylindrischen Hülse aus blauem Damast, die mit Gold und roter Seide in der Form von Arabesken und Halbmondformen bestickt ist. Neben rein ornamentalen Motiven ist auch eine Tulpe mit rot gestickten Blütenblättern dargestellt. Die in diesem Behälter aufbewahrten Wurfspieße wurden von osmanischen Reitern sowohl im Kampf als auch bei Reiterspielen benutzt. Die Wurfspieße wurden im Galopp vom Pferd auf ein Ziel geschleudert.","type":"Gefäß","holder":"Kunsthistorisches Museum","dates":"10. H. / 16. Jahrhundert","location":"Wien","dimensions":"Länge: 92cm","method_for_datation":"Vergleich mit anderen Objekten","method_for_provenance":"Ilg/Boeheim, 1883, Inventarium über Möbel und Kleinkunstgegenstände im Schlosse zu Ambras, S. 6","provenance":"Türkei?","obtention":"Sammlungsbestand Schloss Ambras, belegt 1882","bibliography":"Sandbichler, Veronika, *Türkische Kostbarkeiten aus dem Kunsthistorischen Museum Wien*, Ausstellungskatalog, Wien: Kunsthistorisches Museum, 1997. \nScheicher, Elisabeth u.a, *Kunsthistorisches Museum Sammlungen Schloss Ambras. Die Kunstkammer*, Innsbruck: Kunsthistorisches Museum, 1977.","dynasty":"Osmanen","author":"Veronika Sandbichler, Thomas Kuster","keywords":["Osmanisches Reich","Stickerei","Textil"],"materials":["Damast, Goldstickerei"]},"a5f4cf65-f406-56b6-91f6-a6bdbe9b499f":{"name":"Bogenring","short_description":"Diese Ringe aus Halbedelstein waren jeweils für den Daumen der rechten Hand des Bogenschützen bestimmt und dienten als Hilfsmittel zum Spannen der Bogensehne. Als wesentlicher Teil einer Waffe, die im Orient hohes Ansehen besaß, sind solche reich verzierten Daumenringe ideale Elemente zur Selbstdarstellung des Kriegers.","type":"Schmuck","holder":"Kunsthistorisches Museum","dates":"2. Hälfte 10. H. / 2. Hälfte 16. Jahrhundert","location":"Wien","dimensions":"Länge: 4.1cm, Breite: 3.2cm","method_for_datation":"Kunsthistorisch-historische Analyse (Stilkritik, Archiv-und Inventarrecherche)","method_for_provenance":"Verzeichnet im Inventar der kaiserlichen Schatzkammer in Wien von 1750","provenance":"Türkei?","obtention":"Kaiserliche Schatzkammer","bibliography":"Leitner-Böchzelt, Susanne und Pfaffenbichler, Matthias (Hgg.), *Die Welt des Orients. Kunst und Kultur des Islam*, Leoben: Stadtgemeinde Leoben, 2006. \nRoxburgh, David. J. (Hg.), *Turks. A Journey of a thousand Years 600-1600*, Ausstellungskatalog, London: Royal Academy of Arts, 2005.","dynasty":"Osmanisches Reich (Istanbul?)","materials":["Nephrit, Rubine"]},"ae6f6ec4-691b-5669-b111-72db8f48362c":{"name":"Krummdolch","short_description":"Bei diesem Dolch handelt es sich um einen türkischen Diwandolch, der vorne an der Brust befestigt wurde. Prunkvolle Waffen dieser Art waren am osmanischen Hof ein standesgemäßes Accessoire höchster Würdenträger, das bei Ratssitzungen im Beisein des Sultans getragen wurde. Die Feinheit der Ausführung des vorliegenden Dolches lässt auf einen persischen Handwerker schließen. Die Waffe wurde 1874 von Dr. Ottokar Freiherr von Schlechta sen., dem Leiter der orientalischen Akademie und Hauptdolmetscher der Internuntiatur bei der Hohen Pforte, Kaiser Franz Josef I. (1830-1916) geschenkt.","type":"Rüstung","holder":"Kunsthistorisches Museum","dates":"Um 905 H. / Um 1500","location":"Wien","dimensions":"Dolch: Länge: 28.7cm, Breite: 3.5cm, Tiefe: 2.3cm; \nScheide: Länge: 22cm, Breite: 3.2cm, Tiefe: 2.3cm","method_for_datation":"Verarbeitung","method_for_provenance":"Schenkung in den Inventaren festgehalten","provenance":"Afghanistan?","obtention":"Geschenk von Dr. Ottokar Freiherr von Schlechta im Jahre 1874","bibliography":"Leitner-Böchzelt, Susanne und Pfaffenbichler, Matthias (Hgg.), *Die Welt des Orients. Kunst und Kultur des Islam*, Leoben: Stadtgemeinde Leoben, 2006. \nThomas, Bruno und Gamber, Ortwin, *Katalog der Leibrüstkammer I. Teil. Der Zeitraum von 500 bis 1530*, Wien: Verlag Anton Schroll & Co, 1976.","dynasty":"Persisch (Herat)","author":"Matthias Pfaffenbichler, Tobias Roeder","keywords":["Dolch","Persien"],"materials":["Goldtauschierung, glatt geformtes, schwer vergoldetes Kupfer"]},"bbad2081-7784-53a4-806b-ff1932fc5849":{"name":"Streitbeil","short_description":"Das Beil ist beidseitig mit vergoldeten, arabischen Schriftzeichen geschmückt. In der Beschriftung werden in ungeordneter und unvollständiger Folge die Osmanischen Sultane bis Mohammed III. genannt. Auf dem Hammer des Beiles findet sich der Name Sultan Mohammeds III., für dessen Leibwache die Waffe wahrscheinlich gefertigt wurde. In den Medaillons in der Mitte des Beils wird der Name Allahs angerufen. Wie das Gardebeil in kaiserlichen Besitz gelangte, ist unbekannt.","type":"Rüstung","holder":"Kunsthistorisches Museum","dates":"Ende 10. – 11. H. / Ende 16. Jahrhundert","location":"Wien","dimensions":"Länge: 83cm, Breite: 27.3cm, Tiefe: 4.2cm","method_for_datation":"Inschrift","provenance":"Türkei?","obtention":"Unbekannt; alter kaiserlicher Besitz","bibliography":"Beaufort-Spontin, Christian und Pfaffenbichler, Matthias, *Meisterwerke der Hofjagd- und Rüstkammer*, Wien: Kunsthistorisches Museum Wien, 2005. \nLeitner-Böchzelt, Susanne und Pfaffenbichler, Matthias (Hgg.), *Die Welt des Orients. Kunst und Kultur des Islam*, Leoben: Stadtgemeinde Leoben, 2006. \nThomas, Bruno, \"Aus der Waffensammlung in der Neuen Burg zu Wien: Orientalische Kostbarkeiten\", *Bustan*, 4 : 5 (1963/64).","dynasty":"Osmanen","author":"Matthias Pfaffenbichler, Tobias Roeder","keywords":["Mohammed III.","Osmanisches Reich","Streitbeil"],"materials":["Eisen, teilweise geätzt und feuervergoldet, Silber ziseliert und feuervergoldet, Fischleder"]},"c2a299db-8a3b-54b1-a698-fc2c5173928e":{"name":"Garde-Streitbeil","short_description":"Bei diesem Streitbeil handelt es sich um die Waffe eines Leibgardisten des Sultans Mohammed Ibn Qait Bay (Kait Bey) aus der kaukasisch-turanischen Dynastie der Mamluken. Die Mamluken beherrschten seit 1250 Ägypten und Syrien. Nach der Eroberung ihres Reiches durch die Osmanen im Jahr 1517 gelangte eine reiche mamlukische Beute nach Istanbul.","type":"Rüstung","holder":"Kunsthistorisches Museum","dates":"900–904 H. / AD 1495–1499","location":"Wien","dimensions":"Länge: 99.5cm, Breite: 20.5cm","method_for_datation":"Inschrift","provenance":"Ägypten?","obtention":"Über Istanbul in den kaiserlichen Besitz","bibliography":"Pfaffenbichler, Matthias (Hg.), *Kreuzritter. Pilger. Krieger. Abenteurer*, Sankt Pölten: Schallaburg Kulturbetriebsges, 2007. \nThomas, Bruno und Gamber, Ortwin, *Katalog der Leibrüstkammer I. Teil. Der Zeitraum von 500 bis 1530*, Wien: Verlag Anton Schroll & Co, 1976. \nThomas, Bruno, \"Aus der Waffensammlung in der Neuen Burg zu Wien: Orientalische Kostbarkeiten\", *Bustan*, 4 : 5 (1963/64).","dynasty":"Mamluken (Ägypten-Syrien)","author":"Matthias Pfaffenbichler, Tobias Roeder","keywords":["Mameluken","Streitbeil"],"materials":["Eisen, goldtauschiert, gebläut"]},"e3fc7f55-24ff-5ca4-8a56-d8b023b2d740":{"name":"Ungarischer Säbel","short_description":"Der Griff dieses Säbels sowie die Seidenbeschläge der zugehörenden Scheide sind aus vergoldetem Silber und waren ehemals reich mit Diamanten und Rubinen besetzt. Die verlorenen Edelsteine sind heute überwiegend durch falsche Steine ersetzt. Die ältere Klinge trägt auf der Vorderseite ein Medaillon mit einfacher Reiterdarstellung auf Goldgrund.","type":"Waffen","holder":"Kunsthistorisches Museum","dates":"Ende 11. – 12. H. / Ende 17. Jahrhundert","location":"Wien","dimensions":"Säbel: Länge: 97cm, Breite: 11.4cm, Tiefe: 3.5cm; \nScheide: Länge: 86cm, Breite: 6cm, Tiefe: 2.5cm","method_for_datation":"Vergleich mit anderen Objekten","method_for_provenance":"Kaiserlich Jagd- und Sattelkammer","provenance":"Ungarn","obtention":"Kaiserlich Jagd- und Sattelkammer","bibliography":"Petrasch, Ernst und Zimmermann, Eva (Hgg.), *Der Türkenlouis. Ausstellung zum 300. Geburtstag des Markgrafen Ludwig Wilhelm von Baden*, Karlsruhe: C. F. Müller, 1955. \nThomas, Bruno, \"Aus der Waffensammlung in der Neuen Burg zu Wien: Orientalische Kostbarkeiten\", *Bustan*, 4 : 5 (1963/64).","dynasty":"Osmanen","author":"Matthias Pfaffenbichler, Tobias Roeder","keywords":["Osmanisches Reich","Säbel","Ungarn"],"materials":["Vergoldetes Silber, ehem. mit Rubinen besetzt"]},"f6368799-2300-59bb-921c-1730621f5530":{"name":"Sturmhaube (*Schischak*)","short_description":"Diese Sturmhaube stammt aus dem Besitz des aus der Knabenlese der christlichen Untertanen des Sultans rekrutierten späteren Großwesirs Mehmet Sokolowitsch (1505 – 1579). Den prunkvollen orientalischen Helm zieren gerahmte Inschriftenfelder mit der Anrufung Allahs und Koranversen. Sokolowitsch machte am Hofe Sultan Suleimans (1494-1566) Karriere, behielt aber auch unter dessen beiden Nachfolgern, Selim III. (1524-1574) und Murad III. (1546-1595), den Rang eines Großwesirs.","type":"Rüstung","holder":"Kunsthistorisches Museum","dates":"Um 967–968 H. / Um 1560","location":"Wien","dimensions":"Höhe: 46cm, Breite: 22cm, Tiefe: 34cm","method_for_datation":"Sammlung Schloss Ambras, Inventar von 1583","method_for_provenance":"Sammlung Schloss Ambras, Inventar von 1583","provenance":"Türkei?","obtention":"Sammlung Schloss Ambras, Inventar von 1583","bibliography":"Gamber, Ortwin und Beaufort-Spontin, Christian, *Katalog der Leibrüstkammer II. Teil. Der Zeitraum von 1530-1560*, Busto Arsizio: Bramante, 1990. \nLuchner, Laurin, *Denkmal eines Renaissancefürsten. Versuch einer Rekonstruktion des Ambraser Museums von 1583*, Wien: Schroll, 1958. \nSievernich, Gereon, Budde, Hendrik, Delius, Eberhard (Hgg.), *Europa und der Orient, 800-1900*, Gütersloh: Bertelsmann Lexikon Verlag, 1989.","dynasty":"Osmanen","author":"Matthias Pfaffenbichler, Tobias Roeder","keywords":["Helm","Osmanisches Reich"],"materials":["Eisen, zum Teil mit Gold tauschiert und gebläut. Silber feuervergoldet, Seide wattiert"]}}
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Der Pfeilköcher ist gleich gearbeitet und bildet mit dem Bogenköcher ein Paar.","type":"Waffen","holder":"Kunsthistorisches Museum","dates":"Um 956–957 H. / Um 1550","location":"Wien","dimensions":"Höhe: 68cm, Breite: 35cm","method_for_datation":"Sammlung Schloss Ambras, Inventar von 1583","method_for_provenance":"Sammlung Schloss Ambras, Inventar von 1583","provenance":"Türkei?","obtention":"Sammlung Schloss Ambras, Inventar von 1583","bibliography":"Beaufort-Spontin, Christian und Pfaffenbichler, Matthias, *Meisterwerke der Hofjagd- und Rüstkammer*, Wien: Kunsthistorisches Museum Wien, 2005. \nGamber, Ortwin und Beaufort-Spontin, Christian, *Katalog der Leibrüstkammer II. Teil. Der Zeitraum von 1530-1560*, Busto Arsizio: Bramante, 1990. \nGamber, Ortwin, Thomas, Bruno, Schedelmann, *Hans, Armi e Armature Europee*, Milan: Bramante, 1974. \nThomas, Bruno, \"Aus der Waffensammlung in der Neuen Burg zu Wien: Orientalische Kostbarkeiten\", *Bustan*, 4 : 5 (1963/64).","dynasty":"Osmanen","author":"Matthias Pfaffenbichler, Tobias Roeder","keywords":["Köcher; Osmanisches Reich"],"materials":["Verschiedenfarbiges Leder, Leinen"]},"117e4311-5f29-5b99-9692-18b2ed19cd70":{"name":"Persischer Säbel","short_description":"Der Griff des vorliegenden Säbels ist mit Elfenbein belegt, an der Parierstange sind große Saphire und Smaragde angebracht. Die Klinge des Säbels trägt eine vergoldete geätzte Inschrift, die außer der Jahreszahl 1813 auch den Namen des regierenden qajarischen Shahs Fath Ali (1797-1834) enthält. Im Jahre 1813 kam es nach langen und für den Shah verlustreichen Kriegen mit Russland zum Friedensschluss von Golestan. Möglicherweise gelangte der Säbel in diesem Jahr in den Besitz Kaisers Franz I. von Österreich (1768-1835), um durch eine Annäherung an Österreich ein Gegengewicht zu Russland aufzubauen.","type":"Waffen","holder":"Kunsthistorisches Museum","dates":"Anfang 13. H. / Anfang 19. Jahrhundert","location":"Wien","dimensions":"Säbel: Länge: 92cm, Breite: 17.4cm, Tiefe: 3cm; \nScheide: Länge: 83.5cm, Breite: 7.5cm, Tiefe: 3cm","method_for_datation":"Gravuren und Ätzungen","method_for_provenance":"Diplomatisches Geschenk","provenance":"Iran","obtention":"Diplomatisches Geschenk","bibliography":"Beaufort-Spontin, Christian und Pfaffenbichler, Matthias, *Meisterwerke der Hofjagd- und Rüstkammer*, Wien: Kunsthistorisches Museum Wien, 2005. \nLeitner-Böchzelt, Susanne und Pfaffenbichler, Matthias (Hgg.), *Die Welt des Orients. Kunst und Kultur des Islam*, Leoben: Stadtgemeinde Leoben, 2006. \nThomas, Bruno, \"Aus der Waffensammlung in der Neuen Burg zu Wien: Orientalische Kostbarkeiten\", *Bustan*, 4 : 5 (1963/64).","dynasty":"Kadscharen","author":"Matthias Pfaffenbichler, Tobias Roeder","keywords":["Säbel; Geschenk; Persion; Edelsteine"],"materials":["Elfenbein, Gold, Halbedelsteine, Maleremail, Rosendamask, Goldtauschierung, schwarzer Samt"]},"15311622-4522-596a-a0dc-620f3b4687fe":{"name":"Messer in lederner Scheide","short_description":"In der Kunstkammer von Kaiser Rudolf II befanden sich mehr als hundert türkische Messer und Dolche. Ein besonders schönes Exemplar dieser vor allem als Tafelgerät verwendeten Messer liegt hier vor. Das Messer ist im Bereich des Griffs mit Goldtauschierung auf Eisen geschmückt. Die dazugehörige Lederscheide trägt einen reichen Dekor aus Rubinen und Türkisen und ist auf den Goldeinfassungen mit arabischen Inschriften versehen.","type":"Tafelgerät","holder":"Kunsthistorisches Museum","dates":"17. Jahrhundert","location":"Wien","dimensions":"Länge: 24.9cm","method_for_datation":"Kunsthistorisch-historische Analyse (Stilkritik, Archiv-und Inventarrecherche)","method_for_provenance":"Verzeichnet im Inventar der kaiserlichen Schatzkammer in Wien von 1875","provenance":"Türkei?","obtention":"Kaiserliche Schatzkammer","bibliography":"Leitner-Böchzelt, Susanne und Pfaffenbichler, Matthias (Hgg.), *Die Welt des Orients. Kunst und Kultur des Islam*, Leoben: Stadtgemeinde Leoben, 2006.","dynasty":"Osmanen","materials":["Goldtauschierung auf Eisen, Rubine, Türkise, Leder"]},"18eaab56-4106-57be-8e1b-519c5c4f9546":{"name":"Pfeilköcher","short_description":"Dieser Pfeilköcher war einst Teil der Sammlung Erzherzog Ferdinands II. von Tirol (1529-1595) auf Schloss Ambras bei Innsbruck. Der Pfeilköcher ist an der Außenseite mit roten Randstreifen und dichten, zarten Spiralranken aus weißem Leder mit dunkelblauen Blättchen verziert.","type":"Waffen","holder":"Kunsthistorisches Museum","dates":"Um 1550","location":"Wien","dimensions":"Höhe: 42cm, Breite: 26cm","method_for_datation":"Sammlung Schloss Ambras, Inventar von 1583","method_for_provenance":"Sammlung Schloss Ambras, Inventar von 1583","provenance":"Türkei?","obtention":"Sammlung Schloss Ambras, Inventar von 1583","bibliography":"Beaufort-Spontin, Christian und Pfaffenbichler, Matthias, *Meisterwerke der Hofjagd- und Rüstkammer*, Wien: Kunsthistorisches Museum Wien, 2005. \nGamber, Ortwin und Beaufort-Spontin, Christian, *Katalog der Leibrüstkammer II. Teil. Der Zeitraum von 1530-1560*, Busto Arsizio: Bramante, 1990. \nGamber, Ortwin, Thomas, Bruno, Schedelmann, *Hans, Armi e Armature Europee*, Milan: Bramante, 1974. \nThomas, Bruno, \"Aus der Waffensammlung in der Neuen Burg zu Wien: Orientalische Kostbarkeiten\", *Bustan*, 4 : 5 (1963/64).","dynasty":"Osmanen","author":"Matthias Pfaffenbichler, Tobias Roeder","keywords":["Köcher; Osmanisches Reich"],"materials":["Verschiedenfarbiges Leder, Leinen"]},"1eb2a94c-9bbe-50cd-9506-87b470659f68":{"name":"Maurisches Schild (*Adarga*)","short_description":"Der Schildtypus der Ardaga geht auf nordafrikanisch-maurische Vorbilder zurück. Von dieser nierenförmigen Schildform leitet auch der abendländische Ovalschild, die Tartsche, seinen Namen her. Die prunkvolle Ausführung der vorliegenden Ardaga mit bunter Seidenstickerei deutet auf einen hochgestellten Besitzer hin. Der Wiener Schild dürfte über die Heirat Philipps I., des Schönen (1478-1506), mit Juana I. von Kastilien (1479-1555) in den Besitz der Habsburger gelangt sein. Im späten 16. Jahrhundert war die Ardaga Teil der Sammlung Erzherzog Ferdinands II. (1529-1595) auf Schloss Ambras bei Innsbruck.","type":"Rüstung","holder":"Kunsthistorisches Museum","dates":"Vor 897 H. / vor 1492","location":"Wien","dimensions":"Höhe: 89cm, Breite: 75cm","method_for_datation":"Verarbeitung","method_for_provenance":"Inventar Sammlung Schloss Ambras","provenance":"Spanien","obtention":"Wahrscheinlich Schlacht von Lucena 1483 und dann über Philipp I. oder Karl V. nach Österreich, dann Schloss Ambras","bibliography":"Beaufort-Spontin, Christian und Pfaffenbichler, Matthias, *Meisterwerke der Hofjagd- und Rüstkammer*, Wien: Kunsthistorisches Museum Wien, 2005. \nDodds, Jerrilynn (Hg.), *Al-Andalus. Las artes islamicas en espana / The Art of Islamic Spain*, New York: The Metropolitan Museum, 1992. \nThomas, Bruno und Gamber, Ortwin, *Katalog der Leibrüstkammer I. Teil. Der Zeitraum von 500 bis 1530*, Wien: Verlag Anton Schroll & Co, 1976. \nThomas, Bruno, \"Aus der Waffensammlung in der Neuen Burg zu Wien: Orientalische Kostbarkeiten\", *Bustan*, 4 : 5 (1963/64).","dynasty":"Nasriden","author":"Matthias Pfaffenbichler, Tobias Roeder","keywords":["Schild; Targe; Granada"],"materials":["Naturfarbenes Kalbsleder, färbige Stickerei mit Federposen und Seide ausgeführt"]},"5b111959-0e06-5d73-9d98-5177f4d07663":{"name":"Rüstung eines Mamelukenfürsten","short_description":"Helm und Kürass dieser Rüstung wurden im Inventar der Sammlung Erzherzog Ferdinands II. von Tirol (1529-1595) von 1593 irrig einem „N. König zu Cuba in India“ zugeschrieben. 1788 wurde der Schild beigefügt und das Ensemble ohne nähere Begründung als Rüstung des nordafrikanischen Seehelden Dragud Reis, König von Kairun (gest. 1565) bezeichnet. Die aktuelle Zuschreibung an einen Mamlukenfürsten erfolgt aufgrund eines Vergleiches mit der ähnlichen Sturmhaube des mamlukischen Gouverneurs Khairbak von Aleppo (Istanbul, Topkapi Sarai Museum), der 1517 Syrien dem osmanischen Sultan Selim I. überantwortete. Der vorliegende Harnisch ist das prunkvollste Beispiel dieses orientalischen Rüstungstypus.","type":"Rüstung","holder":"Kunsthistorisches Museum","dates":"10.H. / 1. Viertel 16. Jahrhundert","location":"Wien","dimensions":"Helm: Höhe: 33cm, Breite: 23.5cm, Tiefe: 28.5cm; \nRüstung: Höhe: 72.5cm, Breite: 65cm, Tiefe: 34cm; \nSchild: Höhe: 12.5cm, Durchmesser: 63cm","method_for_datation":"Vergleich mit anderen Objekten","method_for_provenance":"Sammlung Schloss Ambras, Inventar von 1559","provenance":"Ägypten?","obtention":"Sammlung Schloss Ambras, Inventar von 1559","bibliography":"Mayer, L. A., „Saracenic Arms and Armor\", *Ars Islamica*, 10 (1943). \nThomas, Bruno und Gamber, Ortwin, *Katalog der Leibrüstkammer I. Teil. Der Zeitraum von 500 bis 1530*, Wien: Verlag Anton Schroll & Co, 1976.","dynasty":"Mamluken","author":"Matthias Pfaffenbichler, Tobias Roeder","keywords":["Rüstung; Schild; Mameluken"],"materials":["Eisen getrieben, mit punziertem Dekor, feuervergoldet. Panzergeflecht, teilweise mit gestanzten Ringen"]},"78a9e1c9-8dab-57a9-9884-2e65ee67f308":{"name":"Bogenring aus Nephrit","short_description":"Diese Ringe aus Halbedelstein waren jeweils für den Daumen der rechten Hand des Bogenschützen bestimmt und dienten als Hilfsmittel zum Spannen der Bogensehne. Als wesentlicher Teil einer Waffe, die im Orient hohes Ansehen besaß, sind solche reich verzierten Daumenringe ideale Elemente zur Selbstdarstellung des Kriegers.","type":"Schmuck","holder":"Kunsthistorisches Museum","dates":"2. Hälfte 10. H. / 2. Hälfte 16. Jahrhundert","location":"Wien","dimensions":"Länge: 4.1cm, Breite: 3.2cm","method_for_datation":"Kunsthistorisch-historische Analyse (Stilkritik, Archiv-und Inventarrecherche)","method_for_provenance":"Verzeichnet im Inventar der kaiserlichen Schatzkammer in Wien von 1750","provenance":"Türkei?","obtention":"Kaiserliche Schatzkammer","bibliography":"Leitner-Böchzelt, Susanne und Pfaffenbichler, Matthias (Hgg.), *Die Welt des Orients. Kunst und Kultur des Islam*, Leoben: Stadtgemeinde Leoben, 2006. \nRainer, Paulus, *Glanz der Macht. Kaiserliche Pretiosen aus der Wiener Kunstkammer*, Ausstellungskatalog Pforzheim, Wien/Bozen: Folio Verlag, 2010. \nRainer, Paulus, *Splendour and Power. Imperial Treasures from Vienna*, Ausstellungskatalog, Cambridge: Fitzwilliam Museum, 2011. \nRoxburgh, David. J. (Hg.), *Turks. A Journey of a thousand Years 600-1600*, Ausstellungskatalog, London: Royal Academy of Arts, 2005.","dynasty":"Osmanisches Reich (Istanbul?)","materials":["Nephrit, Rubine, Gold"]},"9487e20d-9d1a-5f88-8e17-a1dad5b04484":{"name":"Orientalischer Sattel","short_description":"Dieser Sattel besteht aus einem hölzernen Sattelbock mit ledernem Sitzkissen und anhängenden, halbrunden Satteltaschen. An den Stegen und Sattelblechen reiche Lackmalerei: Verschlungene goldene Ranken mit blauen Blumen und roten Nelken auf schwarzem Grund sowie chinesische Wolkenbänder in rot-gold. Dieser orientalische Sattel befand sich im späten 16. Jahrhundert auf Schloss Ambras bei Innsbruck und dürfte aus der Türkenbeute Erzherzog Ferdinands II. von Tirol (1529-1595) von 1556 stammen.","type":"Sattel","holder":"Kunsthistorisches Museum","dates":"Um 956–957 H. / Um 1550","location":"Wien","method_for_datation":"Inventar Sammlung Schloss Ambras","method_for_provenance":"Inventar Sammlung Schloss Ambras","provenance":"Türkei?","obtention":"Türkenbeute Erzherzog Ferdinand II. von Tirol aus dem Jahre 1556","bibliography":"Gamber, Ortwin und Beaufort-Spontin, Christian, *Katalog der Leibrüstkammer II. Teil. Der Zeitraum von 1530-1560*, Busto Arsizio: Bramante, 1990. \nLuchner, Laurin, *Denkmal eines Renaissancefürsten. Versuch einer Rekonstruktion des Ambraser Museums von 1583*, Wien: Schroll, 1958.","dynasty":"Osmanen","author":"Matthias Pfaffenbichler, Tobias Roeder","keywords":["Sattel; Osmanisches Reich"],"materials":["Holz, Pergament, Lackmalerei, dicker, brauner Filz, Rehleder"]},"a1e1c4a1-795f-51e4-afb8-1a29468bb285":{"name":"Behälter","short_description":"Dieser Behälter für Wurfspieße (*Dschirid*) besteht aus einer hohen zylindrischen Hülse aus blauem Damast, die mit Gold und roter Seide in der Form von Arabesken und Halbmondformen bestickt ist. Neben rein ornamentalen Motiven ist auch eine Tulpe mit rot gestickten Blütenblättern dargestellt. Die in diesem Behälter aufbewahrten Wurfspieße wurden von osmanischen Reitern sowohl im Kampf als auch bei Reiterspielen benutzt. Die Wurfspieße wurden im Galopp vom Pferd auf ein Ziel geschleudert.","type":"Gefäß","holder":"Kunsthistorisches Museum","dates":"10. H. / 16. Jahrhundert","location":"Wien","dimensions":"Länge: 92cm","method_for_datation":"Vergleich mit anderen Objekten","method_for_provenance":"Ilg/Boeheim, 1883, Inventarium über Möbel und Kleinkunstgegenstände im Schlosse zu Ambras, S. 6","provenance":"Türkei?","obtention":"Sammlungsbestand Schloss Ambras, belegt 1882","bibliography":"Sandbichler, Veronika, *Türkische Kostbarkeiten aus dem Kunsthistorischen Museum Wien*, Ausstellungskatalog, Wien: Kunsthistorisches Museum, 1997. \nScheicher, Elisabeth u.a, *Kunsthistorisches Museum Sammlungen Schloss Ambras. Die Kunstkammer*, Innsbruck: Kunsthistorisches Museum, 1977.","dynasty":"Osmanen","author":"Veronika Sandbichler, Thomas Kuster","keywords":["Textil; Osmanisches Reich; Stickerei"],"materials":["Damast, Goldstickerei"]},"a5f4cf65-f406-56b6-91f6-a6bdbe9b499f":{"name":"Bogenring","short_description":"Diese Ringe aus Halbedelstein waren jeweils für den Daumen der rechten Hand des Bogenschützen bestimmt und dienten als Hilfsmittel zum Spannen der Bogensehne. Als wesentlicher Teil einer Waffe, die im Orient hohes Ansehen besaß, sind solche reich verzierten Daumenringe ideale Elemente zur Selbstdarstellung des Kriegers.","type":"Schmuck","holder":"Kunsthistorisches Museum","dates":"2. Hälfte 10. H. / 2. Hälfte 16. 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Prunkvolle Waffen dieser Art waren am osmanischen Hof ein standesgemäßes Accessoire höchster Würdenträger, das bei Ratssitzungen im Beisein des Sultans getragen wurde. Die Feinheit der Ausführung des vorliegenden Dolches lässt auf einen persischen Handwerker schließen. Die Waffe wurde 1874 von Dr. Ottokar Freiherr von Schlechta sen., dem Leiter der orientalischen Akademie und Hauptdolmetscher der Internuntiatur bei der Hohen Pforte, Kaiser Franz Josef I. (1830-1916) geschenkt.","type":"Rüstung","holder":"Kunsthistorisches Museum","dates":"Um 905 H. / Um 1500","location":"Wien","dimensions":"Dolch: Länge: 28.7cm, Breite: 3.5cm, Tiefe: 2.3cm; \nScheide: Länge: 22cm, Breite: 3.2cm, Tiefe: 2.3cm","method_for_datation":"Verarbeitung","method_for_provenance":"Schenkung in den Inventaren festgehalten","provenance":"Afghanistan?","obtention":"Geschenk von Dr. Ottokar Freiherr von Schlechta im Jahre 1874","bibliography":"Leitner-Böchzelt, Susanne und Pfaffenbichler, Matthias (Hgg.), *Die Welt des Orients. Kunst und Kultur des Islam*, Leoben: Stadtgemeinde Leoben, 2006. \nThomas, Bruno und Gamber, Ortwin, *Katalog der Leibrüstkammer I. Teil. Der Zeitraum von 500 bis 1530*, Wien: Verlag Anton Schroll & Co, 1976.","dynasty":"Persisch (Herat)","author":"Matthias Pfaffenbichler, Tobias Roeder","keywords":["Dolch; Persien"],"materials":["Goldtauschierung, glatt geformtes, schwer vergoldetes Kupfer"]},"bbad2081-7784-53a4-806b-ff1932fc5849":{"name":"Streitbeil","short_description":"Das Beil ist beidseitig mit vergoldeten, arabischen Schriftzeichen geschmückt. In der Beschriftung werden in ungeordneter und unvollständiger Folge die Osmanischen Sultane bis Mohammed III. genannt. Auf dem Hammer des Beiles findet sich der Name Sultan Mohammeds III., für dessen Leibwache die Waffe wahrscheinlich gefertigt wurde. In den Medaillons in der Mitte des Beils wird der Name Allahs angerufen. Wie das Gardebeil in kaiserlichen Besitz gelangte, ist unbekannt.","type":"Rüstung","holder":"Kunsthistorisches Museum","dates":"Ende 10. – 11. H. / Ende 16. Jahrhundert","location":"Wien","dimensions":"Länge: 83cm, Breite: 27.3cm, Tiefe: 4.2cm","method_for_datation":"Inschrift","provenance":"Türkei?","obtention":"Unbekannt; alter kaiserlicher Besitz","bibliography":"Beaufort-Spontin, Christian und Pfaffenbichler, Matthias, *Meisterwerke der Hofjagd- und Rüstkammer*, Wien: Kunsthistorisches Museum Wien, 2005. \nLeitner-Böchzelt, Susanne und Pfaffenbichler, Matthias (Hgg.), *Die Welt des Orients. Kunst und Kultur des Islam*, Leoben: Stadtgemeinde Leoben, 2006. \nThomas, Bruno, \"Aus der Waffensammlung in der Neuen Burg zu Wien: Orientalische Kostbarkeiten\", *Bustan*, 4 : 5 (1963/64).","dynasty":"Osmanen","author":"Matthias Pfaffenbichler, Tobias Roeder","keywords":["Streitbeil; Osmanisches Reich; Mohammed III."],"materials":["Eisen, teilweise geätzt und feuervergoldet, Silber ziseliert und feuervergoldet, Fischleder"]},"c2a299db-8a3b-54b1-a698-fc2c5173928e":{"name":"Garde-Streitbeil","short_description":"Bei diesem Streitbeil handelt es sich um die Waffe eines Leibgardisten des Sultans Mohammed Ibn Qait Bay (Kait Bey) aus der kaukasisch-turanischen Dynastie der Mamluken. Die Mamluken beherrschten seit 1250 Ägypten und Syrien. Nach der Eroberung ihres Reiches durch die Osmanen im Jahr 1517 gelangte eine reiche mamlukische Beute nach Istanbul.","type":"Rüstung","holder":"Kunsthistorisches Museum","dates":"900–904 H. / AD 1495–1499","location":"Wien","dimensions":"Länge: 99.5cm, Breite: 20.5cm","method_for_datation":"Inschrift","provenance":"Ägypten?","obtention":"Über Istanbul in den kaiserlichen Besitz","bibliography":"Pfaffenbichler, Matthias (Hg.), *Kreuzritter. Pilger. Krieger. Abenteurer*, Sankt Pölten: Schallaburg Kulturbetriebsges, 2007. \nThomas, Bruno und Gamber, Ortwin, *Katalog der Leibrüstkammer I. Teil. Der Zeitraum von 500 bis 1530*, Wien: Verlag Anton Schroll & Co, 1976. \nThomas, Bruno, \"Aus der Waffensammlung in der Neuen Burg zu Wien: Orientalische Kostbarkeiten\", *Bustan*, 4 : 5 (1963/64).","dynasty":"Mamluken (Ägypten-Syrien)","author":"Matthias Pfaffenbichler, Tobias Roeder","keywords":["Streitbeil; Mameluken"],"materials":["Eisen, goldtauschiert, gebläut"]},"e3fc7f55-24ff-5ca4-8a56-d8b023b2d740":{"name":"Ungarischer Säbel","short_description":"Der Griff dieses Säbels sowie die Seidenbeschläge der zugehörenden Scheide sind aus vergoldetem Silber und waren ehemals reich mit Diamanten und Rubinen besetzt. Die verlorenen Edelsteine sind heute überwiegend durch falsche Steine ersetzt. Die ältere Klinge trägt auf der Vorderseite ein Medaillon mit einfacher Reiterdarstellung auf Goldgrund.","type":"Waffen","holder":"Kunsthistorisches Museum","dates":"Ende 11. – 12. H. / Ende 17. Jahrhundert","location":"Wien","dimensions":"Säbel: Länge: 97cm, Breite: 11.4cm, Tiefe: 3.5cm; \nScheide: Länge: 86cm, Breite: 6cm, Tiefe: 2.5cm","method_for_datation":"Vergleich mit anderen Objekten","method_for_provenance":"Kaiserlich Jagd- und Sattelkammer","provenance":"Ungarn","obtention":"Kaiserlich Jagd- und Sattelkammer","bibliography":"Petrasch, Ernst und Zimmermann, Eva (Hgg.), *Der Türkenlouis. Ausstellung zum 300. Geburtstag des Markgrafen Ludwig Wilhelm von Baden*, Karlsruhe: C. F. Müller, 1955. \nThomas, Bruno, \"Aus der Waffensammlung in der Neuen Burg zu Wien: Orientalische Kostbarkeiten\", *Bustan*, 4 : 5 (1963/64).","dynasty":"Osmanen","author":"Matthias Pfaffenbichler, Tobias Roeder","keywords":["Säbel; Ungarn; Osmanisches Reich"],"materials":["Vergoldetes Silber, ehem. mit Rubinen besetzt"]},"f6368799-2300-59bb-921c-1730621f5530":{"name":"Sturmhaube (*Schischak*)","short_description":"Diese Sturmhaube stammt aus dem Besitz des aus der Knabenlese der christlichen Untertanen des Sultans rekrutierten späteren Großwesirs Mehmet Sokolowitsch (1505 – 1579). Den prunkvollen orientalischen Helm zieren gerahmte Inschriftenfelder mit der Anrufung Allahs und Koranversen. Sokolowitsch machte am Hofe Sultan Suleimans (1494-1566) Karriere, behielt aber auch unter dessen beiden Nachfolgern, Selim III. (1524-1574) und Murad III. (1546-1595), den Rang eines Großwesirs.","type":"Rüstung","holder":"Kunsthistorisches Museum","dates":"Um 967–968 H. / Um 1560","location":"Wien","dimensions":"Höhe: 46cm, Breite: 22cm, Tiefe: 34cm","method_for_datation":"Sammlung Schloss Ambras, Inventar von 1583","method_for_provenance":"Sammlung Schloss Ambras, Inventar von 1583","provenance":"Türkei?","obtention":"Sammlung Schloss Ambras, Inventar von 1583","bibliography":"Gamber, Ortwin und Beaufort-Spontin, Christian, *Katalog der Leibrüstkammer II. Teil. Der Zeitraum von 1530-1560*, Busto Arsizio: Bramante, 1990. \nLuchner, Laurin, *Denkmal eines Renaissancefürsten. Versuch einer Rekonstruktion des Ambraser Museums von 1583*, Wien: Schroll, 1958. \nSievernich, Gereon, Budde, Hendrik, Delius, Eberhard (Hgg.), *Europa und der Orient, 800-1900*, Gütersloh: Bertelsmann Lexikon Verlag, 1989.","dynasty":"Osmanen","author":"Matthias Pfaffenbichler, Tobias Roeder","keywords":["Helm; Osmanisches Reich"],"materials":["Eisen, zum Teil mit Gold tauschiert und gebläut. Silber feuervergoldet, Seide wattiert"]}}
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