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Sein Gesprächspartner Muhammad steht auf der gegenüberliegenden Seite. Sein Gesicht wird von weißen Schleiern bedeckt, seine Hände sind in den langen Ärmeln seines Mantels verborgen. Die Köpfe beider Propheten sind mit Aureolen versehen. In den Aureolen sind die Namen der Propheten in schwarzer Schrift zu entziffern. Zwischen Mohammad und Moses steht der Erzengel Gabriel, der sich Mohammad zuwendet. Er wird durch vielfarbige Doppelfflügel und eine Krone charakterisiert. Gabriel galt schon im alten Testament als Hüter des Paradieses. Als einer der beiden Engel, die vor Gott stehen (Lukas 1, 19), gibt Gabriel die Erklärung messianischer Geschichte (Daniel 8, 16 ff). Er soll Mohammad den Wortlaut des Korans verkündet haben. Dort heißt es Sure 2 Vers 97: Gabriel „hat ihn [den Koran] mit Gottes Erlaubnis dir [Mohammad] ins Herz herabgesandt.“ Der Text, der über den drei Personen steht und der die Geschichte beschreibt, ist in osmanischem Türkisch geschrieben. Erzählt wird von Mohammad, der mit Gott die Zahl der täglichen Gebete bespricht. Beide einigen sich schließlich auf fünf Gebete. Moses ist im Himmel der Berater, Gabriel der Begleiter Mohammads. Die direkte Rede der Beteiligten ist auf Arabisch geschrieben. Der Text ist einer Prophetenbiographie entnommen, wie sie schon seit dem 7. Jh. entstanden. Der Gattungsbegriff ist „sira“ („die Lebensumstände“ oder „die Lebensweise“). Die Einzelseite stammt wahrscheinlich aus einer Handschrift, die für den osmanischen Sultan Murad III. (982-1003 H. / 1574-95 n. Chr.) angefertigt wurde.","short_description":"Diese bemalte Seite eines Buches zeigt den Erzengel Gabriel mit den Propheten Moses (links) und Muhammad (rechts). Umgeben von Engeln besprechen sie die Frage der täglichen Gebete. Dies geschah während Muhammads Himmelfahrt. Weil es verboten ist, sein Gesicht zu zeigen, ist es verhüllt.","holder":"Museum für Islamische Kunst","initial_owner":"Murad III. 982-1003 H. / 1574 – 1594 n. Chr.","dates":"Ende 10. H. / 16. Jh. (wahrscheinlich für Murad III. 982-1003 H. / 1574 – 1594 n. Chr.)","location":"Berlin","dimensions":"Höhe 31 cm Breite 20,5 cm.","method_for_datation":"Die Datierung ergibt sich aus der Zugehörigkeit des Einzelblattes zu einer Handschrift, die für den osmanischen Sultan Murad III. (982-1003 H./1574-95 n. Chr.) angefertigt wurde.","method_for_provenance":"Der Text und der Stil dieser Seite weisen daraufhin, daß es sich um ein Einzelblatt aus einer Handschrift handelt, die für den osmanischen Sultan Murad III. angefertigt wurde.","provenance":"Türkei, Istanbul.","obtention":"Kunsthandel London 1976.","bibliography":"Kalter, J. und Schönberger, I. Der lange Weg der Türken, 1500 Jahre türkische Kultur. Stuttgart, 2003, 138, Abb.149 \n \nKat. Museum für Islamische Kunst Berlin. Stuttgart und Zürich, 1980, Nr. 40. \n \nKat. Museum für Islamische Kunst Berlin. Berlin, 1979, Nr. 668. \n \nBudde, H. und Nachama, A. (Hrsg.). Die Reise nach Jerusalem. Berlin 1995, 180, Kat. 1/121, Abb.180. \n \nPetspoulos, Yanni Hrsg. Kunst und Kunsthandwerk unter den Osmanen. München, 1982, 200, Abb Nr. 209.","dynasty":"Osmanen","linkcatalogs":"IAM_TR_EN_001","author":"Annette Hagedorn","keywords":["Anzahl der Gebete
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Als Nächstes warf er seinen Speer so gewaltig in den Baum, dass dieser in zwei Teile gespalten wurde. „Mein Gebieter“, sagte Mahladsch, „wenn irgendeiner diesen Speer aus dem Baum ziehen kann, dann hat er eine wahrhaft große Tat vollbracht!“ So sagte er und stieg von seinem Pferd.”","type":"Malerei","holder":"MAK – Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst","dates":"1557–1577 AD","location":"Wien","provenance":"Indien","dynasty":"Moguln","materials":["Malerei auf Baumwolle"]}}
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