@museumwnf/the-table-is-set-data 1.0.4 → 1.0.6
This diff represents the content of publicly available package versions that have been released to one of the supported registries. The information contained in this diff is provided for informational purposes only and reflects changes between package versions as they appear in their respective public registries.
- package/dynasties.json +1 -1
- package/exhibition.json +1 -1
- package/items.json +1 -1
- package/manifest.json +1 -1
- package/package.json +1 -1
- package/partners.json +1 -1
- package/themes.json +1 -1
- package/translations/items.ar.json +1 -1
- package/translations/items.de.json +1 -1
- package/translations/items.en.json +1 -1
- package/translations/items.es.json +1 -1
- package/translations/items.fr.json +1 -1
- package/translations/items.it.json +1 -1
- package/translations/items.pt.json +1 -1
- package/translations/items.tr.json +1 -1
|
@@ -1 +1 @@
|
|
|
1
|
-
{"019b1d84-e6f3-5e53-a049-f7191924c562":{"name":"Holzlöffel","short_description":"In der Ambraser Kunstkammer befanden sich mehrere osmanische Holzlöffel. Da es einen derartigen Löffel bereits 1596 auch in der Münchner Kunstkammer gab, dürften die Ambraser Exemplare, trotz ihrer späteren inventarischen Nennung, gleichfalls in das 16. Jahrhundert zu datieren sein. Die Löffel zeigen florale Motive, wie Tulpen Nelken und Hyazinthen in Goldmalerei. Die Rückseiten und teilweise auch der Stiel sind mit Wellenbändern oder schlangenartig gebogenen Wolkenbändern geschmückt.","type":"Löffel","holder":"Kunsthistorisches Museum","dates":"2. Hälfte 10. H. / 2. Hälfte 16. Jahrhundert","location":"Wien","dimensions":"Länge: 29cm; Länge: 23.5cm; Länge: 25cm; Länge: 23cm; Länge: 27cm; Länge: 27cm","method_for_datation":"Vergleich mit anderen Objekten","method_for_provenance":"Möglicherweise Sammlung Schloss Ambras 1596","provenance":"Türkei?","obtention":"Sammlungsbestand Schloss Ambras","bibliography":"Haag, Sabine (Hg.), *Fernsucht. Die Suche nach dem Fremden vom 16. bis 19. Jahrhundert*, Ausstellungskatalog Schloss Ambras, Wien: Kunsthistorisches Museum, 2009. \nHaag, Sabine, Sandbichler, Veronika, Klarer, Mario (Hgg.), *Piraten und Sklaven im Mittelmeer*, Ausstellungskatalog Schloss Ambras, Wien: Haymon Verlag, 2019.","dynasty":"Osmanen","author":"Veronika Sandbichler, Thomas Kuster","keywords":["Besteck","Hyazinthen","Löffel","Osmanisches Reich"],"materials":["Holz, Lackmalerei"]},"2fe554a9-e532-5b15-814f-963ca40c1b1c":{"name":"Kleines Wasserbecken.","description":"In der breiten Borte des weitoffenen Beckens werden zwischen vier Rundmedaillons Szenen höfischer Jagdvergnügungen gezeigt. Dargestellt sind jeweils drei Reiter in verschiedenen Jagdübungen. Die Reiter kämpfen bei einem Turnier mit Lanze, Schwert, Pfeil und Bogen. Ein Reiter wird von einem, auf dem Pferd sitzenden, Jagdgeparden begleitet. Diese Darstellungen standen für ein bestimmtes Lebensideal. Bilder von Reitern und Jägern referieren nicht nur das reiterliche Können der Fürsten, sondern weisen auch auf den Mut, die Kraft und die Ausdauer der Herrscher hin. Illustrationen von Jägern mit Falken und Leoparden können den unermässlichen Reichtum der Regenten andeuten. Nur sie konnten sich diese kostbaren Jagdtiere und deren Ausbildung leisten, nur sie konnten große Jagdgesellschaften veranstalten. In der Mamlukenzeit erreichte diese fürstliche Lebensweise einen Höhepunkt. Die Unterseite des Beckens ist einem Flechtbandmuster mit Arabesken, Ranken und Vögeln in den Zwischenräumen verziert. Die Darstellungen wurden in Gold- und Silbertauschierung ausgeführt. Durch die Verzierung mit Edelmetallen erschienen die tauschierten Messinggefäße sehr vielfarbig und reich. In die Rundmedaillons ist jeweils im Zentrum das Wappen des Emirs Sumul Abu-l Izz eingesetzt. Er war ein Gefolgsmann des regierenden Sultans an-Nasir Muhammad b. Qalaun. Ob er auch der Auftraggeber des Beckens war, kann wegen der zum Teil abgeriebenen Inschrift nur vermutet werden. Abu-l Izz und sein Bruder Salar, Vizekönig von Ägypten, revoltierten gegen den Sultan und wurden deshalb 1310 gefangen genommen. Am Beckenboden werden in zwei Inschriften Glückwünsche für den heute unbekannten Auftraggeber ausgesprochen. Hier könnte einst der Name Sumul Abu-l Izz gestanden haben. Dann wäre das Becken zwischen 693/1293 und 710/1310 zu datieren.","short_description":"Die Gestaltung dieser Wasserschüssel aus Messing mit Gold- und Silbereinlegearbeiten zeigt einen Fries mit Reitern bei der Jagd oder einem Turnier. Sie sind durch vier Medaillons getrennt, die ein für den mamlukischen Adel typisches Wappen tragen. Die Schüssel wurde für einen mamlukischen Emir in Auftrag gegeben.","holder":"Museum für Islamische Kunst","initial_owner":"Sumul Abu-l Izz, ab 1897 F. Sarre.","dates":"datierbar um 700 / um 1300.","location":"Berlin","dimensions":"Höhe 10 cm Durchmesser 21 cm.","method_for_datation":"Das Wasserbecken läßt sich durch die Wappen datieren, nach denen der Auftraggeber Sumul Abu'l Izz gewesen sein dürfte. Er war zwischen 693 H./1293 n.Chr. und 710 H./1310 n.Chr. in den Diensten des mamlukischen Sultans an-Nasir Muhammad b. Qalaun.","method_for_provenance":"Die mamlukischen Wappen, nach denen der Auftraggeber bestimmt werden kann, weisen auf Ägypten als Herkunftsland hin.","provenance":"Kairo, Ägypten.","obtention":"Geschenk des Sammlers Friedrich Sarre, Berlin, der es 1897 im Kunsthandel erwarb.","bibliography":"Kat. Museum für Islamische Kunst. Mainz, 2001, 76. \n \nHagedorn, A. Die Blacas-Kanne. Zu Ikonographie und Bedeutung islamischer Metallarbeiten des Vorderen Orients im 13. und 14. Jahrhundert, Münster, 1992, 127-33, 152/153, Nr. 162 \n \nMayer, L.A., “Three Heraldic Bronzes from Palermo”, Ars Islamica 3, 1936, 184-86. \n \nSarre, F. Erzeugnisse Islamischer Kunst. Teil 1 METALL, Berlin, 1906, Nr. 64. \n \nWard. R. Islamic Metalwork, London, 1993, 71-93.","dynasty":"Mamluken","linkcatalogs":"IAM_EG_EN_001","author":"Annette Hagedorn","keywords":["Emir","Kleines Wasserbecken","Mamluken","Messing","Tauschierung"],"materials":["Messing. Silber- und Goldtauschierungen."]},"57c9e92a-cab4-5c9c-a712-2d7757fdd1cc":{"name":"Vier Elfenbeinleisten.","description":"Die vier Leisten aus beschnitztem und durchbrochenem Elfenbein sind herausragende Beispiele des höfischen Repertoires der Fatimidenzeit. Sie gehören zu den bedeutendsten Kunstwerken aus dieser Zeit. Zwei Leisten haben ein querverlaufendes Muster, zwei eine vertikal laufende Dekoration. Die vertikallaufenden Leisten sind wenig gekürzt. Rote Farbspuren deuten auf eine farbliche Fassung. In hohem Relief modellierte Figuren werden in vielfältigen Handlungen gezeigt. Die Personen bewegen sich vor einem Grund von spiralig geführten Weinranken. Dicke Weinreben hängen an den Pflanzen. Gezeigt werden lebensnah und realistisch Jäger mit Jagdfalken, Jagdgehilfen die kleinere Huftiere tragen, Musikanten (Flöte, Oboe, Knickhalslaute, Zupfinstrumente), ein aus einer Karaffe in den Becher einschenkender Zecher, Weinbergarbeiter, die Reben ernten und jagende Falken. Bei den Tierkampfdarstellungen erlegt ein Löwe einen Bullen, ein Falke ein Reh. Ein Fürst liegt auf einem Ruhekissen und hält einen Becher in seiner linken Hand. Alle Personen tragen Gewänder in dem Modestil der Zeit aus Stoffen mit vielfältigen Mustern. Auch die Kopfbedeckungen entsprechen dieser Zeit und sind keine Phantasieentwürfe. Einige Darstellungen sind an die vorislamische Kunst angelehnt und beweisen das Fortleben älterer Traditionen. Gerade in der fatimidischen Zeit wurde in höfischen Kreisen das Bilderverbot umgangen und menschliche Figuren dargestellt. Stilistisch und wegen der Themen können die Darstellungen auf fatimidischen Elfenbeinarbeiten gut mit Stücken der gleichzeitigen Holz- und Keramikkunst verglichen werden, wobei die feinere Technik der Elfenbeingravuren größere Kunstfertigkeit demonstriert. Ungeklärt ist immer noch ihre Funktion. Die Leisten könnten einst als Auflage auf eine Holzfläche (Tür, großer Kasten) oder für eine Thronbank verwendet worden sein. Der arabische Historiker al-Maqrīzī (766-845/1364-1442) beschrieb einen Fatimidenthron aus Ebenholz und Elfenbein.","short_description":"Die Funktion dieser Belagplatten mit Themen aus dem fürstlichen Leben ist nicht bekannt. Die Darstellungen der Jäger mit Habichten, Musikern und Müßiggängern vor einem Hintergrund aus Weinreben bezeugen aber die hohe Kunstfertigkeit fatimidischer Elfenbeinschnitzer. Die Arbeit könnte im Auftrag eines Herrschers für dessen Palast entstanden sein.","holder":"Museum für Islamische Kunst","initial_owner":"Slg. Freiherr von Zu-Rhein. Slg. F. v. Amerling. Slg. A. Figdor.","dates":"5. – 6. H. / 11. – 12. Jh.","location":"Berlin","dimensions":"Liegende Platten Länge 36,5 cm Breite 5,8 cm. Steigende Platten Länge30,3 cm Breite 5,8 cm. Stärke der Platten 1-1,5 cm.","method_for_datation":"Da eine Zuordnung zu einem bestimmten Bauwerk nicht vorliegt und stilistische Vergleiche zu Elfenbeinarbeiten aus Unteritalien große Unterschiede erkennen lassen, weisen nur stilistische Vergleiche anderer Kunstwerke aus Ägypten, vor allen Dingen fatimidische Holzschnitzereien, auf eine Datierung in die fatimidische Zeit hin.","method_for_provenance":"Nur fatimidische Holzarbeiten aus Ägypten lassen eine stilistisch enge Verwandschaft erkennen, so dass die Provenienz Ägypten nach heutiger Kenntnis die größte Wahrscheinlichkeit besitzt.","provenance":"Ägypten.","obtention":"Kunsthandel 1936.","bibliography":"Ettinghausen, R und Grabar, O. The Art and Architecture of Islam 650-1250, Harmondsworth, 1987, 202-206. \n \nHoffman, E.R. A Fatimid Book Cover: Framing and Re-framing. Cultural Identity in Medieval Mediterranean World, Barrucand, M. ed., L'Egypte Fatimide: son art et son histoire, Paris, 1999, 403-19. \n \nKat. Museum für Islamische Kunst, Berlin, 1979, Nr. 21. \n \nKat. Museum für Islamische Kunst, Stuttgart/Zürich, 1980, Nr. 19, 50-51. \n \nKühnel, E. Die islamischen Elfenbeinskulpturen. VII.- XIII. Jahrhundert, Berlin, 1971, 68-9 Nr. 88 Taf. 97-8.","dynasty":"Fatimiden","author":"Annette Hagedorn","keywords":["Elfenbein","Fatimiden","gefaßt","graviert"],"materials":["Elfenbein."]},"643b2b9c-20f5-5b36-9e17-3be5e6f47f5b":{"name":"Khassaki-Sultan-Komplex","description":""},"79968466-a94b-5053-a5e9-1155df32e285":{"name":"Waschgeschirr aus Kanne und Becken.","description":"Kanne und Becken wurden am Hofe bei Tisch zum Händewaschen gereicht. Mittelalterliche arabische Quellen beschreiben solche Geschirre. Sie wurden als Ausstattungsstücke für die Aussteuer von Töchtern von Amiren, Wesiren, hohen Adeligen, Beamten und Kaufleuten benutzt. Das Berliner Geschirr wurde, nach ikonographischen Motiven des Dekors zu urteilen, für einen Juristen hergestellt. Die Inschriften enthalten Segenswünsche allgemeiner Art (Wohlergehen, Reichtum, Gesundheit, Wissen und Milde) für den unbekannten Besitzer. Die ursprüngliche Pracht ist durch den hervorragenden Erhaltungszustand gut erkennbar. Die Kanne ist durch ihre Form mit Klappdeckel und gerader Ausgußtülle plastisch modelliert. Bauch, Schulter und Hals zieren drei Friese mit figürlichen Motiven in unterschiedlichen großen Medaillons. Die Medaillons sind mit Thron- und Reiterdarstellungen sowie mit Planetenbildern gefüllt. Der Halsansatz zeigt elf Bogenfelder mit stehenden Figuren, in der Art christlicher Darstellungen. In einem Tierfries am Schulterrand findet eine Jagd auf ein Einhorn statt. Zusätzlich sind arabische Inschriften in Friesen oder über die Kanne verteilt, die Wünsche enthalten. Im Boden des Beckens sind die sechs Planetenbilder rund um die Sonne gestellt und in einem zweiten Fries erscheinen die Bilder des Tierkreises (Zodiacus) in Verbindung mit bestimmten Planeten. Das Becken zeigt ähnlich wie bei der Kanne in sechs großen Medaillons auf der Außenseite den Fürsten flankiert von zwei Leibwächtern, Jagdszenen und Feiernde, die auf ein Bankett hinweisen. Sie werden durch eine Inschrift verbunden, die Wünsche um Macht und Sieg, um Wissen und Milde, wie sie Allah eigen sind, nennen. Die Komplexität des Entwurfs und die höchste Qualität in der Ausführung weisen auf den hohen Status des Auftraggebers hin. Sowohl Kanne und Becken sind namentlich signiert und bezeugen so auch den hohen Stellenwert des Künstlers.","short_description":"Dieses äußerst fein gearbeitete Set aus Schüssel und Krug bezeugt die Kunstfertigkeit der metallverarbeitenden Handwerker aus Mosul um 1270 AD. Auf dem von einem hochrangigen Auftraggeber georderten Set sind Planeten und Szenen des höfischen Lebens abgebildet. Es wurde vermutlich verwendet, um sich zu besonderen Anlässen die Hände zu waschen.","holder":"Museum für Islamische Kunst","dates":"2. Hälfte 8./ 3. Viertel 13. Jh.","location":"Berlin","dimensions":"Kanne: Höhe 37 cm Durchmesser 20,6 cm; Becken: Höhe 17 cm Durchmesser 43 cm.","method_for_datation":"Der Künstler, der die Kanne und das Becken signiert hat, lebte um die Mitte des 7. Jh. H./ 13. Jh. n.Chr.","method_for_provenance":"Der Künstler, der die Kanne und das Becken signiert hat, trägt in seinem Namen den Herkunfts- oder Wohnstättennamen al-Mausili, „der aus Mosul“. Damit wird seine Herkunft oder auch seine Tätigkeit an dem Wohnstättenort, hier „aus Mosul“ ausgedrückt. Die Signatur und das Motiv der Figur mit Mondsichel vor dem Körper weisen mit großer Wahrscheinlichkeit auf eine Entstehung in Mosul hin.","provenance":"Mosul, Nord-Irak.","obtention":"Um 1938 im Kunsthandel.","bibliography":"Kat. Museum für Islamische Kunst. Mainz, 2001, 72/73. \n \nBaer, E. Ayyubid Metalwork with Christian Images, Leiden, 1989, 15-7, Pl. 50-1. \n \nHagedorn, A. Die Blacas-Kanne. Zu Ikonographie und Bedeutung islamischer Metallarbeiten des Vorderen Orients im 13. und 14. Jahrhundert, Münster, 1992, Nr. 28. \n \nKühnel, E., \"Zwei Mosulbronzen und ihr Meister\", in: Jahrbuch der Preußischen Kunstsammlungen 60, 1939, 1-20. \n \nRice, D. S. “Inlaid Brasses of the Workshop of Ahmad Al-Dhaki al-Mawsili,” Ars Orientalis 2, 1957, 225-53.","dynasty":"Postzengidisch","author":"Annette Hagedorn","keywords":["Messing","Mosul","Postzengidisch","Tauschierung"],"materials":["Messing, gold- und silbertauschiert."]},"a248d8b4-e492-5f6d-bdb7-ab94d668d922":{"name":"Aleppo-Zimmer.","description":"Wie schon der Name des Hauses andeutet, ließ der Bauherr, ein wohlhabender Makler und christlicher Bürger in der Stadt Aleppo, die Wandtäfelung in seinem Wohnhaus für den Empfangsraum am Anfang des 17. Jh. ausführen. Die Malereien des Aleppo-Zimmers stellen damit das älteste Ensemble aus einem syrischen Wohnhaus in osmanischer Zeit dar. Der christliche Auftraggeber vergab die Arbeiten an die beste Werkstatt seiner Zeit und wünschte sich für den Raum in dem er seine Gäste empfing, die Wiedergabe ganz unterschiedlicher Themen im Stil zeitgenössischer islamischer Buchmalerei vor floralen oder geometrischen Kompositionen, die im Stil bester osmanischer Tradition gemalt sind. Christliche Themen aus dem Alten und dem Neuen Testament sowie Darstellungen von Maria mit dem Kind stehen neben höfischen Szenen, wie sie aus der persischen Buchmalerei bekannt sind. Auch die umlaufenden Psalmtexte, die arabischen Sprichworte sowie persische Formeln wurden so ausgewählt, daß die sie Ausdruck der Vorstellung eines friedlichen Zusammenlebens von Menschen unterschiedlicher Religionszugehörigkeit sind. Die zentralen Paneele befinden sich im hinteren Teil der Hauptnische rechts und links eines Wandschrankes. Auf dem linken Paneel werden die höfischen Themen wiedergegeben, zu denen der thronende Herrscher, die Jagd und eine Jagdgesellschaft sowie ein Prinz mit Falken gehört. Auf dem rechten Paneel finden sich dagegen christlichen Themen zu denen das Abendmahl, der Tanz der Salome vor Herodes oder die Opferung Isaaks gehören. In anderen Paneelen über den Raum verstreut finden sich Einzeldarstellungen aus beiden Bereichen, so aus der Liebesgeschichte von Leila und Majnun von Nizami (1141-1202) aus dem Haft Paykar oder Maria mit dem Jesuskind sowie der Heilige Georg. Daneben stehen reale Tiere und Fabeltiere. Gerade die Vielfältigkeit der dargestellten Themen macht diese früheste erhaltene Wandtäfelung zu einem Kompendium, wie es so wohl nur in der syrischen Handelsstadt Aleppo entstehen konnte. \n \nKlicken Sie [hier](https://youtu.be/4toX47mtAIE), um eine Video-Präsentation dieses Objektes zu sehen (auf Englisch).","short_description":"Die bemalten Paneele gehören ins Audienzzimmer eines christlichen Kaufmanns in Aleppo, Syrien. Dieses Zimmer ist das einzig erhaltene Beispiel eines bemalten und datierten Raums aus dem 17. Jahrhundert. Sein ornamentales und figuratives Repertoire umfasst christliche Themen, aber auch arabische Verse.","holder":"Museum für Islamische Kunst","initial_owner":"Isa ibn Butrus (Jesus, Sohn des Brutus).","dates":"1009 H./ 1600 und 1012 H. / 1603 n. Chr.","location":"Berlin","dimensions":"Höhe 260 cm Gesamtlänge 35 Meter.","method_for_datation":"Das Aleppo-Zimmer ist an zwei Stellen datiert, einmal wird das Datum 1009 H./1600-1601 n.Chr. genannt. An einer anderen Stelle kommt das Datum 1012 H./1603 n. Chr. vor.","method_for_provenance":"Das Aleppo-Zimmer wurde von Friedrich Sarre 1912 in Aleppo erworben. Laut Urkunde stammt es aus dem Haus Wakil in Aleppo, wo es auch vor 1912 in situ fotografiert wurde.","provenance":"Syrien, Aleppo.","obtention":"Erworben von Friedrich Sarre für das Museum in Aleppo 1912.","bibliography":"Duda, D. Innenarchitektur syrischer Stadthäuser des 16. bis 18. Jahrhunderts. Die Sammlung Henri Pharaon in Beirut. Wiesbaden, 1971 (=Beiruter Texte und Studien, 12). \n \nGangler, A. Ein traditionelles Wohnviertel im Nordosten der Altstadt von Aleppo in Nordsyrien. Tübingen 1993. \n \nGonella, Julia. Ein christlich-orientalisches Wohnhaus des 17. Jahrhunderts aus Aleppo (Syrien). Mainz, 1996. \n \nOtt, C. „Die Inschriften des Aleppozimmers im Berliner Pergamonmuseum“, Le Muséon, 109/1-2,1996,185-226. \n \nSarre, F. „Bemalte Wandverkleidung aus Aleppo“ Berliner Museen, Berichte aus den Preußischen Kunstsammlungen XLI/4, 1919-20, 143 – 58.","dynasty":"Osmanen","linkcatalogs":"IAM_TR_EN_001","author":"Annette Hagedorn","keywords":["Aleppo","christliche Themen","Holztäfelung","imaginäre Tier","Qa’a (Empfangsraum)"],"materials":["Holz, vielschichtige Malerei mit unterschiedlichen Pigmenten und Metallauflagen."]},"b35798dc-77ea-5958-913f-2fb174b5a6c6":{"name":"Raqqa-Lüsterschale.","description":"Die dünnwandige Schale wird mit einem symmetrisch angelegten Dekor aus einem Vierpaßmotiv geschmückt, das die gesamte Fläche der Keramik überfängt. In den Feldern des Vierpasses sitzt jeweils ein stilisiertes dreigeteiltes Blatt. Zwischen die äußeren Konturlinien sind spiralige Ranken mit jeweils einem Gabelblatt eingefügt. Den äußeren Abschluß betont ein markanter Lüsterstreifen. Eine Gruppe von etwa 100 Keramiken, zu der dieses Stück gehört, wurde bei Tell Minis in Syrien entdeckt. Zunächst ging man davon aus, dass diese Stücke aus Ägypten nach Syrien importiert worden waren, aber die Entdeckungen von Tell Minis klärten die Entstehung in Syrien. Durch die Ergebnisse der Ausgrabungen im Stadtgebiet von Raqqa weiß man inszwischen, dass viele dieser Keramiken in Raqqa produziert wurden. Zum Teil sind diese Keramiken auch mit Schrift versehen. Die Dekoration erinnert sehr an die fatimidische Keramik, die durch die Einführung von Lüsterbemalung und einer Produktion in Quarz-Fritte verändert wurde. Es ist anzunehmen, dass nach dem Ende der Fatimidendynastie 1169 ägyptische Keramikproduzenten nach Syrien gingen und hier die Neuheiten einführten. Identische Stücke machen es wahrscheinlich, dass in den Werkstätten mit Musterzeichnungen gearbeitet wurde.","short_description":"Kleine und dünnwandige Schalen mit figurativen oder pflanzlichen Mustern in rötlicher Farbe sind typisch für die syrische Lüster-Keramik der ayyubidischen Zeit. Das Design dieser Schale mit vier Blütenblättern in ovalen Rahmen und Arabesken-Blättern in den verbleibenden Zierfeldern ist sehr klar und passt sich perfekt in die runde Form der Schale ein.","holder":"Museum für Islamische Kunst","initial_owner":"Ehemals Slg. Henri Pharaon, Beirut.","dates":"spätes 6. Jh. – frühes 7./ Spätes 12. – frühes 13. Jh.","location":"Berlin","dimensions":"Höhe 6,5 cm Durchmesser 21 cm.","method_for_datation":"Die Grabungen in Raqqa bestätigten, daß in aijubidischer Zeit in Syrien Lüsterkeramik mit rötlichem bis braunem Lüster hergestellt wurden. Die Technik wurde von Töpfern nach dem Zusammenbruch der Fatimiden in Ägypten eingeführt.","method_for_provenance":"Funde aus Tell Minis und in Raqqa führten zu dem Ergebnis, dass diese Art von Keramik in Syrien hergestellt wurde.","provenance":"Syrien, Raqqa.","obtention":"Kunsthandel London 1992.","bibliography":"Allan, J. W. Islamic Ceramics, Oxford, 1991, 40/41. \n \nCaiger-Smith, A. Lustre Pottery, London, 1985, 51-55. \n \nPorter, V. Medieval Syrian Pottery, Oxford,1981, 3-8. \n \nPorter, V. – Watson, O. Tell Minis Wares, Syria and Iran: Three Studies in Medieval Ceramics (eds.J. W. Allan and C. Roberts), Oxford Studies in Islamic Art IV, Oxford, 1987, 175-248. \n \nWatson, O. Ceramics from Islamic Lands. London, 2004, 14-5, 289-294.","dynasty":"Aijubiden","author":"Annette Hagedorn.","keywords":["Fatimiden","Lüster","Quarzfrittekeramik","Raqqa","Syrien","Tell Minis"],"materials":["Quarzfrittekeramik. Über der grünlich-weißen Glasur Bemalung mit Lüsterdekoration."]},"cc2e6597-5498-5c64-94ac-0ecb6099dcdd":{"name":"Lüsterschale.","description":"Auf die Schale ist auf weißer Glasur ein Lüsterdekor in braunem Goldton aus symmetrischen Arabesken im Wechsel mit Flechtbandkufi in acht einzelnen Dekorfeldern aufgebracht, der den Boden und die Wandung schmückt. Der Grund zwischen den Haupdekorlinien ist mit Punkten oder kleinen rankenartigen Schnörkeln gefüllt. Die Außenseite ist auf hellblauer Glasur mit einem Dekor aus schnell gemalten Kanneluren und einem Flechtband geschmückt. Die Schale gehört sowohl wegen der sorgfältigen Zeichnung als auch wegen der Ortsbezeichnung im Ringfuß zu den besonders wichtigen Beispielen nasridischer Keramik.","short_description":"Die Lüster-Technik wurde in al-Andalus aus Ägypten eingeführt und erreichte bald höchste Qualität. Diese Schale mit einem Muster aus geometrischen und pflanzlichen Motiven trägt eine Inschrift im Boden, die besagt, dass sie in der spanischen Stadt Malaga hergestellt wurde.","holder":"Museum für Islamische Kunst","initial_owner":"W. v. Bode, F. Sarre.","dates":"Mitte 8. H. / Mitte 14. Jh.","location":"Berlin","dimensions":"Höhe 8,5 cm Durchmesser 23 cm.","method_for_datation":"Lüsterware wurde seit dem 12. Jahrhunderts in Andalusien produziert. Der arabische Chronist Ibn Battuta bezog sich um 1350 in seinem Text über Málaga auf die dortige Keramikproduktion. Die Schale ist das einzige intakte Stück, das diese Quelle belegen kann. Insgesamt entspricht der Dekor auch anderen Zweigen des Kunsthandwerks der gleichen Zeit, wie zum Beispiel der Textilkunst.","method_for_provenance":"Am Fuß der Schale befindet sich eine Inschrift in kursivem arabischen Duktus, die den Ort der Entstehung Malaqa (Málaga) nennt. So wird die Schale zu einer wichtigen Identifizierungs- und Datierungsgrundlage für die ganze Gruppe der spanischen Lüsterkeramik der gleichen Zeit wird.","provenance":"Malaga, Spanien.","obtention":"Geschenk von Friedrich Sarre. Die Schale wurde 1901 in Italien durch W.v.Bode erworben und F.Sarre zum Geschenk überreicht, der sie später dem Museum schenkte.","bibliography":"Sarre, F., \"Die spanisch-maurischen Lüsterfayencen und ihre Herstellung in Malaga\", Jahrbuch der Preußischen Kunstsammlungen 24, 1903, 103-130. \n \nKat. Islamische Keramik. Düsseldorf, 1973, Nr. 470. \n \nDie Ausstellung von Meisterwerken muhammedanischer Kunst München1910. Hrsg. F.R.Martin und F. Sarre, München, 1912. Band II Nr. 1610, Taf. 117. \n \nKat. Museum für Islamische Kunst Berlin. Berlin, 1973/1979, Nr. 342. \n \nKat. Schätze der Alhambra. Islamische Kunst aus Andalusien. Berlin, 1995, Nr. 122.","dynasty":"Nasriden","author":"Annette Hagedorn","keywords":["Andalusien","Lüster","Málaga","Nasriden"],"materials":["Keramik mit Lüstermalerei."]},"cf314a7e-b71e-5876-a94f-3e498400a91f":{"name":"Persische Feldflasche","short_description":"Diese aufwendig gestaltete Feldflasche entstand im späten 16. Jahrhundert in Persien. Der hölzerne Kern des Gefäßes ist mit einem Leinen- und Kreidegrund überzogen, der vergoldet und bemalt ist: Liebespaare und Musikanten sind in einem blühenden Garten zu sehen.","type":"Trinkflasche","holder":"Kunsthistorisches Museum","dates":"10. H. / 16. Jahrhundert","location":"Wien","dimensions":"Höhe: 25.5cm, Breite: 23.5 cm, Tiefe: 12cm; Durchmesser Hals: 2.3cm","method_for_datation":"Inventare der Sammlung Schloss Ambras","method_for_provenance":"Inventare der Sammlung Schloss Ambras","provenance":"Iran?","obtention":"Sammlung Schloss Ambras, Erwerb 1869","bibliography":"Gamber, Ortwin und Beaufort-Spontin, Christian, *Katalog der Leibrüstkammer II. Teil. Der Zeitraum von 1530-1560*, Busto Arsizio: Bramante, 1990. \nThomas, Bruno, \"Aus der Waffensammlung in der Neuen Burg zu Wien: Orientalische Kostbarkeiten\", *Bustan*, 4 : 5 (1963/64).","dynasty":"Safaviden","author":"Matthias Pfaffenbichler, Tobias Roeder","keywords":["Feldflasche","Persia"],"materials":["Leder mit Kreidegrund und Blattvergoldung, Malerei, Holz gefaßt wie Leder. Tragschnur: Seide und Silberfaden"]}}
|
|
1
|
+
{"019b1d84-e6f3-5e53-a049-f7191924c562":{"name":"Holzlöffel","short_description":"In der Ambraser Kunstkammer befanden sich mehrere osmanische Holzlöffel. Da es einen derartigen Löffel bereits 1596 auch in der Münchner Kunstkammer gab, dürften die Ambraser Exemplare, trotz ihrer späteren inventarischen Nennung, gleichfalls in das 16. Jahrhundert zu datieren sein. Die Löffel zeigen florale Motive, wie Tulpen Nelken und Hyazinthen in Goldmalerei. Die Rückseiten und teilweise auch der Stiel sind mit Wellenbändern oder schlangenartig gebogenen Wolkenbändern geschmückt.","type":"Löffel","holder":"Kunsthistorisches Museum","dates":"2. Hälfte 10. H. / 2. Hälfte 16. Jahrhundert","location":"Wien","dimensions":"Länge: 29cm; Länge: 23.5cm; Länge: 25cm; Länge: 23cm; Länge: 27cm; Länge: 27cm","method_for_datation":"Vergleich mit anderen Objekten","method_for_provenance":"Möglicherweise Sammlung Schloss Ambras 1596","provenance":"Türkei?","obtention":"Sammlungsbestand Schloss Ambras","bibliography":"Haag, Sabine (Hg.), *Fernsucht. Die Suche nach dem Fremden vom 16. bis 19. Jahrhundert*, Ausstellungskatalog Schloss Ambras, Wien: Kunsthistorisches Museum, 2009. \nHaag, Sabine, Sandbichler, Veronika, Klarer, Mario (Hgg.), *Piraten und Sklaven im Mittelmeer*, Ausstellungskatalog Schloss Ambras, Wien: Haymon Verlag, 2019.","dynasty":"Osmanen","author":"Veronika Sandbichler, Thomas Kuster","keywords":["Hyazinthen; Osmanisches Reich; Besteck; Löffel"],"materials":["Holz, Lackmalerei"]},"2fe554a9-e532-5b15-814f-963ca40c1b1c":{"name":"Kleines Wasserbecken.","description":"In der breiten Borte des weitoffenen Beckens werden zwischen vier Rundmedaillons Szenen höfischer Jagdvergnügungen gezeigt. Dargestellt sind jeweils drei Reiter in verschiedenen Jagdübungen. Die Reiter kämpfen bei einem Turnier mit Lanze, Schwert, Pfeil und Bogen. Ein Reiter wird von einem, auf dem Pferd sitzenden, Jagdgeparden begleitet. Diese Darstellungen standen für ein bestimmtes Lebensideal. Bilder von Reitern und Jägern referieren nicht nur das reiterliche Können der Fürsten, sondern weisen auch auf den Mut, die Kraft und die Ausdauer der Herrscher hin. Illustrationen von Jägern mit Falken und Leoparden können den unermässlichen Reichtum der Regenten andeuten. Nur sie konnten sich diese kostbaren Jagdtiere und deren Ausbildung leisten, nur sie konnten große Jagdgesellschaften veranstalten. In der Mamlukenzeit erreichte diese fürstliche Lebensweise einen Höhepunkt. Die Unterseite des Beckens ist einem Flechtbandmuster mit Arabesken, Ranken und Vögeln in den Zwischenräumen verziert. Die Darstellungen wurden in Gold- und Silbertauschierung ausgeführt. Durch die Verzierung mit Edelmetallen erschienen die tauschierten Messinggefäße sehr vielfarbig und reich. In die Rundmedaillons ist jeweils im Zentrum das Wappen des Emirs Sumul Abu-l Izz eingesetzt. Er war ein Gefolgsmann des regierenden Sultans an-Nasir Muhammad b. Qalaun. Ob er auch der Auftraggeber des Beckens war, kann wegen der zum Teil abgeriebenen Inschrift nur vermutet werden. Abu-l Izz und sein Bruder Salar, Vizekönig von Ägypten, revoltierten gegen den Sultan und wurden deshalb 1310 gefangen genommen. Am Beckenboden werden in zwei Inschriften Glückwünsche für den heute unbekannten Auftraggeber ausgesprochen. Hier könnte einst der Name Sumul Abu-l Izz gestanden haben. Dann wäre das Becken zwischen 693/1293 und 710/1310 zu datieren.","short_description":"Die Gestaltung dieser Wasserschüssel aus Messing mit Gold- und Silbereinlegearbeiten zeigt einen Fries mit Reitern bei der Jagd oder einem Turnier. Sie sind durch vier Medaillons getrennt, die ein für den mamlukischen Adel typisches Wappen tragen. Die Schüssel wurde für einen mamlukischen Emir in Auftrag gegeben.","holder":"Museum für Islamische Kunst","initial_owner":"Sumul Abu-l Izz, ab 1897 F. Sarre.","dates":"datierbar um 700 / um 1300.","location":"Berlin","dimensions":"Höhe 10 cm Durchmesser 21 cm.","method_for_datation":"Das Wasserbecken läßt sich durch die Wappen datieren, nach denen der Auftraggeber Sumul Abu'l Izz gewesen sein dürfte. Er war zwischen 693 H./1293 n.Chr. und 710 H./1310 n.Chr. in den Diensten des mamlukischen Sultans an-Nasir Muhammad b. Qalaun.","method_for_provenance":"Die mamlukischen Wappen, nach denen der Auftraggeber bestimmt werden kann, weisen auf Ägypten als Herkunftsland hin.","provenance":"Kairo, Ägypten.","obtention":"Geschenk des Sammlers Friedrich Sarre, Berlin, der es 1897 im Kunsthandel erwarb.","bibliography":"Kat. Museum für Islamische Kunst. Mainz, 2001, 76. \n \nHagedorn, A. Die Blacas-Kanne. Zu Ikonographie und Bedeutung islamischer Metallarbeiten des Vorderen Orients im 13. und 14. Jahrhundert, Münster, 1992, 127-33, 152/153, Nr. 162 \n \nMayer, L.A., “Three Heraldic Bronzes from Palermo”, Ars Islamica 3, 1936, 184-86. \n \nSarre, F. Erzeugnisse Islamischer Kunst. Teil 1 METALL, Berlin, 1906, Nr. 64. \n \nWard. R. Islamic Metalwork, London, 1993, 71-93.","dynasty":"Mamluken","linkcatalogs":"IAM_EG_EN_001","author":"Annette Hagedorn","keywords":["Kleines Wasserbecken; Mamluken; Emir; Tauschierung; Messing"],"materials":["Messing. Silber- und Goldtauschierungen."]},"57c9e92a-cab4-5c9c-a712-2d7757fdd1cc":{"name":"Vier Elfenbeinleisten.","description":"Die vier Leisten aus beschnitztem und durchbrochenem Elfenbein sind herausragende Beispiele des höfischen Repertoires der Fatimidenzeit. Sie gehören zu den bedeutendsten Kunstwerken aus dieser Zeit. Zwei Leisten haben ein querverlaufendes Muster, zwei eine vertikal laufende Dekoration. Die vertikallaufenden Leisten sind wenig gekürzt. Rote Farbspuren deuten auf eine farbliche Fassung. In hohem Relief modellierte Figuren werden in vielfältigen Handlungen gezeigt. Die Personen bewegen sich vor einem Grund von spiralig geführten Weinranken. Dicke Weinreben hängen an den Pflanzen. Gezeigt werden lebensnah und realistisch Jäger mit Jagdfalken, Jagdgehilfen die kleinere Huftiere tragen, Musikanten (Flöte, Oboe, Knickhalslaute, Zupfinstrumente), ein aus einer Karaffe in den Becher einschenkender Zecher, Weinbergarbeiter, die Reben ernten und jagende Falken. Bei den Tierkampfdarstellungen erlegt ein Löwe einen Bullen, ein Falke ein Reh. Ein Fürst liegt auf einem Ruhekissen und hält einen Becher in seiner linken Hand. Alle Personen tragen Gewänder in dem Modestil der Zeit aus Stoffen mit vielfältigen Mustern. Auch die Kopfbedeckungen entsprechen dieser Zeit und sind keine Phantasieentwürfe. Einige Darstellungen sind an die vorislamische Kunst angelehnt und beweisen das Fortleben älterer Traditionen. Gerade in der fatimidischen Zeit wurde in höfischen Kreisen das Bilderverbot umgangen und menschliche Figuren dargestellt. Stilistisch und wegen der Themen können die Darstellungen auf fatimidischen Elfenbeinarbeiten gut mit Stücken der gleichzeitigen Holz- und Keramikkunst verglichen werden, wobei die feinere Technik der Elfenbeingravuren größere Kunstfertigkeit demonstriert. Ungeklärt ist immer noch ihre Funktion. Die Leisten könnten einst als Auflage auf eine Holzfläche (Tür, großer Kasten) oder für eine Thronbank verwendet worden sein. Der arabische Historiker al-Maqrīzī (766-845/1364-1442) beschrieb einen Fatimidenthron aus Ebenholz und Elfenbein.","short_description":"Die Funktion dieser Belagplatten mit Themen aus dem fürstlichen Leben ist nicht bekannt. Die Darstellungen der Jäger mit Habichten, Musikern und Müßiggängern vor einem Hintergrund aus Weinreben bezeugen aber die hohe Kunstfertigkeit fatimidischer Elfenbeinschnitzer. Die Arbeit könnte im Auftrag eines Herrschers für dessen Palast entstanden sein.","holder":"Museum für Islamische Kunst","initial_owner":"Slg. Freiherr von Zu-Rhein. Slg. F. v. Amerling. Slg. A. Figdor.","dates":"5. – 6. H. / 11. – 12. Jh.","location":"Berlin","dimensions":"Liegende Platten Länge 36,5 cm Breite 5,8 cm. Steigende Platten Länge30,3 cm Breite 5,8 cm. Stärke der Platten 1-1,5 cm.","method_for_datation":"Da eine Zuordnung zu einem bestimmten Bauwerk nicht vorliegt und stilistische Vergleiche zu Elfenbeinarbeiten aus Unteritalien große Unterschiede erkennen lassen, weisen nur stilistische Vergleiche anderer Kunstwerke aus Ägypten, vor allen Dingen fatimidische Holzschnitzereien, auf eine Datierung in die fatimidische Zeit hin.","method_for_provenance":"Nur fatimidische Holzarbeiten aus Ägypten lassen eine stilistisch enge Verwandschaft erkennen, so dass die Provenienz Ägypten nach heutiger Kenntnis die größte Wahrscheinlichkeit besitzt.","provenance":"Ägypten.","obtention":"Kunsthandel 1936.","bibliography":"Ettinghausen, R und Grabar, O. The Art and Architecture of Islam 650-1250, Harmondsworth, 1987, 202-206. \n \nHoffman, E.R. A Fatimid Book Cover: Framing and Re-framing. Cultural Identity in Medieval Mediterranean World, Barrucand, M. ed., L'Egypte Fatimide: son art et son histoire, Paris, 1999, 403-19. \n \nKat. Museum für Islamische Kunst, Berlin, 1979, Nr. 21. \n \nKat. Museum für Islamische Kunst, Stuttgart/Zürich, 1980, Nr. 19, 50-51. \n \nKühnel, E. Die islamischen Elfenbeinskulpturen. VII.- XIII. Jahrhundert, Berlin, 1971, 68-9 Nr. 88 Taf. 97-8.","dynasty":"Fatimiden","author":"Annette Hagedorn","keywords":["Elfenbein; Fatimiden; graviert; gefaßt"],"materials":["Elfenbein."]},"643b2b9c-20f5-5b36-9e17-3be5e6f47f5b":{"name":"Khassaki-Sultan-Komplex","description":""},"79968466-a94b-5053-a5e9-1155df32e285":{"name":"Waschgeschirr aus Kanne und Becken.","description":"Kanne und Becken wurden am Hofe bei Tisch zum Händewaschen gereicht. Mittelalterliche arabische Quellen beschreiben solche Geschirre. Sie wurden als Ausstattungsstücke für die Aussteuer von Töchtern von Amiren, Wesiren, hohen Adeligen, Beamten und Kaufleuten benutzt. Das Berliner Geschirr wurde, nach ikonographischen Motiven des Dekors zu urteilen, für einen Juristen hergestellt. Die Inschriften enthalten Segenswünsche allgemeiner Art (Wohlergehen, Reichtum, Gesundheit, Wissen und Milde) für den unbekannten Besitzer. Die ursprüngliche Pracht ist durch den hervorragenden Erhaltungszustand gut erkennbar. Die Kanne ist durch ihre Form mit Klappdeckel und gerader Ausgußtülle plastisch modelliert. Bauch, Schulter und Hals zieren drei Friese mit figürlichen Motiven in unterschiedlichen großen Medaillons. Die Medaillons sind mit Thron- und Reiterdarstellungen sowie mit Planetenbildern gefüllt. Der Halsansatz zeigt elf Bogenfelder mit stehenden Figuren, in der Art christlicher Darstellungen. In einem Tierfries am Schulterrand findet eine Jagd auf ein Einhorn statt. Zusätzlich sind arabische Inschriften in Friesen oder über die Kanne verteilt, die Wünsche enthalten. Im Boden des Beckens sind die sechs Planetenbilder rund um die Sonne gestellt und in einem zweiten Fries erscheinen die Bilder des Tierkreises (Zodiacus) in Verbindung mit bestimmten Planeten. Das Becken zeigt ähnlich wie bei der Kanne in sechs großen Medaillons auf der Außenseite den Fürsten flankiert von zwei Leibwächtern, Jagdszenen und Feiernde, die auf ein Bankett hinweisen. Sie werden durch eine Inschrift verbunden, die Wünsche um Macht und Sieg, um Wissen und Milde, wie sie Allah eigen sind, nennen. Die Komplexität des Entwurfs und die höchste Qualität in der Ausführung weisen auf den hohen Status des Auftraggebers hin. Sowohl Kanne und Becken sind namentlich signiert und bezeugen so auch den hohen Stellenwert des Künstlers.","short_description":"Dieses äußerst fein gearbeitete Set aus Schüssel und Krug bezeugt die Kunstfertigkeit der metallverarbeitenden Handwerker aus Mosul um 1270 AD. Auf dem von einem hochrangigen Auftraggeber georderten Set sind Planeten und Szenen des höfischen Lebens abgebildet. Es wurde vermutlich verwendet, um sich zu besonderen Anlässen die Hände zu waschen.","holder":"Museum für Islamische Kunst","dates":"2. Hälfte 8./ 3. Viertel 13. Jh.","location":"Berlin","dimensions":"Kanne: Höhe 37 cm Durchmesser 20,6 cm; Becken: Höhe 17 cm Durchmesser 43 cm.","method_for_datation":"Der Künstler, der die Kanne und das Becken signiert hat, lebte um die Mitte des 7. Jh. H./ 13. Jh. n.Chr.","method_for_provenance":"Der Künstler, der die Kanne und das Becken signiert hat, trägt in seinem Namen den Herkunfts- oder Wohnstättennamen al-Mausili, „der aus Mosul“. Damit wird seine Herkunft oder auch seine Tätigkeit an dem Wohnstättenort, hier „aus Mosul“ ausgedrückt. Die Signatur und das Motiv der Figur mit Mondsichel vor dem Körper weisen mit großer Wahrscheinlichkeit auf eine Entstehung in Mosul hin.","provenance":"Mosul, Nord-Irak.","obtention":"Um 1938 im Kunsthandel.","bibliography":"Kat. Museum für Islamische Kunst. Mainz, 2001, 72/73. \n \nBaer, E. Ayyubid Metalwork with Christian Images, Leiden, 1989, 15-7, Pl. 50-1. \n \nHagedorn, A. Die Blacas-Kanne. Zu Ikonographie und Bedeutung islamischer Metallarbeiten des Vorderen Orients im 13. und 14. Jahrhundert, Münster, 1992, Nr. 28. \n \nKühnel, E., \"Zwei Mosulbronzen und ihr Meister\", in: Jahrbuch der Preußischen Kunstsammlungen 60, 1939, 1-20. \n \nRice, D. S. “Inlaid Brasses of the Workshop of Ahmad Al-Dhaki al-Mawsili,” Ars Orientalis 2, 1957, 225-53.","dynasty":"Postzengidisch","author":"Annette Hagedorn","keywords":["Mosul; Postzengidisch; Tauschierung; Messing"],"materials":["Messing, gold- und silbertauschiert."]},"a248d8b4-e492-5f6d-bdb7-ab94d668d922":{"name":"Aleppo-Zimmer.","description":"Wie schon der Name des Hauses andeutet, ließ der Bauherr, ein wohlhabender Makler und christlicher Bürger in der Stadt Aleppo, die Wandtäfelung in seinem Wohnhaus für den Empfangsraum am Anfang des 17. Jh. ausführen. Die Malereien des Aleppo-Zimmers stellen damit das älteste Ensemble aus einem syrischen Wohnhaus in osmanischer Zeit dar. Der christliche Auftraggeber vergab die Arbeiten an die beste Werkstatt seiner Zeit und wünschte sich für den Raum in dem er seine Gäste empfing, die Wiedergabe ganz unterschiedlicher Themen im Stil zeitgenössischer islamischer Buchmalerei vor floralen oder geometrischen Kompositionen, die im Stil bester osmanischer Tradition gemalt sind. Christliche Themen aus dem Alten und dem Neuen Testament sowie Darstellungen von Maria mit dem Kind stehen neben höfischen Szenen, wie sie aus der persischen Buchmalerei bekannt sind. Auch die umlaufenden Psalmtexte, die arabischen Sprichworte sowie persische Formeln wurden so ausgewählt, daß die sie Ausdruck der Vorstellung eines friedlichen Zusammenlebens von Menschen unterschiedlicher Religionszugehörigkeit sind. Die zentralen Paneele befinden sich im hinteren Teil der Hauptnische rechts und links eines Wandschrankes. Auf dem linken Paneel werden die höfischen Themen wiedergegeben, zu denen der thronende Herrscher, die Jagd und eine Jagdgesellschaft sowie ein Prinz mit Falken gehört. Auf dem rechten Paneel finden sich dagegen christlichen Themen zu denen das Abendmahl, der Tanz der Salome vor Herodes oder die Opferung Isaaks gehören. In anderen Paneelen über den Raum verstreut finden sich Einzeldarstellungen aus beiden Bereichen, so aus der Liebesgeschichte von Leila und Majnun von Nizami (1141-1202) aus dem Haft Paykar oder Maria mit dem Jesuskind sowie der Heilige Georg. Daneben stehen reale Tiere und Fabeltiere. Gerade die Vielfältigkeit der dargestellten Themen macht diese früheste erhaltene Wandtäfelung zu einem Kompendium, wie es so wohl nur in der syrischen Handelsstadt Aleppo entstehen konnte. \n \nKlicken Sie [hier](https://youtu.be/4toX47mtAIE), um eine Video-Präsentation dieses Objektes zu sehen (auf Englisch).","short_description":"Die bemalten Paneele gehören ins Audienzzimmer eines christlichen Kaufmanns in Aleppo, Syrien. Dieses Zimmer ist das einzig erhaltene Beispiel eines bemalten und datierten Raums aus dem 17. Jahrhundert. Sein ornamentales und figuratives Repertoire umfasst christliche Themen, aber auch arabische Verse.","holder":"Museum für Islamische Kunst","initial_owner":"Isa ibn Butrus (Jesus, Sohn des Brutus).","dates":"1009 H./ 1600 und 1012 H. / 1603 n. Chr.","location":"Berlin","dimensions":"Höhe 260 cm Gesamtlänge 35 Meter.","method_for_datation":"Das Aleppo-Zimmer ist an zwei Stellen datiert, einmal wird das Datum 1009 H./1600-1601 n.Chr. genannt. An einer anderen Stelle kommt das Datum 1012 H./1603 n. Chr. vor.","method_for_provenance":"Das Aleppo-Zimmer wurde von Friedrich Sarre 1912 in Aleppo erworben. Laut Urkunde stammt es aus dem Haus Wakil in Aleppo, wo es auch vor 1912 in situ fotografiert wurde.","provenance":"Syrien, Aleppo.","obtention":"Erworben von Friedrich Sarre für das Museum in Aleppo 1912.","bibliography":"Duda, D. Innenarchitektur syrischer Stadthäuser des 16. bis 18. Jahrhunderts. Die Sammlung Henri Pharaon in Beirut. Wiesbaden, 1971 (=Beiruter Texte und Studien, 12). \n \nGangler, A. Ein traditionelles Wohnviertel im Nordosten der Altstadt von Aleppo in Nordsyrien. Tübingen 1993. \n \nGonella, Julia. Ein christlich-orientalisches Wohnhaus des 17. Jahrhunderts aus Aleppo (Syrien). Mainz, 1996. \n \nOtt, C. „Die Inschriften des Aleppozimmers im Berliner Pergamonmuseum“, Le Muséon, 109/1-2,1996,185-226. \n \nSarre, F. „Bemalte Wandverkleidung aus Aleppo“ Berliner Museen, Berichte aus den Preußischen Kunstsammlungen XLI/4, 1919-20, 143 – 58.","dynasty":"Osmanen","linkcatalogs":"IAM_TR_EN_001","author":"Annette Hagedorn","keywords":["Aleppo; Qa’a (Empfangsraum); Holztäfelung; christliche Themen ; imaginäre Tier"],"materials":["Holz, vielschichtige Malerei mit unterschiedlichen Pigmenten und Metallauflagen."]},"b35798dc-77ea-5958-913f-2fb174b5a6c6":{"name":"Raqqa-Lüsterschale.","description":"Die dünnwandige Schale wird mit einem symmetrisch angelegten Dekor aus einem Vierpaßmotiv geschmückt, das die gesamte Fläche der Keramik überfängt. In den Feldern des Vierpasses sitzt jeweils ein stilisiertes dreigeteiltes Blatt. Zwischen die äußeren Konturlinien sind spiralige Ranken mit jeweils einem Gabelblatt eingefügt. Den äußeren Abschluß betont ein markanter Lüsterstreifen. Eine Gruppe von etwa 100 Keramiken, zu der dieses Stück gehört, wurde bei Tell Minis in Syrien entdeckt. Zunächst ging man davon aus, dass diese Stücke aus Ägypten nach Syrien importiert worden waren, aber die Entdeckungen von Tell Minis klärten die Entstehung in Syrien. Durch die Ergebnisse der Ausgrabungen im Stadtgebiet von Raqqa weiß man inszwischen, dass viele dieser Keramiken in Raqqa produziert wurden. Zum Teil sind diese Keramiken auch mit Schrift versehen. Die Dekoration erinnert sehr an die fatimidische Keramik, die durch die Einführung von Lüsterbemalung und einer Produktion in Quarz-Fritte verändert wurde. Es ist anzunehmen, dass nach dem Ende der Fatimidendynastie 1169 ägyptische Keramikproduzenten nach Syrien gingen und hier die Neuheiten einführten. Identische Stücke machen es wahrscheinlich, dass in den Werkstätten mit Musterzeichnungen gearbeitet wurde.","short_description":"Kleine und dünnwandige Schalen mit figurativen oder pflanzlichen Mustern in rötlicher Farbe sind typisch für die syrische Lüster-Keramik der ayyubidischen Zeit. Das Design dieser Schale mit vier Blütenblättern in ovalen Rahmen und Arabesken-Blättern in den verbleibenden Zierfeldern ist sehr klar und passt sich perfekt in die runde Form der Schale ein.","holder":"Museum für Islamische Kunst","initial_owner":"Ehemals Slg. Henri Pharaon, Beirut.","dates":"spätes 6. Jh. – frühes 7./ Spätes 12. – frühes 13. Jh.","location":"Berlin","dimensions":"Höhe 6,5 cm Durchmesser 21 cm.","method_for_datation":"Die Grabungen in Raqqa bestätigten, daß in aijubidischer Zeit in Syrien Lüsterkeramik mit rötlichem bis braunem Lüster hergestellt wurden. Die Technik wurde von Töpfern nach dem Zusammenbruch der Fatimiden in Ägypten eingeführt.","method_for_provenance":"Funde aus Tell Minis und in Raqqa führten zu dem Ergebnis, dass diese Art von Keramik in Syrien hergestellt wurde.","provenance":"Syrien, Raqqa.","obtention":"Kunsthandel London 1992.","bibliography":"Allan, J. W. Islamic Ceramics, Oxford, 1991, 40/41. \n \nCaiger-Smith, A. Lustre Pottery, London, 1985, 51-55. \n \nPorter, V. Medieval Syrian Pottery, Oxford,1981, 3-8. \n \nPorter, V. – Watson, O. Tell Minis Wares, Syria and Iran: Three Studies in Medieval Ceramics (eds.J. W. Allan and C. Roberts), Oxford Studies in Islamic Art IV, Oxford, 1987, 175-248. \n \nWatson, O. Ceramics from Islamic Lands. London, 2004, 14-5, 289-294.","dynasty":"Aijubiden","author":"Annette Hagedorn.","keywords":["Tell Minis; Lüster; Syrien; Raqqa; Quarzfrittekeramik; Fatimiden"],"materials":["Quarzfrittekeramik. Über der grünlich-weißen Glasur Bemalung mit Lüsterdekoration."]},"cc2e6597-5498-5c64-94ac-0ecb6099dcdd":{"name":"Lüsterschale.","description":"Auf die Schale ist auf weißer Glasur ein Lüsterdekor in braunem Goldton aus symmetrischen Arabesken im Wechsel mit Flechtbandkufi in acht einzelnen Dekorfeldern aufgebracht, der den Boden und die Wandung schmückt. Der Grund zwischen den Haupdekorlinien ist mit Punkten oder kleinen rankenartigen Schnörkeln gefüllt. Die Außenseite ist auf hellblauer Glasur mit einem Dekor aus schnell gemalten Kanneluren und einem Flechtband geschmückt. Die Schale gehört sowohl wegen der sorgfältigen Zeichnung als auch wegen der Ortsbezeichnung im Ringfuß zu den besonders wichtigen Beispielen nasridischer Keramik.","short_description":"Die Lüster-Technik wurde in al-Andalus aus Ägypten eingeführt und erreichte bald höchste Qualität. Diese Schale mit einem Muster aus geometrischen und pflanzlichen Motiven trägt eine Inschrift im Boden, die besagt, dass sie in der spanischen Stadt Malaga hergestellt wurde.","holder":"Museum für Islamische Kunst","initial_owner":"W. v. Bode, F. Sarre.","dates":"Mitte 8. H. / Mitte 14. Jh.","location":"Berlin","dimensions":"Höhe 8,5 cm Durchmesser 23 cm.","method_for_datation":"Lüsterware wurde seit dem 12. Jahrhunderts in Andalusien produziert. Der arabische Chronist Ibn Battuta bezog sich um 1350 in seinem Text über Málaga auf die dortige Keramikproduktion. Die Schale ist das einzige intakte Stück, das diese Quelle belegen kann. Insgesamt entspricht der Dekor auch anderen Zweigen des Kunsthandwerks der gleichen Zeit, wie zum Beispiel der Textilkunst.","method_for_provenance":"Am Fuß der Schale befindet sich eine Inschrift in kursivem arabischen Duktus, die den Ort der Entstehung Malaqa (Málaga) nennt. So wird die Schale zu einer wichtigen Identifizierungs- und Datierungsgrundlage für die ganze Gruppe der spanischen Lüsterkeramik der gleichen Zeit wird.","provenance":"Malaga, Spanien.","obtention":"Geschenk von Friedrich Sarre. Die Schale wurde 1901 in Italien durch W.v.Bode erworben und F.Sarre zum Geschenk überreicht, der sie später dem Museum schenkte.","bibliography":"Sarre, F., \"Die spanisch-maurischen Lüsterfayencen und ihre Herstellung in Malaga\", Jahrbuch der Preußischen Kunstsammlungen 24, 1903, 103-130. \n \nKat. Islamische Keramik. Düsseldorf, 1973, Nr. 470. \n \nDie Ausstellung von Meisterwerken muhammedanischer Kunst München1910. Hrsg. F.R.Martin und F. Sarre, München, 1912. Band II Nr. 1610, Taf. 117. \n \nKat. Museum für Islamische Kunst Berlin. Berlin, 1973/1979, Nr. 342. \n \nKat. Schätze der Alhambra. Islamische Kunst aus Andalusien. Berlin, 1995, Nr. 122.","dynasty":"Nasriden","author":"Annette Hagedorn","keywords":["Lüster; Málaga; Andalusien; Nasriden"],"materials":["Keramik mit Lüstermalerei."]},"cf314a7e-b71e-5876-a94f-3e498400a91f":{"name":"Persische Feldflasche","short_description":"Diese aufwendig gestaltete Feldflasche entstand im späten 16. Jahrhundert in Persien. Der hölzerne Kern des Gefäßes ist mit einem Leinen- und Kreidegrund überzogen, der vergoldet und bemalt ist: Liebespaare und Musikanten sind in einem blühenden Garten zu sehen.","type":"Trinkflasche","holder":"Kunsthistorisches Museum","dates":"10. H. / 16. Jahrhundert","location":"Wien","dimensions":"Höhe: 25.5cm, Breite: 23.5 cm, Tiefe: 12cm; Durchmesser Hals: 2.3cm","method_for_datation":"Inventare der Sammlung Schloss Ambras","method_for_provenance":"Inventare der Sammlung Schloss Ambras","provenance":"Iran?","obtention":"Sammlung Schloss Ambras, Erwerb 1869","bibliography":"Gamber, Ortwin und Beaufort-Spontin, Christian, *Katalog der Leibrüstkammer II. Teil. Der Zeitraum von 1530-1560*, Busto Arsizio: Bramante, 1990. \nThomas, Bruno, \"Aus der Waffensammlung in der Neuen Burg zu Wien: Orientalische Kostbarkeiten\", *Bustan*, 4 : 5 (1963/64).","dynasty":"Safaviden","author":"Matthias Pfaffenbichler, Tobias Roeder","keywords":["Feldflasche; Persia"],"materials":["Leder mit Kreidegrund und Blattvergoldung, Malerei, Holz gefaßt wie Leder. Tragschnur: Seide und Silberfaden"]}}
|