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- {"64a752d6-b788-5de5-9e6e-354842dbf466":{"name":"Grabstein.","description":"Die rechteckige Marmorplatte ist mit einer 11-zeiligen Grabinschrift innerhalb eines von Säulen getragenen Hufeisenbogens versehen. In den Bogenzwickeln sitzen Palmetten, den rahmenden Fries nimmt eine Halbpalmettenwellenranke ein. Der Aufbau des Grabsteines zeigt, dass es sich um einen Grabstein mit Gebetsnische (mihrab) handelt. Im Gebiet von al-Andalus waren solche Grabsteine besonders typisch für die Stadt Almería waren. Die Inschrift ist in einem für den Maghreb typischen, aber nicht sehr gekonnten Kufi-Duktus ausgeführt. Typisch sind kleine Zusätze wie Blätter und Punkte zwischen der Schrift. Die Text kann folgendermaßen beschrieben werden: an die Basmala werden Verse aus dem Koran (Sure 3, Vers 182 und Sure 38, vers 67-68) zitiert. Dann folgt der Name des Toten: Dies ist das Grab des Djabir, Sohn des Muhammad al-Khashab, der Holzkaufmann (?), der unter Namen Ibn al-Qallal bekannt ist. Er verstarb am Montag in der ersten Dekade des Monats Ramadan im Jahre 435/[2. April 1044], wobei er bezeugte, dass es keinen Gott gibt ausser Gott und dass Muhammad der Gesandte Gottes ist, und dass das Paradies, die Hölle, die Auferstehung und die Stunde des Gerichts wahrhaftig sind. Die Glaubensformel bezieht sich auf Sure 22, Vers 3-7. Als der Genannte starb, regierten in der bedeutenden Hafenstadt Almería die Banu Sumadih. Da dieser Typ von Grabstein mit dem für al-Andalus typischen Hufeisenbogen in der Gegend um Almería häufiger anzutreffen ist, könnte er am ehesten aus dieser Region stammen.","short_description":"Hufeisenförmige marmorne Grabsteine sind typisch für die Funde in der Stadt Almeria bei Malaga in al-Andalus. Dieses Exemplar mit seiner kompakten Kufi-Schrift, die den Raum komplett ausfüllt, und seinen typischen arabesken Rändern wurde für einen Mann hergestellt, der im Jahre 435 AH (AD 1044) starb.","holder":"Museum für Islamische Kunst","initial_owner":"Slg. Kalebdijan, Paris.","dates":"datiert 435 H. / 1044.","location":"Berlin","dimensions":"Höhe 64 cm Breite 46 cm.","method_for_datation":"Durch die Inschrift ist der Grabstein 435 H./1044 n.Chr. datiert.","method_for_provenance":"Der Aufbau des Grabsteines weist Merkmale auf, die für Grabsteine in Almería/Spanien charakteristisch sind.","provenance":"wohl Region um Almería, Spanien.","obtention":"Ankauf 1942 aus der Slg. Kalebdijan, Paris.","bibliography":"Lévi-Provençal, E. Inscriptions Arabes d'Espagne, Paris-Leiden, 1931, Nr. 189. \n \nKat. Schätze der Alhambra-Islamische Kunst aus Andalusien, Mailand, 1995 Nr. 60 \n \nKat. Museum für Islamische Kunst, Berlin 2001, S. 92-3.","author":"Annette Hagedorn","keywords":["al-Andalus","Almería","Grab","Grab Objekt","Grabstein","Kufi-Duktus","Maghreb","Taifa-Periode"],"materials":["Marmor."]},"93440fd3-931d-5422-9969-d6ad2edb6c97":{"name":"Fragment einer Monumentalinschrift von einem Grab.","description":"Die rechteckige Marmorplatte ist der erhaltene rechte Teil einer Monumentalinschrift im Kufi-Duktus mit vertieftem Relief. Sie zeigt zwei Schriftzeilen in einem gedrängten Kufi-Duktus, die von einem breiten, glatten Rahmen eingefaßt wird. An der linken Seite befindet sich ein sauberer Bruch, so daß angenommen werden kann, daß die folgende Platte daran anschloß. Der fragmentarische Text stammt von einem Grabinschrift mit der Formel „Darauf hat er gelebt…“ usw. in der oberen Zeile und unten folgt der Monatname des Sterbedatums „Djumada al-achira…“ und von der der Jahreszahl das Wort „drei“. Dadurch ist das exakte Datum nicht rekonstruierbar. Die Kufi-Inschrift zeichnet sich durch eine gedrungene, untersetzte Bildung aller Zeichen auf einer gedachten geraden Linie aus. Die Hastenenden verstärken sich nach oben keilförmig. Besonderes Merkmal ist auch leicht verspielte Form der Lam-Alif Hastenligatur.","short_description":"Die zweizeilige Inschrift auf dieser Marmortafel aus dem fatimidischen Ägypten ist ein gutes Beispiel für die Verwendung des Kufi-Duktus in einer Form, die scharf geschnittene Ränder bevorzugt und die Anfänge eines ornamentalen Stils für die einzelnen Buchstaben aufweist. Die Tafel stammt von einem unbekannten Grabstein.","holder":"Museum für Islamische Kunst","dates":"3.-4. H. / 9.-10. Jh.","location":"Berlin","dimensions":"Höhe 56 cm Breite 106 cm.","method_for_datation":"Eine genaue Datierung des Kunstwerkes ist nicht möglich. Die Monumentalinschrift und die Form der Einzelbuchstaben lassen sich mit Monumentalinschriften vergleichen, die in Ägypten in spätabbasidischer oder fatimidischer Zeit entstanden.","method_for_provenance":"Die Herkunft wurde in Analogie ermittelt, da für vergleichbare Monumentalinschriften in der Literatur eine ägyptische Provenienz angenommen wird. Der Hinweis, dass das Kunstwerk in Kairo erworben wurde, kann zudem als weiterer Grund gewertet werden.","provenance":"Ägypten.","obtention":"Kunsthandel Kairo 1907. Überweisung von der Altchristlichen Abteilung.","bibliography":"Kat. Museum für Islamische Kunst, Mainz, 2001, 30. \n \nEnderlein, V., Wegleitung. Islamisches Museum. Staatliche Museen zu Berlin, Rostock 1988, 12 Abb. 3. \n \nKühnel, E. Islamische Schriftkunst Berlin/Leipzig, 1942, 10 Abb. 3.","author":"Annette Hagedorn","keywords":["Epigraphie","Epigraphischen","Gravur","Hasten","Inschrift","Kufi","Spolie"],"materials":["Kufischrift in vertieftem Relief .","Marmor"]}}
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