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- {"0272b11d-f343-5d1e-bb66-76dc201253bb":{"name":"Moscheeleuchter des Sultans Al-Nasir Muhammad","short_description":"Dieser Moscheeleuchter besteht aus zwei Teilen, deren Entstehungszeiten hundert Jahre auseinander liegen. Der obere – jüngere - Teil trägt folgende Inschrift: \"Ruhm unserem Herrn, dem Sultan, dem siegreichen König, Nasir ad-dunja wad-din, dem Vater der Tugenden, Muhammed ben as-Sultan al-Malik al-Mansur, sein Sieg sei mächtig.\" Al-Nasir Muhammad regierte mit Unterbrechungen von AD 1293 bis 1341. Der untere Teil mit thronenden Fürsten und Musikanten stammt aus der 1. Hälfte des 13. Jahrhunderts.","type":"Metallarbeit","holder":"MAK – Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst","dates":"13. u. 14. Jahrhundert","location":"Wien","provenance":"Ägypten, Kairo","materials":["Gelbguß mit graviertem Dekor"]},"052b823a-7b5b-57e4-81b0-9bf30e511fe3":{"name":"Steigbügel","short_description":"Dieser Steigbügel besteht aus graviertem Eisen, das mit Glasfluss, Jade und Goldauflagen verziert ist. Der aus Eisen geschmiedete Steigbügel weist sehr lange, breite und geschwungene Trittstege auf, die besonders für die absatzlosen türkischen Stiefel geeignet waren. Die scharfen Ecken der Stege dienten auch als Sporenersatz.","type":"Rüstung","holder":"Kunsthistorisches Museum","dates":"Ende 11. – 12. H. / Ende 17.– 18. Jahrhundert","location":"Wien","dimensions":"Höhe: 16.5cm","method_for_datation":"Vergleich mit anderen Objekten","method_for_provenance":"Ilg/Boeheim, 1883, Inventarium über Möbel und Kleinkunstgegenstände im Schlosse zu Ambras, S. 5","provenance":"Türkei?","obtention":"Sammlungsbestand Schloss Ambras, belegt 1882","bibliography":"Scheicher, Elisabeth u.a, *Kunsthistorisches Museum Sammlungen Schloss Ambras. Die Kunstkammer*, Innsbruck: Kunsthistorisches Museum, 1977.","author":"Veronika Sandbichler","keywords":["Ausrüstung","Osmanisches Reich"],"materials":["Eisen","Glasauflage","Glasfluß","Jade"]},"0ae5bb98-ff82-5c47-b575-e5dded2d383a":{"name":"Türklopfer.","description":"Der Türklopfer besteht aus zwei phantastischen, gegenständig geflügelten Drachen, deren Vorderläufe miteinander verbunden sind und die ihre Köpfe rückwärts wenden. Ihre Mäuler sind weit geöffnet und verschlingen ihre Flügel. Die Schwanzenden sind miteinander verbunden und enden in Greifenköpfen. Die Drachen sind mit einem Löwenkopf verbunden, der mit einem langen Zapfen die Befestigung an einer Tür herstellte. Die plastisch geformten Drachenkörper sind auf der Oberfläche graviert. Ein Gegenstück zu dem Türklopfer ist nicht bekannt, aber ein sehr ähnlicher Türklopfer befand sich früher in der Ulu Cami (Große Moschee) in Cizre in Südostanatolien und ist heute in Istanbul, im Museum für Türkische und Islamische Kunst. Schon in der Entstehungszeit galten die fast fünf Meter hohen Holztüren mit den kostbaren Bronzebeschlägen als Sehenswürdigkeiten. Als solche werden sie auch in Mittelalterlichem Quellen bewundert, wie im Buch des Ingenieurs Ismail b. ar-Razzaq al-Djazari, der um diese Zeit die großen Türen des Artukidenpalastes in Diyarbakir beschrieb. Die Darstellung von gegenständigen geflügelten Drachen mit aufgerissenen Mäulern galten in ihrer Entstehungszeit als Abwehr gegen böse Mächte. Die Formensprache des Türklopfers entspricht den zengidischen Vorstellungen von Magie und übernatürlicher Weltsymbolik. Solche Vorstellungen werden auch in anderen Orten und Kunstgattungen gezeigt. Als Beispiele gelten hier das Talismantor von 617-618 H. / 1221/22 n. Chr. in Bagdad, Reliefs an der Zitadelle von Konya (Türkei) aus dem gleichen Jahr (heute im Museum der Ince Minareli-Madrasa, Konya) oder auch Titelblätter von Manuskripten der Zeit um 1200, wie das Buch über Gegengifte von 595 H. /1199 n. Chr. in der Pariser Nationalbibliothek, das auf dem Titelbild symbolisch den Mond zeigt. In der Literatur wurde betont, daß diese Motive an Türen befestigt ungebetene Gäste abhalten sollten, die Türschwelle zu überschreiten.","short_description":"Dieser Türklopfer zeigt zwei wilde Drachen, die ihre eigenen Flügel zu verschlingen scheinen und deren ineinander verschlungene Schwänze in Greifköpfen enden. Die Drachen sind durch einen Löwenkopf verbunden, in dem ein langer Stift steckt, um den Klopfer an der Tür zu befestigen. Drachen wie diese sollten das Gebäude vor dem Bösen schützen.","holder":"Museum für Islamische Kunst","dates":"Anfang 7. H / 13. Jh.","location":"Berlin","dimensions":"Höhe 27, 5 cm Breite 24 cm","method_for_datation":"Die vergleichbaren Türklopfer aus der Ulu Cami (Große Moschee) in Cizre sowie andere Vergleichsbeispiele weisen auf eine Datierung an den Anfang des 7. Jh. H./ oder 13. Jh. n. Chr. hin.","method_for_provenance":"Der Türklopfer, der in Tiflis/Georgien erworben wurde, hat die besten Parallelen in Türklopfern aus der Ulu Cami (Große Moschee) in der südostanatolischen Stadt Cizre, so dass auch in der Literatur für den Berliner Türklopfer eine südostanatolische Provenienz angenommen wird.","provenance":"Südostanatolien (Türkei)","obtention":"Kunsthandel Tiflis. 1912 als Geschenk von A. Francke erworben.","bibliography":"Hattstein, M./Delius, P. Islam. Art and Architecture, Köln, 2000, 384-385. \n \nHillenbrand, R. Islamic Art and Architecture. London, 1999, 111-137. \n \nKat. Museum für Islamische Kunst Berlin. Berlin 1979, Nr. 14, S. 17. \n \nKat. Museum für Islamische Kunst. Mainz 2001, 66. \n \nKat. Turks. A Journey of a Thousand Years, 600-1600, D. J. Roxburgh ed., London, 2005, 130-131 Kat. 87.","author":"Annette Hagedorn","keywords":["Bronze","Drachen","Symbolik","Türklopfer","Zengiden"],"materials":["Bronze","gegossen","graviert"]},"111e154a-a0d5-5bcb-8561-a91ba170d5b3":{"name":"Räucherkugel","short_description":"Weihrauchbrenner in Form von Hohlkugeln aus Metall waren im Mittelalter in den islamischen Ländern weit verbreitete. Die Kugeln wurden bewegt und hatten deshalb im Inneren eine Vorrichtung, die die Schälchen mit der Holzkohle und den Aromata in der waagerechten hielten. Neben Weihrauch wurden in diesen Räucherkugeln auch Ambra und Sandelholz verbrannt. Im Medaillon dieser Räucherkugel befindet sich das Rangabzeichen eines Schreibers am mamlukischen Sultanshof. Der kunstvolle Ornamentschmuck besteht aus im Ornament integrierter umlaufender Schrift.","type":"Gefäße","holder":"Kunsthistorisches Museum","dates":"8. oder 2. Hälfte 9. Jahrhundert H. / 14. Jahrhundert oder 2. Hälfte 15. Jahrhundert","location":"Wien","dimensions":"Höhe: 15.2cm","method_for_datation":"Kunsthistorisch-historische Analyse (Stilkritik, Archiv-und Inventarrecherche)","method_for_provenance":"Verzeichnet im Inventar der Kunstkammer Erzherzog Leopold Wilhelms 1659","provenance":"Ägypten?","obtention":"Aus der Kunstkammer Erzherzog Leopold Wilhelms","bibliography":"Leitner-Böchzelt, Susanne und Pfaffenbichler, Matthias (Hgg.), *Die Welt des Orients. Kunst und Kultur des Islam*, Leoben: Stadtgemeinde Leoben, 2006.","materials":["Bronze"]},"15311622-4522-596a-a0dc-620f3b4687fe":{"name":"Messer in lederner Scheide","short_description":"In der Kunstkammer von Kaiser Rudolf II befanden sich mehr als hundert türkische Messer und Dolche. Ein besonders schönes Exemplar dieser vor allem als Tafelgerät verwendeten Messer liegt hier vor. Das Messer ist im Bereich des Griffs mit Goldtauschierung auf Eisen geschmückt. Die dazugehörige Lederscheide trägt einen reichen Dekor aus Rubinen und Türkisen und ist auf den Goldeinfassungen mit arabischen Inschriften versehen.","type":"Tafelgerät","holder":"Kunsthistorisches Museum","dates":"17. Jahrhundert","location":"Wien","dimensions":"Länge: 24.9cm","method_for_datation":"Kunsthistorisch-historische Analyse (Stilkritik, Archiv-und Inventarrecherche)","method_for_provenance":"Verzeichnet im Inventar der kaiserlichen Schatzkammer in Wien von 1875","provenance":"Türkei?","obtention":"Kaiserliche Schatzkammer","bibliography":"Leitner-Böchzelt, Susanne und Pfaffenbichler, Matthias (Hgg.), *Die Welt des Orients. Kunst und Kultur des Islam*, Leoben: Stadtgemeinde Leoben, 2006.","materials":["Goldtauschierung auf Eisen","Leder","Rubine","Türkise"]},"20ddf7d0-c8c3-5985-8cd5-4be93c3b922b":{"name":"Korankasten.","description":"Dieser Korankasten wurde hergestellt, um einen Koran mit dreissig Bänden zu schützen. Er dürfte auf Bestellung eines mamlukischen Sultans oder hohen Würdenträgers gefertigt worden sein, um von diesem einer religiösen Stiftung (Moschee, Madrasa oder Mausoleum) übergeben zu werden. Der auf vier Füßen ruhende Kasten besteht aus einem quadratischen Holzkasten, der mit Messingplatten verkleidet ist. Der pultförmige Deckel ist mit zwei Scharnieren auf der Rückseite befestigt und hat vorne eine Schnalle für den Verschluß. Alle Messingplatten sind dekoriert und mit Inschriften in Gold- und Silbertauschierung versehen. Das Innere des Holzkastens ist mit Stoff ausgekleidet und hat zwei Kompartimente mit je fünfzehn Fächern zur Aufnahme eines Korans. Die Aussenseiten tragen arabische Inschriften in herausragender Kalligraphie im Kufi und Tuluth-Duktus über einem mit kleinteiligem Pflanzen, darunter Lotusblüten, ausgestatteten Grund. Entlang den Aussenseiten laufen Koranzitate (Sure 24, Vers 35 und Sure 2, Vers 255 Ayat al-Kursi). Weitere Koranzitate befinden sich auf dem pultförmigem Deckel und auf den schmalen Inschriftfriesen (Sure 3, Vers 26-7; Sure 26, Vers 192-9; Sure 56, Vers 76-89, 92-5 und Sure 59, Vers 22-4). Die Unterseite ist mit einem geometrischem Dekor versehen. Es fehlt eine Namensnennung und auch die dreissig Koranbände haben sich nicht erhalten. Zwei verwandte Korankästen der gleichen Zeit, etwa um 730/1330 haben sich in Kairo erhalten. Ein Korankasten nennt den Namen des mamlukischen Sultans al-Nasir und das Datum 723/1322. Er befindet sich im Besitz der Bibliothek der al-Azhar Moschee. Ein zweiter undatierter Kasten wird im Museum für Islamische Kunst in Kairo aufbewahrt. Im mamlukischen Ägypten wurden Korane in Moscheen gewöhnlich in Kästen (sunduq) oder freistehenden Metallmöbeln (kursi) aufbewahrt. Durch den ständigen Gebrauch haben sich nur wenige dieser Korane erhalten.","short_description":"Diese rechteckige Schatulle, die auf vier Beinen stand, enthielt 30 mittlerweile verloren gegangene Koranbände, die in zwei Reihen mit je 15 Fächern standen. Hervorragend ausgeführte Koraninschriften in verschiedenen Schrifttypen verzieren die Außenwände in Gold und Silber.","holder":"Museum für Islamische Kunst","dates":"um 730 / 1330.","location":"Berlin","dimensions":"Höhe 27 cm Breite 42,5 cm Tiefe 42, 5 cm.","method_for_datation":"Der Verfertiger dieses Korankastens wird auch auf einem hohen kursi (ein achteckiger Schrank zur Aufbewahrung eines Korans) genannt, der sich in Kairo im Museum für Islamische Kunst befindet und auf die Jahre 728/1327-8 datiert wird. Es wird angenommen, dass der Berliner Korankasten aus der gleichen Zeit stammt.","method_for_provenance":"Derartige tauschierte Korankästen sind nur aus dem mamlukischen Ägypten bekannt. Dort wurde der Korankasten auch erworben.","provenance":"Kairo, Ägypten.","obtention":"Erworben aus dem Kunsthandel in Kairo 1904 durch B. Moritz.","bibliography":"Zaky, M.H., Atlas of Moslem Decorative Arts, Cairo, 1956) Fig. 512. \n \nKat. Islamic Art in Egypt 969-1517, Cairo, 1969, Nos. 60-2. \n \nThe Arts of Islam, Hayward Gallery, London 8 April – 4 July 1976, No. 214. \n \nAtil, E., Art of the Mamluks. Renaissance of Islam (Washington 1981) No. 25. \n \nJames, D., Qur'ans of the Mamlūks, London, 1988.","linkcatalogs":"IAM_EG_EN_001","author":"Jens Kröger","keywords":["Koran","Korankasten","Metallarbeiten","Tauschierte"],"materials":["Bronzeplatten auf einem Holzkern","Gold- und Silbertauschierung."]},"2fe554a9-e532-5b15-814f-963ca40c1b1c":{"name":"Kleines Wasserbecken.","description":"In der breiten Borte des weitoffenen Beckens werden zwischen vier Rundmedaillons Szenen höfischer Jagdvergnügungen gezeigt. Dargestellt sind jeweils drei Reiter in verschiedenen Jagdübungen. Die Reiter kämpfen bei einem Turnier mit Lanze, Schwert, Pfeil und Bogen. Ein Reiter wird von einem, auf dem Pferd sitzenden, Jagdgeparden begleitet. Diese Darstellungen standen für ein bestimmtes Lebensideal. Bilder von Reitern und Jägern referieren nicht nur das reiterliche Können der Fürsten, sondern weisen auch auf den Mut, die Kraft und die Ausdauer der Herrscher hin. Illustrationen von Jägern mit Falken und Leoparden können den unermässlichen Reichtum der Regenten andeuten. Nur sie konnten sich diese kostbaren Jagdtiere und deren Ausbildung leisten, nur sie konnten große Jagdgesellschaften veranstalten. In der Mamlukenzeit erreichte diese fürstliche Lebensweise einen Höhepunkt. Die Unterseite des Beckens ist einem Flechtbandmuster mit Arabesken, Ranken und Vögeln in den Zwischenräumen verziert. Die Darstellungen wurden in Gold- und Silbertauschierung ausgeführt. Durch die Verzierung mit Edelmetallen erschienen die tauschierten Messinggefäße sehr vielfarbig und reich. In die Rundmedaillons ist jeweils im Zentrum das Wappen des Emirs Sumul Abu-l Izz eingesetzt. Er war ein Gefolgsmann des regierenden Sultans an-Nasir Muhammad b. Qalaun. Ob er auch der Auftraggeber des Beckens war, kann wegen der zum Teil abgeriebenen Inschrift nur vermutet werden. Abu-l Izz und sein Bruder Salar, Vizekönig von Ägypten, revoltierten gegen den Sultan und wurden deshalb 1310 gefangen genommen. Am Beckenboden werden in zwei Inschriften Glückwünsche für den heute unbekannten Auftraggeber ausgesprochen. Hier könnte einst der Name Sumul Abu-l Izz gestanden haben. Dann wäre das Becken zwischen 693/1293 und 710/1310 zu datieren.","short_description":"Die Gestaltung dieser Wasserschüssel aus Messing mit Gold- und Silbereinlegearbeiten zeigt einen Fries mit Reitern bei der Jagd oder einem Turnier. Sie sind durch vier Medaillons getrennt, die ein für den mamlukischen Adel typisches Wappen tragen. Die Schüssel wurde für einen mamlukischen Emir in Auftrag gegeben.","holder":"Museum für Islamische Kunst","initial_owner":"Sumul Abu-l Izz, ab 1897 F. Sarre.","dates":"datierbar um 700 / um 1300.","location":"Berlin","dimensions":"Höhe 10 cm Durchmesser 21 cm.","method_for_datation":"Das Wasserbecken läßt sich durch die Wappen datieren, nach denen der Auftraggeber Sumul Abu'l Izz gewesen sein dürfte. Er war zwischen 693 H./1293 n.Chr. und 710 H./1310 n.Chr. in den Diensten des mamlukischen Sultans an-Nasir Muhammad b. Qalaun.","method_for_provenance":"Die mamlukischen Wappen, nach denen der Auftraggeber bestimmt werden kann, weisen auf Ägypten als Herkunftsland hin.","provenance":"Kairo, Ägypten.","obtention":"Geschenk des Sammlers Friedrich Sarre, Berlin, der es 1897 im Kunsthandel erwarb.","bibliography":"Kat. Museum für Islamische Kunst. Mainz, 2001, 76. \n \nHagedorn, A. Die Blacas-Kanne. Zu Ikonographie und Bedeutung islamischer Metallarbeiten des Vorderen Orients im 13. und 14. Jahrhundert, Münster, 1992, 127-33, 152/153, Nr. 162 \n \nMayer, L.A., “Three Heraldic Bronzes from Palermo”, Ars Islamica 3, 1936, 184-86. \n \nSarre, F. Erzeugnisse Islamischer Kunst. Teil 1 METALL, Berlin, 1906, Nr. 64. \n \nWard. R. Islamic Metalwork, London, 1993, 71-93.","linkcatalogs":"IAM_EG_EN_001","author":"Annette Hagedorn","keywords":["Emir","Kleines Wasserbecken","Mamluken","Messing","Tauschierung"],"materials":["Messing. Silber- und Goldtauschierungen."]},"55fc5107-27bd-5be8-8051-2257dd0d3ecc":{"name":"Räucherkugel bzw. Handwärmer.","description":"Auf der Räucherkugel mit ihrer durchbrochenen Oberfläche werden Motive aus dem höfischen Umfeld dargestellt, wie sie schon seit 1220 in Mosul verwendet wurden. Auf diesem Objekt sind im oberen Teil sechs Figuren in Medaillons gezeigt: der thronende Herrscher mit Weinglas, der Falkenreiter, der Löwenjäger sowie drei mit untergeschlagenen Beinen sitzende Musikanten mit Tamburin, Flöte und Laute. Die leicht abgeflachte Halbkugel zeigt eine Sonne, mit konzentrischen Strahlen. Im unteren Teil sind entsprechende Themen abgebildet. In der Mitte sind zwei Reihen laufender Tiere dargestellt. Die Elemente der Dekoration sind mit Gold- und Silbertauschierungen verziert. Ist das Gold eher undekorierte Füllmotivik, sind die Silbereinlagen der Untergrund für sehr detaillierte Darstellungen von Kleidern, Frisuren, Tierleibern und floralen Elementen. Die Medaillons sind vor einen Untergrund aus symmetrischem Arabeskenwerk gesetzt. Dass die dargestellten Personen hinter ihrem Kopf eine Art Nimbus tragen, soll sie nicht als Heilige darstellen, sondern sie sollen nur besser zu erkennen sein. Es ist ein fürstlicher Auftraggeber zu vermuten, wie es auch bei der Räucherkugel des British Museum in London durch eine Inschrift zu erkennen ist. Syrien erlebte in dieser Zeit große Prosperität. Stücke, wie die Räucherkugel entstanden vermutlich in Damaskus, nachdem die Produktion in Mosul nach dem Tod des Herrscher Badr ad-Din Lulu 1233 sehr zurückgegangen war. Damaskus wurde in den Jahren 1260 und 1300 von den Mongolen überfallen. Es ist anzunehmen, dass dieses Stück in den dazwischenliegenden Jahren entstanden ist. Die Technik im Inneren ist die eines hängenden Messingschälchens, in dem Räucherwaren verbrannt wurden. In der Mitte zweier beweglich mit einander verbundener konzentrischer Ringe, verblieb das Schälchen immer in der Waagerechten. Es ist anzunehmen, daß die technischen Grundlagen im 13. Jahrhundert im islamischen Orient bekannt waren. Man weiß von der Form des Schwimmkompaß mit stets waagerechter Lage, wie ihn der jemenitische Herrscher al-Malik al-Ashraf 690 H. /1291 n.Chr. beschrieb und von technisch komplizierten Wasseruhren der Zeit um 1230. In der westlichen Welt wurde die Aufhängung nach dem Mailänder Erfinder Girolamo Cardano (1501-76) schließlich die „Cardanische Aufhängung“ genannt. Eine solche Räucherkugel ist ein Hinweis auf den gehobenen Lebensstil der Zeit. Es ist deshalb angenommen worden, daß die Räucherkugeln Handwärmer in höfischen Kreisen waren.","short_description":"Kugelförmige Räuchergefäße aus wertvollem Metall waren um 1290 beliebte Luxusobjekte im östlichen Mittelmeerraum. Sie wurden aus zwei Teilen gemacht, so dass sie geöffnet werden konnten, um aromatische Substanzen auf ein Kohlenfeuer in der inneren Schale legen zu können, so dass parfümierter Rauch entstand.","holder":"Museum für Islamische Kunst","owner":"Museum für Indische Kunst.","dates":"3. Viertel des 7. H. / 13. Jh","location":"Berlin","dimensions":"Durchmesser 15 cm.","method_for_datation":"Vergleichbare Räucherkugeln wurden in Syrien in aijubidischer und mamlukischer Zeit im 13. Jh. hergestellt. Diese Räucherkugel schließt sich eng an diese Beispiele an.","method_for_provenance":"Da vergleichbare Räucherkugeln aus Syrien stammen, ist die Annahme des Entstehungslandes Syrien sehr wahrscheinlich.","provenance":"Syrien, möglicherweise Damaskus.","obtention":"Dauerleihgabe des Museums für Indische Kunst.","bibliography":"Barrett, Douglas. Islamic Metalwork in the British Museum. London, 1949, Nr. 22, XV. \n \nKat. Museum für Islamische Kunst Berlin. Mainz 2001, 74-75. \n \nSezgin, F. Wissenschaft und Technik im Islam, Band III. Frankfurt/M, 2003, 58-59. \n \nHale, J. R. A Concise Encyclopaedia of the Italian Renaissance. London, 1981, 69-70.","author":"Annette Hagedorn","keywords":["Cardanisches Prinzip","Räucherkugel","tauschieren"],"materials":["Bronze","gold- und silbertauschiert."]},"5b111959-0e06-5d73-9d98-5177f4d07663":{"name":"Rüstung eines Mamelukenfürsten","short_description":"Helm und Kürass dieser Rüstung wurden im Inventar der Sammlung Erzherzog Ferdinands II. von Tirol (1529-1595) von 1593 irrig einem „N. König zu Cuba in India“ zugeschrieben. 1788 wurde der Schild beigefügt und das Ensemble ohne nähere Begründung als Rüstung des nordafrikanischen Seehelden Dragud Reis, König von Kairun (gest. 1565) bezeichnet. Die aktuelle Zuschreibung an einen Mamlukenfürsten erfolgt aufgrund eines Vergleiches mit der ähnlichen Sturmhaube des mamlukischen Gouverneurs Khairbak von Aleppo (Istanbul, Topkapi Sarai Museum), der 1517 Syrien dem osmanischen Sultan Selim I. überantwortete. Der vorliegende Harnisch ist das prunkvollste Beispiel dieses orientalischen Rüstungstypus.","type":"Rüstung","holder":"Kunsthistorisches Museum","dates":"10.H. / 1. Viertel 16. Jahrhundert","location":"Wien","dimensions":"Helm: Höhe: 33cm, Breite: 23.5cm, Tiefe: 28.5cm; \nRüstung: Höhe: 72.5cm, Breite: 65cm, Tiefe: 34cm; \nSchild: Höhe: 12.5cm, Durchmesser: 63cm","method_for_datation":"Vergleich mit anderen Objekten","method_for_provenance":"Sammlung Schloss Ambras, Inventar von 1559","provenance":"Ägypten?","obtention":"Sammlung Schloss Ambras, Inventar von 1559","bibliography":"Mayer, L. A., „Saracenic Arms and Armor\", *Ars Islamica*, 10 (1943). \nThomas, Bruno und Gamber, Ortwin, *Katalog der Leibrüstkammer I. Teil. Der Zeitraum von 500 bis 1530*, Wien: Verlag Anton Schroll & Co, 1976.","author":"Matthias Pfaffenbichler","keywords":["Mameluken","Rüstung","Schild"],"materials":["Eisen getrieben","feuervergoldet. Panzergeflecht","mit punziertem Dekor","teilweise mit gestanzten Ringen"]},"769f5fbf-87c9-548e-bbeb-0427004b6c64":{"name":"Tintenfaß, (Schreibzeug).","description":"Das zylindrisch geformte kleine Schreibzeug hat einen Dekor, der als Fries mit vier Rundmedaillons gestaltet ist. Eine der Darstellungen in den Medaillons zeigt einen Reiter mit Geparden. Diese Tiere wurden für die Jagd regelrecht ausgebildet, um den Herrscher bei der Jagd zu begleiten. Ein Reiter jagt mit Pfeil und Bogen, einer erscheint mit auf der Hand des Jägers ruhendem Jagdfalken, einer mit angreifendem Löwen. Der dekorative Untergrund für diese Herrschersymbole der Macht sind symmetrisch angelegte Arabesken mit Tiermotiven und der Darstellung der Sonne. Die Mittelachse ist aus Löwen- und Stierkopf und dem Sonnensymbol aufgebaut. Die Ranken enden in Paaren von Fischen, Vögeln, Sphingen und Steinböcken. Sie erscheinen sehr phantasievoll. Der Boden ist mit einem Flechtbandornament versehen. Die Pflanzenranke mit Tierköpfen entstand im 12. Jahrhundert in östlichen Teilen der islamischen Welt, sie wurden aber auch im 13. Jahrhundert im Herrschaftsgebiet der Ayyubiden und des nordirakischen Fürsten Badr ad-Din von den Künstlern benutzt. Später war sie auch wichtig für die Metallkunst der Mamluken. Das Schreibzeug hat an der Oberseite eine halbkreisförmige Öffnung mit Deckel für den Einsatz eines Tintenfasses und zwei kreisförmige Öffnungen für die Aufbewahrung der Schreibfedern. Dieser Teil ist vermutlich eine Restaurierung aus mamlukischer Zeit. Dabei wurde ein Blütendekor verwendet, der der Qualität des künstlerischen Entwurfs des übrigen Teils des Gefäßes nicht entspricht. Der Besitzer eines Schreibzeuges wie dieses, galt als gebildeter Mann, da er die Kunst des Schreibens beherrschte, die wegen ihrer koranbezogenheit in der islamischen Welt eine besondere Wertschätzung genoß. Der Koran galt als die Offenbarung des Propheten Mohammad, die bis heute in arabischer Schrift geschrieben wird.","short_description":"Dieser zylindrische Tintenhalter verfügt über Behälter für Tinte und Schreibgerät und ist mit Silbereinlegearbeiten versehen, die Szenen einer königlichen Jagd zeigen. Gelernte Schreiber dieser Zeit waren stolz auf ihre verzierten Tintenhalter. Dieses Exemplar könnte also von einem Schreiber in Auftrag gegeben worden sein.","holder":"Museum für Islamische Kunst","owner":"Kunstgewerbemuseum.","initial_owner":"1890 vom Berliner Kunstgewerbemuseum bei A. Cantoni in Mailand erworben.","dates":"2. Hälfte 7./ 2. Hälfte 13. Jh.","location":"Berlin","dimensions":"Höhe 6,5 cm Durchmesser 7 cm.","method_for_datation":"Vergleiche der Ornamentik führen zu dem Ergebnis, dass dieses Tintenfass mit großer Wahrscheinlichkeit in die zweite Hälfte des 7. Jh. H./ 13. Jh. n. Chr. gehören dürfte.","method_for_provenance":"Es kann nicht eindeutig zwischen Syrien oder Irak als Herkunftsland unterschieden werden, da tauschierte Metallarbeiten im ganzen Kulturgebiet entstanden.","provenance":"Syrien oder Irak.","obtention":"1890 vom Kunstgewerbemuseum bei A. Cantoni in Mailand erworben. Überweisung durch das Kunstgwerbemuseum als Dauerleihgabe.","bibliography":"Kat. Museum für Islamische Kunst. Berlin, 1979, Nr. 370. \n \nBaer, E., Encyclopaedia Islamica, Supplement 3-4, Leiden, 1981, 203-4 ( s.v. Dawat). \n \nAllan, J. W. Islamic Metalwork. The Nuhad es-Said Collection, London, 1982, 32-9. \n \nHagedorn, A. Die Blacas-Kanne. Zu Ikonographie und Bedeutung islamischer Metallarbeiten des Vorderen Orients im 13. und 14. Jahrhundert, Münster, 1992, Nr. 128. \n \nWard. R. Islamic Metalwork, London, 1993, 71-93.","author":"Annette Hagedorn","keywords":["Arabeske","Ayyubiden","Mamluken","Schreibzeug","Tauschierung"],"materials":["Bronze","graviert. Silbertauschierungen."]},"79968466-a94b-5053-a5e9-1155df32e285":{"name":"Waschgeschirr aus Kanne und Becken.","description":"Kanne und Becken wurden am Hofe bei Tisch zum Händewaschen gereicht. Mittelalterliche arabische Quellen beschreiben solche Geschirre. Sie wurden als Ausstattungsstücke für die Aussteuer von Töchtern von Amiren, Wesiren, hohen Adeligen, Beamten und Kaufleuten benutzt. Das Berliner Geschirr wurde, nach ikonographischen Motiven des Dekors zu urteilen, für einen Juristen hergestellt. Die Inschriften enthalten Segenswünsche allgemeiner Art (Wohlergehen, Reichtum, Gesundheit, Wissen und Milde) für den unbekannten Besitzer. Die ursprüngliche Pracht ist durch den hervorragenden Erhaltungszustand gut erkennbar. Die Kanne ist durch ihre Form mit Klappdeckel und gerader Ausgußtülle plastisch modelliert. Bauch, Schulter und Hals zieren drei Friese mit figürlichen Motiven in unterschiedlichen großen Medaillons. Die Medaillons sind mit Thron- und Reiterdarstellungen sowie mit Planetenbildern gefüllt. Der Halsansatz zeigt elf Bogenfelder mit stehenden Figuren, in der Art christlicher Darstellungen. In einem Tierfries am Schulterrand findet eine Jagd auf ein Einhorn statt. Zusätzlich sind arabische Inschriften in Friesen oder über die Kanne verteilt, die Wünsche enthalten. Im Boden des Beckens sind die sechs Planetenbilder rund um die Sonne gestellt und in einem zweiten Fries erscheinen die Bilder des Tierkreises (Zodiacus) in Verbindung mit bestimmten Planeten. Das Becken zeigt ähnlich wie bei der Kanne in sechs großen Medaillons auf der Außenseite den Fürsten flankiert von zwei Leibwächtern, Jagdszenen und Feiernde, die auf ein Bankett hinweisen. Sie werden durch eine Inschrift verbunden, die Wünsche um Macht und Sieg, um Wissen und Milde, wie sie Allah eigen sind, nennen. Die Komplexität des Entwurfs und die höchste Qualität in der Ausführung weisen auf den hohen Status des Auftraggebers hin. Sowohl Kanne und Becken sind namentlich signiert und bezeugen so auch den hohen Stellenwert des Künstlers.","short_description":"Dieses äußerst fein gearbeitete Set aus Schüssel und Krug bezeugt die Kunstfertigkeit der metallverarbeitenden Handwerker aus Mosul um 1270 AD. Auf dem von einem hochrangigen Auftraggeber georderten Set sind Planeten und Szenen des höfischen Lebens abgebildet. Es wurde vermutlich verwendet, um sich zu besonderen Anlässen die Hände zu waschen.","holder":"Museum für Islamische Kunst","dates":"2. Hälfte 8./ 3. Viertel 13. Jh.","location":"Berlin","dimensions":"Kanne: Höhe 37 cm Durchmesser 20,6 cm; Becken: Höhe 17 cm Durchmesser 43 cm.","method_for_datation":"Der Künstler, der die Kanne und das Becken signiert hat, lebte um die Mitte des 7. Jh. H./ 13. Jh. n.Chr.","method_for_provenance":"Der Künstler, der die Kanne und das Becken signiert hat, trägt in seinem Namen den Herkunfts- oder Wohnstättennamen al-Mausili, „der aus Mosul“. Damit wird seine Herkunft oder auch seine Tätigkeit an dem Wohnstättenort, hier „aus Mosul“ ausgedrückt. Die Signatur und das Motiv der Figur mit Mondsichel vor dem Körper weisen mit großer Wahrscheinlichkeit auf eine Entstehung in Mosul hin.","provenance":"Mosul, Nord-Irak.","obtention":"Um 1938 im Kunsthandel.","bibliography":"Kat. Museum für Islamische Kunst. Mainz, 2001, 72/73. \n \nBaer, E. Ayyubid Metalwork with Christian Images, Leiden, 1989, 15-7, Pl. 50-1. \n \nHagedorn, A. Die Blacas-Kanne. Zu Ikonographie und Bedeutung islamischer Metallarbeiten des Vorderen Orients im 13. und 14. Jahrhundert, Münster, 1992, Nr. 28. \n \nKühnel, E., \"Zwei Mosulbronzen und ihr Meister\", in: Jahrbuch der Preußischen Kunstsammlungen 60, 1939, 1-20. \n \nRice, D. S. “Inlaid Brasses of the Workshop of Ahmad Al-Dhaki al-Mawsili,” Ars Orientalis 2, 1957, 225-53.","author":"Annette Hagedorn","keywords":["Messing","Mosul","Postzengidisch","Tauschierung"],"materials":["gold- und silbertauschiert.","Messing"]},"856e72d2-c6c6-53ae-9853-1dd5d7bed01e":{"name":"Weinschale (Jam)","short_description":"Datierungsinschrift: \"Arbeit des Mirza Mohammed aus Runan, Ende des Monats Du-I-qada, im Jahr 1052 [n.H. = 21. Januar 1643 n. Chr.]\", Besitzvermerk: \"Sein Knecht Muhammad Schafi, Besitzer [ist] ihre Hoheit, die Begum.\"","type":"Mertallarbeit","holder":"MAK – Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst","dates":"1052 H / 1643 AD","location":"Wien","provenance":"Iran oder Indien","keywords":["Kupfer","Safawiden","Wine Schüssel"],"materials":["Kupfer verzinnt mit Gravurdekor"]},"9bcbd3de-c7a4-5e77-8084-66ab743c25b3":{"name":"Großes persisches Becken","short_description":"Dieses große zwiebelförmige Becken wurde höchstwahrscheinlich am Beginn des 16. Jahrhunderts im safawidischen Persien angefertigt. Es trägt neben der Signatur „ Amal –i shazi“ des Handwerkers Shazi eine Inschrift mit Teilen eines Gedichtes des Poeten Helali sowie Verse von Halaki Herati, einem wenig bekannten Dichter aus Herat. Möglicherweise stammt daher dieses Becken aus dem damals zu Persien gehörenden Herat.","type":"Gefäße","holder":"Kunsthistorisches Museum","dates":"10. H. (?) / 16. Jahrhundert (?)","location":"Wien","dimensions":"Höhe: 19.6cm, Durchmesser: 30.2cm","method_for_datation":"Kunsthistorisch-historische Analyse (Stilkritik, Archiv-und Inventarrecherche)","method_for_provenance":"Verzeichnet im Inventar des k.k. Münz- und Antikenkabinetts 1875","provenance":"Iran?","obtention":"Aus dem k.k. Münz- und Antikenkabinett","bibliography":"Leitner-Böchzelt, Susanne und Pfaffenbichler, Matthias (Hgg.), *Die Welt des Orients. Kunst und Kultur des Islam*, Leoben: Stadtgemeinde Leoben, 2006.","materials":["Bronze"]},"b214d6f9-ab2b-52ae-b45b-68eabaaedf14":{"name":"Orientalischer Becken","short_description":"Das verzierte Becken, das teilweise versilbert und vergoldet ist, stammt aus dem Mamelukenreich und wurde wahrscheinlich Anfang des 15. Jahrhunderts gefertigt. Das Mamelukenreich war durch vor den Mongolen geflüchteten Handwerkern ein Zentrum der Tauschierkunst geworden. Aufgrund einer Reihe von Wirtschaftskrisen und der daraus resultierenden Verknappung von Edelmetall wurde jedoch im 15. Jahrhundert das Verfahren der eingeschlagenen Tauschierung stark eingeschränkt und durch gravierten Dekor ersetzt, der zur Steigerung des prunkvollen Aussehens häufig versilbert und vergoldet wurde. Mit dieser Technik erreichte man fast den gleichen Eindruck wie beim Tauschieren, sparte aber durch den viel dünneren Überzug beim Vergolden und Versilbern viel Edelmetall und damit Kosten.","type":"Gefäße","holder":"Kunsthistorisches Museum","dates":"Anfang 9. H. / Anfang 15. Jahrhundert","location":"Wien","dimensions":"Durchmesser: 21.8cm","method_for_datation":"Kunsthistorisch-historische Analyse (Stilkritik, Archiv-und Inventarrecherche)","method_for_provenance":"Verzeichnet im Inventar des k.k. Münz- und Antikenkabinetts 1875","provenance":"Ägypten?","obtention":"Aus dem k.k. Münz- und Antikenkabinett","bibliography":"Leitner-Böchzelt, Susanne und Pfaffenbichler, Matthias (Hgg.), *Die Welt des Orients. Kunst und Kultur des Islam*, Leoben: Stadtgemeinde Leoben, 2006.","materials":["Bronze","teilweise vergoldet und versilbert"]},"bbad2081-7784-53a4-806b-ff1932fc5849":{"name":"Streitbeil","short_description":"Das Beil ist beidseitig mit vergoldeten, arabischen Schriftzeichen geschmückt. In der Beschriftung werden in ungeordneter und unvollständiger Folge die Osmanischen Sultane bis Mohammed III. genannt. Auf dem Hammer des Beiles findet sich der Name Sultan Mohammeds III., für dessen Leibwache die Waffe wahrscheinlich gefertigt wurde. In den Medaillons in der Mitte des Beils wird der Name Allahs angerufen. Wie das Gardebeil in kaiserlichen Besitz gelangte, ist unbekannt.","type":"Rüstung","holder":"Kunsthistorisches Museum","dates":"Ende 10. – 11. H. / Ende 16. Jahrhundert","location":"Wien","dimensions":"Länge: 83cm, Breite: 27.3cm, Tiefe: 4.2cm","method_for_datation":"Inschrift","provenance":"Türkei?","obtention":"Unbekannt; alter kaiserlicher Besitz","bibliography":"Beaufort-Spontin, Christian und Pfaffenbichler, Matthias, *Meisterwerke der Hofjagd- und Rüstkammer*, Wien: Kunsthistorisches Museum Wien, 2005. \nLeitner-Böchzelt, Susanne und Pfaffenbichler, Matthias (Hgg.), *Die Welt des Orients. Kunst und Kultur des Islam*, Leoben: Stadtgemeinde Leoben, 2006. \nThomas, Bruno, \"Aus der Waffensammlung in der Neuen Burg zu Wien: Orientalische Kostbarkeiten\", *Bustan*, 4 : 5 (1963/64).","author":"Matthias Pfaffenbichler","keywords":["Mohammed III.","Osmanisches Reich","Streitbeil"],"materials":["Eisen","Fischleder","Silber ziseliert und feuervergoldet","teilweise geätzt und feuervergoldet"]},"bbca80c7-2aa6-5a04-9263-603e9e9bc3ff":{"name":"Steigbügel","short_description":"Dieser Steigbügel besteht aus graviertem Eisen, das mit Glasfluss, Jade und Goldauflagen verziert ist. Die aus Eisen geschmiedete Steigbügel weist sehr lange, breite und geschwungene Trittstege auf, die besonders für die absatzlosen türkischen Stiefel geeignet waren. Die scharfen Ecken der Stege dienten auch als Sporenersatz.","type":"Rüstung","holder":"Kunsthistorisches Museum","dates":"Ende 11. – 12. H. / Ende 17.– 18. Jahrhundert","location":"Wien","dimensions":"Höhe: 16.5cm","method_for_datation":"Vergleich mit anderen Objekten","method_for_provenance":"Ilg/Boeheim, 1883, Inventarium über Möbel und Kleinkunstgegenstände im Schlosse zu Ambras, S. 5","provenance":"Türkei?","obtention":"Sammlungsbestand Schloss Ambras, belegt 1882","bibliography":"Scheicher, Elisabeth u.a, *Kunsthistorisches Museum Sammlungen Schloss Ambras. Die Kunstkammer*, Innsbruck: Kunsthistorisches Museum, 1977.","author":"Veronika Sandbichler","keywords":["Ausrüstung","Osmanisches Reich"],"materials":["Eisen","Glasauflage","Glasfluß","Jade"]},"c2a299db-8a3b-54b1-a698-fc2c5173928e":{"name":"Garde-Streitbeil","short_description":"Bei diesem Streitbeil handelt es sich um die Waffe eines Leibgardisten des Sultans Mohammed Ibn Qait Bay (Kait Bey) aus der kaukasisch-turanischen Dynastie der Mamluken. Die Mamluken beherrschten seit 1250 Ägypten und Syrien. Nach der Eroberung ihres Reiches durch die Osmanen im Jahr 1517 gelangte eine reiche mamlukische Beute nach Istanbul.","type":"Rüstung","holder":"Kunsthistorisches Museum","dates":"900–904 H. / AD 1495–1499","location":"Wien","dimensions":"Länge: 99.5cm, Breite: 20.5cm","method_for_datation":"Inschrift","provenance":"Ägypten?","obtention":"Über Istanbul in den kaiserlichen Besitz","bibliography":"Pfaffenbichler, Matthias (Hg.), *Kreuzritter. Pilger. Krieger. Abenteurer*, Sankt Pölten: Schallaburg Kulturbetriebsges, 2007. \nThomas, Bruno und Gamber, Ortwin, *Katalog der Leibrüstkammer I. Teil. Der Zeitraum von 500 bis 1530*, Wien: Verlag Anton Schroll & Co, 1976. \nThomas, Bruno, \"Aus der Waffensammlung in der Neuen Burg zu Wien: Orientalische Kostbarkeiten\", *Bustan*, 4 : 5 (1963/64).","author":"Matthias Pfaffenbichler","keywords":["Mameluken","Streitbeil"],"materials":["Eisen","gebläut","goldtauschiert"]},"dafb0687-3286-55b2-ab74-0b219082d1e8":{"name":"Handpauke","short_description":"Diese kleinen Handpauken wurden paarweise am Sattel des Pferdes befestigt und zu Beginn der Schlacht mit bloßen Händen oder kleinen Trommelschlägeln geschlagen. Der halbkugelige Korpus aus Bronze wurde mit einem dünnen Trommelfell aus Leder überzogen.","type":"Instrument","holder":"Kunsthistorisches Museum","dates":"s.d.","location":"Wien","dimensions":"Höhe: 13cm, Durchmesser: 20cm","method_for_datation":"Vergleich mit anderen Objekten","method_for_provenance":"Ilg/Boeheim, 1883, Inventarium über Möbel und Kleinkunstgegenstände im Schlosse zu Ambras, S. 5","provenance":"Türkei?","obtention":"Sammlungsbestand Schloss Ambras, belegt 1882","bibliography":"Scheicher, Elisabeth u.a, *Kunsthistorisches Museum Sammlungen Schloss Ambras. Die Kunstkammer*, Innsbruck: Kunsthistorisches Museum, 1977.","author":"Veronika Sandbichler","keywords":["Ausrüstung","Leder","Musik","Osmanisches Reich"],"materials":["Bronze","Leder"]},"e9c5beea-7b03-51e8-b84e-0256603ce14d":{"name":"Schauteller","short_description":"Der Schauteller von Nicolò Greco steht in der Tradition diverser Messinggefäße mit verwandter Ornamentik, die von Metallhandwerkern des Mittelmeergebietes für den orientalischen und europäischen Markt hergestellt wurden.","type":"Metallarbeit","holder":"MAK – Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst","dates":"1550 AD","location":"Wien","provenance":"Mittelmeergebiet","materials":["Messing mit Niello-Technik dekoriert"]},"f6368799-2300-59bb-921c-1730621f5530":{"name":"Sturmhaube (*Schischak*)","short_description":"Diese Sturmhaube stammt aus dem Besitz des aus der Knabenlese der christlichen Untertanen des Sultans rekrutierten späteren Großwesirs Mehmet Sokolowitsch (1505 – 1579). Den prunkvollen orientalischen Helm zieren gerahmte Inschriftenfelder mit der Anrufung Allahs und Koranversen. Sokolowitsch machte am Hofe Sultan Suleimans (1494-1566) Karriere, behielt aber auch unter dessen beiden Nachfolgern, Selim III. (1524-1574) und Murad III. (1546-1595), den Rang eines Großwesirs.","type":"Rüstung","holder":"Kunsthistorisches Museum","dates":"Um 967–968 H. / Um 1560","location":"Wien","dimensions":"Höhe: 46cm, Breite: 22cm, Tiefe: 34cm","method_for_datation":"Sammlung Schloss Ambras, Inventar von 1583","method_for_provenance":"Sammlung Schloss Ambras, Inventar von 1583","provenance":"Türkei?","obtention":"Sammlung Schloss Ambras, Inventar von 1583","bibliography":"Gamber, Ortwin und Beaufort-Spontin, Christian, *Katalog der Leibrüstkammer II. Teil. Der Zeitraum von 1530-1560*, Busto Arsizio: Bramante, 1990. \nLuchner, Laurin, *Denkmal eines Renaissancefürsten. Versuch einer Rekonstruktion des Ambraser Museums von 1583*, Wien: Schroll, 1958. \nSievernich, Gereon, Budde, Hendrik, Delius, Eberhard (Hgg.), *Europa und der Orient, 800-1900*, Gütersloh: Bertelsmann Lexikon Verlag, 1989.","author":"Matthias Pfaffenbichler","keywords":["Helm","Osmanisches Reich"],"materials":["Eisen","Seide wattiert","zum Teil mit Gold tauschiert und gebläut. Silber feuervergoldet"]},"fa6093d9-67a1-536f-b0bb-38a5d07cb915":{"name":"Brunnen-Löwe.","description":"Daß die fatimidische Kunst vielfältig war, zeigt eine Skulptur wie diese Hohlfigur eines stehenden Löwens mit erhobenem, henkelförmig geführtem Schweif mit Quaste. Sein Maul hat der Löwe geöffnet, es nahm ehemals ein Zuflußrohr auf. Der Löwe ist in sehr abstrakten Formen modelliert. So hat er flache Pranken, linear gezeichnete Rippen und der Ohrenansatz ist genau so wie Augenwülste in schlichten Linien angegeben. Die Oberfläche des Körpers ist auf dem Rücken des Tieres, im Brustbereich und an den Schenkeln mit Spiraldekor geschmückt, das den stilisierten Gesamteindruck der Figur unterstreicht. Gut zu sehen ist die auf beiden Seiten des Halses eingravierte Inschrift, die eventuell erst aus dem 13. Jahrhundert stammt. Hier wird ein bi-rasem al-amir Shams ad-Din wali Misr genannt, der wohl Gouverneur von „misr“ (Unterägypten und Kairo) war. Interessant ist die vollplastische Figur eines Lebewesens, die nicht dem islamischen Dogma zu entsprechen scheint. Da aber das Bilderverbot nicht immer auf den höfischen Bereich ausgeweitet wurde und die schiitischen Fatimiden ohnehin eine liberale Haltung einnahmen, bilden Skulpturen in Ägypten ein Teil der Hofkunst. Im Museum für Islamische Kunst in Kairo hat sich ein sitzende Löwenfigur erhalten. Der Berliner Löwe kann Teil eines mehrfigurigen Brunnenensembles gewesen sein. Er entsprach so dem am besten bekannten größeren Löwenbrunnen der Alhambra in Granada in Spanien. Der Löwe kann aber wegen seiner geringen Größe auch Teil einer größeren Konstruktion mit vielen Plastiken gewesen sein, wie sie auch in irakischen Handschriften seit dem 13. Jahrhunderts abgebildet wurden. Bronzen wie dieser Löwe waren im gesamten Mittelmeergebiet, besonders auch in Spanien verbreitet. Ein aus Spanien stammender Löwe befindet sich im Louvre in Paris. Man kann annehmen, dass die meisten die Zeiten nicht überstanden, sondern eingeschmolzen wurden.","short_description":"Dieser kleine Löwe mit dem offenen Maul und aufgerichtetem Schwanz wurde zur fatimidischen Zeit in Ägypten als Wasserspucker verwendet. Er ist aus Bronze gegossen und mit spiralförmigen Linien auf dem Rücken und an den Beinen versehen. Brunnen mit Tierfiguren waren am Mittelmeer weit verbreitet.","holder":"Museum für Islamische Kunst","dates":"5 - 6. H. / 11. – 12. Jh.","location":"Berlin","dimensions":"Höhe 11, 5 cm Länge 14, 5 cm.","method_for_datation":"Eine genaue Datierung ist wegen fehlender Parallelen sehr schwierig. Daher kann nur eine allgemeine Datierung in die fatimidische Periode vorgeschlagen werden.","method_for_provenance":"Stilistische Vergleiche zu geschliffenen Gläsern aus den Ausgrabungen in Fustat/Alt-Kairo und die besondere Glasfarbe erlauben es, eine Herkunft in Ägypten als wahrscheinlich anzusehen. Erst neuere Forschungen oder Neufunde können weitere Hinweise bringen.","provenance":"Ägypten.","obtention":"Kunsthandel 1911.","bibliography":"Ettinghausen, R und Grabar, O. The Art and Architecture of Islam 650-1250, Harmondsworth, 1987, 197-200. \n \nEnderlein, V. Islamische Kunst, Dresden, 1990, 121-4. \n \nKat. Museum für Islamische Kunst, Berlin 1979, Nr. 313. \n \nKat. Museum für Islamische Kunst, Stuttgart/Zürich, 1980, 52-3 Nr. 20. \n \nWard, R. Islamic Metalwork, London, 1993, 60-9.","author":"Annette Hagedorn","keywords":["Bronzeguß","Fatimiden"],"materials":["Bronzeguß","graviert.","Hohlfigur"]}}
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+ {"0272b11d-f343-5d1e-bb66-76dc201253bb":{"name":"Moscheeleuchter des Sultans Al-Nasir Muhammad","short_description":"Dieser Moscheeleuchter besteht aus zwei Teilen, deren Entstehungszeiten hundert Jahre auseinander liegen. Der obere – jüngere - Teil trägt folgende Inschrift: \"Ruhm unserem Herrn, dem Sultan, dem siegreichen König, Nasir ad-dunja wad-din, dem Vater der Tugenden, Muhammed ben as-Sultan al-Malik al-Mansur, sein Sieg sei mächtig.\" Al-Nasir Muhammad regierte mit Unterbrechungen von AD 1293 bis 1341. Der untere Teil mit thronenden Fürsten und Musikanten stammt aus der 1. Hälfte des 13. Jahrhunderts.","type":"Metallarbeit","holder":"MAK – Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst","dates":"13. u. 14. Jahrhundert","location":"Wien","provenance":"Ägypten, Kairo","dynasty":"Mameluken","materials":["Gelbguß mit graviertem Dekor"]},"052b823a-7b5b-57e4-81b0-9bf30e511fe3":{"name":"Steigbügel","short_description":"Dieser Steigbügel besteht aus graviertem Eisen, das mit Glasfluss, Jade und Goldauflagen verziert ist. Der aus Eisen geschmiedete Steigbügel weist sehr lange, breite und geschwungene Trittstege auf, die besonders für die absatzlosen türkischen Stiefel geeignet waren. Die scharfen Ecken der Stege dienten auch als Sporenersatz.","type":"Rüstung","holder":"Kunsthistorisches Museum","dates":"Ende 11. – 12. H. / Ende 17.– 18. Jahrhundert","location":"Wien","dimensions":"Höhe: 16.5cm","method_for_datation":"Vergleich mit anderen Objekten","method_for_provenance":"Ilg/Boeheim, 1883, Inventarium über Möbel und Kleinkunstgegenstände im Schlosse zu Ambras, S. 5","provenance":"Türkei?","obtention":"Sammlungsbestand Schloss Ambras, belegt 1882","bibliography":"Scheicher, Elisabeth u.a, *Kunsthistorisches Museum Sammlungen Schloss Ambras. Die Kunstkammer*, Innsbruck: Kunsthistorisches Museum, 1977.","dynasty":"Osmanen","author":"Veronika Sandbichler, Thomas Kuster","keywords":["Ausrüstung","Osmanisches Reich"],"materials":["Eisen, Glasfluß, Jade, Glasauflage"]},"0ae5bb98-ff82-5c47-b575-e5dded2d383a":{"name":"Türklopfer.","description":"Der Türklopfer besteht aus zwei phantastischen, gegenständig geflügelten Drachen, deren Vorderläufe miteinander verbunden sind und die ihre Köpfe rückwärts wenden. Ihre Mäuler sind weit geöffnet und verschlingen ihre Flügel. Die Schwanzenden sind miteinander verbunden und enden in Greifenköpfen. Die Drachen sind mit einem Löwenkopf verbunden, der mit einem langen Zapfen die Befestigung an einer Tür herstellte. Die plastisch geformten Drachenkörper sind auf der Oberfläche graviert. Ein Gegenstück zu dem Türklopfer ist nicht bekannt, aber ein sehr ähnlicher Türklopfer befand sich früher in der Ulu Cami (Große Moschee) in Cizre in Südostanatolien und ist heute in Istanbul, im Museum für Türkische und Islamische Kunst. Schon in der Entstehungszeit galten die fast fünf Meter hohen Holztüren mit den kostbaren Bronzebeschlägen als Sehenswürdigkeiten. Als solche werden sie auch in Mittelalterlichem Quellen bewundert, wie im Buch des Ingenieurs Ismail b. ar-Razzaq al-Djazari, der um diese Zeit die großen Türen des Artukidenpalastes in Diyarbakir beschrieb. Die Darstellung von gegenständigen geflügelten Drachen mit aufgerissenen Mäulern galten in ihrer Entstehungszeit als Abwehr gegen böse Mächte. Die Formensprache des Türklopfers entspricht den zengidischen Vorstellungen von Magie und übernatürlicher Weltsymbolik. Solche Vorstellungen werden auch in anderen Orten und Kunstgattungen gezeigt. Als Beispiele gelten hier das Talismantor von 617-618 H. / 1221/22 n. Chr. in Bagdad, Reliefs an der Zitadelle von Konya (Türkei) aus dem gleichen Jahr (heute im Museum der Ince Minareli-Madrasa, Konya) oder auch Titelblätter von Manuskripten der Zeit um 1200, wie das Buch über Gegengifte von 595 H. /1199 n. Chr. in der Pariser Nationalbibliothek, das auf dem Titelbild symbolisch den Mond zeigt. In der Literatur wurde betont, daß diese Motive an Türen befestigt ungebetene Gäste abhalten sollten, die Türschwelle zu überschreiten.","short_description":"Dieser Türklopfer zeigt zwei wilde Drachen, die ihre eigenen Flügel zu verschlingen scheinen und deren ineinander verschlungene Schwänze in Greifköpfen enden. Die Drachen sind durch einen Löwenkopf verbunden, in dem ein langer Stift steckt, um den Klopfer an der Tür zu befestigen. Drachen wie diese sollten das Gebäude vor dem Bösen schützen.","holder":"Museum für Islamische Kunst","dates":"Anfang 7. H / 13. Jh.","location":"Berlin","dimensions":"Höhe 27, 5 cm Breite 24 cm","method_for_datation":"Die vergleichbaren Türklopfer aus der Ulu Cami (Große Moschee) in Cizre sowie andere Vergleichsbeispiele weisen auf eine Datierung an den Anfang des 7. Jh. H./ oder 13. Jh. n. Chr. hin.","method_for_provenance":"Der Türklopfer, der in Tiflis/Georgien erworben wurde, hat die besten Parallelen in Türklopfern aus der Ulu Cami (Große Moschee) in der südostanatolischen Stadt Cizre, so dass auch in der Literatur für den Berliner Türklopfer eine südostanatolische Provenienz angenommen wird.","provenance":"Südostanatolien (Türkei)","obtention":"Kunsthandel Tiflis. 1912 als Geschenk von A. Francke erworben.","bibliography":"Hattstein, M./Delius, P. Islam. Art and Architecture, Köln, 2000, 384-385. \n \nHillenbrand, R. Islamic Art and Architecture. London, 1999, 111-137. \n \nKat. Museum für Islamische Kunst Berlin. Berlin 1979, Nr. 14, S. 17. \n \nKat. Museum für Islamische Kunst. Mainz 2001, 66. \n \nKat. Turks. A Journey of a Thousand Years, 600-1600, D. J. Roxburgh ed., London, 2005, 130-131 Kat. 87.","dynasty":"Zengiden","author":"Annette Hagedorn","keywords":["Bronze","Drachen","Symbolik","Türklopfer","Zengiden"],"materials":["Bronze, gegossen, graviert"]},"111e154a-a0d5-5bcb-8561-a91ba170d5b3":{"name":"Räucherkugel","short_description":"Weihrauchbrenner in Form von Hohlkugeln aus Metall waren im Mittelalter in den islamischen Ländern weit verbreitete. Die Kugeln wurden bewegt und hatten deshalb im Inneren eine Vorrichtung, die die Schälchen mit der Holzkohle und den Aromata in der waagerechten hielten. Neben Weihrauch wurden in diesen Räucherkugeln auch Ambra und Sandelholz verbrannt. Im Medaillon dieser Räucherkugel befindet sich das Rangabzeichen eines Schreibers am mamlukischen Sultanshof. Der kunstvolle Ornamentschmuck besteht aus im Ornament integrierter umlaufender Schrift.","type":"Gefäße","holder":"Kunsthistorisches Museum","dates":"8. oder 2. Hälfte 9. Jahrhundert H. / 14. Jahrhundert oder 2. Hälfte 15. Jahrhundert","location":"Wien","dimensions":"Höhe: 15.2cm","method_for_datation":"Kunsthistorisch-historische Analyse (Stilkritik, Archiv-und Inventarrecherche)","method_for_provenance":"Verzeichnet im Inventar der Kunstkammer Erzherzog Leopold Wilhelms 1659","provenance":"Ägypten?","obtention":"Aus der Kunstkammer Erzherzog Leopold Wilhelms","bibliography":"Leitner-Böchzelt, Susanne und Pfaffenbichler, Matthias (Hgg.), *Die Welt des Orients. Kunst und Kultur des Islam*, Leoben: Stadtgemeinde Leoben, 2006.","dynasty":"Mamluken (ägyptisch oder syrisch)","materials":["Bronze"]},"15311622-4522-596a-a0dc-620f3b4687fe":{"name":"Messer in lederner Scheide","short_description":"In der Kunstkammer von Kaiser Rudolf II befanden sich mehr als hundert türkische Messer und Dolche. Ein besonders schönes Exemplar dieser vor allem als Tafelgerät verwendeten Messer liegt hier vor. Das Messer ist im Bereich des Griffs mit Goldtauschierung auf Eisen geschmückt. Die dazugehörige Lederscheide trägt einen reichen Dekor aus Rubinen und Türkisen und ist auf den Goldeinfassungen mit arabischen Inschriften versehen.","type":"Tafelgerät","holder":"Kunsthistorisches Museum","dates":"17. Jahrhundert","location":"Wien","dimensions":"Länge: 24.9cm","method_for_datation":"Kunsthistorisch-historische Analyse (Stilkritik, Archiv-und Inventarrecherche)","method_for_provenance":"Verzeichnet im Inventar der kaiserlichen Schatzkammer in Wien von 1875","provenance":"Türkei?","obtention":"Kaiserliche Schatzkammer","bibliography":"Leitner-Böchzelt, Susanne und Pfaffenbichler, Matthias (Hgg.), *Die Welt des Orients. Kunst und Kultur des Islam*, Leoben: Stadtgemeinde Leoben, 2006.","dynasty":"Osmanen","materials":["Goldtauschierung auf Eisen, Rubine, Türkise, Leder"]},"20ddf7d0-c8c3-5985-8cd5-4be93c3b922b":{"name":"Korankasten.","description":"Dieser Korankasten wurde hergestellt, um einen Koran mit dreissig Bänden zu schützen. Er dürfte auf Bestellung eines mamlukischen Sultans oder hohen Würdenträgers gefertigt worden sein, um von diesem einer religiösen Stiftung (Moschee, Madrasa oder Mausoleum) übergeben zu werden. Der auf vier Füßen ruhende Kasten besteht aus einem quadratischen Holzkasten, der mit Messingplatten verkleidet ist. Der pultförmige Deckel ist mit zwei Scharnieren auf der Rückseite befestigt und hat vorne eine Schnalle für den Verschluß. Alle Messingplatten sind dekoriert und mit Inschriften in Gold- und Silbertauschierung versehen. Das Innere des Holzkastens ist mit Stoff ausgekleidet und hat zwei Kompartimente mit je fünfzehn Fächern zur Aufnahme eines Korans. Die Aussenseiten tragen arabische Inschriften in herausragender Kalligraphie im Kufi und Tuluth-Duktus über einem mit kleinteiligem Pflanzen, darunter Lotusblüten, ausgestatteten Grund. Entlang den Aussenseiten laufen Koranzitate (Sure 24, Vers 35 und Sure 2, Vers 255 Ayat al-Kursi). Weitere Koranzitate befinden sich auf dem pultförmigem Deckel und auf den schmalen Inschriftfriesen (Sure 3, Vers 26-7; Sure 26, Vers 192-9; Sure 56, Vers 76-89, 92-5 und Sure 59, Vers 22-4). Die Unterseite ist mit einem geometrischem Dekor versehen. Es fehlt eine Namensnennung und auch die dreissig Koranbände haben sich nicht erhalten. Zwei verwandte Korankästen der gleichen Zeit, etwa um 730/1330 haben sich in Kairo erhalten. Ein Korankasten nennt den Namen des mamlukischen Sultans al-Nasir und das Datum 723/1322. Er befindet sich im Besitz der Bibliothek der al-Azhar Moschee. Ein zweiter undatierter Kasten wird im Museum für Islamische Kunst in Kairo aufbewahrt. Im mamlukischen Ägypten wurden Korane in Moscheen gewöhnlich in Kästen (sunduq) oder freistehenden Metallmöbeln (kursi) aufbewahrt. Durch den ständigen Gebrauch haben sich nur wenige dieser Korane erhalten.","short_description":"Diese rechteckige Schatulle, die auf vier Beinen stand, enthielt 30 mittlerweile verloren gegangene Koranbände, die in zwei Reihen mit je 15 Fächern standen. Hervorragend ausgeführte Koraninschriften in verschiedenen Schrifttypen verzieren die Außenwände in Gold und Silber.","holder":"Museum für Islamische Kunst","dates":"um 730 / 1330.","location":"Berlin","dimensions":"Höhe 27 cm Breite 42,5 cm Tiefe 42, 5 cm.","method_for_datation":"Der Verfertiger dieses Korankastens wird auch auf einem hohen kursi (ein achteckiger Schrank zur Aufbewahrung eines Korans) genannt, der sich in Kairo im Museum für Islamische Kunst befindet und auf die Jahre 728/1327-8 datiert wird. Es wird angenommen, dass der Berliner Korankasten aus der gleichen Zeit stammt.","method_for_provenance":"Derartige tauschierte Korankästen sind nur aus dem mamlukischen Ägypten bekannt. Dort wurde der Korankasten auch erworben.","provenance":"Kairo, Ägypten.","obtention":"Erworben aus dem Kunsthandel in Kairo 1904 durch B. Moritz.","bibliography":"Zaky, M.H., Atlas of Moslem Decorative Arts, Cairo, 1956) Fig. 512. \n \nKat. Islamic Art in Egypt 969-1517, Cairo, 1969, Nos. 60-2. \n \nThe Arts of Islam, Hayward Gallery, London 8 April – 4 July 1976, No. 214. \n \nAtil, E., Art of the Mamluks. Renaissance of Islam (Washington 1981) No. 25. \n \nJames, D., Qur'ans of the Mamlūks, London, 1988.","dynasty":"Mamluken","linkcatalogs":"IAM_EG_EN_001","author":"Jens Kröger","keywords":["Koran","Korankasten","Metallarbeiten","Tauschierte"],"materials":["Bronzeplatten auf einem Holzkern, Gold- und Silbertauschierung."]},"2fe554a9-e532-5b15-814f-963ca40c1b1c":{"name":"Kleines Wasserbecken.","description":"In der breiten Borte des weitoffenen Beckens werden zwischen vier Rundmedaillons Szenen höfischer Jagdvergnügungen gezeigt. Dargestellt sind jeweils drei Reiter in verschiedenen Jagdübungen. Die Reiter kämpfen bei einem Turnier mit Lanze, Schwert, Pfeil und Bogen. Ein Reiter wird von einem, auf dem Pferd sitzenden, Jagdgeparden begleitet. Diese Darstellungen standen für ein bestimmtes Lebensideal. Bilder von Reitern und Jägern referieren nicht nur das reiterliche Können der Fürsten, sondern weisen auch auf den Mut, die Kraft und die Ausdauer der Herrscher hin. Illustrationen von Jägern mit Falken und Leoparden können den unermässlichen Reichtum der Regenten andeuten. Nur sie konnten sich diese kostbaren Jagdtiere und deren Ausbildung leisten, nur sie konnten große Jagdgesellschaften veranstalten. In der Mamlukenzeit erreichte diese fürstliche Lebensweise einen Höhepunkt. Die Unterseite des Beckens ist einem Flechtbandmuster mit Arabesken, Ranken und Vögeln in den Zwischenräumen verziert. Die Darstellungen wurden in Gold- und Silbertauschierung ausgeführt. Durch die Verzierung mit Edelmetallen erschienen die tauschierten Messinggefäße sehr vielfarbig und reich. In die Rundmedaillons ist jeweils im Zentrum das Wappen des Emirs Sumul Abu-l Izz eingesetzt. Er war ein Gefolgsmann des regierenden Sultans an-Nasir Muhammad b. Qalaun. Ob er auch der Auftraggeber des Beckens war, kann wegen der zum Teil abgeriebenen Inschrift nur vermutet werden. Abu-l Izz und sein Bruder Salar, Vizekönig von Ägypten, revoltierten gegen den Sultan und wurden deshalb 1310 gefangen genommen. Am Beckenboden werden in zwei Inschriften Glückwünsche für den heute unbekannten Auftraggeber ausgesprochen. Hier könnte einst der Name Sumul Abu-l Izz gestanden haben. Dann wäre das Becken zwischen 693/1293 und 710/1310 zu datieren.","short_description":"Die Gestaltung dieser Wasserschüssel aus Messing mit Gold- und Silbereinlegearbeiten zeigt einen Fries mit Reitern bei der Jagd oder einem Turnier. Sie sind durch vier Medaillons getrennt, die ein für den mamlukischen Adel typisches Wappen tragen. Die Schüssel wurde für einen mamlukischen Emir in Auftrag gegeben.","holder":"Museum für Islamische Kunst","initial_owner":"Sumul Abu-l Izz, ab 1897 F. Sarre.","dates":"datierbar um 700 / um 1300.","location":"Berlin","dimensions":"Höhe 10 cm Durchmesser 21 cm.","method_for_datation":"Das Wasserbecken läßt sich durch die Wappen datieren, nach denen der Auftraggeber Sumul Abu'l Izz gewesen sein dürfte. Er war zwischen 693 H./1293 n.Chr. und 710 H./1310 n.Chr. in den Diensten des mamlukischen Sultans an-Nasir Muhammad b. Qalaun.","method_for_provenance":"Die mamlukischen Wappen, nach denen der Auftraggeber bestimmt werden kann, weisen auf Ägypten als Herkunftsland hin.","provenance":"Kairo, Ägypten.","obtention":"Geschenk des Sammlers Friedrich Sarre, Berlin, der es 1897 im Kunsthandel erwarb.","bibliography":"Kat. Museum für Islamische Kunst. Mainz, 2001, 76. \n \nHagedorn, A. Die Blacas-Kanne. Zu Ikonographie und Bedeutung islamischer Metallarbeiten des Vorderen Orients im 13. und 14. Jahrhundert, Münster, 1992, 127-33, 152/153, Nr. 162 \n \nMayer, L.A., “Three Heraldic Bronzes from Palermo”, Ars Islamica 3, 1936, 184-86. \n \nSarre, F. Erzeugnisse Islamischer Kunst. Teil 1 METALL, Berlin, 1906, Nr. 64. \n \nWard. R. Islamic Metalwork, London, 1993, 71-93.","dynasty":"Mamluken","linkcatalogs":"IAM_EG_EN_001","author":"Annette Hagedorn","keywords":["Emir","Kleines Wasserbecken","Mamluken","Messing","Tauschierung"],"materials":["Messing. Silber- und Goldtauschierungen."]},"55fc5107-27bd-5be8-8051-2257dd0d3ecc":{"name":"Räucherkugel bzw. Handwärmer.","description":"Auf der Räucherkugel mit ihrer durchbrochenen Oberfläche werden Motive aus dem höfischen Umfeld dargestellt, wie sie schon seit 1220 in Mosul verwendet wurden. Auf diesem Objekt sind im oberen Teil sechs Figuren in Medaillons gezeigt: der thronende Herrscher mit Weinglas, der Falkenreiter, der Löwenjäger sowie drei mit untergeschlagenen Beinen sitzende Musikanten mit Tamburin, Flöte und Laute. Die leicht abgeflachte Halbkugel zeigt eine Sonne, mit konzentrischen Strahlen. Im unteren Teil sind entsprechende Themen abgebildet. In der Mitte sind zwei Reihen laufender Tiere dargestellt. Die Elemente der Dekoration sind mit Gold- und Silbertauschierungen verziert. Ist das Gold eher undekorierte Füllmotivik, sind die Silbereinlagen der Untergrund für sehr detaillierte Darstellungen von Kleidern, Frisuren, Tierleibern und floralen Elementen. Die Medaillons sind vor einen Untergrund aus symmetrischem Arabeskenwerk gesetzt. Dass die dargestellten Personen hinter ihrem Kopf eine Art Nimbus tragen, soll sie nicht als Heilige darstellen, sondern sie sollen nur besser zu erkennen sein. Es ist ein fürstlicher Auftraggeber zu vermuten, wie es auch bei der Räucherkugel des British Museum in London durch eine Inschrift zu erkennen ist. Syrien erlebte in dieser Zeit große Prosperität. Stücke, wie die Räucherkugel entstanden vermutlich in Damaskus, nachdem die Produktion in Mosul nach dem Tod des Herrscher Badr ad-Din Lulu 1233 sehr zurückgegangen war. Damaskus wurde in den Jahren 1260 und 1300 von den Mongolen überfallen. Es ist anzunehmen, dass dieses Stück in den dazwischenliegenden Jahren entstanden ist. Die Technik im Inneren ist die eines hängenden Messingschälchens, in dem Räucherwaren verbrannt wurden. In der Mitte zweier beweglich mit einander verbundener konzentrischer Ringe, verblieb das Schälchen immer in der Waagerechten. Es ist anzunehmen, daß die technischen Grundlagen im 13. Jahrhundert im islamischen Orient bekannt waren. Man weiß von der Form des Schwimmkompaß mit stets waagerechter Lage, wie ihn der jemenitische Herrscher al-Malik al-Ashraf 690 H. /1291 n.Chr. beschrieb und von technisch komplizierten Wasseruhren der Zeit um 1230. In der westlichen Welt wurde die Aufhängung nach dem Mailänder Erfinder Girolamo Cardano (1501-76) schließlich die „Cardanische Aufhängung“ genannt. Eine solche Räucherkugel ist ein Hinweis auf den gehobenen Lebensstil der Zeit. Es ist deshalb angenommen worden, daß die Räucherkugeln Handwärmer in höfischen Kreisen waren.","short_description":"Kugelförmige Räuchergefäße aus wertvollem Metall waren um 1290 beliebte Luxusobjekte im östlichen Mittelmeerraum. Sie wurden aus zwei Teilen gemacht, so dass sie geöffnet werden konnten, um aromatische Substanzen auf ein Kohlenfeuer in der inneren Schale legen zu können, so dass parfümierter Rauch entstand.","holder":"Museum für Islamische Kunst","owner":"Museum für Indische Kunst.","dates":"3. Viertel des 7. H. / 13. Jh","location":"Berlin","dimensions":"Durchmesser 15 cm.","method_for_datation":"Vergleichbare Räucherkugeln wurden in Syrien in aijubidischer und mamlukischer Zeit im 13. Jh. hergestellt. Diese Räucherkugel schließt sich eng an diese Beispiele an.","method_for_provenance":"Da vergleichbare Räucherkugeln aus Syrien stammen, ist die Annahme des Entstehungslandes Syrien sehr wahrscheinlich.","provenance":"Syrien, möglicherweise Damaskus.","obtention":"Dauerleihgabe des Museums für Indische Kunst.","bibliography":"Barrett, Douglas. Islamic Metalwork in the British Museum. London, 1949, Nr. 22, XV. \n \nKat. Museum für Islamische Kunst Berlin. Mainz 2001, 74-75. \n \nSezgin, F. Wissenschaft und Technik im Islam, Band III. Frankfurt/M, 2003, 58-59. \n \nHale, J. R. A Concise Encyclopaedia of the Italian Renaissance. London, 1981, 69-70.","dynasty":"Ayyubiden","author":"Annette Hagedorn","keywords":["Cardanisches Prinzip","Räucherkugel","tauschieren"],"materials":["Bronze, gold- und silbertauschiert."]},"5b111959-0e06-5d73-9d98-5177f4d07663":{"name":"Rüstung eines Mamelukenfürsten","short_description":"Helm und Kürass dieser Rüstung wurden im Inventar der Sammlung Erzherzog Ferdinands II. von Tirol (1529-1595) von 1593 irrig einem „N. König zu Cuba in India“ zugeschrieben. 1788 wurde der Schild beigefügt und das Ensemble ohne nähere Begründung als Rüstung des nordafrikanischen Seehelden Dragud Reis, König von Kairun (gest. 1565) bezeichnet. Die aktuelle Zuschreibung an einen Mamlukenfürsten erfolgt aufgrund eines Vergleiches mit der ähnlichen Sturmhaube des mamlukischen Gouverneurs Khairbak von Aleppo (Istanbul, Topkapi Sarai Museum), der 1517 Syrien dem osmanischen Sultan Selim I. überantwortete. Der vorliegende Harnisch ist das prunkvollste Beispiel dieses orientalischen Rüstungstypus.","type":"Rüstung","holder":"Kunsthistorisches Museum","dates":"10.H. / 1. Viertel 16. Jahrhundert","location":"Wien","dimensions":"Helm: Höhe: 33cm, Breite: 23.5cm, Tiefe: 28.5cm; \nRüstung: Höhe: 72.5cm, Breite: 65cm, Tiefe: 34cm; \nSchild: Höhe: 12.5cm, Durchmesser: 63cm","method_for_datation":"Vergleich mit anderen Objekten","method_for_provenance":"Sammlung Schloss Ambras, Inventar von 1559","provenance":"Ägypten?","obtention":"Sammlung Schloss Ambras, Inventar von 1559","bibliography":"Mayer, L. A., „Saracenic Arms and Armor\", *Ars Islamica*, 10 (1943). \nThomas, Bruno und Gamber, Ortwin, *Katalog der Leibrüstkammer I. Teil. Der Zeitraum von 500 bis 1530*, Wien: Verlag Anton Schroll & Co, 1976.","dynasty":"Mamluken","author":"Matthias Pfaffenbichler, Tobias Roeder","keywords":["Mameluken","Rüstung","Schild"],"materials":["Eisen getrieben, mit punziertem Dekor, feuervergoldet. Panzergeflecht, teilweise mit gestanzten Ringen"]},"769f5fbf-87c9-548e-bbeb-0427004b6c64":{"name":"Tintenfaß, (Schreibzeug).","description":"Das zylindrisch geformte kleine Schreibzeug hat einen Dekor, der als Fries mit vier Rundmedaillons gestaltet ist. Eine der Darstellungen in den Medaillons zeigt einen Reiter mit Geparden. Diese Tiere wurden für die Jagd regelrecht ausgebildet, um den Herrscher bei der Jagd zu begleiten. Ein Reiter jagt mit Pfeil und Bogen, einer erscheint mit auf der Hand des Jägers ruhendem Jagdfalken, einer mit angreifendem Löwen. Der dekorative Untergrund für diese Herrschersymbole der Macht sind symmetrisch angelegte Arabesken mit Tiermotiven und der Darstellung der Sonne. Die Mittelachse ist aus Löwen- und Stierkopf und dem Sonnensymbol aufgebaut. Die Ranken enden in Paaren von Fischen, Vögeln, Sphingen und Steinböcken. Sie erscheinen sehr phantasievoll. Der Boden ist mit einem Flechtbandornament versehen. Die Pflanzenranke mit Tierköpfen entstand im 12. Jahrhundert in östlichen Teilen der islamischen Welt, sie wurden aber auch im 13. Jahrhundert im Herrschaftsgebiet der Ayyubiden und des nordirakischen Fürsten Badr ad-Din von den Künstlern benutzt. Später war sie auch wichtig für die Metallkunst der Mamluken. Das Schreibzeug hat an der Oberseite eine halbkreisförmige Öffnung mit Deckel für den Einsatz eines Tintenfasses und zwei kreisförmige Öffnungen für die Aufbewahrung der Schreibfedern. Dieser Teil ist vermutlich eine Restaurierung aus mamlukischer Zeit. Dabei wurde ein Blütendekor verwendet, der der Qualität des künstlerischen Entwurfs des übrigen Teils des Gefäßes nicht entspricht. Der Besitzer eines Schreibzeuges wie dieses, galt als gebildeter Mann, da er die Kunst des Schreibens beherrschte, die wegen ihrer koranbezogenheit in der islamischen Welt eine besondere Wertschätzung genoß. Der Koran galt als die Offenbarung des Propheten Mohammad, die bis heute in arabischer Schrift geschrieben wird.","short_description":"Dieser zylindrische Tintenhalter verfügt über Behälter für Tinte und Schreibgerät und ist mit Silbereinlegearbeiten versehen, die Szenen einer königlichen Jagd zeigen. Gelernte Schreiber dieser Zeit waren stolz auf ihre verzierten Tintenhalter. Dieses Exemplar könnte also von einem Schreiber in Auftrag gegeben worden sein.","holder":"Museum für Islamische Kunst","owner":"Kunstgewerbemuseum.","initial_owner":"1890 vom Berliner Kunstgewerbemuseum bei A. Cantoni in Mailand erworben.","dates":"2. Hälfte 7./ 2. Hälfte 13. Jh.","location":"Berlin","dimensions":"Höhe 6,5 cm Durchmesser 7 cm.","method_for_datation":"Vergleiche der Ornamentik führen zu dem Ergebnis, dass dieses Tintenfass mit großer Wahrscheinlichkeit in die zweite Hälfte des 7. Jh. H./ 13. Jh. n. Chr. gehören dürfte.","method_for_provenance":"Es kann nicht eindeutig zwischen Syrien oder Irak als Herkunftsland unterschieden werden, da tauschierte Metallarbeiten im ganzen Kulturgebiet entstanden.","provenance":"Syrien oder Irak.","obtention":"1890 vom Kunstgewerbemuseum bei A. Cantoni in Mailand erworben. Überweisung durch das Kunstgwerbemuseum als Dauerleihgabe.","bibliography":"Kat. Museum für Islamische Kunst. Berlin, 1979, Nr. 370. \n \nBaer, E., Encyclopaedia Islamica, Supplement 3-4, Leiden, 1981, 203-4 ( s.v. Dawat). \n \nAllan, J. W. Islamic Metalwork. The Nuhad es-Said Collection, London, 1982, 32-9. \n \nHagedorn, A. Die Blacas-Kanne. Zu Ikonographie und Bedeutung islamischer Metallarbeiten des Vorderen Orients im 13. und 14. Jahrhundert, Münster, 1992, Nr. 128. \n \nWard. R. Islamic Metalwork, London, 1993, 71-93.","dynasty":"Ayyubiden","author":"Annette Hagedorn","keywords":["Arabeske","Ayyubiden","Mamluken","Schreibzeug","Tauschierung"],"materials":["Bronze, graviert. Silbertauschierungen."]},"79968466-a94b-5053-a5e9-1155df32e285":{"name":"Waschgeschirr aus Kanne und Becken.","description":"Kanne und Becken wurden am Hofe bei Tisch zum Händewaschen gereicht. Mittelalterliche arabische Quellen beschreiben solche Geschirre. Sie wurden als Ausstattungsstücke für die Aussteuer von Töchtern von Amiren, Wesiren, hohen Adeligen, Beamten und Kaufleuten benutzt. Das Berliner Geschirr wurde, nach ikonographischen Motiven des Dekors zu urteilen, für einen Juristen hergestellt. Die Inschriften enthalten Segenswünsche allgemeiner Art (Wohlergehen, Reichtum, Gesundheit, Wissen und Milde) für den unbekannten Besitzer. Die ursprüngliche Pracht ist durch den hervorragenden Erhaltungszustand gut erkennbar. Die Kanne ist durch ihre Form mit Klappdeckel und gerader Ausgußtülle plastisch modelliert. Bauch, Schulter und Hals zieren drei Friese mit figürlichen Motiven in unterschiedlichen großen Medaillons. Die Medaillons sind mit Thron- und Reiterdarstellungen sowie mit Planetenbildern gefüllt. Der Halsansatz zeigt elf Bogenfelder mit stehenden Figuren, in der Art christlicher Darstellungen. In einem Tierfries am Schulterrand findet eine Jagd auf ein Einhorn statt. Zusätzlich sind arabische Inschriften in Friesen oder über die Kanne verteilt, die Wünsche enthalten. Im Boden des Beckens sind die sechs Planetenbilder rund um die Sonne gestellt und in einem zweiten Fries erscheinen die Bilder des Tierkreises (Zodiacus) in Verbindung mit bestimmten Planeten. Das Becken zeigt ähnlich wie bei der Kanne in sechs großen Medaillons auf der Außenseite den Fürsten flankiert von zwei Leibwächtern, Jagdszenen und Feiernde, die auf ein Bankett hinweisen. Sie werden durch eine Inschrift verbunden, die Wünsche um Macht und Sieg, um Wissen und Milde, wie sie Allah eigen sind, nennen. Die Komplexität des Entwurfs und die höchste Qualität in der Ausführung weisen auf den hohen Status des Auftraggebers hin. Sowohl Kanne und Becken sind namentlich signiert und bezeugen so auch den hohen Stellenwert des Künstlers.","short_description":"Dieses äußerst fein gearbeitete Set aus Schüssel und Krug bezeugt die Kunstfertigkeit der metallverarbeitenden Handwerker aus Mosul um 1270 AD. Auf dem von einem hochrangigen Auftraggeber georderten Set sind Planeten und Szenen des höfischen Lebens abgebildet. Es wurde vermutlich verwendet, um sich zu besonderen Anlässen die Hände zu waschen.","holder":"Museum für Islamische Kunst","dates":"2. Hälfte 8./ 3. Viertel 13. Jh.","location":"Berlin","dimensions":"Kanne: Höhe 37 cm Durchmesser 20,6 cm; Becken: Höhe 17 cm Durchmesser 43 cm.","method_for_datation":"Der Künstler, der die Kanne und das Becken signiert hat, lebte um die Mitte des 7. Jh. H./ 13. Jh. n.Chr.","method_for_provenance":"Der Künstler, der die Kanne und das Becken signiert hat, trägt in seinem Namen den Herkunfts- oder Wohnstättennamen al-Mausili, „der aus Mosul“. Damit wird seine Herkunft oder auch seine Tätigkeit an dem Wohnstättenort, hier „aus Mosul“ ausgedrückt. Die Signatur und das Motiv der Figur mit Mondsichel vor dem Körper weisen mit großer Wahrscheinlichkeit auf eine Entstehung in Mosul hin.","provenance":"Mosul, Nord-Irak.","obtention":"Um 1938 im Kunsthandel.","bibliography":"Kat. Museum für Islamische Kunst. Mainz, 2001, 72/73. \n \nBaer, E. Ayyubid Metalwork with Christian Images, Leiden, 1989, 15-7, Pl. 50-1. \n \nHagedorn, A. Die Blacas-Kanne. Zu Ikonographie und Bedeutung islamischer Metallarbeiten des Vorderen Orients im 13. und 14. Jahrhundert, Münster, 1992, Nr. 28. \n \nKühnel, E., \"Zwei Mosulbronzen und ihr Meister\", in: Jahrbuch der Preußischen Kunstsammlungen 60, 1939, 1-20. \n \nRice, D. S. “Inlaid Brasses of the Workshop of Ahmad Al-Dhaki al-Mawsili,” Ars Orientalis 2, 1957, 225-53.","dynasty":"Postzengidisch","author":"Annette Hagedorn","keywords":["Messing","Mosul","Postzengidisch","Tauschierung"],"materials":["Messing, gold- und silbertauschiert."]},"856e72d2-c6c6-53ae-9853-1dd5d7bed01e":{"name":"Weinschale (Jam)","short_description":"Datierungsinschrift: \"Arbeit des Mirza Mohammed aus Runan, Ende des Monats Du-I-qada, im Jahr 1052 [n.H. = 21. Januar 1643 n. Chr.]\", Besitzvermerk: \"Sein Knecht Muhammad Schafi, Besitzer [ist] ihre Hoheit, die Begum.\"","type":"Mertallarbeit","holder":"MAK – Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst","dates":"1052 H / 1643 AD","location":"Wien","provenance":"Iran oder Indien","dynasty":"Safaviden","keywords":["Kupfer","Safawiden","Wine Schüssel"],"materials":["Kupfer verzinnt mit Gravurdekor"]},"9bcbd3de-c7a4-5e77-8084-66ab743c25b3":{"name":"Großes persisches Becken","short_description":"Dieses große zwiebelförmige Becken wurde höchstwahrscheinlich am Beginn des 16. Jahrhunderts im safawidischen Persien angefertigt. Es trägt neben der Signatur „ Amal –i shazi“ des Handwerkers Shazi eine Inschrift mit Teilen eines Gedichtes des Poeten Helali sowie Verse von Halaki Herati, einem wenig bekannten Dichter aus Herat. Möglicherweise stammt daher dieses Becken aus dem damals zu Persien gehörenden Herat.","type":"Gefäße","holder":"Kunsthistorisches Museum","dates":"10. H. (?) / 16. 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Münz- und Antikenkabinett","bibliography":"Leitner-Böchzelt, Susanne und Pfaffenbichler, Matthias (Hgg.), *Die Welt des Orients. Kunst und Kultur des Islam*, Leoben: Stadtgemeinde Leoben, 2006.","dynasty":"Mamluken","materials":["Bronze, teilweise vergoldet und versilbert"]},"bbad2081-7784-53a4-806b-ff1932fc5849":{"name":"Streitbeil","short_description":"Das Beil ist beidseitig mit vergoldeten, arabischen Schriftzeichen geschmückt. In der Beschriftung werden in ungeordneter und unvollständiger Folge die Osmanischen Sultane bis Mohammed III. genannt. Auf dem Hammer des Beiles findet sich der Name Sultan Mohammeds III., für dessen Leibwache die Waffe wahrscheinlich gefertigt wurde. In den Medaillons in der Mitte des Beils wird der Name Allahs angerufen. Wie das Gardebeil in kaiserlichen Besitz gelangte, ist unbekannt.","type":"Rüstung","holder":"Kunsthistorisches Museum","dates":"Ende 10. – 11. H. / Ende 16. Jahrhundert","location":"Wien","dimensions":"Länge: 83cm, Breite: 27.3cm, Tiefe: 4.2cm","method_for_datation":"Inschrift","provenance":"Türkei?","obtention":"Unbekannt; alter kaiserlicher Besitz","bibliography":"Beaufort-Spontin, Christian und Pfaffenbichler, Matthias, *Meisterwerke der Hofjagd- und Rüstkammer*, Wien: Kunsthistorisches Museum Wien, 2005. \nLeitner-Böchzelt, Susanne und Pfaffenbichler, Matthias (Hgg.), *Die Welt des Orients. Kunst und Kultur des Islam*, Leoben: Stadtgemeinde Leoben, 2006. \nThomas, Bruno, \"Aus der Waffensammlung in der Neuen Burg zu Wien: Orientalische Kostbarkeiten\", *Bustan*, 4 : 5 (1963/64).","dynasty":"Osmanen","author":"Matthias Pfaffenbichler, Tobias Roeder","keywords":["Mohammed III.","Osmanisches Reich","Streitbeil"],"materials":["Eisen, teilweise geätzt und feuervergoldet, Silber ziseliert und feuervergoldet, Fischleder"]},"bbca80c7-2aa6-5a04-9263-603e9e9bc3ff":{"name":"Steigbügel","short_description":"Dieser Steigbügel besteht aus graviertem Eisen, das mit Glasfluss, Jade und Goldauflagen verziert ist. Die aus Eisen geschmiedete Steigbügel weist sehr lange, breite und geschwungene Trittstege auf, die besonders für die absatzlosen türkischen Stiefel geeignet waren. Die scharfen Ecken der Stege dienten auch als Sporenersatz.","type":"Rüstung","holder":"Kunsthistorisches Museum","dates":"Ende 11. – 12. H. / Ende 17.– 18. 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Nach der Eroberung ihres Reiches durch die Osmanen im Jahr 1517 gelangte eine reiche mamlukische Beute nach Istanbul.","type":"Rüstung","holder":"Kunsthistorisches Museum","dates":"900–904 H. / AD 1495–1499","location":"Wien","dimensions":"Länge: 99.5cm, Breite: 20.5cm","method_for_datation":"Inschrift","provenance":"Ägypten?","obtention":"Über Istanbul in den kaiserlichen Besitz","bibliography":"Pfaffenbichler, Matthias (Hg.), *Kreuzritter. Pilger. Krieger. Abenteurer*, Sankt Pölten: Schallaburg Kulturbetriebsges, 2007. \nThomas, Bruno und Gamber, Ortwin, *Katalog der Leibrüstkammer I. Teil. Der Zeitraum von 500 bis 1530*, Wien: Verlag Anton Schroll & Co, 1976. \nThomas, Bruno, \"Aus der Waffensammlung in der Neuen Burg zu Wien: Orientalische Kostbarkeiten\", *Bustan*, 4 : 5 (1963/64).","dynasty":"Mamluken (Ägypten-Syrien)","author":"Matthias Pfaffenbichler, Tobias Roeder","keywords":["Mameluken","Streitbeil"],"materials":["Eisen, goldtauschiert, gebläut"]},"dafb0687-3286-55b2-ab74-0b219082d1e8":{"name":"Handpauke","short_description":"Diese kleinen Handpauken wurden paarweise am Sattel des Pferdes befestigt und zu Beginn der Schlacht mit bloßen Händen oder kleinen Trommelschlägeln geschlagen. Der halbkugelige Korpus aus Bronze wurde mit einem dünnen Trommelfell aus Leder überzogen.","type":"Instrument","holder":"Kunsthistorisches Museum","dates":"s.d.","location":"Wien","dimensions":"Höhe: 13cm, Durchmesser: 20cm","method_for_datation":"Vergleich mit anderen Objekten","method_for_provenance":"Ilg/Boeheim, 1883, Inventarium über Möbel und Kleinkunstgegenstände im Schlosse zu Ambras, S. 5","provenance":"Türkei?","obtention":"Sammlungsbestand Schloss Ambras, belegt 1882","bibliography":"Scheicher, Elisabeth u.a, *Kunsthistorisches Museum Sammlungen Schloss Ambras. Die Kunstkammer*, Innsbruck: Kunsthistorisches Museum, 1977.","dynasty":"Osmanen","author":"Veronika Sandbichler, Thomas Kuster","keywords":["Ausrüstung","Leder","Musik","Osmanisches Reich"],"materials":["Bronze, Leder"]},"e9c5beea-7b03-51e8-b84e-0256603ce14d":{"name":"Schauteller","short_description":"Der Schauteller von Nicolò Greco steht in der Tradition diverser Messinggefäße mit verwandter Ornamentik, die von Metallhandwerkern des Mittelmeergebietes für den orientalischen und europäischen Markt hergestellt wurden.","type":"Metallarbeit","holder":"MAK – Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst","dates":"1550 AD","location":"Wien","provenance":"Mittelmeergebiet","materials":["Messing mit Niello-Technik dekoriert"]},"f6368799-2300-59bb-921c-1730621f5530":{"name":"Sturmhaube (*Schischak*)","short_description":"Diese Sturmhaube stammt aus dem Besitz des aus der Knabenlese der christlichen Untertanen des Sultans rekrutierten späteren Großwesirs Mehmet Sokolowitsch (1505 – 1579). Den prunkvollen orientalischen Helm zieren gerahmte Inschriftenfelder mit der Anrufung Allahs und Koranversen. Sokolowitsch machte am Hofe Sultan Suleimans (1494-1566) Karriere, behielt aber auch unter dessen beiden Nachfolgern, Selim III. (1524-1574) und Murad III. (1546-1595), den Rang eines Großwesirs.","type":"Rüstung","holder":"Kunsthistorisches Museum","dates":"Um 967–968 H. / Um 1560","location":"Wien","dimensions":"Höhe: 46cm, Breite: 22cm, Tiefe: 34cm","method_for_datation":"Sammlung Schloss Ambras, Inventar von 1583","method_for_provenance":"Sammlung Schloss Ambras, Inventar von 1583","provenance":"Türkei?","obtention":"Sammlung Schloss Ambras, Inventar von 1583","bibliography":"Gamber, Ortwin und Beaufort-Spontin, Christian, *Katalog der Leibrüstkammer II. Teil. Der Zeitraum von 1530-1560*, Busto Arsizio: Bramante, 1990. \nLuchner, Laurin, *Denkmal eines Renaissancefürsten. Versuch einer Rekonstruktion des Ambraser Museums von 1583*, Wien: Schroll, 1958. \nSievernich, Gereon, Budde, Hendrik, Delius, Eberhard (Hgg.), *Europa und der Orient, 800-1900*, Gütersloh: Bertelsmann Lexikon Verlag, 1989.","dynasty":"Osmanen","author":"Matthias Pfaffenbichler, Tobias Roeder","keywords":["Helm","Osmanisches Reich"],"materials":["Eisen, zum Teil mit Gold tauschiert und gebläut. Silber feuervergoldet, Seide wattiert"]},"fa6093d9-67a1-536f-b0bb-38a5d07cb915":{"name":"Brunnen-Löwe.","description":"Daß die fatimidische Kunst vielfältig war, zeigt eine Skulptur wie diese Hohlfigur eines stehenden Löwens mit erhobenem, henkelförmig geführtem Schweif mit Quaste. Sein Maul hat der Löwe geöffnet, es nahm ehemals ein Zuflußrohr auf. Der Löwe ist in sehr abstrakten Formen modelliert. So hat er flache Pranken, linear gezeichnete Rippen und der Ohrenansatz ist genau so wie Augenwülste in schlichten Linien angegeben. Die Oberfläche des Körpers ist auf dem Rücken des Tieres, im Brustbereich und an den Schenkeln mit Spiraldekor geschmückt, das den stilisierten Gesamteindruck der Figur unterstreicht. Gut zu sehen ist die auf beiden Seiten des Halses eingravierte Inschrift, die eventuell erst aus dem 13. Jahrhundert stammt. Hier wird ein bi-rasem al-amir Shams ad-Din wali Misr genannt, der wohl Gouverneur von „misr“ (Unterägypten und Kairo) war. Interessant ist die vollplastische Figur eines Lebewesens, die nicht dem islamischen Dogma zu entsprechen scheint. Da aber das Bilderverbot nicht immer auf den höfischen Bereich ausgeweitet wurde und die schiitischen Fatimiden ohnehin eine liberale Haltung einnahmen, bilden Skulpturen in Ägypten ein Teil der Hofkunst. Im Museum für Islamische Kunst in Kairo hat sich ein sitzende Löwenfigur erhalten. Der Berliner Löwe kann Teil eines mehrfigurigen Brunnenensembles gewesen sein. Er entsprach so dem am besten bekannten größeren Löwenbrunnen der Alhambra in Granada in Spanien. Der Löwe kann aber wegen seiner geringen Größe auch Teil einer größeren Konstruktion mit vielen Plastiken gewesen sein, wie sie auch in irakischen Handschriften seit dem 13. Jahrhunderts abgebildet wurden. Bronzen wie dieser Löwe waren im gesamten Mittelmeergebiet, besonders auch in Spanien verbreitet. Ein aus Spanien stammender Löwe befindet sich im Louvre in Paris. Man kann annehmen, dass die meisten die Zeiten nicht überstanden, sondern eingeschmolzen wurden.","short_description":"Dieser kleine Löwe mit dem offenen Maul und aufgerichtetem Schwanz wurde zur fatimidischen Zeit in Ägypten als Wasserspucker verwendet. Er ist aus Bronze gegossen und mit spiralförmigen Linien auf dem Rücken und an den Beinen versehen. Brunnen mit Tierfiguren waren am Mittelmeer weit verbreitet.","holder":"Museum für Islamische Kunst","dates":"5 - 6. H. / 11. – 12. 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Islamic Metalwork, London, 1993, 60-9.","dynasty":"Fatimiden","author":"Annette Hagedorn","keywords":["Bronzeguß","Fatimiden"],"materials":["Bronzeguß, Hohlfigur, graviert."]}}
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- {"0843ed15-3038-5462-99a7-357fb11e2255":{"name":"Κυκλικό κουτί","short_description":"Το χυτό κυκλικό κουτί έχει επίπεδο κάλυμμα με βαθειά εσοχή στο κέντρο. Η πυκνή σκαλιστή διακόσμηση αποτελείται από οκτακόρυφα άστρα, άνθινα μετάλλια και ζώνη με αλληλοεπικαλυπτόμενα φύλλα. Τέσσερα επιγραφικά μετάλλια στο χείλος περιέχουν στίχους του Πέρση ποιητή Χάφιζ που εξυμνεί την άσβεστη φλόγα της αγάπης συγκρίνοντάς την με τη φλόγα του κεριού. Τυπικό στοιχείο της σαφαβιδικής εποχής η μικρογραφική απόδοση του διακόσμου.","holder":"Μουσείο Μπενάκη","dates":"Τέλη 16ου-αρχές 17ου αιώνα","location":"Αθήνα","dimensions":"Διάμετρος 18 εκ.","provenance":"Ιράν","materials":["επικασσιτερομένος","Κράμα χαλκού"]},"28b65594-f59a-5cbc-b478-dca6e9f72a2e":{"name":"Μελανοδοχείο και καλαμοθήκη","short_description":"Μελανοδοχείο πλούσια κοσμημένο με αραβουργήματα και επιγραφές που συνίστανται σε περσικούς και αραβικούς στίχους σε γραφή *νασταλίκ*. Στο κάτω μέρος είναι η υπογραφή του τεχνίτη Μιράκ Χουσεϊν Γιαζντί. Οι αραβικοί στίχοι επικαλούνται τον Αλή τον γαμπρό του προφήτη, και πιστοποιούν το σιϊτικό περιβάλλον κατασκευής του αντικειμένου. Πρόκειται για ένα από τα γνωστότερα υπογεγραμμένα έργα περσικής μεταλλοτεχνίας της εποχής του σάχη Ισμαήλ (1501-1524).","holder":"Μουσείο Μπενάκη","dates":"16ος αιώνας","location":"Αθήνα","dimensions":"Μήκος 30 εκ.","provenance":"Ιράν","materials":["Ορείχαλκος με ένθετο ασήμι"]},"501785a0-9d3d-5517-9bcf-01c3e0ae7519":{"name":"Κούπα","short_description":"Η κούπα έχει κεντρικό ομφαλό και τοιχώματα με αυλακώσεις. Το σχήμα αυτού του σκεύους πάει πίσω στις αρχαίες φιάλες σπονδής και χρησιμοποιείται στον ισλαμικό κόσμο ως κούπα για το χαμάμ ή μαγικό μπολ. Οι μαγικές θεραπευτικές ιδιότητες του συγκεκριμένου μπολ φανερώνονται από τα κρυπτογραφημένα σύμβολα στο χείλος. 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Ο σουλτάνος Καιτμπαϊ ανακαίνισε το τζαμί του προφήτη Μωάμεθ το 1480 και δώρισε τουλάχιστον πέντε παρόμοια κηροπήγια, από τα οποία δύο ακόμη έχουν διασωθεί και βρίσκονται σήμερα στο Κάιρο.","holder":"Μουσείο Μπενάκη","dates":"1482","location":"Αθήνα","dimensions":"Ύψος 46 εκ.","provenance":"Αίγυπτος","materials":["Ορείχαλκος με ένθετο μαύρο υλικό"]},"6a324447-7b91-5b03-8849-dcc2004c7018":{"name":"Λεκάνη","short_description":"Στη λεκάνη απεικονίζονται σκηνές με τον ηγεμόνα καθισμένο οκλαδόν, μουσικούς και την τιμητική φρουρά του. 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Πρόκειται για το παλαιότερο χρονολογημένο έργο που πιστοποιεί ότι η Μοσούλη ήταν σημαντικό κέντρο κατασκευής ένθετης μεταλλοτεχνίας. Ακόμη και μετά το 1262 και την καταστροφική επιδρομή των Μογγόλων οι τεχνίτες που κατέφυγαν σε άλλα μέρη υπέγραφαν τα έργα τους με το προσωνύμιο «από τη Μοσούλη», ως εγγύηση ποιότητας.","holder":"Μουσείο Μπενάκη","dates":"1220","location":"Αθήνα","dimensions":"Ύψος 3.5 εκ.","provenance":"Μοσούλη","materials":["Ορείχαλκος με ένθετο ασήμι"]},"fe0bc2df-8e83-5913-9832-92e4314a4051":{"name":"Κηροπήγιο","short_description":"Το κηροπήγιο φέρει την υπογραφή του τεχνίτη Αλή ιμπν Ομάρ αλ-Σανκαρί αλ-Μάουσιλι. Ο πυκνός διάκοσμος περιλαμβάνει ανθρώπινες μορφές σε παράταξη, τα δώδεκα ζωδιακά σημεία και ζευγάρια πουλιών. Μια από τις επιγραφές αναφέρεται σε ανώνυμο ηγεμόνα, ίσως έναν Αρτουκίδη του Μαρντίν. Ο δεύτερος ιδιοκτήτης ήταν ο Μιρζά Αγάς, ένας Μογγόλος διοικητής της Βαγδάτης, που πριν το 1374 επιχείρησε να σβήσει τις ανθρώπινες μορφές για να μπορέσει να αφιερώσει το κηροπήγιο στο τέμενος του προφήτη στη Μεδίνα.","holder":"Μουσείο Μπενάκη","dates":"1317/18","location":"Αθήνα","dimensions":"Ύψος 45.7 εκ.","provenance":"Βόρεια Συρία ή Ιράκ","materials":["Ορείχαλκος με ένθετο ασήμι και χρυσό"]}}
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Στον διάκοσμο ξεχωρίζουν οι ένθετες χρυσές επιγραφές και τα μεγάλα ανθέμια του λωτού, τα οποία προέρχονται από τη κινέζικη διακοσμητική και έφτασαν στην Αίγυπτο στις πρώτες δεκαετίες του 14ου αιώνα με ενδιάμεσο το μογγολικό Ιράν.","holder":"Μουσείο Μπενάκη","dates":"1320-30","location":"Αθήνα","dimensions":"Διάμετρος 43 εκ.","provenance":"Αίγυπτος","dynasty":"Περίοδος Μαμελούκων","materials":["Ορείχαλκος με ένθετο ασήμι και μαύρο υλικό"]},"a8588fa2-895f-5882-88bf-58da30358b87":{"name":"Λεκάνη","short_description":"Η λεκάνη είναι κατασκευασμένη από χυτό ορείχαλκο και έχει πλατύ χείλος κοσμημένο με αραβουργήματα και ελισσόμενα ημιανθέμια. 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Τα κινέζικα πρότυπα θα έφτασαν στην Αίγυπτο είτε μέσω Ιράν, είτε από τους εμπορικούς δρόμους του Ινδικού ωκεανού και της Ερυθράς θάλασσας.","holder":"Μουσείο Μπενάκη","dates":"11ος-12ος αιώνας","location":"Αθήνα","dimensions":"Διάμετρος 18 εκ.","provenance":"Αίγυπτος","dynasty":"Περίοδος Φατιμιδών","materials":["Ασήμι, σίδηρος"]},"c208a6b2-a502-5efb-893c-b30b6c17f05c":{"name":"Κηροπήγιο","short_description":"Το χυτό κηροπήγιο ανήκει στην ομάδα των περίπου 50 παρόμοιων κηροπηγίων στα οποία απεικονίζεται μεγάλη ποικιλία εικονογραφικών θεμάτων και ανάμειξη τεχνοτροπιών που χαρακτηρίζει την τέχνη των Σελτζούκων της Μικράς Ασίας. Ο διάκοσμος του συγκεκριμένου αποτελείται από επιγραφές, αραβουργήματα και μετάλλια που περικλείουν σκηνές πάλης ζώων, μορφές που παίζουν άρπα, πίνουν και διασκεδάζουν. Μια από τις μορφές προέρχεται από τις συνήθεις στην ύστερη αρχαιότητα προσωποποιήσεις των μηνών.","holder":"Μουσείο Μπενάκη","dates":"Δεύτερο μισό του 13ου αιώνα","location":"Αθήνα","provenance":"Τουρκία","dynasty":"Περίοδος Σελτζούκων του Ρουμ","materials":["Ορείχαλκος με ένθετο ασήμι"]},"dc343316-02d1-524a-83cb-4ec0479ae675":{"name":"Λεκάνη","short_description":"Τα αντικείμενα καθημερινής χρήσης της φατιμιδικής περιόδου κατασκευάζονταν από κράμα χαλκού. Το κωνικό σχήμα της λεκάνης που θυμίζει αντίστοιχα σκεύη της ύστερης αρχαιότητας από πολύτιμο υλικό, συνεχίζει να χρησιμοποιείται στην ισλαμική κεραμική και μεταλλοτεχνία μετά τον 12ο αιώνα. \nΟ διάκοσμος σχηματίζεται από διπλή σειρά κουφικών επιγραφών –που τοποθετούνται πλάτη με πλάτη σαν να καθρεφτίζονται η μία στην άλλη- με ευχές για τον ιδιοκτήτη καθώς και καρδιόσχημα κοσμήματα και βλαστούς.","holder":"Μουσείο Μπενάκη","dates":"11ος-12ος αιώνας","location":"Αθήνα","dimensions":"Διάμετρος 25.6 εκ.","provenance":"Αίγυπτος","dynasty":"Περίοδος Φατιμιδών","materials":["Κράμα χαλκού"]},"dfe9a48a-a348-5020-8040-4c1a0c4cf94e":{"name":"Κιβωτίδιο","short_description":"Το κιβωτίδιο είναι πλούσια κοσμημένο με ασημένια ένθετα αραβουργήματα και επιγραφές μια από τις οποίες φέρει το όνομα του τεχνίτη Ισμαήλ γιου του Γουάρντ από τη Μοσούλη, ο οποίος είχε και αυτός χρηματίσει βοηθός ενός αρχιτεχνίτη της Μοσούλης. Πρόκειται για το παλαιότερο χρονολογημένο έργο που πιστοποιεί ότι η Μοσούλη ήταν σημαντικό κέντρο κατασκευής ένθετης μεταλλοτεχνίας. Ακόμη και μετά το 1262 και την καταστροφική επιδρομή των Μογγόλων οι τεχνίτες που κατέφυγαν σε άλλα μέρη υπέγραφαν τα έργα τους με το προσωνύμιο «από τη Μοσούλη», ως εγγύηση ποιότητας.","holder":"Μουσείο Μπενάκη","dates":"1220","location":"Αθήνα","dimensions":"Ύψος 3.5 εκ.","provenance":"Μοσούλη","dynasty":"Περίοδος Ζανγκιδών","materials":["Ορείχαλκος με ένθετο ασήμι"]},"fe0bc2df-8e83-5913-9832-92e4314a4051":{"name":"Κηροπήγιο","short_description":"Το κηροπήγιο φέρει την υπογραφή του τεχνίτη Αλή ιμπν Ομάρ αλ-Σανκαρί αλ-Μάουσιλι. Ο πυκνός διάκοσμος περιλαμβάνει ανθρώπινες μορφές σε παράταξη, τα δώδεκα ζωδιακά σημεία και ζευγάρια πουλιών. Μια από τις επιγραφές αναφέρεται σε ανώνυμο ηγεμόνα, ίσως έναν Αρτουκίδη του Μαρντίν. Ο δεύτερος ιδιοκτήτης ήταν ο Μιρζά Αγάς, ένας Μογγόλος διοικητής της Βαγδάτης, που πριν το 1374 επιχείρησε να σβήσει τις ανθρώπινες μορφές για να μπορέσει να αφιερώσει το κηροπήγιο στο τέμενος του προφήτη στη Μεδίνα.","holder":"Μουσείο Μπενάκη","dates":"1317/18","location":"Αθήνα","dimensions":"Ύψος 45.7 εκ.","provenance":"Βόρεια Συρία ή Ιράκ","dynasty":"Περίοδος Αρτουκιδών","materials":["Ορείχαλκος με ένθετο ασήμι και χρυσό"]}}