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- {"012a86aa-50ab-584f-aaec-cc16d09de613":{"name":"Ovaler Talisman mit arabischer Schrift","short_description":"Ovaler Talisman aus Bergkristall mit *Nashi* Epigraphik im Zentrum: ”Es gibt keinen Gott außer Gott den König das ist die absolute Wahrheit“. \nAls Hintergrund ein Rhombenmuster aus sich kreuzenden und parallelen Linien; den äußeren Rahmen bildet eine Doppellinie.","type":"Amulett","holder":"Kunsthistorisches Museum","dates":"11. – 12. H. / 17. – 18. Jahrhundert","location":"Wien","dimensions":"Länge: 3.43cm, Breite: 1.92cm, Tiefe: 0.55cm, Gewicht: 7g","method_for_datation":"Kunsthistorischer Vergleich","method_for_provenance":"Inventar-Eintrag","provenance":"Naher Osten","obtention":"Ankauf 1942","bibliography":"Komorzynski, „Assyrische, babylonische und südarabische Denkmäler im KHM in Wien,\" *Österr. Literaturzeitung*, 1 (1952): 6. \nLeitner-Böchzelt, Susanne und Pfaffenbichler, Matthias (Hgg.), *Die Welt des Orients. Kunst und Kultur des Islam*, Leoben: Stadtgemeinde Leoben, 2006: 135, Kat.-Nr. 156.","dynasty":"Osmanen","author":"H. Satzinger, E. Haslauer (M. Hüttner)","materials":["Bergkristall"]},"0272b11d-f343-5d1e-bb66-76dc201253bb":{"name":"Moscheeleuchter des Sultans Al-Nasir Muhammad","short_description":"Dieser Moscheeleuchter besteht aus zwei Teilen, deren Entstehungszeiten hundert Jahre auseinander liegen. Der obere – jüngere - Teil trägt folgende Inschrift: \"Ruhm unserem Herrn, dem Sultan, dem siegreichen König, Nasir ad-dunja wad-din, dem Vater der Tugenden, Muhammed ben as-Sultan al-Malik al-Mansur, sein Sieg sei mächtig.\" Al-Nasir Muhammad regierte mit Unterbrechungen von AD 1293 bis 1341. Der untere Teil mit thronenden Fürsten und Musikanten stammt aus der 1. Hälfte des 13. Jahrhunderts.","type":"Metallarbeit","holder":"MAK – Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst","dates":"13. u. 14. Jahrhundert","location":"Wien","provenance":"Ägypten, Kairo","dynasty":"Mameluken","materials":["Gelbguß mit graviertem Dekor"]},"0c7ae2f5-8281-57f4-81e0-6e63bc4e6a10":{"name":"Koraneinband.","description":"Der von geometrischer Ornamentik überzogene Koraneinband eines einbändigen Korans, wird wegen seiner Größe mit dem höfischen Umfeld in Verbindung gebracht wurde. Der Koraneinbandeckel konnte bislang keiner bestimmten Koranhandschrift zugeordnet werden. Es wurde vermutet, dass es sich bei dem Koran um eine Gabe des Mamlukensultans al-Ashraf Shaban II. (764-778 H./1363-1376 n. Chr.) für eine seiner Stiftungen handelt. Mehrere Koranhandschriften desselben Auftraggebers sind in der Nationalbibliothek in Kairo erhalten. Das Mittelfeld des Einbands wird von einer schmalen Randborte gerahmt, die mit dem Thronvers Sure 2 Vers 255 gefüllt wurde. Die Inschrift sitzt in länglichen Kartuschenfeldern, die mit Vierpaßmotiven abwechseln. Die geometrische Ornamentik des Innenfeldes besteht aus fünf zwölfstrahligen Sternen. Das Muster wurde mit feinen Stempelmustern vorgedruckt, um dann mit Vergoldung und Blaumalerei farblich gefaßt zu werden. Weiße Umrahmungen der Sterne heben das geometrische Dekorsystem hervor. Bei diesem großen Einband kam es wahrscheinlich zu einer Zusammenarbeit von Kaligraf und Koloristen. Wegen ihrer Größe wurden für solche Koranhandschriften spezielle Koranständer (kursi) in sehr wertvollen Materialien und entworfen, auf denen die Korane lagen während aus ihnen vorgelesen wurde.","short_description":"Passenderweise für einen Ledereinband eines Korans wurde eine Inschrift aus Sure II, Vers 255 für den Rahmen gewählt. Das mittlere Feld zeigt ein sich wiederholendes geometrisches Muster aus zwölfzackigen Sternen, wie sie typisch waren für die Kunst und Architektur der Mamluken. Das beeindruckende Format lässt auf einen Gebrauch bei Hof schließen.","holder":"Museum für Islamische Kunst","dates":"spätes 8. H. / 14. Jh.","location":"Berlin","dimensions":"Höhe 95cm Breite 67 cm.","method_for_datation":"Durch Vergleiche mit mamlukischen Einbänden , die der Mamlukensultan al-Ashraf Shaban II. stiftete und die sich in der Nationalbibliothek in Kairo befinden, kann auch dieser Einband in die mamlukische Periode datiert werden.","method_for_provenance":"Der Koraneinband wurde in Kairo erworben und hat seine unmittelbaren Vergleichsstücke durch ägyptische Einbände, so daß als Herstellungsland Ägypten sehr wahrscheinlich ist.","provenance":"Ägypten.","obtention":"Wahrscheinlich 1904 durch B. Moritz in Kairo erworben.","bibliography":"Atil, E. Renaissance of Islam. Art of the Mamluks. Washington, 1981, 2-27, Nr. 5-6. \n \nBosch, G. - J.Carswell - G. Petherbridge, Islamic Bindings and Bookmaking, Chicago, 1981, 112-113 Nr. 19. \n \nKat. Islamic Art in Egypt. Kairo, 1969, 313, Nr. 299 Taf. 55. \n \nKat. Museum für Islamische Kunst. Mainz 2001, 86-87, Abb. 87. \n \nSarre, F. Islamische Bucheinbände. Berlin, 1928, 12-13, Abb. 2.","dynasty":"Bahri-Mamluken","linkcatalogs":"IAM_EG_EN_001","author":"Annette Hagedorn","keywords":["Geometrisches Ornament","Handvergoldung","Koraneinband"],"materials":["Leder mit Prägung, Vergoldung und Bemalung."]},"111e154a-a0d5-5bcb-8561-a91ba170d5b3":{"name":"Räucherkugel","short_description":"Weihrauchbrenner in Form von Hohlkugeln aus Metall waren im Mittelalter in den islamischen Ländern weit verbreitete. Die Kugeln wurden bewegt und hatten deshalb im Inneren eine Vorrichtung, die die Schälchen mit der Holzkohle und den Aromata in der waagerechten hielten. Neben Weihrauch wurden in diesen Räucherkugeln auch Ambra und Sandelholz verbrannt. Im Medaillon dieser Räucherkugel befindet sich das Rangabzeichen eines Schreibers am mamlukischen Sultanshof. Der kunstvolle Ornamentschmuck besteht aus im Ornament integrierter umlaufender Schrift.","type":"Gefäße","holder":"Kunsthistorisches Museum","dates":"8. oder 2. Hälfte 9. Jahrhundert H. / 14. Jahrhundert oder 2. Hälfte 15. Jahrhundert","location":"Wien","dimensions":"Höhe: 15.2cm","method_for_datation":"Kunsthistorisch-historische Analyse (Stilkritik, Archiv-und Inventarrecherche)","method_for_provenance":"Verzeichnet im Inventar der Kunstkammer Erzherzog Leopold Wilhelms 1659","provenance":"Ägypten?","obtention":"Aus der Kunstkammer Erzherzog Leopold Wilhelms","bibliography":"Leitner-Böchzelt, Susanne und Pfaffenbichler, Matthias (Hgg.), *Die Welt des Orients. Kunst und Kultur des Islam*, Leoben: Stadtgemeinde Leoben, 2006.","dynasty":"Mamluken (ägyptisch oder syrisch)","materials":["Bronze"]},"1339038e-f661-5345-9923-697aa6a4fa79":{"name":"Ovaler Talisman mit Sure","short_description":"Ovaler Talisman aus orangerotem Karneol mit einem Bittgebet im Zentrum, gerahmt von einer doppelten Linie. Als nächstes folgt die Eröffnungssure (*Al-Fathiha*) in *Nashi*: „Im Namen des barmherzigen und gnädigen Gottes. Lob sei Gott, dem Herrn der Welten dem Barmherzigen und Gnädigen, der am Tag des Gerichts regiert! Dir dienen wir, und Dich bitten wir um Hilfe. Führe uns den geraden Weg, den Weg derer, denen Du Gnade erwiesen hast, nicht (den Weg) derer, die dD(ein)em Zorn verfallen sind und irregehen!“ Die Sure wird von vier Linien gerahmt, auf die ein äußeres Band mit Koran Epigraphik der Sure *al-Kafirun* folgt: “Im Namen des barmherzigen und gnädigen Gottes. Sag (oh Mohammed) denen, die nicht an Gott glauben „Ich verehre nicht, was ihr verehrt und ihr verehrt nicht, was ich verehre. Und ich verehre nicht, was ihr (bisher immer) verehrt habt, und ihr verehrt nicht, was ich verehre. Ihr habt eure Religion, und ich die meine (islamischer Monotheismus).“ Alle Inschriften vor einem Hintergrundmuster aus drei und fünfteiligen Punkten, den äußeren Rahmen bilden zwei Linien.","type":"Amulett","holder":"Kunsthistorisches Museum","dates":"11. 12. H. / 17. – 18. Jahrhundert","location":"Wien","dimensions":"Länge: 5.8cm, Breite: 3.55cm, Tiefe: 0.7cm","method_for_datation":"Kunsthistorischer Vergleich","method_for_provenance":"Inventar-Eintrag","provenance":"Naher Osten","obtention":"Ankauf 1942","bibliography":"Komorzynski, „Assyrische, babylonische und südarabische Denkmäler im KHM in Wien,\" *Österr. Literaturzeitung*, 1 (1952): 6. \nLeitner-Böchzelt, Susanne und Pfaffenbichler, Matthias (Hgg.), *Die Welt des Orients. Kunst und Kultur des Islam*, Leoben: Stadtgemeinde Leoben, 2006: 135, Kat.-Nr. 156.","dynasty":"Osmanen","author":"H. Satzinger, E. Haslauer (M. Hüttner)","materials":["Orangeroter Karneol"]},"1b18b5ad-219e-51fb-a044-c41096e34a7f":{"name":"Gebetsnische.","description":"Die Gebetsnische (Mihrab) gibt in der Moschee die Richtung gen Mekka an, in die jeder Gläubige zu beten hat. Der hier gezeigte Mihrab stammt aus der Bey Hakim Moschee, die der Leibarzt der Rum-Seldschukensultans Kilic Arslan IV (bis 665 H. / bis 1266 n. Chr.) stiftete und in Konya bauen ließ. Diese Gebetsnische paßt wegen ihres Fayencefliesendekors sehr gut zu anderen Gebetsnischen der gleichen Zeit. Übereinstimmungen bestehen durch die Verbindung kalligraphischer und dekorativer Elemente. Die Dekore blieben mannigfaltig, da die Elemente sehr vielfältig zusammengestellt wurden. Mehrere verschieden breite Borten mit Schrift und pflanzlichem Dekor bildeten eine Einheit. Kleine Säulen mit Würfelkapitellen rahmen den imaginativen Eingang in die Welt des religiösen Paradieses. Die Nische ist in ihrem unteren Teil in dieser Zeit stets mit geometrischen Mustern verziert, auf die im oberen Teil ein Muqarnasgewölbe mit ebensolchen geometrischen Mustern folgt. Auch das Gewölbe ist von geometrischen Dekoren gerahmt. Bei dem Berliner Mihrab wird der geometrische Dekor der Nische von einem Zwölfersternsystem überzogen. Achtzackige plastische Sterne sind in die beiden Zwickelfelder gesetzt. Die Schriftfelder sind mit Auszügen aus verschiedenen Stellen des Korans geschmückt. Auf dem Stirnfeld wird Sure 29, 45 zitiert: „Verlies, was Dir von der Schrift eingegeben worden ist! und verrichte das Gebet. Das Gebet hütet vor Schandbarem und Verbotenem. Und wahrlich, das Gedenken an Allah ist die höchste Pflicht; Und Allah weiß, was ihr tut.“ Die Dekoration wurde als dekorative Einheit von Kalligraphen und Ornamententzeichnern in Zusammenarbeit mit Fliesenproduzenten hergestellt. Für die farbliche Gestaltung wurden die Farben Türkisblau, und Dunkelblau, Schwarz und Aubergine gewählt. Die Künstler waren auch für das Schneiden der Fliesen verantwortlich, um das Muster ohne Fehlstellen zusammensetzen zu können. In Konya erreichte die Fliesenproduktion um 1260 einen Höhepunkt, so wurden im 13. Jahrhundert einundzwanzig Moscheen mit Fayencemosaik geschmückt. \n \nKlicken Sie [hier](https://www.youtube.com/watch?v=Hxg1P6Wi4Ro&t=3s), um eine Video-Präsentation dieses Objektes zu sehen (auf Englisch).","short_description":"Türkise, braune und manganfarbene Fayence-Mosaike sind in monumentalen seldschukischen Gebetsnischen häufig anzutreffen. Diese eindrucksvolle Nische mit Koraninschriften, Arabesken und geometrischen Mustern gehörte ursprünglich zur Bey-Hakim-Moschee im türkischen Konya. Sie wurde aus Bruchstücken und restaurierten Teilen neu zusammengesetzt.","holder":"Museum für Islamische Kunst","dates":"um 669 H. / 1270","location":"Berlin","dimensions":"Höhe 395 cm Breite 280 cm.","method_for_datation":"Die Gebetsnische stammt aus der vom Leibarzt des Rum-Seldschukensultans Kilic Arslan IV. (bis 665 H./ bis 1266 n.Chr.) gestifteten Moschee Bey Hakim und läßt sich deshalb in die Mitte des 7. Jh. H./ 13. Jh. n. Chr. datieren.","method_for_provenance":"Die in Berlin zu einer Nische rekonstruierten Fragmente gehören zusammen mit Fragmenten an anderen Orten (Paris, London, Istanbul) zu einer Gebetsnische, die sich ehemals in der Bey Hakim Moschee in Konya befand. Die Identität ist auch durch frühe Fotografien erwiesen.","provenance":"Konya, Bey Hakim Moschee, Türkei.","obtention":"Die Gebetsnische bestand aus einem Konvolut zahlreicher Einzelfragmente.","bibliography":"Enderlein, V. „Der Mihrab der Bey Hakim Mosche in Konya. Ein Denkmal und seine Geschichte“, in Forschungen und Berichte, 17, 1976, 33-40. \n \nKat. Museum für Islamische Kunst. Mainz, 2001, 362-63. \n \nMeinecke, M. Fayencedekorationen seldschukischer Sakralbauten in Kleinasien. Tübingen, 1976, Bd. II 326-336 Kat.-Nr. 81. \n \nSarre, F. Seldschukische Kleinkunst, Erzeugnisse islamischer Kleinkunst, Teil II. Leipzig, 1909, 32, Abb. 28. \n \nSarre, F., Denkmäler Persischer Baukunst, Berlin, 1910, Taf. 105-108.","dynasty":"Rumseldschuken","author":"Annette Hagedorn","keywords":["Anatolien","Fayence","Gebtsnische","Mihrab","Rum-Seldschuken"],"materials":["Glasierte Keramik, Fayencemosaik."]},"20ddf7d0-c8c3-5985-8cd5-4be93c3b922b":{"name":"Korankasten.","description":"Dieser Korankasten wurde hergestellt, um einen Koran mit dreissig Bänden zu schützen. Er dürfte auf Bestellung eines mamlukischen Sultans oder hohen Würdenträgers gefertigt worden sein, um von diesem einer religiösen Stiftung (Moschee, Madrasa oder Mausoleum) übergeben zu werden. Der auf vier Füßen ruhende Kasten besteht aus einem quadratischen Holzkasten, der mit Messingplatten verkleidet ist. Der pultförmige Deckel ist mit zwei Scharnieren auf der Rückseite befestigt und hat vorne eine Schnalle für den Verschluß. Alle Messingplatten sind dekoriert und mit Inschriften in Gold- und Silbertauschierung versehen. Das Innere des Holzkastens ist mit Stoff ausgekleidet und hat zwei Kompartimente mit je fünfzehn Fächern zur Aufnahme eines Korans. Die Aussenseiten tragen arabische Inschriften in herausragender Kalligraphie im Kufi und Tuluth-Duktus über einem mit kleinteiligem Pflanzen, darunter Lotusblüten, ausgestatteten Grund. Entlang den Aussenseiten laufen Koranzitate (Sure 24, Vers 35 und Sure 2, Vers 255 Ayat al-Kursi). Weitere Koranzitate befinden sich auf dem pultförmigem Deckel und auf den schmalen Inschriftfriesen (Sure 3, Vers 26-7; Sure 26, Vers 192-9; Sure 56, Vers 76-89, 92-5 und Sure 59, Vers 22-4). Die Unterseite ist mit einem geometrischem Dekor versehen. Es fehlt eine Namensnennung und auch die dreissig Koranbände haben sich nicht erhalten. Zwei verwandte Korankästen der gleichen Zeit, etwa um 730/1330 haben sich in Kairo erhalten. Ein Korankasten nennt den Namen des mamlukischen Sultans al-Nasir und das Datum 723/1322. Er befindet sich im Besitz der Bibliothek der al-Azhar Moschee. Ein zweiter undatierter Kasten wird im Museum für Islamische Kunst in Kairo aufbewahrt. Im mamlukischen Ägypten wurden Korane in Moscheen gewöhnlich in Kästen (sunduq) oder freistehenden Metallmöbeln (kursi) aufbewahrt. Durch den ständigen Gebrauch haben sich nur wenige dieser Korane erhalten.","short_description":"Diese rechteckige Schatulle, die auf vier Beinen stand, enthielt 30 mittlerweile verloren gegangene Koranbände, die in zwei Reihen mit je 15 Fächern standen. Hervorragend ausgeführte Koraninschriften in verschiedenen Schrifttypen verzieren die Außenwände in Gold und Silber.","holder":"Museum für Islamische Kunst","dates":"um 730 / 1330.","location":"Berlin","dimensions":"Höhe 27 cm Breite 42,5 cm Tiefe 42, 5 cm.","method_for_datation":"Der Verfertiger dieses Korankastens wird auch auf einem hohen kursi (ein achteckiger Schrank zur Aufbewahrung eines Korans) genannt, der sich in Kairo im Museum für Islamische Kunst befindet und auf die Jahre 728/1327-8 datiert wird. Es wird angenommen, dass der Berliner Korankasten aus der gleichen Zeit stammt.","method_for_provenance":"Derartige tauschierte Korankästen sind nur aus dem mamlukischen Ägypten bekannt. Dort wurde der Korankasten auch erworben.","provenance":"Kairo, Ägypten.","obtention":"Erworben aus dem Kunsthandel in Kairo 1904 durch B. Moritz.","bibliography":"Zaky, M.H., Atlas of Moslem Decorative Arts, Cairo, 1956) Fig. 512. \n \nKat. Islamic Art in Egypt 969-1517, Cairo, 1969, Nos. 60-2. \n \nThe Arts of Islam, Hayward Gallery, London 8 April – 4 July 1976, No. 214. \n \nAtil, E., Art of the Mamluks. Renaissance of Islam (Washington 1981) No. 25. \n \nJames, D., Qur'ans of the Mamlūks, London, 1988.","dynasty":"Mamluken","linkcatalogs":"IAM_EG_EN_001","author":"Jens Kröger","keywords":["Koran","Korankasten","Metallarbeiten","Tauschierte"],"materials":["Bronzeplatten auf einem Holzkern, Gold- und Silbertauschierung."]},"233f177a-9a79-505a-9d9f-69315d5046d2":{"name":"Ovaler Talisman mit Sure","short_description":"Ovaler Talisman aus weißem und rotem Granat; eine Zeile aus der Ayat-al-Kursi (Der Stuhl) bildet den Rand: „Allah (ist einer allein). Es gibt keinen Gott außer ihm. (Er ist) der Lebendige und Beständige. Ihn überkommt weder Schlummer noch Schlaf. Ihm gehört (alles), was im Himmel und auf Erden ist. Wer (unter den himmlischen Wesen) könnte - außer mit seiner Erlaubnis - (am jüngsten Tag) bei ihm Fürsprache einlegen? Er weiß, was vor und was hinter ihnen liegt. Sie aber wissen nichts davon - außer was er will. Sein Thron reicht weit über Himmel und Erde. Und es fällt ihm nicht schwer, sie (vor Schaden) zu bewahren.“ Die Schlussworte der Sure zieren die Mitte des Talismans: „Er ist der Erhabene und Gewaltige“.","type":"Amulett","holder":"Kunsthistorisches Museum","dates":"11. 12. H. / 17. – 18. Jahrhundert","location":"Wien","dimensions":"Länge: 6.48cm, Breite: 3.77cm, Tiefe: 0.6cm","method_for_datation":"Kunsthistorischer Vergleich","method_for_provenance":"Inventar-Eintrag","provenance":"Naher Osten","obtention":"Ankauf 1942","bibliography":"Komorzynski, „Assyrische, babylonische und südarabische Denkmäler im KHM in Wien,\" *Österr. Literaturzeitung*, 1 (1952): 6. \nLeitner-Böchzelt, Susanne und Pfaffenbichler, Matthias (Hgg.), *Die Welt des Orients. Kunst und Kultur des Islam*, Leoben: Stadtgemeinde Leoben, 2006: 135, Kat.-Nr. 156.","dynasty":"Osmanen","author":"H. Satzinger, E. Haslauer (M. Hüttner)","materials":["Orangeroter Karneol"]},"2fe554a9-e532-5b15-814f-963ca40c1b1c":{"name":"Kleines Wasserbecken.","description":"In der breiten Borte des weitoffenen Beckens werden zwischen vier Rundmedaillons Szenen höfischer Jagdvergnügungen gezeigt. Dargestellt sind jeweils drei Reiter in verschiedenen Jagdübungen. Die Reiter kämpfen bei einem Turnier mit Lanze, Schwert, Pfeil und Bogen. Ein Reiter wird von einem, auf dem Pferd sitzenden, Jagdgeparden begleitet. Diese Darstellungen standen für ein bestimmtes Lebensideal. Bilder von Reitern und Jägern referieren nicht nur das reiterliche Können der Fürsten, sondern weisen auch auf den Mut, die Kraft und die Ausdauer der Herrscher hin. Illustrationen von Jägern mit Falken und Leoparden können den unermässlichen Reichtum der Regenten andeuten. Nur sie konnten sich diese kostbaren Jagdtiere und deren Ausbildung leisten, nur sie konnten große Jagdgesellschaften veranstalten. In der Mamlukenzeit erreichte diese fürstliche Lebensweise einen Höhepunkt. Die Unterseite des Beckens ist einem Flechtbandmuster mit Arabesken, Ranken und Vögeln in den Zwischenräumen verziert. Die Darstellungen wurden in Gold- und Silbertauschierung ausgeführt. Durch die Verzierung mit Edelmetallen erschienen die tauschierten Messinggefäße sehr vielfarbig und reich. In die Rundmedaillons ist jeweils im Zentrum das Wappen des Emirs Sumul Abu-l Izz eingesetzt. Er war ein Gefolgsmann des regierenden Sultans an-Nasir Muhammad b. Qalaun. Ob er auch der Auftraggeber des Beckens war, kann wegen der zum Teil abgeriebenen Inschrift nur vermutet werden. Abu-l Izz und sein Bruder Salar, Vizekönig von Ägypten, revoltierten gegen den Sultan und wurden deshalb 1310 gefangen genommen. Am Beckenboden werden in zwei Inschriften Glückwünsche für den heute unbekannten Auftraggeber ausgesprochen. Hier könnte einst der Name Sumul Abu-l Izz gestanden haben. Dann wäre das Becken zwischen 693/1293 und 710/1310 zu datieren.","short_description":"Die Gestaltung dieser Wasserschüssel aus Messing mit Gold- und Silbereinlegearbeiten zeigt einen Fries mit Reitern bei der Jagd oder einem Turnier. Sie sind durch vier Medaillons getrennt, die ein für den mamlukischen Adel typisches Wappen tragen. Die Schüssel wurde für einen mamlukischen Emir in Auftrag gegeben.","holder":"Museum für Islamische Kunst","initial_owner":"Sumul Abu-l Izz, ab 1897 F. Sarre.","dates":"datierbar um 700 / um 1300.","location":"Berlin","dimensions":"Höhe 10 cm Durchmesser 21 cm.","method_for_datation":"Das Wasserbecken läßt sich durch die Wappen datieren, nach denen der Auftraggeber Sumul Abu'l Izz gewesen sein dürfte. Er war zwischen 693 H./1293 n.Chr. und 710 H./1310 n.Chr. in den Diensten des mamlukischen Sultans an-Nasir Muhammad b. Qalaun.","method_for_provenance":"Die mamlukischen Wappen, nach denen der Auftraggeber bestimmt werden kann, weisen auf Ägypten als Herkunftsland hin.","provenance":"Kairo, Ägypten.","obtention":"Geschenk des Sammlers Friedrich Sarre, Berlin, der es 1897 im Kunsthandel erwarb.","bibliography":"Kat. Museum für Islamische Kunst. Mainz, 2001, 76. \n \nHagedorn, A. Die Blacas-Kanne. Zu Ikonographie und Bedeutung islamischer Metallarbeiten des Vorderen Orients im 13. und 14. Jahrhundert, Münster, 1992, 127-33, 152/153, Nr. 162 \n \nMayer, L.A., “Three Heraldic Bronzes from Palermo”, Ars Islamica 3, 1936, 184-86. \n \nSarre, F. Erzeugnisse Islamischer Kunst. Teil 1 METALL, Berlin, 1906, Nr. 64. \n \nWard. R. Islamic Metalwork, London, 1993, 71-93.","dynasty":"Mamluken","linkcatalogs":"IAM_EG_EN_001","author":"Annette Hagedorn","keywords":["Emir","Kleines Wasserbecken","Mamluken","Messing","Tauschierung"],"materials":["Messing. Silber- und Goldtauschierungen."]},"389ca57a-de31-5831-9a59-bb851adbe95e":{"name":"*Hamzanama*: Umar entkommt den Fesseln und rasiert Kamran den Bart ab","short_description":"Umar ist einer der Spione (Ajjar), welche den Kampf Hamzas laufend unterstützen.","type":"Malerei","holder":"MAK – Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst","dates":"1557–1577 AD","location":"Wien","provenance":"Indien","dynasty":"Moguln","materials":["Malerei auf Baumwolle"]},"4b8ffd8e-ec58-5468-9e97-3c950ff7e6c9":{"name":"Moscheelampe.","description":"Gläserene Moscheelampen mit Emaildekor wurden hauptsächlich in mamlukischer Zeit in Syrien oder Ägypten hergestellt. Sie waren Auftragsarbeiten und gelangten als Stiftungen mamlukischer Sultane in Kairener Moscheen. Die bekannteste Berliner Moscheelampe ist aus honigfarbenem Glas mit umgekehrt kelchförmigen Fuß und bauchigem Körper, der über einer Einziehung in einen hohen konischen Hals übergeht. Auf dem Körper sind sechs angelegte Ösen in schildförmig ausgesparten Flächen angedrückt. Mit ihnen hing die Lampe an Ketten von der Decke herab. Ein zusätzlich hineingehängtes trichterförmiges Öllämpchen gab das Licht. Der Dekor besteht aus zwei Schriftfriesen und kleinteiliger Blumenmalerei, die durch das Motiv der Lotusblüte fernöstlichen Einfluss erkennen lässt. Der Inschriftfries auf dem Körper ist in Gold auf blauem Grund ausgeführt. Er nennt den Namen des mehrfach regierenden Mamlukensultans an-Nasir Muhammad (reg. 698-708/1299-1309 und 709-741/1310-1341). Die Lampe könnte als Auftragsarbeit für eine Moschee oder eine Schule mit Mausoleum hergestellt worden sein. Sowohl 704/1304 als auch zwischen 718-736/1318-35 liess er solche Bauten in Kairo errichten. Die Inschrift in Blau auf einer Ranke mit spiraligen Einrollungen und ursprünglich goldenem Grund hat den für eine Moscheelampen besonders geeigneten Lichtvers aus dem Koran (Sure 24, Vers 35) zum Thema. Beide Inschriften sind in der für die Mamlukenzeit charakteristischen Thuluth-Schrift geschrieben.","short_description":"Glaslampen wurde für Moscheen, Schreine und Mausoleen gemacht. Der innere Behälter fasste das Öl und der Docht. Der Inschrift auf dem Boden Lampe nach wurde sie im Namen des Mamluken-Sultans al-Nasir Muhammad gemacht. Sie ist mit dem Lichtvers des Koran verziert (XXIV: 35).","holder":"Museum für Islamische Kunst","initial_owner":"Graf F. von Pourtalès, St. Petersburg.","dates":"1. Hälfte 7./ 1. Hälfte 14. Jh.","location":"Berlin","dimensions":"Höhe 34 cm Durchmesser 24,8 cm.","method_for_datation":"In mamlukischer Zeit wurde eine Vielzahl von gläsernen Moscheelampen hergestellt. Diese nennt den Namen des Sultans an-Nasir Muhammad, der im 8. Jh. H./14. Jh. n. Chr. regierte.","method_for_provenance":"Die Moscheelampe wurden wahrscheinlich sowohl in Syrien als auch in Ägypten hergestellt. Eine genaue Zuweisung ist noch nicht möglich.","provenance":"Ägypten oder Syrien.","obtention":"1913 als Geschenk von Graf F. Pourtalès.","bibliography":"Lamm, C.J., Mittelalterliche Gläser und Steinschnittarbeiten aus dem Nahen Osten. Berlin 1929/30, 434 Nr. 27 Taf. 190 Nr. 10. \n \nKat. Museum für Islamische Kunst 1972/1979, Nr.13. \n \nCarboni, S. and Whitehouse, D. Glass of the Sultans, The Metropolitan Museum of Art, New York, 2001, 199-273.","dynasty":"Mamluken","linkcatalogs":"IAM_EG_EN_001","author":"Jens Kröger","keywords":["Emailglas","Mamluken","Moschee"],"materials":["Glas, emailliert und vergoldet."]},"5b111959-0e06-5d73-9d98-5177f4d07663":{"name":"Rüstung eines Mamelukenfürsten","short_description":"Helm und Kürass dieser Rüstung wurden im Inventar der Sammlung Erzherzog Ferdinands II. von Tirol (1529-1595) von 1593 irrig einem „N. König zu Cuba in India“ zugeschrieben. 1788 wurde der Schild beigefügt und das Ensemble ohne nähere Begründung als Rüstung des nordafrikanischen Seehelden Dragud Reis, König von Kairun (gest. 1565) bezeichnet. Die aktuelle Zuschreibung an einen Mamlukenfürsten erfolgt aufgrund eines Vergleiches mit der ähnlichen Sturmhaube des mamlukischen Gouverneurs Khairbak von Aleppo (Istanbul, Topkapi Sarai Museum), der 1517 Syrien dem osmanischen Sultan Selim I. überantwortete. Der vorliegende Harnisch ist das prunkvollste Beispiel dieses orientalischen Rüstungstypus.","type":"Rüstung","holder":"Kunsthistorisches Museum","dates":"10.H. / 1. Viertel 16. Jahrhundert","location":"Wien","dimensions":"Helm: Höhe: 33cm, Breite: 23.5cm, Tiefe: 28.5cm; \nRüstung: Höhe: 72.5cm, Breite: 65cm, Tiefe: 34cm; \nSchild: Höhe: 12.5cm, Durchmesser: 63cm","method_for_datation":"Vergleich mit anderen Objekten","method_for_provenance":"Sammlung Schloss Ambras, Inventar von 1559","provenance":"Ägypten?","obtention":"Sammlung Schloss Ambras, Inventar von 1559","bibliography":"Mayer, L. A., „Saracenic Arms and Armor\", *Ars Islamica*, 10 (1943). \nThomas, Bruno und Gamber, Ortwin, *Katalog der Leibrüstkammer I. Teil. Der Zeitraum von 500 bis 1530*, Wien: Verlag Anton Schroll & Co, 1976.","dynasty":"Mamluken","author":"Matthias Pfaffenbichler, Tobias Roeder","keywords":["Mameluken","Rüstung","Schild"],"materials":["Eisen getrieben, mit punziertem Dekor, feuervergoldet. Panzergeflecht, teilweise mit gestanzten Ringen"]},"5f89dbe5-9c2a-5bd5-873c-3b29fca4dd90":{"name":"Der Krönungsmantel","short_description":"Der halbkreisförmig geschnittene Mantel aus rotem Samit (geritzte Seide) ist mit einer aufwendigen Goldstickerei versehen, die einen zentralen Palmbaum (=Lebensbaum) zeigt, zu dessen linker und rechter Seite sich spiegelbildliche Darstellungen eines Löwen befinden, der ein mit Sattel und Zaumzeug ausgerüstetes, also domestiziertes Kamel besiegt. \nEntlang der geraden Seite des Halbkreises ist der Mantel bordürenartig mit Perlen und Gold bestickt sowie mit 31 Emailplättchen (von byzantinischen Einflüssen geprägtes Zellenschmelzemail) besetzt. Die halbkreisförmige Kante des Mantels ist mit einer *Kufi*\\-Inschrift in Gold bestickt. Ihr ist zu entnehmen, dass der Mantel 133/34 zur Regierungszeit des sizilianischen Königs Rogers II. in den königlichen Hofwerkstätten zu Palermo angefertigt wurde. \nAls Teil des normannischen Schatzes gelangte der Mantel auf dem Erbweg an die Hohenstaufer und wurde schließlich Bestandteil der Krönungsgewänder der Könige und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches.","type":"Mantel","holder":"Kunsthistorisches Museum","dates":"AD 1133/1134","location":"Wien","dimensions":"Höhe: 146cm, Breite: 345cm","method_for_datation":"Stilkritische Untersuchung, Archiv- und Inventarrecherche","method_for_provenance":"Archiv- und Inventarrecherche","provenance":"Italien","obtention":"Hergestellt für König Roger II. von Sizilien; als Teil des normannischen Schatzes auf dem Erbweg an die Hohenstaufen und schließlich als Krönungsmantel der Könige und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches verwendet.","bibliography":"Bauer, Rotraud, „Der Mantel Rogers II. und die siculo-normannischen Gewänder aus den königlichen Hofwerkstätten in Palermo“, in Wilfred Seipel (Hg.), *Nobiles Officinae. Die königlichen Hofwerkstätten zu Palermo zur Zeit der Normannen und Staufer im 12. und 13. Jahrhundert. Ausstellungskatalog (Kunsthistorisches Museum Wien)*, Mailand/Wien: Kunsthistorisches Museum, 2004: 115–123. \nSchmitz-von Ledebur, Katja, „Die Krönungsgewänder aus den palermitanischen Hofwerkstätten – zu den jüngsten epigraphischen und naturwissenschaftlichen Untersuchungen“, in Annemarie Stauffer (Hg.), *Textile Kostbarkeiten staufischer Herrscher. Werkstätten – Bilder – Funktionen. Tagungsband zum internationalen Kolloquium im Rahmen der Ausstellung „Die Staufer und Italien“ am 20. und 21. Januar 2011 in den Reiss-Engelhorn- Museen Mannheim, Studien zur internationalen Architektur- und Kunstgeschichte 99*, Petersberg: Imhof, 2014: 12–25. \nSeipel, Wilfred (Hg.), *Hauptwerke der Weltlichen Schatzkammer*, Mailand/Wien: Kunsthistorisches Museum, 2005: 58–60.","dynasty":"Palermo, königliche Hofwerkstätten","materials":["Samit, Seide, Gold, Perlen, Email, Filigran, Edelsteine, Brettchenborte"]},"64a752d6-b788-5de5-9e6e-354842dbf466":{"name":"Grabstein.","description":"Die rechteckige Marmorplatte ist mit einer 11-zeiligen Grabinschrift innerhalb eines von Säulen getragenen Hufeisenbogens versehen. In den Bogenzwickeln sitzen Palmetten, den rahmenden Fries nimmt eine Halbpalmettenwellenranke ein. Der Aufbau des Grabsteines zeigt, dass es sich um einen Grabstein mit Gebetsnische (mihrab) handelt. Im Gebiet von al-Andalus waren solche Grabsteine besonders typisch für die Stadt Almería waren. Die Inschrift ist in einem für den Maghreb typischen, aber nicht sehr gekonnten Kufi-Duktus ausgeführt. Typisch sind kleine Zusätze wie Blätter und Punkte zwischen der Schrift. Die Text kann folgendermaßen beschrieben werden: an die Basmala werden Verse aus dem Koran (Sure 3, Vers 182 und Sure 38, vers 67-68) zitiert. Dann folgt der Name des Toten: Dies ist das Grab des Djabir, Sohn des Muhammad al-Khashab, der Holzkaufmann (?), der unter Namen Ibn al-Qallal bekannt ist. Er verstarb am Montag in der ersten Dekade des Monats Ramadan im Jahre 435/[2. April 1044], wobei er bezeugte, dass es keinen Gott gibt ausser Gott und dass Muhammad der Gesandte Gottes ist, und dass das Paradies, die Hölle, die Auferstehung und die Stunde des Gerichts wahrhaftig sind. Die Glaubensformel bezieht sich auf Sure 22, Vers 3-7. Als der Genannte starb, regierten in der bedeutenden Hafenstadt Almería die Banu Sumadih. Da dieser Typ von Grabstein mit dem für al-Andalus typischen Hufeisenbogen in der Gegend um Almería häufiger anzutreffen ist, könnte er am ehesten aus dieser Region stammen.","short_description":"Hufeisenförmige marmorne Grabsteine sind typisch für die Funde in der Stadt Almeria bei Malaga in al-Andalus. Dieses Exemplar mit seiner kompakten Kufi-Schrift, die den Raum komplett ausfüllt, und seinen typischen arabesken Rändern wurde für einen Mann hergestellt, der im Jahre 435 AH (AD 1044) starb.","holder":"Museum für Islamische Kunst","initial_owner":"Slg. Kalebdijan, Paris.","dates":"datiert 435 H. / 1044.","location":"Berlin","dimensions":"Höhe 64 cm Breite 46 cm.","method_for_datation":"Durch die Inschrift ist der Grabstein 435 H./1044 n.Chr. datiert.","method_for_provenance":"Der Aufbau des Grabsteines weist Merkmale auf, die für Grabsteine in Almería/Spanien charakteristisch sind.","provenance":"wohl Region um Almería, Spanien.","obtention":"Ankauf 1942 aus der Slg. Kalebdijan, Paris.","bibliography":"Lévi-Provençal, E. Inscriptions Arabes d'Espagne, Paris-Leiden, 1931, Nr. 189. \n \nKat. Schätze der Alhambra-Islamische Kunst aus Andalusien, Mailand, 1995 Nr. 60 \n \nKat. Museum für Islamische Kunst, Berlin 2001, S. 92-3.","dynasty":"Taifa-Periode","author":"Annette Hagedorn","keywords":["al-Andalus","Almería","Grab","Grab Objekt","Grabstein","Kufi-Duktus","Maghreb","Taifa-Periode"],"materials":["Marmor."]},"6d98ea50-5803-5087-8c76-c692fcff4093":{"name":"Teppich mit dem Motiv eines Blütenbaumes, sog. Synagogenteppich.","description":"Der von Wilhelm von Bode erworbene, sehr fragmentarische Teppich soll aus einer Kirche in Tirol stammen und gelangte von dort in den Münchener Kunsthandel. Er hat ein langes schmales Format und ist sehr klar gegliedert. Im roten Innenfeld sitzt ein dünner zentraler Baumstamm, von dem in regelmäßigen Abständen im rechten Winkel Zweige abgehen, die mit großen Blüten besetzt sind. Das Innenfeld wird von einer gelbgrundigen Bordüre eingerahmt, in der ein Wort in arabischer Schrift im Kufi-Duktus kontinuierlich wiederholt wird. Am oberen Rand ist das Wort auf zwei miteinander verbundene Buchstaben reduziert. Die Stilisierung der arabischen Schrift könnte eine nicht korrekt wiedergebene Version des islamischen Glaubensbekenntnisses meinen. Kleine Rosetten sind als Trennglieder verwendet worden. Zum äußeren Rand hin folgt eine zweite Bordüre, die mit einem Rapport aus Doppelperlen besetzt ist. Die Bordüren werden zusätzlich von schmalen blaugrundigen Streifen gerahmt. Dass es sich um einen Teppich aus einer spanischen Synagoge handeln könnte, vermutete als erster Friedrich Sarre, der in den sich wiederholenden, blütenartigen geometrischen Gebilden die stilisierte Wiedergabe eines Thoraschreines vermutete. Vergleichbare Darstellungen eines Thoraschreines sind bereits auf Fußbodenmosaiken spätantiker Synagogen in Palästina zu finden. Bislang ist es nicht gelungen, diese These durch spanische Beispiele zu untermauern. Auch die sechszackige Sternform (sog. Siegel Salomons) kommt in der islamischen Ornamentik häufig vor, ohne dass dieses Motiv schlüssig als Davidsstern interpretiert werden kann. Wie Darstellungen auf Gemälden vielfach zeigen, war die Verwendung von arabischen Inschriften im Kufi-Duktus in der Architektur, auf Teppichen und Stoffen im mittelalterlich-christlichen Bereich sehr gebräuchlich. Wenngleich keine Vergleichsstücke für diesen Teppich bekannt geworden sind, nimmt man an, dass es sich um das älteste Beispiel eines spanischen Teppichs handeln könnte.","short_description":"Dieser einzigartige Teppich – der erste, der aus Spanien bekannt ist – hat ein Design mit einem Baum in der Mitte und Zweigen, die in großen Blumen enden. Diese wurden als Abbildungen eines Thoraschreines gedeutet, weswegen der Teppich Synagogenteppich heißt. Von besonderer Bedeutung ist die stilisierte und sich wiederholende arabische Inschrift.","holder":"Museum für Islamische Kunst","owner":"Kunstgewerbemuseum.","initial_owner":"Wilhelm von Bode.","dates":"8. H. / 14. Jh.","location":"Berlin","dimensions":"Länge 385 cm Breite 95 cm.","method_for_datation":"In Ermangelung datierter Teppiche wird angenommen, dass dieser Teppich früher zu datieren ist als die Gruppe der Teppiche mit Wappen, für die eine Entstehung im 15. Jh. angenommen wird. Die Begründung liegt einerseits in der anderen Ornamentik und in der archaischen Form der Inschrift auf monochromem Grund. Die Abweichungen erlauben die Annahme, der Teppich könnte bereits im 14. Jh. geküpft worden sein.","method_for_provenance":"Sowohl die technische Eigenheit des spanischen Knotens für die Knüpfung als auch die Inschrift und die ornamentalen Details weisen auf Spanien hin.","provenance":"Spanien.","obtention":"Von Wilhelm von Bode 1884 im Münchener Kunsthandel erworben und später dem Berliner Kunstgewerbemuseum überwiesen. Von dort als Dauerleihgabe 1906 an das Museum übergeben. Überweisung durch das Kunstgwerbemuseum1906 als Dauerleihgabe.","bibliography":"Bode, F., Vorderasiatische Knüpfteppiche aus älterer Zeit (Monographien des Kunstgewerbes) Leipzig, 1901,117. \n \nSarre, F., A Fourteenth Century Spanish Synagogue Carpet, Burlington Magazine 56, 1930, 89-95. \n \nKat. Convivencia. Jews, Muslims, and Christians in Medieval Spain. (eds. V. B. Mann et al.), The Jewish Museum, New York, 1992, 246-7 Nr. 107. \n \nEnderlein, V., Wilhelm von Bode und die Berliner Teppichsammlung. Bilderheft der Staatlichen Museen zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz, Berlin, 1995, 23 Nr. 8, 28 Taf. 8.","dynasty":"Nasriden","author":"Jens Kröger","keywords":["Spanische Teppiche","Synagogenteppich","Teppich"],"materials":["Wolle, Knüpfteppich."]},"6de30ff8-0fff-5ed3-8984-48abb285b414":{"name":"Flügeltür.","description":"Mit Sternflechtornamentik dekorierte Holztüren waren üblich bei Moscheen der Rum-Seldschuken, die eine Vorliebe für komplizierte geometrische Dekore hatten, die von begnadeten Holzkünstlern geschnitzt und entworfen wurden. Sehr eindrucksvoll wurden auch bei der Dekoration dieser Tür die großen Panele der Hauptfelder der Tür mit einer geometrischen Musterung versehen, deren Einzelfelder mit stilisierten Arabeskranken geschmückt sind, die aus floralen Einzelmotiven zusammengesetzt sind. Die geometrische Musterung wird aus einer fortlaufenden Musterung aus kleinteiligen Sechs- und Fünfecken, Rauten und Dreiecken entwickelt. Dabei sind nicht wie üblicherweise Einzelpaneele nabeneinandergesetzt, sondern es handelt sich um eine fortlaufende Musterung, die sich über die ganze Paneelfläche hinzieht. Die umlaufenden breiten Rahmenfriese sind mit sich überschneidenden Arabeskranken verziert. Im oberen Türfeld sind Inschriften auf blauem Grund eingefügt, die Sure 9, 18 aus dem Koran zitieren: „Besuchen nur soll die Moscheen Allahs, wer da glaubt an Allah und an den Jüngsten Tag.“ Diese Inschrift wurde einst an der Tür eines südlichen Nebenraumes fortgesetzt. Auch diese Tür befindet sich im Museum für Islamische Kunst. Sie lautet „und das Gebet verrichtet und die Armensteuer zahlt“. Insgesamt wurden so die wichtigsten Pflichten eines muslimischen Gläubigen angesprochen: Glaubensbekenntnis, Gebet und Armensteuer. Anders, als bei den Doppeltüren aus der Vorhalle mit ihrem Sockelfeld mit pflanzlichen Dekoren, ist diese Tür ganzflächig mit geometrischen Dekor überzogen. Die Tür aus der Vorhalle befindet sich heute im Museum in Konya (Inv. Nr. 330).","short_description":"Die Inschrift des Koran (IX:18) – In den Moscheen Gottes verweilen und Dienst tun dürfen nur die, die an Gott und den Jüngsten Tag glauben – ist passend für die Holztür, die ursprünglich zur Bey-Hakim-Moschee im türkischen Konya gehörte. Die geometrischen und arabesken Muster sind typisch für die Kunst der Seldschuken.","holder":"Museum für Islamische Kunst","dates":"7. H / 13. Jahrhundert","location":"Berlin","dimensions":"Höhe 182 cm Breite 116 cm.","method_for_datation":"Die Flügeltür stammt aus der Bey Hakim Moschee in Konya, die in die Mitte des 7.Jh. H./13. Jh. n.Chr. datiert werden kann. Stilistische Vergleiche zeigen, dass die Flügeltür in diese Zeit gehört.","method_for_provenance":"Der Nachweis, dass die Flügeltür aus der Bey Hakim Moschee in Konya stammt, wurde von V. Enderlein 1976 durch die Inschriften auf den Flügeltüren erbracht, die einen zusammenhängenden Text ergeben.","provenance":"Türkei, Konya, Moschee Bey Hakim.","obtention":"Ankauf aus Privatbesitz 1913.","bibliography":"Enderlein, V. „Der Mihrab der Bey Hakim Mosche in Konya - Ein Denkmal und seine Geschichte“, in Forschungen und Berichte, 17, 33-40. Berlin 1976, 34, Taf. 2. \n \nLöytved, J. H. Konia – Inschriften der seldschukischen Bauten. Berlin, 1907, 87. \n \nRice, D. T. Islamic Art, London, 1965 2. Aufl. 1975, 174, Abb. 176. (Tür zum Seitenflügel der Moschee) \n \nSarre, F. Seldschukische Kleinkunst, Erzeugnisse islamischer Kleinkunst, Teil II. Leipzig, 1909, 32, Taf. XII.","dynasty":"Rum-Seldschuken","author":"Annette Hagedorn","keywords":["Flügeltür","Moschee","Schnitztechnik","Seldschuken","Sternflechtornament"],"materials":["Nußbaumholz, Schnitzarbeit, Teile farblich gefaßt."]},"72ae01c0-55bc-584b-8258-a81263d1edbd":{"name":"*Hamzanama*: Kundschafter bringen Anoschirvan Nachrichten aus den Ländern Chaiba und China","short_description":"\"Kommandanten eilten in alle Teile des Reiches und fanden zwei alte Ziegelsteine, einen in Chaibar und einen in China. Sie brachten die zwei Ziegelsteine zum Kaiser Anoschirwan und berichteten es dem Kaiser der sieben Weltgegenden. Der Kaiser rief den chwadscha zu sich und fragte die Kommandanten in seiner Gegenwart, warum die beiden Länder ruiniert waren. Die Kommandanten berichteten, dass es in Chaibar einen Heiden namens Hischamgab, der alle Grausamkeiten und Ungerechtigkeiten beging, die er konnte. In China war zwar der Kaiser sehr gut, aber er hatte einen Sohn namens Bahram Gur, der äußerst egoistisch und widerspenstig war. Die Untertanen dieser beiden wurden von ihrer Ungerechtigkeit gequält, und wegen ihnen waren die beiden Königreiche ruiniert.\"","type":"Malerei","holder":"MAK – Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst","dates":"1557–1577 AD","location":"Wien","provenance":"Indien","dynasty":"Moguln","materials":["Malerei auf Baumwolle"]},"79968466-a94b-5053-a5e9-1155df32e285":{"name":"Waschgeschirr aus Kanne und Becken.","description":"Kanne und Becken wurden am Hofe bei Tisch zum Händewaschen gereicht. Mittelalterliche arabische Quellen beschreiben solche Geschirre. Sie wurden als Ausstattungsstücke für die Aussteuer von Töchtern von Amiren, Wesiren, hohen Adeligen, Beamten und Kaufleuten benutzt. Das Berliner Geschirr wurde, nach ikonographischen Motiven des Dekors zu urteilen, für einen Juristen hergestellt. Die Inschriften enthalten Segenswünsche allgemeiner Art (Wohlergehen, Reichtum, Gesundheit, Wissen und Milde) für den unbekannten Besitzer. Die ursprüngliche Pracht ist durch den hervorragenden Erhaltungszustand gut erkennbar. Die Kanne ist durch ihre Form mit Klappdeckel und gerader Ausgußtülle plastisch modelliert. Bauch, Schulter und Hals zieren drei Friese mit figürlichen Motiven in unterschiedlichen großen Medaillons. Die Medaillons sind mit Thron- und Reiterdarstellungen sowie mit Planetenbildern gefüllt. Der Halsansatz zeigt elf Bogenfelder mit stehenden Figuren, in der Art christlicher Darstellungen. In einem Tierfries am Schulterrand findet eine Jagd auf ein Einhorn statt. Zusätzlich sind arabische Inschriften in Friesen oder über die Kanne verteilt, die Wünsche enthalten. Im Boden des Beckens sind die sechs Planetenbilder rund um die Sonne gestellt und in einem zweiten Fries erscheinen die Bilder des Tierkreises (Zodiacus) in Verbindung mit bestimmten Planeten. Das Becken zeigt ähnlich wie bei der Kanne in sechs großen Medaillons auf der Außenseite den Fürsten flankiert von zwei Leibwächtern, Jagdszenen und Feiernde, die auf ein Bankett hinweisen. Sie werden durch eine Inschrift verbunden, die Wünsche um Macht und Sieg, um Wissen und Milde, wie sie Allah eigen sind, nennen. Die Komplexität des Entwurfs und die höchste Qualität in der Ausführung weisen auf den hohen Status des Auftraggebers hin. Sowohl Kanne und Becken sind namentlich signiert und bezeugen so auch den hohen Stellenwert des Künstlers.","short_description":"Dieses äußerst fein gearbeitete Set aus Schüssel und Krug bezeugt die Kunstfertigkeit der metallverarbeitenden Handwerker aus Mosul um 1270 AD. Auf dem von einem hochrangigen Auftraggeber georderten Set sind Planeten und Szenen des höfischen Lebens abgebildet. Es wurde vermutlich verwendet, um sich zu besonderen Anlässen die Hände zu waschen.","holder":"Museum für Islamische Kunst","dates":"2. Hälfte 8./ 3. Viertel 13. Jh.","location":"Berlin","dimensions":"Kanne: Höhe 37 cm Durchmesser 20,6 cm; Becken: Höhe 17 cm Durchmesser 43 cm.","method_for_datation":"Der Künstler, der die Kanne und das Becken signiert hat, lebte um die Mitte des 7. Jh. H./ 13. Jh. n.Chr.","method_for_provenance":"Der Künstler, der die Kanne und das Becken signiert hat, trägt in seinem Namen den Herkunfts- oder Wohnstättennamen al-Mausili, „der aus Mosul“. Damit wird seine Herkunft oder auch seine Tätigkeit an dem Wohnstättenort, hier „aus Mosul“ ausgedrückt. Die Signatur und das Motiv der Figur mit Mondsichel vor dem Körper weisen mit großer Wahrscheinlichkeit auf eine Entstehung in Mosul hin.","provenance":"Mosul, Nord-Irak.","obtention":"Um 1938 im Kunsthandel.","bibliography":"Kat. Museum für Islamische Kunst. Mainz, 2001, 72/73. \n \nBaer, E. Ayyubid Metalwork with Christian Images, Leiden, 1989, 15-7, Pl. 50-1. \n \nHagedorn, A. Die Blacas-Kanne. Zu Ikonographie und Bedeutung islamischer Metallarbeiten des Vorderen Orients im 13. und 14. Jahrhundert, Münster, 1992, Nr. 28. \n \nKühnel, E., \"Zwei Mosulbronzen und ihr Meister\", in: Jahrbuch der Preußischen Kunstsammlungen 60, 1939, 1-20. \n \nRice, D. S. “Inlaid Brasses of the Workshop of Ahmad Al-Dhaki al-Mawsili,” Ars Orientalis 2, 1957, 225-53.","dynasty":"Postzengidisch","author":"Annette Hagedorn","keywords":["Messing","Mosul","Postzengidisch","Tauschierung"],"materials":["Messing, gold- und silbertauschiert."]},"856e72d2-c6c6-53ae-9853-1dd5d7bed01e":{"name":"Weinschale (Jam)","short_description":"Datierungsinschrift: \"Arbeit des Mirza Mohammed aus Runan, Ende des Monats Du-I-qada, im Jahr 1052 [n.H. = 21. Januar 1643 n. Chr.]\", Besitzvermerk: \"Sein Knecht Muhammad Schafi, Besitzer [ist] ihre Hoheit, die Begum.\"","type":"Mertallarbeit","holder":"MAK – Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst","dates":"1052 H / 1643 AD","location":"Wien","provenance":"Iran oder Indien","dynasty":"Safaviden","keywords":["Kupfer","Safawiden","Wine Schüssel"],"materials":["Kupfer verzinnt mit Gravurdekor"]},"8bd10ee7-7d61-5332-9316-61a61303f68d":{"name":"Herzförmiger Talisman mit Sure","short_description":"Herzförmiger Talisman aus halbgelben Karneol; in der Mitte eine Inschrift in *Nashi* „Donner (*ar-ra’ad*) verherrlicht und preist Ihn, ebenso wie die Engel aus Ehrfurcht“ umgeben von Ayat-al-Kursi (Der Stuhl) „Allah (ist einer allein). Es gibt keinen Gott außer ihm. (Er ist) der Lebendige und Beständige. Ihn überkommt weder Schlummer noch Schlaf. Ihm gehört (alles), was im Himmel und auf Erden ist. Wer (unter den himmlischen Wesen) könnte - außer mit seiner Erlaubnis - (am jüngsten Tag) bei ihm Fürsprache einlegen? Er weiß, was vor und was hinter ihnen liegt. Sie aber wissen nichts davon - außer was er will. Sein Thron reicht weit über Himmel und Erde. Und es fällt ihm nicht schwer, sie (vor Schaden) zu bewahren. Er ist der Erhabene und Gewaltige“. Der Talisman wird von einer doppelten Linie gerahmt.","type":"Amulett","holder":"Kunsthistorisches Museum","dates":"11. 12. H. / 17. – 18. Jahrhundert","location":"Wien","dimensions":"Länge: 3.29cm, Breite: 3.03cm, Tiefe: 0.48cm","method_for_datation":"Kunsthistorischer Vergleich","method_for_provenance":"Inventar-Eintrag","provenance":"Naher Osten","obtention":"Ankauf 1942","bibliography":"Komorzynski, „Assyrische, babylonische und südarabische Denkmäler im KHM in Wien,\" *Österr. Literaturzeitung*, 1 (1952): 6. \nLeitner-Böchzelt, Susanne und Pfaffenbichler, Matthias (Hgg.), *Die Welt des Orients. Kunst und Kultur des Islam*, Leoben: Stadtgemeinde Leoben, 2006: 135, Kat.-Nr. 156.","dynasty":"Osmanen","author":"H. Satzinger, E. Haslauer (M. Hüttner)","materials":["Hellgelber Karneol"]},"8fe8643d-14ac-551c-81af-815f61df8a4a":{"name":"Fragment einer Monumentalinschrift.","description":"Die rechteckige Marmorplatte ist der erhaltene rechte Teil einer Monumentalinschrift. Die Marmorplatte wurde wegen des kostbaren Materials offensichtlich als Spolie wiederverwendet. Auf der Rückseite befindet sich die Grabinschrift im Kufi-Duktus eines 307 H./ 920 n. Chr. verstorbenen Mannes. Dieses Datum stimmt nicht mit dem Stil der Monumentalinschrift auf der Vorderseite überein, so daß es sich um eine Wiederverwendung handelt. Durch seine kalligrafisch sehr schön ausgeführte Inschrift ist die Seite mit der Monumentalinschrift als Vorderseite zu betrachten. Die Kufischrift gibt die ersten drei Worte der basmala wieder, dem islamischen Glaubensbekenntnis. Die in Relief gearbeitete Inschrift zeigt eine Ausprägung die als blühendes Kufi bezeichnet wird, weil die Buchstaben in Halbpalmetten auslaufen. Auf der linken Seite sind auch Varianten von Flechtkufi erkennbar. Beide Buchstabentypen sind elementare Teile des dekorativen Kufis seit dem 9. Jahrhundert. Die Monumentalinschrift könnte im frühen 11. Jh. entstanden sein. Beim blühendem Kufi enden die Hasten in floralen Elementen, bei Flechtkufi werden zwei Hasten miteinander verflochten. Diese Schmuckelemente erscheinen bei großen Monumentalinschriften ebenso wie in anderen Kunstgattungen. Das Kufi wurde wegen seinem fast monumental wirkenden Erscheinungsbild gerne für religiöse Texte verwendet. Der arabische Autor Ibn Khaldun (732-84 H./ 1332-82) beschrieb die Entstehung verschiedener Schrifttypen und die Bedeutung einer einheitlichen Schrift für die arabischen Eroberungen. Er gab auch an, dass die Kufi-Schrift in der irakischen Stadt Kufa entstanden sei.","short_description":"Dieses Bruchstück einer Marmortafel aus dem fatimidischen Ägypten trägt eine große Inschrift im Kufi-Duktus. Da die einzelnen Buchstaben in Halbpalmetten oder floralen Elementen enden, wird diese Schrift „blühendes“ Kufi genannt. Es war in verschiedenen Formen in vielen Teilen der islamischen Welt gebräuchlich.","holder":"Museum für Islamische Kunst","dates":"4.-5. H. / 10.-11. Jh.","location":"Berlin","dimensions":"Höhe 45,5 cm Breite 66,5 cm.","method_for_datation":"Durch die datierte Inschrift auf der Rückseite gehört die Monumentalinschrift auf der Vorderseite in die Zeit nach 307 H./920 n. Chr. Ihren stilistischen Merkmalen nach gehört die Monumentalinschrift wahrscheinlich in das frühe 11. Jh.","method_for_provenance":"Das Marmorfragment wurde in Ägypten erworben und läßt sich auch auf Grund der Merkmale der Schrift Ägypten zuweisen.","provenance":"Ägypten.","obtention":"Kunsthandel Kairo 1907. Überweisung von der Altchristlichen Abteilung.","bibliography":"Grohmann, A. Arabische Paläographie, II. Teil, Das Schriftwesen. Die Lapidarschrift, Graz/Wien/Köln, 1971, 193 Abb. 222. \n \nKühnel, E. Islamische Schriftkunst Berlin/Leipzig, 1942, Abb. 14. \n \nRépertoire Chronologique d'Épigraphie Arabe III, Cairo, 1932, 121-122 Nr. 1012. \n \nSafadi, Y. H. Islamic Calligraphy, London, 1978, pl. 6, 35. \n \nSchimmel, A. Islamic Calligraphy, Leiden, 1970, pl. II.","dynasty":"Fatimiden","author":"Annette Hagedorn","keywords":["Epigrafie","Gravur","Hasten","Ischrift","Kufi","Spolie"],"materials":["Marmor, ausgehauene und polierte Kufischrift."]},"9134b213-b1e4-5abb-aa86-b624a12b02ae":{"name":"Bemalter Elfenbeinkasten.","description":"Der ungewöhnlich reich bemalte Elfenbeinkasten gehört zu einer Gruppe größerer und kleinerer Kästen, die in muslimischen Werkstätten wahrscheinlich in Palermo auf Sizilien als Auftragsarbeiten des Normannenhofes hergestellt wurden. Sie haben sich in zahlreichen Sammlungen erhalten und fanden häufig in Kirchenschätzen als Reliquienbehälter Verwendung. Der Kasten besteht aus einem Kern aus Holzplatten, die mit dünnen Elfenbeinplatten versehen wurden. Auf die Elfenbeinplatten wurde die schwarz konturierte sowie in Braun, Grün und Gold hervorgehobene Malerei aufgetragen. Anschließend wurden die Platten mit vergoldeten Messingbeschlägen befestigt und der Kasten erhielt ein Schloß, das in späterer Zeit ersetzt wurde. Das Innere war ursprünglich wahrscheinlich mit einem Textil ausgeschlagen. Die Bemalung zeigt auf der vorderen Deckelkante eine arabische Inschrift im Kufi-Duktus. Sie enthält Wünsche für einen namentlich nicht genannten Auftraggeber. Die Malereien bestehen auf der Vorderseite aus großen Medaillons mit stark stilisierten Ranken, die beidseitig von Vögeln, darunter Pfauen und Wiedehopfe, eingefasst werden. Auf der Deckeloberseite und auf der Rückwand sind stilisierte Löwen zu erkennen. Zudem kommen Jagdhunde und Gazellen vor. Auf beiden Schmalseiten ist eine Harfenspielerin wiedergegeben, deren dreieckige Harfe einen Typ vertritt, wie er in Ägypten heimisch war. Dieses Detail weist deutlich auf das besondere kulturelle Milieu Unteritaliens hin, wo fatimidische Stilemente sich mit europäischen Wiedergaben vermischten. Die Bemalung weist deutlich auf den höfischen Charakter dieses Elfenbeinkastens hin.","short_description":"Verschiedene Typen von Kästchen mit Dekormalerei sind aus Süditalien bekannt, wo sie vermutlich von adligen Familien verwendet wurden. Sich wiederholende arabischer Inschriften – wie auf diesem Kästchen – sowie frei gezeichnete Tiere und Musiker sind Hinweise auf den starken islamischen Einfluss im Mittelmeerraum.","holder":"Museum für Islamische Kunst","owner":"Kunstgewerbemuseum.","dates":"6. H. / 12. Jh.","location":"Berlin","dimensions":"Höhe 16,5 cm Länge 35 cm Breite 19 cm.","method_for_datation":"Der Elfenbeinkasten zeigt in der Malerei und in der Inschrift, dass er als Auftragsarbeit für den Normannenhof entstand. Für diese Gruppe wird eine Entstehung im 12. Jh. erwogen.","method_for_provenance":"Für die bemalten Elfenbeinkästen werden Werkstätten auf Sizilien, etwa in Palermo, angenommen.","provenance":"Sizilien oder Unteritalien (Siculo-Arabisch).","obtention":"Überweisung durch das Kunstgwerbemuseum 1906 als Dauerleihgabe.","bibliography":"Cott, P.B., Siculo-Arabic Ivories, Princeton, 1939, Nr. 33 Taf. 16. \n \nKat. Museum für Islamische Kunst 1971/79, Nr. 262. \n \nKat. Europa und der Orient, Hrsg. H. Budde und G. Sievernich, Gütersloh-München, 1989, Nr. 4/16 Abb. 242. 642.","dynasty":"Normannen in Sizilien, Unteritalien","linkcatalogs":"IAM_IT_DE_001","author":"Jens Kröger","keywords":["Bemalte Elfenbeine","Elfenbeinkasten","Sizilien-Unteritalien"],"materials":["Elfenbein, Holz, unterschiedliche Malereien."]},"93440fd3-931d-5422-9969-d6ad2edb6c97":{"name":"Fragment einer Monumentalinschrift von einem Grab.","description":"Die rechteckige Marmorplatte ist der erhaltene rechte Teil einer Monumentalinschrift im Kufi-Duktus mit vertieftem Relief. Sie zeigt zwei Schriftzeilen in einem gedrängten Kufi-Duktus, die von einem breiten, glatten Rahmen eingefaßt wird. An der linken Seite befindet sich ein sauberer Bruch, so daß angenommen werden kann, daß die folgende Platte daran anschloß. Der fragmentarische Text stammt von einem Grabinschrift mit der Formel „Darauf hat er gelebt…“ usw. in der oberen Zeile und unten folgt der Monatname des Sterbedatums „Djumada al-achira…“ und von der der Jahreszahl das Wort „drei“. Dadurch ist das exakte Datum nicht rekonstruierbar. Die Kufi-Inschrift zeichnet sich durch eine gedrungene, untersetzte Bildung aller Zeichen auf einer gedachten geraden Linie aus. Die Hastenenden verstärken sich nach oben keilförmig. Besonderes Merkmal ist auch leicht verspielte Form der Lam-Alif Hastenligatur.","short_description":"Die zweizeilige Inschrift auf dieser Marmortafel aus dem fatimidischen Ägypten ist ein gutes Beispiel für die Verwendung des Kufi-Duktus in einer Form, die scharf geschnittene Ränder bevorzugt und die Anfänge eines ornamentalen Stils für die einzelnen Buchstaben aufweist. Die Tafel stammt von einem unbekannten Grabstein.","holder":"Museum für Islamische Kunst","dates":"3.-4. H. / 9.-10. Jh.","location":"Berlin","dimensions":"Höhe 56 cm Breite 106 cm.","method_for_datation":"Eine genaue Datierung des Kunstwerkes ist nicht möglich. Die Monumentalinschrift und die Form der Einzelbuchstaben lassen sich mit Monumentalinschriften vergleichen, die in Ägypten in spätabbasidischer oder fatimidischer Zeit entstanden.","method_for_provenance":"Die Herkunft wurde in Analogie ermittelt, da für vergleichbare Monumentalinschriften in der Literatur eine ägyptische Provenienz angenommen wird. Der Hinweis, dass das Kunstwerk in Kairo erworben wurde, kann zudem als weiterer Grund gewertet werden.","provenance":"Ägypten.","obtention":"Kunsthandel Kairo 1907. Überweisung von der Altchristlichen Abteilung.","bibliography":"Kat. Museum für Islamische Kunst, Mainz, 2001, 30. \n \nEnderlein, V., Wegleitung. Islamisches Museum. Staatliche Museen zu Berlin, Rostock 1988, 12 Abb. 3. \n \nKühnel, E. Islamische Schriftkunst Berlin/Leipzig, 1942, 10 Abb. 3.","dynasty":"Fatimiden","author":"Annette Hagedorn","keywords":["Epigraphie","Epigraphischen","Gravur","Hasten","Inschrift","Kufi","Spolie"],"materials":["Marmor, Kufischrift in vertieftem Relief ."]},"95a395e9-4f22-5c84-a839-c155ac43072c":{"name":"*Hamzanama*: Zwei Brüder heben einen Elefanten auf dem Schlachtfeld hoch. Farruchnizhad geht hin, hebt den Elefanten hoch, und bekehrt sie zum Islam","short_description":"Das Vollbringung von großen Taten, vor allem das Stemmen schwerer Gewichte, gehört zu den Argumenten für die Richtigkeit des Islam. Der Text zur Episode ist leider unbekannt.","type":"Malerei","holder":"MAK – Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst","dates":"1557–1577 AD","location":"Wien","provenance":"Indien","dynasty":"Moguln","materials":["Malerei auf Baumwolle"]},"9bcbd3de-c7a4-5e77-8084-66ab743c25b3":{"name":"Großes persisches Becken","short_description":"Dieses große zwiebelförmige Becken wurde höchstwahrscheinlich am Beginn des 16. Jahrhunderts im safawidischen Persien angefertigt. Es trägt neben der Signatur „ Amal –i shazi“ des Handwerkers Shazi eine Inschrift mit Teilen eines Gedichtes des Poeten Helali sowie Verse von Halaki Herati, einem wenig bekannten Dichter aus Herat. Möglicherweise stammt daher dieses Becken aus dem damals zu Persien gehörenden Herat.","type":"Gefäße","holder":"Kunsthistorisches Museum","dates":"10. H. (?) / 16. Jahrhundert (?)","location":"Wien","dimensions":"Höhe: 19.6cm, Durchmesser: 30.2cm","method_for_datation":"Kunsthistorisch-historische Analyse (Stilkritik, Archiv-und Inventarrecherche)","method_for_provenance":"Verzeichnet im Inventar des k.k. Münz- und Antikenkabinetts 1875","provenance":"Iran?","obtention":"Aus dem k.k. Münz- und Antikenkabinett","bibliography":"Leitner-Böchzelt, Susanne und Pfaffenbichler, Matthias (Hgg.), *Die Welt des Orients. Kunst und Kultur des Islam*, Leoben: Stadtgemeinde Leoben, 2006.","dynasty":"Safawiden","materials":["Bronze"]},"a0e649a0-0f53-5503-9c38-d0a4035fdc34":{"name":"Manuskriptseite mit Moses, Muhammad und dem Erzengel Gabriel.","description":"Das Einzelblatt aus einem Manuskript zeigt zwischen Schriftbändern die Propheten Moses und Muhammad und den Erzengel Gabriel im Gespräch im Himmel. Hinter den drei Hauptakteuren scheinen auf fünf Wolken Engel dem Gespräch zu lauschen. Dargestellt ist eine Szene aus der visionären Himmelfahrt Muhammads. Auf der rechten Seite steht Muhammad in langem grünen Gewand und Turban, auf der linken Seite Moses in langem dunkelrotem Gewand vor seinem Himmelsthron, der mit einer Inschrift aus arabischen Buchstaben bezeichnet ist. Moses hält die Hände im Redegestus. Sein Gesprächspartner Muhammad steht auf der gegenüberliegenden Seite. Sein Gesicht wird von weißen Schleiern bedeckt, seine Hände sind in den langen Ärmeln seines Mantels verborgen. Die Köpfe beider Propheten sind mit Aureolen versehen. In den Aureolen sind die Namen der Propheten in schwarzer Schrift zu entziffern. Zwischen Mohammad und Moses steht der Erzengel Gabriel, der sich Mohammad zuwendet. Er wird durch vielfarbige Doppelfflügel und eine Krone charakterisiert. Gabriel galt schon im alten Testament als Hüter des Paradieses. Als einer der beiden Engel, die vor Gott stehen (Lukas 1, 19), gibt Gabriel die Erklärung messianischer Geschichte (Daniel 8, 16 ff). Er soll Mohammad den Wortlaut des Korans verkündet haben. Dort heißt es Sure 2 Vers 97: Gabriel „hat ihn [den Koran] mit Gottes Erlaubnis dir [Mohammad] ins Herz herabgesandt.“ Der Text, der über den drei Personen steht und der die Geschichte beschreibt, ist in osmanischem Türkisch geschrieben. Erzählt wird von Mohammad, der mit Gott die Zahl der täglichen Gebete bespricht. Beide einigen sich schließlich auf fünf Gebete. Moses ist im Himmel der Berater, Gabriel der Begleiter Mohammads. Die direkte Rede der Beteiligten ist auf Arabisch geschrieben. Der Text ist einer Prophetenbiographie entnommen, wie sie schon seit dem 7. Jh. entstanden. Der Gattungsbegriff ist „sira“ („die Lebensumstände“ oder „die Lebensweise“). Die Einzelseite stammt wahrscheinlich aus einer Handschrift, die für den osmanischen Sultan Murad III. (982-1003 H. / 1574-95 n. Chr.) angefertigt wurde.","short_description":"Diese bemalte Seite eines Buches zeigt den Erzengel Gabriel mit den Propheten Moses (links) und Muhammad (rechts). Umgeben von Engeln besprechen sie die Frage der täglichen Gebete. Dies geschah während Muhammads Himmelfahrt. Weil es verboten ist, sein Gesicht zu zeigen, ist es verhüllt.","holder":"Museum für Islamische Kunst","initial_owner":"Murad III. 982-1003 H. / 1574 – 1594 n. Chr.","dates":"Ende 10. H. / 16. Jh. (wahrscheinlich für Murad III. 982-1003 H. / 1574 – 1594 n. Chr.)","location":"Berlin","dimensions":"Höhe 31 cm Breite 20,5 cm.","method_for_datation":"Die Datierung ergibt sich aus der Zugehörigkeit des Einzelblattes zu einer Handschrift, die für den osmanischen Sultan Murad III. (982-1003 H./1574-95 n. Chr.) angefertigt wurde.","method_for_provenance":"Der Text und der Stil dieser Seite weisen daraufhin, daß es sich um ein Einzelblatt aus einer Handschrift handelt, die für den osmanischen Sultan Murad III. angefertigt wurde.","provenance":"Türkei, Istanbul.","obtention":"Kunsthandel London 1976.","bibliography":"Kalter, J. und Schönberger, I. Der lange Weg der Türken, 1500 Jahre türkische Kultur. Stuttgart, 2003, 138, Abb.149 \n \nKat. Museum für Islamische Kunst Berlin. Stuttgart und Zürich, 1980, Nr. 40. \n \nKat. Museum für Islamische Kunst Berlin. Berlin, 1979, Nr. 668. \n \nBudde, H. und Nachama, A. (Hrsg.). Die Reise nach Jerusalem. Berlin 1995, 180, Kat. 1/121, Abb.180. \n \nPetspoulos, Yanni Hrsg. Kunst und Kunsthandwerk unter den Osmanen. München, 1982, 200, Abb Nr. 209.","dynasty":"Osmanen","linkcatalogs":"IAM_TR_EN_001","author":"Annette Hagedorn","keywords":["Anzahl der Gebete","Himelsreise","Koran","Miradj"],"materials":["Tinte, Gouachemalerei auf Papier, Vergoldung."]},"a70fd898-5a73-50d6-993f-be9a56c934ec":{"name":"Dinar","short_description":"Vorderseite: „Gott ist eins, Gott ist ewig, er hat nicht gezeugt und wurde nicht gezeugt“; am Rand: „Im Namen Gottes wurde dieser Dinar geprägt im Jahre 84 (Hidschra = 703 n. Chr.).“ \nRückseite: „Es gibt keine Gottheit außer Gott, er ist eins, er hat keinen Teilhaber“; am Rand: „Muhammad ist der Gesandte Gottes, er sandte ihn aus mit einer Überlieferung und dem wahren Glauben, um ihn über alle anderen Religionen siegreich zu machen.“","type":"Münzen","holder":"Kunsthistorisches Museum","dates":"1. H. / 7. Jahrhundert","location":"Wien","dimensions":"4.23g, 20mm","method_for_datation":"Datum auf Münze: Jahr 84 Hidschra = 703 n. Chr.","method_for_provenance":"Im Inventar festgehalten","provenance":"Syrien?","bibliography":"Haag, Sabine (Hg.), *Meisterwerke des Münzkabinetts, Kurzführer durch das Kunsthistorische Museum*, Band 10, Wien/Mailand: Kunsthistorisches Museum, 2009: Nr. 27a.","dynasty":"Umayyaden, Kalif `Abd al-Malik (65–86 H. / 685–705 n. Chr.)","author":"M. Alram","keywords":["`Abd al Malik","Dinar","Umayyaden"],"materials":["Gold"]},"ae298707-a316-526f-bd3e-9e589dc8eee0":{"name":"Wandfliese","short_description":"Inschrift: Koran, Sure 23, Vers 81“... Unterscheidung der Nacht ...“","type":"Keramik","holder":"MAK – Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst","dates":"13. – 14.Jahrhundert","location":"Wien","provenance":"Iran, Kashan","materials":["Steinzeug mit Reliefdekor und kobaltblauer Glasur"]},"ae6f6ec4-691b-5669-b111-72db8f48362c":{"name":"Krummdolch","short_description":"Bei diesem Dolch handelt es sich um einen türkischen Diwandolch, der vorne an der Brust befestigt wurde. Prunkvolle Waffen dieser Art waren am osmanischen Hof ein standesgemäßes Accessoire höchster Würdenträger, das bei Ratssitzungen im Beisein des Sultans getragen wurde. Die Feinheit der Ausführung des vorliegenden Dolches lässt auf einen persischen Handwerker schließen. Die Waffe wurde 1874 von Dr. Ottokar Freiherr von Schlechta sen., dem Leiter der orientalischen Akademie und Hauptdolmetscher der Internuntiatur bei der Hohen Pforte, Kaiser Franz Josef I. (1830-1916) geschenkt.","type":"Rüstung","holder":"Kunsthistorisches Museum","dates":"Um 905 H. / Um 1500","location":"Wien","dimensions":"Dolch: Länge: 28.7cm, Breite: 3.5cm, Tiefe: 2.3cm; \nScheide: Länge: 22cm, Breite: 3.2cm, Tiefe: 2.3cm","method_for_datation":"Verarbeitung","method_for_provenance":"Schenkung in den Inventaren festgehalten","provenance":"Afghanistan?","obtention":"Geschenk von Dr. Ottokar Freiherr von Schlechta im Jahre 1874","bibliography":"Leitner-Böchzelt, Susanne und Pfaffenbichler, Matthias (Hgg.), *Die Welt des Orients. Kunst und Kultur des Islam*, Leoben: Stadtgemeinde Leoben, 2006. \nThomas, Bruno und Gamber, Ortwin, *Katalog der Leibrüstkammer I. Teil. Der Zeitraum von 500 bis 1530*, Wien: Verlag Anton Schroll & Co, 1976.","dynasty":"Persisch (Herat)","author":"Matthias Pfaffenbichler, Tobias Roeder","keywords":["Dolch","Persien"],"materials":["Goldtauschierung, glatt geformtes, schwer vergoldetes Kupfer"]},"ae76a20b-77b1-575a-ab1c-36776cb0c633":{"name":"Gewandfragment.","description":"Das Fragment zeigt zwei einander zugekehrte dunkelblaue Friese mit weißen kufischen Inschriften, die von rosafarbenen Ranken mit weißen Blüten umgeben werden. Zwischen den Schriftfriesen verläuft ein Fries aus roten Rosetten mit weißen vierblättrigen Blüten der beidseitig von wellenförmig verlaufenden braunen Ranken auf grünem Grund eingefaßt wird. Dieses kleine Fragment eines ursprünglich viel größeren Tirazstreifens ist durch eine vergleichbare Inschrift von einem fast identischen Stück im Londoner Victoria und Albert Museum als Auftragsarbeit für den fatimidischen Fürsten Al-Mustansir billah zu erkennen. Der Text im oberen Fries im Kufi-Duktus auf dem Berliner Stück lautet „Im Namen Gottes des Barmherzigen und gütigen. Es gibt keinen Gott außer Gott. M(uhammad ist der Gesandte Gottes)“. Es ist also der Wortlaut des islamischen Glaubensbekenntnisses. Der Text im unteren Schriftfries lautet: …Das befahl herzustellen der Verzier, der große… Die Bezeichnung Tirazstreifen leitete sich aus der Bezeichnung der Tiraz-Werkstatt ab, in der die Stoffe mit den Inschriften, den Tirazen gewebt wurden. In den staatlichen Hofwerkstätten wurden die Gewandstoffe für den Kalifen und Hofbediensteten hergestellt. Die Stoffe mit Inschriften (Tiraze) wurden von den Herrschern an hochstehende lokale oder internationale Personen wegen besonderer Verdienste verschenkt. In den mittelalterlichen Quellen wurden sie als Wertobjekte beschrieben. Die meisten Tirazstreifen stammen aus Ägypten, da sich diese Textilien in dem sehr trockenen Klima und, falls sie vergraben wurden, in den sehr trockenen Böden besonders gut erhalten hatten.","short_description":"Baumwollstoffe mit Silberstickereien wurden in höfischen Werkstätten im fatimidischen Ägypten produziert und hießen Tiraz, weil sie Beschriftungen trugen, die oft den Namen der Werkstätte und des Herrschers angaben. Zu speziellen Anlässen wurden sie Menschen überreicht, die sich in besonderer Weise um den Staat verdient gemacht hatten.","holder":"Museum für Islamische Kunst","dates":"Regierungszeit Al-Mustansir billah 427-487 H./ 1036-1094 n. Chr","location":"Berlin","dimensions":"Höhe 16 cm Breite 13 cm.","method_for_datation":"Durch die Inschrift eines eng vergleichbaren Stoffes im Victoria und Albert Museum, London, in das der Name des Fatimidenkalifen al-Mustansir billah 427-487 H./1036-1094 eingewebt ist, läßt sich auch das vorliegende Fragment in dessen Regierungszeit setzen.","method_for_provenance":"Wie durch Vergleiche mit anderen Stoffen festgestellt wurde, sind das fast identische, mit dem Namen des Kalifen al-Mustanir billah versehene Fragment in London und das Berliner Fragment Produkte einer der in Ägypten beheimateten Hofwerkstätten, in denen die abbasidischen Kalifen Stoffe in ihrem Auftrag herstellen liessen.","provenance":"Ägypten.","obtention":"Erworben aus der Sammlung Reinhardt.","bibliography":"Kat. Museum für Islamische Kunst, Berlin, 1979, Kat. Nr. 301. \n \nKat. Museum für Islamische Kunst, Stuttgart/Zürich, 1980, Nr. 16, S. 44-45. \n \nKühnel, E., Islamische Stoffe aus ägyptischen Gräbern, Berlin, 1927, 22-23 Nr. 3132 Taf. 7. \n \nKühnel, E. und Bellinger, L. Catalogue of Dated Tiraz Fabrics, Umayyad, Abbasid, Fatimid. Washington, 1959, 75.","dynasty":"Fatimiden","author":"Annette Hagedorn","keywords":["Ehrengewand","Tirazstreifen"],"materials":["Baumwolle und Seide","Schußrips, eingewebter Text."]},"bbad2081-7784-53a4-806b-ff1932fc5849":{"name":"Streitbeil","short_description":"Das Beil ist beidseitig mit vergoldeten, arabischen Schriftzeichen geschmückt. In der Beschriftung werden in ungeordneter und unvollständiger Folge die Osmanischen Sultane bis Mohammed III. genannt. Auf dem Hammer des Beiles findet sich der Name Sultan Mohammeds III., für dessen Leibwache die Waffe wahrscheinlich gefertigt wurde. In den Medaillons in der Mitte des Beils wird der Name Allahs angerufen. Wie das Gardebeil in kaiserlichen Besitz gelangte, ist unbekannt.","type":"Rüstung","holder":"Kunsthistorisches Museum","dates":"Ende 10. – 11. H. / Ende 16. Jahrhundert","location":"Wien","dimensions":"Länge: 83cm, Breite: 27.3cm, Tiefe: 4.2cm","method_for_datation":"Inschrift","provenance":"Türkei?","obtention":"Unbekannt; alter kaiserlicher Besitz","bibliography":"Beaufort-Spontin, Christian und Pfaffenbichler, Matthias, *Meisterwerke der Hofjagd- und Rüstkammer*, Wien: Kunsthistorisches Museum Wien, 2005. \nLeitner-Böchzelt, Susanne und Pfaffenbichler, Matthias (Hgg.), *Die Welt des Orients. Kunst und Kultur des Islam*, Leoben: Stadtgemeinde Leoben, 2006. \nThomas, Bruno, \"Aus der Waffensammlung in der Neuen Burg zu Wien: Orientalische Kostbarkeiten\", *Bustan*, 4 : 5 (1963/64).","dynasty":"Osmanen","author":"Matthias Pfaffenbichler, Tobias Roeder","keywords":["Mohammed III.","Osmanisches Reich","Streitbeil"],"materials":["Eisen, teilweise geätzt und feuervergoldet, Silber ziseliert und feuervergoldet, Fischleder"]},"c2a299db-8a3b-54b1-a698-fc2c5173928e":{"name":"Garde-Streitbeil","short_description":"Bei diesem Streitbeil handelt es sich um die Waffe eines Leibgardisten des Sultans Mohammed Ibn Qait Bay (Kait Bey) aus der kaukasisch-turanischen Dynastie der Mamluken. Die Mamluken beherrschten seit 1250 Ägypten und Syrien. Nach der Eroberung ihres Reiches durch die Osmanen im Jahr 1517 gelangte eine reiche mamlukische Beute nach Istanbul.","type":"Rüstung","holder":"Kunsthistorisches Museum","dates":"900–904 H. / AD 1495–1499","location":"Wien","dimensions":"Länge: 99.5cm, Breite: 20.5cm","method_for_datation":"Inschrift","provenance":"Ägypten?","obtention":"Über Istanbul in den kaiserlichen Besitz","bibliography":"Pfaffenbichler, Matthias (Hg.), *Kreuzritter. Pilger. Krieger. Abenteurer*, Sankt Pölten: Schallaburg Kulturbetriebsges, 2007. \nThomas, Bruno und Gamber, Ortwin, *Katalog der Leibrüstkammer I. Teil. Der Zeitraum von 500 bis 1530*, Wien: Verlag Anton Schroll & Co, 1976. \nThomas, Bruno, \"Aus der Waffensammlung in der Neuen Burg zu Wien: Orientalische Kostbarkeiten\", *Bustan*, 4 : 5 (1963/64).","dynasty":"Mamluken (Ägypten-Syrien)","author":"Matthias Pfaffenbichler, Tobias Roeder","keywords":["Mameluken","Streitbeil"],"materials":["Eisen, goldtauschiert, gebläut"]},"d804899b-9769-5c70-a8ff-438b6dcac6e8":{"name":"*Hamzanama*: Mahladsch demonstriert Zumurrud Schah seine Kunst und treibt einen Speer durch einen Baum","short_description":"“Mahladsch bestieg ein Pferd und zeigte seine Fähigkeiten im Speerwurf. Man brachte ein mit Sand schwer beladenes Kamel, und Mahladsch griff es an und warf ihm seinen Speer mit solcher Kraft in die Seite, dass er auf der anderen Seite wieder heraustrat. Dann schnappte er sich das Kamel samt seiner Ladung und schleuderte es hinter seinen Kopf, sodass das Volk in Jubel ausbrach und alle Bravo riefen. Als Nächstes warf er seinen Speer so gewaltig in den Baum, dass dieser in zwei Teile gespalten wurde. „Mein Gebieter“, sagte Mahladsch, „wenn irgendeiner diesen Speer aus dem Baum ziehen kann, dann hat er eine wahrhaft große Tat vollbracht!“ So sagte er und stieg von seinem Pferd.”","type":"Malerei","holder":"MAK – Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst","dates":"1557–1577 AD","location":"Wien","provenance":"Indien","dynasty":"Moguln","materials":["Malerei auf Baumwolle"]},"de5960cd-4eb0-5c36-b22c-4aa0328a3cbc":{"name":"Geschenkmünze","short_description":"Eine besondere Rarität ist die silberne Geschenkmünze des abbasidischen Kalifen Al Mutawakkil (847–861). Das weltweit einzige Exemplar wird im Münzkabinett des Kunsthistorischen Museums aufbewahrt. In Anlehnung an die sasanidische Münztypologie ist auf der Vorderseite das frontale Bildnis des Kalifen mit doppelspitzigem Bart dargestellt, während auf der Rückseite ein Mann neben einem von ihm geführten Dromedar steht. Die Aufschrift lautet: „Im Namen Gottes, Muhammad ist der Gesandte Gottes, al-Mutawakkil bi-Allah“, dazu im Revers: „Im Jahr 241“ (Hidschra = 855/6 n. Chr.) „al-Mu´tazz bi-Allah.“ \nSolche Geschenkmünzen wurden bei festlichen Anlässen unter das Volk gestreut. So wird etwa von al-Mutawakkil berichtet, er habe fünf Millionen Silbermünzen prägen lassen, um sie wie Rosenblütenblätter über die versammelte Festgesellschaft zu verstreuen. Das vorliegende Stück dürfte auch als Gedenkmünze konzipiert gewesen sein und nimmt mit seinem Reversbild auf die Unterwerfung der im Sudan ansässigen, kamelreitenden Biğāh Bezug.","type":"Münzen","holder":"Kunsthistorisches Museum","dates":"3. H. / 9. Jahrhundert","location":"Wien","dimensions":"4.35g, 30mm","method_for_datation":"Datierung auf Münze: Jahr 241 Hidschra = 855 n. Chr.","method_for_provenance":"Im Inventar festgehalten","provenance":"Irak?","bibliography":"Haag, Sabine (Hg.), *Meisterwerke des Münzkabinetts, Kurzführer durch das Kunsthistorische Museum*, Band 10, Wien/Mailand: Kunsthistorisches Museum, 2009: Nr. 27b.","dynasty":"Abbasiden, Kalif al-Mutawakkil (232–247 H. / 847–861 n. Chr.)","author":"M. Alram","keywords":["Abbasiden","al Mutawakkil","Geschenkmünze"],"materials":["Silber"]},"f42822cc-df6c-53fe-9c96-a6c99bf89d34":{"name":"Koranständer.","description":"Der Schmuck dieses aus einem Brett gefertigten Koranständers ist durch Schnitzwerk geschaffen, das eine Verbindung aus Schrift und abstrahiert floralem Dekor in höchster Vollendung zeigt. In der oberen Hälfte des Pultes steht in einem quadratischen Feld in monumentalem Flechtkufi die arabische Inschrift „Das Königtum / gebührt Gott“ auf einer kleinteiligen Spiralranke, die einen lebhaften Untergrund bildet und nicht die Schrift überschneidet. Im Rahmen auf der Rückseite wird im Thuluth-Duktus der koranische Thronvers der Sure 2 Vers 255 zitiert. („Allah! Es gibt keinen Gott außer ihm, dem Lebendigen, dem Ewigen! Nicht ergreift ihn Schlummer und nicht Schlaf. Sein ist, was in den Himmeln und was auf Erden. Wer ist´s, der da Fürsprache einlegt bei Ihm ohne Seine Erlaubnis? Er weiß, was zwischen ihren Händen ist und was hinter ihnen und nicht begreifen sie etwas von Seinem Wissen, außer was Er will. Weit reicht sein Thron über die Himmel und die Erde, und nicht beschwert Ihn beider Hut. Denn Er ist der Hohe, der Erhabene“). Wenige Ranken füllen kleine Freiflächen der Schrift. Plastisch geschnitztes Rankenwerk aus glatten und gefiederten Gabel- und Lanzettblättern überzieht den Fußteil des Koranständers. In der Mitte wird das Blattwerk von einem Mehrpaß durchschnitten. Vielfältig und in mehreren Schichten überschneiden sich Blätter und geschwungene Arabeskranken, die von einem Dreiblatt bekrönt werden. Die zumeist aus Holz gearbeiteten Faltpulte dienten in der gesamten islamischen Welt als die Auflage von größeren Koranen während der Koranrezitationen. In der Literatur wurde die Form des Koranständers von Klappstühlen abgeleitet, wie sie schon im alten Ägypten benutzt wurden. Sie gehören zu den wertvollen Ausstattungsstücken aller Moscheen und wurden in vielen Techniken reich verziert. Der Schnitzer dieses Pultes ist vielleicht identisch mit einem Künstler, der den Holzkenotaph des Sufigründers und Dichters Mevlana Djalal ad-Din Rumi (1207-1273) in der Mevlana Tekke in Konya geschnitzt hat.","short_description":"Hölzerne Faltständer wurden in der islamischen Welt verwendet, um schwere Korane und andere Bücher zu halten, während man selbst auf dem Boden saß. Dieses bemerkenswerte Exemplar mit fein gearbeiteten Arabesken und exzellenten Inschriften wurde vermutlich im türkischen Konya hergestellt und von einem Sultan der Rum-Seldschuken einer Moschee vermacht.","holder":"Museum für Islamische Kunst","dates":"Mitte 7. H / 13. Jh.","location":"Berlin","dimensions":"Höhe 107 cm Breite 50 cm.","method_for_datation":"Der inschriftlich genannte Künstler Abd al-Wahid ibn Sulaiman ist möglicherweise mit dem Künstler identisch, von dem ein Holzkenotaph in der Mevlana Tekke in Konya existiert, der in das 13. Jh. datiert werden kann. Wenn sich als richtig erweist, daß beide Namen eine Person bezeichnen, wäre auch der Koranständer in die Mitte des 13. Jh. datierbar. Aus stilistischen Gründen ist dieses Datum wahrscheinlich.","method_for_provenance":"Die Herkunft aus Konya ist zwar nicht gesichert, aber wegen einer Reihe stilistisch vergleichbarer Koranständer aus Konya sehr wahrscheinlich. Auf eine solche Tradition deutet auch der inschriftlich genannte Name des Schnitzers hin.","provenance":"Türkei, Konya.","obtention":"1907 erworben als anonymes Geschenk.","bibliography":"Enderlein, V. Islamisches Museum, Rostock, 1983, 61/62, Abb. 44. \n \nHaase, C. P. „Koran und Koranpult“ in J. W. Frembgen/E. Rößler Transformationen, Der Koranständer, 9-12. München, 1997. \n \nKat. Museum für Islamische Kunst. Mainz 2001, 60/61. \n \nKühnel, E. Islamische Schriftkunst, Berlin 1942, 3. erw. Auflage, Graz, 1986, 33 Abb. 33.","dynasty":"Rum-Seldschuken","author":"Annette Hagedorn","keywords":["Arabeske","Koranständer","Schnitzkunst"],"materials":["Nußbaumholz."]},"f6368799-2300-59bb-921c-1730621f5530":{"name":"Sturmhaube (*Schischak*)","short_description":"Diese Sturmhaube stammt aus dem Besitz des aus der Knabenlese der christlichen Untertanen des Sultans rekrutierten späteren Großwesirs Mehmet Sokolowitsch (1505 – 1579). Den prunkvollen orientalischen Helm zieren gerahmte Inschriftenfelder mit der Anrufung Allahs und Koranversen. Sokolowitsch machte am Hofe Sultan Suleimans (1494-1566) Karriere, behielt aber auch unter dessen beiden Nachfolgern, Selim III. (1524-1574) und Murad III. (1546-1595), den Rang eines Großwesirs.","type":"Rüstung","holder":"Kunsthistorisches Museum","dates":"Um 967–968 H. / Um 1560","location":"Wien","dimensions":"Höhe: 46cm, Breite: 22cm, Tiefe: 34cm","method_for_datation":"Sammlung Schloss Ambras, Inventar von 1583","method_for_provenance":"Sammlung Schloss Ambras, Inventar von 1583","provenance":"Türkei?","obtention":"Sammlung Schloss Ambras, Inventar von 1583","bibliography":"Gamber, Ortwin und Beaufort-Spontin, Christian, *Katalog der Leibrüstkammer II. Teil. Der Zeitraum von 1530-1560*, Busto Arsizio: Bramante, 1990. \nLuchner, Laurin, *Denkmal eines Renaissancefürsten. Versuch einer Rekonstruktion des Ambraser Museums von 1583*, Wien: Schroll, 1958. \nSievernich, Gereon, Budde, Hendrik, Delius, Eberhard (Hgg.), *Europa und der Orient, 800-1900*, Gütersloh: Bertelsmann Lexikon Verlag, 1989.","dynasty":"Osmanen","author":"Matthias Pfaffenbichler, Tobias Roeder","keywords":["Helm","Osmanisches Reich"],"materials":["Eisen, zum Teil mit Gold tauschiert und gebläut. Silber feuervergoldet, Seide wattiert"]},"fb026c57-4f54-5328-a2fb-ee50db163e3b":{"name":"Moscheelampe.","description":"Diese großformatige Moscheelampe besteht aus einem relativ gedrungenem, bauchigen Leib mit einem aufgesetzten trichterförmigen Oberteil. Drei an der Gefäßschulter ansetzende geschwungene Griffe in Form von nicht figürlichen Schlangendrachenhenkeln, dienen der Aufhängung der Ampel an Ketten oder Schnüren. Die Griffe haben floralen Schmuck, da figürlicher Schmuck in Moscheen untersagt war. Der gewölbte niedrige Ringfuß weist im Zentrum eine Öffnung auf, in der eine Zierquaste befestigt wurde. Auf dem Körper und am Hals befinden sich leere Kartuschen mit einem weißen Feld. Auf dem Hals sind vier durch Flechtknoten aneinandergehängte blaue, ähnlich geformte, Schriftfelder mit den Namen Muhammad und Allah geschmückt. Die Schriftzeichen sind mit glückbringenden Motiven aus drei Kugeln verknüpft. Auf der oberen Randborte sind weitere Kartuschenfelder zu erkennen. Der Ringfuß ist mit einem Flechtbandmotiv dekoriert. Kartuschenfelder auf dem Leib der Ampel und auch der blaue Schmuck am Übergang vom Leib zum Hals werden mit Borten aus Blüten- und Blattschmuck verziert. Flechtbandmotive sind Schmuck unterhalb der Griffe. Moscheelampen aus Keramik wurden in osmanischer Zeit im Produktionsort Iznik bis zur Mitte des 16. Jahrhundert hergestellt. In früheren Jahrhunderten waren Moscheelampen meist aus Glas und wurden in vielen Ländern der islamischen Welt hergestellt. Sie lehnen sich an die sogenannte Lichtsure (Sure 24, Vers 35) an, wo es heißt: „Allah ist das Licht der Himmel und der Erde. Sein Licht ist gleich einer Nische, in der sich eine Lampe befindet.“ Die osmanische Kermik aus Iznik war war auch in Europa so beliebt, dass die italienischen Manufakturen aus Padua seit dem 17. Jahrhundert türkische Keramik nachahmten , da zu dieser Zeit Verkäufe der staatlichen Werkstätten aus Iznik an Privatpersonen verboten wurden. Insgesamt erfuhren die Werkstätten von Iznik seit der Mitte des 17. Jahrhundert einen Niedergang.","short_description":"Lampen wie diese aus Keramik waren für den Gebrauch in einem Mausoleum oder einer Moschee gedacht. Sie ist mit geometrischen und floralen Mustern versehen, ihre Inschriften rufen Gott und Muhammad an. Die Lampe hing von der Decke und enthielt ein zusätzliches Behältnis für Öl und Docht.","holder":"Museum für Islamische Kunst","owner":"Kunstgewerbemuseum.","dates":"Anfang 10./ Anfang 16. Jh.","location":"Berlin","dimensions":"Höhe 30 cm Durchmesser 22, 8 cm.","method_for_datation":"Die Moscheelampe gehört zu Gefäßen, die wegen der Malerei zu einer Gruppe zusammengefasst werden kann, die an den Anfang des 10. Jh. H./ 16. Jh. n. Chr.gesetzt werden kann.","method_for_provenance":"Auf Grund der keramischen Merkmale und des Stils der Malerei kann die Moscheelampe nur in den osmanischen Werkstätten in der Stadt Iznik entstanden sein.","provenance":"Türkei, Iznik.","obtention":"Überweisung durch das Kunstgwerbemuseum als Dauerleihgabe.","bibliography":"Atasoy, N./Raby, J. Iznik. The Pottery of Ottoman Turkey, London, 1989, S. 90-94 \n \nKatalog: Museum für Islamische Kunst. Berlin, 1979, Nr. 575, \n \nBildführer Museum für Islamische Kunst. Mainz, 2001, S. 183. \n \nDer Koran. Aus dem Arabischen übesetzt von Max Henning. Stuttgart, 1960.","dynasty":"Osmanen","linkcatalogs":"IAM_TR_EN_001","author":"Annette Hagedorn","keywords":["Iznik-Keramik","Lichtvers aus dem Koran Sure 24, Vers 35","Moscheelampe","Quarzfrittekeramik","Überglasurmalerei"],"materials":["Quarzfrittekeramik mit Unterglasurmalerei."]},"fb0d852c-219c-5753-93b5-9648fdd94679":{"name":"Alhambra-Kuppel.","description":"Die Kuppel in Berlin war einst in den Torre de las Damas gennanten Turm des Palastes Palacio del Partal über einem reichen Stuckdekor eingebaut. Durch die Fenster dieses Turmes konnte man sowohl die Umgebung mit der Stadt Granada als auch den Palastkomplex mit den heute nicht mehr exitierenden Teilen der Alhambra überblicken, den der nasridische Herrscher Muhammad III. (701-708 H./ 1302-1308) hatte erbauen lassen. Das Motto der nasridischen Herrscher „Es gibt keinen Sieg außer von Gott“, das eine wichtige Rolle im Dekor der Kuppel einnimmt, kann als Proklamation des Islam angesehen werden, der durch die voranschreitende Reconquista bedroht war. Die Kuppel hat eine quadratische Form, die zunächst in ein Achteck übergeht und dann in sechszehn Trapeze überführt wird. Jede Seite des Quadrats ist mit einem Dreieck ausgestattet, die mit geometrischem Flechtwerk mit zusätzlichen pflanzlichen Motiven versehen sind. Eine kleine Miniaturkuppel sitzt im Zentrum der Dreiecke. Das Achteck wird von Brettern gebildet, die mit kleinen Vielpassbögen versehen sind, in denen symmetrische Kufi-Inschriften auf rotem Grund sitzen, zusammen mit Pinienzapfen, kleinen Muscheln und Arabeskdekor. Auf den rechteckigen Paneelen des Sechzehnecks wird das nasridische Motto „Es gibt keinen Sieg außer von Gott“ wiederholt. Sie werden von kleinen Muqarnas-Bögen umgeben. Die folgenden sechszehn Trapeze weisen ein für die islamische Welt typisches Flechtwerk auf. Kleine Vielecke oder Sterne wiederholen das nasridische Motto. Eine sechzehnseitige Scheitelplatte, ebenfalls mit Flechtwerk, bildet den horizontalen Abschluß. Der Reiz des Dekors liegt im Kontrast zwischen der Strenge der flachen geometrischen Flechtbänder und den erhabenen Reliefebenen. Holzdecken und Holzkuppeln dieser Art sind ein besonderes Merkmal islamischer Architektur im Maghreb. Zahllose Beispiele befinden sich nicht nur in der Alhambra, sondern auch in zahlreichen anderen Bauten Spaniens sowie Nordafrikas.","short_description":"Diese Kuppel stammt aus einem Teil der Alhambra-Palastanlage mit dem Namen Palacio del Partal. Dieser Palacio war im Privatbesitz eines deutschen Bankiers, der die Erlaubnis erhielt, die Kuppel in seine Berliner Villa zu überführen. Hölzerne Decken und Kuppeln dieser Art sind ein Kennzeichen islamischer Architektur im Mahgreb.","holder":"Museum für Islamische Kunst","initial_owner":"1885 kaufte Arthur von Gwinner ein Stück Land im Bereich der Alhambra. Dazu gehörte ein Grundstück mit Gebäuden, Gärten und Straßen. 1891 übergab er den Palacio del Partal an die Stadt Granada. Es wurde ihm daraufhin erlaubt, die Holzkuppel aus dem Torre de las Damas auszubauen und nach Berlin mitzunehmen. 1892 baute er die Kuppel in sein Wohnhaus in Berlin ein. 1921 schenkte er seinen Besitz an die spanische Regierung.","dates":"um 719 / um 1320.","location":"Berlin","dimensions":"Höhe 190 cm Breite 355 cm Tiefe 355 cm.","method_for_datation":"Die Kuppel läßt sich durch ihre Herkunft aus dem Palacio del Partal datieren, der zum Alhambra-Palastkomplex gehört und unter Muhammad III. 701-708 H./ 1302-1308 erbaut wurde.","method_for_provenance":"Nach den Dokumenten stammt die Kuppel aus dem Palacio del Partal im Alhambra- Palastkomplex in Granada/Spanien, wo sie 1892 ausgebaut wurde. Die spanische Herkunft ist dadurch gesichert.","provenance":"Von dem Bauteil Torre de las Damas des Palacio del Partal im Alhambra Palastkomplex in Granada, Spanien.","obtention":"Erworben 1978 von den Nachfahren Arthur von Gwinners.","bibliography":"Fernández-Puertas, A. The Alhambra I, London, 1997, 235-39. \n \nBrisch, K. Eine Kuppel aus der Alhambra in Granada, bm, Berichte aus den Berliner Museen Preußischer Kulturbesitz, 3. Folge, 14, 1978, 6-7, 10-1. \n \nBrisch, K. \"Eine Kuppel aus der Alhambra in Granada\", in: Jahrbuch Preußischer Kulturbesitz 16,1979,169-76. \n \nChmelnizkij, S. \"Methods of constructing geometric ornamental systems in the cupola of the Alhambra\", Muqarnas 6, 1989, 43-9. \n \nDodds, J. D. Al-Andalus. The Art of Islamic Spain. The Metropolitan Museum of Art, New, York 1992, cat.no.116.","dynasty":"Nasriden","linkcatalogs":"IAM_ES_EN_001","author":"Jens Kröger","keywords":["Alhambra","Alhambra-Palast","Geometrische Muster","Kuppel","Muqarnas","Palastarchitektur"],"materials":["Holz (Zedernholz und Pappelholz), geschnitzt und aus Einzelteilen zusammengefügt. Teilweise bemalt (Rot, Blau und Grün)."]}}
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+ {"012a86aa-50ab-584f-aaec-cc16d09de613":{"name":"Ovaler Talisman mit arabischer Schrift","short_description":"Ovaler Talisman aus Bergkristall mit *Nashi* Epigraphik im Zentrum: ”Es gibt keinen Gott außer Gott den König das ist die absolute Wahrheit“. \nAls Hintergrund ein Rhombenmuster aus sich kreuzenden und parallelen Linien; den äußeren Rahmen bildet eine Doppellinie.","type":"Amulett","holder":"Kunsthistorisches Museum","dates":"11. – 12. H. / 17. – 18. Jahrhundert","location":"Wien","dimensions":"Länge: 3.43cm, Breite: 1.92cm, Tiefe: 0.55cm, Gewicht: 7g","method_for_datation":"Kunsthistorischer Vergleich","method_for_provenance":"Inventar-Eintrag","provenance":"Naher Osten","obtention":"Ankauf 1942","bibliography":"Komorzynski, „Assyrische, babylonische und südarabische Denkmäler im KHM in Wien,\" *Österr. Literaturzeitung*, 1 (1952): 6. \nLeitner-Böchzelt, Susanne und Pfaffenbichler, Matthias (Hgg.), *Die Welt des Orients. Kunst und Kultur des Islam*, Leoben: Stadtgemeinde Leoben, 2006: 135, Kat.-Nr. 156.","dynasty":"Osmanen","author":"H. Satzinger, E. Haslauer (M. Hüttner)","materials":["Bergkristall"]},"0272b11d-f343-5d1e-bb66-76dc201253bb":{"name":"Moscheeleuchter des Sultans Al-Nasir Muhammad","short_description":"Dieser Moscheeleuchter besteht aus zwei Teilen, deren Entstehungszeiten hundert Jahre auseinander liegen. Der obere – jüngere - Teil trägt folgende Inschrift: \"Ruhm unserem Herrn, dem Sultan, dem siegreichen König, Nasir ad-dunja wad-din, dem Vater der Tugenden, Muhammed ben as-Sultan al-Malik al-Mansur, sein Sieg sei mächtig.\" Al-Nasir Muhammad regierte mit Unterbrechungen von AD 1293 bis 1341. Der untere Teil mit thronenden Fürsten und Musikanten stammt aus der 1. Hälfte des 13. Jahrhunderts.","type":"Metallarbeit","holder":"MAK – Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst","dates":"13. u. 14. 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Die geometrische Ornamentik des Innenfeldes besteht aus fünf zwölfstrahligen Sternen. Das Muster wurde mit feinen Stempelmustern vorgedruckt, um dann mit Vergoldung und Blaumalerei farblich gefaßt zu werden. Weiße Umrahmungen der Sterne heben das geometrische Dekorsystem hervor. Bei diesem großen Einband kam es wahrscheinlich zu einer Zusammenarbeit von Kaligraf und Koloristen. Wegen ihrer Größe wurden für solche Koranhandschriften spezielle Koranständer (kursi) in sehr wertvollen Materialien und entworfen, auf denen die Korane lagen während aus ihnen vorgelesen wurde.","short_description":"Passenderweise für einen Ledereinband eines Korans wurde eine Inschrift aus Sure II, Vers 255 für den Rahmen gewählt. Das mittlere Feld zeigt ein sich wiederholendes geometrisches Muster aus zwölfzackigen Sternen, wie sie typisch waren für die Kunst und Architektur der Mamluken. Das beeindruckende Format lässt auf einen Gebrauch bei Hof schließen.","holder":"Museum für Islamische Kunst","dates":"spätes 8. H. / 14. Jh.","location":"Berlin","dimensions":"Höhe 95cm Breite 67 cm.","method_for_datation":"Durch Vergleiche mit mamlukischen Einbänden , die der Mamlukensultan al-Ashraf Shaban II. stiftete und die sich in der Nationalbibliothek in Kairo befinden, kann auch dieser Einband in die mamlukische Periode datiert werden.","method_for_provenance":"Der Koraneinband wurde in Kairo erworben und hat seine unmittelbaren Vergleichsstücke durch ägyptische Einbände, so daß als Herstellungsland Ägypten sehr wahrscheinlich ist.","provenance":"Ägypten.","obtention":"Wahrscheinlich 1904 durch B. Moritz in Kairo erworben.","bibliography":"Atil, E. Renaissance of Islam. Art of the Mamluks. Washington, 1981, 2-27, Nr. 5-6. \n \nBosch, G. - J.Carswell - G. Petherbridge, Islamic Bindings and Bookmaking, Chicago, 1981, 112-113 Nr. 19. \n \nKat. Islamic Art in Egypt. Kairo, 1969, 313, Nr. 299 Taf. 55. \n \nKat. Museum für Islamische Kunst. Mainz 2001, 86-87, Abb. 87. \n \nSarre, F. Islamische Bucheinbände. Berlin, 1928, 12-13, Abb. 2.","dynasty":"Bahri-Mamluken","linkcatalogs":"IAM_EG_EN_001","author":"Annette Hagedorn","keywords":["Koraneinband; Handvergoldung; Geometrisches Ornament"],"materials":["Leder mit Prägung, Vergoldung und Bemalung."]},"111e154a-a0d5-5bcb-8561-a91ba170d5b3":{"name":"Räucherkugel","short_description":"Weihrauchbrenner in Form von Hohlkugeln aus Metall waren im Mittelalter in den islamischen Ländern weit verbreitete. Die Kugeln wurden bewegt und hatten deshalb im Inneren eine Vorrichtung, die die Schälchen mit der Holzkohle und den Aromata in der waagerechten hielten. Neben Weihrauch wurden in diesen Räucherkugeln auch Ambra und Sandelholz verbrannt. Im Medaillon dieser Räucherkugel befindet sich das Rangabzeichen eines Schreibers am mamlukischen Sultanshof. Der kunstvolle Ornamentschmuck besteht aus im Ornament integrierter umlaufender Schrift.","type":"Gefäße","holder":"Kunsthistorisches Museum","dates":"8. oder 2. Hälfte 9. Jahrhundert H. / 14. Jahrhundert oder 2. Hälfte 15. Jahrhundert","location":"Wien","dimensions":"Höhe: 15.2cm","method_for_datation":"Kunsthistorisch-historische Analyse (Stilkritik, Archiv-und Inventarrecherche)","method_for_provenance":"Verzeichnet im Inventar der Kunstkammer Erzherzog Leopold Wilhelms 1659","provenance":"Ägypten?","obtention":"Aus der Kunstkammer Erzherzog Leopold Wilhelms","bibliography":"Leitner-Böchzelt, Susanne und Pfaffenbichler, Matthias (Hgg.), *Die Welt des Orients. Kunst und Kultur des Islam*, Leoben: Stadtgemeinde Leoben, 2006.","dynasty":"Mamluken (ägyptisch oder syrisch)","materials":["Bronze"]},"1339038e-f661-5345-9923-697aa6a4fa79":{"name":"Ovaler Talisman mit Sure","short_description":"Ovaler Talisman aus orangerotem Karneol mit einem Bittgebet im Zentrum, gerahmt von einer doppelten Linie. Als nächstes folgt die Eröffnungssure (*Al-Fathiha*) in *Nashi*: „Im Namen des barmherzigen und gnädigen Gottes. Lob sei Gott, dem Herrn der Welten dem Barmherzigen und Gnädigen, der am Tag des Gerichts regiert! Dir dienen wir, und Dich bitten wir um Hilfe. Führe uns den geraden Weg, den Weg derer, denen Du Gnade erwiesen hast, nicht (den Weg) derer, die dD(ein)em Zorn verfallen sind und irregehen!“ Die Sure wird von vier Linien gerahmt, auf die ein äußeres Band mit Koran Epigraphik der Sure *al-Kafirun* folgt: “Im Namen des barmherzigen und gnädigen Gottes. Sag (oh Mohammed) denen, die nicht an Gott glauben „Ich verehre nicht, was ihr verehrt und ihr verehrt nicht, was ich verehre. Und ich verehre nicht, was ihr (bisher immer) verehrt habt, und ihr verehrt nicht, was ich verehre. Ihr habt eure Religion, und ich die meine (islamischer Monotheismus).“ Alle Inschriften vor einem Hintergrundmuster aus drei und fünfteiligen Punkten, den äußeren Rahmen bilden zwei Linien.","type":"Amulett","holder":"Kunsthistorisches Museum","dates":"11. 12. H. / 17. – 18. Jahrhundert","location":"Wien","dimensions":"Länge: 5.8cm, Breite: 3.55cm, Tiefe: 0.7cm","method_for_datation":"Kunsthistorischer Vergleich","method_for_provenance":"Inventar-Eintrag","provenance":"Naher Osten","obtention":"Ankauf 1942","bibliography":"Komorzynski, „Assyrische, babylonische und südarabische Denkmäler im KHM in Wien,\" *Österr. Literaturzeitung*, 1 (1952): 6. \nLeitner-Böchzelt, Susanne und Pfaffenbichler, Matthias (Hgg.), *Die Welt des Orients. Kunst und Kultur des Islam*, Leoben: Stadtgemeinde Leoben, 2006: 135, Kat.-Nr. 156.","dynasty":"Osmanen","author":"H. Satzinger, E. Haslauer (M. Hüttner)","materials":["Orangeroter Karneol"]},"1b18b5ad-219e-51fb-a044-c41096e34a7f":{"name":"Gebetsnische.","description":"Die Gebetsnische (Mihrab) gibt in der Moschee die Richtung gen Mekka an, in die jeder Gläubige zu beten hat. Der hier gezeigte Mihrab stammt aus der Bey Hakim Moschee, die der Leibarzt der Rum-Seldschukensultans Kilic Arslan IV (bis 665 H. / bis 1266 n. Chr.) stiftete und in Konya bauen ließ. Diese Gebetsnische paßt wegen ihres Fayencefliesendekors sehr gut zu anderen Gebetsnischen der gleichen Zeit. Übereinstimmungen bestehen durch die Verbindung kalligraphischer und dekorativer Elemente. Die Dekore blieben mannigfaltig, da die Elemente sehr vielfältig zusammengestellt wurden. Mehrere verschieden breite Borten mit Schrift und pflanzlichem Dekor bildeten eine Einheit. Kleine Säulen mit Würfelkapitellen rahmen den imaginativen Eingang in die Welt des religiösen Paradieses. Die Nische ist in ihrem unteren Teil in dieser Zeit stets mit geometrischen Mustern verziert, auf die im oberen Teil ein Muqarnasgewölbe mit ebensolchen geometrischen Mustern folgt. Auch das Gewölbe ist von geometrischen Dekoren gerahmt. Bei dem Berliner Mihrab wird der geometrische Dekor der Nische von einem Zwölfersternsystem überzogen. Achtzackige plastische Sterne sind in die beiden Zwickelfelder gesetzt. Die Schriftfelder sind mit Auszügen aus verschiedenen Stellen des Korans geschmückt. Auf dem Stirnfeld wird Sure 29, 45 zitiert: „Verlies, was Dir von der Schrift eingegeben worden ist! und verrichte das Gebet. Das Gebet hütet vor Schandbarem und Verbotenem. Und wahrlich, das Gedenken an Allah ist die höchste Pflicht; Und Allah weiß, was ihr tut.“ Die Dekoration wurde als dekorative Einheit von Kalligraphen und Ornamententzeichnern in Zusammenarbeit mit Fliesenproduzenten hergestellt. Für die farbliche Gestaltung wurden die Farben Türkisblau, und Dunkelblau, Schwarz und Aubergine gewählt. Die Künstler waren auch für das Schneiden der Fliesen verantwortlich, um das Muster ohne Fehlstellen zusammensetzen zu können. In Konya erreichte die Fliesenproduktion um 1260 einen Höhepunkt, so wurden im 13. Jahrhundert einundzwanzig Moscheen mit Fayencemosaik geschmückt. \n \nKlicken Sie [hier](https://www.youtube.com/watch?v=Hxg1P6Wi4Ro&t=3s), um eine Video-Präsentation dieses Objektes zu sehen (auf Englisch).","short_description":"Türkise, braune und manganfarbene Fayence-Mosaike sind in monumentalen seldschukischen Gebetsnischen häufig anzutreffen. Diese eindrucksvolle Nische mit Koraninschriften, Arabesken und geometrischen Mustern gehörte ursprünglich zur Bey-Hakim-Moschee im türkischen Konya. Sie wurde aus Bruchstücken und restaurierten Teilen neu zusammengesetzt.","holder":"Museum für Islamische Kunst","dates":"um 669 H. / 1270","location":"Berlin","dimensions":"Höhe 395 cm Breite 280 cm.","method_for_datation":"Die Gebetsnische stammt aus der vom Leibarzt des Rum-Seldschukensultans Kilic Arslan IV. (bis 665 H./ bis 1266 n.Chr.) gestifteten Moschee Bey Hakim und läßt sich deshalb in die Mitte des 7. Jh. H./ 13. Jh. n. Chr. datieren.","method_for_provenance":"Die in Berlin zu einer Nische rekonstruierten Fragmente gehören zusammen mit Fragmenten an anderen Orten (Paris, London, Istanbul) zu einer Gebetsnische, die sich ehemals in der Bey Hakim Moschee in Konya befand. Die Identität ist auch durch frühe Fotografien erwiesen.","provenance":"Konya, Bey Hakim Moschee, Türkei.","obtention":"Die Gebetsnische bestand aus einem Konvolut zahlreicher Einzelfragmente.","bibliography":"Enderlein, V. „Der Mihrab der Bey Hakim Mosche in Konya. Ein Denkmal und seine Geschichte“, in Forschungen und Berichte, 17, 1976, 33-40. \n \nKat. Museum für Islamische Kunst. Mainz, 2001, 362-63. \n \nMeinecke, M. Fayencedekorationen seldschukischer Sakralbauten in Kleinasien. Tübingen, 1976, Bd. II 326-336 Kat.-Nr. 81. \n \nSarre, F. Seldschukische Kleinkunst, Erzeugnisse islamischer Kleinkunst, Teil II. Leipzig, 1909, 32, Abb. 28. \n \nSarre, F., Denkmäler Persischer Baukunst, Berlin, 1910, Taf. 105-108.","dynasty":"Rumseldschuken","author":"Annette Hagedorn","keywords":["Anatolien; Gebtsnische; Mihrab; Rum-Seldschuken; Fayence"],"materials":["Glasierte Keramik, Fayencemosaik."]},"20ddf7d0-c8c3-5985-8cd5-4be93c3b922b":{"name":"Korankasten.","description":"Dieser Korankasten wurde hergestellt, um einen Koran mit dreissig Bänden zu schützen. Er dürfte auf Bestellung eines mamlukischen Sultans oder hohen Würdenträgers gefertigt worden sein, um von diesem einer religiösen Stiftung (Moschee, Madrasa oder Mausoleum) übergeben zu werden. Der auf vier Füßen ruhende Kasten besteht aus einem quadratischen Holzkasten, der mit Messingplatten verkleidet ist. Der pultförmige Deckel ist mit zwei Scharnieren auf der Rückseite befestigt und hat vorne eine Schnalle für den Verschluß. Alle Messingplatten sind dekoriert und mit Inschriften in Gold- und Silbertauschierung versehen. Das Innere des Holzkastens ist mit Stoff ausgekleidet und hat zwei Kompartimente mit je fünfzehn Fächern zur Aufnahme eines Korans. Die Aussenseiten tragen arabische Inschriften in herausragender Kalligraphie im Kufi und Tuluth-Duktus über einem mit kleinteiligem Pflanzen, darunter Lotusblüten, ausgestatteten Grund. Entlang den Aussenseiten laufen Koranzitate (Sure 24, Vers 35 und Sure 2, Vers 255 Ayat al-Kursi). Weitere Koranzitate befinden sich auf dem pultförmigem Deckel und auf den schmalen Inschriftfriesen (Sure 3, Vers 26-7; Sure 26, Vers 192-9; Sure 56, Vers 76-89, 92-5 und Sure 59, Vers 22-4). Die Unterseite ist mit einem geometrischem Dekor versehen. Es fehlt eine Namensnennung und auch die dreissig Koranbände haben sich nicht erhalten. Zwei verwandte Korankästen der gleichen Zeit, etwa um 730/1330 haben sich in Kairo erhalten. Ein Korankasten nennt den Namen des mamlukischen Sultans al-Nasir und das Datum 723/1322. Er befindet sich im Besitz der Bibliothek der al-Azhar Moschee. Ein zweiter undatierter Kasten wird im Museum für Islamische Kunst in Kairo aufbewahrt. Im mamlukischen Ägypten wurden Korane in Moscheen gewöhnlich in Kästen (sunduq) oder freistehenden Metallmöbeln (kursi) aufbewahrt. Durch den ständigen Gebrauch haben sich nur wenige dieser Korane erhalten.","short_description":"Diese rechteckige Schatulle, die auf vier Beinen stand, enthielt 30 mittlerweile verloren gegangene Koranbände, die in zwei Reihen mit je 15 Fächern standen. Hervorragend ausgeführte Koraninschriften in verschiedenen Schrifttypen verzieren die Außenwände in Gold und Silber.","holder":"Museum für Islamische Kunst","dates":"um 730 / 1330.","location":"Berlin","dimensions":"Höhe 27 cm Breite 42,5 cm Tiefe 42, 5 cm.","method_for_datation":"Der Verfertiger dieses Korankastens wird auch auf einem hohen kursi (ein achteckiger Schrank zur Aufbewahrung eines Korans) genannt, der sich in Kairo im Museum für Islamische Kunst befindet und auf die Jahre 728/1327-8 datiert wird. Es wird angenommen, dass der Berliner Korankasten aus der gleichen Zeit stammt.","method_for_provenance":"Derartige tauschierte Korankästen sind nur aus dem mamlukischen Ägypten bekannt. Dort wurde der Korankasten auch erworben.","provenance":"Kairo, Ägypten.","obtention":"Erworben aus dem Kunsthandel in Kairo 1904 durch B. Moritz.","bibliography":"Zaky, M.H., Atlas of Moslem Decorative Arts, Cairo, 1956) Fig. 512. \n \nKat. Islamic Art in Egypt 969-1517, Cairo, 1969, Nos. 60-2. \n \nThe Arts of Islam, Hayward Gallery, London 8 April – 4 July 1976, No. 214. \n \nAtil, E., Art of the Mamluks. Renaissance of Islam (Washington 1981) No. 25. \n \nJames, D., Qur'ans of the Mamlūks, London, 1988.","dynasty":"Mamluken","linkcatalogs":"IAM_EG_EN_001","author":"Jens Kröger","keywords":["Korankasten; Koran; Tauschierte; Metallarbeiten"],"materials":["Bronzeplatten auf einem Holzkern, Gold- und Silbertauschierung."]},"233f177a-9a79-505a-9d9f-69315d5046d2":{"name":"Ovaler Talisman mit Sure","short_description":"Ovaler Talisman aus weißem und rotem Granat; eine Zeile aus der Ayat-al-Kursi (Der Stuhl) bildet den Rand: „Allah (ist einer allein). Es gibt keinen Gott außer ihm. (Er ist) der Lebendige und Beständige. Ihn überkommt weder Schlummer noch Schlaf. Ihm gehört (alles), was im Himmel und auf Erden ist. Wer (unter den himmlischen Wesen) könnte - außer mit seiner Erlaubnis - (am jüngsten Tag) bei ihm Fürsprache einlegen? Er weiß, was vor und was hinter ihnen liegt. Sie aber wissen nichts davon - außer was er will. Sein Thron reicht weit über Himmel und Erde. Und es fällt ihm nicht schwer, sie (vor Schaden) zu bewahren.“ Die Schlussworte der Sure zieren die Mitte des Talismans: „Er ist der Erhabene und Gewaltige“.","type":"Amulett","holder":"Kunsthistorisches Museum","dates":"11. 12. H. / 17. – 18. Jahrhundert","location":"Wien","dimensions":"Länge: 6.48cm, Breite: 3.77cm, Tiefe: 0.6cm","method_for_datation":"Kunsthistorischer Vergleich","method_for_provenance":"Inventar-Eintrag","provenance":"Naher Osten","obtention":"Ankauf 1942","bibliography":"Komorzynski, „Assyrische, babylonische und südarabische Denkmäler im KHM in Wien,\" *Österr. Literaturzeitung*, 1 (1952): 6. \nLeitner-Böchzelt, Susanne und Pfaffenbichler, Matthias (Hgg.), *Die Welt des Orients. Kunst und Kultur des Islam*, Leoben: Stadtgemeinde Leoben, 2006: 135, Kat.-Nr. 156.","dynasty":"Osmanen","author":"H. Satzinger, E. Haslauer (M. Hüttner)","materials":["Orangeroter Karneol"]},"2fe554a9-e532-5b15-814f-963ca40c1b1c":{"name":"Kleines Wasserbecken.","description":"In der breiten Borte des weitoffenen Beckens werden zwischen vier Rundmedaillons Szenen höfischer Jagdvergnügungen gezeigt. Dargestellt sind jeweils drei Reiter in verschiedenen Jagdübungen. Die Reiter kämpfen bei einem Turnier mit Lanze, Schwert, Pfeil und Bogen. Ein Reiter wird von einem, auf dem Pferd sitzenden, Jagdgeparden begleitet. Diese Darstellungen standen für ein bestimmtes Lebensideal. Bilder von Reitern und Jägern referieren nicht nur das reiterliche Können der Fürsten, sondern weisen auch auf den Mut, die Kraft und die Ausdauer der Herrscher hin. Illustrationen von Jägern mit Falken und Leoparden können den unermässlichen Reichtum der Regenten andeuten. Nur sie konnten sich diese kostbaren Jagdtiere und deren Ausbildung leisten, nur sie konnten große Jagdgesellschaften veranstalten. In der Mamlukenzeit erreichte diese fürstliche Lebensweise einen Höhepunkt. Die Unterseite des Beckens ist einem Flechtbandmuster mit Arabesken, Ranken und Vögeln in den Zwischenräumen verziert. Die Darstellungen wurden in Gold- und Silbertauschierung ausgeführt. Durch die Verzierung mit Edelmetallen erschienen die tauschierten Messinggefäße sehr vielfarbig und reich. In die Rundmedaillons ist jeweils im Zentrum das Wappen des Emirs Sumul Abu-l Izz eingesetzt. Er war ein Gefolgsmann des regierenden Sultans an-Nasir Muhammad b. Qalaun. Ob er auch der Auftraggeber des Beckens war, kann wegen der zum Teil abgeriebenen Inschrift nur vermutet werden. Abu-l Izz und sein Bruder Salar, Vizekönig von Ägypten, revoltierten gegen den Sultan und wurden deshalb 1310 gefangen genommen. Am Beckenboden werden in zwei Inschriften Glückwünsche für den heute unbekannten Auftraggeber ausgesprochen. Hier könnte einst der Name Sumul Abu-l Izz gestanden haben. Dann wäre das Becken zwischen 693/1293 und 710/1310 zu datieren.","short_description":"Die Gestaltung dieser Wasserschüssel aus Messing mit Gold- und Silbereinlegearbeiten zeigt einen Fries mit Reitern bei der Jagd oder einem Turnier. Sie sind durch vier Medaillons getrennt, die ein für den mamlukischen Adel typisches Wappen tragen. Die Schüssel wurde für einen mamlukischen Emir in Auftrag gegeben.","holder":"Museum für Islamische Kunst","initial_owner":"Sumul Abu-l Izz, ab 1897 F. Sarre.","dates":"datierbar um 700 / um 1300.","location":"Berlin","dimensions":"Höhe 10 cm Durchmesser 21 cm.","method_for_datation":"Das Wasserbecken läßt sich durch die Wappen datieren, nach denen der Auftraggeber Sumul Abu'l Izz gewesen sein dürfte. Er war zwischen 693 H./1293 n.Chr. und 710 H./1310 n.Chr. in den Diensten des mamlukischen Sultans an-Nasir Muhammad b. Qalaun.","method_for_provenance":"Die mamlukischen Wappen, nach denen der Auftraggeber bestimmt werden kann, weisen auf Ägypten als Herkunftsland hin.","provenance":"Kairo, Ägypten.","obtention":"Geschenk des Sammlers Friedrich Sarre, Berlin, der es 1897 im Kunsthandel erwarb.","bibliography":"Kat. Museum für Islamische Kunst. Mainz, 2001, 76. \n \nHagedorn, A. Die Blacas-Kanne. Zu Ikonographie und Bedeutung islamischer Metallarbeiten des Vorderen Orients im 13. und 14. Jahrhundert, Münster, 1992, 127-33, 152/153, Nr. 162 \n \nMayer, L.A., “Three Heraldic Bronzes from Palermo”, Ars Islamica 3, 1936, 184-86. \n \nSarre, F. Erzeugnisse Islamischer Kunst. Teil 1 METALL, Berlin, 1906, Nr. 64. \n \nWard. R. Islamic Metalwork, London, 1993, 71-93.","dynasty":"Mamluken","linkcatalogs":"IAM_EG_EN_001","author":"Annette Hagedorn","keywords":["Kleines Wasserbecken; Mamluken; Emir; Tauschierung; Messing"],"materials":["Messing. Silber- und Goldtauschierungen."]},"389ca57a-de31-5831-9a59-bb851adbe95e":{"name":"*Hamzanama*: Umar entkommt den Fesseln und rasiert Kamran den Bart ab","short_description":"Umar ist einer der Spione (Ajjar), welche den Kampf Hamzas laufend unterstützen.","type":"Malerei","holder":"MAK – Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst","dates":"1557–1577 AD","location":"Wien","provenance":"Indien","dynasty":"Moguln","materials":["Malerei auf Baumwolle"]},"4b8ffd8e-ec58-5468-9e97-3c950ff7e6c9":{"name":"Moscheelampe.","description":"Gläserene Moscheelampen mit Emaildekor wurden hauptsächlich in mamlukischer Zeit in Syrien oder Ägypten hergestellt. Sie waren Auftragsarbeiten und gelangten als Stiftungen mamlukischer Sultane in Kairener Moscheen. Die bekannteste Berliner Moscheelampe ist aus honigfarbenem Glas mit umgekehrt kelchförmigen Fuß und bauchigem Körper, der über einer Einziehung in einen hohen konischen Hals übergeht. Auf dem Körper sind sechs angelegte Ösen in schildförmig ausgesparten Flächen angedrückt. Mit ihnen hing die Lampe an Ketten von der Decke herab. Ein zusätzlich hineingehängtes trichterförmiges Öllämpchen gab das Licht. Der Dekor besteht aus zwei Schriftfriesen und kleinteiliger Blumenmalerei, die durch das Motiv der Lotusblüte fernöstlichen Einfluss erkennen lässt. Der Inschriftfries auf dem Körper ist in Gold auf blauem Grund ausgeführt. Er nennt den Namen des mehrfach regierenden Mamlukensultans an-Nasir Muhammad (reg. 698-708/1299-1309 und 709-741/1310-1341). Die Lampe könnte als Auftragsarbeit für eine Moschee oder eine Schule mit Mausoleum hergestellt worden sein. Sowohl 704/1304 als auch zwischen 718-736/1318-35 liess er solche Bauten in Kairo errichten. Die Inschrift in Blau auf einer Ranke mit spiraligen Einrollungen und ursprünglich goldenem Grund hat den für eine Moscheelampen besonders geeigneten Lichtvers aus dem Koran (Sure 24, Vers 35) zum Thema. Beide Inschriften sind in der für die Mamlukenzeit charakteristischen Thuluth-Schrift geschrieben.","short_description":"Glaslampen wurde für Moscheen, Schreine und Mausoleen gemacht. Der innere Behälter fasste das Öl und der Docht. Der Inschrift auf dem Boden Lampe nach wurde sie im Namen des Mamluken-Sultans al-Nasir Muhammad gemacht. Sie ist mit dem Lichtvers des Koran verziert (XXIV: 35).","holder":"Museum für Islamische Kunst","initial_owner":"Graf F. von Pourtalès, St. Petersburg.","dates":"1. Hälfte 7./ 1. Hälfte 14. Jh.","location":"Berlin","dimensions":"Höhe 34 cm Durchmesser 24,8 cm.","method_for_datation":"In mamlukischer Zeit wurde eine Vielzahl von gläsernen Moscheelampen hergestellt. Diese nennt den Namen des Sultans an-Nasir Muhammad, der im 8. Jh. H./14. Jh. n. Chr. regierte.","method_for_provenance":"Die Moscheelampe wurden wahrscheinlich sowohl in Syrien als auch in Ägypten hergestellt. Eine genaue Zuweisung ist noch nicht möglich.","provenance":"Ägypten oder Syrien.","obtention":"1913 als Geschenk von Graf F. Pourtalès.","bibliography":"Lamm, C.J., Mittelalterliche Gläser und Steinschnittarbeiten aus dem Nahen Osten. Berlin 1929/30, 434 Nr. 27 Taf. 190 Nr. 10. \n \nKat. Museum für Islamische Kunst 1972/1979, Nr.13. \n \nCarboni, S. and Whitehouse, D. Glass of the Sultans, The Metropolitan Museum of Art, New York, 2001, 199-273.","dynasty":"Mamluken","linkcatalogs":"IAM_EG_EN_001","author":"Jens Kröger","keywords":["Emailglas; Mamluken; Moschee"],"materials":["Glas, emailliert und vergoldet."]},"5b111959-0e06-5d73-9d98-5177f4d07663":{"name":"Rüstung eines Mamelukenfürsten","short_description":"Helm und Kürass dieser Rüstung wurden im Inventar der Sammlung Erzherzog Ferdinands II. von Tirol (1529-1595) von 1593 irrig einem „N. König zu Cuba in India“ zugeschrieben. 1788 wurde der Schild beigefügt und das Ensemble ohne nähere Begründung als Rüstung des nordafrikanischen Seehelden Dragud Reis, König von Kairun (gest. 1565) bezeichnet. Die aktuelle Zuschreibung an einen Mamlukenfürsten erfolgt aufgrund eines Vergleiches mit der ähnlichen Sturmhaube des mamlukischen Gouverneurs Khairbak von Aleppo (Istanbul, Topkapi Sarai Museum), der 1517 Syrien dem osmanischen Sultan Selim I. überantwortete. Der vorliegende Harnisch ist das prunkvollste Beispiel dieses orientalischen Rüstungstypus.","type":"Rüstung","holder":"Kunsthistorisches Museum","dates":"10.H. / 1. Viertel 16. Jahrhundert","location":"Wien","dimensions":"Helm: Höhe: 33cm, Breite: 23.5cm, Tiefe: 28.5cm; \nRüstung: Höhe: 72.5cm, Breite: 65cm, Tiefe: 34cm; \nSchild: Höhe: 12.5cm, Durchmesser: 63cm","method_for_datation":"Vergleich mit anderen Objekten","method_for_provenance":"Sammlung Schloss Ambras, Inventar von 1559","provenance":"Ägypten?","obtention":"Sammlung Schloss Ambras, Inventar von 1559","bibliography":"Mayer, L. A., „Saracenic Arms and Armor\", *Ars Islamica*, 10 (1943). \nThomas, Bruno und Gamber, Ortwin, *Katalog der Leibrüstkammer I. Teil. Der Zeitraum von 500 bis 1530*, Wien: Verlag Anton Schroll & Co, 1976.","dynasty":"Mamluken","author":"Matthias Pfaffenbichler, Tobias Roeder","keywords":["Rüstung; Schild; Mameluken"],"materials":["Eisen getrieben, mit punziertem Dekor, feuervergoldet. Panzergeflecht, teilweise mit gestanzten Ringen"]},"5f89dbe5-9c2a-5bd5-873c-3b29fca4dd90":{"name":"Der Krönungsmantel","short_description":"Der halbkreisförmig geschnittene Mantel aus rotem Samit (geritzte Seide) ist mit einer aufwendigen Goldstickerei versehen, die einen zentralen Palmbaum (=Lebensbaum) zeigt, zu dessen linker und rechter Seite sich spiegelbildliche Darstellungen eines Löwen befinden, der ein mit Sattel und Zaumzeug ausgerüstetes, also domestiziertes Kamel besiegt. \nEntlang der geraden Seite des Halbkreises ist der Mantel bordürenartig mit Perlen und Gold bestickt sowie mit 31 Emailplättchen (von byzantinischen Einflüssen geprägtes Zellenschmelzemail) besetzt. Die halbkreisförmige Kante des Mantels ist mit einer *Kufi*\\-Inschrift in Gold bestickt. Ihr ist zu entnehmen, dass der Mantel 133/34 zur Regierungszeit des sizilianischen Königs Rogers II. in den königlichen Hofwerkstätten zu Palermo angefertigt wurde. \nAls Teil des normannischen Schatzes gelangte der Mantel auf dem Erbweg an die Hohenstaufer und wurde schließlich Bestandteil der Krönungsgewänder der Könige und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches.","type":"Mantel","holder":"Kunsthistorisches Museum","dates":"AD 1133/1134","location":"Wien","dimensions":"Höhe: 146cm, Breite: 345cm","method_for_datation":"Stilkritische Untersuchung, Archiv- und Inventarrecherche","method_for_provenance":"Archiv- und Inventarrecherche","provenance":"Italien","obtention":"Hergestellt für König Roger II. von Sizilien; als Teil des normannischen Schatzes auf dem Erbweg an die Hohenstaufen und schließlich als Krönungsmantel der Könige und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches verwendet.","bibliography":"Bauer, Rotraud, „Der Mantel Rogers II. und die siculo-normannischen Gewänder aus den königlichen Hofwerkstätten in Palermo“, in Wilfred Seipel (Hg.), *Nobiles Officinae. Die königlichen Hofwerkstätten zu Palermo zur Zeit der Normannen und Staufer im 12. und 13. Jahrhundert. Ausstellungskatalog (Kunsthistorisches Museum Wien)*, Mailand/Wien: Kunsthistorisches Museum, 2004: 115–123. \nSchmitz-von Ledebur, Katja, „Die Krönungsgewänder aus den palermitanischen Hofwerkstätten – zu den jüngsten epigraphischen und naturwissenschaftlichen Untersuchungen“, in Annemarie Stauffer (Hg.), *Textile Kostbarkeiten staufischer Herrscher. Werkstätten – Bilder – Funktionen. Tagungsband zum internationalen Kolloquium im Rahmen der Ausstellung „Die Staufer und Italien“ am 20. und 21. Januar 2011 in den Reiss-Engelhorn- Museen Mannheim, Studien zur internationalen Architektur- und Kunstgeschichte 99*, Petersberg: Imhof, 2014: 12–25. \nSeipel, Wilfred (Hg.), *Hauptwerke der Weltlichen Schatzkammer*, Mailand/Wien: Kunsthistorisches Museum, 2005: 58–60.","dynasty":"Palermo, königliche Hofwerkstätten","materials":["Samit, Seide, Gold, Perlen, Email, Filigran, Edelsteine, Brettchenborte"]},"64a752d6-b788-5de5-9e6e-354842dbf466":{"name":"Grabstein.","description":"Die rechteckige Marmorplatte ist mit einer 11-zeiligen Grabinschrift innerhalb eines von Säulen getragenen Hufeisenbogens versehen. In den Bogenzwickeln sitzen Palmetten, den rahmenden Fries nimmt eine Halbpalmettenwellenranke ein. Der Aufbau des Grabsteines zeigt, dass es sich um einen Grabstein mit Gebetsnische (mihrab) handelt. Im Gebiet von al-Andalus waren solche Grabsteine besonders typisch für die Stadt Almería waren. Die Inschrift ist in einem für den Maghreb typischen, aber nicht sehr gekonnten Kufi-Duktus ausgeführt. Typisch sind kleine Zusätze wie Blätter und Punkte zwischen der Schrift. Die Text kann folgendermaßen beschrieben werden: an die Basmala werden Verse aus dem Koran (Sure 3, Vers 182 und Sure 38, vers 67-68) zitiert. Dann folgt der Name des Toten: Dies ist das Grab des Djabir, Sohn des Muhammad al-Khashab, der Holzkaufmann (?), der unter Namen Ibn al-Qallal bekannt ist. Er verstarb am Montag in der ersten Dekade des Monats Ramadan im Jahre 435/[2. April 1044], wobei er bezeugte, dass es keinen Gott gibt ausser Gott und dass Muhammad der Gesandte Gottes ist, und dass das Paradies, die Hölle, die Auferstehung und die Stunde des Gerichts wahrhaftig sind. Die Glaubensformel bezieht sich auf Sure 22, Vers 3-7. Als der Genannte starb, regierten in der bedeutenden Hafenstadt Almería die Banu Sumadih. Da dieser Typ von Grabstein mit dem für al-Andalus typischen Hufeisenbogen in der Gegend um Almería häufiger anzutreffen ist, könnte er am ehesten aus dieser Region stammen.","short_description":"Hufeisenförmige marmorne Grabsteine sind typisch für die Funde in der Stadt Almeria bei Malaga in al-Andalus. Dieses Exemplar mit seiner kompakten Kufi-Schrift, die den Raum komplett ausfüllt, und seinen typischen arabesken Rändern wurde für einen Mann hergestellt, der im Jahre 435 AH (AD 1044) starb.","holder":"Museum für Islamische Kunst","initial_owner":"Slg. Kalebdijan, Paris.","dates":"datiert 435 H. / 1044.","location":"Berlin","dimensions":"Höhe 64 cm Breite 46 cm.","method_for_datation":"Durch die Inschrift ist der Grabstein 435 H./1044 n.Chr. datiert.","method_for_provenance":"Der Aufbau des Grabsteines weist Merkmale auf, die für Grabsteine in Almería/Spanien charakteristisch sind.","provenance":"wohl Region um Almería, Spanien.","obtention":"Ankauf 1942 aus der Slg. Kalebdijan, Paris.","bibliography":"Lévi-Provençal, E. Inscriptions Arabes d'Espagne, Paris-Leiden, 1931, Nr. 189. \n \nKat. Schätze der Alhambra-Islamische Kunst aus Andalusien, Mailand, 1995 Nr. 60 \n \nKat. Museum für Islamische Kunst, Berlin 2001, S. 92-3.","dynasty":"Taifa-Periode","author":"Annette Hagedorn","keywords":["Grabstein; Almería; al-Andalus; Maghreb; Kufi-Duktus; Taifa-Periode; Grab; Grab Objekt"],"materials":["Marmor."]},"6d98ea50-5803-5087-8c76-c692fcff4093":{"name":"Teppich mit dem Motiv eines Blütenbaumes, sog. Synagogenteppich.","description":"Der von Wilhelm von Bode erworbene, sehr fragmentarische Teppich soll aus einer Kirche in Tirol stammen und gelangte von dort in den Münchener Kunsthandel. Er hat ein langes schmales Format und ist sehr klar gegliedert. Im roten Innenfeld sitzt ein dünner zentraler Baumstamm, von dem in regelmäßigen Abständen im rechten Winkel Zweige abgehen, die mit großen Blüten besetzt sind. Das Innenfeld wird von einer gelbgrundigen Bordüre eingerahmt, in der ein Wort in arabischer Schrift im Kufi-Duktus kontinuierlich wiederholt wird. Am oberen Rand ist das Wort auf zwei miteinander verbundene Buchstaben reduziert. Die Stilisierung der arabischen Schrift könnte eine nicht korrekt wiedergebene Version des islamischen Glaubensbekenntnisses meinen. Kleine Rosetten sind als Trennglieder verwendet worden. Zum äußeren Rand hin folgt eine zweite Bordüre, die mit einem Rapport aus Doppelperlen besetzt ist. Die Bordüren werden zusätzlich von schmalen blaugrundigen Streifen gerahmt. Dass es sich um einen Teppich aus einer spanischen Synagoge handeln könnte, vermutete als erster Friedrich Sarre, der in den sich wiederholenden, blütenartigen geometrischen Gebilden die stilisierte Wiedergabe eines Thoraschreines vermutete. Vergleichbare Darstellungen eines Thoraschreines sind bereits auf Fußbodenmosaiken spätantiker Synagogen in Palästina zu finden. Bislang ist es nicht gelungen, diese These durch spanische Beispiele zu untermauern. Auch die sechszackige Sternform (sog. Siegel Salomons) kommt in der islamischen Ornamentik häufig vor, ohne dass dieses Motiv schlüssig als Davidsstern interpretiert werden kann. Wie Darstellungen auf Gemälden vielfach zeigen, war die Verwendung von arabischen Inschriften im Kufi-Duktus in der Architektur, auf Teppichen und Stoffen im mittelalterlich-christlichen Bereich sehr gebräuchlich. Wenngleich keine Vergleichsstücke für diesen Teppich bekannt geworden sind, nimmt man an, dass es sich um das älteste Beispiel eines spanischen Teppichs handeln könnte.","short_description":"Dieser einzigartige Teppich – der erste, der aus Spanien bekannt ist – hat ein Design mit einem Baum in der Mitte und Zweigen, die in großen Blumen enden. Diese wurden als Abbildungen eines Thoraschreines gedeutet, weswegen der Teppich Synagogenteppich heißt. Von besonderer Bedeutung ist die stilisierte und sich wiederholende arabische Inschrift.","holder":"Museum für Islamische Kunst","owner":"Kunstgewerbemuseum.","initial_owner":"Wilhelm von Bode.","dates":"8. H. / 14. Jh.","location":"Berlin","dimensions":"Länge 385 cm Breite 95 cm.","method_for_datation":"In Ermangelung datierter Teppiche wird angenommen, dass dieser Teppich früher zu datieren ist als die Gruppe der Teppiche mit Wappen, für die eine Entstehung im 15. Jh. angenommen wird. Die Begründung liegt einerseits in der anderen Ornamentik und in der archaischen Form der Inschrift auf monochromem Grund. Die Abweichungen erlauben die Annahme, der Teppich könnte bereits im 14. Jh. geküpft worden sein.","method_for_provenance":"Sowohl die technische Eigenheit des spanischen Knotens für die Knüpfung als auch die Inschrift und die ornamentalen Details weisen auf Spanien hin.","provenance":"Spanien.","obtention":"Von Wilhelm von Bode 1884 im Münchener Kunsthandel erworben und später dem Berliner Kunstgewerbemuseum überwiesen. Von dort als Dauerleihgabe 1906 an das Museum übergeben. Überweisung durch das Kunstgwerbemuseum1906 als Dauerleihgabe.","bibliography":"Bode, F., Vorderasiatische Knüpfteppiche aus älterer Zeit (Monographien des Kunstgewerbes) Leipzig, 1901,117. \n \nSarre, F., A Fourteenth Century Spanish Synagogue Carpet, Burlington Magazine 56, 1930, 89-95. \n \nKat. Convivencia. Jews, Muslims, and Christians in Medieval Spain. (eds. V. B. Mann et al.), The Jewish Museum, New York, 1992, 246-7 Nr. 107. \n \nEnderlein, V., Wilhelm von Bode und die Berliner Teppichsammlung. Bilderheft der Staatlichen Museen zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz, Berlin, 1995, 23 Nr. 8, 28 Taf. 8.","dynasty":"Nasriden","author":"Jens Kröger","keywords":["Teppich; Spanische Teppiche; Synagogenteppich"],"materials":["Wolle, Knüpfteppich."]},"6de30ff8-0fff-5ed3-8984-48abb285b414":{"name":"Flügeltür.","description":"Mit Sternflechtornamentik dekorierte Holztüren waren üblich bei Moscheen der Rum-Seldschuken, die eine Vorliebe für komplizierte geometrische Dekore hatten, die von begnadeten Holzkünstlern geschnitzt und entworfen wurden. Sehr eindrucksvoll wurden auch bei der Dekoration dieser Tür die großen Panele der Hauptfelder der Tür mit einer geometrischen Musterung versehen, deren Einzelfelder mit stilisierten Arabeskranken geschmückt sind, die aus floralen Einzelmotiven zusammengesetzt sind. Die geometrische Musterung wird aus einer fortlaufenden Musterung aus kleinteiligen Sechs- und Fünfecken, Rauten und Dreiecken entwickelt. Dabei sind nicht wie üblicherweise Einzelpaneele nabeneinandergesetzt, sondern es handelt sich um eine fortlaufende Musterung, die sich über die ganze Paneelfläche hinzieht. Die umlaufenden breiten Rahmenfriese sind mit sich überschneidenden Arabeskranken verziert. Im oberen Türfeld sind Inschriften auf blauem Grund eingefügt, die Sure 9, 18 aus dem Koran zitieren: „Besuchen nur soll die Moscheen Allahs, wer da glaubt an Allah und an den Jüngsten Tag.“ Diese Inschrift wurde einst an der Tür eines südlichen Nebenraumes fortgesetzt. Auch diese Tür befindet sich im Museum für Islamische Kunst. Sie lautet „und das Gebet verrichtet und die Armensteuer zahlt“. Insgesamt wurden so die wichtigsten Pflichten eines muslimischen Gläubigen angesprochen: Glaubensbekenntnis, Gebet und Armensteuer. Anders, als bei den Doppeltüren aus der Vorhalle mit ihrem Sockelfeld mit pflanzlichen Dekoren, ist diese Tür ganzflächig mit geometrischen Dekor überzogen. Die Tür aus der Vorhalle befindet sich heute im Museum in Konya (Inv. Nr. 330).","short_description":"Die Inschrift des Koran (IX:18) – In den Moscheen Gottes verweilen und Dienst tun dürfen nur die, die an Gott und den Jüngsten Tag glauben – ist passend für die Holztür, die ursprünglich zur Bey-Hakim-Moschee im türkischen Konya gehörte. Die geometrischen und arabesken Muster sind typisch für die Kunst der Seldschuken.","holder":"Museum für Islamische Kunst","dates":"7. H / 13. Jahrhundert","location":"Berlin","dimensions":"Höhe 182 cm Breite 116 cm.","method_for_datation":"Die Flügeltür stammt aus der Bey Hakim Moschee in Konya, die in die Mitte des 7.Jh. H./13. Jh. n.Chr. datiert werden kann. Stilistische Vergleiche zeigen, dass die Flügeltür in diese Zeit gehört.","method_for_provenance":"Der Nachweis, dass die Flügeltür aus der Bey Hakim Moschee in Konya stammt, wurde von V. Enderlein 1976 durch die Inschriften auf den Flügeltüren erbracht, die einen zusammenhängenden Text ergeben.","provenance":"Türkei, Konya, Moschee Bey Hakim.","obtention":"Ankauf aus Privatbesitz 1913.","bibliography":"Enderlein, V. „Der Mihrab der Bey Hakim Mosche in Konya - Ein Denkmal und seine Geschichte“, in Forschungen und Berichte, 17, 33-40. Berlin 1976, 34, Taf. 2. \n \nLöytved, J. H. Konia – Inschriften der seldschukischen Bauten. Berlin, 1907, 87. \n \nRice, D. T. Islamic Art, London, 1965 2. Aufl. 1975, 174, Abb. 176. (Tür zum Seitenflügel der Moschee) \n \nSarre, F. Seldschukische Kleinkunst, Erzeugnisse islamischer Kleinkunst, Teil II. Leipzig, 1909, 32, Taf. XII.","dynasty":"Rum-Seldschuken","author":"Annette Hagedorn","keywords":["Seldschuken; Flügeltür; Sternflechtornament; Schnitztechnik; Moschee"],"materials":["Nußbaumholz, Schnitzarbeit, Teile farblich gefaßt."]},"72ae01c0-55bc-584b-8258-a81263d1edbd":{"name":"*Hamzanama*: Kundschafter bringen Anoschirvan Nachrichten aus den Ländern Chaiba und China","short_description":"\"Kommandanten eilten in alle Teile des Reiches und fanden zwei alte Ziegelsteine, einen in Chaibar und einen in China. Sie brachten die zwei Ziegelsteine zum Kaiser Anoschirwan und berichteten es dem Kaiser der sieben Weltgegenden. Der Kaiser rief den chwadscha zu sich und fragte die Kommandanten in seiner Gegenwart, warum die beiden Länder ruiniert waren. Die Kommandanten berichteten, dass es in Chaibar einen Heiden namens Hischamgab, der alle Grausamkeiten und Ungerechtigkeiten beging, die er konnte. In China war zwar der Kaiser sehr gut, aber er hatte einen Sohn namens Bahram Gur, der äußerst egoistisch und widerspenstig war. Die Untertanen dieser beiden wurden von ihrer Ungerechtigkeit gequält, und wegen ihnen waren die beiden Königreiche ruiniert.\"","type":"Malerei","holder":"MAK – Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst","dates":"1557–1577 AD","location":"Wien","provenance":"Indien","dynasty":"Moguln","materials":["Malerei auf Baumwolle"]},"79968466-a94b-5053-a5e9-1155df32e285":{"name":"Waschgeschirr aus Kanne und Becken.","description":"Kanne und Becken wurden am Hofe bei Tisch zum Händewaschen gereicht. Mittelalterliche arabische Quellen beschreiben solche Geschirre. Sie wurden als Ausstattungsstücke für die Aussteuer von Töchtern von Amiren, Wesiren, hohen Adeligen, Beamten und Kaufleuten benutzt. Das Berliner Geschirr wurde, nach ikonographischen Motiven des Dekors zu urteilen, für einen Juristen hergestellt. Die Inschriften enthalten Segenswünsche allgemeiner Art (Wohlergehen, Reichtum, Gesundheit, Wissen und Milde) für den unbekannten Besitzer. Die ursprüngliche Pracht ist durch den hervorragenden Erhaltungszustand gut erkennbar. Die Kanne ist durch ihre Form mit Klappdeckel und gerader Ausgußtülle plastisch modelliert. Bauch, Schulter und Hals zieren drei Friese mit figürlichen Motiven in unterschiedlichen großen Medaillons. Die Medaillons sind mit Thron- und Reiterdarstellungen sowie mit Planetenbildern gefüllt. Der Halsansatz zeigt elf Bogenfelder mit stehenden Figuren, in der Art christlicher Darstellungen. In einem Tierfries am Schulterrand findet eine Jagd auf ein Einhorn statt. Zusätzlich sind arabische Inschriften in Friesen oder über die Kanne verteilt, die Wünsche enthalten. Im Boden des Beckens sind die sechs Planetenbilder rund um die Sonne gestellt und in einem zweiten Fries erscheinen die Bilder des Tierkreises (Zodiacus) in Verbindung mit bestimmten Planeten. Das Becken zeigt ähnlich wie bei der Kanne in sechs großen Medaillons auf der Außenseite den Fürsten flankiert von zwei Leibwächtern, Jagdszenen und Feiernde, die auf ein Bankett hinweisen. Sie werden durch eine Inschrift verbunden, die Wünsche um Macht und Sieg, um Wissen und Milde, wie sie Allah eigen sind, nennen. Die Komplexität des Entwurfs und die höchste Qualität in der Ausführung weisen auf den hohen Status des Auftraggebers hin. Sowohl Kanne und Becken sind namentlich signiert und bezeugen so auch den hohen Stellenwert des Künstlers.","short_description":"Dieses äußerst fein gearbeitete Set aus Schüssel und Krug bezeugt die Kunstfertigkeit der metallverarbeitenden Handwerker aus Mosul um 1270 AD. Auf dem von einem hochrangigen Auftraggeber georderten Set sind Planeten und Szenen des höfischen Lebens abgebildet. Es wurde vermutlich verwendet, um sich zu besonderen Anlässen die Hände zu waschen.","holder":"Museum für Islamische Kunst","dates":"2. Hälfte 8./ 3. Viertel 13. Jh.","location":"Berlin","dimensions":"Kanne: Höhe 37 cm Durchmesser 20,6 cm; Becken: Höhe 17 cm Durchmesser 43 cm.","method_for_datation":"Der Künstler, der die Kanne und das Becken signiert hat, lebte um die Mitte des 7. Jh. H./ 13. Jh. n.Chr.","method_for_provenance":"Der Künstler, der die Kanne und das Becken signiert hat, trägt in seinem Namen den Herkunfts- oder Wohnstättennamen al-Mausili, „der aus Mosul“. Damit wird seine Herkunft oder auch seine Tätigkeit an dem Wohnstättenort, hier „aus Mosul“ ausgedrückt. Die Signatur und das Motiv der Figur mit Mondsichel vor dem Körper weisen mit großer Wahrscheinlichkeit auf eine Entstehung in Mosul hin.","provenance":"Mosul, Nord-Irak.","obtention":"Um 1938 im Kunsthandel.","bibliography":"Kat. Museum für Islamische Kunst. Mainz, 2001, 72/73. \n \nBaer, E. Ayyubid Metalwork with Christian Images, Leiden, 1989, 15-7, Pl. 50-1. \n \nHagedorn, A. Die Blacas-Kanne. Zu Ikonographie und Bedeutung islamischer Metallarbeiten des Vorderen Orients im 13. und 14. Jahrhundert, Münster, 1992, Nr. 28. \n \nKühnel, E., \"Zwei Mosulbronzen und ihr Meister\", in: Jahrbuch der Preußischen Kunstsammlungen 60, 1939, 1-20. \n \nRice, D. S. “Inlaid Brasses of the Workshop of Ahmad Al-Dhaki al-Mawsili,” Ars Orientalis 2, 1957, 225-53.","dynasty":"Postzengidisch","author":"Annette Hagedorn","keywords":["Mosul; Postzengidisch; Tauschierung; Messing"],"materials":["Messing, gold- und silbertauschiert."]},"856e72d2-c6c6-53ae-9853-1dd5d7bed01e":{"name":"Weinschale (Jam)","short_description":"Datierungsinschrift: \"Arbeit des Mirza Mohammed aus Runan, Ende des Monats Du-I-qada, im Jahr 1052 [n.H. = 21. Januar 1643 n. Chr.]\", Besitzvermerk: \"Sein Knecht Muhammad Schafi, Besitzer [ist] ihre Hoheit, die Begum.\"","type":"Mertallarbeit","holder":"MAK – Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst","dates":"1052 H / 1643 AD","location":"Wien","provenance":"Iran oder Indien","dynasty":"Safaviden","keywords":["Wine Schüssel; Safawiden; Kupfer"],"materials":["Kupfer verzinnt mit Gravurdekor"]},"8bd10ee7-7d61-5332-9316-61a61303f68d":{"name":"Herzförmiger Talisman mit Sure","short_description":"Herzförmiger Talisman aus halbgelben Karneol; in der Mitte eine Inschrift in *Nashi* „Donner (*ar-ra’ad*) verherrlicht und preist Ihn, ebenso wie die Engel aus Ehrfurcht“ umgeben von Ayat-al-Kursi (Der Stuhl) „Allah (ist einer allein). Es gibt keinen Gott außer ihm. (Er ist) der Lebendige und Beständige. Ihn überkommt weder Schlummer noch Schlaf. Ihm gehört (alles), was im Himmel und auf Erden ist. Wer (unter den himmlischen Wesen) könnte - außer mit seiner Erlaubnis - (am jüngsten Tag) bei ihm Fürsprache einlegen? Er weiß, was vor und was hinter ihnen liegt. Sie aber wissen nichts davon - außer was er will. Sein Thron reicht weit über Himmel und Erde. Und es fällt ihm nicht schwer, sie (vor Schaden) zu bewahren. Er ist der Erhabene und Gewaltige“. Der Talisman wird von einer doppelten Linie gerahmt.","type":"Amulett","holder":"Kunsthistorisches Museum","dates":"11. 12. H. / 17. – 18. Jahrhundert","location":"Wien","dimensions":"Länge: 3.29cm, Breite: 3.03cm, Tiefe: 0.48cm","method_for_datation":"Kunsthistorischer Vergleich","method_for_provenance":"Inventar-Eintrag","provenance":"Naher Osten","obtention":"Ankauf 1942","bibliography":"Komorzynski, „Assyrische, babylonische und südarabische Denkmäler im KHM in Wien,\" *Österr. Literaturzeitung*, 1 (1952): 6. \nLeitner-Böchzelt, Susanne und Pfaffenbichler, Matthias (Hgg.), *Die Welt des Orients. Kunst und Kultur des Islam*, Leoben: Stadtgemeinde Leoben, 2006: 135, Kat.-Nr. 156.","dynasty":"Osmanen","author":"H. Satzinger, E. Haslauer (M. Hüttner)","materials":["Hellgelber Karneol"]},"8fe8643d-14ac-551c-81af-815f61df8a4a":{"name":"Fragment einer Monumentalinschrift.","description":"Die rechteckige Marmorplatte ist der erhaltene rechte Teil einer Monumentalinschrift. Die Marmorplatte wurde wegen des kostbaren Materials offensichtlich als Spolie wiederverwendet. Auf der Rückseite befindet sich die Grabinschrift im Kufi-Duktus eines 307 H./ 920 n. Chr. verstorbenen Mannes. Dieses Datum stimmt nicht mit dem Stil der Monumentalinschrift auf der Vorderseite überein, so daß es sich um eine Wiederverwendung handelt. Durch seine kalligrafisch sehr schön ausgeführte Inschrift ist die Seite mit der Monumentalinschrift als Vorderseite zu betrachten. Die Kufischrift gibt die ersten drei Worte der basmala wieder, dem islamischen Glaubensbekenntnis. Die in Relief gearbeitete Inschrift zeigt eine Ausprägung die als blühendes Kufi bezeichnet wird, weil die Buchstaben in Halbpalmetten auslaufen. Auf der linken Seite sind auch Varianten von Flechtkufi erkennbar. Beide Buchstabentypen sind elementare Teile des dekorativen Kufis seit dem 9. Jahrhundert. Die Monumentalinschrift könnte im frühen 11. Jh. entstanden sein. Beim blühendem Kufi enden die Hasten in floralen Elementen, bei Flechtkufi werden zwei Hasten miteinander verflochten. Diese Schmuckelemente erscheinen bei großen Monumentalinschriften ebenso wie in anderen Kunstgattungen. Das Kufi wurde wegen seinem fast monumental wirkenden Erscheinungsbild gerne für religiöse Texte verwendet. Der arabische Autor Ibn Khaldun (732-84 H./ 1332-82) beschrieb die Entstehung verschiedener Schrifttypen und die Bedeutung einer einheitlichen Schrift für die arabischen Eroberungen. Er gab auch an, dass die Kufi-Schrift in der irakischen Stadt Kufa entstanden sei.","short_description":"Dieses Bruchstück einer Marmortafel aus dem fatimidischen Ägypten trägt eine große Inschrift im Kufi-Duktus. Da die einzelnen Buchstaben in Halbpalmetten oder floralen Elementen enden, wird diese Schrift „blühendes“ Kufi genannt. Es war in verschiedenen Formen in vielen Teilen der islamischen Welt gebräuchlich.","holder":"Museum für Islamische Kunst","dates":"4.-5. H. / 10.-11. Jh.","location":"Berlin","dimensions":"Höhe 45,5 cm Breite 66,5 cm.","method_for_datation":"Durch die datierte Inschrift auf der Rückseite gehört die Monumentalinschrift auf der Vorderseite in die Zeit nach 307 H./920 n. Chr. Ihren stilistischen Merkmalen nach gehört die Monumentalinschrift wahrscheinlich in das frühe 11. Jh.","method_for_provenance":"Das Marmorfragment wurde in Ägypten erworben und läßt sich auch auf Grund der Merkmale der Schrift Ägypten zuweisen.","provenance":"Ägypten.","obtention":"Kunsthandel Kairo 1907. Überweisung von der Altchristlichen Abteilung.","bibliography":"Grohmann, A. Arabische Paläographie, II. Teil, Das Schriftwesen. Die Lapidarschrift, Graz/Wien/Köln, 1971, 193 Abb. 222. \n \nKühnel, E. Islamische Schriftkunst Berlin/Leipzig, 1942, Abb. 14. \n \nRépertoire Chronologique d'Épigraphie Arabe III, Cairo, 1932, 121-122 Nr. 1012. \n \nSafadi, Y. H. Islamic Calligraphy, London, 1978, pl. 6, 35. \n \nSchimmel, A. Islamic Calligraphy, Leiden, 1970, pl. II.","dynasty":"Fatimiden","author":"Annette Hagedorn","keywords":["Ischrift; Kufi; Gravur; Hasten; Spolie; Epigrafie"],"materials":["Marmor, ausgehauene und polierte Kufischrift."]},"9134b213-b1e4-5abb-aa86-b624a12b02ae":{"name":"Bemalter Elfenbeinkasten.","description":"Der ungewöhnlich reich bemalte Elfenbeinkasten gehört zu einer Gruppe größerer und kleinerer Kästen, die in muslimischen Werkstätten wahrscheinlich in Palermo auf Sizilien als Auftragsarbeiten des Normannenhofes hergestellt wurden. Sie haben sich in zahlreichen Sammlungen erhalten und fanden häufig in Kirchenschätzen als Reliquienbehälter Verwendung. Der Kasten besteht aus einem Kern aus Holzplatten, die mit dünnen Elfenbeinplatten versehen wurden. Auf die Elfenbeinplatten wurde die schwarz konturierte sowie in Braun, Grün und Gold hervorgehobene Malerei aufgetragen. Anschließend wurden die Platten mit vergoldeten Messingbeschlägen befestigt und der Kasten erhielt ein Schloß, das in späterer Zeit ersetzt wurde. Das Innere war ursprünglich wahrscheinlich mit einem Textil ausgeschlagen. Die Bemalung zeigt auf der vorderen Deckelkante eine arabische Inschrift im Kufi-Duktus. Sie enthält Wünsche für einen namentlich nicht genannten Auftraggeber. Die Malereien bestehen auf der Vorderseite aus großen Medaillons mit stark stilisierten Ranken, die beidseitig von Vögeln, darunter Pfauen und Wiedehopfe, eingefasst werden. Auf der Deckeloberseite und auf der Rückwand sind stilisierte Löwen zu erkennen. Zudem kommen Jagdhunde und Gazellen vor. Auf beiden Schmalseiten ist eine Harfenspielerin wiedergegeben, deren dreieckige Harfe einen Typ vertritt, wie er in Ägypten heimisch war. Dieses Detail weist deutlich auf das besondere kulturelle Milieu Unteritaliens hin, wo fatimidische Stilemente sich mit europäischen Wiedergaben vermischten. Die Bemalung weist deutlich auf den höfischen Charakter dieses Elfenbeinkastens hin.","short_description":"Verschiedene Typen von Kästchen mit Dekormalerei sind aus Süditalien bekannt, wo sie vermutlich von adligen Familien verwendet wurden. Sich wiederholende arabischer Inschriften – wie auf diesem Kästchen – sowie frei gezeichnete Tiere und Musiker sind Hinweise auf den starken islamischen Einfluss im Mittelmeerraum.","holder":"Museum für Islamische Kunst","owner":"Kunstgewerbemuseum.","dates":"6. H. / 12. Jh.","location":"Berlin","dimensions":"Höhe 16,5 cm Länge 35 cm Breite 19 cm.","method_for_datation":"Der Elfenbeinkasten zeigt in der Malerei und in der Inschrift, dass er als Auftragsarbeit für den Normannenhof entstand. Für diese Gruppe wird eine Entstehung im 12. Jh. erwogen.","method_for_provenance":"Für die bemalten Elfenbeinkästen werden Werkstätten auf Sizilien, etwa in Palermo, angenommen.","provenance":"Sizilien oder Unteritalien (Siculo-Arabisch).","obtention":"Überweisung durch das Kunstgwerbemuseum 1906 als Dauerleihgabe.","bibliography":"Cott, P.B., Siculo-Arabic Ivories, Princeton, 1939, Nr. 33 Taf. 16. \n \nKat. Museum für Islamische Kunst 1971/79, Nr. 262. \n \nKat. Europa und der Orient, Hrsg. H. Budde und G. Sievernich, Gütersloh-München, 1989, Nr. 4/16 Abb. 242. 642.","dynasty":"Normannen in Sizilien, Unteritalien","linkcatalogs":"IAM_IT_DE_001","author":"Jens Kröger","keywords":["Elfenbeinkasten; Bemalte Elfenbeine; Sizilien-Unteritalien"],"materials":["Elfenbein, Holz, unterschiedliche Malereien."]},"93440fd3-931d-5422-9969-d6ad2edb6c97":{"name":"Fragment einer Monumentalinschrift von einem Grab.","description":"Die rechteckige Marmorplatte ist der erhaltene rechte Teil einer Monumentalinschrift im Kufi-Duktus mit vertieftem Relief. Sie zeigt zwei Schriftzeilen in einem gedrängten Kufi-Duktus, die von einem breiten, glatten Rahmen eingefaßt wird. An der linken Seite befindet sich ein sauberer Bruch, so daß angenommen werden kann, daß die folgende Platte daran anschloß. Der fragmentarische Text stammt von einem Grabinschrift mit der Formel „Darauf hat er gelebt…“ usw. in der oberen Zeile und unten folgt der Monatname des Sterbedatums „Djumada al-achira…“ und von der der Jahreszahl das Wort „drei“. Dadurch ist das exakte Datum nicht rekonstruierbar. Die Kufi-Inschrift zeichnet sich durch eine gedrungene, untersetzte Bildung aller Zeichen auf einer gedachten geraden Linie aus. Die Hastenenden verstärken sich nach oben keilförmig. Besonderes Merkmal ist auch leicht verspielte Form der Lam-Alif Hastenligatur.","short_description":"Die zweizeilige Inschrift auf dieser Marmortafel aus dem fatimidischen Ägypten ist ein gutes Beispiel für die Verwendung des Kufi-Duktus in einer Form, die scharf geschnittene Ränder bevorzugt und die Anfänge eines ornamentalen Stils für die einzelnen Buchstaben aufweist. Die Tafel stammt von einem unbekannten Grabstein.","holder":"Museum für Islamische Kunst","dates":"3.-4. H. / 9.-10. Jh.","location":"Berlin","dimensions":"Höhe 56 cm Breite 106 cm.","method_for_datation":"Eine genaue Datierung des Kunstwerkes ist nicht möglich. Die Monumentalinschrift und die Form der Einzelbuchstaben lassen sich mit Monumentalinschriften vergleichen, die in Ägypten in spätabbasidischer oder fatimidischer Zeit entstanden.","method_for_provenance":"Die Herkunft wurde in Analogie ermittelt, da für vergleichbare Monumentalinschriften in der Literatur eine ägyptische Provenienz angenommen wird. Der Hinweis, dass das Kunstwerk in Kairo erworben wurde, kann zudem als weiterer Grund gewertet werden.","provenance":"Ägypten.","obtention":"Kunsthandel Kairo 1907. Überweisung von der Altchristlichen Abteilung.","bibliography":"Kat. Museum für Islamische Kunst, Mainz, 2001, 30. \n \nEnderlein, V., Wegleitung. Islamisches Museum. Staatliche Museen zu Berlin, Rostock 1988, 12 Abb. 3. \n \nKühnel, E. Islamische Schriftkunst Berlin/Leipzig, 1942, 10 Abb. 3.","dynasty":"Fatimiden","author":"Annette Hagedorn","keywords":["Inschrift; Kufi; Gravur; Hasten; Spolie; Epigraphie; Epigraphischen"],"materials":["Marmor, Kufischrift in vertieftem Relief ."]},"95a395e9-4f22-5c84-a839-c155ac43072c":{"name":"*Hamzanama*: Zwei Brüder heben einen Elefanten auf dem Schlachtfeld hoch. Farruchnizhad geht hin, hebt den Elefanten hoch, und bekehrt sie zum Islam","short_description":"Das Vollbringung von großen Taten, vor allem das Stemmen schwerer Gewichte, gehört zu den Argumenten für die Richtigkeit des Islam. Der Text zur Episode ist leider unbekannt.","type":"Malerei","holder":"MAK – Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst","dates":"1557–1577 AD","location":"Wien","provenance":"Indien","dynasty":"Moguln","materials":["Malerei auf Baumwolle"]},"9bcbd3de-c7a4-5e77-8084-66ab743c25b3":{"name":"Großes persisches Becken","short_description":"Dieses große zwiebelförmige Becken wurde höchstwahrscheinlich am Beginn des 16. Jahrhunderts im safawidischen Persien angefertigt. Es trägt neben der Signatur „ Amal –i shazi“ des Handwerkers Shazi eine Inschrift mit Teilen eines Gedichtes des Poeten Helali sowie Verse von Halaki Herati, einem wenig bekannten Dichter aus Herat. Möglicherweise stammt daher dieses Becken aus dem damals zu Persien gehörenden Herat.","type":"Gefäße","holder":"Kunsthistorisches Museum","dates":"10. H. (?) / 16. 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Auf der rechten Seite steht Muhammad in langem grünen Gewand und Turban, auf der linken Seite Moses in langem dunkelrotem Gewand vor seinem Himmelsthron, der mit einer Inschrift aus arabischen Buchstaben bezeichnet ist. Moses hält die Hände im Redegestus. Sein Gesprächspartner Muhammad steht auf der gegenüberliegenden Seite. Sein Gesicht wird von weißen Schleiern bedeckt, seine Hände sind in den langen Ärmeln seines Mantels verborgen. Die Köpfe beider Propheten sind mit Aureolen versehen. In den Aureolen sind die Namen der Propheten in schwarzer Schrift zu entziffern. Zwischen Mohammad und Moses steht der Erzengel Gabriel, der sich Mohammad zuwendet. Er wird durch vielfarbige Doppelfflügel und eine Krone charakterisiert. Gabriel galt schon im alten Testament als Hüter des Paradieses. Als einer der beiden Engel, die vor Gott stehen (Lukas 1, 19), gibt Gabriel die Erklärung messianischer Geschichte (Daniel 8, 16 ff). Er soll Mohammad den Wortlaut des Korans verkündet haben. Dort heißt es Sure 2 Vers 97: Gabriel „hat ihn [den Koran] mit Gottes Erlaubnis dir [Mohammad] ins Herz herabgesandt.“ Der Text, der über den drei Personen steht und der die Geschichte beschreibt, ist in osmanischem Türkisch geschrieben. Erzählt wird von Mohammad, der mit Gott die Zahl der täglichen Gebete bespricht. Beide einigen sich schließlich auf fünf Gebete. Moses ist im Himmel der Berater, Gabriel der Begleiter Mohammads. Die direkte Rede der Beteiligten ist auf Arabisch geschrieben. Der Text ist einer Prophetenbiographie entnommen, wie sie schon seit dem 7. Jh. entstanden. Der Gattungsbegriff ist „sira“ („die Lebensumstände“ oder „die Lebensweise“). Die Einzelseite stammt wahrscheinlich aus einer Handschrift, die für den osmanischen Sultan Murad III. (982-1003 H. / 1574-95 n. Chr.) angefertigt wurde.","short_description":"Diese bemalte Seite eines Buches zeigt den Erzengel Gabriel mit den Propheten Moses (links) und Muhammad (rechts). Umgeben von Engeln besprechen sie die Frage der täglichen Gebete. Dies geschah während Muhammads Himmelfahrt. Weil es verboten ist, sein Gesicht zu zeigen, ist es verhüllt.","holder":"Museum für Islamische Kunst","initial_owner":"Murad III. 982-1003 H. / 1574 – 1594 n. Chr.","dates":"Ende 10. H. / 16. Jh. (wahrscheinlich für Murad III. 982-1003 H. / 1574 – 1594 n. Chr.)","location":"Berlin","dimensions":"Höhe 31 cm Breite 20,5 cm.","method_for_datation":"Die Datierung ergibt sich aus der Zugehörigkeit des Einzelblattes zu einer Handschrift, die für den osmanischen Sultan Murad III. (982-1003 H./1574-95 n. Chr.) angefertigt wurde.","method_for_provenance":"Der Text und der Stil dieser Seite weisen daraufhin, daß es sich um ein Einzelblatt aus einer Handschrift handelt, die für den osmanischen Sultan Murad III. angefertigt wurde.","provenance":"Türkei, Istanbul.","obtention":"Kunsthandel London 1976.","bibliography":"Kalter, J. und Schönberger, I. Der lange Weg der Türken, 1500 Jahre türkische Kultur. Stuttgart, 2003, 138, Abb.149 \n \nKat. Museum für Islamische Kunst Berlin. Stuttgart und Zürich, 1980, Nr. 40. \n \nKat. Museum für Islamische Kunst Berlin. Berlin, 1979, Nr. 668. \n \nBudde, H. und Nachama, A. (Hrsg.). Die Reise nach Jerusalem. Berlin 1995, 180, Kat. 1/121, Abb.180. \n \nPetspoulos, Yanni Hrsg. Kunst und Kunsthandwerk unter den Osmanen. München, 1982, 200, Abb Nr. 209.","dynasty":"Osmanen","linkcatalogs":"IAM_TR_EN_001","author":"Annette Hagedorn","keywords":["Koran; Anzahl der Gebete; Miradj; Himelsreise"],"materials":["Tinte, Gouachemalerei auf Papier, Vergoldung."]},"a70fd898-5a73-50d6-993f-be9a56c934ec":{"name":"Dinar","short_description":"Vorderseite: „Gott ist eins, Gott ist ewig, er hat nicht gezeugt und wurde nicht gezeugt“; am Rand: „Im Namen Gottes wurde dieser Dinar geprägt im Jahre 84 (Hidschra = 703 n. Chr.).“ \nRückseite: „Es gibt keine Gottheit außer Gott, er ist eins, er hat keinen Teilhaber“; am Rand: „Muhammad ist der Gesandte Gottes, er sandte ihn aus mit einer Überlieferung und dem wahren Glauben, um ihn über alle anderen Religionen siegreich zu machen.“","type":"Münzen","holder":"Kunsthistorisches Museum","dates":"1. H. / 7. Jahrhundert","location":"Wien","dimensions":"4.23g, 20mm","method_for_datation":"Datum auf Münze: Jahr 84 Hidschra = 703 n. Chr.","method_for_provenance":"Im Inventar festgehalten","provenance":"Syrien?","bibliography":"Haag, Sabine (Hg.), *Meisterwerke des Münzkabinetts, Kurzführer durch das Kunsthistorische Museum*, Band 10, Wien/Mailand: Kunsthistorisches Museum, 2009: Nr. 27a.","dynasty":"Umayyaden, Kalif `Abd al-Malik (65–86 H. / 685–705 n. Chr.)","author":"M. Alram","keywords":["Umayyaden; `Abd al Malik; Dinar"],"materials":["Gold"]},"ae298707-a316-526f-bd3e-9e589dc8eee0":{"name":"Wandfliese","short_description":"Inschrift: Koran, Sure 23, Vers 81“... Unterscheidung der Nacht ...“","type":"Keramik","holder":"MAK – Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst","dates":"13. – 14.Jahrhundert","location":"Wien","provenance":"Iran, Kashan","materials":["Steinzeug mit Reliefdekor und kobaltblauer Glasur"]},"ae6f6ec4-691b-5669-b111-72db8f48362c":{"name":"Krummdolch","short_description":"Bei diesem Dolch handelt es sich um einen türkischen Diwandolch, der vorne an der Brust befestigt wurde. Prunkvolle Waffen dieser Art waren am osmanischen Hof ein standesgemäßes Accessoire höchster Würdenträger, das bei Ratssitzungen im Beisein des Sultans getragen wurde. Die Feinheit der Ausführung des vorliegenden Dolches lässt auf einen persischen Handwerker schließen. Die Waffe wurde 1874 von Dr. Ottokar Freiherr von Schlechta sen., dem Leiter der orientalischen Akademie und Hauptdolmetscher der Internuntiatur bei der Hohen Pforte, Kaiser Franz Josef I. (1830-1916) geschenkt.","type":"Rüstung","holder":"Kunsthistorisches Museum","dates":"Um 905 H. / Um 1500","location":"Wien","dimensions":"Dolch: Länge: 28.7cm, Breite: 3.5cm, Tiefe: 2.3cm; \nScheide: Länge: 22cm, Breite: 3.2cm, Tiefe: 2.3cm","method_for_datation":"Verarbeitung","method_for_provenance":"Schenkung in den Inventaren festgehalten","provenance":"Afghanistan?","obtention":"Geschenk von Dr. Ottokar Freiherr von Schlechta im Jahre 1874","bibliography":"Leitner-Böchzelt, Susanne und Pfaffenbichler, Matthias (Hgg.), *Die Welt des Orients. Kunst und Kultur des Islam*, Leoben: Stadtgemeinde Leoben, 2006. \nThomas, Bruno und Gamber, Ortwin, *Katalog der Leibrüstkammer I. Teil. Der Zeitraum von 500 bis 1530*, Wien: Verlag Anton Schroll & Co, 1976.","dynasty":"Persisch (Herat)","author":"Matthias Pfaffenbichler, Tobias Roeder","keywords":["Dolch; Persien"],"materials":["Goldtauschierung, glatt geformtes, schwer vergoldetes Kupfer"]},"ae76a20b-77b1-575a-ab1c-36776cb0c633":{"name":"Gewandfragment.","description":"Das Fragment zeigt zwei einander zugekehrte dunkelblaue Friese mit weißen kufischen Inschriften, die von rosafarbenen Ranken mit weißen Blüten umgeben werden. Zwischen den Schriftfriesen verläuft ein Fries aus roten Rosetten mit weißen vierblättrigen Blüten der beidseitig von wellenförmig verlaufenden braunen Ranken auf grünem Grund eingefaßt wird. Dieses kleine Fragment eines ursprünglich viel größeren Tirazstreifens ist durch eine vergleichbare Inschrift von einem fast identischen Stück im Londoner Victoria und Albert Museum als Auftragsarbeit für den fatimidischen Fürsten Al-Mustansir billah zu erkennen. Der Text im oberen Fries im Kufi-Duktus auf dem Berliner Stück lautet „Im Namen Gottes des Barmherzigen und gütigen. Es gibt keinen Gott außer Gott. M(uhammad ist der Gesandte Gottes)“. Es ist also der Wortlaut des islamischen Glaubensbekenntnisses. Der Text im unteren Schriftfries lautet: …Das befahl herzustellen der Verzier, der große… Die Bezeichnung Tirazstreifen leitete sich aus der Bezeichnung der Tiraz-Werkstatt ab, in der die Stoffe mit den Inschriften, den Tirazen gewebt wurden. In den staatlichen Hofwerkstätten wurden die Gewandstoffe für den Kalifen und Hofbediensteten hergestellt. Die Stoffe mit Inschriften (Tiraze) wurden von den Herrschern an hochstehende lokale oder internationale Personen wegen besonderer Verdienste verschenkt. In den mittelalterlichen Quellen wurden sie als Wertobjekte beschrieben. Die meisten Tirazstreifen stammen aus Ägypten, da sich diese Textilien in dem sehr trockenen Klima und, falls sie vergraben wurden, in den sehr trockenen Böden besonders gut erhalten hatten.","short_description":"Baumwollstoffe mit Silberstickereien wurden in höfischen Werkstätten im fatimidischen Ägypten produziert und hießen Tiraz, weil sie Beschriftungen trugen, die oft den Namen der Werkstätte und des Herrschers angaben. Zu speziellen Anlässen wurden sie Menschen überreicht, die sich in besonderer Weise um den Staat verdient gemacht hatten.","holder":"Museum für Islamische Kunst","dates":"Regierungszeit Al-Mustansir billah 427-487 H./ 1036-1094 n. Chr","location":"Berlin","dimensions":"Höhe 16 cm Breite 13 cm.","method_for_datation":"Durch die Inschrift eines eng vergleichbaren Stoffes im Victoria und Albert Museum, London, in das der Name des Fatimidenkalifen al-Mustansir billah 427-487 H./1036-1094 eingewebt ist, läßt sich auch das vorliegende Fragment in dessen Regierungszeit setzen.","method_for_provenance":"Wie durch Vergleiche mit anderen Stoffen festgestellt wurde, sind das fast identische, mit dem Namen des Kalifen al-Mustanir billah versehene Fragment in London und das Berliner Fragment Produkte einer der in Ägypten beheimateten Hofwerkstätten, in denen die abbasidischen Kalifen Stoffe in ihrem Auftrag herstellen liessen.","provenance":"Ägypten.","obtention":"Erworben aus der Sammlung Reinhardt.","bibliography":"Kat. Museum für Islamische Kunst, Berlin, 1979, Kat. Nr. 301. \n \nKat. Museum für Islamische Kunst, Stuttgart/Zürich, 1980, Nr. 16, S. 44-45. \n \nKühnel, E., Islamische Stoffe aus ägyptischen Gräbern, Berlin, 1927, 22-23 Nr. 3132 Taf. 7. \n \nKühnel, E. und Bellinger, L. Catalogue of Dated Tiraz Fabrics, Umayyad, Abbasid, Fatimid. Washington, 1959, 75.","dynasty":"Fatimiden","author":"Annette Hagedorn","keywords":["Tirazstreifen; Ehrengewand"],"materials":["Baumwolle und Seide; Schußrips, eingewebter Text."]},"bbad2081-7784-53a4-806b-ff1932fc5849":{"name":"Streitbeil","short_description":"Das Beil ist beidseitig mit vergoldeten, arabischen Schriftzeichen geschmückt. In der Beschriftung werden in ungeordneter und unvollständiger Folge die Osmanischen Sultane bis Mohammed III. genannt. Auf dem Hammer des Beiles findet sich der Name Sultan Mohammeds III., für dessen Leibwache die Waffe wahrscheinlich gefertigt wurde. In den Medaillons in der Mitte des Beils wird der Name Allahs angerufen. Wie das Gardebeil in kaiserlichen Besitz gelangte, ist unbekannt.","type":"Rüstung","holder":"Kunsthistorisches Museum","dates":"Ende 10. – 11. H. / Ende 16. Jahrhundert","location":"Wien","dimensions":"Länge: 83cm, Breite: 27.3cm, Tiefe: 4.2cm","method_for_datation":"Inschrift","provenance":"Türkei?","obtention":"Unbekannt; alter kaiserlicher Besitz","bibliography":"Beaufort-Spontin, Christian und Pfaffenbichler, Matthias, *Meisterwerke der Hofjagd- und Rüstkammer*, Wien: Kunsthistorisches Museum Wien, 2005. \nLeitner-Böchzelt, Susanne und Pfaffenbichler, Matthias (Hgg.), *Die Welt des Orients. Kunst und Kultur des Islam*, Leoben: Stadtgemeinde Leoben, 2006. \nThomas, Bruno, \"Aus der Waffensammlung in der Neuen Burg zu Wien: Orientalische Kostbarkeiten\", *Bustan*, 4 : 5 (1963/64).","dynasty":"Osmanen","author":"Matthias Pfaffenbichler, Tobias Roeder","keywords":["Streitbeil; Osmanisches Reich; Mohammed III."],"materials":["Eisen, teilweise geätzt und feuervergoldet, Silber ziseliert und feuervergoldet, Fischleder"]},"c2a299db-8a3b-54b1-a698-fc2c5173928e":{"name":"Garde-Streitbeil","short_description":"Bei diesem Streitbeil handelt es sich um die Waffe eines Leibgardisten des Sultans Mohammed Ibn Qait Bay (Kait Bey) aus der kaukasisch-turanischen Dynastie der Mamluken. Die Mamluken beherrschten seit 1250 Ägypten und Syrien. Nach der Eroberung ihres Reiches durch die Osmanen im Jahr 1517 gelangte eine reiche mamlukische Beute nach Istanbul.","type":"Rüstung","holder":"Kunsthistorisches Museum","dates":"900–904 H. / AD 1495–1499","location":"Wien","dimensions":"Länge: 99.5cm, Breite: 20.5cm","method_for_datation":"Inschrift","provenance":"Ägypten?","obtention":"Über Istanbul in den kaiserlichen Besitz","bibliography":"Pfaffenbichler, Matthias (Hg.), *Kreuzritter. Pilger. Krieger. Abenteurer*, Sankt Pölten: Schallaburg Kulturbetriebsges, 2007. \nThomas, Bruno und Gamber, Ortwin, *Katalog der Leibrüstkammer I. Teil. Der Zeitraum von 500 bis 1530*, Wien: Verlag Anton Schroll & Co, 1976. \nThomas, Bruno, \"Aus der Waffensammlung in der Neuen Burg zu Wien: Orientalische Kostbarkeiten\", *Bustan*, 4 : 5 (1963/64).","dynasty":"Mamluken (Ägypten-Syrien)","author":"Matthias Pfaffenbichler, Tobias Roeder","keywords":["Streitbeil; Mameluken"],"materials":["Eisen, goldtauschiert, gebläut"]},"d804899b-9769-5c70-a8ff-438b6dcac6e8":{"name":"*Hamzanama*: Mahladsch demonstriert Zumurrud Schah seine Kunst und treibt einen Speer durch einen Baum","short_description":"“Mahladsch bestieg ein Pferd und zeigte seine Fähigkeiten im Speerwurf. Man brachte ein mit Sand schwer beladenes Kamel, und Mahladsch griff es an und warf ihm seinen Speer mit solcher Kraft in die Seite, dass er auf der anderen Seite wieder heraustrat. Dann schnappte er sich das Kamel samt seiner Ladung und schleuderte es hinter seinen Kopf, sodass das Volk in Jubel ausbrach und alle Bravo riefen. Als Nächstes warf er seinen Speer so gewaltig in den Baum, dass dieser in zwei Teile gespalten wurde. „Mein Gebieter“, sagte Mahladsch, „wenn irgendeiner diesen Speer aus dem Baum ziehen kann, dann hat er eine wahrhaft große Tat vollbracht!“ So sagte er und stieg von seinem Pferd.”","type":"Malerei","holder":"MAK – Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst","dates":"1557–1577 AD","location":"Wien","provenance":"Indien","dynasty":"Moguln","materials":["Malerei auf Baumwolle"]},"de5960cd-4eb0-5c36-b22c-4aa0328a3cbc":{"name":"Geschenkmünze","short_description":"Eine besondere Rarität ist die silberne Geschenkmünze des abbasidischen Kalifen Al Mutawakkil (847–861). Das weltweit einzige Exemplar wird im Münzkabinett des Kunsthistorischen Museums aufbewahrt. In Anlehnung an die sasanidische Münztypologie ist auf der Vorderseite das frontale Bildnis des Kalifen mit doppelspitzigem Bart dargestellt, während auf der Rückseite ein Mann neben einem von ihm geführten Dromedar steht. Die Aufschrift lautet: „Im Namen Gottes, Muhammad ist der Gesandte Gottes, al-Mutawakkil bi-Allah“, dazu im Revers: „Im Jahr 241“ (Hidschra = 855/6 n. Chr.) „al-Mu´tazz bi-Allah.“ \nSolche Geschenkmünzen wurden bei festlichen Anlässen unter das Volk gestreut. So wird etwa von al-Mutawakkil berichtet, er habe fünf Millionen Silbermünzen prägen lassen, um sie wie Rosenblütenblätter über die versammelte Festgesellschaft zu verstreuen. Das vorliegende Stück dürfte auch als Gedenkmünze konzipiert gewesen sein und nimmt mit seinem Reversbild auf die Unterwerfung der im Sudan ansässigen, kamelreitenden Biğāh Bezug.","type":"Münzen","holder":"Kunsthistorisches Museum","dates":"3. H. / 9. Jahrhundert","location":"Wien","dimensions":"4.35g, 30mm","method_for_datation":"Datierung auf Münze: Jahr 241 Hidschra = 855 n. Chr.","method_for_provenance":"Im Inventar festgehalten","provenance":"Irak?","bibliography":"Haag, Sabine (Hg.), *Meisterwerke des Münzkabinetts, Kurzführer durch das Kunsthistorische Museum*, Band 10, Wien/Mailand: Kunsthistorisches Museum, 2009: Nr. 27b.","dynasty":"Abbasiden, Kalif al-Mutawakkil (232–247 H. / 847–861 n. Chr.)","author":"M. Alram","keywords":["Abbasiden; al Mutawakkil; Geschenkmünze"],"materials":["Silber"]},"f42822cc-df6c-53fe-9c96-a6c99bf89d34":{"name":"Koranständer.","description":"Der Schmuck dieses aus einem Brett gefertigten Koranständers ist durch Schnitzwerk geschaffen, das eine Verbindung aus Schrift und abstrahiert floralem Dekor in höchster Vollendung zeigt. In der oberen Hälfte des Pultes steht in einem quadratischen Feld in monumentalem Flechtkufi die arabische Inschrift „Das Königtum / gebührt Gott“ auf einer kleinteiligen Spiralranke, die einen lebhaften Untergrund bildet und nicht die Schrift überschneidet. Im Rahmen auf der Rückseite wird im Thuluth-Duktus der koranische Thronvers der Sure 2 Vers 255 zitiert. („Allah! Es gibt keinen Gott außer ihm, dem Lebendigen, dem Ewigen! Nicht ergreift ihn Schlummer und nicht Schlaf. Sein ist, was in den Himmeln und was auf Erden. Wer ist´s, der da Fürsprache einlegt bei Ihm ohne Seine Erlaubnis? Er weiß, was zwischen ihren Händen ist und was hinter ihnen und nicht begreifen sie etwas von Seinem Wissen, außer was Er will. Weit reicht sein Thron über die Himmel und die Erde, und nicht beschwert Ihn beider Hut. Denn Er ist der Hohe, der Erhabene“). Wenige Ranken füllen kleine Freiflächen der Schrift. Plastisch geschnitztes Rankenwerk aus glatten und gefiederten Gabel- und Lanzettblättern überzieht den Fußteil des Koranständers. In der Mitte wird das Blattwerk von einem Mehrpaß durchschnitten. Vielfältig und in mehreren Schichten überschneiden sich Blätter und geschwungene Arabeskranken, die von einem Dreiblatt bekrönt werden. Die zumeist aus Holz gearbeiteten Faltpulte dienten in der gesamten islamischen Welt als die Auflage von größeren Koranen während der Koranrezitationen. In der Literatur wurde die Form des Koranständers von Klappstühlen abgeleitet, wie sie schon im alten Ägypten benutzt wurden. Sie gehören zu den wertvollen Ausstattungsstücken aller Moscheen und wurden in vielen Techniken reich verziert. Der Schnitzer dieses Pultes ist vielleicht identisch mit einem Künstler, der den Holzkenotaph des Sufigründers und Dichters Mevlana Djalal ad-Din Rumi (1207-1273) in der Mevlana Tekke in Konya geschnitzt hat.","short_description":"Hölzerne Faltständer wurden in der islamischen Welt verwendet, um schwere Korane und andere Bücher zu halten, während man selbst auf dem Boden saß. Dieses bemerkenswerte Exemplar mit fein gearbeiteten Arabesken und exzellenten Inschriften wurde vermutlich im türkischen Konya hergestellt und von einem Sultan der Rum-Seldschuken einer Moschee vermacht.","holder":"Museum für Islamische Kunst","dates":"Mitte 7. H / 13. Jh.","location":"Berlin","dimensions":"Höhe 107 cm Breite 50 cm.","method_for_datation":"Der inschriftlich genannte Künstler Abd al-Wahid ibn Sulaiman ist möglicherweise mit dem Künstler identisch, von dem ein Holzkenotaph in der Mevlana Tekke in Konya existiert, der in das 13. Jh. datiert werden kann. Wenn sich als richtig erweist, daß beide Namen eine Person bezeichnen, wäre auch der Koranständer in die Mitte des 13. Jh. datierbar. Aus stilistischen Gründen ist dieses Datum wahrscheinlich.","method_for_provenance":"Die Herkunft aus Konya ist zwar nicht gesichert, aber wegen einer Reihe stilistisch vergleichbarer Koranständer aus Konya sehr wahrscheinlich. Auf eine solche Tradition deutet auch der inschriftlich genannte Name des Schnitzers hin.","provenance":"Türkei, Konya.","obtention":"1907 erworben als anonymes Geschenk.","bibliography":"Enderlein, V. Islamisches Museum, Rostock, 1983, 61/62, Abb. 44. \n \nHaase, C. P. „Koran und Koranpult“ in J. W. Frembgen/E. Rößler Transformationen, Der Koranständer, 9-12. München, 1997. \n \nKat. Museum für Islamische Kunst. Mainz 2001, 60/61. \n \nKühnel, E. Islamische Schriftkunst, Berlin 1942, 3. erw. Auflage, Graz, 1986, 33 Abb. 33.","dynasty":"Rum-Seldschuken","author":"Annette Hagedorn","keywords":["Koranständer; Schnitzkunst; Arabeske"],"materials":["Nußbaumholz."]},"f6368799-2300-59bb-921c-1730621f5530":{"name":"Sturmhaube (*Schischak*)","short_description":"Diese Sturmhaube stammt aus dem Besitz des aus der Knabenlese der christlichen Untertanen des Sultans rekrutierten späteren Großwesirs Mehmet Sokolowitsch (1505 – 1579). Den prunkvollen orientalischen Helm zieren gerahmte Inschriftenfelder mit der Anrufung Allahs und Koranversen. Sokolowitsch machte am Hofe Sultan Suleimans (1494-1566) Karriere, behielt aber auch unter dessen beiden Nachfolgern, Selim III. (1524-1574) und Murad III. (1546-1595), den Rang eines Großwesirs.","type":"Rüstung","holder":"Kunsthistorisches Museum","dates":"Um 967–968 H. / Um 1560","location":"Wien","dimensions":"Höhe: 46cm, Breite: 22cm, Tiefe: 34cm","method_for_datation":"Sammlung Schloss Ambras, Inventar von 1583","method_for_provenance":"Sammlung Schloss Ambras, Inventar von 1583","provenance":"Türkei?","obtention":"Sammlung Schloss Ambras, Inventar von 1583","bibliography":"Gamber, Ortwin und Beaufort-Spontin, Christian, *Katalog der Leibrüstkammer II. Teil. Der Zeitraum von 1530-1560*, Busto Arsizio: Bramante, 1990. \nLuchner, Laurin, *Denkmal eines Renaissancefürsten. Versuch einer Rekonstruktion des Ambraser Museums von 1583*, Wien: Schroll, 1958. \nSievernich, Gereon, Budde, Hendrik, Delius, Eberhard (Hgg.), *Europa und der Orient, 800-1900*, Gütersloh: Bertelsmann Lexikon Verlag, 1989.","dynasty":"Osmanen","author":"Matthias Pfaffenbichler, Tobias Roeder","keywords":["Helm; Osmanisches Reich"],"materials":["Eisen, zum Teil mit Gold tauschiert und gebläut. Silber feuervergoldet, Seide wattiert"]},"fb026c57-4f54-5328-a2fb-ee50db163e3b":{"name":"Moscheelampe.","description":"Diese großformatige Moscheelampe besteht aus einem relativ gedrungenem, bauchigen Leib mit einem aufgesetzten trichterförmigen Oberteil. Drei an der Gefäßschulter ansetzende geschwungene Griffe in Form von nicht figürlichen Schlangendrachenhenkeln, dienen der Aufhängung der Ampel an Ketten oder Schnüren. Die Griffe haben floralen Schmuck, da figürlicher Schmuck in Moscheen untersagt war. Der gewölbte niedrige Ringfuß weist im Zentrum eine Öffnung auf, in der eine Zierquaste befestigt wurde. Auf dem Körper und am Hals befinden sich leere Kartuschen mit einem weißen Feld. Auf dem Hals sind vier durch Flechtknoten aneinandergehängte blaue, ähnlich geformte, Schriftfelder mit den Namen Muhammad und Allah geschmückt. Die Schriftzeichen sind mit glückbringenden Motiven aus drei Kugeln verknüpft. Auf der oberen Randborte sind weitere Kartuschenfelder zu erkennen. Der Ringfuß ist mit einem Flechtbandmotiv dekoriert. Kartuschenfelder auf dem Leib der Ampel und auch der blaue Schmuck am Übergang vom Leib zum Hals werden mit Borten aus Blüten- und Blattschmuck verziert. Flechtbandmotive sind Schmuck unterhalb der Griffe. Moscheelampen aus Keramik wurden in osmanischer Zeit im Produktionsort Iznik bis zur Mitte des 16. Jahrhundert hergestellt. In früheren Jahrhunderten waren Moscheelampen meist aus Glas und wurden in vielen Ländern der islamischen Welt hergestellt. Sie lehnen sich an die sogenannte Lichtsure (Sure 24, Vers 35) an, wo es heißt: „Allah ist das Licht der Himmel und der Erde. Sein Licht ist gleich einer Nische, in der sich eine Lampe befindet.“ Die osmanische Kermik aus Iznik war war auch in Europa so beliebt, dass die italienischen Manufakturen aus Padua seit dem 17. Jahrhundert türkische Keramik nachahmten , da zu dieser Zeit Verkäufe der staatlichen Werkstätten aus Iznik an Privatpersonen verboten wurden. Insgesamt erfuhren die Werkstätten von Iznik seit der Mitte des 17. Jahrhundert einen Niedergang.","short_description":"Lampen wie diese aus Keramik waren für den Gebrauch in einem Mausoleum oder einer Moschee gedacht. Sie ist mit geometrischen und floralen Mustern versehen, ihre Inschriften rufen Gott und Muhammad an. Die Lampe hing von der Decke und enthielt ein zusätzliches Behältnis für Öl und Docht.","holder":"Museum für Islamische Kunst","owner":"Kunstgewerbemuseum.","dates":"Anfang 10./ Anfang 16. Jh.","location":"Berlin","dimensions":"Höhe 30 cm Durchmesser 22, 8 cm.","method_for_datation":"Die Moscheelampe gehört zu Gefäßen, die wegen der Malerei zu einer Gruppe zusammengefasst werden kann, die an den Anfang des 10. Jh. H./ 16. Jh. n. Chr.gesetzt werden kann.","method_for_provenance":"Auf Grund der keramischen Merkmale und des Stils der Malerei kann die Moscheelampe nur in den osmanischen Werkstätten in der Stadt Iznik entstanden sein.","provenance":"Türkei, Iznik.","obtention":"Überweisung durch das Kunstgwerbemuseum als Dauerleihgabe.","bibliography":"Atasoy, N./Raby, J. Iznik. The Pottery of Ottoman Turkey, London, 1989, S. 90-94 \n \nKatalog: Museum für Islamische Kunst. Berlin, 1979, Nr. 575, \n \nBildführer Museum für Islamische Kunst. Mainz, 2001, S. 183. \n \nDer Koran. Aus dem Arabischen übesetzt von Max Henning. Stuttgart, 1960.","dynasty":"Osmanen","linkcatalogs":"IAM_TR_EN_001","author":"Annette Hagedorn","keywords":["Moscheelampe; Iznik-Keramik; Quarzfrittekeramik; Überglasurmalerei; Lichtvers aus dem Koran Sure 24, Vers 35"],"materials":["Quarzfrittekeramik mit Unterglasurmalerei."]},"fb0d852c-219c-5753-93b5-9648fdd94679":{"name":"Alhambra-Kuppel.","description":"Die Kuppel in Berlin war einst in den Torre de las Damas gennanten Turm des Palastes Palacio del Partal über einem reichen Stuckdekor eingebaut. Durch die Fenster dieses Turmes konnte man sowohl die Umgebung mit der Stadt Granada als auch den Palastkomplex mit den heute nicht mehr exitierenden Teilen der Alhambra überblicken, den der nasridische Herrscher Muhammad III. (701-708 H./ 1302-1308) hatte erbauen lassen. Das Motto der nasridischen Herrscher „Es gibt keinen Sieg außer von Gott“, das eine wichtige Rolle im Dekor der Kuppel einnimmt, kann als Proklamation des Islam angesehen werden, der durch die voranschreitende Reconquista bedroht war. Die Kuppel hat eine quadratische Form, die zunächst in ein Achteck übergeht und dann in sechszehn Trapeze überführt wird. Jede Seite des Quadrats ist mit einem Dreieck ausgestattet, die mit geometrischem Flechtwerk mit zusätzlichen pflanzlichen Motiven versehen sind. Eine kleine Miniaturkuppel sitzt im Zentrum der Dreiecke. Das Achteck wird von Brettern gebildet, die mit kleinen Vielpassbögen versehen sind, in denen symmetrische Kufi-Inschriften auf rotem Grund sitzen, zusammen mit Pinienzapfen, kleinen Muscheln und Arabeskdekor. Auf den rechteckigen Paneelen des Sechzehnecks wird das nasridische Motto „Es gibt keinen Sieg außer von Gott“ wiederholt. Sie werden von kleinen Muqarnas-Bögen umgeben. Die folgenden sechszehn Trapeze weisen ein für die islamische Welt typisches Flechtwerk auf. Kleine Vielecke oder Sterne wiederholen das nasridische Motto. Eine sechzehnseitige Scheitelplatte, ebenfalls mit Flechtwerk, bildet den horizontalen Abschluß. Der Reiz des Dekors liegt im Kontrast zwischen der Strenge der flachen geometrischen Flechtbänder und den erhabenen Reliefebenen. Holzdecken und Holzkuppeln dieser Art sind ein besonderes Merkmal islamischer Architektur im Maghreb. Zahllose Beispiele befinden sich nicht nur in der Alhambra, sondern auch in zahlreichen anderen Bauten Spaniens sowie Nordafrikas.","short_description":"Diese Kuppel stammt aus einem Teil der Alhambra-Palastanlage mit dem Namen Palacio del Partal. Dieser Palacio war im Privatbesitz eines deutschen Bankiers, der die Erlaubnis erhielt, die Kuppel in seine Berliner Villa zu überführen. Hölzerne Decken und Kuppeln dieser Art sind ein Kennzeichen islamischer Architektur im Mahgreb.","holder":"Museum für Islamische Kunst","initial_owner":"1885 kaufte Arthur von Gwinner ein Stück Land im Bereich der Alhambra. Dazu gehörte ein Grundstück mit Gebäuden, Gärten und Straßen. 1891 übergab er den Palacio del Partal an die Stadt Granada. Es wurde ihm daraufhin erlaubt, die Holzkuppel aus dem Torre de las Damas auszubauen und nach Berlin mitzunehmen. 1892 baute er die Kuppel in sein Wohnhaus in Berlin ein. 1921 schenkte er seinen Besitz an die spanische Regierung.","dates":"um 719 / um 1320.","location":"Berlin","dimensions":"Höhe 190 cm Breite 355 cm Tiefe 355 cm.","method_for_datation":"Die Kuppel läßt sich durch ihre Herkunft aus dem Palacio del Partal datieren, der zum Alhambra-Palastkomplex gehört und unter Muhammad III. 701-708 H./ 1302-1308 erbaut wurde.","method_for_provenance":"Nach den Dokumenten stammt die Kuppel aus dem Palacio del Partal im Alhambra- Palastkomplex in Granada/Spanien, wo sie 1892 ausgebaut wurde. Die spanische Herkunft ist dadurch gesichert.","provenance":"Von dem Bauteil Torre de las Damas des Palacio del Partal im Alhambra Palastkomplex in Granada, Spanien.","obtention":"Erworben 1978 von den Nachfahren Arthur von Gwinners.","bibliography":"Fernández-Puertas, A. The Alhambra I, London, 1997, 235-39. \n \nBrisch, K. Eine Kuppel aus der Alhambra in Granada, bm, Berichte aus den Berliner Museen Preußischer Kulturbesitz, 3. Folge, 14, 1978, 6-7, 10-1. \n \nBrisch, K. \"Eine Kuppel aus der Alhambra in Granada\", in: Jahrbuch Preußischer Kulturbesitz 16,1979,169-76. \n \nChmelnizkij, S. \"Methods of constructing geometric ornamental systems in the cupola of the Alhambra\", Muqarnas 6, 1989, 43-9. \n \nDodds, J. D. Al-Andalus. The Art of Islamic Spain. The Metropolitan Museum of Art, New, York 1992, cat.no.116.","dynasty":"Nasriden","linkcatalogs":"IAM_ES_EN_001","author":"Jens Kröger","keywords":["Kuppel; Alhambra; Alhambra-Palast; Palastarchitektur; Muqarnas; Geometrische Muster"],"materials":["Holz (Zedernholz und Pappelholz), geschnitzt und aus Einzelteilen zusammengefügt. Teilweise bemalt (Rot, Blau und Grün)."]}}