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- {"019b1d84-e6f3-5e53-a049-f7191924c562":{"name":"Holzlöffel","short_description":"In der Ambraser Kunstkammer befanden sich mehrere osmanische Holzlöffel. Da es einen derartigen Löffel bereits 1596 auch in der Münchner Kunstkammer gab, dürften die Ambraser Exemplare, trotz ihrer späteren inventarischen Nennung, gleichfalls in das 16. Jahrhundert zu datieren sein. Die Löffel zeigen florale Motive, wie Tulpen Nelken und Hyazinthen in Goldmalerei. Die Rückseiten und teilweise auch der Stiel sind mit Wellenbändern oder schlangenartig gebogenen Wolkenbändern geschmückt.","type":"Löffel","holder":"Kunsthistorisches Museum","dates":"2. Hälfte 10. H. / 2. Hälfte 16. Jahrhundert","location":"Wien","dimensions":"Länge: 29cm; Länge: 23.5cm; Länge: 25cm; Länge: 23cm; Länge: 27cm; Länge: 27cm","method_for_datation":"Vergleich mit anderen Objekten","method_for_provenance":"Möglicherweise Sammlung Schloss Ambras 1596","provenance":"Türkei?","obtention":"Sammlungsbestand Schloss Ambras","bibliography":"Haag, Sabine (Hg.), *Fernsucht. Die Suche nach dem Fremden vom 16. bis 19. Jahrhundert*, Ausstellungskatalog Schloss Ambras, Wien: Kunsthistorisches Museum, 2009. \nHaag, Sabine, Sandbichler, Veronika, Klarer, Mario (Hgg.), *Piraten und Sklaven im Mittelmeer*, Ausstellungskatalog Schloss Ambras, Wien: Haymon Verlag, 2019.","author":"Veronika Sandbichler","keywords":["Besteck","Hyazinthen","Löffel","Osmanisches Reich"],"materials":["Holz","Lackmalerei"]},"1477ac86-b5c4-5cf6-bb7a-c80c93766095":{"name":"Rosette aus dem Minbar der Ibn Tulun Moschee des Sultan Lagin","short_description":"Die Ibn Tulun Moschee in Kairo wurde zum Ende des 9. Jh. errichtet und unter Sultan Lagin 1296 renoviert und erneuert. Der Minbar der Ibn Tulun Moschee gehörte zu den bedeutendsten Werken ägyptischen Kunstgewerbes.","type":"Holzarbeit","holder":"MAK – Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst","dates":"1296 AD","location":"Wien","provenance":"Ägypten, Kairo","materials":["Holzarbeit mit Schnitz- und Intarsiendekor"]},"20ddf7d0-c8c3-5985-8cd5-4be93c3b922b":{"name":"Korankasten.","description":"Dieser Korankasten wurde hergestellt, um einen Koran mit dreissig Bänden zu schützen. Er dürfte auf Bestellung eines mamlukischen Sultans oder hohen Würdenträgers gefertigt worden sein, um von diesem einer religiösen Stiftung (Moschee, Madrasa oder Mausoleum) übergeben zu werden. Der auf vier Füßen ruhende Kasten besteht aus einem quadratischen Holzkasten, der mit Messingplatten verkleidet ist. Der pultförmige Deckel ist mit zwei Scharnieren auf der Rückseite befestigt und hat vorne eine Schnalle für den Verschluß. Alle Messingplatten sind dekoriert und mit Inschriften in Gold- und Silbertauschierung versehen. Das Innere des Holzkastens ist mit Stoff ausgekleidet und hat zwei Kompartimente mit je fünfzehn Fächern zur Aufnahme eines Korans. Die Aussenseiten tragen arabische Inschriften in herausragender Kalligraphie im Kufi und Tuluth-Duktus über einem mit kleinteiligem Pflanzen, darunter Lotusblüten, ausgestatteten Grund. Entlang den Aussenseiten laufen Koranzitate (Sure 24, Vers 35 und Sure 2, Vers 255 Ayat al-Kursi). Weitere Koranzitate befinden sich auf dem pultförmigem Deckel und auf den schmalen Inschriftfriesen (Sure 3, Vers 26-7; Sure 26, Vers 192-9; Sure 56, Vers 76-89, 92-5 und Sure 59, Vers 22-4). Die Unterseite ist mit einem geometrischem Dekor versehen. Es fehlt eine Namensnennung und auch die dreissig Koranbände haben sich nicht erhalten. Zwei verwandte Korankästen der gleichen Zeit, etwa um 730/1330 haben sich in Kairo erhalten. Ein Korankasten nennt den Namen des mamlukischen Sultans al-Nasir und das Datum 723/1322. Er befindet sich im Besitz der Bibliothek der al-Azhar Moschee. Ein zweiter undatierter Kasten wird im Museum für Islamische Kunst in Kairo aufbewahrt. Im mamlukischen Ägypten wurden Korane in Moscheen gewöhnlich in Kästen (sunduq) oder freistehenden Metallmöbeln (kursi) aufbewahrt. Durch den ständigen Gebrauch haben sich nur wenige dieser Korane erhalten.","short_description":"Diese rechteckige Schatulle, die auf vier Beinen stand, enthielt 30 mittlerweile verloren gegangene Koranbände, die in zwei Reihen mit je 15 Fächern standen. Hervorragend ausgeführte Koraninschriften in verschiedenen Schrifttypen verzieren die Außenwände in Gold und Silber.","holder":"Museum für Islamische Kunst","dates":"um 730 / 1330.","location":"Berlin","dimensions":"Höhe 27 cm Breite 42,5 cm Tiefe 42, 5 cm.","method_for_datation":"Der Verfertiger dieses Korankastens wird auch auf einem hohen kursi (ein achteckiger Schrank zur Aufbewahrung eines Korans) genannt, der sich in Kairo im Museum für Islamische Kunst befindet und auf die Jahre 728/1327-8 datiert wird. Es wird angenommen, dass der Berliner Korankasten aus der gleichen Zeit stammt.","method_for_provenance":"Derartige tauschierte Korankästen sind nur aus dem mamlukischen Ägypten bekannt. Dort wurde der Korankasten auch erworben.","provenance":"Kairo, Ägypten.","obtention":"Erworben aus dem Kunsthandel in Kairo 1904 durch B. Moritz.","bibliography":"Zaky, M.H., Atlas of Moslem Decorative Arts, Cairo, 1956) Fig. 512. \n \nKat. Islamic Art in Egypt 969-1517, Cairo, 1969, Nos. 60-2. \n \nThe Arts of Islam, Hayward Gallery, London 8 April – 4 July 1976, No. 214. \n \nAtil, E., Art of the Mamluks. Renaissance of Islam (Washington 1981) No. 25. \n \nJames, D., Qur'ans of the Mamlūks, London, 1988.","linkcatalogs":"IAM_EG_EN_001","author":"Jens Kröger","keywords":["Koran","Korankasten","Metallarbeiten","Tauschierte"],"materials":["Bronzeplatten auf einem Holzkern","Gold- und Silbertauschierung."]},"64ac8dbf-8dd2-5b1c-a223-2129d475ce2e":{"name":"Das Futteral zur Krone Stefan Bocskais","short_description":"Der zehneckige kuppelige Behälter ist aus Holz bebaut und mit Stoff überzogen. Die Schließe vorne und die Scharnierbeschläge hinten sind aus vergoldetem Silber. Der Überzug ist ein kostbarer persischer Seidenstoff mit einer von Blumen umgebenen figürlichen Szene. Eine Dame liest, halb sitzend, halb liegend, in einem Buch. Bei ihr kniet ein Diener mit breit ausladendem *Turban*, der ihr mit der abgewinkelten Rechten eine Schale reicht und in der Linken einen Fächer mit dem Stiel nach oben trägt. Zwischen den beiden Figuren liegt eine Schale mit Früchten. Im aufgeschlagenen Buch der Dame ist in arabischer Schrift die Künstlersignatur Mu'min zu lesen. Im Innern des Futterals ist dieser Stoff in voller Farbenfrische erhalten. Er entspricht dem verfeinerten Geschmack am Hof Schah 'Abbas des Großen (1587-1628) in Isfahan. Technisch ist er als Lampas-Doppelgewebe aus farbiger Seide in Körper- und Leinenbindung, mit Silber lanciert, zu bezeichnen. Der Boden ist mit einem italienischen Stoff aus dem frühen 17. Jahrhundert beklebt: der Grund Kettatlas in roter Seide, das Muster in Form gefiederter Blätter und Blüten, gelbe Seide in Körper gebunden und mit Silber lanciert.","type":"Textil; Futteral","holder":"Kunsthistorisches Museum","dates":"Um 1014 H. / Um 1605","location":"Wien","provenance":"Iran? Türkei?","materials":["Holz","Seide","Silber","Textil","vergoldet"]},"6de30ff8-0fff-5ed3-8984-48abb285b414":{"name":"Flügeltür.","description":"Mit Sternflechtornamentik dekorierte Holztüren waren üblich bei Moscheen der Rum-Seldschuken, die eine Vorliebe für komplizierte geometrische Dekore hatten, die von begnadeten Holzkünstlern geschnitzt und entworfen wurden. Sehr eindrucksvoll wurden auch bei der Dekoration dieser Tür die großen Panele der Hauptfelder der Tür mit einer geometrischen Musterung versehen, deren Einzelfelder mit stilisierten Arabeskranken geschmückt sind, die aus floralen Einzelmotiven zusammengesetzt sind. Die geometrische Musterung wird aus einer fortlaufenden Musterung aus kleinteiligen Sechs- und Fünfecken, Rauten und Dreiecken entwickelt. Dabei sind nicht wie üblicherweise Einzelpaneele nabeneinandergesetzt, sondern es handelt sich um eine fortlaufende Musterung, die sich über die ganze Paneelfläche hinzieht. Die umlaufenden breiten Rahmenfriese sind mit sich überschneidenden Arabeskranken verziert. Im oberen Türfeld sind Inschriften auf blauem Grund eingefügt, die Sure 9, 18 aus dem Koran zitieren: „Besuchen nur soll die Moscheen Allahs, wer da glaubt an Allah und an den Jüngsten Tag.“ Diese Inschrift wurde einst an der Tür eines südlichen Nebenraumes fortgesetzt. Auch diese Tür befindet sich im Museum für Islamische Kunst. Sie lautet „und das Gebet verrichtet und die Armensteuer zahlt“. Insgesamt wurden so die wichtigsten Pflichten eines muslimischen Gläubigen angesprochen: Glaubensbekenntnis, Gebet und Armensteuer. Anders, als bei den Doppeltüren aus der Vorhalle mit ihrem Sockelfeld mit pflanzlichen Dekoren, ist diese Tür ganzflächig mit geometrischen Dekor überzogen. Die Tür aus der Vorhalle befindet sich heute im Museum in Konya (Inv. Nr. 330).","short_description":"Die Inschrift des Koran (IX:18) – In den Moscheen Gottes verweilen und Dienst tun dürfen nur die, die an Gott und den Jüngsten Tag glauben – ist passend für die Holztür, die ursprünglich zur Bey-Hakim-Moschee im türkischen Konya gehörte. Die geometrischen und arabesken Muster sind typisch für die Kunst der Seldschuken.","holder":"Museum für Islamische Kunst","dates":"7. H / 13. Jahrhundert","location":"Berlin","dimensions":"Höhe 182 cm Breite 116 cm.","method_for_datation":"Die Flügeltür stammt aus der Bey Hakim Moschee in Konya, die in die Mitte des 7.Jh. H./13. Jh. n.Chr. datiert werden kann. Stilistische Vergleiche zeigen, dass die Flügeltür in diese Zeit gehört.","method_for_provenance":"Der Nachweis, dass die Flügeltür aus der Bey Hakim Moschee in Konya stammt, wurde von V. Enderlein 1976 durch die Inschriften auf den Flügeltüren erbracht, die einen zusammenhängenden Text ergeben.","provenance":"Türkei, Konya, Moschee Bey Hakim.","obtention":"Ankauf aus Privatbesitz 1913.","bibliography":"Enderlein, V. „Der Mihrab der Bey Hakim Mosche in Konya - Ein Denkmal und seine Geschichte“, in Forschungen und Berichte, 17, 33-40. Berlin 1976, 34, Taf. 2. \n \nLöytved, J. H. Konia – Inschriften der seldschukischen Bauten. Berlin, 1907, 87. \n \nRice, D. T. Islamic Art, London, 1965 2. Aufl. 1975, 174, Abb. 176. (Tür zum Seitenflügel der Moschee) \n \nSarre, F. Seldschukische Kleinkunst, Erzeugnisse islamischer Kleinkunst, Teil II. Leipzig, 1909, 32, Taf. XII.","author":"Annette Hagedorn","keywords":["Flügeltür","Moschee","Schnitztechnik","Seldschuken","Sternflechtornament"],"materials":["Nußbaumholz","Schnitzarbeit","Teile farblich gefaßt."]},"a248d8b4-e492-5f6d-bdb7-ab94d668d922":{"name":"Aleppo-Zimmer.","description":"Wie schon der Name des Hauses andeutet, ließ der Bauherr, ein wohlhabender Makler und christlicher Bürger in der Stadt Aleppo, die Wandtäfelung in seinem Wohnhaus für den Empfangsraum am Anfang des 17. Jh. ausführen. Die Malereien des Aleppo-Zimmers stellen damit das älteste Ensemble aus einem syrischen Wohnhaus in osmanischer Zeit dar. Der christliche Auftraggeber vergab die Arbeiten an die beste Werkstatt seiner Zeit und wünschte sich für den Raum in dem er seine Gäste empfing, die Wiedergabe ganz unterschiedlicher Themen im Stil zeitgenössischer islamischer Buchmalerei vor floralen oder geometrischen Kompositionen, die im Stil bester osmanischer Tradition gemalt sind. Christliche Themen aus dem Alten und dem Neuen Testament sowie Darstellungen von Maria mit dem Kind stehen neben höfischen Szenen, wie sie aus der persischen Buchmalerei bekannt sind. Auch die umlaufenden Psalmtexte, die arabischen Sprichworte sowie persische Formeln wurden so ausgewählt, daß die sie Ausdruck der Vorstellung eines friedlichen Zusammenlebens von Menschen unterschiedlicher Religionszugehörigkeit sind. Die zentralen Paneele befinden sich im hinteren Teil der Hauptnische rechts und links eines Wandschrankes. Auf dem linken Paneel werden die höfischen Themen wiedergegeben, zu denen der thronende Herrscher, die Jagd und eine Jagdgesellschaft sowie ein Prinz mit Falken gehört. Auf dem rechten Paneel finden sich dagegen christlichen Themen zu denen das Abendmahl, der Tanz der Salome vor Herodes oder die Opferung Isaaks gehören. In anderen Paneelen über den Raum verstreut finden sich Einzeldarstellungen aus beiden Bereichen, so aus der Liebesgeschichte von Leila und Majnun von Nizami (1141-1202) aus dem Haft Paykar oder Maria mit dem Jesuskind sowie der Heilige Georg. Daneben stehen reale Tiere und Fabeltiere. Gerade die Vielfältigkeit der dargestellten Themen macht diese früheste erhaltene Wandtäfelung zu einem Kompendium, wie es so wohl nur in der syrischen Handelsstadt Aleppo entstehen konnte. \n \nKlicken Sie [hier](https://youtu.be/4toX47mtAIE), um eine Video-Präsentation dieses Objektes zu sehen (auf Englisch).","short_description":"Die bemalten Paneele gehören ins Audienzzimmer eines christlichen Kaufmanns in Aleppo, Syrien. Dieses Zimmer ist das einzig erhaltene Beispiel eines bemalten und datierten Raums aus dem 17. Jahrhundert. Sein ornamentales und figuratives Repertoire umfasst christliche Themen, aber auch arabische Verse.","holder":"Museum für Islamische Kunst","initial_owner":"Isa ibn Butrus (Jesus, Sohn des Brutus).","dates":"1009 H./ 1600 und 1012 H. / 1603 n. Chr.","location":"Berlin","dimensions":"Höhe 260 cm Gesamtlänge 35 Meter.","method_for_datation":"Das Aleppo-Zimmer ist an zwei Stellen datiert, einmal wird das Datum 1009 H./1600-1601 n.Chr. genannt. An einer anderen Stelle kommt das Datum 1012 H./1603 n. Chr. vor.","method_for_provenance":"Das Aleppo-Zimmer wurde von Friedrich Sarre 1912 in Aleppo erworben. Laut Urkunde stammt es aus dem Haus Wakil in Aleppo, wo es auch vor 1912 in situ fotografiert wurde.","provenance":"Syrien, Aleppo.","obtention":"Erworben von Friedrich Sarre für das Museum in Aleppo 1912.","bibliography":"Duda, D. Innenarchitektur syrischer Stadthäuser des 16. bis 18. Jahrhunderts. Die Sammlung Henri Pharaon in Beirut. Wiesbaden, 1971 (=Beiruter Texte und Studien, 12). \n \nGangler, A. Ein traditionelles Wohnviertel im Nordosten der Altstadt von Aleppo in Nordsyrien. Tübingen 1993. \n \nGonella, Julia. Ein christlich-orientalisches Wohnhaus des 17. Jahrhunderts aus Aleppo (Syrien). Mainz, 1996. \n \nOtt, C. „Die Inschriften des Aleppozimmers im Berliner Pergamonmuseum“, Le Muséon, 109/1-2,1996,185-226. \n \nSarre, F. „Bemalte Wandverkleidung aus Aleppo“ Berliner Museen, Berichte aus den Preußischen Kunstsammlungen XLI/4, 1919-20, 143 – 58.","linkcatalogs":"IAM_TR_EN_001","author":"Annette Hagedorn","keywords":["Aleppo","christliche Themen","Holztäfelung","imaginäre Tier","Qa’a (Empfangsraum)"],"materials":["Holz","vielschichtige Malerei mit unterschiedlichen Pigmenten und Metallauflagen."]},"bcf9b146-5f0b-5860-b18c-54be05ab62f7":{"name":"Zierpatte.","description":"Vermutet wurde, dass diese Zierplatte Teil der Holzdekoration in der Moschee des Amri in Qus war, zu der auch die Verkleidung der Kanzel des Minbars gehörte. Der Minbar wurde zuerst in den 1870er Jahren von A. Prisse d´Avennes erwähnt. Zentral wurden zwei große Gabelblatter mit sorgfältiger Binnenzeichnung in die Mitte der Platte gestellt Sie fassen eine zentrale Palmettblüte ein. Zu einem fast geometrisch wirkenden Motiv werden die beiden Gabelblätter an ihren Spitzen, die in flache stilisierte Ranken auslaufen. Die beiden Gabelblätter werden von einem zehnstrahligen Stern, der mit dem äußeren Rahmen der Platte erbunden ist, eingefaßt. Ihre oberen und unteren Enden gehen in ein spiraliges Rankenwerk über. An diesen mit kleinen Häkchen und Gabelblättern besetzten Ranken wachsen Weinblätter und kleine Trauben. Ein feines Rankenmuster überzieht auch die Oberfläche der zentralen Gabelblätter. Einen ähnlich gut strukturierten Holzdekor hatten schon Panele in der al-Hakim Moschee des 11. Jh., wenngleich diese nicht so fein geschnitzt wurden. Die Stadt Qus hatte sich in der Zeit des Baus der zentralen Moschee des Salih Tala i 555 H. / 1160 n. Chr. zu einer zentralen Handelstadt Ägyptens entwickelt. Der berühmte Minbar von Qus entstand nur wenig früher. In Qus wurden die Waren des Handels mit Zentralafrika umgeschlagen, mit dem Jemen gehandelt, hier wurde die Ware für den Handel mit Indien gelagert. Ibn Djubair brachte 579 H. / 1183 n. Chr. in seinen Beschreibungen den Aufstieg der Stadt mit den Kreuzzügen in Verbindung. Die Stadt war außerdem Treffpunkt der Pilger aus Ägypten und dem Maghrib. Gelehrte verwendeten die nisba al-Kusi, und sie weisen so auf die Bedeutung der Stadt hin. Die Stadt war im 19. Jh. die zweit wichtigste arabische Handelsstadt Ägyptens.","short_description":"Die islamische Kunst sticht besonders in der ornamentalen Gestaltung der Arabeske hervor. Dies ist ein Beispiel einer besonders gelungenen Komposition aus dem fatimidischen Ägypten. Es zeigt ein geometrisches Sternmuster, das stilisierte Palmettenblätter umgibt. Den Rahmen bilden symmetrische wellenförmige Weinreben, die in Trauben oder Weinblättern enden.","holder":"Museum für Islamische Kunst","initial_owner":"Slg. Herz Bey, Kairo.","dates":"6. H. / 12. Jh.","location":"Berlin","dimensions":"Höhe 25 cm Breite 46, 3 cm.","method_for_datation":"Die Moschee aus der die Zierplatte stammt, wurde um 550 H./1155 n.Chr. erbaut, so daß die Platte in dieser Zeit entstanden sein könnte.","method_for_provenance":"Es wurde wegen der stilistischen Merkmale stets vermutet, daß die Zierplatte Teil der Holzdekoration der Moschee Amri in Qus in Oberägypten war.","provenance":"Oberägypten, Qus, Moschee Amri, um 550 H./ 1155 n. Chr.","obtention":"Ankauf in Kairo 1906 von B. Moritz.","bibliography":"Ettinghausen, R. „Ägyptische Holzschnitzereien aus islamischer Zeit“, Berliner Museen. Berichte aus den Preussischen Kunstsammlungen, 54 (1933), 17-20. \n \nKühnel, E., \"Der mamlukische Kassettenstil\", Kunst des Orients 1, 1950, 55-68. \n \nKat. Museum für Islamische Kunst Berlin. Mainz, 2001, 31. \n \nStichwort „Kus“, Enzyklopädie des Islam, Band 2, Leiden und Leipzig,1927, 1241. \n \nMeyers Konversationslexikon, Leipzig und Wien, 1905, Band 11, 877.","author":"Annette Hagedorn","keywords":["Gabelblatt","Handelstadt","Holzschnitzerei"],"materials":["Holz."]},"cbca02ba-ec59-566e-8f11-04e13bc39fa0":{"name":"Schatulle","short_description":"Darstellungen aus dem Leben des Fath Ali Shah (1797–1834). \nEine Thronszene – Fath Ali Shah umgeben von Höfllingenauf dem Deckel, Jagdszenen seitlich und Innen.","type":"Lackmalerei","holder":"MAK – Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst","dates":"1. Hälfte 19. Jahrhundert","location":"Wien","provenance":"Iran"},"cf314a7e-b71e-5876-a94f-3e498400a91f":{"name":"Persische Feldflasche","short_description":"Diese aufwendig gestaltete Feldflasche entstand im späten 16. Jahrhundert in Persien. Der hölzerne Kern des Gefäßes ist mit einem Leinen- und Kreidegrund überzogen, der vergoldet und bemalt ist: Liebespaare und Musikanten sind in einem blühenden Garten zu sehen.","type":"Trinkflasche","holder":"Kunsthistorisches Museum","dates":"10. H. / 16. Jahrhundert","location":"Wien","dimensions":"Höhe: 25.5cm, Breite: 23.5 cm, Tiefe: 12cm; Durchmesser Hals: 2.3cm","method_for_datation":"Inventare der Sammlung Schloss Ambras","method_for_provenance":"Inventare der Sammlung Schloss Ambras","provenance":"Iran?","obtention":"Sammlung Schloss Ambras, Erwerb 1869","bibliography":"Gamber, Ortwin und Beaufort-Spontin, Christian, *Katalog der Leibrüstkammer II. Teil. Der Zeitraum von 1530-1560*, Busto Arsizio: Bramante, 1990. \nThomas, Bruno, \"Aus der Waffensammlung in der Neuen Burg zu Wien: Orientalische Kostbarkeiten\", *Bustan*, 4 : 5 (1963/64).","author":"Matthias Pfaffenbichler","keywords":["Feldflasche","Persia"],"materials":["Holz gefaßt wie Leder. Tragschnur: Seide und Silberfaden","Leder mit Kreidegrund und Blattvergoldung","Malerei"]},"f42822cc-df6c-53fe-9c96-a6c99bf89d34":{"name":"Koranständer.","description":"Der Schmuck dieses aus einem Brett gefertigten Koranständers ist durch Schnitzwerk geschaffen, das eine Verbindung aus Schrift und abstrahiert floralem Dekor in höchster Vollendung zeigt. In der oberen Hälfte des Pultes steht in einem quadratischen Feld in monumentalem Flechtkufi die arabische Inschrift „Das Königtum / gebührt Gott“ auf einer kleinteiligen Spiralranke, die einen lebhaften Untergrund bildet und nicht die Schrift überschneidet. Im Rahmen auf der Rückseite wird im Thuluth-Duktus der koranische Thronvers der Sure 2 Vers 255 zitiert. („Allah! Es gibt keinen Gott außer ihm, dem Lebendigen, dem Ewigen! Nicht ergreift ihn Schlummer und nicht Schlaf. Sein ist, was in den Himmeln und was auf Erden. Wer ist´s, der da Fürsprache einlegt bei Ihm ohne Seine Erlaubnis? Er weiß, was zwischen ihren Händen ist und was hinter ihnen und nicht begreifen sie etwas von Seinem Wissen, außer was Er will. Weit reicht sein Thron über die Himmel und die Erde, und nicht beschwert Ihn beider Hut. Denn Er ist der Hohe, der Erhabene“). Wenige Ranken füllen kleine Freiflächen der Schrift. Plastisch geschnitztes Rankenwerk aus glatten und gefiederten Gabel- und Lanzettblättern überzieht den Fußteil des Koranständers. In der Mitte wird das Blattwerk von einem Mehrpaß durchschnitten. Vielfältig und in mehreren Schichten überschneiden sich Blätter und geschwungene Arabeskranken, die von einem Dreiblatt bekrönt werden. Die zumeist aus Holz gearbeiteten Faltpulte dienten in der gesamten islamischen Welt als die Auflage von größeren Koranen während der Koranrezitationen. In der Literatur wurde die Form des Koranständers von Klappstühlen abgeleitet, wie sie schon im alten Ägypten benutzt wurden. Sie gehören zu den wertvollen Ausstattungsstücken aller Moscheen und wurden in vielen Techniken reich verziert. Der Schnitzer dieses Pultes ist vielleicht identisch mit einem Künstler, der den Holzkenotaph des Sufigründers und Dichters Mevlana Djalal ad-Din Rumi (1207-1273) in der Mevlana Tekke in Konya geschnitzt hat.","short_description":"Hölzerne Faltständer wurden in der islamischen Welt verwendet, um schwere Korane und andere Bücher zu halten, während man selbst auf dem Boden saß. Dieses bemerkenswerte Exemplar mit fein gearbeiteten Arabesken und exzellenten Inschriften wurde vermutlich im türkischen Konya hergestellt und von einem Sultan der Rum-Seldschuken einer Moschee vermacht.","holder":"Museum für Islamische Kunst","dates":"Mitte 7. H / 13. Jh.","location":"Berlin","dimensions":"Höhe 107 cm Breite 50 cm.","method_for_datation":"Der inschriftlich genannte Künstler Abd al-Wahid ibn Sulaiman ist möglicherweise mit dem Künstler identisch, von dem ein Holzkenotaph in der Mevlana Tekke in Konya existiert, der in das 13. Jh. datiert werden kann. Wenn sich als richtig erweist, daß beide Namen eine Person bezeichnen, wäre auch der Koranständer in die Mitte des 13. Jh. datierbar. Aus stilistischen Gründen ist dieses Datum wahrscheinlich.","method_for_provenance":"Die Herkunft aus Konya ist zwar nicht gesichert, aber wegen einer Reihe stilistisch vergleichbarer Koranständer aus Konya sehr wahrscheinlich. Auf eine solche Tradition deutet auch der inschriftlich genannte Name des Schnitzers hin.","provenance":"Türkei, Konya.","obtention":"1907 erworben als anonymes Geschenk.","bibliography":"Enderlein, V. Islamisches Museum, Rostock, 1983, 61/62, Abb. 44. \n \nHaase, C. P. „Koran und Koranpult“ in J. W. Frembgen/E. Rößler Transformationen, Der Koranständer, 9-12. München, 1997. \n \nKat. Museum für Islamische Kunst. Mainz 2001, 60/61. \n \nKühnel, E. Islamische Schriftkunst, Berlin 1942, 3. erw. Auflage, Graz, 1986, 33 Abb. 33.","author":"Annette Hagedorn","keywords":["Arabeske","Koranständer","Schnitzkunst"],"materials":["Nußbaumholz."]},"fb0d852c-219c-5753-93b5-9648fdd94679":{"name":"Alhambra-Kuppel.","description":"Die Kuppel in Berlin war einst in den Torre de las Damas gennanten Turm des Palastes Palacio del Partal über einem reichen Stuckdekor eingebaut. Durch die Fenster dieses Turmes konnte man sowohl die Umgebung mit der Stadt Granada als auch den Palastkomplex mit den heute nicht mehr exitierenden Teilen der Alhambra überblicken, den der nasridische Herrscher Muhammad III. (701-708 H./ 1302-1308) hatte erbauen lassen. Das Motto der nasridischen Herrscher „Es gibt keinen Sieg außer von Gott“, das eine wichtige Rolle im Dekor der Kuppel einnimmt, kann als Proklamation des Islam angesehen werden, der durch die voranschreitende Reconquista bedroht war. Die Kuppel hat eine quadratische Form, die zunächst in ein Achteck übergeht und dann in sechszehn Trapeze überführt wird. Jede Seite des Quadrats ist mit einem Dreieck ausgestattet, die mit geometrischem Flechtwerk mit zusätzlichen pflanzlichen Motiven versehen sind. Eine kleine Miniaturkuppel sitzt im Zentrum der Dreiecke. Das Achteck wird von Brettern gebildet, die mit kleinen Vielpassbögen versehen sind, in denen symmetrische Kufi-Inschriften auf rotem Grund sitzen, zusammen mit Pinienzapfen, kleinen Muscheln und Arabeskdekor. Auf den rechteckigen Paneelen des Sechzehnecks wird das nasridische Motto „Es gibt keinen Sieg außer von Gott“ wiederholt. Sie werden von kleinen Muqarnas-Bögen umgeben. Die folgenden sechszehn Trapeze weisen ein für die islamische Welt typisches Flechtwerk auf. Kleine Vielecke oder Sterne wiederholen das nasridische Motto. Eine sechzehnseitige Scheitelplatte, ebenfalls mit Flechtwerk, bildet den horizontalen Abschluß. Der Reiz des Dekors liegt im Kontrast zwischen der Strenge der flachen geometrischen Flechtbänder und den erhabenen Reliefebenen. Holzdecken und Holzkuppeln dieser Art sind ein besonderes Merkmal islamischer Architektur im Maghreb. Zahllose Beispiele befinden sich nicht nur in der Alhambra, sondern auch in zahlreichen anderen Bauten Spaniens sowie Nordafrikas.","short_description":"Diese Kuppel stammt aus einem Teil der Alhambra-Palastanlage mit dem Namen Palacio del Partal. Dieser Palacio war im Privatbesitz eines deutschen Bankiers, der die Erlaubnis erhielt, die Kuppel in seine Berliner Villa zu überführen. Hölzerne Decken und Kuppeln dieser Art sind ein Kennzeichen islamischer Architektur im Mahgreb.","holder":"Museum für Islamische Kunst","initial_owner":"1885 kaufte Arthur von Gwinner ein Stück Land im Bereich der Alhambra. Dazu gehörte ein Grundstück mit Gebäuden, Gärten und Straßen. 1891 übergab er den Palacio del Partal an die Stadt Granada. Es wurde ihm daraufhin erlaubt, die Holzkuppel aus dem Torre de las Damas auszubauen und nach Berlin mitzunehmen. 1892 baute er die Kuppel in sein Wohnhaus in Berlin ein. 1921 schenkte er seinen Besitz an die spanische Regierung.","dates":"um 719 / um 1320.","location":"Berlin","dimensions":"Höhe 190 cm Breite 355 cm Tiefe 355 cm.","method_for_datation":"Die Kuppel läßt sich durch ihre Herkunft aus dem Palacio del Partal datieren, der zum Alhambra-Palastkomplex gehört und unter Muhammad III. 701-708 H./ 1302-1308 erbaut wurde.","method_for_provenance":"Nach den Dokumenten stammt die Kuppel aus dem Palacio del Partal im Alhambra- Palastkomplex in Granada/Spanien, wo sie 1892 ausgebaut wurde. Die spanische Herkunft ist dadurch gesichert.","provenance":"Von dem Bauteil Torre de las Damas des Palacio del Partal im Alhambra Palastkomplex in Granada, Spanien.","obtention":"Erworben 1978 von den Nachfahren Arthur von Gwinners.","bibliography":"Fernández-Puertas, A. The Alhambra I, London, 1997, 235-39. \n \nBrisch, K. Eine Kuppel aus der Alhambra in Granada, bm, Berichte aus den Berliner Museen Preußischer Kulturbesitz, 3. Folge, 14, 1978, 6-7, 10-1. \n \nBrisch, K. \"Eine Kuppel aus der Alhambra in Granada\", in: Jahrbuch Preußischer Kulturbesitz 16,1979,169-76. \n \nChmelnizkij, S. \"Methods of constructing geometric ornamental systems in the cupola of the Alhambra\", Muqarnas 6, 1989, 43-9. \n \nDodds, J. D. Al-Andalus. The Art of Islamic Spain. The Metropolitan Museum of Art, New, York 1992, cat.no.116.","linkcatalogs":"IAM_ES_EN_001","author":"Jens Kröger","keywords":["Alhambra","Alhambra-Palast","Geometrische Muster","Kuppel","Muqarnas","Palastarchitektur"],"materials":["Blau und Grün).","geschnitzt und aus Einzelteilen zusammengefügt. Teilweise bemalt (Rot","Holz (Zedernholz und Pappelholz)"]}}
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+ {"019b1d84-e6f3-5e53-a049-f7191924c562":{"name":"Holzlöffel","short_description":"In der Ambraser Kunstkammer befanden sich mehrere osmanische Holzlöffel. Da es einen derartigen Löffel bereits 1596 auch in der Münchner Kunstkammer gab, dürften die Ambraser Exemplare, trotz ihrer späteren inventarischen Nennung, gleichfalls in das 16. Jahrhundert zu datieren sein. Die Löffel zeigen florale Motive, wie Tulpen Nelken und Hyazinthen in Goldmalerei. Die Rückseiten und teilweise auch der Stiel sind mit Wellenbändern oder schlangenartig gebogenen Wolkenbändern geschmückt.","type":"Löffel","holder":"Kunsthistorisches Museum","dates":"2. Hälfte 10. H. / 2. Hälfte 16. Jahrhundert","location":"Wien","dimensions":"Länge: 29cm; Länge: 23.5cm; Länge: 25cm; Länge: 23cm; Länge: 27cm; Länge: 27cm","method_for_datation":"Vergleich mit anderen Objekten","method_for_provenance":"Möglicherweise Sammlung Schloss Ambras 1596","provenance":"Türkei?","obtention":"Sammlungsbestand Schloss Ambras","bibliography":"Haag, Sabine (Hg.), *Fernsucht. Die Suche nach dem Fremden vom 16. bis 19. Jahrhundert*, Ausstellungskatalog Schloss Ambras, Wien: Kunsthistorisches Museum, 2009. \nHaag, Sabine, Sandbichler, Veronika, Klarer, Mario (Hgg.), *Piraten und Sklaven im Mittelmeer*, Ausstellungskatalog Schloss Ambras, Wien: Haymon Verlag, 2019.","dynasty":"Osmanen","author":"Veronika Sandbichler, Thomas Kuster","keywords":["Besteck","Hyazinthen","Löffel","Osmanisches Reich"],"materials":["Holz, Lackmalerei"]},"1477ac86-b5c4-5cf6-bb7a-c80c93766095":{"name":"Rosette aus dem Minbar der Ibn Tulun Moschee des Sultan Lagin","short_description":"Die Ibn Tulun Moschee in Kairo wurde zum Ende des 9. Jh. errichtet und unter Sultan Lagin 1296 renoviert und erneuert. Der Minbar der Ibn Tulun Moschee gehörte zu den bedeutendsten Werken ägyptischen Kunstgewerbes.","type":"Holzarbeit","holder":"MAK – Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst","dates":"1296 AD","location":"Wien","provenance":"Ägypten, Kairo","dynasty":"Mameluken","materials":["Holzarbeit mit Schnitz- und Intarsiendekor"]},"20ddf7d0-c8c3-5985-8cd5-4be93c3b922b":{"name":"Korankasten.","description":"Dieser Korankasten wurde hergestellt, um einen Koran mit dreissig Bänden zu schützen. Er dürfte auf Bestellung eines mamlukischen Sultans oder hohen Würdenträgers gefertigt worden sein, um von diesem einer religiösen Stiftung (Moschee, Madrasa oder Mausoleum) übergeben zu werden. Der auf vier Füßen ruhende Kasten besteht aus einem quadratischen Holzkasten, der mit Messingplatten verkleidet ist. Der pultförmige Deckel ist mit zwei Scharnieren auf der Rückseite befestigt und hat vorne eine Schnalle für den Verschluß. Alle Messingplatten sind dekoriert und mit Inschriften in Gold- und Silbertauschierung versehen. Das Innere des Holzkastens ist mit Stoff ausgekleidet und hat zwei Kompartimente mit je fünfzehn Fächern zur Aufnahme eines Korans. Die Aussenseiten tragen arabische Inschriften in herausragender Kalligraphie im Kufi und Tuluth-Duktus über einem mit kleinteiligem Pflanzen, darunter Lotusblüten, ausgestatteten Grund. Entlang den Aussenseiten laufen Koranzitate (Sure 24, Vers 35 und Sure 2, Vers 255 Ayat al-Kursi). Weitere Koranzitate befinden sich auf dem pultförmigem Deckel und auf den schmalen Inschriftfriesen (Sure 3, Vers 26-7; Sure 26, Vers 192-9; Sure 56, Vers 76-89, 92-5 und Sure 59, Vers 22-4). Die Unterseite ist mit einem geometrischem Dekor versehen. Es fehlt eine Namensnennung und auch die dreissig Koranbände haben sich nicht erhalten. Zwei verwandte Korankästen der gleichen Zeit, etwa um 730/1330 haben sich in Kairo erhalten. Ein Korankasten nennt den Namen des mamlukischen Sultans al-Nasir und das Datum 723/1322. Er befindet sich im Besitz der Bibliothek der al-Azhar Moschee. Ein zweiter undatierter Kasten wird im Museum für Islamische Kunst in Kairo aufbewahrt. Im mamlukischen Ägypten wurden Korane in Moscheen gewöhnlich in Kästen (sunduq) oder freistehenden Metallmöbeln (kursi) aufbewahrt. Durch den ständigen Gebrauch haben sich nur wenige dieser Korane erhalten.","short_description":"Diese rechteckige Schatulle, die auf vier Beinen stand, enthielt 30 mittlerweile verloren gegangene Koranbände, die in zwei Reihen mit je 15 Fächern standen. Hervorragend ausgeführte Koraninschriften in verschiedenen Schrifttypen verzieren die Außenwände in Gold und Silber.","holder":"Museum für Islamische Kunst","dates":"um 730 / 1330.","location":"Berlin","dimensions":"Höhe 27 cm Breite 42,5 cm Tiefe 42, 5 cm.","method_for_datation":"Der Verfertiger dieses Korankastens wird auch auf einem hohen kursi (ein achteckiger Schrank zur Aufbewahrung eines Korans) genannt, der sich in Kairo im Museum für Islamische Kunst befindet und auf die Jahre 728/1327-8 datiert wird. Es wird angenommen, dass der Berliner Korankasten aus der gleichen Zeit stammt.","method_for_provenance":"Derartige tauschierte Korankästen sind nur aus dem mamlukischen Ägypten bekannt. Dort wurde der Korankasten auch erworben.","provenance":"Kairo, Ägypten.","obtention":"Erworben aus dem Kunsthandel in Kairo 1904 durch B. Moritz.","bibliography":"Zaky, M.H., Atlas of Moslem Decorative Arts, Cairo, 1956) Fig. 512. \n \nKat. Islamic Art in Egypt 969-1517, Cairo, 1969, Nos. 60-2. \n \nThe Arts of Islam, Hayward Gallery, London 8 April – 4 July 1976, No. 214. \n \nAtil, E., Art of the Mamluks. Renaissance of Islam (Washington 1981) No. 25. \n \nJames, D., Qur'ans of the Mamlūks, London, 1988.","dynasty":"Mamluken","linkcatalogs":"IAM_EG_EN_001","author":"Jens Kröger","keywords":["Koran","Korankasten","Metallarbeiten","Tauschierte"],"materials":["Bronzeplatten auf einem Holzkern, Gold- und Silbertauschierung."]},"64ac8dbf-8dd2-5b1c-a223-2129d475ce2e":{"name":"Das Futteral zur Krone Stefan Bocskais","short_description":"Der zehneckige kuppelige Behälter ist aus Holz bebaut und mit Stoff überzogen. Die Schließe vorne und die Scharnierbeschläge hinten sind aus vergoldetem Silber. Der Überzug ist ein kostbarer persischer Seidenstoff mit einer von Blumen umgebenen figürlichen Szene. Eine Dame liest, halb sitzend, halb liegend, in einem Buch. Bei ihr kniet ein Diener mit breit ausladendem *Turban*, der ihr mit der abgewinkelten Rechten eine Schale reicht und in der Linken einen Fächer mit dem Stiel nach oben trägt. Zwischen den beiden Figuren liegt eine Schale mit Früchten. Im aufgeschlagenen Buch der Dame ist in arabischer Schrift die Künstlersignatur Mu'min zu lesen. Im Innern des Futterals ist dieser Stoff in voller Farbenfrische erhalten. Er entspricht dem verfeinerten Geschmack am Hof Schah 'Abbas des Großen (1587-1628) in Isfahan. Technisch ist er als Lampas-Doppelgewebe aus farbiger Seide in Körper- und Leinenbindung, mit Silber lanciert, zu bezeichnen. Der Boden ist mit einem italienischen Stoff aus dem frühen 17. Jahrhundert beklebt: der Grund Kettatlas in roter Seide, das Muster in Form gefiederter Blätter und Blüten, gelbe Seide in Körper gebunden und mit Silber lanciert.","type":"Textil; Futteral","holder":"Kunsthistorisches Museum","dates":"Um 1014 H. / Um 1605","location":"Wien","provenance":"Iran? Türkei?","dynasty":"Osmanisch; Stoff: Safavidisch","materials":["Textil, Holz, Seide, Silber, vergoldet"]},"6de30ff8-0fff-5ed3-8984-48abb285b414":{"name":"Flügeltür.","description":"Mit Sternflechtornamentik dekorierte Holztüren waren üblich bei Moscheen der Rum-Seldschuken, die eine Vorliebe für komplizierte geometrische Dekore hatten, die von begnadeten Holzkünstlern geschnitzt und entworfen wurden. Sehr eindrucksvoll wurden auch bei der Dekoration dieser Tür die großen Panele der Hauptfelder der Tür mit einer geometrischen Musterung versehen, deren Einzelfelder mit stilisierten Arabeskranken geschmückt sind, die aus floralen Einzelmotiven zusammengesetzt sind. Die geometrische Musterung wird aus einer fortlaufenden Musterung aus kleinteiligen Sechs- und Fünfecken, Rauten und Dreiecken entwickelt. Dabei sind nicht wie üblicherweise Einzelpaneele nabeneinandergesetzt, sondern es handelt sich um eine fortlaufende Musterung, die sich über die ganze Paneelfläche hinzieht. Die umlaufenden breiten Rahmenfriese sind mit sich überschneidenden Arabeskranken verziert. Im oberen Türfeld sind Inschriften auf blauem Grund eingefügt, die Sure 9, 18 aus dem Koran zitieren: „Besuchen nur soll die Moscheen Allahs, wer da glaubt an Allah und an den Jüngsten Tag.“ Diese Inschrift wurde einst an der Tür eines südlichen Nebenraumes fortgesetzt. Auch diese Tür befindet sich im Museum für Islamische Kunst. Sie lautet „und das Gebet verrichtet und die Armensteuer zahlt“. Insgesamt wurden so die wichtigsten Pflichten eines muslimischen Gläubigen angesprochen: Glaubensbekenntnis, Gebet und Armensteuer. Anders, als bei den Doppeltüren aus der Vorhalle mit ihrem Sockelfeld mit pflanzlichen Dekoren, ist diese Tür ganzflächig mit geometrischen Dekor überzogen. Die Tür aus der Vorhalle befindet sich heute im Museum in Konya (Inv. Nr. 330).","short_description":"Die Inschrift des Koran (IX:18) – In den Moscheen Gottes verweilen und Dienst tun dürfen nur die, die an Gott und den Jüngsten Tag glauben – ist passend für die Holztür, die ursprünglich zur Bey-Hakim-Moschee im türkischen Konya gehörte. Die geometrischen und arabesken Muster sind typisch für die Kunst der Seldschuken.","holder":"Museum für Islamische Kunst","dates":"7. H / 13. Jahrhundert","location":"Berlin","dimensions":"Höhe 182 cm Breite 116 cm.","method_for_datation":"Die Flügeltür stammt aus der Bey Hakim Moschee in Konya, die in die Mitte des 7.Jh. H./13. Jh. n.Chr. datiert werden kann. Stilistische Vergleiche zeigen, dass die Flügeltür in diese Zeit gehört.","method_for_provenance":"Der Nachweis, dass die Flügeltür aus der Bey Hakim Moschee in Konya stammt, wurde von V. Enderlein 1976 durch die Inschriften auf den Flügeltüren erbracht, die einen zusammenhängenden Text ergeben.","provenance":"Türkei, Konya, Moschee Bey Hakim.","obtention":"Ankauf aus Privatbesitz 1913.","bibliography":"Enderlein, V. „Der Mihrab der Bey Hakim Mosche in Konya - Ein Denkmal und seine Geschichte“, in Forschungen und Berichte, 17, 33-40. Berlin 1976, 34, Taf. 2. \n \nLöytved, J. H. Konia – Inschriften der seldschukischen Bauten. Berlin, 1907, 87. \n \nRice, D. T. Islamic Art, London, 1965 2. Aufl. 1975, 174, Abb. 176. (Tür zum Seitenflügel der Moschee) \n \nSarre, F. Seldschukische Kleinkunst, Erzeugnisse islamischer Kleinkunst, Teil II. Leipzig, 1909, 32, Taf. XII.","dynasty":"Rum-Seldschuken","author":"Annette Hagedorn","keywords":["Flügeltür","Moschee","Schnitztechnik","Seldschuken","Sternflechtornament"],"materials":["Nußbaumholz, Schnitzarbeit, Teile farblich gefaßt."]},"a248d8b4-e492-5f6d-bdb7-ab94d668d922":{"name":"Aleppo-Zimmer.","description":"Wie schon der Name des Hauses andeutet, ließ der Bauherr, ein wohlhabender Makler und christlicher Bürger in der Stadt Aleppo, die Wandtäfelung in seinem Wohnhaus für den Empfangsraum am Anfang des 17. Jh. ausführen. Die Malereien des Aleppo-Zimmers stellen damit das älteste Ensemble aus einem syrischen Wohnhaus in osmanischer Zeit dar. Der christliche Auftraggeber vergab die Arbeiten an die beste Werkstatt seiner Zeit und wünschte sich für den Raum in dem er seine Gäste empfing, die Wiedergabe ganz unterschiedlicher Themen im Stil zeitgenössischer islamischer Buchmalerei vor floralen oder geometrischen Kompositionen, die im Stil bester osmanischer Tradition gemalt sind. Christliche Themen aus dem Alten und dem Neuen Testament sowie Darstellungen von Maria mit dem Kind stehen neben höfischen Szenen, wie sie aus der persischen Buchmalerei bekannt sind. Auch die umlaufenden Psalmtexte, die arabischen Sprichworte sowie persische Formeln wurden so ausgewählt, daß die sie Ausdruck der Vorstellung eines friedlichen Zusammenlebens von Menschen unterschiedlicher Religionszugehörigkeit sind. Die zentralen Paneele befinden sich im hinteren Teil der Hauptnische rechts und links eines Wandschrankes. Auf dem linken Paneel werden die höfischen Themen wiedergegeben, zu denen der thronende Herrscher, die Jagd und eine Jagdgesellschaft sowie ein Prinz mit Falken gehört. Auf dem rechten Paneel finden sich dagegen christlichen Themen zu denen das Abendmahl, der Tanz der Salome vor Herodes oder die Opferung Isaaks gehören. In anderen Paneelen über den Raum verstreut finden sich Einzeldarstellungen aus beiden Bereichen, so aus der Liebesgeschichte von Leila und Majnun von Nizami (1141-1202) aus dem Haft Paykar oder Maria mit dem Jesuskind sowie der Heilige Georg. Daneben stehen reale Tiere und Fabeltiere. Gerade die Vielfältigkeit der dargestellten Themen macht diese früheste erhaltene Wandtäfelung zu einem Kompendium, wie es so wohl nur in der syrischen Handelsstadt Aleppo entstehen konnte. \n \nKlicken Sie [hier](https://youtu.be/4toX47mtAIE), um eine Video-Präsentation dieses Objektes zu sehen (auf Englisch).","short_description":"Die bemalten Paneele gehören ins Audienzzimmer eines christlichen Kaufmanns in Aleppo, Syrien. Dieses Zimmer ist das einzig erhaltene Beispiel eines bemalten und datierten Raums aus dem 17. Jahrhundert. Sein ornamentales und figuratives Repertoire umfasst christliche Themen, aber auch arabische Verse.","holder":"Museum für Islamische Kunst","initial_owner":"Isa ibn Butrus (Jesus, Sohn des Brutus).","dates":"1009 H./ 1600 und 1012 H. / 1603 n. Chr.","location":"Berlin","dimensions":"Höhe 260 cm Gesamtlänge 35 Meter.","method_for_datation":"Das Aleppo-Zimmer ist an zwei Stellen datiert, einmal wird das Datum 1009 H./1600-1601 n.Chr. genannt. An einer anderen Stelle kommt das Datum 1012 H./1603 n. Chr. vor.","method_for_provenance":"Das Aleppo-Zimmer wurde von Friedrich Sarre 1912 in Aleppo erworben. Laut Urkunde stammt es aus dem Haus Wakil in Aleppo, wo es auch vor 1912 in situ fotografiert wurde.","provenance":"Syrien, Aleppo.","obtention":"Erworben von Friedrich Sarre für das Museum in Aleppo 1912.","bibliography":"Duda, D. Innenarchitektur syrischer Stadthäuser des 16. bis 18. Jahrhunderts. Die Sammlung Henri Pharaon in Beirut. Wiesbaden, 1971 (=Beiruter Texte und Studien, 12). \n \nGangler, A. Ein traditionelles Wohnviertel im Nordosten der Altstadt von Aleppo in Nordsyrien. Tübingen 1993. \n \nGonella, Julia. Ein christlich-orientalisches Wohnhaus des 17. Jahrhunderts aus Aleppo (Syrien). Mainz, 1996. \n \nOtt, C. „Die Inschriften des Aleppozimmers im Berliner Pergamonmuseum“, Le Muséon, 109/1-2,1996,185-226. \n \nSarre, F. „Bemalte Wandverkleidung aus Aleppo“ Berliner Museen, Berichte aus den Preußischen Kunstsammlungen XLI/4, 1919-20, 143 – 58.","dynasty":"Osmanen","linkcatalogs":"IAM_TR_EN_001","author":"Annette Hagedorn","keywords":["Aleppo","christliche Themen","Holztäfelung","imaginäre Tier","Qa’a (Empfangsraum)"],"materials":["Holz, vielschichtige Malerei mit unterschiedlichen Pigmenten und Metallauflagen."]},"bcf9b146-5f0b-5860-b18c-54be05ab62f7":{"name":"Zierpatte.","description":"Vermutet wurde, dass diese Zierplatte Teil der Holzdekoration in der Moschee des Amri in Qus war, zu der auch die Verkleidung der Kanzel des Minbars gehörte. Der Minbar wurde zuerst in den 1870er Jahren von A. Prisse d´Avennes erwähnt. Zentral wurden zwei große Gabelblatter mit sorgfältiger Binnenzeichnung in die Mitte der Platte gestellt Sie fassen eine zentrale Palmettblüte ein. Zu einem fast geometrisch wirkenden Motiv werden die beiden Gabelblätter an ihren Spitzen, die in flache stilisierte Ranken auslaufen. Die beiden Gabelblätter werden von einem zehnstrahligen Stern, der mit dem äußeren Rahmen der Platte erbunden ist, eingefaßt. Ihre oberen und unteren Enden gehen in ein spiraliges Rankenwerk über. An diesen mit kleinen Häkchen und Gabelblättern besetzten Ranken wachsen Weinblätter und kleine Trauben. Ein feines Rankenmuster überzieht auch die Oberfläche der zentralen Gabelblätter. Einen ähnlich gut strukturierten Holzdekor hatten schon Panele in der al-Hakim Moschee des 11. Jh., wenngleich diese nicht so fein geschnitzt wurden. Die Stadt Qus hatte sich in der Zeit des Baus der zentralen Moschee des Salih Tala i 555 H. / 1160 n. Chr. zu einer zentralen Handelstadt Ägyptens entwickelt. Der berühmte Minbar von Qus entstand nur wenig früher. In Qus wurden die Waren des Handels mit Zentralafrika umgeschlagen, mit dem Jemen gehandelt, hier wurde die Ware für den Handel mit Indien gelagert. Ibn Djubair brachte 579 H. / 1183 n. Chr. in seinen Beschreibungen den Aufstieg der Stadt mit den Kreuzzügen in Verbindung. Die Stadt war außerdem Treffpunkt der Pilger aus Ägypten und dem Maghrib. Gelehrte verwendeten die nisba al-Kusi, und sie weisen so auf die Bedeutung der Stadt hin. Die Stadt war im 19. Jh. die zweit wichtigste arabische Handelsstadt Ägyptens.","short_description":"Die islamische Kunst sticht besonders in der ornamentalen Gestaltung der Arabeske hervor. Dies ist ein Beispiel einer besonders gelungenen Komposition aus dem fatimidischen Ägypten. Es zeigt ein geometrisches Sternmuster, das stilisierte Palmettenblätter umgibt. Den Rahmen bilden symmetrische wellenförmige Weinreben, die in Trauben oder Weinblättern enden.","holder":"Museum für Islamische Kunst","initial_owner":"Slg. Herz Bey, Kairo.","dates":"6. H. / 12. Jh.","location":"Berlin","dimensions":"Höhe 25 cm Breite 46, 3 cm.","method_for_datation":"Die Moschee aus der die Zierplatte stammt, wurde um 550 H./1155 n.Chr. erbaut, so daß die Platte in dieser Zeit entstanden sein könnte.","method_for_provenance":"Es wurde wegen der stilistischen Merkmale stets vermutet, daß die Zierplatte Teil der Holzdekoration der Moschee Amri in Qus in Oberägypten war.","provenance":"Oberägypten, Qus, Moschee Amri, um 550 H./ 1155 n. Chr.","obtention":"Ankauf in Kairo 1906 von B. Moritz.","bibliography":"Ettinghausen, R. „Ägyptische Holzschnitzereien aus islamischer Zeit“, Berliner Museen. Berichte aus den Preussischen Kunstsammlungen, 54 (1933), 17-20. \n \nKühnel, E., \"Der mamlukische Kassettenstil\", Kunst des Orients 1, 1950, 55-68. \n \nKat. Museum für Islamische Kunst Berlin. Mainz, 2001, 31. \n \nStichwort „Kus“, Enzyklopädie des Islam, Band 2, Leiden und Leipzig,1927, 1241. \n \nMeyers Konversationslexikon, Leipzig und Wien, 1905, Band 11, 877.","dynasty":"Fatimiden","author":"Annette Hagedorn","keywords":["Gabelblatt","Handelstadt","Holzschnitzerei"],"materials":["Holz."]},"cbca02ba-ec59-566e-8f11-04e13bc39fa0":{"name":"Schatulle","short_description":"Darstellungen aus dem Leben des Fath Ali Shah (1797–1834). \nEine Thronszene – Fath Ali Shah umgeben von Höfllingenauf dem Deckel, Jagdszenen seitlich und Innen.","type":"Lackmalerei","holder":"MAK – Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst","dates":"1. Hälfte 19. Jahrhundert","location":"Wien","provenance":"Iran"},"cf314a7e-b71e-5876-a94f-3e498400a91f":{"name":"Persische Feldflasche","short_description":"Diese aufwendig gestaltete Feldflasche entstand im späten 16. Jahrhundert in Persien. Der hölzerne Kern des Gefäßes ist mit einem Leinen- und Kreidegrund überzogen, der vergoldet und bemalt ist: Liebespaare und Musikanten sind in einem blühenden Garten zu sehen.","type":"Trinkflasche","holder":"Kunsthistorisches Museum","dates":"10. H. / 16. Jahrhundert","location":"Wien","dimensions":"Höhe: 25.5cm, Breite: 23.5 cm, Tiefe: 12cm; Durchmesser Hals: 2.3cm","method_for_datation":"Inventare der Sammlung Schloss Ambras","method_for_provenance":"Inventare der Sammlung Schloss Ambras","provenance":"Iran?","obtention":"Sammlung Schloss Ambras, Erwerb 1869","bibliography":"Gamber, Ortwin und Beaufort-Spontin, Christian, *Katalog der Leibrüstkammer II. Teil. Der Zeitraum von 1530-1560*, Busto Arsizio: Bramante, 1990. \nThomas, Bruno, \"Aus der Waffensammlung in der Neuen Burg zu Wien: Orientalische Kostbarkeiten\", *Bustan*, 4 : 5 (1963/64).","dynasty":"Safaviden","author":"Matthias Pfaffenbichler, Tobias Roeder","keywords":["Feldflasche","Persia"],"materials":["Leder mit Kreidegrund und Blattvergoldung, Malerei, Holz gefaßt wie Leder. Tragschnur: Seide und Silberfaden"]},"f42822cc-df6c-53fe-9c96-a6c99bf89d34":{"name":"Koranständer.","description":"Der Schmuck dieses aus einem Brett gefertigten Koranständers ist durch Schnitzwerk geschaffen, das eine Verbindung aus Schrift und abstrahiert floralem Dekor in höchster Vollendung zeigt. In der oberen Hälfte des Pultes steht in einem quadratischen Feld in monumentalem Flechtkufi die arabische Inschrift „Das Königtum / gebührt Gott“ auf einer kleinteiligen Spiralranke, die einen lebhaften Untergrund bildet und nicht die Schrift überschneidet. Im Rahmen auf der Rückseite wird im Thuluth-Duktus der koranische Thronvers der Sure 2 Vers 255 zitiert. („Allah! Es gibt keinen Gott außer ihm, dem Lebendigen, dem Ewigen! Nicht ergreift ihn Schlummer und nicht Schlaf. Sein ist, was in den Himmeln und was auf Erden. Wer ist´s, der da Fürsprache einlegt bei Ihm ohne Seine Erlaubnis? Er weiß, was zwischen ihren Händen ist und was hinter ihnen und nicht begreifen sie etwas von Seinem Wissen, außer was Er will. Weit reicht sein Thron über die Himmel und die Erde, und nicht beschwert Ihn beider Hut. Denn Er ist der Hohe, der Erhabene“). Wenige Ranken füllen kleine Freiflächen der Schrift. Plastisch geschnitztes Rankenwerk aus glatten und gefiederten Gabel- und Lanzettblättern überzieht den Fußteil des Koranständers. In der Mitte wird das Blattwerk von einem Mehrpaß durchschnitten. Vielfältig und in mehreren Schichten überschneiden sich Blätter und geschwungene Arabeskranken, die von einem Dreiblatt bekrönt werden. Die zumeist aus Holz gearbeiteten Faltpulte dienten in der gesamten islamischen Welt als die Auflage von größeren Koranen während der Koranrezitationen. In der Literatur wurde die Form des Koranständers von Klappstühlen abgeleitet, wie sie schon im alten Ägypten benutzt wurden. Sie gehören zu den wertvollen Ausstattungsstücken aller Moscheen und wurden in vielen Techniken reich verziert. Der Schnitzer dieses Pultes ist vielleicht identisch mit einem Künstler, der den Holzkenotaph des Sufigründers und Dichters Mevlana Djalal ad-Din Rumi (1207-1273) in der Mevlana Tekke in Konya geschnitzt hat.","short_description":"Hölzerne Faltständer wurden in der islamischen Welt verwendet, um schwere Korane und andere Bücher zu halten, während man selbst auf dem Boden saß. Dieses bemerkenswerte Exemplar mit fein gearbeiteten Arabesken und exzellenten Inschriften wurde vermutlich im türkischen Konya hergestellt und von einem Sultan der Rum-Seldschuken einer Moschee vermacht.","holder":"Museum für Islamische Kunst","dates":"Mitte 7. H / 13. Jh.","location":"Berlin","dimensions":"Höhe 107 cm Breite 50 cm.","method_for_datation":"Der inschriftlich genannte Künstler Abd al-Wahid ibn Sulaiman ist möglicherweise mit dem Künstler identisch, von dem ein Holzkenotaph in der Mevlana Tekke in Konya existiert, der in das 13. Jh. datiert werden kann. Wenn sich als richtig erweist, daß beide Namen eine Person bezeichnen, wäre auch der Koranständer in die Mitte des 13. Jh. datierbar. Aus stilistischen Gründen ist dieses Datum wahrscheinlich.","method_for_provenance":"Die Herkunft aus Konya ist zwar nicht gesichert, aber wegen einer Reihe stilistisch vergleichbarer Koranständer aus Konya sehr wahrscheinlich. Auf eine solche Tradition deutet auch der inschriftlich genannte Name des Schnitzers hin.","provenance":"Türkei, Konya.","obtention":"1907 erworben als anonymes Geschenk.","bibliography":"Enderlein, V. Islamisches Museum, Rostock, 1983, 61/62, Abb. 44. \n \nHaase, C. P. „Koran und Koranpult“ in J. W. Frembgen/E. Rößler Transformationen, Der Koranständer, 9-12. München, 1997. \n \nKat. Museum für Islamische Kunst. Mainz 2001, 60/61. \n \nKühnel, E. Islamische Schriftkunst, Berlin 1942, 3. erw. Auflage, Graz, 1986, 33 Abb. 33.","dynasty":"Rum-Seldschuken","author":"Annette Hagedorn","keywords":["Arabeske","Koranständer","Schnitzkunst"],"materials":["Nußbaumholz."]},"fb0d852c-219c-5753-93b5-9648fdd94679":{"name":"Alhambra-Kuppel.","description":"Die Kuppel in Berlin war einst in den Torre de las Damas gennanten Turm des Palastes Palacio del Partal über einem reichen Stuckdekor eingebaut. Durch die Fenster dieses Turmes konnte man sowohl die Umgebung mit der Stadt Granada als auch den Palastkomplex mit den heute nicht mehr exitierenden Teilen der Alhambra überblicken, den der nasridische Herrscher Muhammad III. (701-708 H./ 1302-1308) hatte erbauen lassen. Das Motto der nasridischen Herrscher „Es gibt keinen Sieg außer von Gott“, das eine wichtige Rolle im Dekor der Kuppel einnimmt, kann als Proklamation des Islam angesehen werden, der durch die voranschreitende Reconquista bedroht war. Die Kuppel hat eine quadratische Form, die zunächst in ein Achteck übergeht und dann in sechszehn Trapeze überführt wird. Jede Seite des Quadrats ist mit einem Dreieck ausgestattet, die mit geometrischem Flechtwerk mit zusätzlichen pflanzlichen Motiven versehen sind. Eine kleine Miniaturkuppel sitzt im Zentrum der Dreiecke. Das Achteck wird von Brettern gebildet, die mit kleinen Vielpassbögen versehen sind, in denen symmetrische Kufi-Inschriften auf rotem Grund sitzen, zusammen mit Pinienzapfen, kleinen Muscheln und Arabeskdekor. Auf den rechteckigen Paneelen des Sechzehnecks wird das nasridische Motto „Es gibt keinen Sieg außer von Gott“ wiederholt. Sie werden von kleinen Muqarnas-Bögen umgeben. Die folgenden sechszehn Trapeze weisen ein für die islamische Welt typisches Flechtwerk auf. Kleine Vielecke oder Sterne wiederholen das nasridische Motto. Eine sechzehnseitige Scheitelplatte, ebenfalls mit Flechtwerk, bildet den horizontalen Abschluß. Der Reiz des Dekors liegt im Kontrast zwischen der Strenge der flachen geometrischen Flechtbänder und den erhabenen Reliefebenen. Holzdecken und Holzkuppeln dieser Art sind ein besonderes Merkmal islamischer Architektur im Maghreb. Zahllose Beispiele befinden sich nicht nur in der Alhambra, sondern auch in zahlreichen anderen Bauten Spaniens sowie Nordafrikas.","short_description":"Diese Kuppel stammt aus einem Teil der Alhambra-Palastanlage mit dem Namen Palacio del Partal. Dieser Palacio war im Privatbesitz eines deutschen Bankiers, der die Erlaubnis erhielt, die Kuppel in seine Berliner Villa zu überführen. Hölzerne Decken und Kuppeln dieser Art sind ein Kennzeichen islamischer Architektur im Mahgreb.","holder":"Museum für Islamische Kunst","initial_owner":"1885 kaufte Arthur von Gwinner ein Stück Land im Bereich der Alhambra. Dazu gehörte ein Grundstück mit Gebäuden, Gärten und Straßen. 1891 übergab er den Palacio del Partal an die Stadt Granada. Es wurde ihm daraufhin erlaubt, die Holzkuppel aus dem Torre de las Damas auszubauen und nach Berlin mitzunehmen. 1892 baute er die Kuppel in sein Wohnhaus in Berlin ein. 1921 schenkte er seinen Besitz an die spanische Regierung.","dates":"um 719 / um 1320.","location":"Berlin","dimensions":"Höhe 190 cm Breite 355 cm Tiefe 355 cm.","method_for_datation":"Die Kuppel läßt sich durch ihre Herkunft aus dem Palacio del Partal datieren, der zum Alhambra-Palastkomplex gehört und unter Muhammad III. 701-708 H./ 1302-1308 erbaut wurde.","method_for_provenance":"Nach den Dokumenten stammt die Kuppel aus dem Palacio del Partal im Alhambra- Palastkomplex in Granada/Spanien, wo sie 1892 ausgebaut wurde. Die spanische Herkunft ist dadurch gesichert.","provenance":"Von dem Bauteil Torre de las Damas des Palacio del Partal im Alhambra Palastkomplex in Granada, Spanien.","obtention":"Erworben 1978 von den Nachfahren Arthur von Gwinners.","bibliography":"Fernández-Puertas, A. The Alhambra I, London, 1997, 235-39. \n \nBrisch, K. Eine Kuppel aus der Alhambra in Granada, bm, Berichte aus den Berliner Museen Preußischer Kulturbesitz, 3. Folge, 14, 1978, 6-7, 10-1. \n \nBrisch, K. \"Eine Kuppel aus der Alhambra in Granada\", in: Jahrbuch Preußischer Kulturbesitz 16,1979,169-76. \n \nChmelnizkij, S. \"Methods of constructing geometric ornamental systems in the cupola of the Alhambra\", Muqarnas 6, 1989, 43-9. \n \nDodds, J. D. Al-Andalus. The Art of Islamic Spain. The Metropolitan Museum of Art, New, York 1992, cat.no.116.","dynasty":"Nasriden","linkcatalogs":"IAM_ES_EN_001","author":"Jens Kröger","keywords":["Alhambra","Alhambra-Palast","Geometrische Muster","Kuppel","Muqarnas","Palastarchitektur"],"materials":["Holz (Zedernholz und Pappelholz), geschnitzt und aus Einzelteilen zusammengefügt. Teilweise bemalt (Rot, Blau und Grün)."]}}
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- {"0e93c801-4f27-5f79-b617-0e699aabf827":{"name":"Ξυλόγλυπτο πλακίδιο","short_description":"Η ξυλόγλυπτη πλάκα προέρχεται από θύρα και φέρει φυτικό διάκοσμο σε ψηλό ανάγλυφο που σχηματίζει καλυκόμορφο σχέδιο από το οποίο φύονται σπειροειδείς βλαστοί. Η πλάκα είναι αντιπροσωπευτική ενός μεταβατικού διακόσμου από τη λοξότμητη τεχνική στην επόμενη φάση, εξαιρετικό δείγμα της οποίας είναι η θύρα που παρουσίασε ο χαλίφης αλ-Χάκίμ στο τζαμί αλ-Άζχαρ το 1010.","holder":"Μουσείο Μπενάκη","dates":"10ος αιώνας","location":"Αθήνα","dimensions":"Ύψος 51.5 εκ.","provenance":"Αίγυπτος","materials":["Ξύλο"]},"a6c524e9-ce3d-5461-9dd8-c2fb3bba06a7":{"name":"Ξυλόγλυπτη δίφυλλη πόρτα","short_description":"Τα θυρόφυλλα φέρουν συμμετρική γεωμετρική σύνθεση με μικρά αστερόσχημα ή πολυγωνικά πλακίδια, σκαλισμένα με αραβούργηματα. Δύο ελεφαντοστέινα πλακίδια με αραβικές επιγραφές που αναγράφουν αποσπάσματα από τη Βίβλο (Λουκάς 2:14 και Ψαλμοί 44:10) φανερώνουν τη χριστιανική προέλευση από μια εκκλησία του Καΐρου. Ανάλογο παράδειγμα είναι τα θυρόφυλλα από το *μινμπάρ* του τζαμιού του αλ-Σάλιχ Τάλαϊ του έτους 1299 (699 Εγίρας).","holder":"Μουσείο Μπενάκη","dates":"14ος αιώνας","location":"Αθήνα","dimensions":"Ύψος 197 εκ.","provenance":"Αίγυπτος","materials":["Ελεφαντοστό","Ξύλο"]},"b3e19f9a-bfd7-5d5a-8b43-22b75e5e93c8":{"name":"Ξυλόγλυπτο απότμημα εδράνου","short_description":"Πρόκειται πιθανόν για τμήμα καθίσματος ή *σαρίρ*, μια φαρδιά καρέκλα ή θρόνος. Φέρει κουφική ευχετική επιγραφή: «ευλογία και καλή τύχη και ευτυχία και ευδαιμονία στον ιδιοκτήτη». Η διακοσμητική ζώνη είναι σκαλισμένη σε λοξότμητη τεχνική, τυπική του 9ου αιώνα, με συμμετρική σύνθεση που απαρτίζεται από κεντρικό σχηματοποιημένο άνθος του λωτού και ριπιδιόσχημα ανθέμια. Υπάρχει ένας αριθμός ξυλογλύπτων σε άλλες συλλογές μουσείων με παρόμοιες συνθέσεις και επιγραφές.","holder":"Μουσείο Μπενάκη","dates":"Όψιμος 9ος αιώνας","location":"Αθήνα","dimensions":"Πλάτος 97 εκ. \nΎψος 50 εκ.","provenance":"Αίγυπτος","materials":["Ξύλο"]},"c9f89cf2-fecb-5af5-b2fb-ec2f961e5a4e":{"name":"Ξυλόγλυπτη δίφυλλη πόρτα","short_description":"Τα θυρόφυλλα αποσυναρμολογημένα και ανακατασκευασμένα σε σαρκοφάγο βρέθηκαν στο Ιράκ. Το κύριο διακοσμητικό θέμα είναι ένα δένδρο που περιβάλλεται από γεωμετρικά και αρχιτεκτονικά μοτίβα ανάμεσα σε ελισσόμενη άμπελο και φυλλώματα. Ο συνδυασμός των στοιχείων και ο πλούσια σκαλιστός διάκοσμος ανιχνεύεται στην αρχιτεκτονική διακόσμηση των όψιμων Ουμαγιαδών, όπως παρουσιάζεται στα λεγόμενα παλάτια της ερήμου, τη Μσάτα ή την Κασρ αλ-Τούμπα.","holder":"Μουσείο Μπενάκη","dates":"8ος αιώνας","location":"Αθήνα","dimensions":"Ύψος 255 εκ. \nπλάτος 123 εκ.","provenance":"Ιράκ","materials":["Ξύλο"]},"e6f78f9b-4e8d-5e2b-9673-96d90aa7b3ff":{"name":"Ζευγάρι ξυλόγλυπτων πλακών","short_description":"Ζευγάρι όμοιων ξυλόγλυπτων πλακών με αραβουργηματικό διάκοσμο αποτελούμενο από δύο άνθινους βλαστούς που συμπλέκονται σε δύο επίπεδα. Ο τύπος αυτός του αραβουργήματος με επιμήκη φύλλα εμφανίζεται τον 12ο αιώνα, όπως φαίνεται από το παράδειγμα του φορητού *μιχράμπ* του τζαμιού της Σαΐντα Ναφίσα, περίπου 1145-1156. Η σύνθετη συμμετρική δομή του αραβουργήματος θυμίζει ωστόσο το *μίνμπαρ* του τζαμιού του σουλτάνου Λαγίν (696 Εγίρας /1296 μ.Χ).","holder":"Μουσείο Μπενάκη","dates":"13ος αιώνας","location":"Αθήνα","dimensions":"Ύψος 62 εκ.","provenance":"Αίγυπτος ή Συρία","materials":["Ξύλο"]}}
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